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Rezensionen verfasst von
Christian Neuerer "skarn"
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Stalker
Stalker
DVD ~ Nikolai Grinko
Preis: EUR 6,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unspektakulär aber gewaltig berührend. Ein Filmjuwel!, 27. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Stalker (DVD)
Auch ich kam über das Spiel Stalker an diesen Film, um so erstaunter war ich am Ende über die Nachhaltigkeit der Wirkung auf mich. Wichtig dafür ist, keine Erwartungen vom herkömmlichen und sogenannten "Popcorn-Kino" mitzubringen und sich vom Klischee-verseuchten Begriff Science-Fiction irreleiten zu lassen. Hier gibt es keine Action (außer vielleicht am Anfang die paar Schusswechsel an der Grenze), keine Special Effects, keine Aliens oder was man sonst damit verbindet. Keine Gruseleffekte oder Mutantenwesen wie aus dem gleichnamigen Spiel, nein... spartanische antiquierte Effekte, langsame, aber dafür umso mehr wirkende Kamerafahrten, intensive lange Nahaufnahmen der Akteure, meist nur ihre Gesichter, oft langatmig scheinende belanglose Dialoge, die sich aber bald zu essentiellen philosophischen Seelenfragen kristallisieren. Das alles bewegt, hinterfragt und fasziniert den Zuschauer, wenn er sich allerdings dazu bereiterklärt. Stalker ist kein Film für "zwischendurch" oder für einmal und nie wieder, er ist eine Reise in die eigene Seele, die man immer wieder antreten muß, um die Grundaussage zu verstehen. Solches "Seelenkino" (wie ich dieses Genre gern bezeichne) gibt es heutzutage fast gar nicht mehr, leider. Darum: Wer sich auf eine wunderschöne und berührende Reise in die Seelenwelt einlassen will, und mal dem gleichtönigen Kino-Mainstream entfliehen, muss diesen Film sehen.


Lateralus
Lateralus
Preis: EUR 20,98

28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk... nicht mehr und vor allem nicht weniger, 19. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Lateralus (Audio CD)
Lateralus war mein Einstieg in das Phänomen Tool, das eigentliche Meisterwerk Aenima hörte ich erst später und vielleicht lag es daran, weswegen mir Aenima nur sehr wenig gibt, was Tool so sehr auszeichnet. Wenn ich manche Rezensionen lese, merke ich bei einigen fans sowas wie Ratlosigkeit und auch Enttäuschungen, weil sie einerseits Lateralus zu abgehoben finden bzw. vollkommen am MUsik-Fan vorbeigeschrieben oder auch viel zu rätselhaft. Ja meine Güte, genau das ist es doch was Tool von anderen Bands so auszeichnet. Lateralus ist ein Werk, daß sich mit jedem einzelnem Hördurchlauf neu im Zuhörer entfaltet, da werden neue Aspekte "freigeschaltet" die man vorher so nicht "gesehen" bzw. erlebt hat... genau wie das Booklet schon andeutet... mehrmals umblättern, mehr Perspektiven und weitere Geheimnisse werden aufgedeckt. Um nun diese Perspektiven und Geheimnisse visuell im Booklet zu zeigen wäre wohl nicht ausreichend... was für ein Schinken von Buch müßte dazugeliefert werden... oder auch Worte bzw. Texte können das kaum widergeben, denn dieses akustische Werk bietet jedem Fan etwas anderes. Abgehoben? Ich meine eher, die Band läßt einfach ihrer schwergezügelten Krerativität freien Lauf. Das mag man gern als akustisches Tohuwabohu betiteln, zeigt aber eher auf eine Unlust, sich von der akustischen Freiheit treiben zu lassen. Rätselhaft? Ich meine eher, jedem Fan wird es selbst überlassen, was er mit dieser Musik für Erlebnisse entwickelt, ich sehe zum Beispiel bei jedem einzelnen Werk Bilder vor meinem Auge... und das mag für jeden Hörer anders erscheinen. Akustisches Durcheinander? Das mag man sehen wie man will... zum Glück läßt sich über Geschmack nicht streiten... man kann aber auch die Vielfalt und das Experimentelle, welches sich klar von anderen Alben anderer Bands mit ihrem vorhersehbaren Stil abspaltet, erkennen und wo bitte findet man das noch woanders?

