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Arno Gündisch "arnoguendisch"
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The Turn of the Tides (Digipak)
The Turn of the Tides (Digipak)
Preis: EUR 22,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Comeback, das nicht enttäuscht, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Turn of the Tides (Digipak) (Audio CD)
Nach dem ersten Hören fiel mir gleich ein Name ein: Anathema.
Nun soll das nicht heißen, daß "Turn of The Tides" ein "Weather Systems 2.0" geworden ist, eine gewisse Seelenverwandtschaft mit den Briten ist aber da (was keineswegs abwertend gemeint ist). Die Songs fließen größtenteils ruhig dahin, die Metal-Einsprengsel sind wohldosiert angebracht und stören das Gesamtbild nicht. Emotionale Ausbrüche mit rauhen Vocals , wie sie etwa noch bei "Songs of Moors and Misty Fields" üblich waren, gehören der Vergangenheit an, ebenso manche Ambient Folk-Passagen der späteren Scheiben.
Thematisch bewegen sich Empyrium nach wie vor im Bereich der Naturmystik, auf deutsche Texte wurde diesmal ganz verzichtet. Favoriten sind hier ein Thema für sich, da dieses Album an einem Stück gehört werden will. "Saviour" und "The Days Before the Fall" sind auf jeden Fall eine Klasse für sich, ebenso das Cover-Artwork und die hochwertigen Fotos des Booklets.
So willkommen dieses Comeback auch ist, so drängt sich hier trotzdem die Frage auf, wie es weitergeht. Werden Empyrium den Spagat zwischen Innovation und Tradition auch weiter halten können? Eine Bewegung zu früheren Tagen hin erscheint mir wenig sinnvoll, da mit "Songs of Moors..", bzw. "Weiland" schon alles gesagt wurde, was es zu sagen gab.
Doch zuerst heißt es: zurücklehnen und dieses Meisterwerk genießen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 20, 2014 10:50 AM MEST


Unsere Feuer Brennen
Unsere Feuer Brennen
Preis: EUR 15,56

5.0 von 5 Sternen Industrial Ambient Folk oder so ähnlich, 30. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsere Feuer Brennen (Audio CD)
Werkraum schufen mit "Unsere Feuer brennen" ein innovatives Klangexperiment, das sich zwischen zart-balladesken Melodien, genial arrangierter Perkussion und wohldosierten Elektro-Soundwällen hin und her bewegt. In der ungefähren Schnittstelle zwischen Hekate und Blood Axis angesiedelt, haben Wekraum sich eine eigene, unverwechselbare Nische erobert.
Zum Beispiel: "Wir rufen Deine Wölfe" haben Werkraum mit Blood Axis vom Text her gemeinsam-zwischen den beiden Versionen liegen aber Welten, wobei ich die von Werkraum eindeutig bevorzuge.
Highlights sind schwer herauszupicken, weil jeder Song seinen eigenen Charakter hat. Das Album lädt zur intensiven Beschäftigung ein, am besten nachts unter dem Kopfhörer. Fünf Punkte dafür-schade, daß solche Alben derart rar gesät sind!


Early Love Music
Early Love Music
Wird angeboten von Going Underground
Preis: EUR 9,50

4.0 von 5 Sternen Vielschichtiger Neofolk, 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Early Love Music (Audio CD)
Werkraum waren mir bisher als brachialere Barden bekannt, umso mehr überraschen mich die leisen Töne auf diesem Album. Es wird akustischer Neofolk der hohen Klasse geboten, mit gelegentlichen Ambient-Spielerein, die zumindest im Fall von "Song for Erik" etwas ausufern. Ansonsten ist das Album kompakt produziert und bestens geeignet für ruhige Stunden.
Noch eine Anmerkung zum Song "Ein Lied von Lieb und Treu" , der auf dem Text des Siebenbürgers Karl Römer basiert: ich wußte bisher nicht, daß es außer der Vertonung von Hermann Kirchner noch eine andere Komposition zu diesem Gedicht gibt. Die Version von Hermann Kirchner nennt sich übrigens "Äm Hontertstreoch" und ist im siebenbürgischen Dialekt verfaßt.
Zurück zum Album: Der Song "Santy Ano" dürfte manche der Hörer an eine bekannte Schunkelband mit ungefähr gleichem Namen erinnern, Die Version von Werkraum ist auf jeden Fall authentischer und näher am Original.


