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Manfred Luger "Luggi" (Passau)

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Lernerfolg Vorschule: Capt'n Sharky
Lernerfolg Vorschule: Capt'n Sharky
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 19,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorsicht Suchfaktor, 1. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Paket vor knapp drei Monaten für meinem Sohn zum fünften Geburtstag gekauft, da wir im Ausland leben und er auf die nächsten Jahre hinweg nicht in den Genuss des deutschen Bildungssystems kommen wird.

Zuerst war ich ganz angetan von Inhalt und Aufmachung: Einfache Arithmetik, das Alphabet, der Umgang mit Geld und englische Basisvokabeln werden in spielerischen Übungen und jeweils 3 Schwierigkeitsniveaus behandelt. Es gibt 20 verschiedene Aufgabentypen, so dass sich insgesamt 60 Aufgabenstellungen ergeben. Nach jeweils 20 erfolgreich absolvierten Aufgaben erhält man das Recht, ein sog. Bonusspiel zu spielen. Dieses ist ein recht anspruchsvolles Strategiespiel, bei dem man unter Berücksichtigung der Bewegungen der übrigen Spielfiguren mit einem Schiff durch verschiedene Arten von Labyrinthen navigieren muss. Diese 3 Bonusspiele beinhalten jeweils 10 verschiedene Stufen.

Mittlerweise habe ich meinem Sohn die Benutzung der Software allerdings verboten. Die Aufgaben hatte er schon nach wenigen Tagen auf allen Niveaus gelöst, nach kaum drei Monaten hatte er die komplette Software 5 mal durch. Das Bonusspiel hat ihn so beeindruckt, dass er das Prinzip in die reale Welt verlegte und seinen Kindergarten in ein Spielfeld verwandelte, in dem er den einzelnen Kindern bestimmte Rollen zuwies. Das schlug zwar ein wie eine Bombe, die Kinder waren (und sind) noch begeistert, aber die Besessenheit meines Sohnes geht mir langsam zu weit. Er spielt das Bonusspiel mittlerweile im Kopf, denkt sich Aufgabenstellungen nach dem Modell der Software aus und zeichnet Spielfelder und Aufgaben auf Papier nach, die der arme Papa dann lösen muss. Das hört sich vielleicht ganz drollig anund ist ja auch ein netter Begleiteffekt, aber der eigentliche Zweck, das Lernen bestimmter Inhalte nämlich, ist darüber völlig in den Hintergrund getreten: Es gibt inhaltlich einfach zu wenig her. Das bisschen Addition und Subtraktion (Zahlen bis 10) ist eigentlich ein Witz, die paar Englischvokabeln kannte er sowieso schon fast alle aus dem Kindergarten und Anfangsbuchstaben von Wörten zu erkennen ist eigentlich auch keine wirklich dauerhafte Herausforderung.
Wo unser Sohn zu Beginn etwas herumgeknabbert hat ist der Umgang mit größeren Geldbeträgen (Euro-Scheine und -Münzen kennt er nicht) und die Aufgaben, bei denen man sich die Reihenfolge von 5 englischen Wörtern merken muss, aber auch das ist eine Gewohnheitssache.

Meiner Erfahrung nach gibt es also zu Beginn einen kleinen Lernschub, der aber leider schnell abebbt, wenn die Inhalte beherrscht werden und sich dann eine gewisse Fixiertheit auf den spielerischen Aspekt einstellt, was nicht im Sinne des Erfinders sein dürfte. Was mich zudem extrem nervt ist die Stimme und der grauenhafte englische Akzent (Fäntästisch!) des Sprechers.

Mittlerweile habe ich mir den Online-Zugang zu Lernerfolg Grundschule besorgt - das gleiche Konzept auf den Lehrplan der Klassen 1-4 abgestimmt; da gibt es mehr Möglichkeiten, die individuellen Stärken und Schwächen der Kinder zu berücksichtigen und die Kinder werden dazu animiert, Stift und Papier bereit zu legen, falls eine kniffligere Rechnung sich nicht im Kopf lösen lässt. Denoch werde ich meinen nächsten Heimaturlaub aber dazu nutzen, mich mit den offiziellen Lehrmitteln der Schulen auszurüsten. Kindern lernen nun einmal von Haus aus gern, sie mit Hilfe von Spielen dazu zu motivieren, scheint mir auf Dauer gefährlich und kontraproduktiv - was nicht heißen soll, dass derartige Software nicht für einen begrenzten Zeitraum nutzbringend eingesetzt werden kann, quasi als Einstiegshilfe.