Kurzum: Lateralus ist Tool und zwar von ihrer kreativsten Seite. Daß das nun nicht jedermanns Sache ist, und auch bei Tool-Fans zu unterschiedlichen Meinungen führt, ist vollkommen klar, da Lateralus zu vielschichtig ist und jedem etwas anderes mitgibt. Fakt ist aber nunmal... ein Werk dieser Machart findet man wirklich in der Szene nicht so schnell ein zweites und meiner Meinung kann auch Aenima in diesem Bezugspunkt nicht mithalten.


10,000 Days
10,000 Days
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Congenial... aber auch nicht jedermanns Sache, 19. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: 10,000 Days (Audio CD)
Vorweg einmal: ein typisches Tool-Album und wie immer von der ersten bis zur letzten Minute ein genau abgestimmtes und dadurch ausgeklügeltes Meisterwerk.

Nun genauer... Seit Lateralus zähle ich mich zu einem begeisterten Fan des Quartetts und war natürlich sehr gespannt auf dieses Album. Lateralus kann es nicht übertreffen, aber da sbrauch es auch nicht, denn 10.000 Days ist ein vollkommen anderes Album und verglichen mit Lateralus noch experimenteller und ausgereifter, sogesehen also ein wirkliches Meisterwerk. Doch leider braucht man dafür einiges an Geduld. Die ersten Durchläufe mögen etwas enttäuschend sein, weil man, wie bei Lateralus oder vorher noch Aenima auf die härtere Metal-Gangart hofft, die hier in diesem Album nur in den ersten Tracks wirklich dominiert und später nur noch hin und wieder auftaucht... eher als schmückendes Beiwerk. Doch ich persönlich finde es genau richtig so, wie das der einzelne Fan für sich findet, ist und bleibt Geschmackssache... Tool haben sich (auch wenn man es für schwer möglich hält) weiterentwickelt, und lassen beim Experimentieren mit vorzüglich passenden und teilweise überraschenden Soundeffekten sprichwörtlich die Sau raus, toben sich aus und führen den Hörer (ganz wie das Booklet schon visuell verspricht) auf eine ganz andere Ebene. Für mich ein wahrer Leckerbissen, um mal ganz dem Alltagsstreß und der (herkömmlichen) Aggro-Metal-Kost zu entfliehen. Und so findet der Hörer dann auch nach solchen zahlreichen Klangreisen in andere Sphären auch den ein oder anderen Ohrwurm, hier und da und eigentlich immer öfter einen genialen Riff und dann wieder einen mehr als treffenden Tempiwechsel.

Kurzum: Ich als Fan bin begeistert, wieder einmal etwas vollkommen andres, aber auch genau typisches von Tool. Wer mit der Band allerdings vorher nichts anfangen konnte bzw. bisher noch nicht viel von ihnen gehört hat... sollte lieber zuerst Werke wie Lateralus oder Aenima hören, um sich dann diesem Leckerbissen zu widmen. Also Tool-Fans... beruhigt zugreifen!


Dance of Death
Dance of Death
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 14,25