All Hell's Martyrs
All Hell's Martyrs
Preis: EUR 19,98

5.0 von 5 Sternen Beste Doom-Scheibe 2014?, 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: All Hell's Martyrs (Audio CD)
Primordial sind schon Kult, aber was Alan Averill hier abliefert, sprengt alle Grenzen. Finster, dissonant, und gleichzeitig majestätisch fließen die Tracks dahin-und sind doch eingängig, Langeweile kommt keinen Augenblick auf, selbst wenn die Band manchmal im Sound-Chaos schwelgt. Hinter dieser Wucht bleiben auch die seelenverwandten Procession zurück (deren Vocals manchmal verdächtig nach Primordial klingen).
Favoriten hervorzuheben ist auch hier schwer-das Album entfaltet erst bei voller Spielzeit seine düstere Pracht. Immerhin heben sich einige Tracks hervor, als da wären "Cthulu Opiate Haze" (genial), "Scourging Iron", "We Wield the Spear of Longinus" und schließlich der Schlusstrack "Live Through Martyrs", der gegen Ende in eine starke Improvisation übergeht.
Wenn Dread Sovereign keine Eintagsfliege bleiben soll, dann bin ich gespannt, wie sich die Band nochmal übertreffen will, einen heißen Kandidaten für ein Top Ten-Album 2014 haben sie jedenfalls hiermit geliefert. Fünf pechschwarze Sterne dafür-mal sehen, was Primordial als nächstes können..


Malombra
Malombra
Wird angeboten von Amazing Musicshop
Preis: EUR 14,98

4.0 von 5 Sternen Okzitanischer Pagan Metal mit Stille Volk-Einschlag, 26. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Malombra (Audio CD)
Hantaoma-der Name führt zurück auf das legendäre Debüt der pyrenäischen Folk-Schamanen von Stille Volk. Und in der Tat sind die beiden Stille Volk-Masterminds Lafforgue und Roques auf dem Album präsent, das zum Unterschied von Stille Volk ein knüppelhartes Pagan Metal-Album ist: fette Gitarren und Drums, beschwörende und melodiöse Vocal-Einschläge, oft an Black Metal grenzend ("Maluros", "A la Montanha")...Enslaved und Arkona lassen grüßen. Leider war es keine so gute Idee, in diese Soundwand dünn-zirpende Blasinstrumente einzubauen, denen die Durchschlagskraft fehlt und deren Improvisationen nicht immer Sinn ergeben. Sei's drum,. es ist ja schließlich-leider noch immer-das Debüt-Album der Band...
Stille Volk-Nostalgiker kommen übrigens mit dem majestätisch-getragenen Akustik-Titel "Negra Sason" voll auf ihre Kosten. Und die übrigen Pagan-Metal-Fans sollten auch ein Ohr riskieren-wer weiß, ob noch ein zweites Album der Band folgt...


Titan (Ltd.Deluxe Digipack Incl.Bonus CD)
Titan (Ltd.Deluxe Digipack Incl.Bonus CD)
Preis: EUR 17,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Septic Flesh at their best, 24. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Um ehrlich zu sein, hätte ich es nicht für möglich gehalten, daß Septic Flesh nach "The Great Mass" ein weiteres Meisterwerk in Sachen Symphonic Death Metal herausbringen, das dazu noch eine Steigerung des Vorgängers darstellen würde. Genau das ist aber hier passiert. Einmal mehr wurde mit den Prager Symphonikern zusammengearbeitet, die von Anfang an in die Komposition, bzw. Orchestration der einzelnen Tracks miteinbezogen wurden.
Die unglaublich dichten Kompositionen strotzen von Breaks, dramatischen Tempi-Wechseln und lassen dennoch die rohe Power des Death Metal keinen Augenblick vermissen. Paradebeispiele dazu sind "Order of Dracul", "Prototype", der Titeltrack "Titan" und "Confessions of a Serial Killer", was nicht bedeuten soll, daß die anderen Tracks wertlos sind (man beachte die desolate Atmosphäre von "Ground Zero").
Auf der beigelegten Instrumental-CD kommen die Symphoniker nochmal zu Wort, unterstützt von Chören. Hier werden die einzelnen Themen nochmal gemischt, das Resultat sind fünf Instrumental-Tracks voll düsterer Atmosphäre, die jedem Horrorfilm Ehre machen würden. Keine unnötige Beilage also. Abschließend sei hier nochmal ein fettes Lob an die anspruchsvolle Covergestaltung ausgesprochen-auch diese ist leider nicht immer eine Selbstverständlichkeit.
Bei allem verdienten Lob-fünf Punkte sind hier noch das Minimum-stellt sich mir erneut die Frage, wie es mit der Band nun weitergehen soll. Werden in Zukunft noch komplexere Wege beschritten oder geht es doch back to the roots? Die Zeit wird es zeigen.


