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Rezensionen verfasst von
Jens Pielawa "Synthiepop-Fan" (Hannover)
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LEGO® bauen: Das »inoffizielle« Handbuch
LEGO® bauen: Das »inoffizielle« Handbuch
von Allan Bedford
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lego bauen für absolute Anfänger, 4. Januar 2014
"Lego bauen" – da denkt man schon, es werden einige spezielle Techniken erklärt. Das werden sie auch, aber ebenso einige nutzlose Techniken wie die des großen Legoland-Maßstabes oder von Megabricks. Man überblättert diese Bautechniken etwas lustlos und stellt fest, dass auch die anderen Baubeispiele zwar recht nett sind, aber ellenlang erklärt werden. Ganz schlimm ist es bei dem Modell des Bahnhofs: hier wird fünfmal kurz hintereinander breit und lang erklärt, dass das Dach abnehmbar ist. Spätestens wenn das Dach alleine zum Bau dargestellt wird, sollte man das wissen... Generell stößt man öfters auf solche Stellen, an der die Texte unnötig aufgeblasen und gestreckt werden. Aus den Baubeispielen jedenfalls kann man nur sehr wenige eigene Ideen weiterspinnen. Das Buch richtet sich also in wesentlichen an absolute Lego-Anfänger, und dazu passt der Textstil des Autors. Ganz nett allerdings ist die Brickopedia am Ende: auch wenn nur ein kleiner Ausschnitt aus der tausendfachen Vielfalt der Lego-Steine gezeigt wird, erfährt man doch einiges Wissenswertes, so z. B. über Neigungen von Dachsteinen oder das erste Erscheinungsjahr – so manche Steine sind "jünger" als gedacht.
Mein Fazit also: schenken Sie dieses Buch einem Acht- bis Zehnjährigen, der erste größere Bauversuche unternehmen möchte. Schon kurz danach wird es selbst für Vierzehnjährige auffällig langweilig und uninspiriert. Muss man also als Erwachsener auch nicht lesen.


Das Auge
Das Auge
DVD ~ Michel Serrault
Preis: EUR 9,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Film 5 Sterne, DVD-Umsetzung maximal 2 Sterne, 5. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Auge (DVD)
Wie schon etliche Vorredner geschrieben haben, müsste man froh sein, einen der schönsten und berührendsten Filme der letzten Jahrzehnte endlich auf DVD in deutscher Fassung zu bekommen. Der Film an sich mit einer betörend verführerischen und bildhübschen Isabelle Adjani verdient ganz klar 5 Sterne. Ich habe den Film unzählige Male gesehen und kenne jede Stelle, jede Wendung. Insofern hat man sich auch über jeden Schnitt bei den seltenen TV-Ausstrahlungen geärgert.
Aber: selbst jede TV-Fassung war deutlich besser als dieses lieblos auf DVD gebrannte Zerfallsprodukt. Das Bild pulsiert, ist fahl und kühl, zeigt Streifen, in dunklen Bereichen super-grisselige, pixeliges Rauschen wie von einer billigen Handykamera gefilmt. Teils kann man sogar in hellen Bereichen den fleckigen Abtastbildschirm im Bild mitsehen. Hier wurde also mit Sicherheit eine der schlechtesten Kopien mit unterirdischem Equipment lieblos auf DVD gebannt. Jedes Youtube-Video kann heutzutage bessere Bildqualität liefern als das gerade Gesehene. Das tut mir schon richtig Leid, denn dieses Filmjuwel hat deutlich Besseres verdient. Dass es auch besser geht, zeigt zum Beispiel die DVD von Isabelle Adjanis Folge-Hit "Ein mörderischer Sommer".
Zählt man das Ganze zusammen, kann man sich gerade so zu 3 Sternen hinreißen. Deutliches Nachbessern ist erwünscht. Man ist fast bestrebt, sich von amazon.fr die französische Fassung zu bestellen und den deutschen Ton dort unterzulegen. Schade, in diesem Film steckt wesentlich mehr Potential, trotz seiner über 30 Jahre. "Das Auge" hätte eine wesentlich bessere deutsche Bearbeitung verdient als diese lustlose unbearbeitete Hinterhof-Kino-Kopie.


