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Rezensionen verfasst von
Reiter "reiterbdw" (türkheim)
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Ideen managen: Eine verlässliche Navigation im Kreativprozess
Ideen managen: Eine verlässliche Navigation im Kreativprozess
von Annette Blumenschein
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine verlässliche Navigation im Kreativprozess", 3. Dezember 2007
... ist der Untertitel, der absolut berechtigt ist: Den beiden Autorinnen ist es gelungen, den Einsatz von Kreativitäts-Techniken als andauernden und/oder wieder kehrenden Prozess darzustellen. In einer Form, die Nachhaltigkeit wirklich sichert, voraus gesetzt, Anwender hält sich an den vorgeschlagenen Weg. Einen Weg klarer Richtung, der im Detail eine Menge unterschiedlichster Umsetzung zulässt und anregt. So finden sich alle gängigen Techniken wie Pro- und Contra-Liste, SWOT-Analyse, Mind Map (natürlich mehrfach), genauso Brainstorming wie 635-Technik, Osborn, Morphologischer Kasten und Reizwort-Analyse, um die vielleicht bekanntesten als Beispiele zu nennen. Dazu kommen aus der eigenen Praxis der Beiden Vorgehensweisen wie Ideen-Expose © oder Quint-Essenz © , die mir innovativ erscheinen - hierzu zähle ich u.a. auch das 8x1 der Ideenfindung ©" (S.80/81) - hier nur Stichpunkte daraus:
1. Gruppe bestimmter Anzahl
2. Zeitrahmen fürs Bearbeiten
3. Freiraum zum Arbeiten
4. Ziel = systematische Produktion" von Ideen
5. Teilen der Ideen im Prozess mit den anderen
6. Zone bar jeder Kritik (jeglicher Art) schaffen
7. Vereinbarung neutraler Moderation
8. Klärung: wer darf die gefundenen Ideen nutzen.
Sie sehen, hier ist eine klare Basis geschaffen, die auf wohl alle Ideenfindungs-Techniken" anzuwenden ist. Wohl am hilfreichsten ist dann die (im Untertitel auch so genannte) Navigation in 7 Phasen, die im Denkstil zwischen divergentem (= kreativem) und konvergentem (= überprüfenden) abwechselt. So wird sicher gestellt, dass im Laufe des Prozesses Ideen wirklich frei entstehen können, zugleich allerdings auch immer wieder in einer weiteren Phase auf Praxistauglichkeit getestet werden. Womit auch kritischen (blauen?) Chef-Typen der Nutzen von Ideenfindung leichter klar gemacht werden kann. Hier die Phasen-Überschriften, zu denen dann jeweils neben Denkstil und Schwerpunkt auch eine Zusammenstellung brauchbarer Kreativitäts-Techniken gehört (S. 52/53 - dort als Spirale visualisiert):
Phase I Kreative Unzufriedenheit divergent
Phase II Problemanalyse und Aufgabenformulierung konvergent
Phase III Ideen-Findung divergent
Phase IV Ideen-Auslese konvergent
Phase V Ideen-Realisierung divergent
Phase VI Ideen-Überprüfung konvergent
Phase VII Erneute Kreative Unzufriedenheit divergent
... womit ein quasi unendlicher Prozess entsteht...
Dem Anspruch des Buchs gemäß werden kritische Momente genauso angesprochen wie Input zu kreativem Tun und organisatorischen Einbinden (als Prozess) geliefert: Ideen managen - die Wachstumsspirale ©" ist der Beratungsansatz, der die Grundlage des Buches bildet. Nutzbar übrigens auch als Nachschlagewerk, um lange ungenutzt gebliebene Techniken zu erinnern und ihre Umsetzung vorzubereiten...


