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Persönliches Profil

Beiträge von Arno Gündisch
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Rezensionen verfasst von
Arno Gündisch "arnoguendisch"
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Avatarium
Avatarium
Preis: EUR 21,63

5.0 von 5 Sternen Leif Edling' s Masterpiece, 8. Januar 2015
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Rezension bezieht sich auf: Avatarium (Audio CD)
Daß der Candlemass-Großmeister einiges kompositorisch drauf hat, wußte ich bereits, aber daß er mit Avatarium eine solche Perle herausbringt, hätte ich nie gedacht. "Moonhorse" klingt, als hätten Tori Amos und Black Sabbath zusammengearbeitet, "Boneflower" und "Lady in the Lamp" sind beste Beispiele vom Stoner Rock der Siebziger, und der Titelsong schafft einen solch ungeheuren Spannungsbogen zwischen Zartheit und roher Power, daß man nur andächtig lauschen kann. "Pandoras Egg" kann als Musterbeispiel für progressiven Doom durchgehen, und "Bird of Prey" müßte eigentlich der Titelsong für "15 Shades of Grey" sein. Über das Charisma der Sängerin brauche ich hier wohl keine Worte mehr zu verlieren..nur noch soviel: der Doom-Fan, der diese Scheibe noch nicht besitzt, sollte sie sich schnellstens zulegen!


In den Fängen der Großmächte: Siebenbürgen zwischen Bürgerkrieg und Reformation (Die Geschichte Siebenbürgens)
In den Fängen der Großmächte: Siebenbürgen zwischen Bürgerkrieg und Reformation (Die Geschichte Siebenbürgens)
von Wilhelm Andreas Baumgärtner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die siebenbürgische Reformation und das Spiel der Großmächte, 8. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über die siebenbürgische Reformation ist wenig bekannt, als Hauptdarsteller der kirchlichen Reformation Anfang des 16. Jahrhunderts werden meistens Martin Luther, Melanchton oder auch Calvin genannt. Und dennoch ging die siebenbürgische Reformation nicht weniger dramatisch zu, da sie sich im Spannungsfeld zwischen dem deutschen Kaiser, dem Expansionswillen des türkischen Sultans und dem Behauptungswillen des ungarischen Königs abspielte. Der Autor schildert äußerst lebendig, wie die siebenbürgischen Reformatoren-angeführt vom charismatischen Humanisten Johannes Honterus-sich den schwelenden Konflikt der Großmächte für ihre eigenen Ziele zunutze machten und dadurch die Reformation in Siebenürgen allmählich an Boden gewann. Das vorsichtige Taktieren, aber auch das entschlossene Handeln werden gut dokumentiert, sowie spannend wiedergegeben und versetzen den Leser in eine äußerst turbulente Zeit-der siebenbürgische "Game of Thrones" in Echtzeit.
Der Autor läßt auch den theoretischen Überbau der Reformation nicht zu kurz kommen und rundet das Werk durch ein umfassendes Persoenen-und LIteraturverzeichnis ab.
Wer an der Geschichte der Reformation, oder speziell an transsylvanisch-siebenbürgischer Geschichte interessiert ist, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Ich freue mich schon auf den Nachfolgeband und vergebe fünf leuchtende Punkte!