Weniger Sind Mehr
Weniger Sind Mehr
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 13,00

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drei Viertel typisch Maybebop, ein Viertel dem neuen Label geschuldet, 3. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Weniger Sind Mehr (Audio CD)
Maybebop bei einer großen Plattenfirma? Nach »Superheld« und der EMI-Erfahrung mit seinen negativen musikalischen Erscheinungen nun vielleicht erneut? Alle Angst war unbegründet, es wird längst nicht so viel verbogen wie man den Teufel vielleicht an die Wand gemalt hat. Das neue Album wird zuallererst einmal kräftig (und ungewohnt) beworben, viele TV-Spots künden von »Weniger sind mehr« und das Video zur Single unterstreicht die Botschaft, »Im Moment ist alles richtig«. Die beste A-cappella-Band Deutschlands kann diesen Popularitätsschub vielleicht auch gebrauchen, bislang mehrt sich der Ruhm von Olli, Jan, Lukas und Sebastian nur über begeisterte Mundpropaganda von unzähligen ausverkauften Konzerten und vielen wichtigen Musikpreisen. Es muss noch eine Schippe draufgelegt werden, deswegen jetzt der Sprung mit Warner Music. Sollte klappen – bitte aber trotzdem in diesem Zuge nicht abheben… Umfassend gesagt: es wird ein solides, gutes Album abgeliefert, dass nur wenige Faux-pas eines eventuell bei der Musikfarbe mitmischenden Plattenmultis bietet. Die Kritik der Songs im Einzelnen:

01. Im Moment ist alles richtig
Die Metamorphose dieses Songs ist erstaunlich: aus dem verschwurbelten kopflastigen Text eines bekannten Poeten ist mit der Umdichtung ein perfekter Start ins Album gelungen, ein Ohrwurm erster Güte. Das aktuell laufende Musikvideo dazu unterstreicht das Gute-Laune-Gefühl der Band. Mit etwas Glück wird dieser Titel auch häufig im Radio laufen, eine gute Wahl für eine (eventuelle?) Single. Diese Botschaft kommt an, denn mit diesem Titel ist auch bei Maybebop alles richtig. Ein perfekter Song, der genau so auf die Bühne gezaubert wird. Meine Wertung: 5 von 5.

02. Alles in den Genen
Ein Blick ins Booklet und man sieht, dass dieser Text nicht vom Mastermind Oliver Gies stammen kann. Man hört es irgendwie heraus – der Text holpert etwas ungelenk vor sich hin wie ein Trabant auf Kopfsteinpflaster (oder wie Maybebops goldene Himbeere »Wenn der Urlaub kommt«). Es geht ums Dicksein und den inneren Schweinehund, dabei wirkt der Song etwas bemüht. Mäßig witzig, aber doch geschickt im Maybebop-Stil verpackt. Ob er den Sprung in die Konzertliste schafft, wage ich zu bezweifeln. 2 von 5.

03. Kleiner grauer Falter
Hier allerdings merkt der Hörer wieder sofort eine Gies’sche Komposition. Die arme Motte, die immer zum Licht fliegt, ist Hauptthema eines leichtfüßigen Walzers zum Herzerwärmen. Auch dieser Titel hat Ohrwurmqualitäten und lädt zum Mitsummen ein, besonders im Mittelteil – Maybebop at its best. 5 von 5.

04. Ideal
Wiederum eine »Fremdkomposition« über eine Beziehungskiste, leichtfüßig arrangiert und mit süßen, kleinen Sprachgimmicks von Olli garniert(»Kling Klang«). Schon wieder wird das Körpergewicht kurz thematisiert… Beschwingt und recht gut, plätschert aber trotzdem etwas vor sich hin. 3 von 5.

05. Esst mehr Insekten
Dieser Titel soll angeblich bei den Konzerten nicht gut laufen, ist aber meiner Meinung nach eine typische und hervorragende Maybebop-Nummer. Ein sperriges Thema wird auf die Bühne gebracht, lange bevor es von den Medien aufgegriffen wird. Der Verzehr von Krabbeltieren ist sicher nicht jedermanns Geschmack (höhö), wird aber durch einen cleveren Text perfekt in Szene gesetzt. Der Clap zum Schluss wertet neu den Titel auf. Richtig gut, eine lustige Gies-Nummer mit vertrackten Superreimen, auch auf den Konzerten immer noch ein Knaller im Programm »Weniger sind mehr«, selbst wenn es die Jungs anders sehen mögen. 5 von 5.

