Profil für E. B. > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von E. B.
Top-Rezensenten Rang: 317.556
Hilfreiche Bewertungen: 92

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
E. B. "E.B."

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Bevor Hitler kam
Bevor Hitler kam
von Dietrich Bronder
  Gebundene Ausgabe

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ermöglichte mir eine überraschend breitere Perspektive über den Nationalsozialismus zu gewinnen, 16. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Bevor Hitler kam (Gebundene Ausgabe)
Hinweis: Nur 4 von 5 Sternen, weil ich nicht im Stande bin den Inhalt, wegen dem riesigen Infomaterial, auf Richtigkeit zu verifizieren. Angenommen der Inhalt entspricht realer Tatsachen (was wegen der enormen Quellenanzahl sehr wahrscheinlich ist!), dann verdient dieses Buch - von meiner Seite aus - wirklich 5 Sterne.

Das Buch "Bevor Hitler kam" untergliedert sich in 24 Kapitel:
1) Politisches Philosophieren
2) Theorie des Staates
3) Staats- und Wirtschaftsreform
4) Der Traum vom Dritten Reich
5) Großdeutsches Bemühen
6) Der Beitrag der Künstler
7) Deutscher Nationalismus
8) Der Alldeutsche Verband
9) Deutschtums-Arbeit
10) Quellen der Gewalt
11) Militärische Elemente
12) Die Heimat-Bewegung
13) Völkisches Denken
14) Okkulte Wurzeln
15) Katholisches Christentum
16) Die Evangelischen
17) Rassetheorien
18) Rassenhygiene
19) Die jüdischen Probleme
20) Christlich-europäischer Antisemitismus
21) Deutscher Antisemitismus bis 1900
22) Deutscher Antisemitismus ab 1900
23) Der Faschismus
24) Soziologische Bedingungen

Schon auf den ersten Seiten (S. 14ff) wird dem Leser klar wie viele intelligente Menschen tatsächlich am Nationalsozialismus mitgewirkt haben. Etliche Doktoren, Diplom-Inhaber, Professoren, sogar Nobelpreisträger wurden zu den führenden 4000 Männern des Dritten Reichs gezählt. Diese Auswertung erschreckt einen zuerst, da ich - sowie auch die meisten unserer heutigen Zeit - angenommen habe, dass nur primitive Menschen zu solchen schrecklichen Gräueltaten wie die Judenvernichtung hätten beitragen können.

Im Laufe des Lesefortschritts wird die Bedeutung der Aufspaltung des Werks in seine Unterkapitel (s.o.) erst richtig deutlich, weil nun stufenweise der Autor die Gesamtlage des Landes in all seinen Facetten zu beleuchten versucht. Es überrascht wie viel nationalistisches Gedankengut, (teils unbegründeter) Hass, Hetze, Wut etc. in so vielen unterschiedlichen ausgebildeten (!) Bevölkerungsschichten manifestiert war. Der Autor versucht die Zusammenhänge bis zur Eskalation deutlich zu machen und ist bemüht die deutschen Handlungen nicht zu entschuldigen, aber auch nicht völlig zu verurteilen. Mir persönlich gefällt sehr sein durchaus objektiver Schreibstil. Zu keiner Zeit fühlte ich mich ohne handfeste Beweise (z.B. O-Ton Zitate) zu einer einseitigen Betrachtung genötigt.

Überragend finde ich ebenso das Namensregister. Es umfasst 14 Seiten an Namen die nicht nur als solche im Buch ihren Platz finden. Zu jeder Person wird mindestens seine historische Bedeutung, Anstellung, Einstellung und Haltung präsentiert. Grundsätzlich ist das Buch sehr informationslastig und vermeidet trotzdem relativ gut eine Übertreibung von Details. Denn es ist schier unmöglich von all den auf vierzehn Seiten genannten Personen eine komplette Biographie widerzugeben und ihre Auswirkungen gegeneinander in einem Buch zu vergleichen.

Um ein paar wenige bedeutende Punkte hervorzuheben, die meiner Meinung besonders hervorstehen und in dem Werk sowohl erwähnt als auch näher erläutert werden:

S. 47 Adolf Hitler war nicht der erste Autobahnbauer Deutschlands
S. 55 Ernst Krieck prägt den Begriff des Dritten Reichs
S. 70 Das Dritte Reich und sein Eingang in die Theologie
S. 76 Woher stammt die heutige Schwarz-Rot-Gold Flagge und in welchem Zusammenhang stand hierzu Paul Löbe?
S. 94 Krieg als Befreiung
S. 155 Schrecklichere Taten Englands. Die Einführung des englischen Begriffs: to copenhagen.
S. 159 Die Idee der Konzentrationslager entstammt in der Form eigentlich aus England
S. 202 Disput: völkisch vs. national
S. 211 Bekannte Forscher und ihre Einstellungen zum Antisemitismus, u.A. Werner Heisenberg, Benjamin Franklin, etc.
S. 221/222 Hakenkreuz Ursprung und Bedeutung
S. 288 Ursprünge der Rassentheorie
S. 310-313 Weltweite Ehegesetze zur sog. Rassenhygiene
S. 418 Ursprung der Judenfeindlichkeit
S. 420-431 QUELLENANGABEN
S. 432-446 NAMENSREGISTER

Meiner Meinung nach ist das Buch für interessierte Leser geeignet, die in der Lage sind durchaus einige Themen rasch durchzulesen ohne dabei die Kernessenz zu verlieren. Es sind wie bereits gesagt, so viele Informationen darin enthalten, dass es niemanden zuzumuten ist jeder Information nachzugehen. An sich sehe ich das Werk als durchaus politisch neutral gehalten, das heißt dem Nationalsozialismus weder extrem befürwortend noch extrem ablehnend gegenüberstehend. Das erleichtert die Meinungsfindung und fördert geistige Mitarbeit.

In vielen Dingen bin ich sehr positiv überrascht worden, weil die Wirrungen und viele (unbewiesene) Thesen von denen heutzutage jeder in der Allgemeinheit spricht, aber keiner wirklich beweisbar vorlegen kann zum Teil völlig widerlegt oder andererseits bestätigt worden sind. Heute sehe ich den Nationalsozialismus - seine Entstehung, Taten und Zeugnisse - aus einer kritischeren und wissenschaftlich faireren Perspektive als zuvor, gerne würde ich dies anderen Menschen weitergeben können und empfehle aus diesen Gründen dieses Buch allen Interessierten weiter!