Konferenz mit Ziel und Effizienz: Sparen Sie viel Zeit und Geld! (Praxiswissen Wirtschaft)
Konferenz mit Ziel und Effizienz: Sparen Sie viel Zeit und Geld! (Praxiswissen Wirtschaft)
von Werner Siegert
  Broschiert
Preis: EUR 28,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konferenz = Kommunikation & Organisation, 3. Dezember 2007
So hat der "Ziele-Siegert" wieder zugeschlagen: Mit einem originellen Mix aus Organisatorischem & Inhaltlichem zu Meetings & Co.: exzellent! Spontan fiel mir Titel-Alternative ein: "Eff-Eff-Konferenzen - effektiv & effizient" (in Anlehnung an STUFEN, siehe dort). Checklisten zielen auf nachhaltiges Umsetzen, konkrete Praxis-Beispiele machen Vorgeschlagenes be-greifbar. Launig geschrieben, schwungvoll formuliert - kurz, knapp & zugleich fundiert: So stellt sich dieser handliche Band dar. Besonders hervorzuheben aus meiner Sicht:

den Erfolg messbar machen - und so Vorgehensweisen begründen
die Work-Life-Balance beachten - und so Teilnehmenden vermitteln
Kommunikation & Kreativität - Hilfsmittel und Strategien, kurz & knapp.
Im Grunde ist es offenbar höchst einfach, "Eff-Eff-Konferenzen" zu gestalten und durchzuführen, werden nur einige wenige Regeln beachtet - siehe "Vorbereitung ist die halbe Miete" (es müssen allerdings alle Beteiligten wissen, worum es geht und worauf sie sich vorzubereiten haben!) und "nachhaltigen Transfer sichern" (mit WWWW-Protokollen, auf die zwischendurch wie "bei der nächsten Konferenz" Bezug zu nehmen ist). Bei eingespielten Abläufen der GABAL-Vorstandssitzungen habe ich mich (nach Lektüre des Büchleins) gefragt: Waren "wir" immer schon so gut - oder sind das noch die erfreulichen Spätfolgen Siegert'scher Vorstandsschaft? - Sie sind schon bestens drauf, mit Ihren Konferenzen? Umso besser, hier finden Sie sich bestätigt - und finden konzentrierte Zusammenfassungen und Formulare zum Weitergeben und Anpassen.


Mehr Spaß im Second Life
Mehr Spaß im Second Life
von Markus Müller
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Rein in die Welt?, 3. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Mehr Spaß im Second Life (Taschenbuch)
Ein Verlag, der dafür steht, Praxis-nahe Software zu bieten - und praktische Anwendung von Standard-Software durch Ratgeber zu ermöglichen: Dieser Verlag wagt sich also auch an Second Life heran. Der Vorteil dieses Büchleins: Es fehlt eben die Nähe zu Linden Lab - und damit entfällt die Gefahr eines zu sehr pro domo"-Schreibens... Naturgemäß geht es auch hier Schritt-für-Schritt - und sinnvoll nur direkt am Bildschirm. Das Ziel wird im Untertitel schon etwas anders gesetzt als beim Wiley-Band: So gehtŽs: Schnell Leute kennenlernen. Geld verdienen, die besten Party-Locations finden." Wenn auch der Fokus mehr auf Entertainment und Geld verdienen liegt (immerhin gibt es einige Echt-Dollar-Millionäre, eine Deutsch-Chinesin gehört auch dazu...), sich einzugewöhnen schaffen Sie auch mit dieser Kompakt-Darstellung, je nach Ziel. Interessant der Hinweis auf Tutorials erfahrener Second Life-Mitspieler - und die abschließende Übersicht Die wichtigsten Tastaturbefehle" (S. 128). -


Werte, Worte, Taten: und wie sie Realität in Unternehmen werden. Eine erfolgreiche Kompetenzentwicklung für Führungskräfte
Werte, Worte, Taten: und wie sie Realität in Unternehmen werden. Eine erfolgreiche Kompetenzentwicklung für Führungskräfte
von Christine Scheitler
  Gebundene Ausgabe