06. Nimm mich mit
Noch ein Knaller – für mich dauerte es etwas, bis ich mit dieser Nummer warm wurde. Andere hat der Song im Sturm erorbert. Jan liefert hier bei den Konzerten einen denkwürdig starken Gesangspart ab, singt sich die Adern am Kopf dick und seinen Beziehungsschmerz ins Mikro. Das Gute daran: die elektronisch anmutenden Effekte sind alle a cappella und werden exakt so von Maybebop auf der Bühne wiedergegeben. Ein starkes Stück. 5 von 5.

07. In zehn Jahren
Achtung: böser Ohrwurm. Man denkt, der Song wäre leicht überstanden und dann summt man den Refrain tagelang vor sich hin. Dass alles in zehn Jahren besser wird, bleibt zu hoffen. Viele Fans singen zum Schluss mit: Maybebop lud zu einem offenen Studiotag ein und begleiten Jan zu seinem Lied. Einmal gelaufen, wird man dieses Gute-Laune-Ding nicht mehr los. Böser Ohrwurm. 5 von 5.

08. Beim nächsten Mal
Noch so eine tolle Bühnennummer. Lukas singt sich den Frust über das Übergangenwerden vom Leibe, wiederum mit starkem gag-haltigen Text von Olli. Hier darf er sympathisch rumpöbeln und holt zum Rundumschlag aus… beim nächsten Mal. Die Fans helfen mit lautstarkem »Lass es raus, lass es raus« nach. Super Nummer. 5 von 5.

09. Was ist mit der Liebe?
Jetzt kommt doch ein typischer Plattenfirma-Ausrutscher… Bislang ist ja noch alles gut gegangen, aber jetzt macht Maybebop auf Coldplay. Ein Blick ins Booklet besagt, dass es erstaunlicherweise drei Autoren bedurfte, einen derartig flachen, nichtssagenden Song zustande zu bekommen. Ein Text zum Nebenbei-Bügeln, man verpasst nichts, und ein Songkonstrukt, das jeder anderen Gruppe passen würde, nur nicht Maybebop. Aufgepasst: das IST NICHT Maybebop, und ich hoffe inständig, dass Warner nicht meint, dass dies Maybebop werden könnte. Ein Song für den »Musikexpress« auf dem Schützenfest, kann man auch mit zwei Promille mitgrölen, ohowhoohoho, ohowhoohoho… »Steignseein, kommsenäher, die nächste Fahrt geht rückwarts« und dazu dieses flache Konstrukt dröhnend aus den Rummelboxen. Schlimm. »Wenn der Urlaub kommt«, Inhaber der goldenen Himbeere im Maybebop-Katalog, reicht selbige weiter und wird endlich erlöst. Ein böser Fehlgriff, bitte nie und nimmer wiederholen – dieser Titel ist für das Renommée von Maybebop fast schon rufschädigend. 0 von 5.

10. Liebesbrief
Direkt auf diese Zitrone kommt wiederum ein Meisterwerk. Sebastian singt eine Ballade über seine verflossene Liebe, die sich in einem Liebesbrief manifestierte. Man meint, der gute Geist von Franz Schubert hätte Oliver Gies beim Schreiben über die Schulter geschaut und dieses Kleinod mitgeschaffen. Herzerweichend gesungen und zum Heulen schön. 6 von 5.

11. Fahrgefühl
Wiederum eine Nummer, die den typischen Bühnenhumor von Maybebop wiedergibt. Olli und Jan streiten sich jazzig musikalisch über das Cabrio-Fahren und legen abermals eine humorige Gute-Laune-Nummer hin. Sehr beschwingt und direkt zum Mitsingen. 5 von 5.

