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Rezensionen verfasst von
Rock Tullie (Bedburg-Hau, NRW)

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Blues for the Modern Daze (Limited Edition)
Blues for the Modern Daze (Limited Edition)
Wird angeboten von discover.store
Preis: EUR 18,69

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Knaller des Rockblues, 21. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manchmal weiß ich gar nicht so recht, wo Walter Trout alle seine Ideen her hat. Von allen Studioalben, die er bisher solo veröffentlicht hat, fällt nur The Outsider ein wenig ab, weil sie ohne große Höhepunkte ein wenig langweilig war. Dieses Manko hatte er mit Common Ground aber direkt wieder behoben und jetzt setzt er mit diesem neuen Output wieder eins drauf.

Für mich ist Blues for the modern Daze eines der stärksten Alben im Soloschaffen von Walter. Das Album ist wieder sehr abwechslungsreich geraten und sprüht vor unglaublicher Intensität. Die Aufnahmen haben ordentlich Dampf unter dem Kessel. So rockig war Walter lange nicht, vielleicht letztmalig davor auf Go the Distance von 2001. Natürlich verzichtet Walter nicht auf langsamere Stücke, aber keines der balladeskeren Stücke ist süß geraten, sondern haben für sich ebensolche Intensität wie die knackigen Rocksongs. Dazu kommt vom Gesamteindruck her, dass nur wenige Kompositionen im ganz klassischen Bluesstil gehalten sind.

Vielleicht kommt diese Intensität daher, dass erstmalig hauptsächlich Walters Tourband Sammi Avila, Rick Knapp und Michael Leisure das Album eingespielt haben. Auf einzelnen Stücken wirkt der ein oder andere Gast mit. Aber es entsteht ein gewisser Livecharakter. Wer einmal einem seiner Konzerte beiwohnen durfte, weiß, was ich meine. Insgesamt finden sich auf dem Album natürlich alle Trademarks eines guten Walter Trout Albums, er erfindet sich sicher nicht neu. Trotzdem schafft Walter es auf dem einen oder anderen Song, seiner Fender Strat völlig überraschende Töne zu entlocken. Bestes Beispiel ist Money Rules the World, wo er sein Instrument so richtig schön quält, sie herzzerreißend jaulen lässt, ein stampfender knackiger Rocker.

Wie auf den meisten seiner Alben hat Walter immer Kompositionen drauf, die zum Feinsten des Bluesrock gehören. Dazu zählen die Anspieltipps You can't go home again, Never knew you well, Brother's keeper und das Titelstück. Aber wichtig ist, es gibt keinen Ausfall auf dem Album und mit Blues for my Baby ist auch ein sehr getragenes klassisches Bluesstück drauf.

Die Ltd. Edition hat ein umfangreiches Booklet u.a. mit der Biographie von Walter. Sie ist wie ein kleines Buch mit Papprücken sehr schön aufgemacht. Es wird auf der Homepage garantiert, dass diese Edition nur einmal aufgelegt wird.

Viel Spaß mit der 'Old Guitar', Jimmy Trapp wird im Himmel begeistert sein ...


Thick As a Brick 2 (Special Edition)
Thick As a Brick 2 (Special Edition)
Preis: EUR 18,99

47 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein nicht für möglich gehaltener Traum, 30. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Thick as a Brick ist das große Meisterwerk von Jethro Tull von 1972, für mich persönlich noch deutlich vor Aqualung und Songs from the Wood. Die Idee, davon einen zweiten Teil zu machen, schwirrte schon mal in Ian Andersons Kopf, wenn man einem früheren Interview glauben mag. Erst eine Anfrage von Derek Shulman von Gentle Giant soll diesen Gedanken bei Ian entschlussfähig gemacht haben.
Jetzt wissen wir alle, dass Ian 1972 es allen Kritikern mal so richtig gegeben hat, die Aqualung noch als ein Konzeptalbum bezeichneten. Er entwarf die Geschichte um Gerald Bostock, der einen Kinderautorenwettbewerb gewann, dessen Eltern aber mit seinem Alter gelogen hatten ( 10 anstatt 8), so dass er disqualifiziert wurde. Dessen disqualifizierte eingereichte Geschichte wurde dann von Jethro Tull verwertet, was dann den Co-Autor Gerald Bostock auf das neue Jethro Tull brachte. Viele hatten damals nicht geglaubt oder gewusst, dass das ein fiktiver Charakter war und alles von Ian Anderson erdacht wurde.
Ian schwebte bei seinem zweiten Teil jedoch nicht vor, noch mal so eine humorvolle und surreale Geschichte zu schreiben, so wie man es oft bei Filmfortsetzungen bekommt. Seine Idee war, das Leben Gerald Bostocks nach 2012 zu bringen, der jetzt inzwischen 50 Jahre alt ist, und dabei die Frage aufzuwerfen, wie es ihm in seinem Leben widerfahren sein möge. Genauso, wie sich mancher fragt, an welcher Stelle seines Lebens hätte es für ihn anders laufen können und wäre nicht das geworden, was er jetzt ist, sondern Banker, Politiker, Penner etc. Thematisch war Ian Anderson also raus aus der Nummer, irgendwie noch mal das Gleiche wie vor 40 Jahren zu machen.

