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Rezensionen verfasst von
Pyrrhon (Wien)

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Die Diktatur der Dummen: Wie unsere Gesellschaft verblödet, weil die Klügeren immer nachgeben
Die Diktatur der Dummen: Wie unsere Gesellschaft verblödet, weil die Klügeren immer nachgeben
von Brigitte Witzer
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein entsetzlich dummes Buch voll linker wirtschaftsfeindlicher Plattitüden, 14. April 2015
Böse sind immer die anderen, v.a. "die Wirtschaft"; wir essen zuviel Fleisch; alle sind (sich) entfremdet; wir müssen "Bewußtsein" schaffen oder dieses ändern. Mein Gott! Ich kann es schon nicht mehr hören!
Nur ein Beispiel: auf der einen Seite beweint die Autorin das "Pauken" an den Unis, in den Schulen, das "Auswendiglernen", das selbstverständlich nur der "Wirtschaft" dient, auf der anderen jammert sie, dass keine Grundlagen gelehrt werden, sondern die Schüler und Studenten bloß noch für die "Wirtschaft" hergerichtet werden, um dort zu funktionieren.

Dazwischen pseudowissenschaftliches Emotionsgequatsche aus der Psychologie-Vorlesung; arrogantes, oberlehrerhaftes Getue;
abstoßend.

So gehts das ganze Buch durch, redundant, ohne roten Faden, in einem wirren Kringel von Anschuldigungen gegen alle und jeden, jammervoll, ohne Richtung, Sinn und Ziel. Keine vernünftige Diagnose, keine Lösungen, irgendwann ist es dann endlich aus.
Es war eine Qual, es bis zum Ende zu lesen. Es ist das erste Buch, das ich nach der Lektüre weggeschmissen habe.
Si tacuisses ...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 28, 2015 4:16 PM MEST


50 Jahre erlebte Geschichte
50 Jahre erlebte Geschichte
von Oskar Helmer
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein strammer SP-Parteisoldat, offener Antisemit und Naziversteher verleumdet politische Gegner und Nazi-Opfer, 25. Februar 2015
Ich gestehe zu: das ist eine Autobiographie, die ist - die muss! - persönlich gefärbt sein.
Wenn Helmer dabei aber nur aus parteipolitischer Sicht zu argumentieren vermag und dabei geschichtliche Tatsachen und Fakten verdreht, ist das auch persönlich und charakterlich schwach.
Oskar Helmer ist ein Kind und ein Mann der sozialistischen Partei. Die Partei ist alles und der Sozialdemokratismus prägt sein Weltbild. Die Sozialdemokratie hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts zweifellos ihre Bedeutung für die Emanzipation des Arbeiters und diese Bedeutung steht auch nicht zur Debatte.
Wenn aber Helmer im Gegenzug allem, was nicht sozialistisch ist, Unmoral und Faschismus unterstellt, dann wirkt sein Bemühen nicht wahrhaftig, sondern einseitig und verlogen.

Er bejubelt einerseits die „herrlichen Kundgebungen“, die wunderbaren Maiaufmärsche, den Parteiaufbau, der immer mit „Begeisterung“, „Idealismus“ und „Selbstaufofperung“ vor sich geht; er begeistert sich aber auch an der Unterwanderung und gewaltsamen (!) Störung der Versammlungen und Kundgebungen politischer Gegner (S. 66). Wo ist hier der Unterschied zu den Methoden der Nazis und der SA??

Die Bundeskanzler Seipel und Dollfuß und erst recht die Heimwehren werden ständig als faschistisch denunziert (S. 118, 130, 150, 154 und passim); politische Mitbewerber sind „politische Gangster“ (175), „Renegaten“ (S. 112) und werden als „Schuft“ und „Lump“ (S 113), „Verleumder“ (114) denunziert, es herrsche „Unternehmerterror“ (sic! S. 45, S. 65). Selbst Bundeskanzler Raab habe ein Demokratiedefizit (329). Die Schriften der politischen Gegner sind „Sudelschriften“ (112), nur die Arbeiter-Zeitung (in Wirklichkeit ein marxistisches Hetzblatt!) sei eine „Stimme des Gewissens“ (334).

Ein kurzer Absatz auf Seite 189 verdeutlicht Helmers Geschichtsverständnis:

„Der Opfergang begann am 12. Februar 1934. Als Dollfuß im März 1933 das Parlament durch einen formal-juristischen Kniff ausgeschaltet und sich dem Faschismus verschrieben hatte, war der Stand der Fronten endgültig fixiert. Drüben Diktatur und Faschismus, hüben Menschlichkeit und Demokratie.“

