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Rezensionen verfasst von
Reiter "reiterbdw" (türkheim)
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Das herbstrote Blatt
Das herbstrote Blatt
von Werner Siegert
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Vereinsamte Mittfünfzigerin ..., 1. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Das herbstrote Blatt (Taschenbuch)
... sucht das Leben? Doch das kommt einfach auf sie zu, in Person diverser Männer und Frauen, die sie plötzlich - vereinnahmen. Hin- und hergerissen ist Katharina zwischen höchst unterschiedlichen Typen Mann und Frau - und lernt dabei, neu zu leben. Allerdings dauert es letztlich die komplette Buchlänge, bis sie ihren Weg findet, zu sich selbst: Statt Wurst oder Käse" (nicht Fisch, nicht Fleisch?) schließlich Wurst und Käse" ... In diesem Buch geht es zwar (auch) um Erotik, doch im Grunde um viel mehr, Tieferes: Verlustängste, loslassen können, Bestandsaufnahme eines Lebens, das dann wieder neu beginnt. Obwohl - wirklich neu"? Werner Siegert - eigentlich Fach- und Sach-Autor - versucht sich auf seine eigenen alten Tage" im neuen Genre Belletristik". In seinem höchst gelungenen Debüt betreibt er mit seiner Hauptperson eine Art Biografie-Arbeit: So ist die Geschichte (eigentlich sind es viele Geschichten, in einander verwoben ...) ausschließlich aus der Ich-Perspektive der Katharina (von) Bernette erzählt, lässt den Leser ihre Irrungen und (Ver)Wirrungen, Gedanken und Handeln, Tun und Lassen mit erleben. Wenn diese Hauptperson auch aus absoluter Luxus-Perspektive neu startet (Fabrikanten-Witwe, selbst aus begütertem wie behütetem Hause), können Geschehnisse dieser x-ten Art" durchaus aus Ottilie Normalbürgerin treffen: Ein Leben in Rückschau, mit der Tendenz, endlich nach vorne zu ... gehen. Wieder-Begegnungen nach vielen Jahrzehnten schaffen ihr eine neue Perspektive auf frühere Zeiten, oft durchaus überraschend - wer kennt das nicht? Wenn ich daran denke, welche interessanten Erinnerungen an früher" Schulkameraden kürzlich bei unserem von mir organisierten 40-jährigen Abitur-Jubiläum einbrachten ... Und das herbstrote Blatt"? Es ist das Symbol ihrer Wiedergeburt", eng verwoben mit einem der diversen Mann-Typen, die ihr begegnen - zugleich eine Art Amulett. Es begleitet Katharina konkret wie als Metapher - und damit auch den Leser. Bis ... Nee, das muss Leser sich selbst er-lesen ;-) ... - HPR


Unternehmen in der Psychofalle - Wege hinein. Wege hinaus:  Mein Coach. Mein Therapeut. Mein Chef
Unternehmen in der Psychofalle - Wege hinein. Wege hinaus: Mein Coach. Mein Therapeut. Mein Chef
von Regina Mahlmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,80