Das Wichtigste ist jedoch die Frage nach der Musik. Da hatte ich ehrlich gesagt die größte Sorge, ob es überhaupt noch funktioniert. Und wenn man Ians letzte 10 bis 15 Jahre kennt, durfte man durchaus Zweifel haben. Mein für mich letztes wirklich sehr gutes Album war Roots to Branches von 1995 (!) Auch wenn ich die späteren Projekte Secret Language of Birds und Rupis Dance sehr schätze, auch das Christmas Album hat wunderschöne Momente, aber viel kam da nicht mehr im Tull-Katalog. Jethro Tull??? Ja, für mich ist das hier ein Jethro Tull Album, obwohl Martin Barre nicht mitwirkt. So sehr mich das schmerzt, dass der langjährige Weggefährte nicht auf dem Album mitwirkt, so sehr muss man doch konstatieren, dass kaum ein Album der letzten 25 Jahre mehr nach Jethro Tull klingt wie TAAB 2. Das wird u.a. auch daran liegen, dass die Aufnahmen mit den klassischen Tullinstrumenten vollzogen wurden, Akustische Gitarre, Flöte, elektrische Gitarre, Drums und die wunderbare Hammondorgel. Ich empfehle sehr, sich dieses neue Meisterwerk in einem Guss zu hören und verzichte daher auf Anspieltipps, obwohl es mit Banker Bets, Banker wins, Adrift and Dumfounded und mit A Change of Horses durchaus Höhepunkte gibt. Musikalische Zitate aus Thick as a Brick gibt es, aber es sind eher wenige und mit einem Augenzwinkern. Der Auftakt von TAAB 2 geht mit dem Wind von Seite 2 vom Originalalbum los, der Old School Song hat einen Lauf der Hammondorgel, welcher stark an "I come down from the upper Class" erinnert.
Manche musikalische Themen werden nicht nur in einem Part verwendet, insbesondere der Gitarrenlauf von Adrift and Dumfounded. Ich habe jetzt den dritten Durchlauf der CD und kann nicht genug bekommen. Andersons Stimme, die man in den letzten Jahren auch durchaus kritisieren durfte, ist ziemlich geschmeidig, sein Flötenspiel hat alle die Merkmale, die man an ihm so schätzt und die er in den letzten Jahren auch eher sparsam eingesetzt hatte.
Ich bin jetzt schon restlos begeistert und wer erwartet, dass TAAB 2 ein Abklatsch vom Originalalbum ist, der hat weit gefehlt. Es ist ein komplettes Stück Musik mit sehr eigenständigen Kompositionen. Es empfiehlt sich, dass alles in einem Guss zu hören, von MP3 rate ich ab, es sei denn man bekommt das hin, dass man die Unterbrechungen nicht hört. Da werde ich mir für meinen Player noch was einfallen lassen müssen, weil ich das auch in meinem Urlaub in einem Guss hören möchte. Das Album hat auch ordentlich Dampf und wer meint, Shunt and Shuffle hat was von Locomotive Breath, wird da nicht falsch liegen.

Ich empfehle auch aus preislicher Sicht die Special Edition. Den 5.1 Sound habe ich mir noch nicht gegeben, weil meine alte Stereoanlage klanglich weit vor meinem Dolby Surround System steht. Der Jethro Tull Fan kann blind zugreifen, allen anderen sei gesagt, dass auch sie eigentlich nichts falsch machen können, sie bekommen dann mal was wirklich Neues und darüber hinaus schöne komplexe Musik mit sehr intelligenten Texten.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2012 11:26 AM MEST