12. Erlkönig
Spätestens seit Bachs »Air«, dass Tausende Konzertbesucher ergriffen hat und ein Paradebeispiel für die musikalische Qualität des Quartetts ist, ist klar, dass klassische Stücke eine willkommene Abwechslung im Programm sind. Hier bekommt jeder seine Rolle: Olli ist der Erzähler, Sebastian der reitende Vater, Lukas der Erlkönig (auf der Bühne immer besonders grimmig) und Jan als Sohn, der hier wiederum äußerst stark und eindringlich singt. Treibend und perfekt. 5 von 5.

13. So bin ich ohne dich
Die vierte Komposition aus anderer Feder macht sich dann überraschend gut. Beschwingt und süß wird ein kleines Liebeslied gesungen, was wäre, wenn der oder die Liebste nicht da ist. Ein wenig wird textlich bei Reinhard Meys »Von Klarsichthüllen…« abgeguckt, aber das macht nichts. Dieser Titel darf auch gerne neu ins Bühnenprogramm rutschen. 4 von 5.

14. Weniger sind mehr
Der Titeltrack steht kurioserweise am Ende der CD, passt aber hier ganz gut hin. Das Tempo wurde etwas verlangsamt und macht den Song weniger beschwingt als es live der Fall ist. Trotzdem ist das ein guter Abschluss, der Song wird wieder mit einigen neuen Effekten und Gimmicks unterstützt. Und schon ist das neue Album vorbei. 4 von 5.

Bis auf den einen, wirklich eklatanten Ausrutscher (der Maybebop offenbar massenkompatibel machen soll) und einigen weniger starken Titeln ist kein großer Qualitätsverfall nach dem Wechsel zu einem Majorlabel zu verzeichnen. Auch die Produktion hält sich erstaunlich zurück – Lukas Teske hat nach den etwas überzüchteten letzten CDs »Wie neu« und »German verboten« zwar modern gemischt, aber hier und da wieder einen Gang herausgenommen. Das macht sich wohltuend bemerkbar. Es bestünde sonst die Gefahr, dass neue Hörer enttäuscht wären, wenn vier Stimmen im Konzert multigelayerte Stimmen nicht reproduziert bekommen würden. Gut zwei Drittel der Titel zeigen aber Maybebop so, wie sie sich auch auf der Bühne präsentieren (können). Der Rest sind weniger harmlose Stücke, meistens wohl der Auswahl der Plattenfirma zuzuschreiben.

Die CD »Weniger sind mehr« ist mit 47 Minuten dennoch gefühlt kurz und enthält dem Hörer zudem einige weitere gute Songs aus dem gleichnamigen Programm vor. »Lass Dir Zeit« soll auf CD laut der Band wegen der Gedankenpausen nicht funktionieren – sorry, aber dann hätten so einige Maybebop-Titel nie den Weg auf CD finden dürfen. »Wie’s mir geht«, das offenbar autobiographische Stück des stets an allen Fronten werkelnden Masterminds Olli, fehlt ebenso, eine beschwingte Samba. »Keine Lust mehr«, der brüllend komische Gesangsrollentausch von Countertenor Jan und Bass Sebastian, mag ebenfalls nur live funktionieren, wird aber auch von mir hier vermisst. Letztlich ist das morbide »Angst vor dem Tod« wohl eher der Angst von Warner Music zum Opfer gefallen – auch dieses starke, wenn auch sperrige Stück im Stile vom »Ebenbild« hätte ein CD-Release verdient und das Album abgerundet.

So reiht sich die neue CD hinter die von mir hoch geschätzten Alben »Endlich authentisch« (an diesem Album stimmt ALLES!) und »Extrem nah dran« ein. Solide gemacht, stark abgemischt und viele Facetten von Maybebop zeigend, die auch auf der Bühne perfekt umgesetzt werden. Warner wird der Ausrutscher mit »Was ist mit der Liebe?« nur verziehen, wenn er einmalig bleibt – Maybebop ein flaches neues Kleid zu verpassen, um es massentauglich zu bekommen, ist ein Feldversuch, der meiner Meinung nach gehörig in die Hose gegangen ist. Abgesehen davon bekommt der Hörer einen guten Eindruck von der besten A cappella-Band Deutschland und er sollte sich nicht allein auf diesen neuen von 2013 verlassen, sondern auch noch ein paar Jahre mit den letzten beiden zuvor genannten Programmalben zurückblicken und damit seine Vorstellung komplettieren. Die Fehler der »Superheld«-Phase werden also nicht 1:1 wiederholt, sondern nur leicht angedeutet. Man sollte drüber reden und bei der nächsten CD komplett wieder auf Oliver Gies und seine genialen Arrangements als auch formvollendeten Texte setzen. Man hört nämlich die »fremden« Songs irgendwie doch raus…
Insgesamt gebe ich 4 von 5 Sternen.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 15, 2013 3:23 PM MEST