Saurian Exorcisms
Saurian Exorcisms
Preis: EUR 20,34

5.0 von 5 Sternen Minimaler, aber nicht schlechter, 29. Dezember 2014
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Rezension bezieht sich auf: Saurian Exorcisms (Audio CD)
Im Vergleich zu "Saurian Meditations" hat Karl Sanders auf diesem Album wesentlich abgespeckt: weniger Ambient, sparsame Drone-Effekte, keine kreischenden E-Gitarren, dafür mehr Raum für Perkussion und Atmosphäre, sowie sehr variabel eingesetzte Vocals, die aus Tracks wie "A Most Effective Exorcism Against Azagthoth and his Emmissaries" oder "Shira Gula Pazu" kleine Horror-Kabinettstücke machen. Im Vergleich dazu bieten "Rapture of Empty Spaces" , "Contemplate this on the Tree of Woe" oder "Curse the Sun" atmosphärisch dichte "Chill"-Momente, in denen man meint, den Weihrauch alter Tempel-Zermonien zu riechen. "Slavery unto Nitokris" entführt uns wiederum in die Erlebniswelt von "Die Mumie 1+2", "Kali Ma" erinnert an den Kult-Streifen "Indiana Jones at the Temple of Doom".
Freilich läßt sich dieses Album genießen, auch ohne besagte Film-Vorlagen zu kennen. Genießt diese beschwörende Musik am besten bei Kerzenlicht, oder während der Lektüre von Horror-Stories der Klassiker H.P. Lovecraft, Clark Ashton Smith oder Robert E. Howard. Fünf Punkte für ein Album, das in Sachen Atmosphäre seinesgleichen sucht!


Saurian Meditation
Saurian Meditation
Wird angeboten von buy smart -24-
Preis: EUR 21,95

5.0 von 5 Sternen Musik für Lovecrafts Jünger, 27. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saurian Meditation (Audio CD)
Bisher habe ich einen adäquaten Soundtrack für die Stories des amerikanischen Großmeisters vermisst. Nun liefert mir NILE-Mastermind und Ausnahmegitarrist Karl Sanders diesen nach. Ägyptische Tonleitern treffen auf akustische Achterbahnfahrten a la Al di Meola, vielschichtige Perkussion auf Drone und Ambient-Sounds-das Resultat ist einfach nur hypnotisch, man hörfe nur bei "Luring the Doom Serpent" genauer hin, oder feiere orgiastische Riten in "The Elder God Shrine" . Man sehe die Welt "Dreaming through the Eyes of Serpents" gehe "Whence No Traveller Returns" oder höre der Stimme des Großen Biestes in "The forbidden Path Across the Chasm of Self-Realization", zelebriert von David Vincent Himself. Mit einem Gitarreninferno aus "Beckon The Sick Winds of Pestilence" schließt die morbide Symphonie.
Erich Zann hätte sich nichts Besseres ausdenken können...fünf nekronomische Punkte dafür im Zeichen des Cthulhu!


Kacktus (Limited Digi)
Kacktus (Limited Digi)
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Punk meets Metal meets Hass, 26. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kacktus (Limited Digi) (Audio CD)
Gleich vorneweg: ich kannte die Band vorher nicht, habe dieses Album als Geschenk gekauft, nur einmal kurz reingehört-und war begeistert.
Hier werden kurze, aber druckvolle, leicht Metal-lastige Punk-Granaten abgeliefert, die der hiesigen Gesellschaft und Musikszene ihren Zerrspiegel vorhalten. So geschehen z.B. in "Hungersnot in BRD", "Terror von oben", "Superpunk", "Zeit zu gehen".
Es gehört einiges dazu, so prägnante Messages in kurze Songs zu verpacken, die dazu noch Ohrwurm-Charakter haben. Fazit: fünf stachlige Punkte!


Carved in Stone
Carved in Stone
Wird angeboten von skyvo-direct
Preis: EUR 33,37

5.0 von 5 Sternen Progrock at its Best, 26. Dezember 2014
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Rezension bezieht sich auf: Carved in Stone (Audio CD)
Man nehme eine Prise Rush, würze sie mit einer Löffelspitze Pink Floyd, gebe dazu noch jeweils eine Prise Deep Purple- und Rainbow-Würze, vergesse nicht den Teelöffel Queen-Bombast, nehme dazu noch zwei Teelöffel Originalität, verrühre alles sorgfältig und serviere es auf CD. Und lausche andächtig dem Resultat...
Shadow Gallery haben mit "Carved in Stone" einen Meilenstein des Progrocks der Neunziger geschaffen. Einzelne Songs herauszupicken, fällt mir schwer, der Song-Mammut "Ghost Ship" wird aber jedes Prog-Herz höher schlagen lassen, mit "Don't ever cry, just remember" und "Warcry" folgen noch zwei Halbballaden der Sonderklasse, den Rest soll jeder für sich selbst entdecken. Wem "Deeper Than Life" ein bißchen allzusehr nach Dream Theater klingt, hat gut zugehört-haben John Petrucci & Co. aber nicht dieselben Vorbilder? Mike Bakers Stimme (R.I.P., Mike!) läßt sich ohnehin nicht kopieren.
Lediglich der Hidden Track fällt mit seinem Ambient-Intro etwas aus dem Rahmen-da muss jemand aber arg lange klopfen, bis ihm die Tür (zum Progrock-Himmel?) aufgetan wird, das folgende Vangelis-lastige Instrumental entschädigt aber für die Wartezeit.
Fünf himmlische Punkte und eine strikte Kaufempfehlung für jeden Prog-und Melodic Rock-Fan!