Kein Titel verfügbar

30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Steven Wilson sei Dank, 11. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aqualung ist wieder da. Ich habe die Scheibe mindestens 2 Jahre nicht mehr gehört. Anfänglich, weil es so auskam und ich Herrn Andersons Weg in den letzten Jahren auch nicht so recht folgen wollte (Ich entsage schon etwas länger seinen Konzerten), später bewusst, nachdem dieser Remix angekündigt wurde. Jetzt habe ich bei Remix oft das Erlebnis gehabt, dass der ursprüngliche Charakter der Musik verfälscht wurde, insbesondere dann, wenn in der Neuveröffentlichung plötzlich eine Dynamik und Klarheit in den Aufnahmen vorherrscht, welche die Aufnahmetechniken in den 70ern noch gar nicht hergaben. Das hat Steven Wilson hier jedoch nicht getan. Jethro Tull's wichtigtes Album bleibt in seiner Ausstrahlung und seinem Charakter vollständig erhalten. Steven Wilson hat alles in seine Einzelteile zerlegt und irgendwie vollständig entstaubt. Mit Grausen erinnere ich mich an meine allererste Vinylaufnahme mit all dem Hintergrundrauschen und nur wenig transparentem Klang. Steven Wilson hat nur die ursprünglichen Masterbänder verwendet, nichts heutiges hinzugefügt, alles komplett neu aufeinander abgestimmt. Herausgekommen ist eines der besten Alben der Rockgeschichte, das so transparent in einem Stereomix noch nie war. Ohne dass man an der Dynamik an sich gearbeitet hätte, hat diese doch deutlich gewonnen. Es wurden Dinge herausgearbeitet, die in dieser Klarheit bisher untergingen. Man höre sich nur das Intro zu Locomotive Breath an mit Martins klarer Gitarre. Natürlich gibt es Schwächen, die Pianos fallen gegenüber der übrigen Instrumentierung etwas ab, aber das ist negative Kritik auf hohem Niveau. Trotz aller Klarheit dieses neu entwickelten Klangs von Aqualung behält man immer den Eindruck, eine Aufnahme von 1971 vor sich zu haben. Steven Wilson --- Danke schön dafür.
Die CD 2 hat ein paar Perlen drauf, diverse Early Versions, Songs von Living in the Past etc. Am besten finde ich die Langversion von Wondr'ing Aloud Again. Viel Spaß bei der Neuentdeckung eines alten Meisterwerks.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2012 7:54 PM MEST


Black Country Communion
Black Country Communion
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anfänglich gewöhnungsbedürftig, 27. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Black Country Communion (Audio CD)
Beim ersten Hören war ich wenig verschreckt, das muss ich ehrlich zugeben. Das liegt vor allen Dingen daran, dass man die Musiker kennt und sie in anderen Gefilden wähnt. Insbesondere über Joe Bonamassa und Glenn Hughes muss man nicht viele Worte machen. Joe kommt bekanntlich vollständig aus der Bluesecke und ist in den letzten Jahren, was Veröffentlichungen betrifft, sehr umtriebig gewesen. sicherlich muss er aufpassen, den Markt nicht zu überspielen. Glenn Hughes kennt der geneigte Fan schon etwas länger, u.a. bei seinen Arbeiten mit Deep Purple und Black Sabbath. Zu diesen beiden illustren Herren gesellen sich dann noch Jason Bonham und Derek Sherinian, der mir persönlich von allen vieren noch der Unbekannteste war. Herausgekommen ist Rock der Extraklasse, sehr roh gehalten, wodurch das Gesamtwerk sehr "old fashioned" klingt, im Vergleich zu den glattpolierten Standards der heutigen Zeit wenig eingängig. Das macht mehrere Durchläufe notwendig, um Zugang zu den Songs zu erhalten. Aber man erhält pure Spielfreude aller 4 Musiker, vielleicht hätte die Hammond für meinen Geschmack etwas deutlicher sein können. An manchen Stellen wirken die Songs sogar improvisiert, so als hätten sie sich ins Studio begeben und für die gesamte Platte nur einen Durchlauf und fertig. Das Album hat seine stärksten Momente bei ruhigen und längeren Passagen wie Song of Yesterday, der am stärksten Richtung Blues geht und Too late for the Sun mit einem langen Mittelteil, der wie bei einem Livekonzert improviesiert ausgedehnt ist. Viel Spaß bei direkter, roher und im besten Sinne unmoderner Musik.


Age of the Joker (Limited Digipack)
Age of the Joker (Limited Digipack)
Wird angeboten von MUSIC-2000
Preis: EUR 16,80

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Band macht Musik!, 16. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist immer schwierig, wenn man an eine Band eine gewisse Erwartungshaltung hat, insbesondere dann, wenn man von Anfang an dabei war. Oft ist es auch so, dass gerade die Fans der ersten Stunde leicht zu enttäuschen sind, da sie am Anfang die Band gepusht und zu Erfolg verholfen haben. Stellt sich der Erfolg dann ein und verändert sich der Stil, fühlt sich der Fan der ersten Stunde ein wenig verraten und verweist darauf, dass es nicht mehr dem entspricht, was eine Band groß gemacht hat, eine Größe, zu denen ihnen nicht zuletzt diese Fans mit verholfen haben. Eine der krassesten Entwicklungen in der Musikgeschichte ist für mein Dafürhalten Genesis mit einem meiner Lieblingsalben "The Lamb lies down on Broadway". Der spätere Megaseller "We can't dance" im Vergleich dazu ist grauenhaft, obwohl es für sich ein gutes Album ist. Ich akzeptierte diesen Weg, so weh es im Vergleich halt tut.