Off the Record
Off the Record
Preis: EUR 12,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas schwächer als "Communication", 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Off the Record (Audio CD)
Das Booklet der neuen CD des Ex-KW Karl Bartos ist schon mal sehr sympathisch: er spricht von seinen Klang-Experimenten und Erfahrungen aus der Zeit mit KW (und schafft es dabei, nie selber das Wort in den Mund zu nehmen), teils mit sehr persönlichen Eindrücken. Dadurch bekommt der Hörer schon mal einen guten Eindruck, warum die Lieder so klingen, wie sie sind. Bei allen schönen Melodien und Sounds stelle ich aber fest, dass "Off the record" etwas schwächer als die Vorgänger-CD "Communication" ist. Manche Songs greifen nicht sofort und gerade der erste Song "Atomium" nervt mich irgendwie (keine gute Single-Auswahl). Auch der Kontext z. B. bei "Without a trace of emotion" erschließt sich mir nicht ganz: ein Hochgefühl wie Aufbruch, dann aber ohne "jede Spur von Emotionen"... Und ein Song wie "Vox Humana" klingt ein wenig wie die Demo einer guten alten Heimorgel. Bei "Rhythmus" denke ich bei den ersten vier Takten sofort an "Tour de France", leider wird auch dieser Song durch die Texte zersägt.
Wenn ein Song so richtig "ins Blut geht" (wie es fast alle auf "Communication" getan haben), dann ist es eindeutig "Musica ex machina", dieser Track wäre eindeutig ein guter Kandidat für eine Single gewesen. So möchte ich Karl Bartos auch weiter gerne hören: treibende Beats mit viel Gezirpe, einfach toll. Da mutet es kurios an, dass ausgerechnet der letzte Titel "Hausmusik" am längsten nachklingt, während die meisten der Songs auf der nur fast 40 Minuten kurzen CD schon wieder leicht in Vergessenheit geraten sind.
Also: "Communication" fand ich persönlich stringenter und durchgängig gut hörbar. Dieser neuen CD hätten ein paar Titel vom Schlage "15 minutes of fame" oder "The camera" gut getan. Nichtsdestotrotz zeigt Karl Bartos in allen seinen Liedern eine Melodiösität, die seine Ex-Kollegen nur noch selten hinbekommen haben. "Off the record" ist eine gut gemachte CD, sehr persönlich, aber längst noch nicht das perfekte Traubenzucker für den Synthiepop-Liebhaber. Aber allein für "Musica ex machina" lohnt sich schon die Anschaffung, finde ich. Vielleicht wächst dem Hörer bei mehreren Durchgängen der Rest auch noch ans Herz.
P.S.: Ich habe Karl Bartos nie als Roboter (mit "red shirt, black tie") angesehen, er ist und bleibt sicher der menschlichste Ex-KW-Mitarbeiter und braucht sich für seine Vergangenheit nicht zu entschuldigen.


Zwei Welten
Zwei Welten
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 21,65

