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Rezensionen verfasst von
Kritischer Leser (Wien)

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Nachricht von Fritz aus dem Jenseits: Wissenswertes für die Menschheit und über die Geistmedizin
Nachricht von Fritz aus dem Jenseits: Wissenswertes für die Menschheit und über die Geistmedizin
von Josefine Riegelbauer
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Noch nie einen größeren Unsinn gelesen, 29. Oktober 2012
Abgesehen von der ständigen, himmelschreienden (allerdings ebendort ungehört verhallenden) Beleidigung des ganz normalen (also nicht überirdisch entwickelten, dafür aber häufig gebrauchten) Verstandes - wie dem meinen - ist dieses überaus naive Machwerk in zwei Worten zu subsummieren: purer Unsinn!


Erinnerungsorte der Antike: Die römische Welt
Erinnerungsorte der Antike: Die römische Welt
von Elke Stein-Hölkeskamp
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 38,00

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Olim meminisse iuvabit (Vergil): Einst wird es erfreuen, sich zu erinnern, 29. September 2008
"Erinnerungsorte" ist kein Geschichtsbuch und will es auch nicht sein. Römische Geschichte wird zwar gestreift, jedoch nicht erzählt. Als Orte der Erinnerung und somit als Zeugen antiken Geschehens gelten u.a. das Kolosseum, die Trajansäule, das Kapitol, die Limites; Orte wie Cannae, Actium, der Rubikon und literarische Werke wie die Aeneis oder Caesars Gallischer Krieg werden zum Erinnern herangezogen.
Mich persönlich hat die Beschreibung der diversen Bauwerke weniger in den Bann gezogen. Ich war daher froh, viel Abwechslung in diesem umfangreichen Werk zu finden. Die Beschreibung eines römischen Hauses, die Gewichtigkeit des Ahnenkultes, der sich in der "pompa funebris" widerspigelte, haben mir mehr zugesagt.
Das ständigen Bestreben der alten Römer, den äußeren Schein zu polieren, seinen Status zu erhöhen und zu demonstrieren, scheint auch heute in den Gebieten des ehemaligen Weltreiches noch nicht ganz vergessen zu sein.

Über meine alten Freunde Tacitus, Vergil oder Caesar zu lesen und über die Lateinische Sprache als Weltsprache viel Neues zu erfahren, hat mich erfreut.
Das Auftreten des Christentums wird sachlich beschrieben. Das Licht moderner Geschichtsschreibung befreit das Thema Christenverfolgung von obskuren Märtyrerlegenden. Wir finden erhellende Darstellungen zu den Beziehungen zwischen Rom und dem Judentum, eigene Kapitel widmen sich dem Apostel Paulus und seinen Auswirkungen, der vergeblichen Suche nach Petri Grab in Rom sowie dem Papsttum mit seinen Primatsansprüchen.
Sprache und Stil sind elegant, klar und gehaltvoll.

Trotz allem wünschte ich mir mehr historische Einbettung der Erinnerungsorte: Worum ging es in der "Varusschlacht"? Warum war die Schlacht an der Milvischen Brücke so bedeutungsvoll? Wie kam es dazu?
Ein besonderer "Ort" der Erinnerung fehlt: die Plebs. Wenn schon über Kaiser und Konsuln, über Triumphzüge und gigantische Bauprojekte berichtet wird: wie erging es dem einfachen Volk? Wie waren seine sozialen Verhältnisse?
Alles in allem sind die "Erinnerungsorte" ein einzigartiges Werk. Sprachlich präzise, inhaltlich beinahe umfassend.
Es hat die Lust auf mehr geweckt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 21, 2009 12:54 PM CET


Die Methusalem-Lüge: Wie mit demographischen Mythen Politik gemacht wird
Die Methusalem-Lüge: Wie mit demographischen Mythen Politik gemacht wird
von Ernst Kistler
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Notwendig, aber einseitig, 28. September 2008
Demographische Zusammenhänge werden für den interessierten Laien verständlich dargelegt - ob diese auch richtig sind, bleibt dahingestellt.