Fazit: Lernerfolg Grundschule birgt das Potenzial, kleine Spielsüchtige heranzuziehen, wenn man nicht aufpasst. Der Lernaspekt scheint mir etwas zu kurz gekommen. Es scheint angeraten, hier noch etwas mehr in die Tiefe zu gehen.


Moulüe - Supraplanung: Unerkannte Denkhorizonte aus dem Reich der Mitte
Moulüe - Supraplanung: Unerkannte Denkhorizonte aus dem Reich der Mitte
von Harro von Senger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schatten und Licht - Yin und Yang, 24. Januar 2012
Zunächst einmal ist hervorzuheben, dass von Senger zu den wenigen China-Autoren gehört, die etwas vom Thema verstehen. Diese profunden Kenntnisse basieren auf Studienaufenthalten zu Zeiten der Kulturrevolution und in den Jahrzehnten danach, intensivem Studium moderner und klassischer chinesischer Originalschriften sowie Kontakten zu Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern. An diesem Fundus lässt er den Leser in der Hoffnung teilhaben, etwas zur Auflösung der westlichen Ignoranz und Arroganz gegenüber China beizutragen.

Die Kernthese des Buches ist einfach und lässt sich damit umreißen, dass China sich nach wie vor auf dem Weg zum Kommunismus als utopisches Endziel sieht und alle diesem scheinbar widersprechenden Phänomene ("Turbokapitalismus") unter dem Aspekt des auf diesem Weg zu lösenden Hauptwiderspruchs,d.h. dem Widerspruch zwischen den (materiellen) Bedürfnissen der Bevölkerung und deren mangelhafter Befriedigung, zu sehen sind. Die für das westliche Denken häufig paradoxen Erscheinungsformen des "Sozialismus mit chinesischen Besonderheiten" verlieren dadurch ihre Schärfe. Da es anscheinend im Westen immer noch Leute gibt, die glauben, Marktwirtschaft könne nur mit Demokratie funktionieren, dürfte diese These den einen oder anderen vielleicht überraschen.

Wie von Senger überzeugend darstellt, wird im Zuge des Aufbaus der sozialistischen Gesellschaft auf allen Ebenen gerne auf die 36 Strategeme des Sunzi zurückgegriffen, die jedem Chinesen aus der Lektüre der Geschichte der 3 Reiche, sowie unzähligen Fernsehserien vertaut sind. Hiermit ist der Autor wieder bei seinem Steckenpferd gelandet, der Listenkunde.
Wie auch in seinen früheren einschlägigen Publikationen bringt der Autor sehr viele historische und aktuelle Beispiele für den Einsatz von Listen (Strategemen) im Alltag sowie im Geschäftsleben. Das ist sehr verdienstvoll, zumal sein Ziel darin liegt, die von ihm kritisierte "Listenblindheit" der Westler zu kurieren. Wer selber aus beruflichen Gründen in China lebt oder mit Chinesen zu tun hat, weiß, wie notwendig es ist, diesem Mangel abzuhelfen. Durch seine verschiedenen Publikationen ist der Autor diesem Ziel sicher ein großes Stück näher gekommmen.

Was die Schwäche des Buches angeht so ist folgendes zu nennen: Meines Erachtens hätte der Autor besser daran getan, Listenkunde nicht nur mit dem chinesischen Aufschwung in Zusammenhang zu stellen, sondern auch zu analysieren, wie beides untrennbar mit den aktuellen großen Problemen Chinas verknüpft ist. v. Senger erwähnt fast beiläufig, dass der große Leistungsdruck in der Gesellschaft, die Umweltverschmutzung, das Verfallen ethischer Wert etc. nur Nebenwidersprüche seien, deren Lösung lediglich zugunsten eines zu stark ökonomisch interpretierten Hauptwiderspruchs (siehe oben)vernachlässigt worden sei. Er erkennt anscheinend nicht (oder zumindest erwähnt er es nicht), dass listenorientiertes Handeln grundsätzlich nicht sachbezogen sondern personenbezogen ist. Es geht bei Anwendungen von Listen nicht darum, den besten Weg zu finden, ein Produkt herzustellen, verlässlich zu warten oder sonst irgendwie allgemeine Standards zu realisieren, sondern darum, den Konkurrenten in die Knie zu zwingen, und zwar zunächst einmal ohne Rücksicht auf den Gegenstand der Auseinandersetzung. Anders gesagt: Chinesen werden durch den hohen Stellenwert, der der Pflege persönlicher Beziehungen zukommt, oft dazu gezwungen, ihre Kreativität in den Dienst einer letztlich unproduktiven und Reibungsverluste (Korruption) schaffenden Perfektion im Listigwerden zu stellen. Das zu wissen ist für den Ausländer gut, in wie weit man davon lernen sollte, eine andere Frage.

