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Rezensionen verfasst von
manuelhaug "manuelhaug"

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Kein Titel verfügbar

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Game over, 12. November 2008
Der Stil von Kamera und Schnitt ist in der Tat ein interessanter Ansatz, und leider reagieren viele Zuschauer doch so manches Mal überreizt, wenn sie einen schnellen Schnitt sehen. Der dokumentarische Kamerastil ist sicher großartig, man denke beispielsweise auch an den Shoot out in MIAMI VICE, der quasi aus Sicht eines Kriegsberichterstatters dargestellt ist.

Mag ein dokumentarischer Kamerastil bei Bond noch angehen, ist das, was dem Zuschauer an Schnittechnik geboten wird, eine Frechheit. In der Tat ist von den Actionszenen kaum etwas wirklich zu erkennen, man ahnt nur, wer gerade hinter wem her ist oder wer auf wen schiesst. Dieses ungenießbare Chaos ist mit "Schnittgewitter" noch sehr schmeichelhaft umschrieben. Ehrlich: wo liegt der UNTERHALTUNGSWERT der Action, wenn man sie nicht wahrnehmen kann? Ein Film soll UNTERHALTEN, Bond sowieso, und das tut er eben mit dieser Technik keine Sekunde lang.

Wenn dies nun ein Beitrag dazu sein soll, Bond WEITERzuentwickeln, kommt dies der Kapitulation der Filmemacher gleich. Bond weiterentwicklen ist ja sinnvoll, geradezu notwendig. Aber doch nicht indem man den Stil der Bourne Trilogie (bzw. der Teile 2 und 3) kopiert und damit eindeutig aufgegibt, eigene Benchmarks zu setzen. Das ist ... ja, was ist das? Jämmerlich.

Somit bleibt Quantum of Solace meilenweit hinter den Erwartungen zurück: die Story fesselt nicht einmal eine Sekunde lang - auch hier ein klarer Abfall gegenüber Casino Royale - und ist im Grunde nichts weiter, als ein Actionfilm von der Stange. Einige gute Ansätze von Forster lösen sich genauso im Nichts auf wie alles, was Bond früher ausmachte. Man wird den Eindruck nicht los, dass Forster überfordert war, dem Film sowohl seinen Charakter als auch Elemente zu verleihen, die ihn vom Action-Einerlei a la XXX - das meiste davon selber Bond-Kopien - abheben.

Forster's absolute Unfähigkeit, die Schauwerte etwa von Siena und des Pferderennens angemessen einzufangen, ist schon Schande genug. Dass er es dann noch schafft, die eigentlich gute Idee des Schnittwechsels zwischen Rennen und Verfolgsjagd abartig schlecht in Szene zu setzen, wirkt nur noch lächerlich. Man meint, er hat bei Coppola was Interessantes gesehen, ist aber nicht gut genug, das auch angemessen umzusetzen.

Insofern ist die Schnittechnik nur ein Teil des Fehlschlags. Die Frage, warum man eigentlich alle Trade Marks, die Die another day seinerzeit noch zum erfolgreichsten Film der Reihe machten, konsequent ignorieren, ja leugnen (ist nur mir aufgefallen, dass Bond neuerdings ein Prolet ist?) muss, um das Franchise weiterzuentwicklen, können Mrs. Broccoli und Mr. Wilson ganz bestimmt auch nicht beantworten. Denn neue Kundenschichten zu erschliessen ist absolut legitim. Aber praktisch alle die zu verprellen, die die Connery-, Moore- oder die vollkommen unterschätzte Timothy Dalton-Ära zu schätzen wissen, gerade weil Bond damals mit seinen typischen Eigenschaften sich immer vom Einheitsbrei abgehoben hat, das ist schon eine reichlich fragwürdige Strategie (was bedeuten schon Kundenbindung und ähnlich unwichtiges Zeug?). Der Hype um Quantum of Solace war nicht zuletzt wegen des herausragenden Casino Royale - Gratulation übrigens an Martin Campbell für seine sensationelle Leistung! - so groß.