Laut Ernst Kistler befinden wir uns zur Zeit in einer demographisch günstigen Situation, sogar zur Zeit des Wirtschaftswunders war diese schlechter.
Politische und wirtschaftliche Partialinteressen leugnen jedoch die gute Lage, versuchen mit Angstmache (kommender Arbeitskräftemangel, Pleite der Sozialkassen, Rente mit 67, etc.) Druck auf die Arbeitnehmer auszuüben. Angeblich bedrohen ältere Arbeitnehmer Deutschlands Produktivität und Innovation.
Alles diese "Mythen" widerlegt Kistler gut nachvollziehbar, geht in Opposition zu Rürup und Hartz und macht im Wesentlichen die Profitgier von Wirtschaft und Arbeitgeber für unsichere Arbeitsmarktverhältnisse (besonders für die der älteren Arbeitnehmer) verantwortlich. Die Ebbe in den Sozialkassen kommt nicht durch demographische Veränderungen zustande sondern durch politisches Unvermögen.
Das mag alles richtig sein.
Meine Kritik setzt dort an, wo dem Arbeitgeber einseitig die Schuld zugewiesen wird, wo er als verlogen (63, 163, 173) hingestellt wird und als unwillig, sich an Sozialausgaben zu beteiligen. Die Wirtschaft hat Verantwortung und Kosten zu tragen für das betriebliche (konjunkturelle) Risiko, für die Ausbildung junger Dienstnehmer, für seniorengerechte Arbeitsplätze, für (betriebliche) Kindergärten und Bildung allgemein, für Urlaub, Pflegeurlaub, Bildungsurlaub, für Kuraufenthalt und Krankenstände.

Der Arbeitnehmer ist immer der Ausgebeutete, der Arme, der Wehrlose. Wenn die Krankenstände sinken, dann ist das deswegen, weil Druck auf die Arbeitnehmer gemacht wird, die mit Fieber an den Arbeitsplatz kommen, weil sie um ihrem Arbeitsplatz fürchten.
Kistler vermeidet es in dieser Diskussion wohlweislich, die Zahl der Fehltage von Selbständigen und Unselbständigen gegenüberzustellen.
Bestimmt ist Kistlers Kritik notwendig und angebracht. Doch es hat mich diese einseitige Wahrnehmung gestört, die eher der Polarisierung dient als dem gemeinsamen Lösen von Problemen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2012 5:53 PM CET


Anmerkungen zu Hitler.
Anmerkungen zu Hitler.
von Sebastian Haffner
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So sollte Geschichte geschrieben werden, 12. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Anmerkungen zu Hitler. (Taschenbuch)
Man möchte glauben, dass es nach Joachim C. Fests "Hitler" kaum noch offene Fragen zum Thema geben kann. Noch dazu in so kurzer und prägnanter Form. Haffner verliert sich nicht in historischen Details, sondern beschreibt und beurteilt Hitler aus den verschiedenen, noch immer wenig genutzten Blickwinkeln "Leben", "Leistungen", "Erfolge", "Irrtümer", "Fehler", "Verbrechen" und "Verrat".
Sachlich unvoreingenommen filetiert er Aufstieg und Untergang Hitlers nach diesen Gesichtspunkten, wobei einige scheinbare Erkenntnisse auf ein neues Fundament gestellt werden: Hitler war kein Sozialist, weil er nicht im marxschen Sinne die Sozialisierung der Produktionsmittel wollte; er hat aber die Menschen sozialisiert, kollektiviert und Haffner fragt, ob das nicht "trotz Marx, die wichtigere Seite des Sozialismus ist" (47).
Nichts sei irreführender, als Hitler einen Faschisten zu nennen (71). Vergleiche mit Napoleon oder Bismarck lassen erkennen, was Hitler nie war: ein Staatsmann (56).
Alle großen Erfolge Hitlers waren nicht seine eigene Leistung, sondern die Folge der Schwäche seiner Gegner: jene der frühen Weimarer Republik, die frühen Dreißigerjahre mit Hitlers Aufstieg, die Appeasement-Politik der Westmächte, Frankreichs schneller Untergang - alles war die Schwäche der anderen, die Hitler zu nutzen verstand (61 ff).
Haffner ist weit von der Gefahr entfernt, mißverstanden zu werden: zu eindeutig sind seine Analysen, zu sachlich und emotionslos sein Zugang. Er widerlegt auch die Mär vom nötigen "Lebensraum" als unsinnig für Industriestaaten (104) sowie die krausen Theorien des revisionistischen "Historikers" David Irving.
Er entlarvt Hitlers Weltbild als vom Rassenwahn geprägt (92 f); besonders in den letzen beiden Kapiteln "Verbrechen" und "Verrat" spricht Haffner Dinge an, die sich auch bei Joachim C. Fest so nicht finden: Dass der multiple Genozid schon ab etwa 1942 Hitlers allervorrangigstes Ziel war, weil Krieg auch für ihn schon verloren galt. Eine Folge dieser Erkenntnis war die Kriegserklärung an Amerika. Deutschland sollte, wenn es schon sein musste, ganz und gar zugrunde gehen: die Völkermorde bedeuteten - seinem Wahn entsprechend - sein wichtigstes Ziel, gleichzeitig aber auch die Unmöglichkeit für Deutschland, sich einen halbwegs ehrenhaften Frieden zu sichern.
In diesem Sinne sind auch die letzten Befehle Hitlers, die sogenannten "Nerobefehle" zu verstehen.
Noch nirgens habe ich in dieser Klarheit gefunden, was mir selber bisher unvorstellbar erschien: dass ein politischer Führer für sein eigenes Land absichtlich, bewußt und mit aller Kraft die größtmögliche und nachhaltigste Vernichtung angestrebt hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 22, 2013 8:44 PM CET