La Peira Negra
La Peira Negra
Preis: EUR 19,98

5.0 von 5 Sternen Hexen-Folk der Pyrenäen, 30. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: La Peira Negra (Audio CD)
"La Peira Negra" greift in seiner Urtümlichkeit zurück auf den bis dato unerreichten Erstling "Hantaoma", und erinnert gleichzeitig an "Maudat", dem vierten Album der pyrenäischen Schamanen. Das erste Mal seit "Hantaoma" werden Perkussionselemente im rituellen Sinn verwendet, während der Einsatz von Trompeten dem Ganzen noch eine geheimnisvollere Note gibt. Manche Tracks, wie z.B. "Heaume de Lichen" erinnern an Hedningarna zu "Hippjokk"-Zeiten, und der Hidden Track entpuppt sich als gelungene Coverversion von Mercyful Fates "Come to the Sabbath", die den Song in Metal/Ambient Folk- Dimensionen transportiert.
Empfehlungen betreffend einzelner Songs sind hier relativ. Ich versuche es trotzdem, mit "Sous L'Oeil de la Lune" (der Sabbath-Tanz schlechthin), "La Litanie du Pertrifie" und "La Foret Gorgone".
Am besten hört man sich das Album bei einem Glas Absinth in einem Stück über Kopfhörer an, mit dem Mondlicht als einzige Beleuchtung. Jedoch Achtung: erhöhte Suchtgefahr!


Esoptron (Re-Release Digipack)
Esoptron (Re-Release Digipack)
Preis: EUR 22,44

4.0 von 5 Sternen Romantischer Gothic-Death, 29. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Esoptron (Re-Release Digipack) (Audio CD)
Mit ihrem zweiten Album schaffen Septic Flesh ihre eigene Welt im hart umkämpften Grenzgebiet zwischen Death Metal und Gothic. Gelegentlich deutet der Sound auf Kommendes hin (die orientalischen Einsprengsel in "The Eyes of Set", der leicht progressive Aufbau von "Ice Castle" und "Succubus Priestess"), doch besetzt das Album im Ganzen eine Nische für sich.
Eine Sonderstellung nimmt der Schlußtrack "Narcissism" ein, hier wird mit Avantgarde-Orchestration gespielt, die auf spätere Großtaten von Sotiris & Co. hindeutet. Der einzige Kritikpunkt ist der stellenweise recht dünne Sound des Albums und das Fehlen eines "echten" Drummers-zieht man allerdings die recht widrigen Hintergründe in der Entstehung dieses Albums in Betracht (im Booklet wird darauf hingewiesen), dann ist das Resultat mehr als nur beachtlich.
Kommen wir zu den Bonustracks: "Woman of the Rings" ist der Sound mit dem höchsten Gothic-Faktor des gesamten Albums, während die Live-Versionen von "Crescent Moon" und "Brotherhood of the Fallen Knights" zwar nice to have sind, aber nicht mehr. Trotz allem: Gut , daß es dieses Re-Release gibt-das Original von Holy Records ist fast unbezahlbar und sehr selten.