Edguys Weg ist in etwa vergleichbar, wenn auch bei weitem nicht so krass. Wir unterhalten uns immer noch über Hardrock/Metal. Und so ganz verleugnen sie ihre Vergangenheit nun auch nicht, da sollte man schon fair bleiben. Vielleicht hilft mir tatsächlich mein später Quereinstieg und dass ich mir ihren Backkatalog rückwärts erschlossen habe. Wegen meines nicht mehr ganz taufrischen Alters bin ich mit der Zeit auch etwas sturer geworden, was neue Bands betrifft und wahrscheinlich wäre ich ohne meinen Sohn nicht auf Edguy gestoßen. Inzwischen kenne ich alles, was man offiziell erwerben kann und ich habe meine Lieblingsalben. Age of the Joker ist in meiner Top 3 von Edguy, übertrifft aber selbstverständlich meinen Favoriten "Hellfire Club" nicht. Dieses Album ist Edguys bisheriges Meisterwerk, keine Frage. Künstlerisch ist auch Mandrake bei mir sehr weit vorne. In Sachen Abwechslung ist die Neue aber bisher unerreicht. Nicht vergleichbar mit der Härte von Hellfire Club oder der Vertrackheit von Mandrake. Aber Age of the Joker wartet für Edguy mit der Verwendung ganz neuer Stilelemente auf.
Ein bisschen Folk im Mittelteil von Rock of Cashel. Das ist jetzt nichts bahnbrechend Neues, das haben andere auch schon gemacht, sogar die Höhner. Es passt aber sehr schön in diesen Song, der eine wunderschöne Melodie im Refrain hat. Da ist Tobias kompositorisch schon von der Muse geküsst worden, die Ideen gehen ihm nicht aus. Auch die Verwendung von Blues/Country fällt in diesen Reigen und sie machen das sehr schön in Pandoras Box. Auch hier wieder ein begnadeter Refrain. Jetzt ist der Blues nicht in der Qualität eines Joe Bonamassa oder Walter Trout, aber es wird hier mit viel Spielfreude vorgetragen.
Auf Tinnitus Sanctus hatte ich für mich noch bemängelt, dass auf richtige Longtracks verzichtet wurde. Das ist hier mit dem Opener Robin Hood und Behind the Gates of Midnight World wieder vollkommen anders. Beide sind für sich gesehen sehr gute bis geniale Songs. In Robin Hood taucht erstmalig die Hammond auf, Jon Lord lässt grüßen. Für mich klingt Robin Hood trotzdem ziemlich typisch für Edguy in den letzten Jahren. Im Mittelteil greifen sie zum Stilelement Iron Maidens. Ich hätte es allerdings besser gefunden, wenn den Sprecherpart jemand gemacht hätte, der das wirklich kann, eine interessante sonore Stimme hätte man doch finden können. Von Tobi klingt es ein bisschen albern, ein kleiner Wermutstropfen in dem Song, der deswegen die Genialität verfehlt. Ganz anders jedoch das düstere Behind the Gates of Midnight World. Das war der einzige Song, der sich mir nicht beim ersten Hören erschloss, weil er am Anfang sehr düster mit schwergewichtigen Riffs ist und die Melodie nicht sofort den Weg durch die Gehörgänge findet. Auch ist der Song sehr getragen und eher langsam, bevor er im zweiten Teil noch ein klein wenig Fahrt aufnimmt. Er verträgt mehrmaliges Anhören.

Für die, die den Powermetal vermissen sollten, es ist schon noch was auf der Scheibe, was gefallen dürfte, auch wenn es nicht mehr ganz klassisch sein dürfte. Nobodys Hero ist schon ziemlich knackig, vom Riffing und Tempo her gesehen. In diesem Song geht es ziemlich metalmäßig zur Sache ohne ruhige Passage. Auch Breathe passt da rein, vielleicht ist er sogar ein wenig typischer für Edguy. Ich finde jedoch im Gegensatz zu vielen anderen the Arcane Child sehr gelungen, was daran liegen mag, dass ich als Deep Purple Fan gerne auch mal aus deren Richtung einen entsprechend flotten Song hören möchte. Der Sound ist schon Purple oder Heep-mäßig.