So einfach, schwarz-weiß, gut und böse ist die sozialistische Welt. In Wirklichkeit sah die Welt nach übereinstimmender Meinung der Historiker so aus:
Der „Opfergang“ begann in Wahrheit am 3. November 1926 mit dem sog. Linzer Programm der Sozialdemokratie, das sich offen zum Marxismus, insbesondere zum Kommunistischen Manifest und dessen materialistischer Geschichtsauffassung bekennt, woraus der Aufruf zu Klassenkampf und Revolution („Revolutionäre Sozialisten“!) mit dem erklärten Ziel der „Diktatur des Proletariats“ und der Abschaffung der bürgerlichen Gesellschaft zwanglos folgt. Dies waren keine Floskeln, das war durchaus wörtlich gemeint.
Eine erste Konsequenz dieser Erklärung folgt drei Monate später, am 30. Jänner 1927 im burgenländischen Schattendorf, wo der Republikanische Schutzbund eine Schießerei provozierte, um eine Heimwehrkundgebung zu stören; in Panik geratene Heimwehr-Angehörige trafen zwei Unbeteiligte tödlich.
Am 14. Juli 1927 erfolgte am Landesgericht Wien der Freispruch dreier Schützen wegen Notwehr, weil Zeugenaussagen sich widersprachen und unklar war, wessen Schüsse die tödlichen waren. Es war kein politischer Prozess, bei den Geschworenen waren Arbeiter überrepräsentiert.

Trotzdem hetzten Sozialisten und Gewerkschafter die Arbeiter wieder einmal mit dem Ziel auf, das Land lahmzulegen: durch Streiks in den Elektrizitätswerken, bei der Bundesbahn und den Straßenbahnen. Diese „Julirevolte“ ist eine direkte Folge des Linzer Programms und erforderte 94 Todesopfer und hunderte Verletzte. Der aufgehetzte Mob stürmte den Justzipalast, der mit dem Prozess überhaupt nichts zu tun hatte, steckte ihn in Brand und behinderte die Löschversucher der Feuerwehr durch Zerschneiden der Wasserschläuche und Blockade der Zufahrt. Hierbei entstand das berühmte Foto des sozialistischen Bürgermeisters Seitz, der – auf einem Feuerwehrauto stehend – vergeblich versucht, seine Arbeiter zu überreden, die Feuerwehr durchzulassen.
Sozialisten-Chef Otto Bauer war wieder einmal durch die Realität gelähmt und konnte nicht reagieren, die Polizei war zu schwach, um des Geschehens Herr zu werden und feuerte in die Menge; der Republikanische Schutzbund tat nichts, um die Republik zu schützen.

Hier liegt der Knotenpunkt der Geschichte, der in den fälschlicherweise so genannten „Bürgerkrieg“ von 1934 führte: die Heimwehren waren bis zu diesem Justizpalastbrand ein heterogenes, unorganisiertes Konglomerat von lokalen Verbänden mit unterschiedlicher Zielsetzung und unterschiedlicher Namensgebung. Erst aufgrund der Ereignisse vom 27. Juli 1927 begannen sich die Heimwehren mit Blick auf das Linzer Programm zu organisieren. Sie waren das einzige antifaschistische Bollwerk der Ersten Republik, das Oskar Helmer mit dem Nazivorwurf zu vernadern versucht.
Die kompromisslose Weigerung der Sozialisten, an einer Regierung mitzuarbeiten, kennzeichnete diese Zeit. Stets standen Klassenkampf und Generalstreik zur „Durchsetzung von Arbeiterrechten“ im Raum; die Intransigenz eines Otto Bauer ist historisch unbestreitbar, sein Revolutionsgerede spaltete das Land. Otto Bauer, der unumstrittene Chef der österreichischen Sozialdemokratie war ein marxistischer Utopist (eigentlich ein Pleonasmus; siehe Ernst Hanisch: „Der große Illusionist“), ein Maulheld und Heißsporn, der von praktischer Politik und realer Wirtschaft völlig unbedarft war und die wesentlichen Probleme der Ersten Republik durch sein polarisierendes, unversöhnliches Verhalten wesentlich mitverursachte. (Selbstverständlich hat er - wie jeder bedeutende Arbeiterführer - niemals selber produktiv gearbeitet).

Dollfuß hat das Parlament nicht ausgeschaltet. Es war der Sozialist Karl Renner, der als Nationalratspräsident zurücktrat, um dadurch seiner Fraktion eine Stimme mehr zu verschaffen, er tat das also allein aus parteitaktischen und abstimmungstechnischen Gründen. Dass die Vorsitzenden der anderen Fraktionen seinem Beispiel folgen würden, war abzusehen. Zu dieser Zeit war Österreich aufgrund der erwähnten Blockaden durch die Sozialdemokraten praktisch unregierbar. Entscheidungen konnten nicht mehr getroffen werden, der Parlamentarismus war durch die ständigen, langjährigen Sabotagen der Sozialisten längst gescheitert. Das Parlament hat sich selbst „ausgeschaltet“.

Dass Dollfuß „sich dem Faschismus verschrieben“ hatte, ist eine glatte Lüge und eine infame Diffamierung. Sie muss mit aller Schärfe zurückgewiesen werden. Hier zeigt sich die ganze verlogene sozialistische Geschichtsverfälschung bis zum heutigen Tag. Natürlich war die Nazipartei durch die Christlichsozialen in Österreich verboten worden (die „Anhaltelager“, die Helmer fälschlich als „KZ“ bezeichnet, waren anfangs ausschließlich für die Nationalsozialisten da, um auf den Straßen Ruhe zu schaffen). So manche Störung des öffentlichen Lebens durch die Nazis wurde durch die Sozialisten oder Kommunisten nicht verhindert, sondern häufig für eigene Zwecke genutzt.