Ancient Dreams
Ancient Dreams
Preis: EUR 15,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doom und Dramatik, 14. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ancient Dreams (Audio CD)
Irgendwie fällt es mir schwer, Candlemass einzuordnen. Sie sind melodiöser als Black Sabbath, weniger Rock'n Rolll als Rainbow, haben eine andere Dramatik als Uriah Heep-und dennoch klingt von allen drei Bands etwas mit, das von Leif Edling & Co. jedoch zu etwas Neuem verarbeitet wird: zu Doom, der in dieser Form bei keinem der Vorgänger auftauchte. Genau wie die einzigartigen Vocals von Messiah Marcolin. Der Mann ist und bleibt eine Klasse für sich!
Desweiteren sollte der geneigte Hörer sich nicht von den Liner Notes am Anfang des Booklets beeinflussen lassen. So manche Perle wird da ohne Grund niedergemacht (z.B. A cry from the crypt, Epistle No. 81) , während andere eindeutig überbewertet einherkommen (The Bells of Acheron). Lediglich das Black Sabbath-Medley am Ende des Albums hätte die Band sich sparen können...
Kommen wir zu meinen Favoriten: "Mirror Mirror" (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Blind Guardian-Song), "A cry from the crypt" (mit einzigartiger Atmosphäre), "Darkness in Paradise" (für mich der beste Song des Albums), "Bearer of Pain" , und nicht zuletzt "Ancient Dreams" und "Epistle No. 81". "Incarnation of Evil" (mit peinlichem Evil Voice-Intro) und "The Bells of Acheron" fallen zwar in der Qualität etwas ab, sind aber durchwegs noch hörbar.
Nur teilweise hörbar sind hingegen die Live-Mitschnitte auf CD Nr.2, das Interview wiederum ist recht spannend und erlaubt Einblicke in die ersten Jahre der Band. Warum zusätzlich noch ein Video-Track auf die Zusatz-CD draufgepackt werden musste, erschließt sich mir nicht-ich werde ihn jedenfalls ignorieren.
Schließlich ist "Ancient Dreams" ein Doom-Klassiker , der sich vor keiner anderen Band verstecken muß. Dafür fünf Punkte-wer Doom mag und diese Scheibe noch nicht kennt, sollte zugreifen!