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spiellaune.... nicht Bombast, heißt hier die Devise, 6. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Dance of Death (Audio CD)
Hmmmmm.... dieses Album mag das bisher vielschichtigste der Jungfrauen seien, aber auch ihr, komischerweise, simpelstes. Und das sorgt bei mir für einen ungeheuren Sympathiebonus. Klar mir als Maidenfan-Urgestein geht die kommerzielle Strategie der Maiden GmbH und CoKG schon seit knapp 10 Jahren auf den Geist und die sehr verärgernden Maßnahmen gegen Raubkopien gerade für Maidenalben der letzten Jahre (mein Player bockt immernoch die ersten Male beim einlegen dieser CD!!!) mögen für vielerlei Kopfschütteln sorgen... und doch, wenn man die letzten Werke der Band hört, kann man sich auch denken wieso... Iron Maiden wird müde, seit Jahren kommt nix neues mehr.... zwar gute bis sehr gute Metalkost, die Maiden einfach immer wieder abliefern... aber ihr Zenit ist schon seit langem vorbei.... also muß man dieses Phänomen "Iron Maiden" ausschlachten und jeden Cent herausquetschen. Neue Alben gibt es wohl nur noch alle 3 Jahre, wenn überhaupt... und dazwischen wird die treue Fan-Gemeinde mit sinnlosen Extended... Enhanced und aufgemotzten Live-Werken zubombardiert... Abzocke pur eben. Doch Maiden kann nichts dafür... also bitte liebe Hörer, beschränkt euch auf die Musikalben der Jungfrauen, nicht auf den CD-Ballast, der neben neuen Alben wie diesen veröffentlicht wird... unterstützt die Band... nicht die Musikkonzerne.
Zum Album:
Vorweg: Es ist nichts neues (leider, aber auch wie erwartet)... trotzdem eine unerwartet gute bis sehr gute Metal-Scheibe.
Das Positive überwiegt... Maiden hat die Reunion, wie eine Frischzellen-Kur, nur gut getan... ich würde sogar spekulieren, daß man ohne die Rückkehr von Bruce noch höchstens 1 Album mit Blaze Bayley abgeliefert hätte... solide und ordentlich wie die beiden Alben mit ihm und dann wäre die Band in den wohlverdienten Ruhestand gegangen... aber Bruce kam zurück... und Maiden erhielt den langersehnten Impuls... Brave New World zeigte, daß man Brücken zu glorreichen Zeiten bauen konnte... sie zwar nicht einholen geschweigedenn übertreffen... aber daß man daran anknüpfen und sie mit neuen Ideen bereichern konnte, nicht umsonst sagte man diesem Album Qualitäten nach, wie seit Seventh Son... nicht mehr. Und dieses erfreuliche und erfolgversprechende Konzept findet in Dance of Death seine Vollendung. Man merkt Spielfreude pur... der wahrlich 3. Frühling der Jungs hat begonnen und sie möchten es einfach ausleben... sie haben Spaß, sie haben Lust... etwas was Metal eben zu 80 % ausmacht und genau das was Fans auch wollen. Neues ist den meisten metal-Fans ein Greuel. Was gruseln sie sich vor einem Album, wenn sie hören, die Band will Neues bisher nie dagewesenes ausprobieren, oder gar ihren Stil wechseln! Was machte Bands wie AC-DC, Metallica, Man-O-War, Judas Priest und eben auch Maiden zu Göttern für die fans? Ihre pure und sture Haltung auf ihre Spielart... Kritiker meinen dann... bäh... jeder Song wie der andere... lernt dazu Jungs... sonst versickert ihr im Massensumpf... Und hier bei Dance of death muß man einfach sagen, Maiden haben das gemacht, was sie für das beste hielten... ihre alte Spiellaune auszuleben, den Fans ein ehrliches, kurzweiliges und bodenständiges Album zu geben mit der Botschaft.... "Wir haben unsere Glanzzeit nie vergessen und wir lieben es Metal zu spielen"
Dance of Death bietet nichts Neues mehr, und ehrlich... ich glaube auch nicht, daß Maiden dazu noch irgendwann zukünftig in der Lage sein wird... Jungs, macht noch ein paar Tourneen um die Welt und dann geht in den Ruhestand. Das Album klingt wirklich toll (die ersten Songs sind unglaublich eingängig und mitreißend, das was ich an Maiden am liebsten mag) und es landet immerwieder in meinem Player und dann auch mehrmals hintereinander.
Skeptiker sollten sich wirklich die Zeit nehmen und mehrmals Stücke wie No more Lies, Paschendale oder The Rainmaker anhören und sie werden merken, daß hier das Beste aus alten glorreichen Zeiten, sowie die Band selbst einer Frischzellenkur unterzogen wurde.
Fazit: Viel besser als man erst glaubt... auch wenns nu genug sein sollte... Up the irons


Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (2 DVDs)
Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (2 DVDs)
DVD ~ Ewan McGregor
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 16,90