Das Universum in der Nussschale
Das Universum in der Nussschale
von Stephen Hawking
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

21 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hochviskoser Inhalt - Wegen mehrerer Unstimmigkeiten und sachlichen Fehlern ein gefährliches Buch, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Universum in der Nussschale (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch zweimal gelesen und sehe mich heute nach dem Studium (!) als durchaus komplexions- und abstraktionsfähigen Menschen. Einmal las ich das Buch während meiner Schulzeit und das zweite Mal am Ende meines Studiums und ich habe einige überraschende Dinge entdeckt. Das Buch, das eigentlich eine Ikone der theoretischen Physik veröffentlicht hat, hatte unter der großen Bevölkerungsschicht (die von diesem Buch Bescheid wussten) schon immer etwas Mystisches und überragend Mächtiges dargestellt. Auch ich lies mich damals zur Schulzeit davon mitreißen und ohne es bewusst zu erkennen wies ich dem Autor, dank seiner Autorität, automatisch ein unausgesprochenes Dogma der Unfehlbarkeit zu. Jedes Wort, jeder Gedanke, jede noch so kleinste Kleinigkeit in diesem Buch war wahr. Das Buch war die Erklärung der Welt und stellt - für den der es versteht - automatisch eine Art pseudo-Machtmittel dar. Um auf den Punkt zu kommen: Ich habe das Buch zur damaligen Zeit nur im ersten Kapitel verstanden; vom Rest glaubte ich immer die Kernessenz verstanden zu haben.

Heute (nach dem zweitmaligen Lesen) sage ich: ich habe mich geirrt. Das Buch ist prädestiniert dazu nicht verstanden zu werden. Der tiefere Zweck ist mir bis jetzt jedoch schleierhaft. Witziger Weise hatte ich beim zweiten Lesedurchgang mich analytischer auf die Details gestürzt um noch Unbekanntes nach dem Studium zu erlernen und habe entdeckt, dass hinter dem Lesefluss nichts Analytisches verborgen steckt. Zwischen den Zeilen wird nur klar: Hawkings Ruhm inspiriert und fasziniert; aber die erdrückende Fachwortwahl und schnelle Stapelung derer macht hörig, als auch lethargisch und lähmt deshalb den Leser selber nachzuforschen!

Ich bin entsetzt, enttäuscht und kurz vor einem durch die Trauer bedingten Zusammenbruch. Denn das Werk ist nicht korrekt, unschön geschrieben, endskompliziert konstruiert, oft IM EIGENEN KONTEXT (!) widersprüchlich, nicht präzise, nicht wissenschaftlich, nicht chronologisch, von den Zusammenhängen oft unlogisch und erklärt Neologismen überhaupt GAR NICHT bzw. setzt absolut nicht triviale Begriffe als bekannt voraus.

Als Freund von Beispielen bin ich bemüht der Welt der Rezensionsleser möglichst akribisch genau zu belegen warum ich meine Vorwürfe als gerechtfertig ansehe und möchte sie deshalb hier ' soweit es geht ' sinnvoll systematisch notieren, damit sich jeder unabhängig davon sein Bild machen kann:

S. 30 Zitat: "(...) dass die Dichte einmal mehr als 100 Milliarden Billion Billion Billion Billion Billion (eine Eins mit einundsiebzig Nullen) (...)". Gedanken: Hawking neigt in diesem Stil oft zur Übertreibung. Er will Größen und Winzigkeiten immer so überwältigend darstellen, obwohl sich niemand unter dieser Darstellung je etwas vorstellen könnte. Der Ausdruck 10^71 wäre hier wesentlich passender.

S. 49 Zitat: "Unsere Vergangenheit ist birnenförmig."
Gedanken: Wie um alles in der Welt kommt er zu diesem Schluss? Der Text gibt keine klare Beweisstruktur wieder, insbesondere den im Falle einer Birnenform notwendigen Wendepunkt unterschlägt er vollständig und überlässt den Leser seinem Schicksal.

S.49 "Mit ähnlichen Argumenten ließ sich zeigen, DASS DIE ZEIT EIN ENDE FINDET findet, wenn Sterne oder Galaxien unter dem Einfluss ihrer eigenen Schwerkraft zu Schwarzen Löschern zusammenstürzen."
Gedanken: Der erste klare Widerspruch im Buch. Wichtig ist die großgeschriebene Bemerkung, dass im Schwarzen Loch die Zeit stillsteht bzw. ihr Ende hat. Auf Seite 135/137 mutet der Autor ohne nähere Begründung dem Ort im Schwarzen Loch bzw. dem Schwarzen Loch selber einen klaren Zeitverlauf zu, der wiederum eine Entwicklung und Berechenbarkeit verspricht, weil auf einmal die Schrödinger Gleichung wieder ihre Gültigkeit erhält. Dass die noch ominöse Schrödinger Gleichung im Schwarzen Loch dennoch versagt, wird der Autor an einer anderen Stelle wieder ohne Skrupel niederschreiben.

S.50/51 Es mag nun kleinlich erscheinen, aber meiner Meinung nach ist es immens wichtig grundlegende Gleichungen oder Ungleichungen richtig zu halten. In Worten schreibt der Autor:
"Unbestimmtheit der Position des Teilchens MAL Unbestimmtheit der Geschwindigkeit des Teilchens MAL der Masse des Teilchens IST GRÖSSER ODER GLEICH dem Planckschen Wirkungsquantum"
Meine Gedanken: Das ist falsch. Für den Fachmann nochmal in Formelschreibweise was der Autor mitteilen wollte: Delta x *(Delta v * m) = Delta x * Delta p IST GRÖSSER ODER GLEICH h. Richtig wäre die Gleichung mit dem Ergebnis: GRÖSSER ODER GLEICH (h_quer/2) = (h/4*pi)
Zwischen h und h/4*pi ist ein gravierender Unterschied!
Ich entschuldige mich dafür, dass ich die Ungleichung in Worte niedergeschrieben habe, aber ich bin nicht vertraut mit den mathematischen Darstellungen bei Amazon.

S. 52 Der Autor bezeichnet "h_quer" als Plancksches Wirkungsquantum. Das ist falsch! H_quer ist das Planksche Wirkungsquantum geteilt durch 4*pi!

S. 61 Die Einführung von "p-Branen" als Oberklasse von Strings ist sehr holprig beschrieben bzw. fällt als eine Art Nebensächlichkeit einfach in den Lesefluss mit rein.

S. 66 Die Imaginäre Zeit wird eingeführt. Mathematisch sei das vorerst nicht zu bestreiten, aber später (darauf werde ich noch eingehen) wird die Ausartung dieses Begriffs äußerst dubios.

S. 69 "Daraus ergibt sich, dass der Ursprung des Universums in imaginärer Zeit ein regelmäßiger Punkt in der Raumzeit sein könnte." Meine Gedanken: Das wiederum ist doch sowieso vorweg in der Birnenform des Vergangenheitslichtkegels als Ergebnis herausgekommen (S.49)! Damit hat der Autor sich doppelt bewiesen?!

S. 69 Zwei Abbildungen die eine Auftragung von imaginärer Zeit auf einer Kugel darstellen und sich hinreichend ähneln sollen. Aber derweile die eine Darstellung die Kugel in parallele Kreise von Nord nach Süd unterteilt, tut die andere die Kugel mandarinenartig unterteilen von West nach Ost. Ein Vergleich ist nach etlichen Minuten intensiven Überlegens wirklich nicht zu treffen, weil nicht einmal eine klare Achsenbeschriftung vorliegt! Diese Abbildungen sehen zwar unglaublich toll aus, haben aber an sich de facto keine Aussagekraft.

