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"schueler1987"

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Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords
Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords
Wird angeboten von Hauseinkauf - mit Sicherheit schneller Versand
Preis: EUR 19,95

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr Neuerungen hätten nicht geschadet, 28. Juni 2005
Wer Star Wars Knights of the old Republic II: The Sith Lords startet und den Vorgänger schon kennt, wird zuerst einmal negativ überrascht. Man fühlt sich anfangs nämlich nicht wie in einem Nachfolger zu einem der besten Rollenspiele der letzten Jahre, sondern bestenfalls wie einem Add-On.
Zuerst fällt einem natürlich die Grafik auf, die sich auf den ersten Blick kein Stück verbessert hat. Zwar haben einige Menüs eine andere Farbe und einige Buttons sind im Interface hinzugekommen, aber als Verbesserung kann man das nicht bezeichnen. Erst wenn man sich eine Weile mit dem Spiel beschäftigt hat, fällt einem auf, dass sich das Menü jetzt auch in hohen Auflösungen bedienen lässt und das einige neue Effekte hinzugekommen sind. Zeitgemäß ist diese Darstellung trotzdem bei weitem nicht.
Auch spielerisch werden sich Kenner des ersten Teils sofort zurecht finden. Es gibt immer einen oder mehrere Aufträge, die erfüllt werden müssen, damit die Story vorangetrieben wird, zusätzlich können sie sich bei verschiedenen NPCs Nebenquests holen, die ihnen Credits und Erfahrungspunkte einbringen. Wie im ersten Teil sind sie zunächst ein normaler Kämpfer, der sich mit Blaster und Granaten den Weg frei räumt. Später bauen sie sich dann ein Lichtschwert und erlernen immer mehr Machtfähigkeiten, die sie dann von einem normalen Kämpfer in einen waschechten Jedi verwandeln.
Neu ist in KOTOR II das System der Werkbank und der Laborstation. Hier können Inventargegenstände, die sie nicht mehr benötigen, zerlegt werden und neue erstellt werden. Hierbei spielen ihre Fähigkeiten ein wichtige Rolle, denn je höher z.B. der Wert für „Reparieren" ist, desto wertvollere Gegenstände können erstellt werden. Falls sie eher auf jede Menge Credits aus sind, können sie ihre Gegenstände natürlich auch weiterhin bei einem Händler verkaufen.
Neu ist ebenfalls der sog. „Einfluss" den sie auf ihre Gefährten haben. Je besser sie sich mit einem Charakter verstehen, desto höher ist dieser Einfluss und desto mehr Auswirkungen haben ihre Taten auf diese Figur. Wie gut sie sich mit jemandem verstehen, hängt vor allem von den Dialogen und der Art ab, wie sie Aufträge erledigen. Die Dialoge sind wie im Vorgänger im Multiple-Choice Verfahren gehalten. Wenn sie sich eher freundlich unterhalten und auch einem Bettler mal 5 Credits schenken, bekommen sie Punkte für die helle Seite gut geschrieben, wenn sie den Bettler jedoch mit einer Morddrohung abwimmeln, wechselt ihre Gesinnung eher zur dunklen Seite. Ebenso verhält es sich mit dem Einfluss. Eine ihrer Begleiterin warnt sie davor, dem Bettler das Geld zu geben. Hören sie auf den Rat, gewinnen sie an Einfluss auf die Person, schenken sie die Credits trotzdem, verlieren sie entsprechende Einflusspunkte.
Wie schon im ersten KotoR wird auch in „The Sith Lords" viel mit Skripten gearbeitet. So werden viele Aktionen und Zwischensequenzen erst dann gestartet, wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind. Dies führt gelegentlich zu Problemen. Auf einem ihrer Planetenbesuche ist es z.B. ihr primäres Ziel, einen Jedi zu finden und die ID-Signatur ihres Raumschiffes zu ändern. Bei einem Händler erfahren sie, dass sie eine bestimmte Karte benötigen um diese ID zu ändern. Sie können den Planeten jetzt zehnmal auf und ab suchen, sie werden weder einen Jedi, noch eine solche Karte finden. Zuvor müssen sie nämlich erst eine bestimmte Anzahl an Aufträgen erfüllen, die auf den ersten Blick aussehen wie Nebenaufträge (z.B. einigen Flüchtlingen helfen). Haben sie das getan, startet automatisch eine Zwischensequenz und die Angelegenheiten mit der ID-Signatur und dem Jedi erledigen sich nun fast von alleine. Zum Glück sind solche Passagen eine Seltenheit, sorgen aber gelegentlich für Frust.
Ein großer Pluspunkt ist wie im ersten Teil die Story von KotoR II. Sie ist stets spannend und bietet überraschende Wendungen. Ebenso gut ist die Atmosphäre gelungen. Wer den Vorgänger schon gespielt hat, wird sich auf seiner Basis, der Ebon Hawk, sofort zurechtfinden und auch einige alte Bekannte wiedertreffen, u.a. T3, HK 47, Bastila und Malak, aber auch Neueinsteiger werden bald von dem Star Wars Flair gefesselt sein und sich an der hervorragenden Story erfreuen.
Insgesamt ist auch KotoR II ebenso wie der Vorgänger eines der besten Rollenspiele. Wer den ersten Teil noch nicht gespielt hat, kann ohne Bedenken zugreifen, alle anderen sollten sich aber überlegen, ob sich die Anschaffung aufgrund der wirklich minimalen Änderungen lohnt.


Star Wars - Knights Of The Old Republic
Star Wars - Knights Of The Old Republic
Preis: EUR 14,78

