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Rezensionen verfasst von
S. May
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A Matter of Trust (Ltd.Digipak)
A Matter of Trust (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 16,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gereiftes und überzeugendes Werk zur Volljährigkeit der Band, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: A Matter of Trust (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Mit „A Matter Of Trust“ präsentieren die Hamburger Jungs von Dark Age nun das achte Album in ihrer 18-jährigen Bandgeschichte. Ihren Stil hat die Band in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickelt: während man auf den ersten beiden Alben noch düsteren Dark Metal spielte, ging es schnell über astreinen Melodic Death Metal (ab „Insurrections“) bis zu einem Modern Metal mit einem immer höher werdenden Anteil Cleangesang.

Ich war einigermaßen schockiert, als die ersten Songauszüge des neuen Albums und das Musikvideo zur ersten Single „Afterlife“ veröffentlicht wurden. Kurzgeschorene Mittdreißiger in Lederoutfits spielen da eine Art Pop-Metal ohne Growls. Waren das noch Dark Age? Wo ist dieses rebellische, verzweifelte Atmosphäre aus früheren Tagen? Die Hassgesänge auf die Perversitäten unserer Gesellschaft und der Aufruf zur Revolution wie auf „Insurrections“?
Einige Jahre später setzen sie sich hochprofessionell vor die Kameras und zeigen auf Youtube jede Woche Ausschnitte aus der Produktion des Albums und wollen mich in bester Versicherungsvertreter-Manier überzeugen, warum ihr neuestes Werk das Ultimative ist. Die Jungs wissen, dass „A Matter Of Trust“ bei entsprechender Vermarktung das Potenzial hat, kommerziell erfolgreich zu werden. Mit ihren zahlreichen Ankündigungen und Appetizern schon Monate vorher auf Facebook haben sie auch ihr Möglichstes getan, die Münder der Fans zu wässern.

Doch nun, am 06.09.2013 ist es endlich so weit: Die Scheibe ist raus. Als Fan musste ich mich für das auf 400 Stück limitierte Box Set entscheiden, dessen Preis von 31,99€ gerade so vertretbar ist. Ein schickes Papp-Hochhaus, gefüllt mit einem einzigen Plektrum, einem einzigen Button, einem einzigen Sticker, einem Schlüsselanhänger, einer signierten Karte, Booklet, einer Bonus CD mit Covern und Remixes und zu guter Letzt der Scheibe selbst. Und nur auf diese Scheibe mit ihren elf Tracks kommt es schließlich an:

Die ersten beiden Songs „Nero“, die vorab publizierte Single „Afterlife“ sowie der fünfte Track „Don't Let The Devil Get Me“ zeigen ganz gut, wohin die Richtung geht. Eingängig, melodisch und verdammt groovig.
Weiter geht's mit „Out Of Time“ und „Fight!“: Yeah! Das ist Dark Age wie ich es liebe. Aggressive Strophen, hymnenhafte Hooklines und fetzende Gitarrensoli. Genau solche Songs sind ihre Stärke.
Ein besonderes Highlight ist für mich der Song „My Saviour“. Textlich ein sehr emotionales Bekenntnis zur Musik, mit dem sich jeder Musik(liebhab)er identifizieren kann. Den Refrain kann man schon beim ersten Hören mitgrölen. Trotzdem, die schönste Ode an die Musik bleibt für mich „Darkness Within“ von Machine Head.
„Glory“ und „The Great Escape“ fallen etwas ab. Ersteres ist eine leicht schleimige und langweilige Ballade. Beide sind einfach zu soft.
„Dark Sign“ ist ein starker, thematisch düsterer Song wiedermal mit passendem Sprachsample.
„The Locked In Syndrome“ ist durchzogen von Geigenklängen, die den Song noch dramatischer und spannender machen und einen besonderen Touch verleihen.
Das langsame und getragene „Onwards!“ lässt das Album ausklingen. Angenehm unaufgeregt, aber nichts Herausragendes.
Anspieltipps: „Fight!“, „My Saviour“, „Dark Sign“