Irgendwie hat unser Produzententeam dies vergessen, hmm? Gut, und der Regisseur, der hat das vermutlich noch nie gewusst.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 29, 2008 4:20 PM CET


The Essential Judas Priest
The Essential Judas Priest
Preis: EUR 14,88

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was bringt diese Compilation?, 18. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: The Essential Judas Priest (Audio CD)
Der Vor-Rezensent hat es bereits gesagt: wer soll diese CD nur kaufen? Einsteiger vielleicht, ok. Aber wenn Sony schon mehr oder weniger regelmäßig was zu Priest veröffentlichen will, warum nicht mal etwas, was es noch nicht gibt? Etwas, das sicherlich größere Stückzahlen absetzen würde? Wieso nicht mal ein weiteres Live-Album aus der guten alten Zeit? Dasselbe gilt auch für DVDs: eine der besten Priest-Touren - PAINKILLER nämlich - wurde bislang in keiner vernünftigen Weise den Fans zugänglich gemacht. Es gibt von der PAINKILLER-Tour einige richtig gute Pro-Shots, aber außer einigen kleinen Auszügen wird nichts veröffentlicht. Wenn ich nur an das Material denke, das es von der Irvine Meadows Show 1991 gibt... Wobei es doch genau das wäre, worauf viele Fans warten - damit könnte man Geld verdienen! Eine Band wie Priest, die über 30 Jahre aktiv ist, hat doch jede Menge Material, für das jedem Fan das Geld sehr, sehr locker sitzen würde! Statt dessen: aufgekochte Sampler, die nur für eine sehr kleine Zielgruppe überhaupt interessant sind.

Die vorliegende Compilation ist wirklich nur für Einsteiger interessant, alle anderen haben das Material längst im CD-Schrank oder auf dem MP3-Player. Daher: Finger weg!


James Bond 007 - Goldeneye (Special Edition) [Special Edition] [Special Edition]
James Bond 007 - Goldeneye (Special Edition) [Special Edition] [Special Edition]
DVD ~ Pierce Brosnan
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 10,25

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Annehmbar, 15. Juli 2004
Produzent Albert R. Broccoli hatte sich mit GoldenEye viel Zeit gelassen, was sicherlich auch diversen rechtlichen Auseinandersetzungen lag. Timothy Dalton erklärte dann 1994, für Bond nicht mehr zur Verfügung zu stehen, so dass endlich doch Pierce Brosnan besetzt werden konnte. Hat sich also der lange Anlauf bezahlt gemacht ?
Nun ja. Die Story ist interessant und baut Spannung auf, ohne Frage, ist aber insbesondere zu Beginn schlicht verwirrend. Die Schauplätze - seit jeher Markenzeichen von 007 - sind akzeptabel, allerdings gelingt es Regisseur und Kameramann nicht, deren Stimmung einzufangen. Die Karibik-Szenen wirken steril wie aus einem Werbespot, man vergleiche dies mit FEUERBALL oder DER HAUCH DES TODES, in welchen die Original-Schauplätze deutlich besser und plastischer dargestellt werden. Sehr gelungen sind allerdings die Szene in dem Amphitheater und bei dem Lager für alte sowjetische Denkmäler. Hier werden beinahe surrealistische Stimmungen erzeugt. Action - Bond war immer für Innovationen berühmt - natürlich wird dies mit der Zeit immer schwieriger, zumal sich unzählige Action-Filmchen ebenfalls mit tollen Szenen hervortun wollen. Wirklich spektakuläre Action vermisst dann auch in GOLDENEYE. Die Szene mit dem Flugzeug bringt sogar Drei-Jährige zum Lachen, die Verfolgungsjagd mit dem Panzer ist dagegen gelungen. Besonders negativ fallen die Schußwechsel auf: was Bond da alles niedermäht - etwa in der Chemie-Fabrik - ist zum einen schlicht lächerlich, zum anderen ist das hirnlose Abknallen selbst von bewaffneten Gegnern abstossend. Gerade dieser Punkt ist m.E. ein besonders negativer, denn ein Merkmal hatte Bond immer von anderen filmischen Anstrengungen unterschieden: Stil. John Glen oder Guy Hamilton haben in diesem Punkt deutlich bessere Arbeiten vorgelegt. Zu den Darstellern: Sean Bean ist hervorragend, leider kann dies von der farblosen Izabella Scorupcco nicht behauptet werden. Während Famke Janssen leider zum Overacting tendiert, ist Robbie Coltrane allerdings definitiv ein Highlight in der gesamten Bond-Serie. Einfach perfekt ist Gottfried John - er kann es mit dem besten Bond-Bösewicht Gert Fröbe aufnehmen, kein Zweifel. Brosnan als Hauptdarsteller vermag seinen eigenen Stil noch nicht herauszuarbeiten. Dalton - für mich von den schauspielerischen
Fähigkeiten her der Beste überhaupt - gelang dies besser. DEN Bond schlechthin, Connery also, kann Brosnan in keinem Fall erreichen.
Alles in allem kein schlechter Bond, insbesondere verglichen mit den anderen Brosnan-Filmen. Aber das Flair der Connery- und Moore-Bonds kann nicht erreicht werden.