S. 71 "Die Entropie ist proportional zur Horizontfläche des Schwarzen Lochs: In angemessen Einheiten entspricht jedem Bit Information über den inneren Zustand des Schwarzen Lochs eine Flächeneinheit des Horizonts." Der Kontext ist etwas voluminöser und lohnt sich nicht zu rezitieren, aber diese Schlussfolgerung ist wegen Implikationsgründen SICHER FALSCH! Die Entropie gibt die Möglichkeit alle Ordnungen von Mikrozuständen als Summe dar. Sie hat KEINE AUSSAGE wie ein Mikrozustand tatsächlich aussieht. Erst aus dem Mikrozustand lässt sich auf das Maß der Unordnung (Entropie) schließen, andersrum funktioniert das NICHT, weil die Information dazwischen verloren geht. Hier schildert der Autor aus berechneter Entropie Aussagen über den genaueren inneren Zustand des Schwarzen Lochs treffen zu können und das geht definitiv nicht. Eigentlich müsste der Autor das bombensicher wissen.

S. 71 Das Plancksche Wirkungsquantum wird hier immernoch falsch als h_quer bezeichnet.

S. 72 "Es könnte sein, dass wir auf einer 3-Bran leben, einer vierdimensionalen Fläche (drei Raumdimensionen plus eine Zeitdimension), die der Rand einer fünfdimensionalen Raumzeitregion ist. Der Zustand der Branwelt kodiert, was in der fünfdimensionalen Region vor sich geht."
Meine Gedanken: Wie bitte? Wie kam der Autor so PLÖTZLICH auf dieses Schlussresultat und beendet das gesamte Kapitel?

S. 73 (Kapitelende) Um Kapitel Zwei in Stichworte zu fassen: Reele/Imaginäre Zeit FÜHRT ZU Raumzeit besitzt eine Temperatur FÜHRT ZU analog die Schwarzen Löcher FÜHRT ZU Entropie von Schwarzen Löchern die gespeicherte Informationen (?) enthalten FÜHRT ZU analog der Thermodynamik FÜHRT ZU Holographie FÜHRT ZU wir Menschen leben in einer 3-Bran-Welt mit einem 5-dimensionalen-Rand.
Ich bin sprachlos, weil das Kapitel für sich selbst eine dubiose M-Theorie war.

S. 93 Hawking der selbst öfter Thesen anhand des anthropischen Prinzips aufbaut schreibt: "Es besagt, das Universum müsse mehr oder weniger so sein, wie wir es sehen, denn wäre es anders, gäbe es niemanden der es beobachten könnte." Meine Gedanken: Das ist ein unglaublich schwaches Argument für jegliche Art einer These!

S. 96 "Gäbe es andererseits vier oder mehr makroskopische Dimensionen würden die Gravitationskräfte zwischen zwei Körpern, (...) würde der Planet in die Sonne stürzen oder in die Dunkelheit und Kälte des Weltraums entweichen." Diesen Satz widerholt der Autor mehrmals unnötigerweise im ganzen Buch.

S. 96 Etwas dürftige Erläuterung wieso wir Menschen im (mind.) 3-Dim. Raum leben: Weil ein 2-Dim. Kamel einen 3-Dim. Apfel nicht verdauen kann!??? Was ist das bitte für eine Begründung?

S. 96 "(...) doch man nimmt an, dass sechs oder sieben [zusätzliche Raumdimensionen] sehr eng aufgewickelt sind, sodass nur drei große und nahezu flache Dimensionen übrigbleiben. [Sozusagen unsere heutige wahrnehmbare 3-Dim. Welt]." Meine Gedanken: Zum Text gehört eine Abbildung die eine aufgewickelte Dimension darstellen soll. Sie sieht aus wie ein Strohhalm. Dummerweise ist dies keine Vorstellung die der Autor als nichtig erklärt, sondern eine mit der er seine folgenden Konzepte näher erläutert! WARUM IST DAS GROTTENFALSCH? Fragen sich bestimmt die Leser - GANZ EINFACH! So eine Darstellung ist nämlich NICHT LINEAR UNABHÄNGIG!!! Eine Entwicklung in der aufgezwirbelten Dimension ruft eine Verschiebung in mindestens einer der 3-Dim Achsen hervor! Das bedeutet der Hilbertraum wird nicht richtig aufgespannt, das Skalarprodukt hat keine Gültigkeit - ganz zu schweigen vom Kronecker-Delta! EIN DESASTER! Wieso lässt Hawking diese irrsinnige Darstellung zu?

S. 98 Mich trifft fast der Schlag! In einer Abbildung illustriert der Autor imaginäre Zeit, einmal als perfekte Kugel, einmal als vasenförmiges Gebilde. OHNE ACHSENBESCHRIFTUNG!
Wo ist das Problem? Erinnern wir uns an die weiter oben erwähnte Imaginäre Zeit auf S. 66. Die Real/Imaginärzeit spannt eine (EUKLIDISCHE) FLÄCHE auf. Kurz: Zwei Achsen die zueinander senkrecht verlaufen und damit jeden Punkt auf der aufgespannten Fläche eindeutig beschreiben. Die Abbildung aber biegt diese Fläche zu einer Kugel bzw. Vase, verlässt damit den euklidischen Raum und führt zu einem RINGSCHLUSS. Das bedeutet die Zeit (imaginär und real) gehen jeweils in der Kugelform ineinander über ohne das eine nähere Erläuterung erfolgt. Noch schlimmer! In der Vasenform geht nur eine Zeitform (unbekannt!) als Ringschluss in sich selbst über, eine andere entwickelt sich (welche?). Dem geübten Leser fällt sofort auf, dass durch die Nichteuklidische Form noch eine DRITTE DIMENSION (die räumliche) betrachtet werden kann UND MUSS! Was zum Teufel sind nun die 3 Dimensionen bei der Vasenform? Und welche Auswirkung hat der Ringschluss? Warum wird davon nichts erwähnt?

S. 99 "Im Zuge der Expansion des Universums borgt sich das Universum Energie vom Gravitationsfeld aus, um mehr Materie zu erzeugen."
Was ist das bitteschön für ein Schwachsinn? Das Universum BORGT SICH "Energie AUS" von einem FELD DAS ZWISCHEN ZWEI MATERIESTÜCKE ENTSTEHT UND NICHT MAL GENAU ERKLÄRT WERDEN KANN!??!?

S. 99 "Wäre das Bankwesen doch auch so einfach." Soll ich nun lachen oder weinen?

S. 100 Zumindest haben die Grafiken nun eine Achsenbeschriftung, aber die dritte Dimension wird nicht näher beschriftet oder erläutert! Warum?