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Coach. Mein Therapeut. Mein Chef ..., 24. September 2012
Dieser Untertitel fokussiert wunderbar die Zwickmühle, in die viele Middle-Manager sich haben inzwischen schieben lassen: Führungskräfte werden immer mehr dazu genötigt, für ihre Mitarbeiter die Psychologenrolle zu übernehmen. Unternehmen werden zunehmend zu umfassenden Fürsorgeeinrichtungen. Dieses Buch ist ein Plädoyer dafür, das psychologische Pflichtenheft von Führungskräften auszudünnen, und dafür, Unternehmen aus der Allzuständigkeit für das leibliche, seelisch-geistige und soziale Wohl von Mitarbeitenden zu entlassen." (S. 10) Provokativ stellt die Autorin noch in der Einführung folgende drei Fragen (und die darin liegenden Aussagen zugleich infrage): Führungskraft als Joker? Führungskraft als Ausbeuterin? Führungskraft als Wissensumsetzerin? Denn: Führungskräfte als Laiendiagnostiker und -therapeuten - angesichts von Depressionen und Burnout setzt sich dieses Bild in Personalabteilungen und der Weiterbildungsbranche auf leisen Sohlen durch." (Umschlagtext) Während vor Jahren ein Dr. Richard Gris (damaliges Pseudonym von Dr. Axel Koch) mit der Weiterbildungslüge" Trainer und Berater aufs Korn nahm, ohne wirklich eine Alternative anzudeuten, durchleuchtet Regina Mahlmann die andere Seite". Womit die unterschiedlichen Rollen im Spiel von Führen und Weiterbilden eher abgeglichen werden, statt es bei Schuldzuweisungen zu belassen. Die Autorin bietet u.a. nach einer historischen Herleitung, wie es zur Psychologisierung des Führungspflichtenheftes" hat kommen können, Lösungsauswege an (siehe ein dreigeteiltes Führungs-Manifest) und bringt Begriffe mit ein, die entweder noch recht frisch sind in der Management-Literatur (wie HRO = High Reliability Organisations) oder schon wieder über-vereinnahmt für alles (Un-)Mögliche herhalten müssen (wie Resilienz). Im (eigentlich) abschließenden Kapitel 8. Exklusion versus Inklusion: Unternehmen als totale Institution?" (S. 221ff.) bietet sie eine kurze Diskussion der auch politisch brisanten soziologischen Frage und konkrete Ansätze, wenn die Frage bejaht werden soll, etwa (S. 227f.): ... kann ein Unternehmen das Modell des Vertrauenslehrers in Schulen übernehmen ... Will sich eine Firma das alles nicht leisten, könnte die Führung überlegen, ob das Unternehmen mit Psychoinstitutionen ... zusammenarbeitet ... Das sind einige Szenarien, wie Unternehmen, die eine Totalinklusion und damit die Aufgabe Psychologisieren" annehmen, Wege gehen können, um beides zu leisten: Psychopflichten vom Management abwehren und gleichzeitig Wünschen nach ganzheitlichem Wohlergehen ... Rechnung tragen." Womit naturgemäß Weiterbildung erst recht im Spiel bleibt ... Der Leser sollte sich ein eigenes Bild machen und von den gut 200 Seiten Text (plus umfangreiche Anmerkungen und Literatur) profitieren, u.a. mit Kapiteln wie Was brauchen Unternehmen - den ganzen Menschen" oder Rollenträger"? S. 17ff., Das Führungskräftedilemma: Niete in Nadelstreifen und Weißer Ritter zugleich", S. 33ff. oder Heroisches Management: Vom Manager zum psychologisierenden Helferlein", S. 49ff. Sie sehen, viel Anlass zum Schmunzeln, bei allem Ernst dieses Buches, das voller Ernsthaftem ist! U.a. mit ausführlichen Zitaten einiger Top-Manager, primär aus KMUs. Alles höchst lesenswert, intellektuell durchaus fordernd - und sehr dazu anregend, eigene Gedanken einzubringen. Wozu die Autorin im Nachwort ausdrücklich auffordert: Work in Progress"!


Kunstdruck-Sammlung "Lanzarote anders" mit angehängtem immerwährendem Kalendarium
Kunstdruck-Sammlung "Lanzarote anders" mit angehängtem immerwährendem Kalendarium
von Marc A. Siebert
  Ringeinband

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lanzarote - einfach anders!, 22. August 2012
Wer diese kanarische Insel kennt, wird das eine oder andere Motiv wieder erkennen - doch mit Sicherheit Neues entdecken. Wer nur mal auf Urlaub" dort war, wird erst recht überrascht sein über die Vielfalt möglicher Motive: Hat schon seinen Grund, dass ein Künstler wie César Manrique dort zu seiner Kunst hat finden können ... Der Fotograf dieses Kalenders wiederum sagt von sich selbst, er möchte den Betrachter dazu anregen, zur inneren Ruhe zu finden und der tiefen Verbundenheit des Menschen zu Natur und Erde nachzuspüren." Er habe die Motive abseits der bekannten Touristenpfade entdeckt und in eben anderen" Bildern eingefangen - daher auch der Titel. Der Betrachter findet sehr persönliche Eindrücke von typischer Landschaft und Architektur der Insel: Im Kontakt mit dem Vulkangestein, mit den Elementen Sonne und Wind, durch den Blick auf das Meer und den Himmel wird für ihn die Energie der Erde und die Kraft des Lebens spürbar."
Marc Siebert war mit dabei beim gregor-award" 2011 in Stuttgart, verliehen von der Jury des Graphischen Klubs Stuttgart. Bereits mehrere Ausstellungen hatte er regional am Bodensee, bei Firmen-Veranstaltungen und auf Lanzarote direkt. Rasch wird erkennbar, dass eine hoch emotionale Verbindung von Marc Siebert mit der Insel besteht, die er seit vielen Jahren bereist ... Dieser Fotokunst-Kalender kommt im XXL-Format daher - d.h. 68 x 48 cm, dazu ein immerwährendes Kalendarium: Nutzbar Jahr für Jahr - und zudem hoch flexibel, was Ihre Lieblings-Motive angeht ... Sie möchten sich vorab einen Eindruck verschaffen? Dann schauen Sie sich die vom Künstler ausgewählten Motive im Web an, siehe [...].