Stollbergs Inferno: Roman
Stollbergs Inferno: Roman
von Michael Schmidt-Salomon
  Broschiert
Preis: EUR 16,00

34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Himmel ist die wahre Hölle, 8. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Stollbergs Inferno: Roman (Broschiert)
Eine originelle, einfache und trotzdem sehr lehrreiche Geschichte. Manchem Leser wird sie ein wenig blasphemisch vorkommen, aber das ist ja gerade das Erfrischende. Der Religionskritiker Stollberg stirbt und kommt in die (Vor-)Hölle. Dort trifft er viele große Philosophen und Denker, die alle, wen wundert es, wegen kritischer Einstellungen in der Hölle landeten.
Die Handlung ist einfach: die Geistesgrößen wollen die Hölle, in der die Menschen wie in einem Konzentrationslager gepeinigt werden, befreien und Gott vom Thron stürzen.
Einfach erzählt, sicher kein epochaler Stil, aber unterhaltsam.

Durch die lebendige Charakteristik von Camus, Nietzsche, Marx usw., das kurzweilig eingestreute philosophische Geplänkel und die kleinen Geschichten (was verbindet Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison in der Hölle? Was macht Frank Zappa dort?) über Künstler, Maler und Philosophen bekommt das Buch eine eigene Qualität, die über jene des Romans hinausreicht: Es bietet einen Abriß der Philosophiegeschichte und eine Einführung in die Religionskritik.
Wer noch ab und zu den Blick über den Tellerrand riskiert, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.


Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus.
Der Atheismus-Wahn: Eine Antwort auf Richard Dawkins und den atheistischen Fundamentalismus.
von Alister McGrath
  Gebundene Ausgabe

245 von 322 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts als Falschaussagen, Scheinheiligkeit, Heuchelei und Dawkins-Beleidigungen, 8. September 2008
Schon im Titel zwei Fehler: es gibt keinen Atheismus-Wahn und keinen atheistischen Fundamentalismus.
Ein Wahn erklärt eine unbeweisbare Sache zu einer absoluten Wahrheit. Diese wird wider bessere Argumente verbissen verteidigt. So gesehen stimmt der Titel von Dawkins Buch "Der Gotteswahn" - und Religiösen Wahn gibt es definitiv.
McGraths Buch müsste aber "Die Atheismus-Überzeugung" heißen. Eine Überzeugung ist zwar auch der feste Glaube an einen Sachverhalt, dieser ist aber nicht absolut und unverrückbar, sondern durch gute Argumente und Beweise veränderbar.

Der allgemeine Begriff "Fundamentalismus" leitet sich aus dem christlichen Fundamentalismus her und verlangt nach einem nicht hinterfragbaren Fundament (z.B. die Unfehlbarkeit der Hl. Schrift).
So eine Basis hat und braucht der Atheismus nicht, weshalt der Begriff "Atheistischer Fundamentalismus" ein Widerspruch in sich selbst ist.
Wenn ich NICHT an die Existenz einer um die Sonne kreisenden Teekanne (© Dawkins) glaube, bin ich deswegen kein Fundamentalist.
McGrath gelingt es nicht, durch oftmaliges Wiederholen dieser Fehler der Wahrheit näherzukommen.
"Der Atheismus-Wahn" ist kein Buch, das durch inhaltliche Brillianz, logisches Denken oder zwingende Beweisführung auffällt. Der Stil erinnert an den unsäglichen "Jan van Helsing".
Vielmehr ist es eine Sammlung von Beleidigungen und persönlichen Angriffen gegen Dawkins, von Pseudowissenschaftlichkeit, von schuldig gebliebenen Beweisen, von Larmoyanz, Unaufrichtigkeit, Scheinheiligkeit und Heuchelei.
Beispiele?