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinoreife Story, 5. Mai 2005
Ein Rollenspiel im Star Wars Universum. Damit ist die Thematik für Knights of the Old Republic rund um Jedi Ritter, die geheimnisvolle Macht und den endlosen Kamp zwischen Gut und Böse schon vorgegeben. Doch ob KotOR diese auch umsetzen kann, ist eine andere Frage.
Das Spiel beginnt ganz gewöhnlich wie jedes andere Rollenspiel mit dem Erstellen des Spielcharakters. Sie haben dabei grundsätzlich die Wahl zwischen drei Klassen und können dann ihren Spieler noch durch die Verteilung von Punkten auf diverse Fähigkeiten spezialisieren. Sobald sie dann im Spielverlauf zu einem Jedi werden geht die Individualität noch weiter: Jetzt können sie weitere Punkte auf Macht-Fähigkeiten verteilen, sammeln Erfahrung für die Helle oder Dunkle Seite und upgraden ihr Laserschwert durch verschieden Steine. So wird ihr Held garantiert einzigartig.
Ob man eher zur Guten oder zur Bösen Seite neigt, hängt davon ab, wie man sich gegenüber NPCs verhält und auf welche Art man Aufträge erledigt. Man kann sich in Gesprächen z.B. immer kurz fassen und behaupten man sei an dem Geschwätz des Gegenüber nicht interessiert, oder man nimmt sich seiner Sorgen an und bekommt dadurch weitere Aufträge und nähert sich der Hellen Seite der Macht. Ebenso kann man seine Widersacher einfach mit dem Lichtschwert niederstrecken, oder man versucht sie zu bekehren und auf mehr oder weniger friedlichem Wege zu überzeugen.
Da sie in KotOR nie allein sind, wirkt sich ihr Verhalten auf die ganze Party aus, die maximal aus neun Personen besteht. Leider dürfen sie immer nur zu dritt durch ein Level spazieren, der Rest muss in ihrem Versteck warten. Sie können ihre Begleiter genauso wie ihren Spielcharakter mit Gegenständen ausrüsten, seine Fähigkeiten trainieren und seine Macht stärken. Aber genauso können ihre Mitstreiter der Hellen bzw. Dunklen Seite verfallen. Oftmals sind die Partymitglieder schon voreingenommen, wenn sie zu ihnen stoßen. So neigt der Droide HK-47 schon von Beginn an zum Bösen und lässt im Spielverlauf auch dementsprechende Kommentare ab.
Dass sie aber dennoch alle Mitglieder ihrer Truppe brauchen, zeigt sich an deren unterschiedlicher Begabung und den dadurch entstehend Möglichkeiten in den Missionen zu agieren. Haben sie z.B. einen Computerspezialisten im Team, kann der die Sicherheitssysteme auf einer Raumstation knacken und so die Gegnerhorden dezimieren. Ein reparaturbegabter Droide würde einfach einen alten Wachroboter wieder fit machen, der dann die lästigen Gegner erledigt, während ein echter Jedi die Angelegenheit doch lieber selbst in die Hand nimmt. Je nach dem wie weit ihre Fähigkeiten ausgebaut sind, verbrauchen sie unterschiedlich viele Ressourcen für ein bestimmtes Vorgehen. Der obengenannte Droide z.B. braucht nur einen Bruchteil der Ersatzteile um einen Roboter zu reparieren, als z.B. der Jedi bräuchte.
Die spannende Story wartet mit einigen Überraschungen auf sie, mit denen niemand rechnen kann. Sie fesselt wirklich bis zum Abspann, der nach ca. 30 Stunden erscheint, an den Bildschirm. Zusammen mit dem prima eingefangenen Star Wars Flair, der engen Beziehung zu den Charakteren und der unglaublichen Handlungsfreiheit schafft KotOR eine überragenden Atmosphäre. Einzig die doch arg veraltete Technik stört da ein klein wenig.
Wer es in Rollenspielen gerne gemächlich angehen lässt, wird mit dem innovativen Kampfsystem glücklich. Sobald ihre Truppe einen Gegner, eine Mine oder einen anderen wichtigen Gegenstand sichtet, pausiert das Spiel und sie können in Ruhe planen. Man hat jetzt die Wahl zwischen Grananten, Macht-Attacken, direkten Angriffen und vielem mehr, wodurch einem eine Menge taktische Möglichkeiten geboten werden. So kann z.B. ein Kampf, den sie beim ersten Mal eindeutig verlieren, beim zweiten Versuch klar zu ihren Gunsten ausfallen, wenn die Taktik stimmt.
Wer Star Wars mag und einem Rollenspiel nicht abgeneigt ist, der liegt bei Knights of the Old Republic genau richtig. Die gute Atmosphäre und die spannenden Kämpfe machen süchtig und trösten auch über die schwache Technik hinweg und dürften jeden Spieler, der genug Zeit hat, begeistern.


Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde (DVD-ROM)
Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde (DVD-ROM)
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 68,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Referenz, 8. April 2005
Mit Command & Conquer Generäle hat EA LA bewiesen, dass es hervorragende Strategiespiele produzieren kann. Mit Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde wird sich zeigen, ob der gute Ruf gerechtfertigt ist oder nicht.
Wie nicht anders zu erwarten war, sticht die grandiose Grafik sofort ins Auge. Einheiten, Gebäude und Umgebung sind sehr detailliert dargestellt und auch die Animationen wirken realistisch. Was man erst später im Spiel zu Gesicht bekommt sind die bombastischen Effekte, die die Helden wie z.B. Gandalf oder Saruman durch ihre Zauber auslösen. Da verschwimmt die Sicht unter einer Druckwelle, die gleichzeitig die Gegner durch die Luft schleudert, oder Feuerbälle setzten Feinde in Brand.
Die Helden gehören überhaupt zu den wichtigsten Elementen im Spiel. Sie verfügen sowohl in der guten Kampagne als auch der Bösen über Spezialfähigkeiten, die eine Schlacht entscheiden können. Sie alle steigen in von Mission zu Mission bis in Level 10 auf und werden so immer mächtiger. Neben dem erhält der Spieler im auch eine Art Erfahrungspunkte, die er in Spezialfähigkeiten investieren kann. Hat man genügend dieser Punkte gesammelt, kann man so z.B. den Balrog oder sein gutes Gegenüber die Armee der Toten beschwören. Zusammen mit den Helden können diese Fähigkeiten eine Mission schon fast alleine bestreiten.
Da sich das Spiel nicht an den Büchern zu Herr der Ringe, sondern der Filmumsetzung orientiert, sehen die Helden und Missionen exakt so aus, wie im bekannten Film. Das steigert die Atmosphäre enorm. Auf der guten Seite kann man so die Geschichte aus dem Film nachspielen und Minas Tirith erfolgreich verteidigen, oder den Ring letztlich im Schicksalsberg versenken. Auf Seiten Isengarts und Mordors hingegen dreht man den Spieß um und bringt die Festungen der Allianz zu fall. Eins haben beide Kampagnen aber gemeinsam: Es macht Unmengen an Spaß, Einheiten wie die Nazghul, die Ents, Trolle oder die Reiterei von Rohan selbst einmal zu steuern.
Damit der Basisbau schnell abgeschlossen ist und man sich baldmöglichst auf den Kampf konzentrieren kann, haben sich die Entwickler ein innovatives Konzept einfallen lassen. Man muss seine Gebäude an bestimmten Positionen platzieren, die durch Symbole am Boden markiert sind. Wählt man eines dieser Symbole aus, öffnet sich ein Menü in dem man wählen kann, welches Gebäude erstellt werden kann. Natürlich sind solche Plätze sehr begehrt und überall auf der Karte verteilt, wodurch man ähnlich wie in Warhammer Dawn of War gezwungen ist, schnell die Karte zu erkunden und Gebiet zu erobern. So beginnen schon wenige Minuten nach dem Start einer Mission die ersten Kämpfe um Bauplätze und dem Spieler wird so nie langweilig.
Aber nicht nur gewöhnliche Missionen in denen man einfach nur den Gegner besiegen muss, sondern auch Missionen ohne Basis und Ressourcenabbau, sondern nur mit den Helden, muss der Spieler bestreiten. So findet man sich schon zu Beginn der guten Kampagne in den Höhlen von Moriah wieder und darf sich in durch Ork Horden schlagen. Solche Aufgaben bieten eine willkommene Abwechslung zu den ansonsten doch immer nach dem gleichem Schema ablaufenden Missionen.
Insgesamt gibt es an Schlacht um Mittelerde keinen wirklichen Kritikpunkt. Die Atmosphäre stimmt genauso wie die Grafik und das Gameplay. Deswegen kann sich jeder, der schon C&C Generäle gemocht hat, auf diese Spiel freuen.