Ein Höhepunkt auf der Scheibe ist auch Fire in the Downline mit seinem akustischen Anfang. In der Tradition von Dio, aber trotzdem ein vollkommener Edguysong. Auch Faces in the Darkness ist ausgezeichnet, jedoch wiederum sehr düster und getragen, ein schöner Kontrast zu Two out of Seven, den ich mehr als Spaßsong empfinde, der für mich aber ein eher schwächerer Moment auf der Platte ist. Über die obligatorische Ballade will ich mal keine Worte machen.

Alle Songs haben gemein, dass sie im Sinne der Musik ausgezeichnet produziert sind mit knackigen und fetten Gitarren, die sicher nicht die Härtegrade von Hellfire Club erreichen, aber hey, es ist immer noch Hardrock/Metal und so, wie sie es uns präsentieren mit all der Abwechslung, es ist ein weiterer Schritt Richtung Metal als ernst zu nehmender Musikstil. Dieser Weg dürfte noch lange nicht zu Ende sein.

Wer sich darauf einlässt, wird seine Freude haben, wer diesen Weg nicht mehr mitmachen will und die Rückkehr zu den Anfängen erwartet, muss enttäuscht sein.


Aqualung Live
Aqualung Live
Preis: EUR 10,15

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neues Gewand für Aqualung, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Aqualung Live (Audio CD)
Sicher, Aqualung ist wegen des Titelstücks und Locomotive Breath Jethro Tull's wichtigstes Album --- auch weil dieses ihnen den Schritt zu einem internationalen Topact ermöglichte. Ian Anderson war aber mit Soundqualität und Aufnahmebedingungen immer unzufrieden, woran auch spätere digitale Remasters nichts änderten. Vor diesem Hintergrund entwickelte das Angebot der XMRadio Studios seinen eigenen Charme. Und hier ist das geniale Ergebnis, was offenbart, welche Spitzenkompositionen Ian Anderson 1970/71 hingelegt hatte. Er war seiner Zeit damals wahrlich voraus. Ich betrachte beide Werke trotzdem für sich, ich sehe auch die alten Aufnahmen mit ganz anderen Augen. Einfach nur nachspielen der alten Songs kam für Jethro Tull nicht in Frage, sie präsentieren sich alle in anderen Arrangements. Jedoch tritt das nirgendwo so deutlich zu Tage wie bei Mother Goose und Hymn43. Letzterer genannte Song wird sogar richtig gut. Bei Mother Goose kommt einem der eingefügte Mittelteil nicht ganz unbekannt vor, da Stücke wie Fat Man oder Water Career für den akustischen Teil auf Konzerten ähnlich aufgefrischt wurden. Aqualung ist eines der Meisterwerke von Jethro Tull, vielleicht das Beste nach Thick as a Brick. Die Neuaufnahme hat es mir wieder bewusst gemacht und ist ein wirklich lohnender Kauf --- nicht nur für den Fan.
Außerdem noch drauf sind ein paar Interviewschnipsel, in denen insbesondere Ian uns seine Weisheiten präsentiert. Viele kennt der geneigte Fan, manches ist doch eine neue Info gewesen. Alles ist in gewohnt humorvoller Weise vorgetragen. Witzig, braucht man aber nicht wirklich.


Jethro Tull - Live at Montreux 2003 (Kulturspiegel Edition)
Jethro Tull - Live at Montreux 2003 (Kulturspiegel Edition)
DVD ~ JETHRO TULL