Die Heimwehren formierten sich als Gegengewicht zu den Nazis und zum Republikanischen Schutzbund. Dieser hat in Linz 1934 mit der Schießerei begonnen, weil er seine Waffen nicht abgeben wollte. Wozu braucht eine Sozialdemokratische Partei militärische Kader und jede Menge Waffen?

Darüber hinaus war der „Anschluss Österreichs an Deutschland“ das große Begehren aller Sozialdemokraten, führend dabei war Otto Bauer. Karl Renner plädierte noch 1938 öffentlich für den Anschluß an Hitlerdeutschland und erhob diese Forderung auch noch 1945(!), was von den damaligen Sozialdemokraten unterschlagen wurde, weil Renner sonst nicht Bundespräsident hätte werden können. Es ist typisch und eine Schande für das Land, wenn heute noch Straßen und Plätze nach diesen Herren benannt werden!

Den allermeisten Zulauf hatten die österreichischen National-Sozialisten aus den Reihen der Sozialisten, was auch kein Wunder ist: sind beide doch Arbeiterparteien, beide „sozialistisch“, beide antikapitalistisch, beide bürgerfeindlich, utopistisch und antisemitisch (siehe weiter unten).

Dollfuß hat gegen den Nationalsozialismus angekämpft und wurde deshalb am 25. 7. 1934 von putschenden Nazis im Bundeskamzleramt ermordet. Die Christlichsozialen Figl, Reither, Schuschnigg landeten im den Nazi-Konzentrationslagern. Auch die Heimwehren, so unterwandert sie teilweise waren, waren immer ein markantes Gegengewicht zu den Nazis, Heimwehrführer Ernst Rüdiger Starhemberg kämpfte im Zweiten Weltkrieg unter britischem und französischem Kommando gegen Hitler – welche Sozialisten taten das?

Karl Renner führte während des Krieges ein beschauliches Rentnerdasein, Oskar Helmer war als Vertreter tätig (die Kriegszeit handelt er in aller Kürze ab), Bauer und Kreisky waren „emigriert“. Die politischen Antipoden zu den Nationalsozialisten waren die Bürgerlichen, die Christlichsozialen, die Heimwehren, die Dollfuß- und Schuschnigg-Partei und eindeutig NICHT die Sozialdemokraten!

Es ist einfach ungustiös, wenn jemand wie Oskar Helmer solch mutige Kämpfer gegen den Nationalsozialismus verleumdet und die Opfer in den Dreck zieht. Dabei ist er selber ein in der Wolle gefärbter Antisemit und hatte für die „Ehemaligen“, die Altnazis, mehr Verständnis als nötig:

„Nach Darstellung Hillegeists und vielen anderen in seiner Umgebung sind Schärf und Helmer die treibenden Antisemiten in der Partei, die im internen Kreis angeblich alle Naziausdrücke weiterverwenden.“ Auch Kreisky (...) wurde noch in den 1950er Jahren Zeuge von antisemitischen Witzen (...) Helmers (...). (nach dem Historiker Oliver Rathkolb in: „Die paradoxe Republik“).

„Helmer war maßgeblich an der Verschleppung der Entschädigungszahlungen für die Opfer des Nationalsozialismus in Österreich beteiligt. Während seiner Zeit als Innenminister setzte er sich zudem wiederholt für die vorzeitige Begnadigung von verurteilten Nationalsozialisten ein. Unter den Begnadigten waren auch mehrere von Volksgerichten rechtskräftig verurteilte Mörder.“ (Wikipedia)

Geschichtsverfälschung, miese vordergründige Parteipolitik, Denunzierung politischer Mitbewerber auch noch nach 1945 und über die Gräber hinaus durch jemanden, der allen Grund gehabt hätte, dieses Buch nicht zu schreiben.


Vom Goldstandard zum Euro: Eine deutsche Geldgeschichte am Vorabend der dritten Währungsreform
Vom Goldstandard zum Euro: Eine deutsche Geldgeschichte am Vorabend der dritten Währungsreform
von Bruno Bandulet
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte des deutschen Geldes endet vorläufig in einem gigantischen Betrug, 24. Februar 2015
Dieses Buch ist die höchst anschauliche Geschichte des deutschen Geldes. Wenn der Satz „Die Geschichte wiederholt sich“ stimmt, dann stimmt er bei der deutschen Geldgeschichte in jedem Fall.

Es ist z.B. „die sich ausbreitende Bürokratie, die ‚Steuer- und sonstigen Behörden‘, die die Unternehmen ‚mit einem Übermaß an unfruchtbarer Arbeit‘ belasteteten“ und die daraus folgende Forderung aus dem Jahre 1925, dass „auch die bisher für solche Zwecke beanspruchten Arbeitskräfte wieder produktiven Aufgaben zugeführt werden können“. (S. 72) Das ist heute aktueller denn je.