Sea,Shadows
Sea,Shadows

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich !, 27. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Sea,Shadows (Audio CD)
Jau, endlich kann man die beiden ersten Scheiben dieser begnadeten Band wieder bekommen. Godgory sind eine unglaublich vielschichtige und kreative Truppe, was sich gerade auch auf ihrem Meisterwerk RESURRECTION zeigt.
Aufmerksam wurde ich auf die Band durch SEA OF DREAMS, ein wahrer Kracher. Schwedischer Death Metal der alten Schule mit melodiösen Songstrukturen gemischt und durch Dan Swanö's Produktion veredelt, und gerade diese klingt ungeheuer druckvoll. Die Songs sind in der Regel dumpf und brutal (Death Metal eben), weisen zum anderen teilweise aber wunderschöne Harmonien auf, etwa beim Instrumental Sea of Dreams. Das Album belegt auf meiner persönlichen Playlist noch immer (erschienen 1994) einen der vorderen Plätze.
Das Nachfolgewerk SHADOW'S DANCE ist aus meiner Sicht etwas weniger interessant. Das Death Metal-Feeling ist nur noch zu erahnen, Thrash dominiert. Trotzdem finden sich zahlreiche progressive Elemente, so dass Vielschichtigkeit und Komplexität der Songs nach wie vor gegeben sind. Problematisch ist aus meiner Sicht die fürchterlich sterile Produktion, welche man gerade den Drums anmerkt und die zumindest mein Hörerlebnis deutlich schmälert. Wegen der starken Songs möchte ich aber auch dieser Scheibe fünf Punkte geben.
Alles in allem für Fans harten, melodiösen Metals, die komplexe Songstrukturen schätzen, eine klare Empfehlung.


Darkness Descend
Darkness Descend

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Legendär !, 19. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Darkness Descend (Audio CD)
Anders kann man es nicht ausdrücken. DARKNESS DESCENDS ist eines DER Thrash-Alben aus den Achtzigern.
Wahnwitzige Schnelligkeit, die Hoglan bei den Drums im Gegensatz zu manch' uninspiriertem Black-Metal-Gebolze richtig spielen kann, Double-Bass-Attacken, cooler Gesang, nicht zuletzt aber auch ein Händchen für Melodien machen das Album unsterblich. Für mich - und für manch' anderen auch - hat das Album mehr Klasse als SLAYER's REIGN IN BLOOD, vor allem, weil es einfach vielseitiger ist und auch auf ansprechende Songstrukturen wert legt. Wirklich schade, dass DARK ANGEL nie an die Spitze der Thrash-Metal-Explosion vorrücken konnten. Potential hatte die Band sicherlich, was man nicht zuletzt an ihrem sehr komplexen letzten Werk TIME DOES NOT HEAL merkt.
Wer als Anhänger harten und schnellen Metals dieses Album nicht kennt, hat nicht gelebt.


Der Soldat James Ryan - Widescreen Collection [2 DVDs]
Der Soldat James Ryan - Widescreen Collection [2 DVDs]
DVD ~ Tom Hanks
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 10,14