Leitfaden Kundenservice: Exzellenter Service in allen Phasen des Kundenkontakts.
Leitfaden Kundenservice: Exzellenter Service in allen Phasen des Kundenkontakts.
von Jacqueline Irrgang
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eulen nach Athen? Schön wärŽs! Bewässern der Service-Wüste, 20. Oktober 2009
Exzellenter Service in allen Phasen des Kundenkontakts" ist Forderung und Versprechen in einem - und wird gehalten: Die höchst erfahrene Autorin (seit mehr als drei Jahrzehnten im Geschäft...) entwickelt Schritt für Schritt, was nötig ist, begeisterte Kunden zu schaffen - jenseits üblicher Kundenzufriedenheit und mithilfe eines zu installierenden Kunden-Servicecenters. Schmunzelnd lässt sich Leser durchführen von einer gezeichneten Eule namens Koukou: Eulen nach Athen tragen? Tatsächlich zeigt das einleitende Beispiel, das mancher einfache griechische Handwerker deutlich kundenfreundlicher agiert als ein durchorganisierter, hoch technisierter deutscher Betrieb... Beispiele für das Ermitteln und Einführen von Qualitätsstandards bieten eine exzellente Grundlage, sich zu überlegen, welche Form des Service für die Kunden eines Unternehmens sinnvoll sein mag: Das alte Thema von Erwartung und (Über-)Erfüllung, gibt es doch Serviceangebote, bei denen der Kunde die Stirn runzelt, nicht ahnend, was er davon halten solle. Der Fokus liegt auf dem telefonischen Kontakt zum Kunden, die Autorin ist seit zehn Jahren mit Ihrem Unternehmen CCQ tätig, Call Center Quality", und berät Unternehmen, die eben dies als ihren KBF erkannt haben, den Kittelbrennfaktor (hiermit zitiere ich gerne Edgar K. Geffroy, weil ich das so treffend finde) - und trainiert deren Mitarbeiter (Agents") darin, besser zu werden. Mensch im Mittelpunkt, selten passt das derart wie beim Telefonieren: Wie finde ich die richtigen Mitarbeiter?" ist denn auch ein ausgiebiges Kapitel des Buches (S. 75ff.). Exzellent der Leitfaden fürs Telefoninterview: Wer glaubt, die richtigen Service-Menschen durch Zeugnis-Analyse zu finden, wird sich innerhalb kürzester Zeit selbst eines Besseren belehren... Service-Verständnis hat auch mit Mitarbeiterführung zu tun, und dazu gehört auch, Absagen an Bewerber Menschen-orientiert zu formulieren... Genauso wichtig wie das Halten von Kunden (statt ewig aufwändig neue gewinnen zu müssen!) ist es, (gute) Mitarbeiter zu binden: Auch hierzu hat Jacqueline Irrgang eine Reihe von Hinweisen. Doch auch Qualitäts-Mess-Kennziffern gehören dazu: Woran messe ich, wie gut unser Service ist? In diesem Zusammenhang besonders interessant das Backsourcing: Wie gliedere ich den Kundenservice wieder ein?" als Gegenbewegung zum Allheilmittel" Outsourcing. Da geht es (in der einen wie in der anderen Richtung) ja primär um Veränderungsprozesse: Dieses Changemanagement wird ausgiebig beleuchtet, siehe den 7-Phasen-Prozess (S. 123: Schock - Ablehnung - Einsicht - Akzeptanz - Lernen - Erfahrung - Integration). Coaching hilft dabei, diese Prozesse durchzustehen, siehe S. 129ff. Fazit: Mix aus PE und OE, als sehr hilfreiches Arbeitsbuch primär für Leiter von Kunden-Service-Centern, bestehenden wie entstehenden. HPR