S. 100 "Daraus folgt, dass der Anfangszustand des Universums überall exakt die gleiche Temperatur gehabt haben muss." Ohne den Kontext ewig zu zitieren,- ich sehe das anders. Die Scheinbegründungen für dieses Ergebnis führen mich eher zum Ergebnis, dass der Ur-Ursprung des Urknalls in der Nähe der Erde war. Wobei ich unter den Begriff "Nähe" nicht Kilometer sondern Lichtjahre meine. Hawkings Argumentation führt jedoch unter seiner Schlussfolgerung zu einem Paradoxon nämlich denn, dass das Universum in einem Schein-Thermodynamischen-Gleichgewicht sitzt was nicht sein kann, weil das ja letztlich das 'Ziel' des expandierenden Universums NOCH SEIN SOLL.

S. 101 "Wäre die Geschichte des Universums in imaginärer Zeit eine vollkommene Kugel, dann wäre die entsprechende Geschichte in der reelen Zeit ein Universum, dass seine inflationäre Expansion ewig fortsetzen würde." Dies führt genau wieder zum Abbildungsproblem auf Seite 98, wo einer Dimension plötzlich drei Dimensionen zugeordnet werden!

S. 102 Abbildungstext 3.17 (ohne Zitat). Woher auch immer das Postulat nach einer höheren Wahrscheinlichkeit für A resultiert, es widerspricht sich direkt (!) inhaltlich mit dem Folgesatz, dass B und C (die letztlich gemeinsam in die nicht-ideal-glatten-Kugeln fallen) häufiger vorkommen als A.

S. 103 Der Abbildungstext ist nicht präzise, dass es sich ihr um einen Faktor 1 zu 10.000.stel Grad Kelvin handelt!

S. 104 "Möglicherweise enthalt das Universum neben Materie auch sogenannte Vakuumenergie, Energie, die auch im scheinbar leeren Raum vorhanden ist. Nach Einsteins berühmter Gleichung E = mc² hat diese Vakuumenergie Masse." - Ähm,... nein?! Solange die Natur dieser Energie nicht schlüssig ist, kann ihr nicht ohne Weiteres wahllos Masse zugeordnet werden! Alles sehr mystisch und ohne Beweis...

S. 105 "In supersymmetrischen Theorien gleichen sich die unendlichen positiven und negativen Energien der Grundzustandsfluktuationen der Partnerteilen mit verschiedenem Spin gegenseitig aus. Allerdings können wir NICHT ERWARTEN, dass sich die positiven und negativen Energien vollständig aufheben." - Ein exzellenter und perfekter glatter Doppelter Widerspruch in sich! Einfach toll! Insbesondere wenn Seite 58 hierzu gegengelesen wird!

S. 106 Eine tollkühne Grafik! Eine ominöse Vakuumenergie (ohne Formel) wird einer seltsam anmutenden Materiedichte einheitenlos (!) gegenübergestellt. Wie wenn Gott nun die Grafik in einem bezaubernden Punkt geküsst hätte, schneiden sich "Materieverteilung, Mikrowellenhintergrund, Supernova" (was auch immer damit gemeint ist!!!) in einem roten Punkt bzw. Fläche. Es ist DER BEWEIS SCHLECHTHIN! ... LEUTE!!! HIER IN DIESER TOLLEN GRAFIK SEHT IHR DEN WELTFRIEDEN KOMMEN! ES VERSTEHT NOCH NIEMAND, ABER ALLE WERDEN GLÜCKLICH. GANZ BESTIMMT! Oh mein Gott...
Hawking zieht daraus den schlichteren Schluss: "(...) so folgt daraus, dass die Expansion des Universums nach einer langen Phase der Verlangsamung wieder bei ist, sich zu beschleunigen."
Einfach UNGLAUBLICH ... warum hat diesen Zusammenhang noch niemand bemerkt? Vielleicht weil keine einzige Achse, Bezeichnung o.Ä. in irgendeinen Zusammenhang mit einer Beschleunigung steht?!

S. 113 "Wenn der Schmetterling das nächste Mal mit seinen Flügeln schlägt, wird sich eine Reihe von Faktoren verändert haben, die das Wetter ebenfalls beeinflussen." Das geht in die Chaostheorie und ist nur eine Symbolik. Hawking jedoch schreibt so, als würde jeder Schmetterling auf der Erde immer einen Sturm auslösen!

S. 114 Jetzt wird es richtig böse, meiner Meinung nach. Hawking geht in seinen Erklärungen in die Quantenmechanik und faselt (besser kann ich es nicht ausdrücken) einfach rum. Dummerweise hat der Allgemeinleser keine Quantenmechanik in der Schule gehabt, doch glücklicherweise durfte ich diese Stunden an der Uni genießen und stelle fest: Man versucht den Leser für dumm zu verkaufen!
Zitat: "Die Änderungsrate der Wellenfunktion von Punkt zu Punkt gibt darüber Auskunft, wie wahrscheinlich verschiedene Teilchengeschwindigkeiten sind."
Meine Gedanken: Erstens: Nein! Zweitens: Eine Wellenfunktion hat KEINE PHYSIKALISCHE BEDEUTUNG. Sie ist NICHT einem Teilchen gleichzusetzen! Hawking schreibt nämlich so wie wenn er die Wellenfunktion einem Teilchen gleichsetzt. Eine Wellenfunktion ist nur eine mathematische Beschreibung von Etwas. Eine Wellenfunktion ist KEIN "DING", es ist eher wie eine Parabel zu vergleichen - denn diese ist auch nur rein mathematisch und KEIN STÜCK. Drittens: Wahrscheinlichkeitsangaben kommen erst durch das klassische Betragsquadrat der Psi-Wellenfunktion heraus und sind so nicht direkt aus dem Funktionszusammenhang ablesbar. HAWKINGS SATZ IST IN MEINEN AUGEN EINE PURE SCHANDE!

S. 115 Ich bin entsetzt. Auf der ganzen Seite ist ein riesiges Foto der Schrödinger Gleichung zu sehen. UND DIE IST FALSCH! Es gehört nämlich ein H_Operator Symbol auf den Hamiltonoperator! Was verändert diese Symbolik? Machen Sie sich hierzu Gedanken zwischen den Unterschied einer (Sitz)BANK und einer (Finanz)BANK! Das identische Wort nur völlig andere Bedeutungen'

S.116 "In diesem Sinne ist in der Quantentheorie die Fähigkeit zur exakten Vorhersagen genau halb so groß wie im klassischen Laplaceschen Weltbild. Doch in diesem eingeschränkten Sinne lässt sich durchaus noch von Determinismus sprechen."
EINSPRUCH! Die Quantenmechanik hat als FUNDAMENT den NICHT-DETERMINISMUS. Es ist schwachsinnig von einer "halben Vorhersagbarkeit" zu sprechen, ebenso von einem Determinismus!