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als nur für Trainer..., 3. Dezember 2007
Der Titel erweckt Neugier, und bei manch einem Leser stellt sich die freudige Erleichterung ein, das Thema Werte" ausdrücklich in Trainingsmaßnahmen eingespeist zu finden. Das ist zwar nicht neu; denn im Anschluss an die Konjunktur der Unternehmenskultur" in den 80er Jahren wurde der Blick auf Unternehmensethik" gerichtet und in dieser Tradition sowie im Kontext skandalisierter Verhaltensweisen von hohen Führungspersonen medienwirksam auf individuelles und soziales Handeln in Unternehmen übertragen. Auch ethisch unterlegte Personalarbeit war in den 90er Jahren stark in der Diskussion. Dennoch: Der Titel klingt viel versprechend, und die Leserin ist gespannt darauf, wie das Sujet Werte" erörtert und in ein Trainingskonzept transportiert wird.
Sobald Werte" als Grund legender Aspekt, als Ausgangspunkt für das, was die Autoren Kompetenzentwicklung" nennen, genommen wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Leser erwarten, über Tradition, Verständnisweisen und Facetten dieser Kategorie menschlichen Lebens eingehend und fundiert informiert zu werden. Dieser Erwartung wird das Buch nicht gerecht. Das Reflektieren über Werte, über Ethos und Ethik und Moral, ist eine Domäne von Philosophen, eine genuin philosophische Diszplin mit einer Jahrtausende alten und äußerst bewegten Geschichte. Diese Historie findet ebenso wenig Erwähnung wie ihre Vielfalt; stattdessen wird, erstens, Wikipedia als autorisierende Quelle heran gezogen und, zweitens, die Werte-Thematik in den Dunstkreis des psychologischen Modells der emotionalen Intelligenz gestellt. Das hätte ich mir anders gewünscht...
Lesern, denen dieses wenig bis nicht vorhandene Reflexionsniveau genügt, werden kaum darüber stolpern, dass die Autoren den Wertebegriff unterschiedlich definieren und wenden, etwa als Prinzip für Denk- und Verhaltenswegweiser", als Gefühl", oder sie behaupten, dass es Vorbilder" braucht, um Werte zu leben; an manchen Stellen unterscheiden sie materielle und immaterielle Wertorientierung nur geringfügig. In dieser locker (und das meint auch: oberflächlich) gedachten und formulierten Weise geht es weiter. Die Autoren generalisieren, behaupten, wiederholen (auch noch so Triviales) und schreiben vor. Beispiel für unzulässige Generalisieren: Im Kontext des Antwortens auf Veränderungen: Wie reagiert der Mensch auf diese Situation?" S. 12 - der" Mensch reagiert gar nicht; denn er ist ein Abstraktum. Die Autoren verheißen, unstrittige Antworten geben zu können auf normative Fragen (z.B. Wie sollte er sich verhalten ... Hier wäre ein Mensch passend, der sich durch folgende Merkmale auszeichnet ...."S.12 - passend" nach welchen Kriterien, auf welche Referenz hin? Etc.). Wer bereit ist, beim Thema Werte" auch stark Wertendes hinzunehmen, wird gerne weiterlesen.
Das Autorenpaar deklariert, Werthaltungen offenbarten sich sowohl in Worten als auch in Taten; Wertüberzeugungen und ihr Bezug zum Handeln könnten in Programme für Weiterbildung explizit behandelt, eingeschleust und die persönliche Kompetenz verbessern". Nun, die Autoren lassen zwar auf Grund ihrer oft ultimativen und präskriptiven Äußerungen keinen Zweifel daran, welche Werte sie präferieren und was sie unter Verbesserung" verstehen. Leider unterbleibt eine Diskussion ihrer Wertorientierung; sehr wohl könnte man anderen Wertausrichtungen den Vorzug geben.
Das Programm, das sie vorstellen und dessen Ziel darin liegt; Weisheitskompetenz" zu erlangen, führen sie unter dem Namen prozessorientierte Kompetenzentwicklung" ein. Nun ja, schon hier vermisst die Leserin den Bezug zu Werten; denn wenn die Autoren angetreten sind, wie sie behaupten, expliziten Werten ausdrücklich zum Durchbruch zu verhelfen, dann erscheint es nahe liegend, dies auch im Titel des Programms sichtbar zu machen. Allerdings erstaunt dieses vermeintliche Manko nicht, sobald das Buch durchgelesen ist.
Der Leser findet eine laut Autorenpaar durchgeführte Maßnahme in einzelnen Phasen beschrieben - mit allen vorbereitenden Details wie etwa Auftragsabklärung etc. bis hin zur Auswertung und seitenlangen Zitaten von Teilnehmerfeedbacks. Auch hier findet sich Redundanz in hoher Dichte, werden Banalitäten ausgebreitet - und der Leser registriert eine bemerkenswerte Abstinenz der Diskussion oder zumindest der Darstellung, wie die Thematik Werte" faktisch besprochen, behandelt, eingeführt, vermittelt, mit ihr oder gar an Werthaltungen gearbeitet wird. Stattdessen findet er Anleihen aus oder Kurzbetrachtungen von bekannten Konzepten wie beispielsweise Transaktionsanalyse, Schulz von Thun, Ausführungen zu Feedback etc. und zahlreiche Hinweise auf das, was besonders wichtig" zu beachten ist.
Fazit: Vor allem jene Leserinnen und Leser, die interessiert sind, einen Eindruck davon zu erhalten, wie ein Trainingsprojekt durchgeführt werden kann bzw. wurde, werden einen Nutzen von der Lektüre haben.
Ergänzende Stichworte von Hanspeter Reiter:
Der Titel mag Erwartungen wecken, die dem Inhalt weniger entsprechen. Für mich war interessant, dass die Autoren das Begleiten und Entwickeln von Change-Prozessen in nachvollziehbarer Form aus ihrer Praxis heraus präsentieren. Dabei fokussieren sie auf das Erkennen und Zusammenführen von Werthaltungen, etwa bei Fusionen - die häufig eben am mangelnden Berücksichtigen von Werten scheitern. Transfer und Nachhaltigkeit werden betont; die Herleitung aus unterschiedlichen Konzepten immerhin mit Verweisen und Zitaten unterlegt, was heutzutage ja häufig genug unterbleibt; das sowohl - als auch" statt dem üblichen dies statt dem" hervor gehoben. - GABAL-like sind die Perspektiven persönliches Wachstum" und Zukunftsfähigkeit entwickeln". - Vertiefend könnten sein: Werte- und Normenspiel (wird in Regionalgruppen angewandt); GABAL-Symposium 27./28. 10. 2007 in Oberursel (siehe Workshop Gabriele Schendl-Gallhofer); STUFEN ZUM ERFOLG (Prof. Dr. Hardy Wagner).