Wenn etwas diese Band auszeichnet sind es für mich folgende Dinge: technische Perfektion von höchst versierten Musikern, recht tiefe und emotionale Texte sowie eingängige, große Melodien. An diesen Prinzipien hat sich kaum etwas verändert - all das bieten Dark Age auch noch mit „A Matter Of Trust“, obwohl der Fokus nun auf dem klaren Gesang liegt; Growls werden nur noch punktuell eingesetzt und rücken ebenso in den Hintergrund wie die geniale Gitarrenarbeit vom Leadgitarristen Jörn Schubert. Passende und wunderbar gefühlvolle Soli gibt es zwar immer noch genug, allerdings sind diese lange nicht so ausschweifend wie auf früheren Alben. Zugenommen haben dagegen die Synthie-Elemente, die sehr variantenreich genutzt werden und mit denen auch endlich mal der Keyboarder der Band sein Dasein rechtfertigt. Das Album wirkt sofort zugänglich und trotzdem kann man bei jedem Hören noch so viele musikalische Details und Feinheiten entdecken. Großartig!
Produziert wurde das Album wie schon die Vorgänger von Sänger und Gitarristen Eike Freese im Hamburger Hammer Studio. Der Sound klingt sehr modern und fett, aber nicht glattgebügelt. Gefällt mir und passt gut zum Gesamtbild.
Einzige Schwachstelle sind in meinen Ohren die immer sehr ähnlichen Songstrukturen. In Kombination mit den Melodiebögen wirken die Lieder so eingängig, wie das im Metalbereich vielleicht nur noch die „Farmer Boys“ geschafft haben. Abwechslung wird dadurch aber verhindert. Ich würde mir für das nächste Album einen ab und an progressiveren Aufbau wünschen.

Ich kann ich nur jedem, der etwas mit Metal oder härterem Rock anfangen kann, und nicht zuletzt den Fans der alten Alben empfehlen, „A Matter Of Trust“ eine Chance zu geben, sich auf die Musik einzulassen und dabei sämtliche Vorverurteilungen und Genre-Scheuklappen auszublenden. Auch wenn's pathetisch klingt: Ob Death Metal oder Rock; Musik hat seine Aufgabe erfüllt, wenn sie mich berührt. Und Dark Age schaffen das auch mit diesem Album.
Eine Sache des Vertrauens ist es, dass ich es den Jungs abnehme, dass dieses Album genau das ist, was sie als Musiker machen wollen. Und so klingt es auch – ein großartiges Werk und das Ergebnis einer jahrelangen, natürlich verlaufenen, menschlichen wie musikalischen Weiterentwicklung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 6, 2013 2:40 PM MEST


TIME I
TIME I
Preis: EUR 21,40

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kurzes Meisterwerk. Aber ein Meisterwerk., 21. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Eines vorneweg: ich weiß, wie lange Fans des ersten Albums auf ''Time I'' gewartet haben. 8 lange Jahre sind seit dem ersten Album vergangen und seit 6 Jahren arbeitet man an dem Nachfolger. Aus dieser Erwartungslage kann ich aber nicht berichten, da ich das Erstwerk zwar sehr gut fand, mir diese Art des schnellen Melodic Death Metal mit überwiegenden Growls aber nicht ganz zusagt. Und so kommt mir ''Time I'' mit seinem hohen Orchester-Anteil und dem teils hymnenhaften Clean-Gesang sehr entgegen. Ich habe mich also sehr auf den Release gefreut, aber eben nicht Jahre lang auf nur auf dieses Album gewartet.
Dass sich orchestrale Arrangements und Metal-Sound zu einer so perfekten Symbiose verbinden, habe ich selten erlebt. Weder bei Nightwish, noch bei Dimmu Borgir oder anderen Bands, die mit Orchestern arbeiten, hatte ich je den Eindruck, dass sich die verschiedenen Elementen zu einem so stimmigen, nahezu perfekten klanglichen Gesamtbild ergänzen. Schon beim ersten Durchlaufen der Scheibe fühlt man sich in ewige skandinavische Winter transportiert. Die Stimmung pendelt irgendwo zwischen Melancholie, Einsamkeit, Resignation und trotzdem einem gewissen Wohlbefinden innerhalb dieser eher negativ konnotierten Motive.