Denn von diesem Gesichtspunkt aus könnte man die angeblich Listenblindheit des Westens auch als zivilisatorischen Fortschritt betrachten. Zumindest wird mir von vielen befreundeten Chinesen bestätigt, wie unerquicklich und abstoßend diese Taktiererei im Berufsleben oft empfunden wird. Kein Wunder ist daher, wie mir von einem Marineoffizier versichert wurde, dass die Arbeit auf Führungsebene sehr oft fast ausschließlich im Ertragen eines alkoholschwangeren und kalorienreichen "Arbeitsumfeldes" besteht...und das geht schon relativ weit unten in der Hierarchie los.

Diese Aspekte blendet der Autor weitgehend aus und wenn er doch darauf verweist, dann ohne Einbettung in den größeren alltagskulturellen Zusammenhang. Wie viele Chinakenner so neigt auch von Senger zu einer leichten Verklärung der kulturellen Errungenschaften Chinas unter gleichzeitiger Abwertung des eigenen Erbes. Das ist in gewisser Weise natürlich, da dem aufgeklärten und offenen Geist das Fremde als Komplettierung des Eigenen erscheint. Man darf aber nicht vergessen, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Chinesen, die länger im Ausland gelebt haben, empfinden das dauernde Misstrauen, den Neid und Konkurrenzkampf, dessen handlungstheoretische Voraussetzung die List darstellt als belastend bis unerträglich und nehmen den Preis für größere Sachlichkeit, nämlich geringere Flexibilität hierzulande, unter Umständen zumindest vorübergehend gerne in Kauf.
Nicht zuletzt wird man den Verdacht nicht los, das die vielzitierte Strategemkompetenz der Chinesen in zahlreichen Fällen nur das Feigenblatt der Gebildeten ist, mit dem man seinem recht bodenständigen Egoismus im Nachhinein historische Legitimation verleihen will.
Als störend empfinde ich außerdem die häufigen chinesischen Übersetzungen für wichtige Begriffe, die jedoch nicht in chinesischer Schrift, sondern in lateinischer Umschrift gegeben werden. Demjenigen, der des Chinesischen nicht kundig ist, nützen sie ohnehin nichts, für die aber, die Chinesisch beherrschen stellt die PinYin-Umschrift eine unnötige Verkomplizierung dar.

In diesem Zusammenhang nervt es auch etwas, wie der Autor immer wieder darauf hinweist, dass er die Materialien im chinesischen Original gelesen hat. Hierdurch leistet er sich selber einen Bärendienst, denn chinesischen Politikkauderwelsch lesen zu können, ist nicht Besonderes und sollte bei einem Sinologen vorausgesetzt werden. Wer das als Beleg für die eigene Kompetenz anführt, schwächt seine Position eigentlich. Abgesehen davon: Aus der Tatsache, dass man in chinesischen Strategiepapieren nachlesen kann, dass es um Marxismus-Leninismus geht folgt per se erstmal nicht viel, egal ob auf Englisch oder Chinesisch. Was die konkrete Auslegung angeht, das sieht wohl auch v. Senger ähnlich, bleibt nämlich alles so schwammig, dass man die nationale Fortschrittsplanung auch unter einem anderen Namen verkaufen könnte.

Fazit: Wer bzgl. des modernen China recht ahnungslos ist und einen Ansatzpunkt zu dessen Verständnis sucht könnte von der Lektüre profitieren. Jemand, der sich hingegen mit der Materie bereits beschäftigt hat könnte das Fehlen von analytischer Schärfe, inhaltlicher Tiefe und kritischer Distanz bemängeln.


Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen
Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen
von Dan Ariely
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen oberflächlicher Blick in eine bizarre Welt, 17. Januar 2012
Eines vorweg: Aufgrund der negativen Bemerkungen zur Übersetzung in einigen Kommentaren habe ich mir gleich die Originalausgabe gekauft. Meine Kritik gilt also dem inhaltlichen Aspekt.
Ariely ist Psychologie-Professor an der Duke University in den USA und wurde sowohl in kogniviter Psychologie als auch in Business Administration promoviert. Kein Wunder daher, dass sich seine Forschungstätigkeit im Grenzbereich zwischen Wirtschaft und Psychologie ansiedelt, besonders im Fokus steht die Analyse des Konsumverhaltens der US-Bürger.
Welchen Einfluss haben subjektive Erwartungen, soziale Normen, vermeintliche Schnäppchenangebote, aber auch sexuelle Erregung und sonstige nicht-rationale Faktoren auf unser Entscheidungsverhalten - das ist die Grundfrage, um die es Ariely geht. Praktisch relevant ist seine Forschung angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der gesellschaftlichen Probleme, mit denen die USA derzeit zu kämpfen hat auf die offensichtliche Unfähigkeit eines Großteils der Bevölkerung zurückzuführen ist, ihre Handlungen in vernüftiger Weise an die eigene Lebenssituation anzupassen. Als Beispiele nennt Ariely die negative Sparquote in den USA (d.h. anders als in in Europa, wo im Durchschnitt 10-20% des Gehalts gespart werden oder China (50%)geben die US-Bürger tatsächlich mehr aus als sie verdienen) oder die zunehmend ungesunde Lebensweise der Bevölkerung.
Nicht, dass diese Probleme hierzulande unbekannt wären, aber das Ausmaß und vor allem die Selbstverständlichkeit mit der Ariely diese Verhaltensweisen zu Grunde legt, lassen erstaunen.
Wenn die von Ariely angeführten Beispiele für alltägliches irrationales Konsumverhalten repräsentativ sind (und nach allem, was ich beobachten konnte, sind sie das) kann man eigentlich nicht anders, als die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen und auf den Untergang des Abendlandes zu warten: Es wird ein Haus gekauft, eine Riesensumme Geld investiert um es nach eigenen Vorstellungen zu restaurieren und umzubauen. Und das obwohl man darauf gefasst ist, in kurzer Zeit wieder umziehen zu müssen. Als der Umzug dann unausweichlich wird, nimmt man die doppelte finanzielle Belastung in Kauf, weil man sich weigert, das überflüssig gewordene, aber als perfekt empfundene Haus so umzubauen, dass sich ein Käufer findet. Als dann am Ende doch die Vernunft siegt, verkauft man mit großem Verlust.
So ein Verhalten ist man von Teenagern gewöhnt, deren orbitofrontaler Cortex noch nicht ausgereift ist, aber bei einem Psychologen, der sich mit der Erforschung von Irrationalität beschäftigt, irritiert einen das dann doch.
Ähnliche Verhaltensweisen werden durchgehend als normal unterstellt, insofern bietet das Buch einen Einblick in das bizarre Konsumverhalten der us-amerikanischen Bevölkerung.

Auch wenn sich Arielys Beobachtungen natürlich nicht 1:1 auf den Rest der Welt übertragen lassen, so ist deren Kern in gewissem Rahmen durchaus verallgemeinerbar: Menschen verhalten sich irational, obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten. Das ist nun keine wirklich bahnbrechende Erkenntnis und die Tatsache, dass es jemand für nötig hält, zum x-ten Male Experimente zur Bestätigung dieser Einsicht durchzuführen entbehrt selber nicht einer gewissen Irrationalität.

Um so gespannter wäre man darauf, zu erfahren welche Erklärungen Ariely für seine Befunde anbietet. Und hier ist die eigentliche Schwäche des Buches: Ariely erzählt nette Geschichtchen, aber seine Analyse kommt über den Hausverstand nicht hinaus und erreicht diesen oft gar nicht einmal:
So macht Ariely die experimentelle Beobachtung, dass bei Schokoladenstückchen, die zur Verkostung angeboten werden von Komsumenten eine relativ feste Relation zwischen Preis und Qualität zu Grunde gelegt wird, nach der sie entscheiden, ob sie einen bestimmten Geldbetrag aufwenden wollen, um in den Genuss des hochwertigeren von zwei Produkten zu kommen. Das drückt sich aus in der Prozentzahl der Konsumenten, die sich unter Inkaufnahme eines höheren Betrages für das bessere Produkt entscheiden. Diese Zahl ist unter verschiedenen Preisnniveaus relativ stabil, was wiederum die Lehrmeinung der Verbraucherrationalität widerspiegelt.
Interessanterweise wird diese Rationalität (scheinbar) außer Kraft gesetzt, sobald unter Beibehaltung des relativen Preisunterschiedes einer der Preise auf Null gesetzt wird. Unter diesen Umständen ist praktisch niemand mehr bereit für das bessere Produkt selbst einen geringeren Preis zu bezahlen. Ariely erklärt das sehr wolkig und wenig überzeugend mit der Verlockung und dem Zauber, etwas umsonst zu bekommen etc. als Beispiel für irrationales Verhalten.
Ein Ansatz, den er nicht berücksichtigt besteht darin, dass der kognitive Aufwand, den man betreiben muss, um das als optimal empfundene Preis-Leistungsverhältnis zu ermitteln im Allgemeinen sehr hoch ist aber radikal verringert wird, wenn der Preis auf Null gesetzt wird - ein Bruch, deren Zähler Null wird, ist immer Null, weitere Rechnungen überflüssig. Um diesen Erklärungsansatz zu überprüfen könnte man beispielweise die kortikalen Aktivitäten während der Entscheidungsprozesse untersuchen und käme eventuell zu der Einsicht, dass es rationaler sein kann, Speicherkapazität zu sparen statt Geld.