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich werden Erwartungen erfüllt... und mehr!, 13. September 2005
Hach ja... die alten Filme, wie schön sie waren, rührend... bestes Sci-Fi-Kino wie man es sich vorstellt. Und doch will man wissen, wie alles begann, wie das böse Imperium nur die Macht erringen konnte, wie solch ein genialer Charakter wie Darth Vader anfangs so abgrundtief böse und doch am Ende so herrlich geläutert werden kann, wo man sich denkt... ja rette deinen Vater Luke, das hat er verdient.
Tja was hat man also erwartet von der ellenlang angekündigten Vorgeschichte... die mit massig Vorschußlorbeeren zubombardierte Eröffnungstrilogie? Genau das oben geschriebene... das eigentlich die ganze Story um Anakin Skywalker/Darth Vader geschrieben wurde. Und ja, vergißt man Episode 1 und 2... übersieht man die enttäuschenden und sehr verärgernden Vermarktungsstrategien der Filmemacher... ja alles, was an Zorn und Enttäuschung durch die ersten beiden Filme entstanden war, führt letztendlich zu einem befriedigten zufriedenen und ja glücklichen Aufatmen am Ende des Films... ja da ist der Darth Vader den ich kenne.... ja so fügt sich alles zusammen... ja ich erinnere mich sofort an den allerersten Star Wars Film...... und doch fragt sich der Fan: Mußte das jetzt alles noch eine Trilogie sein? Nein mußte es nicht... ganz bissigerweise müßte man sagen: eine entsprechende Overtüre (15 min!) mit technisch guter Präsentation des Inhalts aus den ersten beiden Episoden, gefolgt von diesem Bombast an perfekt inszierter Kinokost... gut, dauert halt so ein Film dann 3 Stunden... aber das will ein Fan nunmal sehen und keine 3 Filme, wovon die ersten beiden der schlechteste Witz sind, denm man einem begeisterten Fan machen konnte!
Doch mehr zum Film:
Episode 3 entschädigt absolut... sogar in Anbetracht auf die eigentliche Haupttrilogie der 70/80er Jahre. Das einzige was mich wirklich an diesen Filmen störte war diese klischeehafte Gut/Böse-Darstellung mit dem vorhersehbaren Ende... aber da swollte man ja auch sehen damals. Das Packende an Episode 3 läßt sich in einem Satz darstellen: der gnadenlose und unaufhaltsame Fall des Anakin Skywalker.... perfekt dramaturgisch inszeniert und dargestellt von einem talentierten, wenn auch nicht perfekten Schauspieler, aber von einer dafür viel besseren Story. Der wahre Konflikt von jedi und Sith ist eben nicht jener der im finalen Showdown von "Rückkehr der jedi-Ritter" zu sehen ist... nein der wahre Konflikt findet im Inneren statt... wenn die dunkle Seite der Macht versucht einen zu verführen und letztendlich zu verderben.
Fazit: der doch noch perfekte Übergang zwischen Farce der ersten Filme und Genialität der früheren Trilogie. Star Wars wie man es liebt und wie es glaubwürdiger nicht sein kann.
Jedoch fragt man sich, ob genau das, der Mainstream eigentlich will... um ehrlich zu sein... wer kein wirklicher Fan von Star Wars ist, und damit meine ich nicht jene Fraktion, die nur die Filme kennt ("Stimmt da gab es ja diese geniale Trilogie als ich klein war..."), sondern jene die sich intensiver mit der Materie auseinander gesetzt haben... ja es gibt Bücher, Rißzeichnungen und Rollenspiele davon... ist von dem Film möglicherweise enttäuscht, bzw. kann ihn schwer nachvollziehen... eben weil man auf Sachen aus der früheren trilogie wartet, und diese erst am Ende erkennt.
Darum Fazit: Für wahre Fans das Evangelium! Für alle anderen sehr gute wenn auch etwas schwer verdauliche Sci-Fi-Kost der Spitzenklasse


Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung (2 DVDs)
Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung (2 DVDs)
DVD ~ Liam Neeson
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 29,08