Die Feuerritter - Kampf um Teinemaa
Die Feuerritter - Kampf um Teinemaa
von Ann-Kathrin Karschnick
  Broschiert
Preis: EUR 17,90

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasy all-age!, 20. Oktober 2009
Fantasy lebt davon, die Fantasie der Leser anzuregen; das klappt bestens, mit einer reichen Dramaturgie im Sinne eines Auf und Ab, das den Leser mitnimmt. Parallelstränge, die immer wieder zusammen geführt werden, fordern allerdings und führen das mehr als 600 Seiten starke Werk über das (sprachlich eher angesteuerte) Genre Kinder-/Jugendbuch deutlich hinaus: Es ist all-age". Doch nicht alleine wegen des Umfangs und des Zielgruppenanspruchs: Die Autorin beleuchtet stark interkulturelle Aspekte, die sich aus dem Kontakt von Menschen mit nichtmenschlichen Völkern ergeben, wie Elfen und Fabelpferde mit PSI-Fähigkeiten. Was das Genre wiederum erweitert, immer in der Belletristik bleibend, hin zu Science-Fiction. Eine interessante Konzeption, die vom Geschehen wie vom Ausgang her Fortsetzungen durchaus ermöglicht, ähnlich diverser Kultserien, in deren Mittelpunkt Harry Potter steht. Vorher hat die Autorin bereits eine Trilogie veröffentlicht... So hat das Buch auch einen Untertitel, der Fortsetzung folgt verspricht: Kampf um Teinemaa", einem Königreich, das nach den beschriebenen Lebensverhältnissen zeitlich wohl im Mittelalter angesiedelt ist. So ersetzt Telepathie zum Beispiel den Mobilfunk und Telekinese vielerlei moderne Geräte für Transporte. - Die Autorin ist u.a. als Jury-Mitglied eines Schreib-Wettbewerbs aufgetreten.


Innovative Workshop-Konzepte: Erfolgsrezepte für Unternehmer, Manager und Trainer
Innovative Workshop-Konzepte: Erfolgsrezepte für Unternehmer, Manager und Trainer
von Mario Gust
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Erfolgsrezepte!, 24. März 2009
Der eine Herausgeber ist Bildungsberater und Bildungscontrolling-Spezialist, u.a. bekannt durch den jährlich parallel zur Messe Zukunft Personal veranstalteten Fachkongress Bildungscontrolling. Der andere ist u.a. Verleger dieser Bücher; zusammen haben sie das Ziel, ein Kaleidoskop der ... Workshop-Methode" vorzustellen. Dazu haben sie sich der Kompetenz von Anwendern wie Wissenschaftlern versichert; ein weiter Kreis an Nutzern wird angesprochen: Entstanden ist ein Portefeuille unterschiedlichster Ansätze mit dieser Methode umzugehen. Die hier vorgestellten Einsatzgebiete reichen von Risikomanagement, Dual-level Coaching und Szenario-Technik bis hin zu ganz neuen Großgruppenverfahren und Softwareinstrumenten zum Einsatz in Workshops. Es wird die Delphi-Methode mit einer Open-Space-Konferenz kombiniert, die man auch virtuell via Internet durchführen kann, und es werden zahlreiche kreative Beispiele skizziert, wie die Methode in Unternehmen in unterschiedlicher Weise eingesetzt werden kann."

Wer als Trainer Workshops durchführt, als Berater solche nutzt oder als Projektleiter sein Team voran bringen möchte, findet eine reiche Fülle - zum Kennenlernen, als Folie zum Nachahmen, als interessante Variante zu bisher selbst bereits genutzten Methoden. Fast zwei Dutzend Methoden (exakt 21) warten darauf, künftig genutzt zu werden. Neben den im oben zitierten Vorwort bereits angeführten seien noch diese erwähnt: Zukunftswerkstatt * Business Performance Improvement * mobiFLOW * Systems Outdoor-Training (oha?!) * knowledge diversity © * Kasseler Kompetenz-Raster in Aktion * Denken in Alternativen * Template-driven Consulting.