Dass er auf solche selbst für einen Laien naheliegenden Schlussfolgerungen nicht kommt, oder versäumt sie zu erwähnen, sorgte bei mir immer wieder für Verärgerung und Frustration. Umsomehr als Ariely selbst kognitiver Psychologe ist und bei seinen Erklärungen eben gerade keinen kognitiven Ansatz wählt, sondern unscharfe emotionale Analysversuche unternimmt.

Das ist alles etwas mager und die (allerdings klare und unterhaltsame) Darstellung seiner mehr oder weniger originellen Experimente wiegt den Mangel an Erkenntnisgewinn nicht so recht auf.


The Calculus Gallery: Masterpieces from Newton to Lebesgue
The Calculus Gallery: Masterpieces from Newton to Lebesgue
von William Dunham
  Taschenbuch
Preis: EUR 20,10

5.0 von 5 Sternen Juwelensammlung, 29. Oktober 2011
Ein Streifzug durch die Geschichte der Analysis von den alten Griechen bis (fast) bis zur Gegenwart. Das Buch ist fokussiert auf besondere Leistungen einzelner Mathematiker, die die Entwicklung der Analysis entscheidend vorangetrieben haben: Euklid, Leibniz, Newton, Gauss, Euler, Weierstrass, Cauchy, Riemann, Lebesgue. Die Beweise für die einzelnen Sätze werden gut verständlich aufbereitet dargelegt, so dass man das Buch auch mit an den Strand nehmen kann.
Was den besonderen Charme ausmacht, ist, dass nicht nur die in üblichen populär geschriebenen Standardsätze herausgegriffen werden (z.B. Unendlichkeit der Primzahlmenge),sondern auch unter Laien weniger bekannte Themen, wie z.B. die Leibniz-Reihe zur Berechnung von Pi oder die Gammafunktion.
Das Buch ist zwar chronologisch aufgebaut, die einzelnen Kapitel können aber auch für sich selbst gelesen werden. Ich würde sogar behaupten, dass man das eine oder andere Kapitel, übersetzt und etwas modifiziert zur Ergänzung des Schulunterrichtes einsetzen könnte.


Calculus
Calculus
von James Stewart
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inhaltlich und didaktisch hervorragend für Schule, Uni und Beruf, 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Calculus (Gebundene Ausgabe)
Stewarts Lehrbuch ist Standard an vielen Undergraduate-Kursen in den USA und das nicht umsonst. Bei all den Vorzügen fällt es schwer, die wichtigsten herauszugreifen:
1. Umfassend: Der Stoff beginnt bei den Kenntnisse der gymnasialen Oberstufe, evtl. sogar früher und reicht bis zum Inhalt von Uni-Vorlesungen Analysis II, d.h. mehrdimensionale Analysis (z.B. die Sätze von Green, Stokes und Gauss). Daneben enthält es ein Kapitel zu Differentialgleichungen und mehrere Kapitel zu Differentiations- und Integrationstechniken. Das sind grundlegende Fähigkeiten, die man nicht nur üben muss, sondern, die man sich durch Tricks und Kniffe auch sehr erleichtern kann. Abgesehen davon sind auch eigene Anwendungs-Kapitel enthalten, in denen der behandelte Stoff in natur- oder wirtschaftswisenschaftlichen Zusammenhängen oder einfach in Alltagsproblemen in die Praxis umgesetzt wird.