Nightfall in Middle-Earth
Nightfall in Middle-Earth
Preis: EUR 59,77

5.0 von 5 Sternen Die Erben des Silmarillon, 8. Dezember 2014
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Rezension bezieht sich auf: Nightfall in Middle-Earth (Audio CD)
Auch wenn Ihr das zum zigsten Male lest, will ich doch erwähnen, daß Blind Guardian mit diesem Album ihre künstlerische Spitze erreicht haben. Alles, was danach kam, war nicht schlecht, auch nicht unbedingt Mittelmaß, aber auch nicht hervorragend.
Auf zwei Songs will ich genauer eingehen: "Nightfall" erzählt von dem Augenblick, in dem das Elbengeschlecht der Noldor unter Führung ihres Königs Feanor von seinen Herren, den Valar, Abschied nimmt, und freiwillig ins Exil geht. Grund dafür war Feanors Haß auf den Vala (Gott) Melkor (später nur noch Morgoth genannt), der seinen Vater tötete, um an die Silmaril (Steine des Lichts) zu gelangen. Zuvor hatte Melkor zusammen mit dem Spinnenmonster Ungolianth den Weltenbaum der Valar vernichtet und diese verhöhnt, worauf sie ihn aus ihrer Heimat verstießen.
Von Wut und Haß geblendet, hört Feanor nicht auf den Rat der Valar, merkt aber auch nicht, wie sehr er anfängt, Morgoth zu gleichen. Diese komplexe Geschichte wird in einer bezaubernden Halbballade erzählt, für die andere drei verschiedene Songs gebraucht hätten. Der Song verfehlt auch live nicht seine Wirkung, man höre nur die Chöre der Fans...
"Mirror Mirror" ist für mich DER Blind Guardian-Song schlechthin. Bombastische Power trifft auf Queen-artige Gitarrenleads und epische Vocals-die Magie dieses Songs muß aber gespürt werden. Erzählt wird die Geschichte des Elbenkönigs Turgon, der in seinem Herrensitz an der Meeresküste hoffte, dem Krieg mit Morgoths Truppen und der Zerstörung seines Landes zu entgehen. Da riet ihm der Vala Ulmo (eine Art Meeresgott), sich schleunigst einen weiteren Sitz im Landesinneren zu suchen, da der Krieg bald sein Land erreichen würde. Turgon folgte dem Rat des Vala und erbaute tief in den Wäldern die Festung Gondolin, die schönste Burg der Elben, die es je gab, bevor sie durch Verrat gestürmt und zerstört wurde.
Bezeichnend für dieses Konzeptalbum ist die Tatsache, daß nirgendwo der Kampf und der Krieg als solche verherrlicht werden. Vielmehr werden die Folgen des Krieges für die Betroffenen geschildert, an denen die Elben genauso schuldig waren wie ihre Widersacher.
Um mit einem Zitat aus "Mirror Mirror" zu schließen: "Gone's the wisdom of a thousand years / A world in fire and chains and fear"....klingt irgendwie bekannt, oder? Man verfolge bloß die Nachrichten...


Im Zeichen des Halbmondes: Siebenbürgen in der Zeit der Türkenkriege
Im Zeichen des Halbmondes: Siebenbürgen in der Zeit der Türkenkriege
von Wilhelm Andreas Baumgärtner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine finstere Zeit bricht an, 7. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Historiker schildert die turbulente Periode in Transsylvanien, Ungarn un den angrenzenden Provinzen zwischen dem Ende des 14. Jahrhunderts und der Schlacht von Mohacs 1526, nach der Ungarn zur türkischen Verwaltungsprovinz wurde. Es war die Zeit, in der die Osmanen und ihre Sultane zu einer immer größeren Gefahr für das christliche Europa wurden. Der Autor beleuchtet Hintergründe und Akteure dieser Zeit, die Machtkämpfe am osmanischen Hof finden ebenso ihren Raum wie die Machtkämpfe zwischen dem ungarischen König und den siebenbürgischen, bzw. wallachischen Fürsten. In diesem Spannunsgfeld versuchen die Siebenbürger Sachsen, ihr Dasein zu verteidigen und ihre Siedlungsgebiete zu festigen-keineswegs ein leichtes Unterfangen.
Der Autor sieht sich in erster Linier als Chronist, hütet sich, Partei zu ergreifen und läßt das Geschehen sprechen. Somit wird Geschichte wieder lebendig, auch wenn mancherorts mit Jahreszahlen etwas großzügig umgegangen wird. Da der Autor aber sein Metier sonst beherrscht, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nur um Redaktionsfehler. Der geneigte Leser findet im Anhang eine umfassende Bibiliographie, sowie ein Orts-und Personenverzeichnis, das zum weiteren Forschen einlädt.
Dieses Buch macht Lust auf mehr, daher freue ich mich schon auf den Nachfolgeband, der die Zeit nach 1526 und die Wirren der Reformation in Siebenbürgen zum Thema hat.
Historisch Interessierte sollten sich diesen Band nicht entgehen lassen. Transsylvanien/Siebenbürgen hat auch ohne "Dracula" genügend spannende Geschichten zu erzählen!