S. 122 Eine Grafik illustriert die Bildung eines Schwarzen Lochs. Das Witzige ist, dass diese Darstellung die Annahme erlaubt, dass das Schwarze Loch gar kein LOCH in dem Sinne ist wie man sich das bei der Öse einer Nadel vorstellt. Vielmehr gibt die Grafik hervor, dass bei der Kontraktion eine Art Schwarzer PLANET entsteht, da dieser eine endlich große positive Ausdehnung besitzt. In gleichen Zug fällt mir auf, dass in der gesamten Werk und der Schwarzes-Loch-Theorie niemals genau erklärt wurde, wieso tatsächlich von einem LOCH die Rede ist und nicht von einem überkritisch massereichen dunklen Stern!?

S. 124 GRAVIERENDER FEHLER. Der Autor spricht (in einem längeren Abschnitt) davon, dass eine Wellenfunktion ins Schwarze Loch fällt. Wie bereits erwähnt ist die Wellenfunktion KEIN DING das in ein Loch stürzen kann (vgl. S.115). Es ist eine mathematische Konstruktion! Bildhaft gesprochen: Eine Parabel als MATHEMATISCHER AUSDRUCK (!) oder etwas Ähnliches täte in das Loch fallen müssen... Einfach nur lächerlich.

S. 126 "Stattdessen müssen alle Felder ein gewisses Maß an Vakuumfluktuationen aufweisen." Gelten nun plötzlich die Maxwell Gleichungen nicht mehr exakt oder weshalb und wieso? Beweise? Wie kommt er darauf?

S. 127 Unpräzise Grafik. Nach der würde ein Teilchen seine Geschwindigkeit abbremsen, damit sein Antiteilchen beschleunigt und die sich dubioser Weise wieder zeitgleich treffen! Sehr sehr kuriose Kopplung.

S. 129 "Was geschieht aber dann mit dem Teil der Wellenfunktion, der sich im Schwarzen Loch befindet, und der in ihr enthalten Information über alle ins Schwarze Loch gestürzten Dinge?"
NOCH EIN LETZTES MAL! EINE WELLENFUNKTION IST K-E-I-N PHYSIKALISCHES DING DAS IRGENDWO IST ODER IRGENDWO HINEINSTÜRZEN KANN ES IST NUR EINE MATHEMATISCHE BESCHREIBUNG!!!

S. 130 "Die Information in dem Teil der Wellenfunktion, der sich im Schwarzen Loch befindet, geht verloren." Hawking meint es ernst. Er glaubt tatsächlich das mathematische Ausdrücke durch den Raum als Dinger flitzen und stürzen können, sowie Gedanken gegen die Wand rennen können' - Oh mein Gott, ich hoffe nur sehr, dass das niemand der das Buch lesen sollte so aufnimmt!

S. 135/137 Wie bereits auf S. 49 beschrieben widerspricht sich Hawking brutal. Erst legt er die Zeitentwicklung im Schwarzen Loch auf Eis und anschließend behauptet er darin eine gleichförmige Zeit vorzufinden die über DIE QUANTENMECHANIK EINEN VOLLSTÄNDIGEN DETERMINISMUS LIEFERT. Entschuldigung, aber da kriege ich die Krise! Es ist von Anfang bis Ende widersprüchlich und mit der Behauptung des Determinismus noch so qualvoll falsch, dass ich einfach nicht mehr weiter weiß!

S. 141 Im Text steht "links", gemeint ist aber definitiv "rechts".

S. 143 "(...) jene hypothetischen, in Kapitel 4 erwähnten Raumzeitröhren (...)". In Kapitel 4 ging es nicht um Wurmlöcher, sondern die Auswirkungen eines Schwarzen Lochs auf die Zeit und die allg. Beschreibungen der Wellenfunktionen. Wurmlöcher wurden während des gesamten Buches nicht erwähnt und werden nun trotzdem als bekannt vorausgesetzt. Schade.

S. 146 "Kosmische Strings sind lange, SCHWERE Objekte mit winzigem Querschnitt, die möglicherweise in den Frühstadien des Universums entstanden sind. Nachdem sie sich gebildet hatten, wurden sie durch die Expansion des Universums noch weiter gedehnt, so dass sich heute EIN EINZIGER kosmischer String über die ganze Länge unseres beobachtbaren Universums erstrecken könnte (...) Insofern war ihre Bildung eine unvermeidliche Konsequenz (...)." Es klingt wie wenn es diesen kosmischen MASSEBEHAFTETEN E-I-N-E-N String tatsächlich gibt. Merken Sie sich die großgeschriebenen Schlagworte, denn es wird gleich sehr haarig.

S. 146 Sinnloser Satzbau: "Schließlich wäre da noch ein Quantentheorie der Gravitation, WIE AUCH IMMER SIE AUSSEHEN MAG! GEMÄß DIESER THEORIE, (...)" Also die Theorie gibt's nicht, aber selbst weil es sie nicht gibt, gibt sie Auskünfte... Lustig.

S. 146 Im Ersten Absatz vermischt Hawking "Zeitreisen" mit "Zeitschleife" bzw. setzt sie sogar gleich.

S. 148 Erster Absatz (jetzt wird es sehr haarig). Totaler Blödsinn! Die Raumzeit außerhalb des Strings ist FLACH vorausgesetzt, aber als Kegel räumlich zusammengerollt beschrieben. An der Spitze des Kegels sitzt ein String !??!

S. 148 "Der Keil, der aus der flachen Raumzeit entfernt wird, verkürzt Kreise um den String, wirkt sich aber nicht auf die Zeit und die Entfernungen entlang des String aus." Also spätestens jetzt wird die Sache absurd. Wenn Raumzeit definitionsgemäß miteinander gekoppelt sind, dann kann ich durch wegschneiden von (Raum)zeit nicht behaupten, dass dies keinen Einfluss auf (Raum)zeit hat!? Vorallem was soll der neu eingeführte kosmologische String in diesen Zusammenhang überhaupt bringen?

S. 148 "Doch wenn ein ZWEITER kosmologischer String (...)" Auf Seite 146 wird behauptet es gibt nur EINEN kosmologischen String.

S. 148 "Doch die Krümmung, die die Zeitschleife erzeugt, erstreckt sich unendlich weit in den RAUM hinein und unendlich weit in die VERGANGENHEIT zurück." Woher?? Welcher Beweis? Und warum ist die Rede vom Gesamtraum, aber unter zeitlicher Betrachtung wird NUR die Vergangenheit unendlich definiert, d.h. die positive voranschreitende Zukunft wird hier ausgeschlossen. WARUM?