Auf S. 13 beklagt McGrath den Mißbrauch der Naturwissenschaften zur Untermauerung von atheistischem Fundamentalismus. Ohne Beispiel oder Beweis.
Er kritisiert auf S. 19, dass Dawkins keine Definition von Wahn bringt - zitiert dann aber doch die von Dawkins vorgeschlagenen (und somit vorhandenen) Definitionen - bleibt aber eigene schuldig.
Die Geschichte auf S. 20 mit dem Mann aus der Vorlesung ist unglaubwürdig, scheinheilig, heuchlerisch. Und somit ekelhaft.
McGrath unterstellt Dawkins auf S. 26, dass dieser auf "ein paar ausgesuchte Textfetzen des Reformators Martin Luther" "im Internet gestoßen ist". Auf S. 27 genauso: "Anekdoten anstelle von Beweisen, Surfen nach Zitaten im Internet anstelle eines strengen und sorgfältigen Umganges mit Primärquellen". McGrath stellt unbeweisbare Behauptungen auf und unterstellt Dawkins Unwissenschaftlichkeit, ist dann gönnerhaft (S. 30: "... ein völlig verständlicher Fehler, der jedem passieren könnte, der neu ist auf dem Gebiet."). Das ist Scheinheiligkeit mit persönlichem Untergriff.
McGrath kommt Dawkins' Argumenten nicht einmal annähernd bei und versucht nun die persönliche Diffamierung (auch S. 31: "Pastiche", S. 32: "... schnoddrige und simplifizierenden Argumentation ..."; unterlegter Kasten S. 24).
Dawkins habe auch "ein ziemlich begrenztes Verständnis von Gewalt" (71), der "Gotteswahn" beruht "auf ausrangierten Annahmen des 19.Jahrhunderts" (75) - alles ohne Erkläung, Zitat, Beleg oder Beweis.
Man spürt förmlich, wie dünn der Strohhalm ist, an den McGrath sich klammern muss.

Ein weiteres Manko ist, dass McGrath eine Auseinandersetzung mit dem Begriff "Atheismus" unterläßt und dabei (absichtlich?) übersieht, dass Atheismus keine "Bewegung", keine Lehre, keine Wahrheit oder Weltanschauung (71) ist.

Eine bewußte Falschaussage findet sich z.B. auf S. 39: "Der Gotteswahn" geht von einer grundsätzlichen Überzeugung aus: Die (Natur-)Wissenschaft hat Gottes Existenz widerlegt."
McGrath unterstellt Dawkins persönliche Motive, Emotionalität (s. 40: "... empört Dawkins""; "Dieselbe Ansicht findet sich zu Dawins Verärgerung ..."), womit Dawkins' Unsachlichkeit und Unwissenschaftlichkeit bewiesen werden soll.
Fiese Unterstellungen auf S. 43, verbunden mit Scheinheiligkeit (gehört sich ja für einen guten Christen):
Dawkins neige "leider" dazu, "wie ich mit Bedauern einräumen (!) muss, jeden, der hinsichtlich des Gültigkeitsbereiches der Naturwissenschaften Fragen aufwirft, als einen naturwissenschaftshassenden Idioten darzustellen." (43); oder: S. 57 f: "... gleichermaßen beleidigend werden religiöse Menschen mit Hitler verglichen". Wenn das nicht ekelhaft ist!?
Hitler war kein "bekennender Atheist" (S. 54) wie McGrath meint, sondern ein (Tauf-schein-) Katholik! Falschaussagen, Beleidigungen, Scheinheiligkeit, wohin das Auge reicht!
Er bekrittelt, dass Dawkins nicht unterscheide zwischen Religion und "Glaube an Gott" (67), für Dawkins wären dies "nur die zwei Seiten einer Medaille" (78). Selbst bleibt er aber diese höchst interessante Unterscheidung schuldig. Dieses "unangemessene Vorgehen" von Dawkins "blendet die Frage, wie seine These zu den nichttheistischen Religionen passen soll, nahezu völlig aus" (78). Ich habe eine Vorstellung von einer "nichttheistischen Religion". Aber welche hat McGrath? Hier wäre eine Definition mehr als angebracht.
So geht es durch, "Gott" seis gedankt, nur 126 Seiten lang: fehlende Beweise (auch: S. 113, 117), immer wieder Beleidigungen, immer wieder die falsche Aussage, Atheismus sei doktrinär (125).
Von der guten Idee einer offenen, hochstehenden Diskussion über Religion und Atheismus, einmal aus der Sicht eines Gläubigen ist leider nichts geblieben.
Kommentar Kommentare (33) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 11, 2013 11:09 AM MEST