„Die Vorstellung, dass der Staat mehr umverteilen müsse, als er an Steuern einnimmt, dass er für alles und jeden zuständig ist, dass sich der Wohlstand steigern lässt, indem Schulden gemacht werden, ist ein typisches Phänomen des längst nicht mehr auf die SPD begrenzten Sozialdemokratismus.“ (S. 96)

Die neun (!) großen Konjunkturprogramme (1974-1982) der Regierungen Brandt und Schmidt konnten die Arbeitslosigkeit nicht verringern. „Von 1975 bis 1979 stieg die Staatsschuld schneller als in den vier Jahren nach der Wiedervereinigung, was ja nun wirklich als ein Sonderfall der deutschen Geschichte eingestuft werden muss.“ (S. 97)

Schuldensozialismus – aktueller denn je, siehe Griechenland!

Nahtlos beschreibt Bandulet anschließend den gewaltigen Betrug, den die Regierungen Europas an ihren Bürgern und Steuerzahlern begingen, als sie den Euro einführten, Maastricht beschlossen und sich nicht an den Inhalt des Vertrages hielten. Rettungsschirme und Umverteilung sind die Folge, Schulden werden sozialisiert, die Medien spielen brav mit.
Ab Seite 107 listet Bandulet die Lügen der Politiker auf und man erkennt, dass sie niemals etwas anderes im Sinn hatten als mit dem Euro eine gigantische Umverteilungsmaschinerie zu erzeugen.

Das Buch liest sich wie ein Krimi, bei dem wir alle beteiligt sind. Bandulet scheint den Ausgang zu kennen.


TFA Dostmann digitales Thermo-Hygrometer 30.5005
TFA Dostmann digitales Thermo-Hygrometer 30.5005
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut und preiswert, 23. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein einfaches, dezentes Gerät, ohne großen Schnickschnack.
Es tut, was es soll und funktioniert einwandfrei.
Von mir eine klare Kaufempfehlung.


Das Energiedilemma: Warum wir über Atomkraft neu nachdenken müssen
Das Energiedilemma: Warum wir über Atomkraft neu nachdenken müssen
von Jeanne Rubner
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kindlich naive Apologetik der anthropogenen Klimawandel-Religion, 23. Februar 2015
Das Buch erschien erstmals im August 2007. Es ist interessant zu sehen, was die damaligen Prognosen wert waren und wie sich seither die Klimahysteriker_I_nnen immer nachhaltiger und mit immer größeren Kalibern ins eigene Knie schießen. Das ist unterhaltsam.
Rubner ist ein Paradebeispiel für unreflektierten, naiven Glauben an das gefährliche CO2, das durch die Menschen in die Luft „geblasen“ oder „gepustet“ wird und „den Globus aufheizt“.

Mit einer Neubewertung der Kernkraft hat das Buch nichts zu tun, so gesehen ist der Titel eine Irreführung der Leser. Wie schon viele andere vor ihr beleuchtet Rubner wieder einmal die Stationen der Klimahysterie, wobei die CO2-Vermeidung bei ihr oberste Priorität genießt. Kein Wunder, ist sie doch eine gläubige Jüngerin von Rahmstorf und Schellnhuber.

Der Globus (! – meiner zu Hause tut das nicht) erwärmt sich „unaufhörlich“; „was ein zu heftiger Treibhauseffekt bewirken kann, lässt sich an der Venus beobachten“ (!!) (S. 21) – kaum zu glauben, die Dame soll Physik studiert haben!

Natürlich müssen wieder mal alle (ergänze: anderen) ihr Bewußtsein ändern usw. usf.; Kritiker des Klimawahns werden als „Klimaleugner“ denunziert – die übliche Diktion ideologischer und religöser Dogmatiker.

Das einzig Interessante an der Schrift ist die (aus der Sicht des Jahres 2007) Aufarbeitung der (scheinbaren) Möglichkeiten der Energiegewinnung durch „alternative“ oder „erneuerbare“ Quellen, die einerseits als Übersicht für den interessierten Laien verständlich dargestellt sind, andererseits aber für eine Pysikerin beschämend geringen Tiefgang zeigen: Alles, alles bezieht sich auf die Vermeidung von CO2: werden bis 2020 die Hälfte der Gaskraftwerke erneuert, spart man so und soviel CO2 ein (nur den Kraftwerksbau selber darf man wohl nicht einrechnen).

„Und allein die falsch konstruierten Stand-by-Schaltungen von Elektrogeräten verbrauchen so viel Strom wie ein gutes Dutzend (!) Kernkraftwerke.“ (S. 171). Da bleibt selbst mir die Spucke weg!

Und hier beginnt das Vergnügliche an dem Buch: Beginnend bei der Windenergie über die Biogasanlagen bis hin zu den Solarzellen schmoren die Klimahysteriker im eigenen ideologischen Saft: Dafür hab ich gerne ein zweites Sternderl vergeben:

Der Wind bläst nicht dort, wo er soll und schon gar nicht zur richtigen Zeit; treibt man die riesigen Fundamente in den Meeresgrund, werden die Fische taub; ganz zu schweigen davon, dass die bösen Rotoren geschützte Vogerln und Fledermäuse zerhäckseln, die Landschaft „verspargeln“, Schlagschatten werfen und in der Sonne blitzen usw.; dabei hat man diese Windräder noch garnicht an das Netz angeschlossen, weil die Hochspannungsleitungen noch fehlen, gegen die es massiven Widerstand gibt.