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie haben nichts verlernt ..., 1. Juli 2011
Zunächst mal vorweg: Es ist endlich das, worauf soviele Fans gehofft haben. Es ist ein vollständiges Konzert, welches nicht von Interwiews oder ähnlichem unterbrochen wird. Gut, da es in der Montreux-Reihe veröffentlicht wird, gibt's dann mal gar keine Extras, das möchte ich denn auch Jethro Tull nicht anlasten. Der Montreux-Abend ist in zwei Abschnitte unterteilt. Teil 1 geht bis Song Nr. 11 und bietet einen Querschnitt einer Menge akustischer Sachen, viele Instrumentals - für meinen Geschmack vielleicht das eine oder andere Stück intrumentaler Natur zu viel - und eingestreut doch das eine oder andere rockige Stück. Insbesondere Hunting Girl ist sehr gelungen. Ein grandioser Anspieltipp ist auch with you there to help me. Teil 2 beginnt mit Song 12 und es folgt nur noch Highlight auf Highlight. Living in the Past ist wieder mal leicht anders arrangiert durch einen stärkeren Einsatz von Martin's E-Gitarre. Nothing is Easy wird seit Jahren so gespielt wie hier. Schön finde ich, dass er mit Beside myself auch mal ein ernsteres Stück vom Roots to Branches-Album in die Setlist genommen hat. My God wartet vorher mit dem Flying Dutchman-Intro auf. Budapest wird in der bekannten Liveversion gespielt, die von der Albumversion insofern abweicht, dass ein Mittelteil herausgenommen wurde und dafür ein Outro mit Flöte gespielt wird. Die Höhepunkte eine Jethro Tull Konzertes sind seit jeher Aqualung und Locomotive Breath, hier mit dem Protect and Survive-Schnipsel, wo Ian die Balloons ins Publikum wirft und Cheerio am Ende zum Abschied. Wie eingangs erwähnt, es ist die Aufnahme eines einzigen Abends, da ist vielleicht der eine oder andere Song mal leidenschaftlicher gespielt als der andere. Aber man muss schon sagen, die Band war hier in Hochform, aus musikalischer Sicht. Ein Bühnenfeuerwerk reißen sie seit Broadswordzeiten nicht mehr ab. Das haben Musiker in fortgeschrittenem Alter auch gar nicht mehr nötig. Und ein Wort zu Ians Stimme. Er kommt an seine besten Zeiten nicht mehr heran. Ich hatte Mitte der 90er aber das Gefühl, dass es eigentlich nicht mehr weiter geht, da war sein Gesang so dünn und brüchig, dass ich ein nahes Ende der Karriere schon vor mir sah. Diese Zeiten scheint er aber überwunden zu haben. Seine Stimme ist recht kraftvoll und was ich in diesem Zusammenhang immer schon gut gefunden habe, Ian Anderson versucht keine technischen Tricks, um dem Publikum seine besten Gesangslinien aus Songs from the Wood oder anderen Zeiten vorzugaukeln. Er bietet ehrliche Musik ohne Schnörkel. Mit dem 5.1. Sound bin ich übrigens sehr zufrieden. Zum Schluss noch ein kleiner Unterschied zur CD: Die DVD hat alles drauf, vor allen Dingen auch die humorigen Songansagen oder ganz einfach überhaupt die Kommunikation mit dem Publikum.


Holding Onto Strings Better Left to Fray
Holding Onto Strings Better Left to Fray
Wird angeboten von colibris-usa
Preis: EUR 24,83

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... sehr eingängig, aber gut, 29. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In der heutigen Zeit Musik zu verföffentlichen, ist mitunter nicht ganz einfach. Wenn man Rockmusik im allgemeinen und (Post)grunge im besonderen macht, wird man gerne mal verglichen. Der tödlichste Vergleich ist der mit Nirvana. Dies ist ein höchst unfairer Vergleich, da den kaum eine Band aus diesem Genre standhalten kann. Wenn man Nirvana als die Erfinder des Grunge bezeichnen will, zumnidestens waren sie es, die den Grunge als erste so richtig populär machten, dann ist das Beste in der Regel das Original selbst. Da Seether aber nun schon das eine oder andere Album veröffentlicht haben, kann man sie durchaus mit sich selber vergleichen. Und da habe ich mit mir ein bisschen gerungen, ob ich für das neue Werk der Südafrikaner vielleicht nur 4 Sterne geben soll. Die Songs haben zweifellos einen hohen Wiedererkennungswert, man merkt aber sehr deutlich, dass sie im Vergleich zu früheren Werken sehr viel glatter und eingängiger produziert wurden. Insbesondere in der Mitte des Albums fällt diese Eingängigkeit sehr ins Gewicht. Auch singt Shaun viel mehr und entlockt seiner Stimme nur noch vereinzelt die quälenden Schreie. Im Prinzip gibt es mit Desire for Need nur einen Song, wo er das Schreien noch intensiv einsetzt. Dieser Song ist aus meiner Sicht der härteste auf dem Album. Auf den übrigen Songs beschränkt es sich, wenn denn vorhanden, z.B. nur auf kürzere Wörter wie ein kraftvolles "Break" auf dem grandiosen Opener Fur Cue.

Wenn man sich aber darauf einlässt, dass Seether bei ihren Songs auf extremere Ruppigkeiten verzichten, stellt man schnell fest, dass ihnen teilweise großartige Kompositionen gelungen sind, die auch im besten Sinne Grunge mit harten Gitarren sind. Sie erlauben sich trotz aller Eingängigkeit auch schöne Experimente wie ihren Ausflug zum Blues mit dem Country Song. Sehr schönes lockeres Ding. Meine persönlichen Favoriten sind zunächst die ersten 5 Songs mit dem bereits erwähnten Opener Fur Cue bis Master of Disaster. Alle diese Songs sind sehr abwechslungsreich und sprühen vor Spielfreude. Die dann folgenden 4 Songs sind die bereits angesprochene Mitte des Albums. Sicher, sehr schöne melodiöse Songs und mit Pass Slowly auch eine wunderschöne Ballade, aber man gewinnt beim Hören den Eindruck, dass sich diese Songs zu sehr ähneln und ein wenig zu sehr vor sich hin plätschern. Das Niveau der ersten 5 Songs wurde hier nicht gehalten. Dafür ist der Schluss des Albums dann wieder großartig und Forsaken ist einer der besten und intensivsten Songs, die Seether je veröffentlicht haben.