Kriminalgeschichte des Christentums: Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts. Vom Völkermord in der Neuen Welt bis zum Beginn der Aufklärung
Kriminalgeschichte des Christentums: Mitte des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts. Vom Völkermord in der Neuen Welt bis zum Beginn der Aufklärung
von Karlheinz Deschner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Gott durch zwei Jahrtausende über Leichen, Berge von Leichen (37), 31. August 2008
Die menschenverachtende Bestialität, begangen durch die frommen, ja bigotten "Conquistadoren" bei der Ausrottung der Ureinwohner Amerikas, als "Missionsfrühling" vom Klerus bejubelt und vorangetrieben, treibt einem die Tränen in die Augen. Sie sind unvorstellbar im Ausmaß und unvorstellbar an Grausamkeit, "eine so grauenhafte Versklavung und Vernichtung des Menschen, dass einem das Blut erstarren könnte" (Kardinal Josef Höffner, Köln).

Dieser mehrfache Völkermord war in erster Linie durch Gold- und Landgier motiviert.
Ohne Kirche und Klerus aber hätte die Grausamkeit niemals dieses unbeschreibliche Ausmaß erreicht, weil "gerade Geistliche, führende Pfaffen gegen die 'barbarischen, ungläubigen Indianer', den 'Auswurf der Menschheit' hetzten " (50). Damit ermöglichte die Kirche die Grausamkeiten durch Herabminderung der Indianer zu Untermenschen, zu Ungeziefer, zu unwertem Leben.

Selbst Theologen geben zu: "Die rechtmäßigen Besitzer des Landes wurden systematisch ausgerottet, und zwar unter religiösem Vorzeichen" (50).
Der Dominikanerbischof Las Casas berichtet als Augenzeuge von der Ausrottung von drei Millionen Haitianern S. 30).
Papst Johannes Paul II. bestätigt die religiöse Motivation noch 1979: er sah zu Beginn der Neuzeit durch die Spanier und ihre Priester, die Conquista espiritual "die Früchte der Evangelisierung" reifen, ... "die Würde der Eingeborenen" verteidigt ... und wir können dieses Werk heute nur mit Bewunderung und Dankbarkeit betrachten" (31).

Während Reformation und Gegenreformation brennen die Scheiterhaufen. Auch der geisteskranke, unter religiösen Wahnvorstellungen leidende, ständig flennende, daher "heilige" Ignatius von Loyola leistet "Kriegsdienst für Gott" gegen die "Ketzer". Die Jesuiten breiten sich rasch aus und gewinnen europaweit maßgeblichen politischen Einfluss als Berater ("Beichtväter") der völlig bigotten Fürsten, Könige, Kaiser.

Anfang des 17. Jh. wird Bayern ein religiöser Polizeistaat: "tota regio nil nisi religio". In diesem Klima kommt die Hexenverfolgung unter der geistlichen Leitung von Fürsterzbischof Julius Echter zu neuer Blüte, der eigene Verbrennungsöfen bauen läßt, um den ausufernden Holzverbrauch einzuschränken (222).

Religion war sicher nicht das primäre Motiv der Herrschenden, sie war aber ein "wirksames Disziplinierungsinstrument, ... zur Festigung und Erweiterung ihrer Macht" (140). Durch den großen Einfluß der Jesuiten als "Beichtväter" kann der Anteil der Religion an den Massakern nicht überschätzt werden. Deschner spricht daher zu Recht von "Religionskriegen":
In den Niederlanden Verfolgung der Protestanten unter Kaiser Karl V., danach etablierte Herzog Alba eine religiöse Gewaltherrschaft mit Massenexekutionen. Alba selbst rühmte sich der Tötung von 18.600 Menschen expressis verbis "meist wegen der Religion" (251).
In Frankreich entvölkert der staatliche Terror gegen die Hugenotten beinahe das Land. Papst Gregor XIII. wünschte "nichts mehr als die Vernichtung (sic!) der Hugenotten" und feierte die Bartholomäusnacht mit dem gesamten Kardinalskollegium (262).