Die Sonne, die keine Rechnung schickt, frittiert Vögel, die zu tief über die Solarpaneele fliegen; sie verbrennen sich die Federn, es kommt zu Kurzschlüssen, die zu Bränden im Dachstuhl führen, die man nicht löschen kann, weil alles unter Hochspannung steht - aber abschalten kann man das Ding auch nicht ...
Der Vorteil, den Rubner sieht: „Ein Kraftwerk mit 600 Megawatt Leistung würde nur (!!) etwa 2,5 Quadratkilometer (!) an Solarzellen benötigen.“ (S. 132). Wow!

Energiepflanzen verbrauchen viel fruchtbares Ackerland, man muss sie mit riesigen Maschinen kultivieren, wozu wieder viel Energie verbraucht wird und viel CO2 in die Luft „geblasen“ wird. Dazu kommt das Problem der Monokultur, das jenes der Pestizide nach sich zieht. Die Preise für Reis, Mais und Weizen steigen weltweit, in Mexiko gab es 2007 die ersten Hunger-Revolte („Tortilla-Aufstand“).
Für läppische 800 MW Leistung (entspricht der eines mittelkleinen Kernkraftwerkes) stellt man sage und schreibe 4.000 Biogasanlagen ins Land (S. 156). Rubner schwärmt von „Terex“, einem 700 PS starken Monster, das Bäume schreddert, um Hackschnitzel zu erzeugen (S. 155), während sie Biomasse für eine „absolut CO2-neutrale Energieform“ hält (S. 154).

Bäume fällen, mit 700 PS-Monstern schreddern (vielleicht mit Windradel-Strom?), die Schnitzel mit viel Energie trocknen, lagern, umwälzen, belüften, gegebenenfalls nach neuerlichem Erhitzen mit Hochdruck zu Pellets pressen?? In Wirklichkeit ist man froh, wenn man aus den Pellets die Energie wieder rausbekommt, die man zu deren Erzeugung hineingesteckt hat. Sie sind also eine extrem luxuriöse Energie-Speicherform, nicht mehr, und die CO2-Bilanz ist dabei indiskutabel (aber auch völlig irrelevant).

So geht es das ganze Buch durch. Rubner ist den „Experten“ des IPCC vollkommen hörig, hinterfrägt mit keinem Wort den „Treibhauseffekt“ und rechnet alles in erspartes CO2 um. Sie redet von CO2-Zertifikaten als der ultimativen Lösung, spricht die quecksilberhältigen Energiesparlampe heilig – es ist, um es wirklich höflich zu formulieren: grenzenlos naiv!

Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Energiethema ist nicht gelungen. Von einer Physikerin hätte ich viel mehr Tiefgang erwartet. Kernenergie wird bestenfalls halbherzig dargestellt, man erfährt nichts über die aktuelle Technik, nichts über Reaktorsicherheit noch über die aktuelle politische Situation (vor Fukushima). Reaktorunfälle und –zwischenfälle werden teilweise falsch dargestellt (Harrisburg war kein GAU!), INES ist kein Begriff, Strahlenphysik ist kein Thema.
Der deutsche Ausstieg aus der Kernforschung führt bloß dazu, dass Länder wie China oder Indien sich der russischen Technologie anvertrauen …
Somit wurde eine große Chance vertan. Nichts Gehaltvolles, nichts Neues, nichts Konstruktives. Ideologischer Mist mit Unterhaltungswert.
Kommentar Kommentare (23) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2016 1:09 AM CET


Alles grün und gut?: Eine Bilanz des ökologischen Denkens
Alles grün und gut?: Eine Bilanz des ökologischen Denkens
von Dirk Maxeiner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die grüne Ideologie legt sich wie Mehltau über das Land, 13. Februar 2015
Mit tiefer Sachkenntnis räumen die beiden Autoren mit all den grünen Öko-Lügen auf. Es bleibt die Frage: was kann man überhaupt noch glauben? Antwort: Nichts! Glauben ist ein schlechter Ersatz für Wissen!

Damit wurden und werden wir seit bis zu mehr als vierzig Jahren jahraus, jahrein, Tag für Tag belogen:
Waldsterben
Ozonloch
Anthropogener Klimawandel
„Rettet die Wale“, Greenpeace und andere NGO‘s
Gefahr durch Gentechnik
Tschernobyl- und Fukushima- Falschinformationen; Gefahren der Atomenergie
Energiewende und „Erneuerbare“ Energien
Nachhaltigkeit

Zum Thema „Nachhaltigkeit belegen Maxeiner und Miersch, dass diesem höchst zweifelhaften Ziel inzwischen frühere grüne Ziele geopfert werden: mit einer verheerenden Öko- und CO2-Bilanz werden Regenwälder abgeholzt, um Biosprit-Pflanzen anzupflanzen; werden in Deutschland Wälder gerodet, um Windräder aufzustellen, die Vögel (zehntausende jedes Jahr!) und Fledermäuse schreddern.