Die Siedler: Das Erbe der Könige (DVD-ROM)
Die Siedler: Das Erbe der Könige (DVD-ROM)
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 22,92

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Siedler in neuem Outfit, 30. Januar 2005
Mit „Die Siedler 5: Das Erbe der Könige" schlägt die Siedlerreihe vor allem grafisch eine völlig neue Richtung ein. Wer wie ich keinen der ersten vier Teile gespielt hat, stört das nicht weiter, Fans der Serie vermissen aber möglicherweise den alten, niedlichen Look.
Die Grafik ist zwar nun nichts besonderes mehr, sieht aber trotzdem sehr gut aus. Schöne Animationen und vor allem die Liebe zum Detail sorgen dafür, dass sich das Spiel nicht hinter der Konkurrenz verstecken muss.
Spielerisch kann man das neue Siedler am ehesten mit Age of Empires vergleichen. Der Aufbaupart spielt eine relativ große Rolle. Sie müssen sich frühzeitig genug die sechs Ressourcen sichern und dafür sorgen, dass auch später, wenn sie sich um das Ausheben einer Armee kümmern müssen, ständig Holz, Lehm, Stein, Eisen, Schwefel und Taler in ihre Lager strömen. Wichtig dabei ist, dass in der Nähe der Minen, in denen die Rohstoffe gefördert werden, immer genug Betten und Bauernhöfe vorhanden sind, sonst werden ihre Arbeiter unzufrieden, die Motivation sinkt und die Arbeit wird langsamer verrichtet.
Im Spiel selbst passiert es kaum, dass die Anzeige für die Zufriedenheit der Bewohner einmal sinkt. Auch wenn man die Steuern auf das Maximum stellt, kann man mit Gebäuden wie Statuen oder mit Segnungen aus dem Kloster die Menschen wieder glücklich machen.
Ebenfalls wichtig ist das erforschen neuer Technologien oder das Upgraden ihrer Einheiten. Fast jedes Gebäude lässt sich aufwerten und leistet dadurch mehr oder bietet neue Möglichkeiten. Auch optisch verändern sich alle Soldaten und Gebäude durch die Upgrades. So ziehen ihre Schwertkämpfer am Anfang noch mit einem besseren Messer und in normalen Stoff bekleidet in den Kampf, so führen sie in der höchsten Ausbaustufe aber eine Metallrüstung und riesige Klingen mit sich.
Um den Gegner zu besiegen, können sie eine Vielzahl an Einheiten in den Krieg schicken. Es gibt u.a. Schwertkämpfer und Bogenschützen, aber auch schnelle Reiter und schwere Kanonen. Zuerst müssen sie für einen Trupp immer einen Hauptmann rekrutieren, zu dem sich dann bis zu acht anderen Kämpfer eines Typs gesellen. Zusätzlich haben sie, abhängig von der Mission die sie spielen, bis zu sechs Helden bei sich, die besonders stark sind und auch über jeweils zwei Spezialfähigkeiten verfügen. Der richtige Einsatz dieser Fertigkeiten kann den Ausgang eine Schlacht bestimmen.
Wirklich Innovativ ist Die Siedler im Bezug auf das dynamische Wettersystem. So ändern sich die Verhältnisse entweder im Laufe einer Mission von selbst, oder sie bestimmen das Wetter mit Hilfe einer Wettermaschine, die sie in späteren Aufträgen bauen können. Diese Änderungen ziehen nicht nur schöne Effekte mit sich, sondern haben auch Einfluss auf den Spielverlauf. Bei Regen z.B. verschlechtern sich die Sichtverhältnisse deutlich, bei Schnee gefrieren die Seen und es bieten sich völlig neue Wege für sie und den Gegner. Vorher unpassierbares Gebiet kann durch das Eis plötzlich begehbar werden und sie haben in Windeseile eine gegnerische Armee, die ihnen in den Rücken fällt.
Die Missionen sind gut und abwechslungsreich gestaltet. Mal müssen sie eine Festung zerstören, mal andere Dörfer auf ihre Seite bringen oder einige Kämpfer befreien. Oftmals können sie sich dabei entscheiden ob sie Wert auf eine starke Armee oder ihre Rohstoffe legen. Sie werden dann z.B. vor die Wahl gestellt, ob sie eine feindliche Stadt mit einem Tribut besänftigen wollen, oder es auf einen Konflikt anlegen.
Die Story von einem König, der sein Reich von einem ausbeutendem Tyrann befreien will, ist nicht sehr originell, dafür aber schön in kurzen Zwischensequenzen vor und nach jeder Mission erzählt.
Die Siedler 5 ist insgesamt zwar nicht so ein Hammer wie Schlacht um Mittelerde, kann einen aber lange vor den Bildschirm fesseln. Wer also auf ein typisches Echtzeitstrategiespiel gewartet hat, kein hier ohne bedenken zugreifen.