Auf diesem Album erlebt man drei ''echte'' Songs voller bombastischer Arrangements und technisch ausgefeiltem melodischem Metal, je ein gelungenes Vor- und Zwischenspiel und den eher unnötigen letzten Track. Natürlich kann man die Verkaufspolitik kritisch sehen, gerade weil das ergänzende Album ''Time II'' bereits in den Startlöchern steht und sich zusammen eine zwar lange, aber für Metal-Verhältnisse nicht unübliche Gesamtspielzeit von 80 Minuten ergibt. Andererseits kann man sich nur so voll und ganz auf die kurze Spielzeit einlassen und ihre Qualität angemessen würdigen.

Da eine Grundaussage des Albums unsere knapp bemessene Zeit ist, muss man sich natürlich die Frage stellen: hat sich die lange Zeit des Wartens gelohnt? Wer acht Jahre auf etwas wartet kann nur enttäuscht werden. Aber ''Time I'' ist meiner Meinung nach einfach ein großartiges Album geworden, das einiges anders und, ganz subjektiv gesagt, alles besser macht, als sein Vorgänger.


Samsung GX20 SLR-Digitalkamera (14,6 Megapixel, Live-View) KIT inkl. 18-55mm Objektiv
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Samsung GX20 - Hervorragende DSLR zum günstigen Preis, 29. Dezember 2008
Ich habe mir die Samsung GX20 kurz vor Weihnachten für um die 600€ + Standardobjektiv gekauft, und vor allem wegen des mittlerweile günstigeren Preises dem nahezu baugleichen Modell Pentax K20D vorgezogen.

Kurz etwas zu den Unterschieden Samsung GX20/Pentax K20D (Das Plus kennzeichnet ein Vorteil für die Samsung, das Minus ein Vorteil für die Pentax):
- Die Pentax bietet den Dynamic-Range-Modus
- Die Pentax kann schon vor der Aufnahme auf s/w stellen, die Samsung erst danach
+ Das Rauschverhalten der Samsung ist leicht besser
+ Die Samsung ist ergonomischer, wirkt runder
+ Die Tasten und Tastenbeschriftungen Unterscheiden sich (meiner Meinung nach zugunsten der Samsung)
+ Die Menüführung der Samsung ist moderner und übersichtlicher
- Die Pentax bietet den sogenannten Burst-Mode, der er ermöglicht bis zu 15 Bilder pro Sekunde bei allerdings sehr stark reduzierter Bildqualität aufzunehmen (meiner Meinung nach unwichtig)
+ Der Bildsensor beider Kameras ist von Samsung, daher möglicherweise bessere Verarbeitungssoftware
- Service von Samsung angeblich schlechter (ich hab damit noch keine Erfahrung)
- Die Pentax bietet mehr Support für ihre Kamera (z.B. neue Firmware...)

Das waren so ziemlich die wichtigsten Unterschiede. Qualitativ unterscheiden sich die beiden Kameras also wiklich kaum. So sollte man im zweifelsfall einfach zum günstigeren Angebot greifen.

Nun aber zur GX20:

Handling:
Die Kamera liegt auch ohne Batteriegriff ausgesprochen gut in der Hand. Das Polycarbonat-Kunstoff-Gehäuse mit Metall-Chassis wirkt äußerst wertig und ist zudem an 72 Stellen Silikon-verdichtet und ist somit Spritzwasser- und Staubgeschützt: Ein klarer Vorteil gegenüber Konkurrenz-Kameras der gleichen Klasse. Die GX20 wiegt mit Kit-Objektiv etwas mehr als 1 Kilo, ist aber keinesfalls zu schwer und gar globig. Ein gewisses Gewicht muss eine Kamera ja schließlich haben um mit ihr präzise zielen zu können.