Communion
Communion
Preis: EUR 20,99

5.0 von 5 Sternen Okkulter Death Metal..und mehr, 27. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Communion (Audio CD)
MIt "Communion" beschreiten Septic Flesh einen Weg, der sich bereits auf dem Vorgängeralbum "Sumerian Daemons" abzeichnete (teilweise auch schon vorher) und der mit ihrem aktuellen Album "The Great Mass" seine vorläufige Vollendung erfuhr.
Was nicht bedeuten soll, daß "Communion" mittelmäßig ausgefallen ist. Ganz im Gegenteil: auch wenn die symphonischen Tracks (gespielt vom Prager Symphonieorchester) noch nicht so eng verzahnt sind wie auf späteren Kompositionen, so bilden sie doch interessante Ergänzungen zu den einzelnen Songs, ich denke hier an "Communion",oder "Babels Gate" (beginnt als rasanter Death Metal, wandelt sich dann später in einen Breitwand-Soundtrack um, in dem das Orchester den treibenden Part übernimmt). "We, the Gods" dringt in Black Metal-Gefilde vor, der düstere Orchester-Part setzt gegen Mitte des Songs ein. "Anubis" und "Persepolis" leben von orientalischen Medlodien, über die sich ein Death Metal-Teppich breitet (wobei "Persepolis" schon wieder an den und jenen Fantasy-Soundtrack erinnert), bei "Sunlight/Moonlight" (der ätherischste Song des Albums) und "Narcissus" wird Atmosphäre groß geschrieben.
Die einzelnen Kompositionen sind auffallend dicht gestaltet, daher ist genaues Hinhören gefragt. Bei einer Spielzeit von ca. 38 Minuten wird somit erstaunliche Vielfalt geboten, Durchhänger sucht man hier vergebens.
Wer also auf symphonische Metal-Experimente steht und/oder für frühe Moonspell oder Therion (zu "Symphony Masses"-, bzw. "Lepaca Kliffoth"-Zeiten) etwas übrig hat, kann hier getrost zugreifen, Freunde des atmsophärischen Death Metal machen hier ebenfalls nichts verkehrt. Fünf Punkte dafür-enjoy the Communion!


Black Metal: Evolution of the Cult
Black Metal: Evolution of the Cult
von Dayal Patterson
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Längst fällige Übersicht, 25. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Unterschied von "Lords of Chaos", das im selben Verlag erschien und sich hauptsächlich auf den Konflikt zwischen Euronymous und Count Grisnackh konzentrierte (mit etwas zuviel Gewicht auf letzteren) , liefert Dayal Patterson einen historischen und inhaltlichen Überblick über die bis dato extremste Form des Heavy Metal. Jenseits aller Effekthascherei werden vor allem die frühen 90er Jahre des "Inner Circle" in Norwegen behandelt (Lords of Chaos geht da reißerischer vor) , bzw. dessen Einfluß auf die internationale Black Metal-Szene durch das intensive Tape-Trading von Euronymous. Ja, so war es in den Anfangszeiten ohne Internet und Youtube...Würde Euronymous heute noch leben,wäre er mit Sicherheit ein sehr einflußreicher Manager in der Szene geworden.
Man muß die Weltanschauung dieser Protagonisten nicht teilen und soll ihre Musik durchaus kritisch bewerten, eines aber verdient uneingeschränkte Bewunderung: die Kompromisslosigkeit, mit der sie ihre Vison einer radikal-eigenständigen Musik durchzogen, trotz aller äußeren Schwierigkeiten. Kein Wunder, daß einige der radikalsten Vertreter des Genres aus Osteuropa stammen-nach Jahrzenten politischer Repression hinter dem "Eisernen Vorhang" haben es Metaller egal welcher Couleur auch heute in diesen Ländern nicht leicht, wobei der Hauptgegner weniger der Staat, sondern die katholische, bzw.orthodoxe Kirche ist, bzw. die eingebauten Barrieren in den Köpfen der Mitbürger. Nergal von Behemoth kann ein Lied davon singen..
Die Stärke des Autors besteht darin, keinem Vorurteil der Szene zu folgen, sondern die Evolution der einzelnen Bands objektiv zu analysieren, wobei er auch klare Worte nicht scheut, wenn er z.B. Acts wie Dimmu Borgir oder Cradle of Filth attestiert, sich inzwischen vom Black Metal wegbewegt zu haben (und Satyr Wongravens peinliche Ausflüge in die Welt der Mainstream-Medien waren mir auch unbekannt-pfui Deibel!).
Die wichtigste Botschaft des Buches ist aber folgende: Black Metal ist keineswegs starr und dogmatisch, sondern erstaunlich wandelbar, dabei jedoch stets extrem. Das verbindet z.B. Mayhem mit Aborym, Negura Bunget und Lifelover. Also: Kaufen und lesen!


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