Half-Life 2
Half-Life 2

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meist erwartetes Spiel aller Zeiten, 27. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Half-Life 2 (Computerspiel)
Nach dem gewaltigen Erfolg des Vorgängers wird von Half-Life 2 so viel erwartet wie von keinem anderen Computerspiel. Valve hat das fast unmögliche vollbracht und mit dem neuen Shooter nur alle denkbaren Wünsche der Fans von Half-Life erfüllt und damit einen weiteren Meilenstein im Ego-Shooter Genre geschaffen.
Ähnlich wie im Vorgänger erfährt ihr Protagonist Gordon Freeman zu Beginn von Half-Life 2 keine Action. Sie fahren gemächlich in einer Art futuristischem Zug durch eine Stadt namens City 17 und bewundern die erwartungsgemäß fantastische Grafik. Diese wirkt nicht wie in Doom 3 oder Far Cry zu plastisch und glänzend, sondern außergewöhnlich realistisch. Spezialeffekte wie z.B. Bump Maps wurden nur dort verwendet, wo sie auch wirklich Sinn machen. Highlight der neuen Source Engine sind mit Sicherheit die Charaktere. Sie sind nahezu perfekt animiert und schaffen eine unglaubliche Atmosphäre durch ihre wirklichkeitsnahen Gesichtszüge. Dabei wurde auf jedes Detail geachtet. So drehen sich die NPCs immer in ihre Richtung und schauen sie an, wenn sie mit ihnen reden. Außerdem kann man ihre Stimmungslage an der Mimik erkennen.
Die realistische, beklemmende Atmosphäre bleibt über die gesamte Spielzeit von ca. 15 Stunden erhalten. Wenn sie zu Spielbeginn nicht den Anweißungen der Combine-Soldaten folgen, gehen diese mit Elektroschockern auf sie zu. Nebenbei treffen sich auch auf den beliebten Charakter Barney, der schon aus Half-Life 1 bekannt ist. Zusammen mit ihm bestreiten sie einige Kämpfe auf Seiten einer Rebellen-Truppe in City 17.
Genau diese Situation ist der Ausgangspunkt für die filmreife Story des Spiels. Ein ehemaliger Kollege von Freeman, Dr. Breen, spielt Diktator und unterdrückt die Bevölkerung. Das lassen natürlich nicht alle Bewohner der Stadt über sich ergehen und eine Rebellentruppe lehnt sich gegen Breen auf. Sie stoßen zu dieser Truppe hinzu und gelten als eine Art letzte Rettung im Kampf gegen den Diktator.
Neben der fantastischen Grafik spielt ein weiterer Technik-Aspekt eine große Rolle in Half-Life 2. Die Physik wird an fast jedem Gegenstand realistisch simuliert. Fässer, die eine Treppe hinunterrollen, kennt man schon aus Max Payne 2, aber dass man Leuchtschriften von Häusern reißen kann, oder jeden Gegenstand vom Backstein bis zur Heizung nun als Wurfgeschoss einsetzten kann, das hat man vorher noch nie gesehen. Bestes Werkzeug für solche Aktionen ist dabei ihr Graviton.
Neben den aus den ersten Teil bekannten Waffen wie Schrotflinte, Revolver oder Armbrust, gibt es nun ein Gerät namens Graviton, mit dem man Gegenstände an sich heranziehen kann, und sich auch wieder wegschleudern lassen. Damit ergeben sich spielerisch völlig neue Möglichkeiten, die das Spiel extrem abwechslungsreich machen. So werden Fässer schnell zum Tragbaren Schild umgewandelt, oder Farbeimer zu ungeahnten Waffen umfunktioniert. Auch lassen sich mit Hilfe des Graviton und der korrekten Physikengine interessante Rätsel aufstellen. So müssen z.B. Holzkisten so gelegt werden, dass sie durch den Auftrieb, den sie im Wasser erfahren, ihr Körpergewicht halten, damit Gordon problemlos übers Wasser kommt.
Abgesehen von den Rätseln bietet Half-Life 2 weiter spielerische Elemente, die es so abwechslungsreich machen. Z.B. ist man nicht immer nur zu Fuß unterwegs. Über einen längeren Abschnitt hinweg fährt man in einem Hovercraft durch die Kanalisation von City 17 und darf dabei Stunts vollführen, auf die sogar James Bond neidisch wäre. Außerdem gibt es eine Menge Team-Kämpfe in denen ihnen bis zu vier Mitstreite im Kampf gegen die Vielzahl der Gegner hilft.
Neben den Aliens und den Combine Soldaten, die es auch schon in Half-Life 1 gibt, kommen nun z.B. die riesigen Strider hinzu. Diese überragen sogar die Hochhäuser der Stadt und sind schwer gepanzert, ähnlich wie eine Art moderner Helikopter, der ihnen ab und zu nach dem Leben trachtet.
Die KI der Gegner sowie der Rebellen ist äußerst gut gelungen. Die Combine-Soldaten sind z.B. in der Lage, Deckung zu suchen, Grantaten zu werfen oder sich gegenseitig zu Unterstützen. Auch ihre Mitstreiter stehen nie sinnlos neben ihnen oder blockieren sie sogar, sondern agieren erfreulich eigenständig und sind daher immer eine Hilfe.
Über den Multiplayermodus kann eigentlich auch niemand meckern. Wer Counter-Strike mochte wird auch gerne Counter-Strike Source spielen. Die Spielgefühl ist das gleiche geblieben, die Grafik ist natürlich deutlich besser, auch die Physik Engine wurde in CS S übernommen. Lediglich die höheren Latenzen dürften den ein oder anderen ISDN Spieler stören.
Klingt doch eigentlich nach dem perfekten Spiel oder? Nun, nicht ganz. Die Vertriebssoftware Steam könnte jedem Käufer den letzten Nerv rauben. Wenn man Half-Life 2 spielen will, ist man gezwungen sich im Internet über Steam zu registrieren. Das klappt mittlerweile zwar schon deutlich besser als noch beim Start von Steam und CS 1.6, aber vor Abstürzen und Verbindungsabbrüchen ist wohl keiner geschützt. Und wer sich den Lizenzvertrag, den man bei der Installation akzeptieren muss, genau durchliest, wird merken wie Valve versucht, dem Kunden im Bezug auf Half-Life 2 auch die letzten Rechte wegzunehmen. Wer keinen Internet Anschluss zu Hause hat, muss also auf das Spiel verzichten und wer wie ich nur über einen ISDN Anschluss verfügt, muss Stundenlange Downloads in Kauf nehmen. Lässt sich nur hoffen, das möglichst wenige Entwickler dem Beispiel Steam folgen.