20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Saving Private Ryan - Ein Meisterwerk ?, 23. Februar 2004
Nein, ein Meisterwerk ist der Film definitiv nicht. Eindeutig überdurchschnittlich, auf der anderen Seite allerdings mit zahlreichen Schwachpunkten versehen, die fünf Punkte nicht gestatten.
Über die beeindruckende Anfangssequenz wurde genug geschrieben, faszinierend ist aber m.E., dass man bei dem Gedanken, eines der Landungsboote verlassen zu müssen, selbst als Zuschauer Angst bekommt. Eine solchermaßen das Publikum fesselnde Szene ist ein wirklicher Beweis für das handwerkliche Können eines Jahrhundert-Regisseurs.
Was nach der Einführung kommt, ist leider nur noch Dutzendware. Zwar weist die Rettungs-Story, die ja bewußt kontrovers diskutiert werden will, noch einen interessanten Ansatz auf, dieser wird aber durch zahlreiche Klischees weitgehend dem Erdboden gleichgemacht. Spielberg hat keinen Anti-Kriegsfilm geschaffen, das wollte er sicher auch nicht. Vielmehr wird auch hier der heldenhafte Kampf von Gutmenschen gegen das Grauen in der Welt geschildert und dabei die Sinnhaftigkeit eines solchen Unterfangens postuliert. Streng genommen hätte man das Szenario auch in den amerikanischen Bürgerkrieg oder die napoleonischen Kriege verlegen können, die Aussage wäre die gleiche geblieben. Diese Hauptausrichtung des Films macht es dann auch erforderlich, dass der Gegner zum einen als unfair - z.T. auch heimtückisch, man denke an die Szene, als das französische Kind gerettet werden soll - und zum anderen als dumm beschrieben wird. Dies ist vor dem Hintergrund der Grundauslegung des Films zwar folgerichtig, für den kritischen Zuschauer aber indiskutabel. Dass der Kampf gegen die deutschen Truppen in der Tat auch ein Kampf gegen das Böse war, ist unstrittig (wie sagte Henning von Tresckow, Mit-Initiator des 20. Juli: Hilter ist der Erzfeind der Welt). Das heißt aber nicht, dass alle Soldaten des Nazi-Staates ebenfalls bösartig - und in Spielberg's Film auch noch dumm - sind, sicherlich kann dies noch nicht einmal von der Waffen-SS pauschal behauptet werden. Vor dem Hintergrund, dass in zahlreichen Kriegsfilmen der Gegner als unfair und unfähig gezeichnet wird - man denke an die Briten in Emmerich's DER PATRIOT -, erscheint diese Problematik aber nicht weiter diskussionsbedürftig.
Leider verwenden viele Hollywood-Kriegsfilme der letzten Zeit die Dummheit des Gegners und damit verbunden dessen exorbitante Verluste als Stilmittel. Spielberg's Film macht da leider keine Ausnahme. Ein wenig mehr Realismus hätte der Film durchaus vertragen. Als Beispiel, wie man es besser macht, ist hier Attenborough's DIE BRÜCKE VON ARNHEIM anzuführen.
Das mit Abstand kritikwürdigste Element des Films wird dem Zuschauer aber am Schluss präsentiert: die Truppe um Tom Hanks nennt die Ruinen, in welchen sie sich verschanzen, "Alamo" - gewissermassen als Sinnbild für eine notwendige und angebrachte Selbstopferung. Unterirdisch.
Alles in allem ein durchwachsener Film, bei dem es nur der Einstiegsszene gelingt, Kinogeschichte zu schreiben. Hintergründige Werke, die den Kampf zwischen Allierten und Deutschen zeigen und dabei das Kampf-gegen-das-Böse-Thema wesentlich geschickter aufgreifen gibt es nur wenige. Vilsmaier's STALINGRAD und Petersen's DAS BOOT zählen zu ihnen. Als Charakterstudie ist zusätzlich noch DIE JUNGEN LÖWEN mit Marlon Brando zu empfehlen.