Ein herrliches Praxisbeispiel für Trainer & Co. bietet das abschließende Kapitel von Andreas Hörfurter und Ulrike Völkmann Kreativitätstechniken in der Produktentwicklung": Hier haben Weiterbildner die sonst vermittelten Techniken selbst angewandt, um sich selbst (resp. das eigene Bildungsinstitut) neu aufzustellen. Das Team hat das in zwei Workshops so Schritt für Schritt entwickelt:

1.Eine kreativitätsfördernde Atmosphäre schaffen
2.Eine gründliche Bestandsaufnahme durchführen (Mindmap)
3.Problemfindung (Erste Gedanken / Erste Assoziationsebene / Übertragung auf die Weiterbildung)
4.Problemanalyse - u.a. mit Cherry Split (falsch gestellte Fragen; Begriff wird immer wieder in zwei neue Stiele" gesplittet)
Zwischenschritte: Inkubation * Vorbereitung auf den nächsten Workshop * mit Start des zweiten Workshops: Inkubationsauswertung
5.Analyse bereits bestehender [= fremder] Lösungsansätze (Transferunterstützung - Vorteile, Nachteile)
6.Ein Anforderungsprofil erstellen
7.Gezielte Entwicklung eigener Lösungsansätze.

Und die erlaube ich mir hier zu zitieren, auf dass Sie angeregt seien, sich alleine deshalb den Band zu holen: Preisgünstig * hohe Einsatzbreite (inhaltlich) * hohe Einsatzbreite (Teilnehmerzahl) * umsetzungsnah * überprüfbare und verbindliche Handlungsziele * systematische Erinnerungsstützen * Inhalte präsent halten und vertiefen * Umsetzungs-Projektmanagement * Bildungscontrolling.


Selbstgespräche - Wir müssen reden
Selbstgespräche - Wir müssen reden
DVD ~ Maximilian Brückner
Preis: EUR 9,05

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstgespräche?, 27. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Selbstgespräche - Wir müssen reden (DVD)
Hin- und her gerissen kann der Betrachter sein, wenn er die 95 Minuten Film ablaufen lässt: Ist das eine Fortsetzung der Anti-Callcenter-Kampagne, dieses Mal im Spielfilm-Format? Oder doch schlicht eine 'Charakterstudie' deutschen Arbeitslebens, am (zufälligen) Beispiel eines Callcenter-Dienstleisters? Ein Hinweis auf Tipp 1 könnte sein, dass für eine ' Minute Kollege Wallraff ins Bild kommt, in 'guter' alter Hitchcock-Manier. Andererseits sind die ausführlicher gezeigten handelnden Personen in ihrem Verhalten durchaus ausgewogen. Da gibt es das Klischee des hohen Drucks im Team, vom Kunden an die Geschäftsführerin ' von dort an den Abteilungs-/Teamleiter, schließlich an den einzelnen Agent. Andererseits wird der unfair verkaufende Vielschwätzer innerhalb des Teams zurück gepfiffen ' und ruft die über den Tisch gezogenen Personen schließlich nochmals an, um die Situation zu lösen.

'Selbstgespräche' zeigt viele Situationen, die exakt im wörtlichen Sinne des Titels rüber kommen: Häufig sind die Personen vor allem mit sich selbst beschäftigt und sprechen Sie 'parallel' von unterschiedlichen Dingen, die sich gerade beschäftigen ' also: aneinander vorbei ' Fast zu holzschnittartig gezeigte Charaktere des Outbound-Teams sind u.a.:

' ein autistisch anmutender Erfolgs-Verkäufer: Er vermeidet Blickkontakte und ist in sich gekehrt ' am Telefon ist er für sich alleine und kommuniziert zielgerecht und erfolgreich!
' sein Antipode, der extrem extravertierte 'Sales-Man' mit Schauspiel- und Starmoderator-Allüren ' der in dieser Geschichte den wohl intensivsten Wandel in Verhalten und Lebenseinstellung durchlebt.
' der Teamleiter, der seinen Callcenter-Alltag auch am Abend oder Wochenende nicht mehr verlassen kann und so eine 'deformation professionelle' erlebt: Beziehung zunächst ge-, schließlich zerstört; in seiner Sandwich-Position kaum noch Luft gewinnend; das Beste wollend und dabei fast nur noch funktionierend '
' die Chefin als Karikatur, in einem 'standesgemäß' eingerichteten Edelbüro, während die Kojen der Agents nur das Nötigste bieten ' und die im Kampf um Kundenaufträge nur die eine Lösung kennt: Druck aufs Team.
' eine Innenarchitektin mit dem 'Zwischenhalt' im Callcenter, vor der Rückkehr in den angestammten Beruf, die ihren Weg als Alleinerziehende dann doch findet ...