Stromland (Gesellschaftsromane)
Stromland (Gesellschaftsromane)
von Stephan Scholtissek
  Taschenbuch

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Business-Fantasy?, 8. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Stromland (Gesellschaftsromane) (Taschenbuch)
Warum ein business-Roman"? Zumindest wollte ich auf diese Weise einen der großen Spieler im Beratungs-Markt zu Wort kommen lassen, vielleicht als Gegengewicht zur kritischen Marktanalyse Beraten und verkauft". Denn der Autor ist Sprecher der Geschäftsführung von Accenture Deutschland und sendet hier die Botschaft an Politik und Wirtschaft aus: Schluss mit dem Jammern, angepackt! Er nimmt uns mit in eine nahe Zukunft, um diesem Angriff" ein wenig die Spitze zu nehmen, ähnlich dem Versicherungs-Vertreter, der das Problem in die Vergangenheit verlegt (Stellen Sie sich vor, Sie hätten letzte Woche auf der Fahrt von Hamburg nach Hause einen schweren Unfall gehabt - wie stünde Ihre Familie dann jetzt da?!"): Deutschland wird Stromland im Jahre 2019, der Protagonist kehrt nach langen Jahren in Fruchtland (itŽs USA, you know...) zurück in die Heimat. In eine Heimat, die ihn wahrlich überrascht - und vom Interim Manager wohl bald in Permanenz des angebotenen Jobs wird gehen lassen. Er findet dort überrascht vor: fantastische Innovationen, neuartige Dienstleistungen, findige Unternehmer und bürgernahe Staatsdiener - couragierte Menschen mit Kämpfergeist, die ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und ein neues Wirtschaftswunder geschaffen haben...