Religiöser Terror in England, Schottland und Irland unter Heinrich VIII. und "Bloody" Mary Tudor.
Die Konfessionalisierung ist der Keim zum Dreißigjährigen Krieg, der publizistisch geradezu herbeigetrommelt wird (9.Kapitel):
"Dieser geifernde Glaubensdisput, ..., die Verteufelung aller Andersdenkenden nimmt mit der Zeit immer groteskere, wildere, unflätigere Formen an, erfaßt in seiner ungeheuren Gehässigkeit alle Schichten und Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und mündet schließlich in ein Völkersterben, dessen gottbezogenen, dessen konfessionellen Charakter gerade die führenden, sich gern in glaubensstarken Bekundungen gefallenden Häupter oft betonen" (352).

So formierten sich unter gegenseitiger unflätigster Beschimpfung und Verfluchung die religiösen Lager: die calvinistische Union gegen die katholische Liga.

Der Dreißigjährige Krieg war zu Beginn ein Religionskrieg, doch den Potentaten ging es um Vordergründigeres. Ebenso den vier aktiv beteiligten Päpsten; Paul V. hat z.B. schon 1609 zum Krieg gedrängt: "er wolle mit allem Geld, das er habe, zu Hilfe eilen, wenn man gegen die Ketzer Eisen anwende." Noch im selber Jahr versprach der der Liga auch Truppen (309), die er später auch stellte.

Im Verlauf des Krieges verschwammen die konfessionellen Konturen zugunsten interkonfessioneller Allianzen zur Sicherung von Macht und erobertem Land. Europa war verheert, bis zu zwei Drittel seiner Menschen durch Kriegsfolgen wie Pest, Hungersnöte, Flucht umgekommen.

Der Westfälische Friede von 1648 sollte konfessionelle Neutralität (weil die Religion eben doch bedeutende Initiation und Motivation für den Krieg war) herstellen und eine "pax christiana" begründen. Doch gab es in den nächsten 150 Jahren kaum eines ohne Krieg.

In Nachahmung von Ludwig XIV. lebten auch europäische Kleinfürsten und Bischöfe in unvorstellbarem Luxus und Völlerei, während das verelendete Volk von Kleie und Baumrinden lebte und im Joch von Despoten kaputtging(397). Das alles mit dem Segen der Kirche, deren Heilsgeschichte eine Unheilsgeschichte ist:
"Paulus, Augustinus, Thomas von Aquin und tausend weitere 'Heilige', sie alle verteidigen die Unfreiheit. Noch in der Neuzeit vertritt die katholische Theologie ganz allgemein das Recht auf Sklaverei"(398).

Das aufgezeigt zu haben muss man Karlheinz Deschner danken.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 28, 2008 12:10 PM MEST


Das Ende des Glaubens: Religion, Terror und das Licht der Vernunft
Das Ende des Glaubens: Religion, Terror und das Licht der Vernunft
von Sam Harris
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was ohne Beweise behauptet werden darf, darf auch ohne Beweise bestritten werden (Hitchens), 29. August 2008
Dies ist das zur Zeit kompromissloseste Werk gegen die monotheistischen Religionen, besonders gegen den Islam (Horden aus dem 14. Jahrhundert mit Waffen des 21. Jahrhunderts (108); er ist die "gewaltbereiteste Religion", seine Länder haben "blutige Grenzen"(132)).

Harris bezeichnet den Glauben als Mutter des Hasses (27) und die Religion als Ursache für den Terror. Zu Recht fragt er: "Warum tauschen 19 gebildete Männer aus der Mittelschicht ihr Leben auf dieser Welt gegen das Vorrecht, Tausende unserer Mitmenschen töten zu dürfen?" Und warum werden diese Menschen in ihrer Gesellschaft hoch geehrt, ihre Familien reich beschenkt? Die Antwort: "Wie der Mensch glaubt, so handelt er." (42)