Sie erzählen, wie dem Verbot von DDT die weltweite Ausrottung der Malaria geopfert wurde, an der seither etwa ein halbe Milliarde Menschen zum Opfer gefallen sind.

„Goldener Reis“, dürre- und salztolerant, selbstvermehrungsfähig, ist ein Geschenk der Gentechniker an die Menschheit. 250 Millionen Kinder leiden an Vitamin A Mangel, 500.000 sterben daran – dieses Gentechnik-Produkt könnte sie retten, wenn die Öko-Faschisten es aus ideologischen Motiven nicht bekämpfen würden.

Die offizielle Anzahl der Tschernobyl-Opfer, 2006 vom Tschernobyl-Forum der UN (besteht aus: WHO, UNDP, UNEP) vorgelegt, sieht so aus: 47 Strahlentote durch Aufräumarbeiten, 9 Kinder starben in Folge an Schilddrüsenkrebs. Man rechnet mit 9.000 zusätzlichen Krebsfällen (nicht: Krebstoten!) in den nächsten Jahrzehnten. Die Statistik sagt auch, dass in den betroffenen Gebieten in den nächsten 70 Jahren rund 650 Millionen Menschen auch ohne Tschernobyl an Krebs sterben (!) werden.
Von wegen: zehntausende Tote durch Tschernobyl.

26.000 Tote durch eine gigantische Flutwelle in Fukushima werden zynisch vom Tisch gewischt. Kein einziger Mensch wurde einer gesundheitsgefährdenden Strahlung ausgesetzt. Dieses Erdbeben, selbst für japanische Verhältnisse ein Jahrhundertbeben, ist eher ein Beleg für die Sicherheit der Atomtechnologie. Gott bewahre, wäre anstelle der Atomreaktoren dort ein Staudamm gestanden!
Dafür bekommen dumme Schauspielerinnen, die das Wort „Physik“ kaum buchstabieren können, eine Bühne: „Fukushima ist Völkermord!“ (S. 254). Bischöfe und Philosophen – und nicht etwa Physiker oder Energieexperten! - entschieden in Deutschland über den Atomausstieg. Die grüne Lobby weiß schon, warum man die wirklichen Fachleute lieber nicht fragt.

Sehr interessant fand ich auch das Kapitel (ab S. 279) über die Gründungsväter der Grünen in Deutschland. Die Diskussion um ehemalige NSDAP-Mitglieder in den Altparteien war spätestens Anfang der Siebziger Jahre abgeklungen und alle „Ehemaligen“ wurden aus den Parteien entfernt.
Nicht so bei den Grünen. Zahlreiche (!) Altnazis, darunter SA- und SS-Mitglieder waren Gründungsmitglieder der Grünparteien der ersten Stunde noch in den 80er Jahren (!), sie werden im Kapitel namentlich genannt. Kein Wunder, passt doch „vieles vom grünen Weltbild in die Weltanschauung ihrer Jugend: die Natur als geistiger Bezugspunkt, das Unbehagen an der Moderne, die Zurückweisung des Fortschritts, das Misstrauen gegen die Technik und der alte deutsche Wunsch nach einer Erziehungsdiktatur.“
Nicht anders ist es bei so manchen großen Umweltverbänden (S. 284 f).

Dies alles wurde bestenfalls ein Randthema. „Die konservative Presse stürzte sich lieber auf die rote Vergangenheit bekannter grüner Politiker. Auch davon gibt es etliche: Reinhard Bütikofer, Winfried Kretschmann, Joscha Schmierer, Jürgen Trittin, Antje Vollmer und viele, viele andere. Geht man die Namen der grünen Spitzenfunktionäre mit kommunistischer Vergangenheit durch, fällt eines auf: Von den vielen linken Strömungen der Nach-68-Zeit waren die Anhänger der sogenannten K-Gruppen, die Stalin und Mao verehrten, offenbar ganz besonders durchsetzungsstark.“ (S. 283 f)

„Die totalitäer Geisteshaltung hat sich beim Übertritt von den K-Gruppen zu den Grünen nicht in Luft aufgelöst. Viele Lieblingsprojekte der Grünen und ihres Umfeldes riechen nach Erziehungsdiktatur.“

Kurz und gut: die grüne Ideologie schadet der Umwelt inzwischen mehr, als sie ihr nützt. Sie ist ein Machtinstrument geworden, das in die totalitäre Gesellschaft zu führen droht. Hinweise dafür sind die zunehmende frühkindliche Infiltration, die „Anpack- und Mitmachparolen“, die Bildung des „richtigen“ Bewußtseins zu Lasten einer guten Ausbildung. Baden-Würtembergs grün-rote Regierung spricht davon, den Biologie-Unterricht abzuschaffen.

Wem das alles und noch viel mehr nicht egal ist, dem rate ich dringend, dieses Buch zu lesen und weiterzuempfehlen.