Wenn Sie gelegentlich Rezensionen von mir lesen, wissen Sie: Mir kommt es darauf an, Lektüre ganzheitlich zu betrachten - also: möglichst viel heraus zu lesen. So stieß ich in diesem Business-Roman auch auf ein Geschäftsmodell, das wir Trainer und Berater vielleicht stärker ins Kalkül ziehen sollten - vielleicht sogar über Verbands-Mitgliedschaften wie GABAL e.V.; macht mich jedenfalls nachdenklich:

... einige Vorab-Informationen über die KompAK..., die Akademie für Kompakt- und Intensivbildung... und... wie rasant sich die KompAK in den letzten fünfzehn Jahren entwickelt hatte - vom regionalen Institut für berufliche Weiterbildung zu einer der weltweit angesehensten und fortschrittlichsten Bildungsakademien.

Heute beschäftigte die KompAK zwanzig feste Mitarbeiter und konnte darüber hinaus auf ein Netzwerk von ungefährt freien Mitarbeitern aus Wirtschaft, Wissenschaft und anderen Bereichen zurück greifen." Jetzt wirft der Autor einen Blick in die Zukunft - könnte so die Entwicklung unserer Branche für die kommenden Jahre aussehen, siehe E-Learning, Blended Learning...? Neben interaktiven Fernstudiengängen in Sprachen und Ökonomie, Informationstechnologie oder Ingenieurswissenschaften bot Frau Sundersens Akademie auch virtuelle Schnellseminare an, die ebenso angesehen und praxisorientiert waren wie die Crashkurse von CyXBrain. ŽLearning on demandŽ hatte auch in Stromland ... rapide an Bedeutung gewonnen." Es folgt eine logische Begründung für diese Entwicklung: Um Berufe und Tätigkeitsfelder so schnell und häufig wechseln zu können, wie es der heutige Arbeitsmarkt verlangte und möglich machte, mussten die Leute auf genau die Wissenspakete zugreifen können, die sie für ihre neue Arbeit jeweils brauchten... das virtuelle Segment ... weitaus schneller wuchs als die klassische Wissensvermittlung in Sommerseminaren oder dreijährigen Vollzeitstudien..." Woraus haarscharf zu schließen wäre: Die Zukunft für persönlichen Einsatz im Bildungsbereich liegt 1. in der Inhalte-Generierung, 2. im Vertrieb des Angebots und 3. im Tele-Coaching, weniger im Präsenz-Bereich. Jedenfalls in der Wissensvermittlung: Es geht hier um hard facts, offenbar nur sekundär um soft skills...

Wie auch immer, es folgt eine interessante Analyse, Diagnose und Therapie, weil ... sich gerade im Segment der persönlichen Wissensvermittlung durch Lehrkräfte und Tutoren ... die Beschwerden häuften." (S. 170ff.) Von dort führt Sven Laufer der Weg übrigens auch in die Schule", da er einen schulpflichtigen Sohn mit nach Hause bringt... Spannend? Urteilen Sie selbst, greifen Sie zu.


Der weiße Neger Wumbaba
Der weiße Neger Wumbaba
von Axel Hacke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,90

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weckstaben verbuchselt?, 8. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der weiße Neger Wumbaba (Gebundene Ausgabe)
Kaum zu glauben: Erst durch einen Referenten beim Symposium Neuronen im Gespräch" (turm der sinne, Nürnberg) bin ich auf diese anregende Sammlung gestoßen. Anregend für alle, die sich professionell mit Kommunikation beschäftigen, gerade Weiterbildner. Anregend, weil Muster kindlichen Verhörens (zum Beispiel bei Liedern) durchaus auf Erwachsene übertragbar sind: Was läuft schief in der Kommunikation zwischen Team-Mitgliedern oder zwischen Führungskräften (Vorgesetzten") und Mitarbeitern? Hier finden Sie sozusagen die Fortsetzung des Stille-Post"-Spiels, bei dem über X Stationen am Ende der Schlange eine völlig veränderte Geschichte ankommt, die nur mehr wenig mit jener zu tun hat, die anfangs an die erste Person der Runde gegeben worden war... Sie möchten endlich wissen, was das soll, dieses sprachliche Paradoxon eines weißen Negers"? Axel Hacke (bekannt durch seine launige Kolumne Das Beste aus meinem Leben", freitäglich im Magazin der Süddeutschen Zeitung zu genießen; im Grunde so etwas wie ein Print-Blog", lange vor den Weblogs begonnen...) hat Verhörer gesammelt - und einen der schönsten als Titel gewählt. Ausgangspunkt ist das recht bekannte Volkslied Der Mond ist aufgegangen... der Wald steht schwarz und schweiget und aus den Wiesen steiget - der weiße Nebel wunderbar." Woraus ein mit singendes Kind aus der Klasse der zitierenden Lehrerin eben jenes ... der weiße Neger Wumbaba" machte (und ein anderes in München auch noch ... und aus der Isar steiget...". Wenn Sie jetzt auch noch wissen wollen, was es mit dem Erdbeerschorsch" auf sich hat, müssen Sie schon selbst rein schauen...