Need for Speed: Underground 2
Need for Speed: Underground 2

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spaßiges Arcaderennspiel, 19. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Need for Speed: Underground 2 (Computerspiel)
Nach Need for Speed Underground haben sich die treuen Fans für den Nachfolger eine Stadt gewünscht, in der man sich frei bewegen kann und die man nicht mehr nur zum Rennen betritt. Genau das wurde in Need for Speed Underground 2 verwirklicht und dieses neue Feature macht es noch ein gutes Stück besser als den Vorgänger.
Sie kommen zu Beginn als absoluter Neuling in der Stadt Bayview am Flughafen an. Dort bekommen sie per SMS die wichtigsten Mitteilungen und erste Starthilfen von ihrer einzigen Bekannten Rachel übermittelt. Gleich darauf haben sie sogar die Ehre ihren aufgemotzten Wagen zu fahren und bekommen einen ersten Eindruck was so in Bayview vor sich geht. Ihr erstes Ziel lautet ihre Garage, die mitten in der Stadt liegt und als Ausgangspunkt für weitere Aktionen dient. Kurze Zeit später müssen sie sich für ein komplett neues, ungetuntes Vehikel entscheiden und stehen ab sofort auf eigenen Beinen in der riesigen Stadt.
Am Anfang erleichtert ihnen eine Stadtkarte die Orientierung. Hier sind neben den ganzen Shops, die sie besuchen müssen um ihr Auto zu verbessern, auch die Startpunkte von Rennen eingezeichnet. Wenn sie sich an so einen Punkt begeben, bekommen sie eine kleine Information und erfahren außerdem wie viel Geld in ihrer Kasse strömt, falls sie siegreich sind. Die Rennen an sich sind alles andere als eintönig: Es gibt Standartrennen, in denen ein bestimmter Rundkurs in zwei oder drei Runden gefahren werden muss; Sprintrennen, in denen es einfach nur ihr Ziel ist, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen; Dragrennen, bei denen sie auf einer geraden Strecke so schnell wie möglichst beschleunigen müssen (hierbei ist vor allem das Punktgenaue schalten wichtig); Driftrennen, wo sie Punkte ergattern müssen, indem sie möglichst lange Drifts bei hoher Geschwindigkeit hinlegen und Street X rennen, die zwar auch auf den Driftstrecken stattfinden, wo aber das Ziel ist, so schnell wie möglich die Strecke zu absolvieren.
Wenn sie irgendwann durch solche Rennen genug Geld gewonnen haben, können sie das gleich in ihren Wagen investieren. Dazu müssen sie verschieden Shops besuchen, in denen praktisch alles am Auto verändert werden kann, was sie sich wünschen. So lässt sich die Performance durch neue Reifen oder bessere Bremsen steigern, oder sie erhöhen ihr Ansehen durch neue Spoiler, Felgen, Farbenm, Motorhauben und, und, und. Ein weiteres Mittel um auf der Rennstrecke siegreich zu sein ist ihren Wagen genau abzustimmen. So können sie zum Beispiel für Street X Rennen das Setup des Autos so verändern, dass es möglichst schnell beschleunigt, aber eine geringere Endgeschwindigkeit hat, oder für Drag Rennen die Nitro- Einspitzung so einstellen, dass möglichst viel Leistung gewinnen, aber dafür auch die kleinen Gasflaschen schneller leer sind.
Das erhöhte Ansehen, dass sie durch ihren getunten Wagen erhalten, wird durch Einladungen zu Fotoshootings belohnt. Hierbei können sie selbst Kameramann spielen und ihr Auto an einer geeigneten Stelle postieren, Türen, Motorhaube oder Kofferraum öffnen und anschließend das Bild als DVD Cover oder Titelbild einer Zeitung bewundern.
Wenn sie beim Umherfahren in der Stadt auf andere, auch getunte, Wagen treffen, können sie den anderen Fahrer zu einem persönlichen Wettrennen herausfordern. Ziel dabei ist es, 300 Meter Abstand zum anderen herauszufahren, die Strecke bestimmt derjenige, der in Führung liegt. Als Belohnung dafür bekommen sie einzigartige Gegenstände, die ihren Wagen noch mal etwas schneller machen, oder ihn noch besser aussehen lassen.
Neu, im Vergleich zum Vorgänger, sind in NFSU 2 die wuchtigen Geländewagen, die auch gekauft werden können. Da sie jetzt die Möglichkeit haben, bis zu fünf Wagen gleichzeitig in ihrer Garage zu platzieren, können sie die Geländewagen auch parallel zu ihrem normalen Auto fahren. Der Fairness halber gibt es für Autos wie z.B. den Hummer H2 extra Rennen, in denen nur solche riesigen Vehikel mitfahren.
Das einzige, was an diesem Spiel wirklich nervt sind die Gegner. Im mittleren Schwierigkeitsgrad hängt man sie in den ersten Runden (auch mit Tastatur-Steuerung) locker ab. In der letzten Runde scheinen sie aber plötzlich die perfekten Fahrer geworden zu sein und man kann sehen, wie ein Vorsprung von 10-15 Sekunden plötzlich auf drei bis vier Sekunden schmilzt. Dann reicht ein Crash in der letzten Kurve und man hat das Rennen verloren. Das sorgt für gelegentliche Frustmomente, kann den guten Gesamteindruck aber nicht trüben.
Mit der frei befahrbaren Stadt, den neuen Autos und Tuning-Teilen, der verbesserten Grafik und der gewohnt Arcadelastigen Steuerung, ist Need for Speed Underground 2 noch besser als der Vorgänger und kann jedem Rennspielfan mehr als nur empfohlen werden.