Blood for the Blood God
Blood for the Blood God
Preis: EUR 15,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Schlachtgesänge, 6. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blood for the Blood God (Audio CD)
Cruachan leben ihre Definition des Irish Black Metal weiterhin ohne Kompromisse, und so ist auch dieses Album ausgefallen. Raserei vereint sich mit Medlodie, Black Metal-Screams mit heroischem Gesang und lyrischen Passagen. Doch vermitteln selbst die "tanzbaren" Passagen keine Irish Pub-Fröhlichkeit, sondern eher die grimmige Atmosphäre eines Kriegertanzes vor oder nach der (siegreichen) Schlacht.
Der Opener, gleichzeitig auch der Titelsong, führt uns sogleich in das blutige Ritual eines Menschenopfers ein, zu Ehren von Crom Cruach, dem gälischen Gott der Unterwelt. Zelebriert wird dieses durch einen soliden Midtempo-Stampfer durchsetzt von akustischen Passagen und epischem Gesang. "The Arrival of the Fir Bolg" spielt auf die Besiedlung Irlands durch einen mythischen Stamm an (manche vermuten dahinter gestrandete Phönizier aus Kleinasien). Hier entfaltet sich die Black Metal-Raserei zum ersten Mal , der Song wirkt aber durch zahlreiche Breaks niemals ermüdend.
"Beren and Luthien" erzählt eigentlich eine Geschichte aus dem Fantasy-Epos "The Silmarillon" von J.R.R. Tolkien und wirkt durch den üppigen Text etwas langatmig-Crauachan erzählen eben gerne..
Zum Beispiel den Sieg des Fiach Mac Hugh über die britischen Truppen in der Schlacht von Glenmalore anno 1580, als die Iren sich der englischen Krone zeitweilig widersetzen konnten. "The Marching Song of Fiach Mach Hugh" ist vielen Irland-Fans als "Follow Me Up to Carlow" bekannt, und gehört zum Standard-Repertoire des Irish Folk. Die düster-martialische Interpretation von Cruachan trifft die Essenz des Songs jedoch viel besser als jedes Akustik-Gedudel.
"Prophecy" versprüht ein düsteres Pathos sondergleichen und besteht aus einer Anklage gegen das Christentum, gesprochen von einer vorchristlichen Gottheit (Crom Cruach?). Der Song erinnert auffällig an Primordial, ich könnte mir da Alan Averill als Sänger gut vorstellen.
Nach einem akustischen Intermezzo geht es mit "The Sea Queen of Connaught" weiter, gement ist Grace O'Malley (1530-1603), die als irische Piratenkönigin die Briten das Fürchten lernte. Zu dieser irischen Powerfrau gab es bereits einen Song auf "The Middle Kingdom", dieser gefällt mir jedoch um Längen besser. Grundsolider Metal-Stampfer mit den üblichen akustischen Passagen und derben Gitarrenmelodien.
"Born for War (The Rise of Brian Boru)" greift wieder in die frühe irische Geschichte zurück: gemeint ist die Schlacht von Limerick im Jahre 968, die von Brian Boru erfolgreich gegen die Wikinger geführt wurde, und in der Vertreibung der Wikinger aus Limerick resultierte. Wie kaum eine andere Band liefern Cruachan wahre Geschichtsbücher in ihren Alben-wer ein bißchen recherchiert, kann viel über Irlands Geschichte erfahren. Und nebenbei herrliche Metal-Epen genießen..
"Perversion, Corruption and Sanctity" ist eine wütende Anklage gegen die katholische Kirche, insbesondere gegen die vielen unbestraften Fälle von Kindesmißbrauch durch Priester. Mit einem atmosphärischen Instrumental schließt somit ein Ausnahme-Album-der Bonus-Track "Pagan" ist Cruachan-Fans als Titelsong eines früheren Albums bekannt.
Fazit: wer raue Schönheit und wilde Metal-Epen dem kitschigen Gefiedel vorzieht, kommt an Cruachan nicht vorbei. Daher; nicht zögern, zugreifen!


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