Sozialistische Eugenik
Sozialistische Eugenik
von Michael Schwartz
  Taschenbuch

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist angerichtet: Hitler brauchte sich nur zu bedienen, 10. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Sozialistische Eugenik (Taschenbuch)
Dieses Buch ist eine wissenschaftliche Arbeit des Autors am Münchner Institut für Zeitgeschichte, welches durch die Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegeben wurde und derzeit vergriffen ist.

Es will „eine Reihe bislang dominierender Geschichtsbilder über Eugenik, Sozialdemokratie und Weimarer Gesundheits- und Bevölkerungspolitik“ korrigieren, „indem sie zumindest wichtige Differenzierungen erfahren. So läßt sich die Problematik der Eugenik keinesfalls auf den NS-Begriff bringen …“. „Die eigentümliche Synthese von Eugenik und Sozialismus bringt nicht nur das historische Bild der Eugenik aus dem üblichen Schwarz-Weiß-Schema in eine eher graugetönte Ambivalenz, sondern ebensosehr das des Sozialismus. Speziell die ‚klasssische‘ deutsche Sozialdemokratie bis 1933 vermag nicht mehr als rundum verklärter Prototyp einer emanzipatorischen Solidargemeinschaft erscheinen …“. (Aus dem Vorwort, S. 5).

Unter stets penibler Quellenangabe beschreibt Schwartz sozialdemokratische Forderungen nach „massenwirksamer Volkseugenik“, nach einer „Synthese aus Eugenik und Sozialpolitik“ zur „Eindämmung der umweltbedingten Entartung“ (sic!, S. 59).
„Alles ‚Degenerierte‘, das nicht bereits durch freiwillige Anwendung von Verhütungsmitteln verhindert würde, sollte demgemäß … mittels Fruchtabtreibung am Geborenwerden gehindert werden können.“ Die Frage, über die sozialistische Gesellschaftsklempner wie Oda Olberg, Hans Fehlinger oder Henriette Fürth noch stritten war, ob diese Abtreibung „unwerten Lebens“ freiwillig oder zwangsweise erfolgen sollte.

Hans Fehlinger forderte z.B. „ein leistungsbezogenes Einkommen“, „aber keine Einkommensvererbung, um auf diese Weise eine freie sexuelle Zuchtwahl zu gewährleisten.“ (S. 64).
Besonderen Einfluß erlangte Alfred Grotjahn, Sozialdemokrat und Professor für Sozialhygiene. Er hat die sozialistische Eugenik verwissenschaftlicht (S. 70 ff). Er und seine Schüler (z.B. Haustein, S. 86) „verspürten … erheblichen eugenikpolitischen Handlungsbedarf durch die … von ihm konstatierte ‚Massenentartung‘: schon die Hälfte aller Krankenkassenpatienten nähmen … auch faktisch einen Arzt in Anspruch, … und schließlich müsse man schon ein volles Drittel der Gesamtbevölkerung zu den ‚irgendwie somatisch oder psychisch nicht Vollwertigen‘ rechnen. All ‚diese Kranken, Geistesschwachen, Blinden, Tauben, die übrigen schlechten Rassenelemente und die sonstigen sozial Minderwertigen‘ kosteten Staat und Gesellschaft ‚ungezählte Millionen‘ an Steuergeldern.“ (S. 86)

Hier ist sie nun, die „Menschenökonomie als die ureigene Aufgabe der Frau“.
Wie überhaupt auffällt, dass besonders viele Frauen in der Eugenik-Debatte dieser Zeit federführend waren: neben den erwähnten Oda Olberg und Henriette Fürth findet man zahlreiche Sozialdemokratinnen, sozialdemokratische Ärztinnen, „Erbhygienikerinnen“, Sozialhygieniker_I_nnen usw: Adele Schreiber-Krieger, Anna Blos, Antonie Pfülf, Herta Riese uvm.

Man schwelgte also im schönsten, utopischen Sozialklempner-Himmel. Hitler hat ihn Wirklichkeit werden lassen.
Es ist alles da: das „minderwertige Leben“, die sexuelle Zuchtwahl, Zwangs-Sterilisation (S. 94), Heirats-, oder Zeugungsverbot „Minderwertiger“ oder „Schwachsinniger“, „eugenische Geburtenregelung“ nach schönster neomalthusianischer Manier und in Folge die „dauerhafte Asylierung in Pflegeanstalten“ (S. 97), wobei man die „Pflege“ im Sinne der Wirtschaftlichkeit auf ein Minimun beschränkten sollte.

In diesem sozialistischen Eugenik-, Volksgesundheits- und Erbreinheits-Menü fand Adolf Hitler alles, was seine kranke Ideologie verlangte. Nichts davon war ihm neu, schließlich war er ja selber ein Sozialist (Eigendefinition).
Obwohl - nein! - weil ! dieses bedeutende wissenschaftliche Werk eine unerschöpfliche Fundgrube für Historiker, Soziologen, Sozialisten und Moralisten wäre, wird es wohl so schnell nicht eine Neuauflage erfahren.