Scarface [UK-Import] [VHS]
Scarface [UK-Import] [VHS]
VHS

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker des Gangster-Genres, 31. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Scarface [UK-Import] [VHS] (Videokassette)
SCARFACE ist ohne Zweifel der Ur-Vater aller Mafia-Epen. Ohne diesen Film - der ein ganzes Genre begründet hat - gäbe es viele andere Perlen der Filmgeschichte wohl nicht.
In SCARFACE werden Aufstieg und Fall eines amerikanischen Kriminellen geschildert, der sich im Chicago der 20er Jahre die Prohibition zu Nutze macht. Skrupellos bahnt er sich den Weg zur Macht, um schließlich an seiner eigenen Gier zu scheitern.
Die Handlung wurde von Regisseur Howard Hawks an die Lebensgeschichte von Al Capone angelehnt. Obwohl der Film bereits
zu Beginn der 30er Jahre entstanden ist, kann dieses Konzept nach wie vor überzeugen. Spannung ist garantiert, auch die Action-Szenen sorgen durchaus für eine gewisse Faszination. Herausragend ist der Film aber durch zahlreiche filmische Kunstgriffe, man achte z.B. auf das immer wiederkehrende Element, wenn Toni Camonte alias SCARFACE Morde begeht.
Was den Film zu einem Klassiker macht, ist schließlich auch die Tatsache, dass er eben nicht in der effekthascherischen Schilderung der organisierten Kriminalität verharrt, sondern die gesellschaftlichen Umstände, die das Verbrechen begünstigen, kritisiert. So ist auch der Untertitel HE DIDN'T CREATE CRIME; HE JUST ORGANIZED IT zu verstehen. Die m.E. einzige wirkliche Schwäche ist für Cineasten wohl ein Sakrileg: die Darstellungskunst von Hauptdarsteller PAUL MUNI finde ich fürchterlich; GEORGE RAFT als der zweite Mann hinter Camonte ist deutlich überzeugender.
Alles in allem ein Meisterwerk der Filmgeschichte, welches hier leider nur auf VHS vorliegt. Sammler kaufen sich besser die DVD-Geschenk-Box (die es aber nur mit RC1 gibt) des Brian DePalma-Remakes mit Al Pacino - auch dies ein Klassiker - in welchem HOWARD HAWKS' Film als Bonus ebenfalls auf DVD enthalten ist.


Judas Priest - Electric Eye
Judas Priest - Electric Eye
DVD ~ Judas Priest
Preis: EUR 9,19

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen What comes next ?, 14. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Judas Priest - Electric Eye (DVD)
Das würde schon interessieren, was uns von Priest als nächstes erwartet. Denn diese Veröffentlichung ist eher durchwachsen.
Positiv ist sicherlich, dass das Material - insbesondere die raren TV-Performances - endlich vernünftig zur Verfügung gestellt wird - meine Priest-VHS-Kassetten können ausgemustert werden. Vor allem habe ich mich über das Promo-Video von Johnny B. Goode gefreut.
Die Bildqualität ist sicherlich sehr gut, die Tonqualität allerdings eher mittelmäßig. Dass die BBC-Clips nur im Dolby Digital 2.0-Format vorhanden sind, kann man verschmerzen. Allerdings hört sich der Rest als 5.1 - Upmix nicht sehr viel besser an. Insbesondere die Abmischung der Drums ist misslungen, dies gerade auch bei den beiden Clips vom Painkiller-Album. Gerade bei PAINKILLER selber hatte ich auf ein Feuerwerk gehofft, wurde aber enttäuscht. Wenn ich die Painkiller-CD über Dolby Pro Logic II höre, wirkt der Klang deutlich besser. Negativ fällt leider auch auf, dass die angekündigten Photos im Booklet allesamt Screenshots der enthaltenen Clips sind, noch dazu in indiskutabler Qualität - erwartet hätte man wohl eher unbekannte Live-Aufnahmen (wie es etwa bei der Living-After-Midnight-Best of-CD der Fall war). Ein weiterer Minus-Punkt ist m.E. auch die Auswahl des Materials: bis auf die raren BBC-Aufnahmen - die allerdings zumeist (Halb-)Playback sind - sind Promos und Live-Konzert bekannt. Wieso wurde nicht endlich einmal die überragende PAINKILLER-Tour verarbeitet ? Auf dem Metal Works-Video waren von dieser einige wahre Perlen zu sehen.
Unter dem Strich bleibt Electric Eye ein Release, das sich trotz allem die Note "gut" verdient hat. Aber ohne jeden Zweifel wäre hier qualitativ mehr drin gewesen. Warten wir also auf das nächste der im Rahmen der Reunion angekündigten Projekte.