S. 149 Mehrere Grafiken. Eine Art dreiviertel Pizza wird zu einem Kegel gerollt, an DESSEN SPITZE sitzt nun der kosmologische String und NICHT MEHR (!) wie auf Seite S. 148 beschrieben dem kleineren Viertel Stück Raumzeit. Wieso auch immer?! Analog zu dieser Pizzascheibe wird ein 3D Kegel illustriert, aber die LOGIK scheitert!! Denn ein dreiviertel Zylinder kann nicht zu einem Kegel gerollt werden!! DER ABSOLUTE HAMMER IST JEDOCH (erinnern Sie sich an die Schlagworte aus S. 146): Der kosmologische String ist MASSEBEHAFTET. In dieser Grafik wird ihm laut Achsenbeschriftung keine MASSE sondern eine ZEITFUNKTION zugeordnet. Alles sehr sehr dubios und in sich nicht sauber schlüssig.

S. 150 Grafik. Was ist das unkompakte blau verschmierte Etwas in dieser Grafik? Was bedeutet F? Welche Fläche stellt sie wirklich dar? Welche Achsen gelten überhaupt? Und was bedeutet das Ei? Warum steht 'Zeithorizont' als einzige Anmerkung im rechten Bildteil? Es gibt keine Erklärungen zu dieser Grafik!

S. 150 vs. S. 152 "Zeitreisen sind möglich in einer Region der Raumzeit, in der es Zeitschleifen gibt, (...)" versus "(...) wie die Raumzeit sich krümmen müsste, damit sie in einer endlichen Region Zeitschleifen enthielte." - Purer Betrug! Auf zwei unterschiedlichen Seiten schreibt der Autor völlig widerstrebende Dinge. Auf der einen Behauptet er Zeitschleifen seien auf bestimmten Regionen des Raumes, auf der anderen PRODUZIERT DER RAUM sie Zeitschleifen. Das sind fundamental unterschiedliche Aussagen!
Ab hier möchte ich nicht mehr auf jedes Detail eingehen, weil ich sonst nicht mehr fertig werden würde. Deshalb erwähne ich nur noch die gravierendsten Probleme.

S. 153 "Ein Partner des virtuellen Teilchenpaars besitzt positive [Masse]Energie und der andere negative [Masse]Energie." Hier würde ich mich streiten. Zwar gibt es Teilchen und Antiteilchen, aber es gibt meines Wissens nach kein UNTEILCHEN. Also Massen mit negativen Vorzeichen. Diese verlangt Hawking nämlich für seine These! Teilchen und Antiteilchen haben beide POSITIVE Energien bezüglich ihrer POSITIVEN Masse.

S. 155 Einführung des Begriffs des "Materiefeldes". Es ist definitiv keine elektrische, magnetische oder gravitations- abhängige Feldeigenschaft! Der Autor geht nicht näher auf diese harte These eines Materiefeldes ein.

S. 155 Der Horizont eines Schwarzen Lochs ist gar nicht genau bestimmbar. Dies ist zur Seite S. 71 stark kontrovers.

S. 156 Endliche Lebenszeit eines angeregten Zustands ist die Begründung für eine Frequenzveränderung!! UND NICHT DIESE PSEUDO ERKLÄRUNG AUF S. 156 !!!

S. 157 Eine ominöse "Hintergrund-Raumzeit" wird eingeführt ohne nähere Erläuterung.

S. 158 Humbugg! Die Darstellung ist NICHT LINEAR UNABHÄNGIG!!! SIE IST FALSCH!

S. 158 "Daher ergibt die Summe über alle Teilchengeschichten bei diesem Hintergrund eine große Amplitude." Aha und der Schäfer aus Moskau kriegt wegen der zerbrochenen Vase in Wien einen Nobelpreis.

S. 159 Letzter Absatz. Er klingt wie eine andauernde Beschleunigung die nicht real existent ist! Die Ultraviolettkatastrophe ist deshalb auch hinfällig!

S. 160 Grafik. Keine Achsenbeschriftung. Diese paar Striche haben so einfach keine Aussagekraft!

S. 160 "Ist die Erhöhung der Geschwindigkeit GERING, so gibt es keine Zeitschleifen."
Entweder gibt es eine ERHÖHUNG (auch minimal) oder es gibt sie eben NICHT. Es gibt kein logisches 'ein wenig'. Übrigens widerspricht sich der Satz mit dem letzen aus S. 159.

S. 186 "Bis in jüngste Zeit dachte man, die sechs oder sieben zusätzlichn Dimensionen seien alle sehr eng zusammengerollt. Das Erscheinungsbild solcher Dimensionen wäre dem eines MENSCHLICHEN HAARES ANALOG."
HUNDERTPROZENTIG IST DAS FALSCH!!! Denken Sie an die Lineare Unabhängigkeit die dadurch verletzt wird.

S.188,189,191 Alle Abbildungen sind sinnfrei. Weil ohne gültige Achsenbeschriftung könnte es sich auch nur um ein Stück Butter handeln!

S. 193 "(...) weil sich die Gravitationskraft in die zusätzlichen Dimensionen ausbreitet." Fataler Widerspruch zu AbbildungsTEXT S. 191, Abb. 7.10 welches eine WW mit anderen Bran nicht zulässt.

S. 194 FEHLER GIGANTICUS. Wegen Schwarzer Materie hält sich das Universum angeblich zusammen, weil sich Planeten in den äußeren Bahnen zu schnell bewegen - so lautet die These. Nun werden in einem Grafen jeweils die beobachteten und berechneten Planetengeschwindigkeiten gegen den Bahnradius aufgetragen.
ENDLICH MAL EIN GRAPH MIT ACHSENBESCHRIFTUNG! Nun lässt sich die Behauptung nachprüfen. Zentrifugalkraft lautet: F=mv*v/r wird dies umgewandelt folgt: v = sqrt (Fr/m), d.h. v(r) verhält sich proportional zur Wurzel des Bahnradiuses mal einer Konstanten k. Das wiederrum heißt, die beobachtbare Verteilung sollte einer Wurzelfunktion gleichen. Der lustige Effekt: Die eingetragenen Punkte für die beobachtbaren Planetengeschwindigkeiten entsprechen GENAU dieser Wurzelfunktion, d.h. es GIBT ÜBERHAUPT GAR KEIN SOLCHES PROBLEM. Die eingezeichnete berechnete Kurve im Buch, die sich irgendwie ganz mysteriös verhält, ist völliger Quatsch! Zumindest was der Kontext + der Graph anbelangt.

S. 196, 197 Graphen ohne Achsenbeschriftung! Sinnlos! Dem Graph auf S. 197 wird ein Eindimensionaler Charakter zugeschrieben, aber er ist OFFENSICHTLICH DREIDIMENSIONAL! Totaler Quatsch!

S. 198 "GravitationsWELLEN" werden eingeführt ohne nähere Erläuterung

S. 199 Abbildungstext gibt NICHT die Graphik wieder (und umgekehrt)

S. 200 "Die einzige denkbare Quelle von größeren Mengen solcher kurzwelliger Gravitationswellen sind Schwarze Löcher." Meines Wissens nach sind Austauschteilen, d.h. das Graviton sowie die Gravitationswellen nicht bewiesen worden. Ich finde es äußerst heftig, das unter diesen Bedingungen ein Schwarzes Loch als KURZWELLEN GRAVITATIONSGENERATOR gesehen wird.