Seegrund: Kluftingers neuer Fall
Seegrund: Kluftingers neuer Fall
von Volker Klüpfel
  Taschenbuch

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielseitig, 8. Januar 2007
Da hat der Krimi-Fan zugeschlagen... Ja, denn es ist wirklich interessant, was alles an Weiterbildungs-relevantem sich in einer Story mit Lokalkolorit (Allgäu) verbergen - was ein geneigter Leser als Trainer oder Berater für sich und seine Arbeit raus holen kann. Von der Geschichte als solcher sein nur so viel verraten: Es geht um einen Toten in der Nähe des Alatsees im Allgäu, vom Kommissar und seiner Familie beim Ausflug zufällig entdeckt. Familie heißt, inklusive der neuen Freundin des Sohns, eine Japanerin. Was im Zusammenhang mit dem nahe gelegenden Schloss Neuschwanstein (rege von japanischen wie amerikanischen Touristen-Gruppen belagert...) zu interessanten Ausrutschern beim bodenständigen Kommissar führt.

Wie entscheidend Kommunikation fürs Lösen von Fällen sein kann, kennen wir seit Columbo bestens; Kollege Joachim Skambraks hat daraus sogar eine Vorgehensweise fürs Verkaufen entwickelt (Columbo-Strategie). Auch Kluftinger schafft es vor allem durch Empathie und gezielten Einsatz von Fragen, sich durch die Wirren von Lokalpolitik und Wirtschaftsinteressen zu lavieren und den Fall zu lösen: Viele scheinen etwas zu wissen, doch überall trifft er auf eine Mauer des Schweigens. Dieses Vorgehen ist wohl der Grund dafür, dass Die Welt" textete: Kommissar Kluftinger hat in seinen Kniebundhosen das Zeug zum Columbo von Altusried"... Ein Beispiel sei gestattet (S. 241): Kluftinger aber war es nicht entgangen, das einer der sechs in seinem Auftreten ein klein wenig von den anderen abwich: Appel blinzelte nervös, wusste nicht recht, wohin mit seinen Händen, Schweißtropfen hatten sich auf seiner Oberlippe gebildet. Nun war es Zeit für einen hohen Trumpf...: Kluftinger zog .. das Nageleisen hervor... Herr Appel, was ist das?"" usw. Eins zur Kommunikation (S. 52): ... hatte sich im Laufe der Jahre gute Verhörtechniken zugelegt, bei denen es oft auch auf die Pausen ankam. Eine Stille in einem Gespräch hielten nicht viele Menschen stand... Eine Stille gab ihm Zeit, sein Gegenüber genau zu mustern und jede kleine Reaktion geistig zu notieren."

Seitenhiebe finden sich übrigens auch, etwa in Richtung auf Fernseh-Kommissare, deren Vorgehen fern der Realität sei (Derrick und Alibi, S. 199). - Vielleicht finden Sie als Trainer und Berater (weitere) Beispiele, die Sie in Ihre Konzepte einbauen können. Oder einfach Entspannung, soll ja auch sein, oder? - Dieser Krimi ist übrigens bereits der dritte des Autoren-Paars, die den Bayerischen Kulturförderpreis gewonnen haben und im wirklichen Leben" als Journalist und Redakteur (Klüpfel) bzw. als Realschullehrer (Kobr) tätig sind - eine interessante Kombination, wie auch das zu zweit zusammen schreiben": Teamwork! - Ich lese als nächstes auch Milchgeld" und Erntedank" - schauŽn wir mal!


Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren
Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren
von Joachim Bauer
  Gebundene Ausgabe

6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Darwin pro & contra?, 8. Januar 2007
Dieser interessante und engagierte Band wird von vielen Rezensenten als Contra-Darwin" gesehen und in der Rolle des Infragestellens eines survival of the fittest" als eher schwach empfunden, da zu wenig argumentierend - wobei auch Darwin dann zu einseitig verstanden ist. Der Autor trägt durch seine Positionierung des Bandes zwar zu diesem Missverständnis bei; doch gilt auch hier: Entscheidend ist die Sichtweise des Rezipienten. Und ich meine, hier finden sich interessante Beweise und Argumente für das Menschenbild der grundsätzlichen Bereitschaft, mit den anderen zu agieren statt gegen sie; ethisch-moralisch zu einem GABAL-Trainer und -Berater passend, würde ich sagen (siehe Berufskodex). In seiner vielseitigen Ausbildung erinnert Joachim Bauer an Manfred Spitzer; Neurobiologisches spielt eien große Rolle in seiner Argumentation - darauf möchte ich stark hinweisen. Ausgehend vom Glücks-Hormon Dopamin (siehe Motivations-Diskussion, Flow etc.) bezieht er Oxytoxin mit ein, das er Bindungs-Hormon" nennt: Wenn es ...darum geht, ein Žsoziales GedächtnisŽ auszubilden, also zu erinnern, wen man kennt und wen nicht..., dann reicht D. allein nicht aus. Hierfür ist O. als zweiter, zusätzlicher Botenstoff von unersetzlicher Bedeutung." Wie wichtig Beziehung in jungen Jahren für die Entwicklung eines menschlichen Wesens ist, wissen wir seit Kaspar Hauser; hier erfolgt die Erklärung. Wenn Beziehungen nicht gelingen", folgen Angst, Schmerz und die biologische Stressreaktion", denn: Besonders gesundheitsrelevant ist..., was O. und die endogenen [vom Körper selbst gebildeten, Anm. Rez.] Opioide leisten: Sie reduzieren Stress und Angst, indem sie das Angstzentrum der Mandelkerne (Amygdala) und das oberste Emotionszentrum (Anteriorer Cingulärer Cortex, ACC) beruhigen." Menschlich sei die Umkehrung des angloamerikanischen Spruchs, der leider über die Jahrzehnte vonseiten USA wie GB immer wieder Anwendung findet - korrekt allerdings lauten sollte: If you canŽt join them, beat them". Denn im Zentrum der Biologie stehen wechselseitige Beziehung und Kooperation". Dies sind lt. Bauer fünf entscheidende Voraussetzungen für das Gelingen von Kooperation:

1. Sehen und Gesehenwerden

2. gemeinsame Aufmerksamkeit gegenüber etwas Drittem

3. emotionale Resonanz

4. gemeinsames Handeln

5. wechselseitiges Verstehen von Motiven und Absichten (S. 190).

Das erklärt auch, warum Kooperation etwas exklusiv Menschliches darstellt, wie der Harvard-Mathematiker Martin Nowak an anderer Stelle betont (Science, Bd. 314, S. 1560, 2006; zitiert nach SZ 08.12.2006, Wissen" S. 20): Menschenaffen als den Nächstverwandten fehlen die kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten. Bei ihnen funktioniert dieses soziale Spiel immer nur zwischen jeweils zwei Individuen; Menschen dagegen nutzen Netzwerke, sozusagen als Tauschsystem: Reputation. Wer anderen hilft, gewinnt einen guten Ruf und qualifiziert sich für die Unterstützung durch andere." Womit klar wird: Kooperation geschieht dann, wenn das kooperierende Individuum einen Nutzen für sich erwartet. Da der Mensch in der Lage ist, über Dritte zu kommunizieren und damit (auch) Gutes mitzuteilen, ist es ihm möglich, komplexe soziale Netzwerke zu begreifen. Und er ist Willens dazu: Prinzip Menschlichkeit eben...