Warhammer 40,000: Dawn of War
Warhammer 40,000: Dawn of War
Wird angeboten von schneidersoft
Preis: EUR 21,95

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich Nachschub im Strategie Genre, 23. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Warhammer 40,000: Dawn of War (Computerspiel)
Anfangs ist man sicherlich skeptisch ob des merkwürdigen Szenarios, dass durch die Warhammer Serie gegeben ist. Doch schon nach kurzer Spielzeit wird klar, dass das Szenario zusammen mit dem rasanten Spielablauf Warhammer 40K Dawn of War zu dem wohl besten Echtzeitstrategiespiel seit C&C Generäle und Warcraft 3 machen.
Dawn of War startet wie jedes gewöhnliche Strategiespiel. In einem Tutorial werden ihnen grundlegende Dinge über Basisbau, Ressourcenbeschaffung und Truppenmanagment beigebracht. Hierbei sticht sofort die grandiose Optik ins Auge. Man kann die Kamera in alle Richtungen drehen, ranzoomen und kippen wie es einem passt. Die Gebäude und Einheiten weisen bei näherer Betrachtung erstaunliche Details auf und auch die Animationen sind mehr als gut gelungen. Während eines Kampfes hauen ihre Einheiten z.B. nicht mehr einfach nur in die Luft und der Energiebalken der Gegner schwindet, sondern jede Einheit sucht sich einen Gegenüber und beharkt ihn solange bis er zu Boden sinkt. Ab und zu kann man seine Einheiten sogar dabei beobachten, wie sie dem Gegner noch eine Art Todesstoß geben.
Als ob die Gefechte durch die hervorragende Grafik nicht schon ansehnlich genug wären, so tritt bei Kämpfen mit starken Einheiten auch die Physik-Engine zum Vorschein. Große Einheiten verschaffen sich Platz indem sie kleinere Einheiten mit gezielten Schlägen durch die Luft schleudern. Selbiges passiert beim Zerstören von Gebäuden; durch die Wucht der Explosion werden ihre Truppen schon mal über den halben Bildschirmausschnitt geschleudert.
Sobald man das Tutorial gemeistert hat, kann man sich in die Kampagne stürzen. Hierbei fällt positiv auf, dass der Basisbau erstaunlich schnell vonstatten geht. Innerhalb weniger Minuten hat man alle Gebäude errichtet und der Sturm auf den Gegner beginnt. Auch bei der Ressourcenverwaltung hat man das Spiel erfreulich einfach gehalten. Es gibt nur zwei verschiedene Typen, zum einen Energie, die aus Generatoren gewonnen wird, die man in seiner Basis aufstellt. Die wichtigere Ressource sind die sog. Anforderungspunkte. Diese erhält man nur, wenn man bestimmte Kontrollgebiete auf der Karte erobert und hält. Der Clou: man kann sich nicht mehr in seiner Basis verstecken und einen Verteidigungsturm nach dem anderen errichten, denn früher oder später benötigt man mehr Ressourcen. Somit ist ein aggressives vorgehen Pflicht, was dem Spielspaß gewaltig zugute kommt.
Die Gefechte gestalten sich stets spannend. Man bildet einen Trupp Marines immer als eine Gruppe aus, niemals einzelne Soldaten. Diesen Trupp kann man dann nach seiner Ausbildung noch weiter verfeinern. Schon während er sich ins Kampfgetümmel stürzt, lässt er sich vergrößern, sodass sehr schnell die doppelte Anzahl an Soldanten im Trupp vorhanden ist. Außerdem kann man ihm spezielle Waffen, wie Raketen- oder Plasmawerfer spendieren. Ein weiterer Punkt sind eine Art Helden, die über spezielle Angriffe verfügen, aber keine Erfahrung gewinnen. Diese lassen sich auch einem Trupp zuweisen. Wichtig für einen erfolgreichen Kampf ist die Moral der Einheiten. Abgesehen von mechanischen Kämpfern verfügen alle Truppen über einen Moralbalken. Wenn sich die Einheiten unterlegen fühlen, oder gegnerische Einheiten die Moral beeinflussen (z.B. Avatare, die die normalen Einheiten um Meter überragen und extrem Furcht einflößend aussehen), sinkt dieser Balken, und die Einheiten Kämpfen schlechter. Dagegen gibt es zwei Mittel: zum einen eigene Einheiten (eine Art Generäle) die die Moral wieder stärken können, oder man muss die betroffenen Einheiten aus dem Kampf zurückziehen, damit diese sich wieder regenerieren können.
Wenn man in der Kampagne voranschreitet fallen einem in der Hinsicht auf die Story deutliche Parallelen zu Warcraft 3 auf. Die Space Marines (Menschen) kämpfen eigentlich gegen einen Haufen Orks (auch in Warcraft Orks). Im Hintergrund planen aber schon die Chaos Marines (Untote), einen Dämon zu beschwören, der das Universum in Schutt und Asche legt. Zu guter letzt wären da noch die Eldar (Nachtelfen) die so tun, als ob sie die Weisheit persönlich erfunden hätten und versuchen die Chaos Marines bei ihrem Vorhaben zu stoppen.
Die nicht besonders originelle Story wird aber durch das interessante Level- und Einheitendesign, sowie das ungewöhnliche Warhammer Szenario wieder gut gemacht.
Zum Ende der Kampagne zeigen sich die ersten Schwächen in Dawn of War. Denn langsam gleicht sich der Missionsablauf ein wenig zu sehr. Immer wieder Basis aufbauen und Gegner überrennen wird ein wenig langweilig, zumal die Motivation, in späteren Level noch weiter neue Einheiten zu bekommen, wegfällt. Hier hätte ein wenig mehr Abwechslung sicher nicht geschadet. Nachdem beenden der Kampagne erfolgt dann aber die (einzige) große Enttäuschung: Man darf mit keiner Partei außer den Space Marines an der Story teilhaben. Wenn man mit einer der drei anderen Rassen spielen will, muss man in den Gefecht Modus wechseln und hat dort natürlich keine Story zum Nachspielen.
Hier hat man jede Menge Spielspaß verschenkt, zumal die Einheiten der anderen Völker mindestens genauso genial sind wie die der Space Marines. Im Gefecht stellt sich dann heraus, dass die Parteien hervorragend ausbalanciert sind, sie aber dennoch eine andere Spielweiße erfordern. Während die Orks auf riesige Heere bestehen, haben die Chaos Marines die teureren aber auch besseren Einheiten. Die Eldar besitzen Portale, mit denen sie überall auf der Karte erscheinen können und somit immer für eine Überraschung gut sind. Multiplayerspaß ist somit garantiert, vielleicht sogar noch mehr als im Einzelspielermodus.