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irgendwer wird immer meckern, 5. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Zwei Welten (Audio CD)
Die Wise Guys sollen die beste A-cappella-Gruppe Deutschlands sein? Vielleicht die erfolgreichste, ja - aber das kann sich schnell ändern, denn Stillstand ist das Credo des Quintetts seit längerer Zeit. Schon das Album "Klassenfahrt" deutete an, dass sich Mittelmaß bis zu einer gewissen Bedeutungslosigkeit anbahnt, und auf "Zwei Welten" spürt man diesen Trend weiterhin. Zwar ist das Album insgesamt wieder einen Tick besser, aber all diese Songs hat man schon tausendmal gehört - und ehrlich, ich kann dieses "Die Welt ist schön, die Sonne scheint, Du bist so toll"-Gehabe in manchen Songs echt nicht mehr hören. Das betrifft zum Beispiel Titel wie "Die Sonne scheint mir auf dem Bauch" oder "Tanzen im Regen". Dann gibt es immer wieder Songs, die anfangen zu nerven, z. B. "Lauter" - hier zeigt sich, dass die fast ewig gleichen Arrangements mit dumpfen und zu prominentem Gestampfe oder ewigem "Aaahaa"-Hintergrund-Gesängen irgendwann das Gehör zukleistern. Und nur wenige Songs wollen wie frühere lustig daherkommen, klingen dann aber reichlich bemüht und ohne echte Pointen, wie etwa "Mein Nachbar ist ein Zombie" oder "Sch... Sch... Sch...". Keiner dieser neuen reicht den älteren Songs wie "Sie bricht mir das Herz" oder "Nur für Dich" das Wasser. Sich über den vierzigsten Geburtstag oder singende Vögel ("Schönen gute Morgen") aufregen ist da eher platt.
Ich glaube, man kann von den Wise Guys einfach nichts anderes mehr erwarten. Ein Arrangement wie das luftig-verjazzte "Air" oder das flockige "Fpaniff" von Maybebop etwa (als Vergleich) kann ich auch in zehn Jahren von der erfolgreichsten A-Cappella-Band (warum eigentlich?) wohl nicht erwarten. Es stampft zu sehr, es klingt immer wieder alles zu gleich und kann den Vergleich mit alten WG-Alben einfach nicht mehr standhalten. 80% der neuen Songs bleiben einfach nicht im Gedächtnis haften und haben keinerlei Ohrwurm-Tauglichkeit mehr. Das Quintett muss aufpassen, nicht in einer Dauerschleife zu verharren, denn sonst kann auch bald der bundesweite Erfolg immer magerer werden. Das schlimmste, was man zu einem Produkt sagen kann, wäre "nett" - und genau das sage ich jetzt mal auch. Ein nettes Album ohne große Höhepunkte und Überraschungen, gleichklingend zu den letzten zwei Alben und kein Vergleich zu anderen A-cappella-Gruppen - da leisten viele andere mittlerweile wesentlich Vielfältigeres und Besseres. Schade vielleicht, aber so ist es. Nett. Mehr nicht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 23, 2013 9:36 PM MEST


History of Modern (Part I) Ep
History of Modern (Part I) Ep

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Song mit vielen Extras, 17. März 2011
Rezension bezieht sich auf: History of Modern (Part I) Ep (Audio CD)
Hier bekommt der Hörer reichlich für sein Geld: neben vielen Remixen des ohnehin schon genialen und sehr starken Titels "History Of Modern (Part 1)" finden sich vier "B-Seiten" auf dieser Single (Amazon unterschlägt den 12. Track "Alone"), die allesamt hörenswert und durchaus auch Album-tauglich gewesen wären. Leider ist der "Radio Edit" etwas flach und nicht so prominent ausgefallen, aber dafür entschädigt der "Extended Remix". "VCR" ist ein typischer OMD-Song, wie er auch aus den frühen 80ern hätte stammen können, "The Grand Deception" eine düstere Klangcollage und "Idea 1" ein Instrumental, das weit mehr als nur zu einer Song-Idee gereift ist. Alles in allem bekommt man hier fast 50 Minuten OMD-typische Klänge und Mixes von einem Album-Song, der vielleicht gleich als erstes hätte ausgekoppelt werden sollen. Jede Minute ist das Geld wert für diese EP.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2011 7:10 PM CET


Donkey Kong: Country Returns
Donkey Kong: Country Returns
Wird angeboten von Catvertrieb
Preis: EUR 26,94