Der von der NRW-Filmförderung unterstützte Kinofilm ist manches Mal etwas sehr schwarz-weiß, mit unmittelbar neben einander stehenden Szenen wie lecker Cappu bei der Chefin ' Kaffeemaschine der Mitarbeiter kaputt. Fragwürdig, wie der Teamleiter sich heimlich in Kundengespräche einklinkt oder Gespräche übernimmt, um so der Mitarbeiterin zu zeigen, 'wie es geht': Coaching geht anders ' ' Happy end(ing)s stimmen den Zuschauer versöhnlich ' doch das sollten Sie selbst erleben!


Das tanzende Kamel
Das tanzende Kamel
DVD ~ Zamyat M. Klein
Preis: EUR 49,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dringend zur Nachahmung empfohlen!, 25. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Das tanzende Kamel (DVD)
Das ist natürlich ein besonderer Leckerbissen: Nachdem Zamyat Klein ihre Sammlung kreativer, spielerischer Seminarübungen für alle Phasen und im Grunde so gut wie alle Themen schon vor einiger Zeit in Buchform vorgelegt hatte, folgte nun die DVD. 21 MitspielerInnen haben die Aufzeichnung von 33 Seminarübungen erst möglich gemacht: Kreative und bewegte Spiele zum Wachmachen und zur Förderung der Konzentration in der Gruppensituation, Bewegungsspiele, Spiele voller Power, Spiele im Takt, Albernes und Begeisterndes. Wer Zamyat Klein einmal erlebt hat - mit einem vollen Seminar oder in Schnupper-Einheiten, etwa bei einem Kongress von DGSL oder GABAL -, kann bestens einschätzen, welch ein Schatz hier verborgen liegt! Mitreißend, wie sie nun mal ist, verlockt sie nicht nur die Mitmacher" zum Mitspielen, sie lädt auch den Betrachter höchst motivierend dazu ein, möglichst bald das eine oder andere kreative Element ins eigene Seminar einzubauen.

Kupfern Sie das, was zu Ihnen passt - und natürlich zu Ihrer Gruppe. Seien Sie sicher, dass im Prinzip zu jedem Thema und für jeden Teilnehmerkreis etwas dabei ist, was Sie einsetzen können. Kaum mal 1:1 - ein wenig arbeiten müssen Sie schon. Und gut vorbereitet sein, damit das tanzende Kamel" auch bestens ankommt. Will sagen, für gute Laune und motiviertes Mitspielen sorgt, exzellente Voraussetzungen für gelingenden Lern-Transfer, wie wir wissen. Wem übrigens das 80-seitige Begleit-Booklet (download-Link auf der DVD) nicht genügt, kann natürlich zum gleichnamigen Buch greifen, das ausführlich jede einzelne Übung so dokumentiert, dass die Umsetzung letztlich zum Kinderspiel wird. Wobei zu einigen Übungen natürlich Material gehört, lieber ein wenig mehr als zu wenig ...
Wer die Autorin (hier auch Regisseurin :) ...) persönlich erlebt hat, freut sich, wie gut sie auch am Bildschirm rüberkommt. Macht zugleich Appetit auf mehr - inzwischen sogar mit Seminaren im sonnigen Süden!