Damit ist Glaube keine Privatsache (41), Freiheit des Glaubens schlecht (Beispiele dazu auf S. 44), religiöse Mäßigung "der scheinbare Unwille, sich dem Gesetz Gottes vollständig zu unterwerfen" (17). Betonung auf "scheinbar".
Die irrationalen Glaubensinhalte der kritisierten Religionen werden als "geistiger Unrat der Antike" bezeichnet, mit denen wir uns auch noch brüsten. (45)
Derselbe Glaube, der sich der Vernunft nicht beugt ist aber empfänglich für hilfreiche Beweise (falls es sie jemals gibt). Damit sei bewiesen, dass Glaube "nicht mehr ist als die Bereitschaft, auf den Beweis zu warten."
Sind auch religiöse Menschen nicht verrückt, ihre Glaubensinhalte sind es auf jeden Fall. Denn die alten Religionen haben nicht viel mehr "als ein paar Zeugnisse uralter Ignoranz und Geisteskrankheit kanonisiert, um sie an kommende Generationen weiterzureichen, als handle es sich um altes Urwissen. ...
Tatsächlich ist es schwer, sich einen Glaubenskanon vorzustellen, der mehr von geistiger Umnachtung zeugt als jener, der den meisten unserer religiösen Traditionen zugrunde liegt."
Aus dem reichhaltigen Fundus des katholischen Glaubens bringt Harris dann einige Beispiele dazu: die Transsubstantiation: Jesus wird in Fleisch und Blut immer wieder in Form eines "Kekses" (das nach der Konsekration eben kein Keks mehr ist) verspeist; er wurde von einer Jungfrau geboren, er hat den Tod überlistet, er und die Jungfrau seien körperlich in den Himmel aufgefahren.
Alle diese "Wahrheiten" sind durch den Heiligen Geist eingegeben und damit in allen ihren Teilen unfehlbar; der Modernismus aber ist eine Häresie (106).
All diese Kritik ist höchst notwendig und wichtig in ihrer Klarheit.

Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit den Fragen von Moral, Ethik und Pazifismus. Harris kommt zu dem Schluß, dass wir "die Tatsache akzeptieren müssen, dass Gewalt (oder die Androhung von Gewalt) oftmals eine ethische Notwendigkeit darstellt."
Eine sehr heikle Frage, die man wohl nur für den Einzelfall richtig und nie generell lösen wird können.

Das Großkapitel "Bewußtseins-Experimente" halte ich persönlich für entbehrlich - wohl wissend, dass Harris damit auf die Erkenntnis vorbereitet, dass Spiritualität auf rationalem Fundament möglich ist. Gehört das zum Thema in dieses Buches?

Insgesamt ist das Werk einzigartig in seiner Art. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass die Thematik übersichtlicher aufbereitet wird. Sicher pflegt Harris einen lockeren, sympathischen, oft legeren Stil, durchsetzt mit sehr anschaulichen, geradezu verblüffenden Vergleichen; doch ist eine logische Entwicklung seiner Ideen und Gedanken nicht erkennbar.
Sie stehen zu sehr im Raum, manchmal etwas apodiktisch formuliert (was mich bei Harris nicht stört) - woher kommen sie, wie kommt er zu seinen Schlüssen?
Conclusio: absolut empfehlenswert, weil es in seiner Klarheit und Kompromisslosigkeit seinesgleichen sucht.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 26, 2009 1:35 PM CET


Hitler: Eine Biographie
Hitler: Eine Biographie
von Joachim Fest
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,95

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar zu lesen - toller Stil - atemberaubende Erkenntnisse, 18. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Hitler: Eine Biographie (Taschenbuch)
Wer sich mit Hitler und dem Nationalsozialismus beschäftigt, kommt um Joachim C. Fest nicht herum. Das Werk mag umstritten sein, es ist und bleibt ein Standard auf höchstem fachlichem Niveau.
Die oft gestellte Frage nach dem "Wie konnte so etwas passieren?" beantwortet Joachim Fest tiefgründig und schlüssig - erspart dem Leser aber banale Erklärungsversuche sowie das Herunter(er)zählen von Daten und Fakten.

Der Autor geht vielmehr in die Person, in die Zeit hinein, spürt Motivationen und Triebfedern auf, zeichnet hervorragend das dumpfe Bild des jungen Hitler in Wien (aber neuer und besser bei Brigitte Hamann in "Hitlers Wien - Lehrjahre eines Diktators"), die stürmische Zeit des Partei-Aufbaues und den Verfall des Diktators und seines Reiches. Wir erleben anhand von Augenzeugen Hitler beinahe hautnah mit - seine Überzeugungskraft, seine Wirkung auf Menschen - sogar noch im Bunker, als schon die russischen Mörser donnern.

Das Erfolgsrezept dieses Buches ist, dass es das breit herausgearbeitete Psychogramm Hitlers mit dem der Zeit und seiner Menschen verwebt. So wird verständlich, wie gegenseitige Beeinflussung zwischen Agitator und "Menschenmasse" möglich und fruchtbar wird.
Hitler war ein Kind des 19. Jahrhunderts - und dieses endete auch erst mit ihm. Laut Fest war den Menschen der Zwischenkriegszeit bewußt, dass sie an oder in einer Zeitenwende leben. Hitler war zwar eine "verspätete" Natur, aber das Produkt seiner Zeit.
Es fehlt der Platz für eine noch so kurze Inhaltsangabe, doch muss ich pars pro toto einige wenige Themen herausheben:
H.s gutes Verhältnis zur Kirche; die Feigheit und der Defätismus Frankreichs als wesentliches Mit-Motiv für zwei Weltkriege; das gar nicht so gute Verhältnis der Diktatoren Hitler und Mussolini; begann H. wider besseres Wissen den Russlandfeldzug?; Hitler hat die Partei gemacht, die Linie vorgegeben - er hat von allen Verbrechen gewußt und sie gutgeheißen!