S. 200 Viele Kleinigkeiten...

S. 204 Abbruch. Es geht nicht mehr. Die Fragwürdigkeit des Inhalts ist so enorm, dass es mir zu schade ist mich mehr hineinzusteigern und Gefahr zu laufen etwas völlig Blödsinniges zu lernen.

Grundsätzlich habe ich mir die Mühe gemacht das Buch analytisch zu entwirren und ging optimistisch von der Grundthese aus: "Angenommen diese These X ist richtig, folgt daraus - unter logischen Gesichtspunkten - der Sachverhalt Y?". Auf Biegen und Brechen ist dies in diesem Buch nicht möglich! Es sind soviele Unstimmigkeiten UND offensichtliche FEHLER drin, dass wenn S. Hawking dieses Buch tatsächlich selber angefertigt hat und es keine Übersetzungsfehler zwischen Englisch-Deutsch gibt, würde ich es mir zutrauen Hawkings bisherige Genialität öffentlich stark anzuzweifeln bzw. ihm fairer Weise VIELE (zum Teil bissige) Fragen stellen zu MÜSSEN, bevor ich überhaupt ansatzweise Vertrauen in den Inhalt des Werks legen könnte.
Ab Seite 204 hat mein Interesse und Wohlwollen ihm für seine vorangegangen Thesen Recht geben zu wollen abrupt nachgelassen und ich habe die restlichen Seiten nur noch überflogen. Lustigerweise ging das Werk nur noch bis Seite 208, weshalb ich mir ohne schlechtes Gewissen doch anmaßen kann das Buch vollständig kritisch (nicht skeptisch) durchgelesen zu haben.

Wäre dies eine gewöhnliche Studienarbeit, wäre der betreffende Student ohne Skrupel durchgefallen. Aber aus dem Wissen, dass einige Wissenschaftler nicht der ordentlichen Sprache befähigt sind, wäre eine (intensive) mündliche Nachprüfung zwingend erforderlich.

In dieser Form kann ich nur jedem Menschen davon abraten dieses Buch zu kaufen und damit den Ruhm dieses Buches noch zu bestärken. Abschließend sehe ich das Buch dahingehend als gefährlich an, weil es mitreißend und lösend von jeglicher geistigen Eigenarbeit dem Leser eine nicht verifizierte Welt suggeriert in der Alles und Nichts möglich ist. In dieser Form schlicht und ergreifend eine Traumwelt zu falsifizieren versucht, die nicht stimmt.

Das Buch ist aus diesen Gründen nicht mit guten Gewissen zu empfehlen.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 13, 2014 3:20 PM MEST


Der große Entwurf: Eine neue Erklärung des Universums
Der große Entwurf: Eine neue Erklärung des Universums
von Stephen Hawking
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

38 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ärgert mich ein wenig und bringt mich nicht sonderlich weiter..., 9. Mai 2012
Wie "malaek" schon ausgeführt hat kommt die Arroganz der Autoren deutlich hervor. Der Satz die "Philosophie ist tot", gleich zu Anfang, erschreckte mich zuerst vor dem Gesamtinhalt, aber auch ich habe angenommen, dass die folgenden Thesen und Erläuterungen einer sehr hohen Präzision - frei von irgendwelchen Deutungen und vom Himmel gefallenen Interpretationen - unterliegen würden.

Das Buch liest sich wie eine Gute-Nacht-Lektüre. Recht anspruchslos und doch relativ flüssig, aber ohne wesentlich neueren Inhalt für mich persönlich. Die Bilder in dem Buch (und davon gibt es sie zu Hauf) sind definitiv sehr schön gewählt, äußerst dekorativ und rauben daher leider gleichzeitig dem Buch seinen ernsthaften Charakter. Ich habe nichts gegen gute Bilder in (Lehr)Büchern! Ich bin sogar ein starker Befürworter für farbige Bilder in Büchern die komplexere Inhalte deutlicher illustrieren. Aber die Menge an Illustrationen im Verhältnis zu deren eigentlichen Aussage hat dem Buch einen Comic Charakter verlieren.
Was mir überhaupt gar nicht gefallen hat, ist die vernachlässigte Präzision. Hier zwei Beispiele:

S. 70: "Wenn wir das Wirkungsquantum [...] wiedergeben, hat es einen numerischen Wert von rund 6/10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000."
-> Meine Fragen: Welche Einheit? Was kann sich ein normaler Mensch unter diesen vielen 0-en vorstellen? Muss diese Ausdrucksform wirklich sein?

S.176: "Doch bevor sie größer als die positive Energie der Materie werden kann, stürzt der Stern zu einem Schwarzen Loch zusammen, und Schwarze Löcher haben positive Energie."
-> Meine Gedanken: Wie bitte? Was um alles in der Welt soll diese ominöse Energie sein? Wie wird sie berechnet? Grundlagen? Referenzen?

S. 160 und S. 176: "[...] ein Effekt, der nur möglich ist, wenn irgendeine Abstoßungskraft im gesamten All wirkt. [Einsteins] Kosmologische Konstante war wiederauferstanden."
"Wir müssen Arbeit leisten, um ein gravitativ gebundenes System wie die Erde und den Mond zu trennen."
-> Meine Gedanken: Ich studiere selbst eine Naturwissenschaft, daher weiß ich was der Autor mir eigentlich sagen wollte, aber um meine Gedanken hier für jeden verständlich zu machen: Der Autor hat die Sachverhalte "nicht schön" ausgedrückt und man kann meiner Meinung nach relativ leicht verwirrt werden, weil die Themen ziemlich eng nebeneinander existieren, ohne dass darauf näher eingegangen wird.

Was mir persönlich den Ausschlag gegeben hat auf Amazon eine Rezension zu schreiben war der Schluss des Buchs. ER IST EINFACH NUR S-C-H-R-E-C-K-L-I-C-H! Der Schluss vom "Großen Entwurf" hat überhaupt keine Aussage, kein Elan, keine Take-Home-Message und wirkt wie de facto "hingeklatscht"! Gegen Ende waren einige Formulierungen unsauber, teilweise unnötig SEHR sehr komplex geschrieben und nichtschön. Es hat mich sogar in so weit verwirrt, dass ich diesen mehrfach lesen musste, weil die Seite mit dem letzten Satz: "Dann haben wir den Großen Entwurf gefunden.", einfach zu Ende war. Danach kamen die weißen Seiten...