Doom III
Doom III

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grandiose Gruselatmosphäre, 9. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Doom III (Computerspiel)
Das Ziel von Far Cry war es, grafisch und spielerisch mit kommenden Titeln wie Doom 3 konkurrieren zu können. Nun ist Doom 3 nach vier Jahren Entwicklungszeit erschienen und der Spieler kann seinen Favoriten wählen.
Die ersten Stunden in Doom 3 laufen ab wie in einem hervorragendem Horrorfilm. Nachdem sie als Marine auf dem Mars im Jahre 2145 landen, haben sie noch keine Ahnung, dass sie bald mehr tun werden, als bloß ein paar Wissenschaftler zu beschützen. Nach dem ruhigen Beginn, in dem es ähnlich wie in Half-Life noch keine Auseinandersetzungen gibt, wird vor ihren Augen plötzlich ein Wissenschaftler von merkwürdigen Wesen umgebracht, die sich plötzlich in den Raum teleportiert haben. Ab hier beginnt die nonstop Action von Doom 3: sie können mit einem Dutzend verschiedener Waffen auf fast alles schießen was sich bewegt; und es bewegt sich einiges. Von kleinen Spinnen, die nur in Massen auftreten und extrem flink sind, bis zu raketenschießenden Skeletten ist alles vorhanden. Das Design und die Vielfältigkeit der Gegner ist denen aus Far Cry weit überlegen. Nie hatte ich in dem Ego-Shooter von Crytek soviel Angst wie in Doom3. Wenn sich plötzlich der Raum um einen verdunkelt, man merkwürdige Stimmen hört und sich dann vor und hinter dem Spieler mehrere Gegner materialisieren, die dann auch noch aussehen, als seien sie der Teufel persönlich, wird man hektisches Zusammenzucken vor dem Monitor nicht vermeiden können. Dafür haben die Gegner in Far Cry einen entscheidenden Vorteil. Während bei ids Shooter die Gegner nur gerade auf einen zurennen (mal abgesehen von einige mutierten Marines, die wenigstens versuchen, in Deckung zu gehen), haben die Far Cry Gegner wesentlich mehr KI eingepflanzt bekommen.
Der größte Pluspunkt, den Doom3 verbuchen kann, ist eindeutig die Atmosphäre. Zusammen mit der erhabenen Grafik schafft es das Spiel wie kein anderer Shooter den Spieler so in Angst zu versetzen. Vor allem die zahlreichen Licht- und Schatteneffekte bringen ihnen zusammen mit den schaurigen Gegnern Schweißperlen im Minutentakt auf die Stirn. Neben der Grafik spielt auch das oben genannte Gegner- sowie das Leveldesign eine entscheidende Rolle. Alle Level sind sehr düster gehalten, oder werden dunkel, sobald sie den Raum betreten. Schade ist nur, dass die Level kaum Abwechslung bieten. Zusammen mit der einfachen KI der Gegner sorgt das schnell für Langeweile. Kennt man erst einmal die Stellen, an den die Programmierer mit vorliebe Monster platzieren, wird man nur noch selten überrascht. Darunter leidet vor allem die Motivation in der Mitte des Spiels. Spannender wird es, sobald man die Hölle betreten hat, hier ändert sich das Aussehen der Level und es kommen auch häufiger stärkere Zwischengegner, die teilweise häusergroß sind und endlich wieder eine Herausforderung darstellen.
Der Schwierigkeitsgrad ist im gesamten Spiel fair gehalten. Der mittlere Schwierikgeitsgrad dürfte für einigermaßen erfahrene Shooter Spieler zu schaffen sein. Das einzige, an dem man wirklich scheitern kann, sind die Hardwareanforderungen. Auf einem Athlon XP 2000+, 512 MB Arbeitsspeicher und einer GeForce4 Ti-4600 (also einem Low-end bis Mittelklasse Pc) muss man die Auflösung auf 640x480 herunterschrauben um überhaupt die Schatteneffekte einschalten zu können. Außerdem muss man als Besitzer einer Directx 8 Grafikkarten ohnehin schon auf einige Effekte verzichten. Trotz allem sieht Doom3 mindestens genauso gut wie Far Cry aus.
Wer auf einen gradlinigen Shooter mit erstklassiger Atmosphäre gehofft hat, wird mit Doom3 nicht enttäuscht werden. Wem es allerdings zu langweilig ist, sich einfach nur durch jedes Level zu schießen, und auf anspruchsvolle Gegner wartet, der sollte besser bei Far Cry bleiben.


Hitman: Contracts
Hitman: Contracts

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles schonmal gesehen, 25. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Hitman: Contracts (Computerspiel)
Die bekannte Hitman-Reihe geht mit Hitman: Contracts in die dritte Runde. Auch der neuste Teil verspricht wieder lautloses Morden im Auftrag der Agentur. Der recht brutale Vorgänger wird diesmal in Sachen Blut und „mit welchem Gegenstand lässt sich mein Gegner am kreativsten erledigen" noch übertroffen. Daher ist die Einstufung „Keine Jugendfreigabe" mehr als gerechtfertigt.
In Sachen Grafik hat sich im neuen Hitman nicht viel getan. Die alte Grafik Engine wurde ein wenig aufgebohrt (z.B. spiegelndes Blut) und um einen neuen Effekt erweitert. Eine Art Verwischeffekt taucht weit entfernte Objekte in einen Schleier, wodurch das Spiel ein wenig atmosphärischer wird. Dummerweise kostet dieser Effekt eine Menge Performance, sodass ihn Spieler mit einer GeForce 4 Ti-4600 oder schlechter besser abschalteten. Mit einer etwas besseren Grafikkarte sollte das Spiel aber auch mit diese Effekt ruckelfrei spielbar sein.
Auch am Spielprinzip hat sich nicht viel getan. Ihre Missionsziele bestehen meistens darin, bestimmet Zielpersonen auszuschalten. Das besondere an Hitman ist, dass es für das erfüllen der Mission immer mehrere Ansätze und Lösungswege gibt. Grundsätzlich kann man sich entscheiden, ob man das Spiel wie einen Ego-Shooter spielt, oder in Splinter-Cell Manier durch die Level schleicht, sich verkleidet und niemanden außer den Zielpersonen tötet. Nach jedem Auftrag erscheint eine Zusammenfassung, in der man bewertet wird. Die Noten reichen von „Massenmörder" bis „lautloser Killer", wobei letzteres die beste Note ist und bei erreichen sogar eine Bonuswaffe winkt. Aber selbst wenn man sich dazu entschlossen hat die Waffen nur zu zücken, wenn es wirklich nötig ist, gibt es noch eine Unmenge an Möglichkeiten um an sein Ziel zu kommen. Sie können in verschiedene Rollen schlüpfen (Barkeeper, Polizist, Bodyguard usw.) und mit NPCs interagieren, wodurch sich immer ein passendes Mittel findet. Sie können Essen vergiften, Benzin in einen Schornstein schmeißen, Abführmittel verabreichen, oder einfach mit dem Scharfschützengewehr die Opfer bequem ausschalten.
Die KI der Gegner ist nicht atemberaubend, geht aber in Ordnung. Sie müssen sich, an Orten an denen sie unerwünscht sind, verkleiden und selbst dann werden sie noch enttarnt, wenn sie sich ungewöhnlich verhalten, oder zu nahe an Wachen vorbeischlendern. Wenn die Gegner eine Leiche finden, wird meistens Alarm ausgelöst und sie haben schlechte Chancen, das Level noch erfolgreich schaffen. Ab und zu macht es aber sogar Spaß sich durch eine Mission zu schießen. Zwar verträgt ihr Hitman nicht besonders viele Kugeln, dafür sind die Gegner aber auch keine meister an ihren Waffen. Lediglich die schiere Masse an Kontrahenten wird ihnen dann zum Verhängnis.
Gespeichert wird in Hitman Contracts wie im Vorgänger. Zwar dürfen sie speichern wann und wo sie wollen, aber nicht mehr als sieben mal pro Level. Mit sieben Speicherständen hat man meiner Ansicht nach einen guten Weg zwischen Quicksave und Speicherverbot gefunden, der keinen Frust erzeugt, aber trotzdem fordert.
Die Story ist wie gewohnt nicht besonders umfangreich, oder spannend. Ihr Hitman wird von einer Kugel verwundet und liegt schwer verletzt in seinen Hotelzimmer. In Trance erinnert er sich an vergangene Aufträge und selbige müssen sie dann spielen. Die Missionen sind also zusammenhanglos und das einzige was ein wenig Spannung erzeugt, ist die Frage ob der Hitman überlebt.
Für mich als Spieler des Vorgängers, bietet Hitman Contracts nicht genug neues um vier Steren verdient zu haben. An und für sich macht die Mischung aus Schleich- und Egoshooter immer noch eine Menge Spaß, aber irgendwie kommt einem alles schon bekannt vor. Deswegen ist das Spiel nur für echte Hitman Fans, oder Leuten die den Vorgänger nicht kennen zu empfehlen.