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für die alten Fans enttäuschend..., 13. September 2005
... keine Frage. Nur muß man hier klug trennen. Entweder man trauert alten kongenialen Filmen einer in sich geschlossenen und unerreichbaren Trilogie nach, die jeder für sich zu den erfolgreichsten Filmen der Kinogeschichte gehören (und das nicht von ungefähr) oder man sieht eine weitere Trilogie inspirierter Sci-Fi-Filme als das was sie sind, für sich gelungene kurzweilige Kinospektakel, welche man doch immerwieder sehen will.
Machen wir uns nichts vor, Episode 1 und der Nachfolger sind im Auge der alten Star-Wars-Fangemeinde enttäuschend und auch zugebenermaßen stilistisch und inhaltlich betrachtet überflüssig. Gut es wird darauf hingewiesen, daß es eine enorme Materialisierung der Macht in Form des von einer Jungfrau geboren Anakin existiert (als Idee an sich nicht schlecht, wenn es nicht so "banal" präsentiert wurde... "Ach stimmt ja, kennen wir schon von Jesus"), fein, es gibt eine drohende Separatistenbewegung in Form einer Planetenblockade durch die Handelsförderation, das Werkzeug eines aufstrebenden Sith-Lords (ebenso guter Ansatz, welcher aber unsinnig als Kinofilm breitgewalzt wird, vollgestopft mit haarsträubenden Charakteren, die im späteren Verlauf der Filmhandlung als reine Lückenfüller und Publikumsamüsement herhalten müssen), toll, e sgibt ein Duell zwischen Jedi und einem Sith-Lord (Technisch perfekt in Szene gesetzt und dramaturgisch glaubwürdig, wenn doch nur dieser pentrante Beigeschmack nicht wäre, eine vollkommen gestaltlose Charakterschablone, besser noch der Instant-Sith an sich, Darth "5-Minuten-Sith" Maul nur dafür in die Handlung einzubringen, um vollkommen verpeilt durch den hauptfilm zu irren und am Ende nach einem kurzen Showdown, völlig frustrierend abgeschlachtet zu werden als Jedi-Futter).
Seien wir ehrlich... in 2 Grundbelangen. Um zu wissen, wie die Erfolgstrilogie von Star Wars begann, brauchte man keine weitere (Eröffnungs)Trilogie, das ist und bleibt das, was sich George Lucas und seine Handlanger immer wieder anhören müssen, kommerzielle Ausschlachtung einer genialen Idee. Aus Episode 1 und 2 hätte man glaubwürdiger und (bitte!) besser einen Film machen sollen. Und zwar als das was man eigentlich erwartet hatte: die Overtüre zum eigentlich genialen Höhepunkt der Serie, Episode 3, ohne sinnlose Verstopfung von breitgewalzter Nebenhandlung, die für sich betrachtet, nicht mal ein Provinz-Produzent finanziert hätte .... oder präsentiert von größtenteils schablonenartigen und klischeehaften Charakteren, die jeder für sich zwar Sinn amchen aber doch vollkommen lieblos dargestellt wurden. Star-Wars-Charaktere besonders Sith kann man weitaus besser mit Leben füllen, wie ich als Star-Wars-Fan und Rollenspieler weiß.
Die zweite Sache, mal jetzt die Star-Wars-Fanbrille absetzend, ein kurzweiliger effektreicher Sci-Fi-Film, der Spaß macht, die Zeit vertreibt, letztendlich aber doch belanglos ist. Und ich glaube das, ist das, was Star-Wars-Fans nicht gerade glücklich stimmt. Auch ein George Lucas muß sich den gesetzen der Marktwirtschaft unterwerfen und an Profit denken... nachvollziehbar aber ärgerlich.