2. Das didaktische Konzept:
-Die Themen werden, fast immer, nicht im üblichen Satz-Beweis-Schema präsentiert sondern die Motivation für die einzelnen Konzepte wird induktiv entwickelt. Das Ziel besteht darin, erst ein intuitives Verständnis der Konzepte aufzubauen, bevor die Formalisierung kommt. Große Bedeutung haben hier die klug nach steigendem Schwierigkeitsgrad und konzeptuellem Zusammenhang aufgebauten Übungsaufgaben.
-Jedes Konzept wird, wenn möglich, sowohl algebraisch als auch geometrisch, unter Umständen auch durch Einsatz von Computeralgebra-Systemen präsentiert.

3. Übungen und Projekte
Dem induktiven Ansatz entsprechend ist das Buch gestopft voll mit Tausenden (wörtlich!)von Übungsaufgaben, die geschickt aufeinander aufbauen, sehr häufig Beispiele aus der wissenschaftlichen Praxis oder dem Alltag thematisieren und oft in kleinen Projekten zusammengefasst sind, bei denen ein bestimmtes Problem von Anfang bis Ende, unterstützt durch Hinweise das Autors, zu bearbeiten ist. Die Aufgabenteile beginnen mit Routinerechenaufgaben, die schnell langweilig werden (man kann dabei fernsehen) und steigern sich über kleine Beweisaufgaben bis hin zu anpsruchsvolleren Fragestellungen, bei denen einfache Kenntnis des Stoffes nicht ausreicht, sondern nach kreativen Ideen und Verknüpfung verschiedener Konzepte gefragt ist. An manchen saß ich Tage herum und habe Dutzende von Ansätzen probiert und verworfen, bevor es irgenwann "klickte" und alles plötzlich ganz einfach erschien. Man trainiert neben seinem Kenntnisse also auch die Mathematikertugend des Durchhaltens.

4. Praxisbezug
Das Buch trägt der Tatsache Rechnung, das die meisten Leute, die anfangen, sich mit nicht mehr ganz elementarer Mathematik zu beschäftigen, die entsprechenden abstrakten Konzepte noch nicht besitzen, sondern erst durch viel Übung an praktischen Beispielen erwerben müssen. Genau dafür ist das Buch konzipiert, deswegen ist es auch so lang (weit über 1000 Seiten). Einen fortgeschrittenen Mathematiker, der über die entsprechenden Konzepte verfügt, erfreuen kurze elegante Beweise. Ein Anfänger dagegen ist dankbar, wenn er auf dem Weg zu den kleineren oder größeren Gipfeln der Wissenschaft alle paar Zentimenter etwas hat, woran er sich festhalten kann. Das kann manchmal etwas umständlich oder überflüssig wirken - wer es nicht braucht, kann die entsprechenden Absätze ja überspringen.

Ich habe den Stoff des Buches schonmal mit Hilfe der üblichen hiesigen Lehrbücher behandelt und bin irgendwie auch durchgekommen, hatte aber nie das Gefühl, tatsächlich etwas Nützliches dabei gelernt zu haben. Das ist hier anders: Jeden Abend verbringe ich eine oder mehrere Stunden mit der Lektüre des Textes oder der Übungsaufgaben und merke, dass die Fortschritte zwar schleichend, für sich kaum spürbar aber insgesamt über die letzten Monate betrachtet fundamental sind.

Zur Sprache: Englisch sollte man natürlich schon einigermaßen beherrschen, da das Buch im Verhältnis zu anderen Einführungsbüchern erklärungslastig geschrieben ist. Aber der Wortschatz ist naturgemäß beschränkt und dürfte auch für einen Oberstufenschüler bewältigbar sein.
Im Übrigen sind auch ältere Auflagen uneingeschränkt zu empfehlen, manche amerikanische Rezensenten behaupten sogar, diese seien besser als die neueren.


The History of the Calculus and Its Conceptual Development (Dover Books on Mathematics)
The History of the Calculus and Its Conceptual Development (Dover Books on Mathematics)
von Carl B. Boyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,60