Propheten des Nationalismus
Propheten des Nationalismus
von Karl Schwedhelm
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht mehr zeitgemäß, 10. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Propheten des Nationalismus (Broschiert)
Karl Schwedhelm fasst als Herausgeber verschiedene Autoren zusammen; eine Beurteilung aller 14 Kurzbiographien würde den Rahmen sprengen: „Turnvater“ Jahn, Heinrich von Treitschke, Paul de Lagarde, H.S. Chamberlain, Dietrich Eckart, Ludwig Klages, werden biographiert, um einige zu nennen.
Allgemein läßt sich sagen, dass die Biographien umfassend und kompakt sind: Nach einer kurzen Vita werden die Hauptwerke unter Beachtung des historischen Kontextes und der zeitgenössischen sowie nachfolgenden Rezeption gut dargestellt.

Am Beispiel Eugen Dühring:
Seine Leistungen als Nationalökonom und Sozialphilosoph werden gewürdigt und die Rezeption seiner sozialistischen Ideen fanden großen Anklang in sozialdemokratischen Kreisen. So preist Eduard Bernstein E. Dührung als vorbildlichen Sozialisten; sein Einfluß auf die junge Sozialdemokratische Arbeiterpartei war unübersehbar; zu seiner Zeit war sein Einfluß dem eines Karl Marx und Friedrich Engels zumindest ebenbürtig.

Das konnte natürlich nicht lange gut gehen: ob es Wilhelm Weitling, Ferdinand Lassalle oder nun eben Eugen Dührung war, sie mussten vernichtet und mundtot gemacht werden: so entstand der „Anti-Dühring“ von Friedrich Engels, der bald auch als Buch erschien und durchaus am Anfang seine Kritiker (Bebel) fand. Später wurde „der ‚Anti-Dühring‘ zur Magna Charta des dialektischen Materialismus: auf ihm beruhten Lenins und Stalins ideologische Direktiven, also der ganze Sowjetmarxismus.“ (S. 47).

Ausschließlich aus diesem Werk ergibt sich die damnatio memoriae durch die folgenden Sozialisten- Marxisten- und Kommunistengenerationen, sodass Dühring als ein von Engels Verworfener nicht mehr zitabel war. Das ist erstaunlich, gehört Dühring doch zu den wesentlichsten Wegbereitern der Hitler-Ideologie, haben sich zahlreiche Nationalisten (Georg R. v. Schönerer) und Antisemiten ausdrücklich auf ihn berufen und die Ideologen des National-Sozialismus sich bei ihm ausgiebig bedient.
Dühring gehörte zu den radikalsten Antisemiten (bis hin zur offenen Proklamation des Völkermordes, S. 52) – was jedoch für Marx und Engels kein Kritikpunkt war (Marx war ja, wie man weiß, selber ein veritabler Antisemit).

Der Nationalismus der vorgestellten Köpfe ergibt sich im wesentlichen aus zwei Faktoren: aus einem übersteigerten Patriotismus / Chauvinismus, wie man ihn etwa bei Jahn oder Treitschke findet in Kombination mit einem mehr oder weniger aggressiven Antisemitismus.
Ist Nationalismus denn nicht mehr als Chauvinismus und Antisemitismus?

Als störend emfand ich, dass einige Biographien bei aller notwendigen Distanzierung von jeder Art des Antisemitismus im Saft der persönlichen ideologischen Ausrichtung des jeweiligen Autors schmoren. Wenn alles nur mehr als „erdig“, „dumpf“, als „Blut und Boden“-Mentalität, als „düster“, „stumpf“ und „verschwommen“ dargestellt wird, dann wird es etwas einseitig, langweilig und unglaubwürdig.


Piatnik - Tarock Luxus
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Preis: EUR 16,69

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Bezeichnung "Luxus" ist dann doch etwas übertrieben, 7. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Piatnik - Tarock Luxus (Spiel)
Das Kartonschächtelchen sieht genauso aus wie auf der Abbildung.
Hat man die schützende Folie erst mal entfernt, muss man den Deckel der Schachtel mit einem ordinären Gummiringerl festmachen, damit diese verschlossen bleibt.

Der Inhalt besteht aus ganz normalen Tarockkarten. Der einzige Unterschied ist ein anderes Muster auf der Rückseite der Karten und der etwa dreifache Preis. Was genau rechtfertigt diesen?

Bezieht sich nun die Bezeichnung "Luxus" auf die etwas altbackene Kartonschachtel oder auf des elegantere (?) Muster auf der Rückseite oder gar auf beides?
Kaufen Sie um dasselbe Geld lieber drei Packungen neue, herkömmliche Tarock-Karten, dann haben Sie bestimmt mehr, öfter und länger Freude daran.


YAMAHA SB 7X Silent Brass Trompete, elektronischer Übungsdämpfer mit Kopfhörer
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Wird angeboten von zerocero japan
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin sehr positiv überrascht, 7. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein tolles Gerät, das ich uneingeschränkt empfehlen kann, weil ich damit genau das bekam, was ich mir vorgestellt hatte. Wie oft hat man das schon?

Man könnte damit mitten in der Nacht Trompete üben, ohne Familie und Nachbarn zu stören.
Kein vermehrter Gegendruck, unveränderte Ansprache des Instruments und sehr realistischer Sound über die Kopfhörer.


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