Die Bonustracks kenne ich bis dato noch nicht, kann dazu dann auch nichts sagen. Wer die extremeren Seether liebt, braucht ein wenig Eingewöhnungszeit, ansonsten sind ihnen aber durhaus großartige Songs, wenn auch nicht ganz durchgängig, mit schönen Melodien gelungen. Und Nickelbacklike, wie an andere Stelle mal angeklungen, ist die Scheibe nun gar nicht.


Forevermore
Forevermore
Preis: EUR 10,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen David Coverdale hat sich widerlegt ..., 9. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Forevermore (Audio CD)
Ich hatte in der Rezension zu Good to be Bad die Frage aufgeworfen, ob David Coverdale sich selbst widerlegt hatte, als er in einem Intwerview mal sagte, die besten Songs seien alle schon geschrieben. 2008 hatte er sich nicht widerlegt, und 2011 eigentlich auch nicht, wenn da nicht der Titeltrack wäre. Aber dazu später mehr.

Zuvor ein Wort zu Coverdales Stimme. Ich las in der ein oder anderen Rezension, dass sie sehr angeschlagen und krächzig sein soll. Dies habe ich eigentlich auf dem neuen Album nicht so wahrgenommen. 2008 kritisierte ich seine Stimme dafür, dass er auf die klare sonore Stimme bei ruhigen Passagen verzichtete. Insbesondere die drei Balladen auf Good to be bad hatten nur diese sehr rauhe Stimmlage. Auf Forevermore hat David Coverdale sich wieder seiner klaren Stimme besonnen. Gefühlt würde ich drei Songs als Ballade bezeichnen und jede davon ist schon für sich gesehen besser als die vergleichbaren Songs auf Good to be bad, vielleicht til the end of time mal ausgenommen. Aber die neuen ruhigen Stücke wie Easier said than done, one of these days und Fare the well wirken unverkrampft und haben ein schönes leichtes Flair. Hier singt Coverdale fast so wie früher, wenn man einfach mal berücksichtigt, dass er inzwischen fast 60 Jahre alt ist und man mit einer gewissen Altersfärbung leben muss. Da ich von drei balladesken Stücken sprach, werden viele denken, dass ich nicht richtig gezählt habe. Ich habe aber Forevermore aus diesem Reigen herausgenommen, da dieser etwas Besonderes ist.

Der Titelsong hat eine Laufzeit von etwas mehr als 7 Minuten. Dieser Umstand dürfte leider verhindern, dass er einer von Whitesnakes Superhits wird, obwohl das bei Guns'n'Roses mit November Rain ja mal funktioniert hatte. Der Song wird rein akustisch mit Gitarre und Gesang mit leichter Keyboarduntermalung eingeleitet. Der Gesang Coverdales ist klar wie z.B. bei Blindman. Die Melodielinie ist brilliant, so wie wir es von Whitesanke lange nicht haben hören dürfen. Nach dieser Einleitung setzt dann das geniale und sehr getragene Gitarrenspiel von Doug und Reb ein, jeder Ton passt und rundet den Song zu etwas ganz Besonderem ab. Die Rythmussektion tut ihr Übriges. Für mich und meinen bescheidenen Geschmack widerlegt sich David Coverdale, es wurde ein weiteres kleines Meisterwerk mit dem Titelsong geschaffen.

Gerockt wird auf dem neuen Album selbstverständlich auch. Dabei gibt es durchaus Highlights, die auf manch altem Album zu den guten Songs gehört hätten. Jeder mag sich dabei vorstellen, wie diese Lieder in der jeweils anderen Besetzung geklungen hätten. Als Anspieltipps mögen hier der grandiose Opener Steal your Heart away, All out of Luck, Tell me how und Love & traet me right dienen.

Es fällt im übrigen auf, dass das gesamte Album den Eindruck macht, als sei es mehr aus einem Guss. Es wirkt runder als Good to be bad. Es werden nicht alle Geschmäcker bedient, was mir jetzt im Vergleich den Vorgänger etwas verkrampfter erscheinen lässt. Es fehlt z.B. eine erneute Komposition, die das bekannte Black Dog-Thema hat. Auch eine direkte Entlehnung von Kashmir findet nicht statt. Auch wenn der Sound natürlich an Good to be bad anknüpft, macht das Album insgesamt doch den Eindruck, dass die Songs eine bluesigere Seele haben. Damit es dann auch mal deutlich der Blues ist, gibt es dafür mit Whipping Boy Blues einen wahren Bluesstampfer.