14 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Super Grafik, aber total unfair und sauschwer, 22. Dezember 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Donkey Kong: Country Returns (Videospiel)
Ich habe Donkey Kong in allen Variationen von Anfang an gespielt und nur wenige Level waren dann mal wirklich schwer und nur mit Mühe zu knacken, aber es ging. Der beste Teil ist für mich nach wie vor also DK2, das war ausgewogen an Schwierigkeit, Fairness, Spielspaß und Spannung. Das ist der Maßstab gewesen. Die Macher des neuen DKC Returns haben sich alle Mühe gegeben, das Retrofeeling einzufangen, die Musik ist sehr schön umgesetzt, die Grafiken detailreich und manche Charaktere sehr schön gelungen. Dafür alleine könnte ich schon 5 Punkte geben.
Es gibt aber massige Abzüge beim Spielspaß! Ich habe selten ein an manchen Stellen so UNFAIRES und sauschweres Spiel gesehen. Gepart mit allerlei Augenfutter, das zusätzlich noch für Verwirrung sorgt, sind manche Level nur noch mit viel Frust und dem alleinig spielenden Superassistenten zu meistern (de facto spielt man also besser gar nicht mehr). Welche hirnrissigen Spieledesigner müssen sich Level ausdenken, in denen es auf zehntelsekundengenaues Springen in einer vorgegebenen Rhytmik ankommt, wo Affen alle 30 Sekunden sterben müssen? Nach vielfachen Fehlversuchen hat man gar kein Interesse mehr, irgendwo zu stampfen, zu pusten oder gar KONG-Buchstaben oder Puzzleteile einzufangen, weil alles drumherum eh zu schwierig ist. Es ist dann einem egal: Hauptsache irgendwie durch und fertig. Man sitzt vor dem Spiel, flucht nur noch herum und selbst meine Kinder schimpfen mehr, als das sie Spaß daran haben. Mache Lorenfahrten oder gar die Horde von verfolgenden Fressinsekten sind so hirnrissig und schwer, dass Toleranzen nicht erlaubt sind und man sofort bei jedem kleinsten Fehler stirbt. Einfach unglaublich, ein so nettes Spiel durch so viel Frust zu massakrieren.
Denjenigen, die das Spiel mit allem Zubehör durchspielen können oder konnten: mein Glückwunsch. Das dürften dann ja nur eine Handvoll sein. Die große Masse sieht sich unverzeihbarer Unfairness gegenüber, schade um ein so tolles Spiel, das mit großen Erwartungen gekauft wurde. Ich hätte gerne 5 Sterne gegeben, aber es reicht nach allem Überlegen gerade mal für 2. Das schwerste Spiel, das ich als Jump and Run spielen musste, und die Stimmung hebt sich nach jedem Level nicht gerade. Echt schade!
Kommentar Kommentare (17) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2011 3:48 PM CET


Shaun das Schaf - Die Schlammschlacht
Shaun das Schaf - Die Schlammschlacht
DVD ~ John Sparkes
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schade, wieder mal 40 Folgen vorbei, 15. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Shaun das Schaf - Die Schlammschlacht (DVD)
Nun ist mit dieser 5. DVD der zweiten Staffel auch dieses Paket mit 40 weiteren Folgen komplett. Nach ein paar schwächeren Episoden gibt es hier allerdings die lustigsten der neuen Episoden. Wir haben beim "Windrad" noch nie so wieder gelacht, die Schlammschlacht ist Action pur und auch die Schnee-Episoden sind super-witzig. Schade, dass ein leicht überhelltes Bild dieses DVD trübt. Auch das Bonus-Material ist wie immer sehr lau, aber darum geht es ja eigentlich nicht. Waren die vorigen DVDs auch inhaltlich etwas müde, ist diese alles in allem wieder sehr zum Ablachen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2012 10:03 PM CET