Sicher wird die Shoah knapp behandelt - sie ist aber nicht das Thema! Das Thema ist der Rassenwahn, und der kommt auf jeder Seite vor!

Die Sprache! Die ist wunderbar. Erfrischend. Brilliant. Fesselnd. Es finden sich Formulierungen, die sind zum Niederknieen.
Nicht nur deswegen ist das Buch nicht zu dick! Es ist beinahe spannend zu lesen (und ich las es bereits zum drittenmal gerne), sogar die Anmerkungen sind die Lektüre wert.


Europäische Geschichte erzählt von Manfred Mai: Mit einer kleinen Länderkunde der europäischen Staaten
Europäische Geschichte erzählt von Manfred Mai: Mit einer kleinen Länderkunde der europäischen Staaten
von Manfred Mai
  Gebundene Ausgabe

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kurzes Summary der geschichtlichen Highlights, 18. August 2008
Das ist eine wirkliche Kurzfassung der europäischen Geschichte, ein Summary. Der Überblick ist gut gemacht, Entwicklungen werden in aller Kürze dargestellt und mit vielen, teils recht anschaulichen Fotos illustriert.
Ein positiver Punkt ist, dass auch die "Randgebiete" der europäischen Geschichte nicht ganz vergessen werden, z.B. die baltischen Staaten, der Balkan, die Entstehung der Schweiz, Luxemburgs oder der Niederlande, wenn auch deren weitere Geschichte nicht verfolgt werden kann.
Positiv ist weiterhin das gute Preis-Leistungsverhältnis (wegen der guten Qualität und der Bilder).

Einige gravierendere Mängel finden sich doch:
Stellt man Dauer und Opferzahl der zu Recht beklagten Christenverfolgungen jener der Inquisition gegenüber, entsteht der Eindruck einer die Verbrechen des Christentums verharmlosenden Geschichtsschreibung. Das gilt auch für das bluttriefende christliche Frühmittelalter. Das Hochmittelalter fehlt ganz, ebenso die Geschichte der Römer.
Der Investiturstreit wird zwar gut erklärt, die Umstände des Canossaganges kommen aber zu kurz: nicht das Anathema war wohl der Auslöser, sondern doch eher die politische Situation im Deutschen Reich.
Die Darstellung der Kreuzzüge hat beinahe die Qualität einer christlichen Hof- und Huldigungsliteratur:
Der Erste Kreuzzug (sonst wird auch keiner beschrieben!) erreichte "drei harte Jahre" nach dem Aufbruch Palästina: immerhin wurde dabei von den edlen Kreuzrittern ganz Osteuropa ausgeplündert und leergefressen, Juden verfolgt - eine Million Menschen blieb allein in diesen "drei harten Jahren" auf der Strecke! Während all der Blutbäder und Gemetzel lernten die Christen die höherstehende Kultur der Muslime kennen, und "auf diese Weise hat das Abendland am Ende doch von den Kreuzzügen profitiert." Wunderbar! (Zur Kritik des Islam siehe: "Gabriels Einflüsterungen" von Jaya Gopal).
Die Gründe für die Judenverfolgungen sind mangelhaft erklärt (S. 52).
Die Ideen des Marxismus-Leninismus werden ganz gut dargestellt, so gut, dass man direkt Lust darauf bekommt. Umso weniger versteht der Leser, dass sich das undankbare Volk gegen die heilbringenden die Bolschewiki aufzulehnen versuchte (S. 145). Hier fehlen nähere Erklärungen.
Die weitere Entwicklung Europas wird in der gebotenen Kürze gut - und auch kritisch! - entwickelt. Besonders gefallen hat mir die Herausarbeitung der Ängstlichkeit der "Grande Nation" Frankreich, die trotz (oder wegen?) ihrer prätentiösen Supermachtallüren und wegen ihrer Angst vor einem starken Deutschland die Entwicklung und teilweise den Frieden in Europa im 20. Jahrhundert gefährdet hat.
Und natürlich "erfolgte" der Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich nicht im März 1933 (S. 219), sondern im März 1938.


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