Night of the Stormider(Re-Mixe
Night of the Stormider(Re-Mixe
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 14,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es bleibt ihr bestes!, 26. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Night of the Stormider(Re-Mixe (Audio CD)
Mögen ihre genialen und formvollendeten Werke für sich alleinstehend jeder eine Art Meilenstein sein, aber "Night of the Stormrider" ist und bleibt ihr mit Abstand bestes Album.
Dies meinen nicht nur ein Hauptteil aller Kritiker der Bands
sondern hoffentlich auch jeder (wahre) Iced-Earth-Fan.
Sicherlich sind einzelne Songs der Band von anderen Alben stilistisch und melodisch besser als jene hier, doch was die Geschlossenheit, Innovation oder einfach nur wahre Metal-Spiellaune angeht, überbietet dieses Album alle andren von ihnen.
Der Vorgänger "Iced Earth" war sehr gut, keine Frage, ein reines
Statement einer unglaublich talentierten Band in der Form von: Hier sind wir, und in Zukunft setzen wir Maßstäbe!
Und nur ein Jahr später haben sie das auch schon perfekt vollendet mit diesem Konzeptalbum. Der einzige (eigentlich überhaupt keiner, wenn man ihn genauer betrachtet) Kritikpunkt, den ich mir als Iced-Earth-Fan vorenthalte, ist der leichte
Beigeschmack, daß alle Songs irgendwie stilistisch gleichklingen und man daher sich auf keinen (abgesehen von den beiden kleinen
Intermezzi) Favoriten festlegen kann, auch wenn sich immer wieder "der" Iced-Earth-Klassiker schlechthin "Desert Rain" als mein geheimer Favorit auf ihren allerbesten Song einschleicht.
Es sind durchweg alle Stücke erste Sahne purer und vorallem reiner Metalkost. Da hört man keine stilistischen Ausrutscher, kein "Ach kommt, wir probieren mal was anderes", und vor allem keine Kompromisse mit augenscheinlicher Vermarktungsstrategien wie dazumal Metallicas Black Album. Hier hat eine talentierte Metalband sich selbst einen Maßstab gesetzt, woran sie sich selbst und vorallem die Konkurrenz nach ihnen messen wollten.
Und vorallem diese konzeptionelle Geschlossenheit, diese kompromißlose "Und wir hauen noch eins drauf" Einstellung zeichnen dieses formvollendete Album aus.
Genauer:
Angel's Holocaust - Ein wahrlich passender Opener, der klar zeigt, worauf sich Hörer dieses Albums freuen können. Genial
am Anfang der Engelschor, der mich eigentlich sofort in den Bann dieses Albums zog beim ersten Reinhören. Und genau das ist der Sinn eines Openers. Fazit: klasse
Stormrider - Knüpft nahtlos an die Euphorie des Openers an, hervorragende Mid-Tempi wechseln sich mit hammerharten Gitarrenriffs ab, ohrwurmverdächtiger Refrain und eine passende Stimme (der wirklich größte Minuspunkt beim Vorgängeralbum!)
Fazit: klasse
The Path I choose - Der 1. (!!!) Höhepunkt des Albums! Unglaublich genial inszeniert, gelangt Sänger John Greely hier schon zu seiner besten Gesangsleistung, unbeschreiblich.... ebenso die sich durchs ganze Album ziehenden Mörderriffs, hier herrscht kein anbiederhaftes Schielen an die verwöhnte Metallica-Fraktion der Hörer. Hier herrscht Heavy-Metal pur!
Fazit: genial
Before the Vision - die erste wohlverdiente Durchschnaufphase, und weil es nur ein (Quasi)Opener für die folgenden drei Songs ist, entzieht sich das recht harmonische Melody-Stückchen der Wertung. Er bleibt auch nicht im Ohr hängen, verdirbt einem aber auch überhaupt nicht die Metallaune, Erholung eben.
Fazit: -
Mystical End - ... denn schon gehts weiter, diesmal mit einem recht flott dahergespielten Metalhappen der ganz klar in die (später bei I.E.Fans geliebte) melodische Schiene führt. Man spürt förmlich die unbändige Spielfreude der Jungs und ich hab dieses Stück einfach nur genossen und bin mitgegangen in der Spieleuphorie der Band.
Fazit: klasse
Desert Rain - Der 2. (und erfreulicher Weise noch nicht der beste) Höhepunkt des Albums. Wenn es einen Song gibt, der etwas aus dem Klasse-Album hervorsticht, dann dieser. Nicht weil er besser ist als die andren Tracks..... sondern weil er (etwas)
anders klingt. Passend zum Konzept des Album aber auch wieder nicht, er kann für sich selbst stehen (hätte also auch gut auf einem andren Album der Band stehen können), was mein einzig wirklicher Kritikpunkt des Albums ist, auch wenn es kein richtiger bleibt. Keiner der Songs wirkt allein für sich, die geniale Kombination aller sorgt für das Non-Plus-Ultra des Albums. Desert Rain aber gilt für mich als Iced-Earth-Klassiker schlechthin, mögen mir andre Fans verzeihen wenn ich es Sahnestücken wie "Melancholy" "Damien" "Question of Heaven" etc. doch immernoch vorziehe. Desert Rain ist einfach pur Iced Earth, wie sie besser nicht klingen können.
Unbändige Metalriffs, herrlich eingängiger und gänsehautbildender Refrain... unglaublich gelungener leichter Mittelpart der einfach Appetit auf das geniale Ende des Songs macht.
Fazit: Iced Earth at their Best (Punkt)
Pure Evil - ebenso kann dieser Song gut für sich allein sprechen, doch ebenso wie die andren perfektioniert er das Konzeptalbum, man merkt förmlich das hier der Storyline-Höhepunkt
des Konzeptes erreicht wird, der Kampf der Mächte des Guten und Bösen. Toller unvergleichlicher Refrain, der ebenso ein Klassiker der Band ist.
Fazit: klasse
Reaching the End - Die 2. Erholungsphase (darum wieder nicht genauer drauf eingehend, aber wunderbar harmonisch gespielt) vor dem letztendlich besten Höhepunkt des Albums, nämlich .....
Travel in Stygian - diesem hier! Es verschlägt einem immerwieder die Sprache, wie einem bis dahin perfektes Metal-Konzept-Album immernoch die Krone aufgesetzt wird. Warum ist das nie bei andren Konzeptalben so??? Wo andre Alben am Ende fast schon ausgelutscht und ideenlos klingen (was Konzeptalben der Regel leider an sich haben, darum sollte man talentierten Metalbands die noch nicht genug Erfahrung damit haben, strikt davon abraten), merkt man hier regelrecht, daß Iced Earth, noch einmal wirklich alles gegeben haben, was sie bis zu diesem Zeitpunkt konnten, nämlich wunderbares Talent für unbeschreiblich puren aber auch melodischen Heavy-Metal. Genial das Piano-Ende des Tracks *gänsehaut bekomm*
Fazit: der endlich beste Höhepunkt des Albums!
Fazit des Albums: Iced Earth bestes Werk! I.E.Fans haben dieses Album sowieso, darum die dringende Empfehlung an alle andren, die puren Heavy-Metal at his Best lieben, aber Iced Earth noch nicht kennen.... KAUFEN unbedingt! Wer ein storytechnisch ungemein faszinierendes und stilistisch einfach perfektes Metal-Konzept-Album sucht... dies hier ist das Beste im Genre.
Ich als I.E.Fan betrachte dieses Album aber immerwieder mit einem lachenden aber auch weinenden Auge. Was die melodische Schiene von Iced Earth angeht verbesserte die Band ihren Stil sicher mit ihren folgenden Hammer-Alben wie "Something wicked..."
was aber ihre unbändige pure Metal-Spielart angeht, kam danach leider kein besseres Album mehr, da sie (was sie weißgott verdient haben) eher dann dem Metal-Mainstream folgten.
Weiter so, Jungs!