History of Modern
History of Modern
Preis: EUR 8,45

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gelungenes Album mit starken Titeln, 1. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: History of Modern (Audio CD)
Nach all zu langer Zeit legt man sich wieder mal auf die Couch mit Kopfhörern und hört sich eine CD von Anfang bis Ende durch - und zwischendurch gibt es dabei sogar Gänsehaut... Ja, das ist durch und durch OMD, und auch in den neueren Stücken klingen sie immer wieder erkennbar danach. Die Instrumentierung ist in Ordnung, manche Synthies oder Sounds werden zwar leicht überstrapaziert, nerven aber dabei nie, weil letztlich doch alles aus einem Guss klingt. Ich möchte nicht jeden Titel einzeln auseinandernehmen, aber besonders stark finde ich "History Of Modern (Part 1)" und frage mich, warum der nicht als Single ausgekoppelt wurde. Gerade das ist der stärkste Song, der absolut und klar erkennbar nach OMD klingt. Dafür ist mir die eigentliche Single "If You Want It" zu gezähmt und klingt dann eher nach "Walking On The Milky Way". Besonders gewagt finde ich "Pulse", sehr modern und doch immer noch mit dem gewissen OMD-Touch, geht auch gut ins Ohr.
Ich weiß nicht, wer es gesagt hat, es sei das beste OMD-Album - das ist es nicht (meiner Meinung nach immer noch "Crush"), aber es spielt auf jeden Fall in dieser Liga mit. Es ist gut produziert, Andy singt gut und die Songs gehen prima ins Ohr. Man steht von der Couch auf, ist froh, dass es immer noch gute Musiker abseits des Mülls aus den sogenannten Charts gibt und legt die Scheibe gleich noch mal etwas lauter aufgedreht erneut auf. Diese CD-Zulage hat sich gelohnt und man freut sich über tolle Songs von Musikern, die ihr Handwerk verstehen.


Maybebop - Ende September [2 DVDs]
Maybebop - Ende September [2 DVDs]
DVD ~ Maybebop
Wird angeboten von Klemm Music Technology
Preis: EUR 15,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A cappella der Extraklasse, 24. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Maybebop - Ende September [2 DVDs] (DVD)
Maybebop aus Hannover mögen zwar nicht den großen bundesweiten Ruf wie die Wise Guys haben, aber den brauchen sie auch nicht, wenn einem A cappella auf derart hohem Niveau geboten wird - einen guten Ruf haben sie ohnehin. Mit dieser DVD könnte sich aber die Bekannt- und Beliebtheit steigern, denn die vier Stimmakrobaten singen hier nicht nur ihre besten Songs, sondern man kann auch die ausgefeilte Choreografie bewundern, die den Auftritt so richtig zum Genuss macht. Das Konzert im Theater am Aegi wurde aus vielerlei Blickwinkeln festgehalten und so können wir Oliver Gies, Lukas Teske, Jan Bürger und Sebastian Schröder bei allen Songs hautnah erleben (selbst wenn Jan Bürger der Schweiß im Auge brennt). Hier werden Klassiker geboten wie der "Gummibaum" oder "Bohemian Rhapsody", neue (sehr gute) Songs wie "Superstar", "Mona Mu" und "Schwarz oder weiß", jazzige Stücke wie "Birdland" oder "Der Butt" als auch stille Lieder wie "Flattersätze" oder "Zärtlich allein". Eine riesige Auswahl an klasse Songs, allesamt perfekt und unterhaltsam vorgetragen, dass das bloße Zuschauen eine Freude ist.
Die Doppel-DVD besteht aus dem Konzert und einer Extra-DVD, die beide mit viel Bonusmaterial gefüllt sind. Man sieht beim Making Of, dass eine ganze Maschinerie im Hintergrund werkeln muss, um diese vier genialen Stimmen ins rechte Licht zu rücken. Jedes noch so vermeintlich kleine Rädchen im Getriebe wird filmisch vorgestellt. Man sollte sich auch nicht den Regiekommentar entgehen lassen, wo die Sänger auch mal selbstkritisch ihr Programm beäugen, aber ebenso unterhaltsam das Konzert kommentierend begleiten. Nach all diesen reichlichen Extras darf der Fan sich dann auch an Karaoke-Versionen versuchen und spätestens da merkt man, dass die Arrangements saugut und die Lieder keinesfalls leicht zu singen sind.
Diese Konzert-DVD ist also randvoll mit guter Unterhaltung und weist keinerlei Schwächen auf. Man fühlt sich bestens unterhalten und informiert und merkt, dass ein bundesweiter Ruf vielleicht auch gar nicht so vonnöten ist, denn so bleibt die Qualität und die familiäre Nähe zur Band gewahrt. Auf jeden Fall ist Maybebop ein A cappella-Quartett der Spitzenklasse, die eine DVD der gleichen Kategorie hingelegt hat. Wer sich hier nicht unterhalten fühlt, stantepede mitsingt und nach dem Genuss der DVD vielleicht zum Fan geworden ist, mag dann eigentlich auch keine gute Musik. Also, unbedingt anschauen, live oder vor'm Fernseher.


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