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Fast) alles, was man wissen will, 28. Oktober 2011
Boyer ist d e r Mathematikhistoriker. Keiner, der sich für die Frage interessiert, wie und warum sich die Infinitesimalrechnung und damit die moderne Analysis entwickelt hat, kommt um seine beeindruckenden Studien herum. Er hat in seinem Quellenstudium wohl kein Land, das irgendeinen nennenswerten Beitrag zur Entwicklung der Analysis geleistet hat ausgelassen. Besonderes Augenwerk legt er auf die Entwicklung des Grenzwert-Begriffes und argumentiert nachvollziehbar, weshalb die griechische Mathematik gerade an diesem Konzept gescheitert ist (wie viele Generationen nachfolgender Mathematiker auch).
Natürlich wird auch die allgemein bekannte Entwicklung der Infinitesimalrechnung durch Newton und Leibniz ausführlich dargestellt; es wird jedoch klar, das diese nicht aus dem Nichts kam, sondern schon seit Jahrzehnten quasi in der Luft lag und auch praktisch angewendet wurde, wenn auch ohne rigorose Formulierung.
Ich halte Boyers Beiträög eigentlich für so wichtig, dass sie in den Mathematikunterricht hineingehörten. Die modernen mathematischen Konzepte werden hierzulande immer so präsentiert, als wären sie gottgegeben und entsprängen reinem logischen Denken. Dieser Glaube ist nur dann nachvollziehbar, wenn unterstellt wird, dass die entsprechenden Konzepte, auf denen man logisch operiert, ebenfalls gottgegeben sein.
Tatsächlich zeigt Boyer sehr anschaulich, welche ungeheure jahrhundertelange Leistung der Menschheit dahintersteckt, derartig abstrakte Ideen zu entwickeln und anwendbar zu machen.


Reading Japanese with a Smile: Nine Stories from a Japanese Weekly Magazine for Intermediate Learners
Reading Japanese with a Smile: Nine Stories from a Japanese Weekly Magazine for Intermediate Learners
von Tom Gally
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlung für Lerner und Lehrer, 28. Oktober 2011
Das Buch hält, was es verspricht. Die Geschichten sind auf eine Art und Weise kurios, wie es nur in Japan möglich ist und vermitteln daher neben nützlichem Gebrauchswortschatz, auch eine Reihe von Kenntnissen zur japanischen Alltagskultur.
Da es sich um Originaltexte handelt, sollte man jedoch schon einigermaßen solide Japanischkenntnisse mitbringen, um das Ganze noch halbwegs mit Genuss lesen zu können. Allerdings wird für jeden Text auch eine direkte englische Übersetzung (und natürlich Wortschaftzhilfen) gegeben, die die grammatische Struktur sichtbar macht.
Nicht nur für Japanischlerner interessant, sondern auch für Japanischlehrende. Man kann die Texte dank der nützlichen Hilfen gut im Lektürekurs verwenden, wenn mal wieder die Vorbereitungszeit zu knapp ist.
Ich wünschte, ich hätte das Buch zur Verfügung gehabt, als ich noch Japanisch unterrichtete.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2013 9:23 AM CET


Im Spiegel der Sprache: Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht
Im Spiegel der Sprache: Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht
von Guy Deutscher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Laienlinguistik mit Anspruch, 28. Oktober 2011
Ein durchaus unterhaltsam geschriebenes Buch, das den Eindruck erweckt, es würde den Zusammenhang zwischen Sprache und Denken thematisieren. Ein vor allem für linguistische Laien interessantes Thema, weil dazu jeder Fremdsprachenlerner aus eigener Erfahrung etwas beisteueren kann. Die von Deutscher ausgewählten Beispiele sind dementsprechend auch so, dass man keine Fachkenntnisse benötigt, um ihre Implikationen zu verstehen, z.B.Farbbezeichnungen oder Modi.

Bei der Kernthese des Buches scheint es sich um eine Version der Sapir-Whorf-Hypothese handeln, nach der die Sprache die Weltsicht prägt. Diese These war jahrzehntelang ein Tabu unter Sprachwissenschaftlern, nachdem bekannt wurde, dass viele der ursprünglichen Belege falsch oder irreführend interpretiert worden waren. Eine mildere Version dieses Sprachrelativismus, den auch Deutscher zu vertreten scheint, ist in letzten Jahren wieder salonfähig geworden: Verschiedene Sprachen begünstigen die Konzeptualisierung verschiedener Wirklichkeitsausschnitte verschieden stark.
Das ist allerdings nicht besonders überraschend, da die Effizienz jeder natürlichen Sprache auf dem Funktionieren konzeptueller Metaphern basiert (Lakoff/Johnson 1981), ohne diese wäre es kaum möglich, der Realität sprachlich Herr zu werden. Hierfür bietet Deutscher dann auch eine große Anzahl anschaulicher sprachlicher Kuriositäten aus allen Ecken und Enden der Welt auf, was zweifellos die Stärke des Buches ist.
Dessen Schwäche liegt darin, dass aus dieser "Schmetterlingssammlung" eigentlich nicht viel folgt. Wie der bekannte kanadische Psychologe Pinker sinngemäß formulierte: "Wenn Sprache nicht das logische Denken beeinflusst, ist sein Einfluss trivial." Dafür, dass dies in irgendeinem grundsätzlichen Sinne der Fall sein könnte, liefert auch Deutscher leider keine Beispiele (vermutlich gibt es sie auch nicht).Insofern verspricht der Titel also etwas zu viel.
Was übrig bleibt, ist die These, dass man Dinge, die man nicht oder nur schwer ausdrücken kann, eben nicht oder seltener sagt..wer hätte das gedacht?