Extreme Aggression
Extreme Aggression
Wird angeboten von Nuclear Blast GmbH
Preis: EUR 4,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihr Durchbruch!, 26. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Extreme Aggression (Audio CD)
Auch wenn ich jetzt gegen alle andren Pure-Kreator-Fans spreche,
da ich mich selbst als solch einer ansehe, erst ab dieser Scheibe konnte man Kreator wirklich auf (inter)nationaler Metalbühne ernstnehmen! Die ziemlich rüden Thrash-Scheiben davor
mögen zwar Kultstatus unter den Thrashfans besitzen, mir jedoch
waren sie viel zu unausgegoren, schlecht produziert und einfach
nur kindisch. Daß Kreator nicht nur im Schatten der damals klar
besseren Destruction und Sodom standen, sondern auch ihrerseits
die Fans davon überzeugen konnten, daß Metal Made in germany nicht nur uninspirierte Krachmacherei ist, ist eindeutig erst aus diesem klasse Album herauszuhören. Man wurde erwachsener und
was vor allem wichtig war, eingängiger mit der Musik, man flocht
schonmal ab und zu ohrwurmtaugliche aber dennoch nackenbrechende
Soundparts ein, vor allem mit hohem Wiedererkennungswert, und
was das wichtigste war, man prägte das merkmal Kreator...
kompromißlosen unkonventionellen Thrash-metal deutscher Güte, der
sich international nicht zu verstecken brauchte.
Beste Stücke eindeutig: Fatal Energy & Extreme Aggression