Die Währung für Online-Werbung: Entwicklung eines Studienansatzes zur Messung der Medialeistung von Werbeträgerangeboten im Internet
Die Währung für Online-Werbung: Entwicklung eines Studienansatzes zur Messung der Medialeistung von Werbeträgerangeboten im Internet
von Sandra Gärtner
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Lösung in Sicht?, 11. Juni 2008
Die Dissertation der inzwischen selbstständigen Online-Spezialistin ist naturgemäß vor allem für alle weiter führend, die damit befasst sind, Messinstrumente für Werbewirkung von Online-Medien zu optimieren. Besondere Herausforderungen liegen in der rasanten Entwicklung von Plattformen (Web 2.0) und Techniken, Inhalte darzustellen und Werbung einzublenden - im Verhalten der Nutzer, die selbst Content entwickeln und teils erhebliche Reaktanz gegenüber Werbung haben, über die sehr viele Inhalte-Anbieter sich nun mal finanzieren - weil die User möglichst nichts für wertvolle Content zahlen möchten. Daneben geht es darum, in einem rasant wachsenden Markt Vergleichs-Instrumente nicht nur innerhalb der Online-Medien zu haben, vielmehr mit Aussagen zur Werbewirkung klassischer Medien gleich zu ziehen, siehe Print (Tageszeitung, Zeitschrift...) oder FFF (Film Funk Fernsehen). Zweifelsfrei leistet die Autorin wertvolle Beiträge für die betreffenden Verbände (AGOF etc.); was bietet sie darüber hinaus dem Leser, der eher der Käufer von Online-Werbung ist - etwa Trainer, Berater, Personaler (im Recruitment zum Beispiel)? Nun, das beginnt damit, dass die detailreiche Herleitung von Kriterien und deren Diskussion (wie es einer Doktorarbeit gebührt) das Verständnis für viele Fachbegriffe deutlich erleichtert - und zwar weitest gehend neutral, aus wissenschaftlicher Sicht, dafür übrigens trotzdem erfreulich verständlich geschrieben, Kompliment! Auf der Höhe der Zeit ist man noch heute mit Begriffen wie unique client" oder permanent cookie"; welche Schwierigkeiten bringt die Außer-Haus-Nutzung von Internet für den, der seine Zielpersonen möglichst immer" erreichen will, oder diese nun zuhause am eigenen PC sitzen, im Büro ins Internet gehen, im Hotel via WLAN, übers Handy oder bei Freunden... Die Autorin befasst sich mit bestehenden Online-Mediastudien und diskutiert diese nach einem von ihr entwickelten Kriterien-System, dessen Hauptüberschriften diese sind:
* Qualitätsanforderungen aus methodischer Perspektive
* Anforderungen seitens der Mediaplanung
* Rahmenbedingungen.
Ihr Fazit ist, dass keiner der drei Ansätze alle Anforderungen erfüllt", was sie zusammen fassend begründet. Entsprechend mündet die Arbeit in die Entwicklung und Diskussion eines Alternativansatzes", der aus Sicht der Autorin entscheidende Vorteile bietet: Sie hat einenauf methodischen und marktorientierten Anforderungen basierten Ansatz zur Messung der Kommunikationsleistung von Online-Werbeträgern unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Mediums" entwickelt. Naturgemäß steht das Buch auf der Literaturliste der neuen AGOF-Akademie in Frankfurt, die Seminare zur Online-Mediaplanung für Agenturen bietet: Wer sich mit Online-Werbung befasst, sollte sich diese knapp 200 Seiten gönnen!


Geist!: Die Kraft der Klugen Köpfe in Management und Marketing (German Edition)
Geist!: Die Kraft der Klugen Köpfe in Management und Marketing (German Edition)
von Holger Rust
  Taschenbuch
Preis: EUR 34,99

4.0 von 5 Sternen Geistreich denken, 25. Mai 2008
Der Titel macht jene neugierig, die das gern tun, wofür der Autor engagiert plädiert: Denken; vorzugsweise in Form des Reflektierens mit anderen Denkenden und mit Anders-Denkenden gemeinsam. Diese sozial zu inszenierende Denkarbeit erscheint als Wert an sich, wird sodann auf Organisationen und deren Mitglieder bezogen. Im Speziellen wirbt der Autor für ein Denken in der Form des kritischen Beleuchtens von Geschäftsmodellen, Ankündigen und Versprechen jener, die sich wissenschaftliche (betont werden neurowissenschaftliche) Befunde interessegeleitet und daher einseitig zu eigen machen und in die Form verkaufsträchtiger Angebote gießen. Dagegen zieht Holger Rust beredt und polemisch zu Felde, mehr oder weniger unterfüttert mit Studien, Verweisen auf theoretische Konzepte aus Wirtschafts-, Sozial- und Neurowissenschaften sowie eigenen Erfahrungen aus dem Kreis seiner Studierenden, Arbeit als Berater und dem Belauschen von Gesprächen während Zugfahrten.