Bestseller: Roman
Bestseller: Roman
von Klaus Modick
  Gebundene Ausgabe

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bestseller?, 8. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Bestseller: Roman (Gebundene Ausgabe)
Abgesang auf den Bestseller-Betrieb" deutscher Buchmarkt oder Real-Satire? Für GABAListen jedenfalls lesenswert, weil:

1. das Verstehen des Sachbuch-/Fachbuch-Markts wächst - hilfreich für alle, die selbst mal eines schreiben möchten...

2. Marketing-Ideen für die Vermarktung der eigenen (Trainings- / Beratungs-) Dienstleistung zu kupfern sind: Wie Entertainment, Show einsetzen?

3. diese Lektüre durchaus vergnügliche Entspannung bietet; dazu gehört Schmunzeln genauso wie: Gedanken laufen lassen!

Ach so, das ist die Geschichte in Kurzfassung: Der Autor Klaus Domcik (welch Zufall, dieser Name...) findet im Koffer einer verstorbenen Tante ein vergilbtes Manuskript. Das erzählt von Tante Theas Jugend, ihren verflossenen Ehemännern, ihrem politischen Sinneswandel während des Zweiten Weltkriegs - Nazizeit. Der mäßig erfolgreiche Schriftsteller wittert die Chance, einen Bestseller zu landen. Doch der will, der muss lanciert sein: Mit der hübschen Engländerin Rachel als fingierter Autorin sollte einer zeitgemäßen Doku-Fiction der Weg rasch gebahnt sein... Was alles daraus an Irrungen und Wirrungen entsteht und welch (mehr oder doch weniger?) überraschender Plot am Schluss steht - das heraus zu finden, überlasse ich doch lieber Ihnen selbst...


Wie Werbung wirkt. Erkenntnisse des Neuromarketing.
Wie Werbung wirkt. Erkenntnisse des Neuromarketing.
von Christian Scheier
  Gebundene Ausgabe

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brain-script "plus"?, 8. Januar 2007
Dieser Band erscheint als Weiter-Entwicklung zu den im gleichen Verlag erschienenen Titeln von Dr. Häusel (u.a. BrainScript, von mir ebenfalls besprochen). Die drei Motivsysteme werden beibehalten und umgetauft: Aus Balance - Stimulanz - Dominanz wird Sicherheit - Erregung - Autonomie. Im Ansprechen eines Motivs durch werbliche Kommunikation werden diese vier Codes genutzt, die lt. den Autoren aus der Hirnforschung belegt sind: Sprache, Geschichte, Symbole, Sinne. Die expliziten wie impliziten Bedeutungen (Aufladung", meine Anmerkung) fürs Individuum entstehen durch kulturelles Lernen. Soll eine Marke entwickelt werden, ist Persönlichkeits-Verstärkung das Ziel. Da der hybride Verbraucher jedoch auch von Mal zu Mal" entscheidet, muss neben Wiedererkennung auch Aufmerksamkeit geschaffen werden. Das implizite Lernen (i.e. unbewusst) gilt als Ziel naturgemäß auch in der Weiterbildung. Gelegentlich kommt das Thema unterschwelliger Botschaften" wieder auf den Tisch, verbunden mit Manipulations-Diskussionen. Und tatsächlich scheint es möglich, durstige Menschen leichter zum Kauf eines Getränks im Kino zu bewegen, wenn ein entsprechendes Einzelbild eingeblendet wurde (in diversen Medienberichten erwähnt). Aber nur dann: Wer nicht durstig ist, greift trotz dieser Botschaft NICHT zum Getränk. Was belegen würde, was auch die Neurowissenschaften beweisen: Verbraucher (resp. Lernender) reagiert nur auf das, wofür er prädestiniert ist, i.e. was ihm gefällt". - Interessant an diesem Titel ist der starke Praxis-Bezug: Viele Fallbeispiele beleuchten, wie Erkenntnisse umgesetzt werden. Und wieder wird letztlich bestätigt, was intuitiv Trainer und Berater seit jeher" nutzen: Vom Bekannten zum Neuen - und schon fällt Lernen erheblich leichter.


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