Far Cry
Far Cry
Wird angeboten von GoForGames
Preis: EUR 19,19

10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer braucht schon Half-Life2 ?, 23. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Far Cry (Computerspiel)
Noch vor ein paar Jahren kamen aus Deutschland nur wenige Computerspiele, die sich auch international durchsetzten konnten. Aber mittlerweile hat sich das geändert und Far Cry ist der beste Beweis dafür, dass auch in Deutschland erstklassige Spiele produziert werden können.
Was man ansonsten nur von iD-Software Spielen kennt, schafft diesmal auch Far Cry: Es setzt neue Grafik-Maßstäbe, an denen sich alle kommenden Ego-Shooter messen müssen. Vor allem die Außenlevel, in denen man auf einer karibischen Insel herumreist, sehen bombastisch aus. Es gibt keine anderen Palmen oder Gewässer die je so realistisch über den Monitor geflimmert sind. Partikel-, Licht-, Schatteneffekte und Mutatoren, mit denen man die Render-Technik von Far Cry verändern kann, tun ihr übriges. Richtig in Szene gesetzt wird Far Cry aber nicht nur durch die Grafik, sondern auch durch die Physik Engine. Man kennt das schon aus Max Payne 2: Fässer rollen Abhänge runter, Gegner fliegen wegen Explosionen meterweit durch die Lüfte. Wenn man vollgas mit dem Strandbuggy über die Insel rast sind Szenen wie in einer Stuntshow normal.
Das gute Grafik oder Physik in einem Spiel noch nicht gleichbedeutend mit Spielspaß sind, musste man leider schon oft genug erleben (Enter the Matrix, Breed...). Für einen Ego-Shooter mindestens genauso wichtig ist die KI. Dumme Gegner die wild schießend auf einen zurennen und noch nicht mal als Kanonenfutter zu gebrauchen sind, will keiner mehr sehen. In der Hinsicht hat man sich bei Crytek jede Menge mühe gegeben und hat Gegner erschaffen, die einen genauso in Angst versetzen, wie damals die Söldner aus Half-Life. Im späteren Spielverlauf trifft man zwar auch auf weniger intelligente Gegner, da diese aber entweder extrem flink sind, oder richtig schwere Waffen dabei haben, sind sie mindestens genauso gefährlich.
Die gute KI hat aber leider auch einen ziemlich hohen Schwierigkeitsgrad zur Folge. Die Stufe „Mittel" ist auch für erfahrene Ego-Shooter Spieler nicht ohne häufiges laden zu meistern. Selbst wenn man weiß wo, oder wie viele Gegner auf einen zukommen, so sind die Kämpfe trotzdem jedes Mal anders. Gerade am Ende des Spiels kommt es daher vor, dass man einen Speicherpunkt vier oder fünfmal laden muss, um weiter zu kommen.
Das nächste Problem für viele Spieler ist der oben genannte Speicherpunkt. Es gibt kein Quicksave, Far Cry speichert an fair verteilten Stellen automatisch. Ich konnte mich damit recht gut anfreunden, aber der ein oder andere Spieler wird sich darüber ärgern. Für den gibt es dann nur noch zwei Möglichkeiten: Per Cheat Quicksave bzw. load ins Spiel einfügen, oder einen Patch herunterladen, der genau das gleiche ermöglicht.
Das Gameplay ist im wesentlichen genauso wie in jedem anderen Ego-Shooter auch. Man rennt von Missionsziel zu Missionsziel, sprengt Gebäude in die Luft, rettet Menschen aus der Hand von Bösewichten und ist am Ende der strahlende Held. Heutzutage schon fast Standart: Man ist nicht immer nur zu Fuß unterwegs, sondern darf in Buggys, Trucks, Booten und sogar Paraglidern die Insel erkunden. Außerdem ist man in manchen Leveln nicht völlig auf sich allein gestellt, sondern bekommt Schützenhilfe (die KI Mehrbelastung merkt man deutlich am Performanceeinbruch).
Far Cry ist in Sachen Gameplay und Story keine Revolution im Ego-Shooter Genre, aber KI und Grafik setzten die Messlatte für Half-Life 2 und Doom 3 deutlich in die Höhe. Insgesamt macht es einfach Spaß mitten im Dschungel gegen realistisch handelnde Söldner zu kämpfen oder einfach das Strandpanorama zu genießen. Daher ist Far Cry einfach ein Muss für alle Ego-Shooter Fans.


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