Auch wenn die Ausführungen zuweilen spontan-assoziativ und wenig fundiert wirken, Zitate allzu ausführlich geraten bzw. aneinander gereiht werden, Wiederholungen der Hauptbotschaften den kritischen Leser ab und zu ungeduldig werden lassen - erfrischend und bedenkenswert sind sie allemal.

Holger Rust stellt die Frage: Wie kann es gelingen, dass man mit der sich stetig verändernden Welt besser zurechtkommt?" (11). Diese Frage wird zwar allgemein formuliert, schwerpunktmäßig indes auf das soziale System Wirtschaft bzw. Unternehmen bezogen. Zur Beantwortung bedient sich der Autor einer pragmatischen Metapher": Geist als Kommunikation, die sich zwischen den individuellen Geistern entfaltet" (14); Geist als eine pragmatische Metapher für die intellektuelle Wertschöpfung im Unternehmen" (131), als Resultat der Vernetzung der sozial unterschiedlichen Areale ...unterschiedlicher Hirnregionen" (ebd.), als Ergebnis eines Lernens durch die Verarbeitung der Impulse unterschiedlicher Partner in einem Kommunikationsprozess" (149).

Der Autor stellt - in der Analogie zur Funktionsweise des Gehirns - immer wieder heraus, dass es darauf ankomme, der begrenzten, nutzwertorientierten sektoralen Intelligenz" (dem Strukturprinzip in Management und Marketing") Geist als etwas entgegenzustellen, dessen Prinzip in der sowohl generischen und sich vernetzenden Vielfalt als auch der Kommunikation von Unterschiedlichem liegt. Gemeint sind interdisziplinäre und mehr-perspektivische Zugänge zu einem Phänomen, das Heraustreten aus dem eigenen Milieu, etwa dem der Karrieristen, und der wenig fundierten Praxis des Best Practice in Unternehmen zu Gunsten individueller, unternehmensspezifischer Praktiken. Der Autor fordert den Mut zu Abweichung, zum Heraustreten aus den geschützten Inseln (der Business-Mileus), aus mentaler Inzucht, zu intellektueller Vielfalt und deren Vernetzung zu einem Unternehmensgeist", um den Blick zu weiten und grundlegend Möglichkeiten zu eröffnen, der Komplexität der Wirklichkeit kompetenter als bisher zu begegnen.

Inwiefern das Plädoyer für das einzig tragfähige Managementkonzept, das für alle verbindlich sein könnte", einem totalitären, sektoral-intelligenten Anspruch erliegt, der gerade unter den Prämissen, Thesen und Schluss"-Folgerungen der Ausführungen zu verabschieden wäre, sei dahin gestellt. Ebenso die erkenntnistheoretisch kritische Frage, ob der Autor in seinem Engagement gegen einen begrenzten Denkduktus seinerseits einer Metaerzählung (J.-F. Lyotard) anheim fällt, dem Glauben an die kontextfreie Überlegenheit natur-, neuro-, zuweilen auch sozialwissenschaftlicher Rationalität. Zu diskutieren wäre außerdem, ob der Ansatz und seine empirischen Evidenzverweise (auch Holger Rust beruft sich auf die Autorität von Fallstudien) sich qualitativ von Prinzip, Struktur und Modus der beklagten sektoralen Intelligenz unterscheiden.

Doch diese und andere akademischen Nachfragen seien beiseite und dafür die Utopie des Autors in den Vordergrund gestellt: Das große Projekt des Geistes im Unternehmen... kann langfristig wirken, Motivation erzeugen und Kompetenzen sichtbar machen.... Diese geistige Arbeit beginnt mit der ersten kleinen Frage...: Wie sehen Sie das?""

Dem Buch hätte ein sorgfältigeres Lektorat gut getan, und irritierend ist, dass trotz der zahlreichen Bezüge auf Literatur und Zitate weder die Quellen vollständig benannt sind noch ein Literaturverzeichnis dem Leser Aufschluss über deren Herkunft gibt. Das ist insbesondere für Lesende bedauerlich, die zu dem motiviert sind, was im Einklang mit der Hauptbotschaft steht: überprüfen, kritisch reflektieren und weiter spinnen.

Ich wünsche diesem Buch trotz mancher kritischen oder nörgelnden Anmerkung Leser mit wachem Geist.
Übernommen von: Dr. Regina Mahlmann [...]
drmahlmann@aol.com


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