War Devils - Die Kriegsteufel kommen
War Devils - Die Kriegsteufel kommen
DVD ~ Van Tenney
Wird angeboten von rezone
Preis: EUR 39,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen The horror, the horror !, 26. August 2003
Rezension bezieht sich auf: War Devils - Die Kriegsteufel kommen (DVD)
So hätte es Joseph Conrad wohl ausgedrückt.
Story: ein amerikanischer Stosstrupp wird 1943 von einer deutschen Patrouille gefangen genommen. Der Marsch durch die Wüste wird für alle zur Qual, so dass sich die Feinde näher kommen und fast so etwas wie Freundschaft entsteht.
Ein Jahr später in Frankreich: bei einem amerikanischen Kommandounternehmen treffen zwei der Protagnoisten wieder aufeinander, wobei schlussendlich der deutsche den Tod findet.
Ach je: in der Tat kann man anfangs noch von einem bemühten Eindruck sprechen. Es scheint, als wollten Regisseur und Drehbuchautor ein hintergründiges Werk über die Ohnmacht des Menschen gegenüber der Natur und die Bedeutung des Zusammenhalts einer Gruppe - gerade dann, wenn es sich bei den Beteiligten um Feinde handelt - vorlegen. Weit gefehlt ! Der zunächst positive Eindruck löst sich im zweiten Teil des Films in einem hirnlosen Geballer auf, bei welchem die Amerikaner alles, die Deutschen - wieder mal - nichts treffen Um dem Zuschauer den Tod des deutschen Offiziers - bis dahin, wie gesagt, eine eher positiv besetzte Figur - irgendwie plausibel zu machen, werden dem Zuschauer schnell noch einige Klischees der bösen Deutschen eingehämmert. Mein persönlicher Favorit: eine nette französische Dame - die sich, man errät es schon, zum amerikanischen Offizier hingezogen fühlt - beschreibt den Deutschen als furchtbaren Zeitgenossen; der Grund: "Er ist so arrogant !" Uiiiiii ! Es lässt sich nicht bestreiten, dass der wahre Wert des Films eher im unfreiwilligen Humor als in einer vernünftigen Handlung besteht.
Da auch die Action-Sequenzen billig hingeschludert wurden, gibt es keinen Grund, seine schwer verdienten Euros in solch einen Unsinn zu investieren.


Die letzte Schlacht [VHS]
Die letzte Schlacht [VHS]
VHS

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Ardennen-Offensive als Spielfilm, 25. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Schlacht [VHS] (Videokassette)
Die Überschrift der Rezension sagt es schon: der Film ist eine filmische Aufbereitung der Ardennen-Offensive.
Das Drehbuch kann die Komplexität des historischen Vorgangs natürlich nicht voll abdecken und fasst daher vieles - sehr geschickt übrigens - zusammen.
Die deutsche Seite wird anhand einer Panzerbrigade beschrieben. Sehr positiv sticht dabei Robert Shaw (u.a. Liebesgrüsse aus Moskau) als deren Kommandeur hervor, der den Fanatismus der Figur glaubhaft darzustellen vermag. Ebenfalls interessant: Hans-Christian Blech als desillusionierter Feldwebel, der am Ende des Films bedeutungsschwanger seine Waffe wegwirft. Eine besondere Augenweide für Anhänger des deutschen Nachkrieg-Films ist Werner Peters, der hier in einer seiner letzten Rollen zu sehen ist.
Auf amerikanischer Seite fallen v.a. Henry Fonda als ambitionierter Geheimdienst-Offizier (der schließlich die entscheidende Schwachstelle der Deutschen entdeckt) und Telly Savalas als typisches "Frontschwein" auf (Savalas erhielt für diese Rolle den Oskar als bester Nebendarsteller). Anhänger von Charles Bronson werden dessen blasse Leistung eher uninteressant finden.
Die Schlacht an sich wird authentisch beschrieben. Besonders bedeutsam: die deutschen Panzer werden den amerikanischen als
überlegen geschildert, was für einen Hollywood-Film denkbar ungewöhnlich ist. Überhaupt besteht der Film v.a. aus dem Vormarsch deutscher Panzer und der im Grunde immer vergeblichen Gegenwehr amerikanischer Truppen. Gelungen an der Darstellung ist auch der Hinweis darauf, dass auf deutscher Seite zunehmend Jugendliche eingesetzt und verheizt wurden. Zu kurz kommt allerdings die Auseinandersetzung mit der Erschiessung von gefangenen amerikanischen Soldaten durch Einheiten der Waffen-SS. Insofern zeichnet der Film die deutsche Seite eine Spur zu unkritisch.
Insgesamt ein interessanter, objektiver Film, der zudem mit opulent ausgestatteten, authentischen Szenzen von Panzer-Schlachten aufwarten kann.


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