Insbesondere das Verhältnis: (Prosa-)Text zu Bildern zu Mängeln, macht mir Angst falsche Informationen aufgenommen zu haben. Ich bemühe mich nichts "Neues" längerfristig davon zu merken, solange ich dies nirgends verifiziert bekommen habe. Wenn ich darüber nachdenke wird es mir schwer ums Herz, weil ich nicht einmal genau sagen kann für "wen" dieses Buch eigentlich geschrieben ist... Teilweise sind in Klammern sehr triviale Erläuterungen drinnen, damit Laien damit auch etwas anfangen können, zum anderen ist beispielsweise das Doppelspalt-Experiment so plump mit vielen unnötigen Komplikationen geschrieben, sodass ich mir - ohne meinen vorherigen Kenntnisstand - nur noch ein sehr großes Fragezeichen hätte aufstellen könnten.

Wirklich sehr ungerne würde ich dem Buch eine schlechte Bewertung geben, weil ich mir durchaus vorstellen kann, dass dahinter eine Menge Arbeit steckte; aber ich bin tatsächlich im Gesamtbild nicht zufrieden! Es wird voraussichtlich so sein, dass dieses Buch die nächsten Jahre bei mir höchstens als Bilderbuch im Bücherschrank zur Verfügung stehen wird, aber ich werde mich sicherlich nicht trauen, Auszüge aus dem Buch als Referenzen zu ziehen. Mitunter aus diesen Gründen kann ich das Buch leider niemanden weiterempfehlen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2015 6:34 AM MEST


Das Prinzip Selbstverantwortung: Wege zur Motivation
Das Prinzip Selbstverantwortung: Wege zur Motivation
von Reinhard K. Sprenger
  Gebundene Ausgabe

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Furchtbares Buch :-C, 9. Oktober 2011
Normalerweise schreibe ich keine Rezensionen, aber dieses Buch hat mich schier dazu genötigt.

Als Geheimtipp habe ich dieses Buch empfohlen bekommen und wollte mir natürlich den Lesespaß nicht entgehen lassen. Vom Titel und der Empfehlung her, erhoffte ich mir tiefere Einblicke in Psychodynamik. Eben einen noch undefinierten "Mehrwert" für meinen derzeitigen Wissensstand.

Es hat sich zum schlechtesten Fehlkauf der letzten Jahre entpuppt.

Wo fange ich zuerst an? Vielleicht genau mit dieser rhetorischen Frage! Es scheint als würde das Buch mehr Fragen aufwerfen, als es sie überhaupt lösen wolle. Ständig tauchen neue selbstgestellte Fragen auf, die ohne nähere Lösungsanalyse im Textfluss untergehen. Gerne mache ich ein Beispiel: "<Frage>, <Frage>, , <Frage>, <Kapitelende>".

Diese Methodik dient der Aufmerksamkeitsfokussierung und ist ein nettes Mittel um populistisch, impulsiv und interessebündelnd zu schreiben, doch leider leider befindet sich dahinter nur heiße Luft.

Auf den ersten Seiten erhält der Leser den Eindruck der Autor wolle jemanden zitieren, jedoch fehlen über das gesamte Buch hinweg Zitationsangaben; nur zum Schluss taucht eine alphabetische Literaturquelle auf.

Insgesamt betrachtet schreibt der Autor wie ein Doktorand der gerade an seiner Veröffentlichung schreibt. Nämlich das Wichtigste kommt -wenn überhaupt- zum Schluss.

Etwa in der Mitte des Buches scheint der Autor sich Watzlawicks Hauptwerk der Kommunikationspsychologie ("Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen, Paradoxien") zuzuwenden. Da ich Watzlawicks Werk selbst gelesen habe, entwickelte sich das nun vor mir liegende Werk "Das Prinzip der Selbstverantwortung" zu ..... einem Dorn im Auge.
Denn ab diesem Zeitpunkt beginnt der Autor in jedem Zusammenhang (heimlich!) notorisch Watzlawick (falsch!!) zu zitieren und fast komplette Artikel und Kapitel zu übernehmen. Schlimmer noch, diese umgewandelten Zitate als "Belege" für die "Wahrheit" seiner "Ideeen und Vorschläge" zu postulieren.

Zum Beispiel Watzlawiks-Kapitel der "selbsterzeugten Wahrnehmung bzw. Wirklichkeit" wird mit Sprenger's Worten neu interpretiert und einfach blind herunter geschrieben. Usw.

Einige kleine, kurze und chronologische Einblicke:

S. 99 Zitat aus dem Buch: "einer bekannten Formel Watzlawicks: man kann nicht nicht FÜHREN".

===>FEHLZITATION! SINNENTRISSEN! ZERSTÖRTER KONTEXT!!!
In Wahrheit heißt das 1. Axiom Watzlawicks aus seinem Hauptwerk "Menschliche Kommunikation - Formen, Störungen und Paradoxien": "man kann sich nicht nicht zueinander VERHALTEN".
Daraus folgert Watzlawick ferner in detailierter logischer Schlussfolgerung, dass man "nicht nicht KOMMUNIZIEREN kann".
Den begabteren Leser unter uns fällt die Tag- & Nachtdifferenz sofort auf. Ersetzt man das Wort "Verhalten" bzw. "Kommunikation" durch "FÜHRUNG" entsteht ein komplett ummodifizierter Inhaltskontext. EINFACH *****!!! SO EINE FALSCHE ZITATION (SPRICH: SINN-NEUSCHÖPFUNG) KANN UND DARF MAN WISSENSCHAFTLICH NICHT DULDEN!

S. 106 Persönlich erhalte ich den Eindruck, dass der Autor keine Ahnung hat wovon er eigentlich schreibt

S. 109 Bedeutungsentrissene Zitation erkannt

S. 152 Meine persönliche Ernüchterung: "war das alles?" Nach 152 Seiten gespickt mit schlechten Zitierungen, dann plötzlich eine Aufsummation in vier allgemein gehaltene Stichpunkte - Meine Güte...

S. 161 Die erste verwertbare Neuigkeit des Buches taucht auf

S. 168 "Martin Buber's" Zitierung ist leider überhaupt nicht einmal Anhang erwähnt

S. 169 "Sei spontan"-Paradoxie: (heimliche) Zitierung von Watzlawick

S. 191 "Verantwortung ist ein scheues Reh" - lustige Metaphorik mehr nicht

S. 210 Der Autor widerspricht sich im eigenen Buch selbst: "Das ist eine Information" [S.210] vs. "Es gibt keine Information." [S.128] - keine nähere Erläuterung. Schade, denn das wäre spannend gewesen mit Schulz v. Thunn zu vergleichen :-C

S. 210 Abbuch. Ich habe das Buch aufgegeben. Sowas kann ich nicht mehr weiterlesen.

Zusätzlicher Hinweis: Ich will nicht, dass der Eindruck entsteht ich hätte eine spezielle Aversion gegen den Autor bzw. würde ihn gezielt persönlich erniedrigen wollen. Mir ist nämlich durchaus bewusst, dass ein Buch dieser Länge nicht an einem Sonntagmorgen geschrieben werden kann, doch ist es in dieser Form einfach nichts Wert.

Definitiv nicht empfehlenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 8, 2012 8:35 PM CET


Seite: 1