Sons of Northern Darkness
Sons of Northern Darkness
Preis: EUR 17,83

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kein Back-to-the-Roots... warum auch?, 23. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Sons of Northern Darkness (Audio CD)
Ich muß ehrlich zugeben, seit Immortal sehr an ihrer Musik und
ihrem Stil gearbeitet haben, liebe ich diese Black-Metal-Combo.
Mögen ihre ersten Alben Kultstatus unter Hardcore-Blackies
haben, gemocht habe ich die trashigen und einfach nur stupiden
Black-Metal-Orgien der Norweger nie. Das änderte sich dann schlagartig mit "At the Heart of Winter", das eindeutig neue Maßstäbe setzte, nicht im Black-Metal, dafür klangen die Stücke einfach zu melodiös und thrashig, aber im Heavy-Metal ohnehin.
Der Nachfolger "Damned in Black" sollte dann wieder "Back to the Roots" gehen, was allerdings nicht gelang, zum Glück (!),
sondern den groben Black-Metal-Stil der Norweger erwachsener klingen ließ, was das Album eindeutig zu ihrem besten Black-Album machte, aber immernoch im Schatten des Vorgängers stehen ließ.
Und nun hämmerten die Norweger dieses unvergleichliche Album ein, welches ohne schlechtes Gewissen als ihr Meilenstein
gelten kann, nicht weil man den Stil von "At the Heart of Winter" verbesserte... nein, sondern das beste aus den beiden Vorgänger-Alben perfekt aufeinander abstimmte und neue Impulse
hinzusetzte. Dabei hat man auf einen sehr guten Mix zwischen
Mid-Tempo-Krachern (Where the Tyrants?) und thrash-lastigen
Ohrwürmern (Sons of northern Darkness) Wert gelegt... und ihr
bisher bestes Stück "Within the dark mind" rundet das Goldstück
perfekt ab. Keine Lückenfüller, volles Programm für Metaller mit gutem Geschmack.


Night of the Stormrider
Night of the Stormrider

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein monumentaler Kracher der Spitzenklasse!, 21. Oktober 2000
Rezension bezieht sich auf: Night of the Stormrider (Audio CD)
Nach ihrem, fuer meinen Geschmack doch durchschnittlichen Debut "Iced Earth" legen die Jungs aus Florida hier richtig los. Bombastisch, mitreissend und einfach atemberaubend. Hier stimmt einfach alles, was ein Konzeptalbum auszeichnet. Eine gute Story, die hervorragend durch die Musik erzaehlt wird. Konzeptalben sind nicht jedermanns Sache, da die einzelnen Tracks die Atmosphaere der Grundstory vermitteln sollen, und somit kaum einzeln fuer sich sprechen. Das ist hier anders! Iced Earth, die schon seit jeher fuer komplexen Power Metal hoechsten Niveaus stehen, liefern mit jedem der Songs einen eigenstaendigen Track, der seine eigene spezifische Atmosphaere hat, aber auch im Gesamten ein zusammenhaengendes und damit atmosphaerisch dichtes Szenario ab. Fuer meinen Geschmack bis dato unerreicht. Trotzdem stechen Songs wie "Desert rain" "Pure Evil" "Mystical end" aus dem rest heraus. Auch das Intro "Angels holocaust" zeigt gleich, wo bei Iced Earth der Hammer haengt und das kongeniale Outro "Travel in stygian" (Hoehepunkt des Albums) stehen dem in Nichts nach.
Packend und zeitlos!


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