Bildqualität:
Die Samsung GX20 bietet (zusammen mit der Pentax) mit 14,6 effektiven Megapixel die höchste Auflösung ihrer Klasse. Auch das Bildrauschen stört eigentlich erst bei ISO3200 und ist gegenüber vergleichbaren DSLRs gering. Allerdings scheint die Farbabweichung höher zu sein. Die Serienbilfunktion erreicht an die 3 Bilder pro Sekunde und ist für meinen Geschmack absolut ausreichend, auch wenn's auf jeden Fall schenller geht. Die Auslöseverzögerung ist angenehm gering. Da man auf dem Display ein Foto sowieso nicht ernsthaft bewerten kann, sind 2,7'' mehr als ausreichend. 3'' oder ein schwenbares Display braucht niemand (naja... zumindest nicht ich).

Ausstattung:
- Live-View: meiner Meinung nach wie bei jeder DSLR absolut unbrauchbar und unnötig
- Bild-Stabilisator: Ist sicher nützlich, einen großen Unterschied konnte ich aber ehrlich gesagt noch nicht feststellen
- Spiegelvorauslösung: Ziemlich wichtig bei Makro-Aufnahmen
- Zweites Display: Angebracht an der Kameraoberseite, zeigt die wichtigsten Bildeinstellung, ist sehr nützlich und für mich unverzichtbar geworden; gibt's auch nicht bei vielen DSLRs dieser Klasse

Allgemeines:
Die Samsung GX20 ist keine Profi-Kamera. Sondern eine semiprofessionelle.
Sie soll mich als Einsteiger in die digitale Spiegelreflex-Fotographie bis in eine höhere Stufe, eben den halb-professionellen, oder den des ambitionierten Hobbyfotographs begleiten, ohne dass die GX20 dabei an ihre Grenzen stößt.
Wenn man sich mit DSLRs ernsthaft beschäftigen will, braucht man keine Motivprogramme. Wem dieser Punkt ein Kauf- bzw. Nich-Kaufgrund ist, der sollte zu einer Kompaktkamera greifen. Wer sich mit der Materie wirklich beschäftigt, wählt selbt seine an die jeweilige Situation angepasste Blende, Belichtungszeit und sonstige Einstellungen.
Die Samsung GX20 ist also für den Einsteiger gedacht, der sich länger mit der Fotographie beschäftigen, sich hocharbeiten und 'weiterbilden' will.

Schnellübersicht:

Positiv:
+ Sehr hohe Auflösung
+ gutes Rauschverhalten
+ sehr gute Verarbeitung und Ausstattung
+ viele Eistellmöglichkeiten
+ perfektes Handling

Negativ:
- Comapact Flash-Speicherkarten wären vielleicht besser; SD ist langsamer
- Die 'out of the cam' Bildqualität ist bei vergleichbaren Modellen besser
- Der AutoFokus ist wie bei allen Pentax/Samsun DSLR relativ langsam

Fazit:
Die Samsung GX20 ist für alle Fortgeschrittene, Halb-Profis und Einsteiger, die es mit der Fotographie ernst meinen, bestens geeignet und bietet bei ihrem Marktpreis das mit Abstand beste Preis-/Leistungsverhältnis.
Negativ-Punkte gibt es so gut wie keine (die oben erwähnten musste ich mit Müh und Not aus dem Netz raussuchen ;-).

Anmerkung: Es lassen sich natürlich alle Samsung Objektive (von Schneider-Kreuznach), alle Pentax-Objektive und alle Objektive anderer Hersteller mit K-Bajonett-Anschluss verwenden.


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