Das Buch nimmt somit eine Zwischenstellung ein: Es vermittelt - wenn auch nicht in aller Tiefe - einerseits sehr spezielle Kenntnisse zu bestimmten sprachlichen Phänomenen. Andererseits kreist es um im Wesentlichen um laienlinguistische Fragestellungen, ohne jedoch wirkliche Antworten zu versuchen.

Empfehlenswert für Sprachinteressierte, die gerne etwas über die Vielfalt der menschlichen Sprachen erfahren möchten, ohne sich mit viel Theorie und Abstraktion herumzuschlagen.
Wer hierzu mehr erfahren möchte, sei auf die zahlreichen gut lesbaren Publikationen von Harald Haarmann verwiesen.


Philosophie der Mathematik (Alber Texte Philosophie)
Philosophie der Mathematik (Alber Texte Philosophie)
von Wilhelm Büttemeyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressant, 23. März 2010
Dieses Buch füllt eine Lücke für alle, die Mathematik lieben, und nicht nur vestehen möchten, was Mathematik ist, sondern auch, warum sie funktioniert und wo ihre Grenzen liegen. Die Bandbreite der im Buch enthaltenen Aufsätze ist enorm, sowohl chronologisch als auch inhaltlich. Es beginnt mit Platon und Aristoteles, geht über Mill, Leibniz, Kant, Carnap, Hilbert, Bourbaki bis hin zu Vertretern des Intuitionisums (Dummett) und Konstruktivismus (Lorenzen).
Es kommen also sowohl Philosophen als auch Mathematiker zu Wort, so dass nicht nur verschiedenste Blickwinkel berücksichtigt werden, sondern sich auch ein erhellender Einblick in die historische Entwicklung meta-mathematischen Denkens und damit indirekt auch wissenschaftstheoretischen Denkens eröffnet. Problemfelder, die in üblichen Mathematiklehrbüchern oder -vorlesungen, in denen z.B. die Grundlagenkrise der Mathematik Anfang des 20 Jh. völlig ignoriert werden, unter den Tisch fallen.
Die Artikel sind alle von hoher Qualität und ich habe einige schon häufiger in Fachaufsätzen zitiert.
Nicht zuletzt findet sich ein prägnantes und gut ausgewähltes Literaturverzeichnis, das dem interessierten Leser ausreichend Stoff für weiterführende Lektüre bereitstellt.


Intelligence and How to Get It: Why Schools and Cultures Count
Intelligence and How to Get It: Why Schools and Cultures Count
von Richard E. Nisbett
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,39

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Schuss ging daneben, 26. Februar 2010
In diesem Buch versucht Nisbett eine Lanze für die These "Intelligenz ist erworben und nicht vererbt" zu brechen. Leider gelingt ihm das überhaupt nicht, ganz im Gegenteil: Vor der Lektüre stand ich der Vererbungsthese kritisch gegenüber, nach der Lektüre empfinde ich die Argumente gegen sie (und Nisbett lässt kaum eines von ihnen aus) als schwach und kontraproduktiv. Bei den statistischen Aussagen über den IQ-steigernden Erfolg von Erziehungsmaßnahmen wimmelt es von möglichen Kofundierungen, die nicht diskutiert werden, ganz abgesehen davon, dass die Zahlen für sich genommen auch nicht besonders überzeugend sind. Die Grundsatzfrage, inwieweit es überhaupt sinnvoll ist, IQ-Tests als prognostisches Mittel einzusetzen, wird natürlich auch nicht diskutiert.
Dass IQ-Punktzahlen bei standardisierten Tests sich durch Übung verbessern lassen (auch wenn dies von IQ-Fetischisten häufig bestritten wird) kann jeder bestätigen, der sich einem entsprechenden Selbstexperiment unterzieht. Insofern ist die "Nurture-These" in vorliegender Form trivial, im Sinne einer Erfolgsprognose sind die Daten jedoch irrelevant.
Um die IQ-Debatte kritisch einschätzen zu können empfehle ich: What Intelligence Tests Miss: The Psychology of Rational Thought


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