Die reguläre Standard - CD hat im Gegensatz zum Digipack nur einen anderen Mix mit mehr Drums vom Hardrockkracher My Evil Ways als Bonus. Ich finde den Bonustrack wegen der Drums stärker als das Stück auf der Platte.

Da ich Good to be bad 5 Sterne gegeben hatte, was ich jetzt im Vergleich zur neuen Scheibe nicht mehr tun würde, bleiben für Forevermore nur klare 5 Sterne und eine Kaufempfehlung auch für die, die nicht Fan von Whitesnake sind. Für einen 60jährigen singt Coverdale immer noch großartig. Es fallen mir nicht viele Sangesbrüder seines Alters ein, die ein derartiges Niveau haben halten können. Nur Dio ragt da heraus (R.I.P) ...


Dust Bowl (Limited Deluxe Edition)
Dust Bowl (Limited Deluxe Edition)

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der Alben des Jahres 2011, 5. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dust Bowl (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Meine Liebe zum Blues hat sich vor allen Dingen mit Walter Trout entwickelt, der es für mich wie kaum jemand sonst versteht, Rock in den Blues zu bringen. Auf der Suche nach weiteren Künstlern stieß ich dann wohl zwangsläufig auf Joe Bonamassa, der mich ebenfalls trotz seines letzten nicht so starken Outputs Black Rock sehr schnell überzeugte, u.a. mit The Ballad of John Henry. Ein wenig erstaunt war ich denn schon wegen seiner Veröffentlichungsfreude neuer Platten. Man läuft dann schon Gefahr, die Schraube zu überdrehen, wie ein anderer Rezensent bemerkte. Vielleicht hätte Joe das eine oder andere Album nicht zwingend veröffentlichen müssen, aber Dust Bowl zählt nun überhaupt nicht zu den verzichtbaren Werken.

Dust Bowl besinnt sich auf den traditionellen Blues, vergisst aber die für Joe Bonamassa so wesentlichen Rockelemente nicht. Dabei glänzt Joe vor Spielfreude auf technisch allerhöchstem Niveau, das in der gesamten Musikwelt tasächlich nur wenige Gitarristen haben. Ich bin froh, Fan eines weiteren dieser Klasse sein zu dürfen. Walter Trout hält dieses Niveau mühelos, ist im Vergleich rotziger, spontaner und schneller. Joe Bonamssa spielt gefühlvoller und technisch vielleicht sauberer.
Das neue Album ist garantiert ein Höhepunkt im bisherigen Schaffen von Joe Bonamassa. 12 bärenstarke Songs finden ihren Weg in die Gehörgänge. Von diesem Songs gibt es nur einen, der mir persönlich nicht ganz so zusagt. Tennesse Plates ist mir ein wenig zu countrylastig geworden. Aber alle anderen sind ohne Zweifel klasse. Im Folgenden picke ich mir mal einige wenige Highlights heraus, um dem Leser hier mal ein wenig Lust auf das Album zu machen. Letztendlich ist es so, dass trotz sehr klassischer Bluesarrangements Blues so lebendig ist, dass ein jeder die Songs anders erlebt.

Ein Kracher folgt direkt zu Beginn. Slow Train startet ganz im Sinne des Titels wie eine alte Dampflok, um dann in ein Stück Bluesrock der Extraklasse überzugehen. Natürlich findet man in jedem der Stücke sehr gute Gitarrenarbeit und -soli. Aber herausragend sind diese z.B. auf The Meaning of the Blues und the last Matador of Bayonne.

Wem das Rockige besonders zusagt, findet mit Black Lung Heartache und Heartbreaker herausragende Beispiele. Letzterer Song wurde mit Gastsänger Glenn Hughes eingespielt. Neben Glenn Hughes wirken in manchen Songs mit John Hiatt und Vince Gill weitere Gäste mit.

Insgesamt hält die Platte ein durchgehend hohes Niveau, trotzdem wirkt es so, als seien die beiden besten Stücke zu Anfang und Ende gesetzt worden. Slow train hatte ich bereits angesprochen, aber Prisoner hat mich noch mehr gefesselt.

Ich bin noch nicht endgültig durch, brauche noch viele Durchläufe, ich möchte aber die Empfehlung für den Bluesfan und solche, die es mal interessiert, schon jetzt aussprechen. Dust Bowl ist ein abwechslungsreiches und sehr spielfreudiges Album geworden, das alle bekannten Stärken von Joe Bonamassa beinhaltet. In der Ltd. Edition macht alles einen irgendwie edlen Eindruck. Für mich jetzt schon eines der Alben des Jahres.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2011 8:20 AM MEST


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