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M.G.

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Die Hüterin der Krone: Historischer Roman
Die Hüterin der Krone: Historischer Roman
von Elizabeth Chadwick
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichte Englands, detailreich und spannend wiedergegeben, 4. August 2013
Ich habe dieses Buch vor allem deswegen gekauft, weil ich erst vor kurzem meine Abschlussarbeit an der Universität über Mathilde von England und ihren Kampf um den englischen Thron geschrieben habe, und sehen wollte, wie dieses Thema nun in einem Roman umgesetzt wird. Wenn an an Mathilde von England, die Enkelin Wilhelms des Eroberers denkt, dann fällt einem zu ihr ein, dass sie die erste Frau war, die als eigenständige Herrscherin über England hätte herrschen können, jedoch von ihrem Cousin Stephan von Blois übertrumpft und verdrängt wurde und sich nur mithilfe kriegerischer Auseinandersetzungen ihr Recht auf den Thron durchsetzen konnte - auch wenn sie noch vor der Krönung scheiterte und danach niemals wieder eine zweite Chance bekam. Erst ihr Sohn Heinrich II. trat ihr Erbe als König von England an. Mathilde ist eine extrem wichtige Persönlichkeit für die englische Geschichte - betrachtet man den Stammbaum der englischen Könige, so sieht man, dass alles, bis hin zu Elisabeth II., von ihr abhängt. Wäre Mathilde nicht gewesen, so wäre die englische Geschichte anders verlaufen.

Da ich mich während meiner Abschlussarbeit ausgiebig mit den Quellen für diese Zeit beschäftigt habe (etwa Wilhelm von Malmesbury, Ordericus Vitalis und die Gesta Stephani), konnte ich das, was Frau Chadwick schildert, sehr gut nachvollziehen, und alle Ereignisse waren wirklich 1:1 aus den zeitgenössischen Quellen übernommen und in die Geschichte eingebettet worden.Frau Chadwick muss sich also sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, sodass auch kleine Details, etwa die Verletzung Gottfrieds von Anjou am Fuß bei der Belagerung von Le Sap, hier Eingang fanden. In den Quellen wird Mathilde, zumindest von gegnerischer Seite, als extrem unfreundliche, rachsüchtige, hochmütige und grausame Frau beschrieben, die sich jeden zum Feind machte, nachdem sie Stephan 1141 gefangen nehmen konnte und in London einzog, um ihre Krönung vorzubereiten. Dies wird als Grund dafür angeführt, dass sie letztendlich scheiterte und die Krone nie erlangte. Frau Chadwick versucht an diesem Image zu kratzen und stellt Mathilde im Gegensatz zu diesen Schilderungen als möglichst "normale" Frau dar, die zwar natürlich alle Mittel und Wege suchte, um an den ihr zugesprochenen Thron gelangte, aber dennoch nicht so grausam war, wie man sie darstellt. Mich selbst hat ein wenig gestört, dass Chadwick Mathildes barsche Ablehnung, Stephans Sohn Eustach Ländereien seines Vaters zuzusprechen, darauf zurückzuführen ist, dass sie zu dem Zeitpunkt ihre Tage hatte - eine etwas merkwürdige Begründung. Zudem schien mir die Schilderung der Schlacht von Lincoln, die die Machtverhältnisse in England 1141 entscheidend veränderte, etwas knapp. Auch die angedeutete Romanze zwischen Mathilde und Brian fitzCount fand ich etwas befremdlich, zumal ich diese Behauptung auch schon in einer älteren Biographie über Mathilde gefunden habe und sie damals schon merkwürdig fand. Zudem glaube ich nicht, dass Gottfried von Anjou seine Ehefrau zu Beginn der Ehe fast zu Tode geprügelt hat. Die beiden hatten Probleme, weswegen sie sich trennten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas der Grund dafür war.

Wegen diesen, und auch noch anderen Details, die mir aufgefallen sind, aber vor allem aus meiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Thema resultieren, vergebe ich nur 4 von 5 Sternen. Ich hätte mir zudem gewünscht, dass die Geschichte bis 1154, als Heinrich II. den Thron besteigt, zu Ende geführt wird und Mathilde seine Krönung noch miterlebt - das wäre für mich ein, im wahrsten Sinne des Wortes, krönender Abschluss der Geschichte gewesen. Dennoch muss ich sagen, das Frau Chadwick die Geschichte um Mathilde sehr detailreich, spannend und unterhaltsam erzählt, zudem lernt man aus diesem Roman, auch ohne Geschichtsbücher und Quellen zu wälzen, viel über die englische Geschichte des 12. Jahrhunderts.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2013 10:53 AM MEST


SimCity [PC/Mac Origin Code]
SimCity [PC/Mac Origin Code]
Preis: EUR 9,97

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bis auf die kleinen Bugs ein tolles Spiel!, 11. Mai 2013
Ich muss sagen... die überwiegend negativen Bewertungen zu diesem Spiel haben mich lange zögern lassen, es zu kaufen. Doch wie immer sollte man nich all zu sehr auf die Meinungen anderer vertrauen. Es dürfte tatsächlich so sein, dass hauptsächlich die, die das Spiel schlecht finden, hier ihren Dampf ablassen, aber viel zu wenige, die es gut finden, was andere potentielle Käufer verschreckt, so nach dem Motto "wenn die anderen sagen, dass es blöd ist, dann kauf ich es mir nicht." Bei SimCity sollte man sich jedoch nicht zu sehr darauf verlassen. Ich habe das Spiel vor vier Tagen gekauft, und ich kann viele ein-Stern-Bewertungen nicht nachvollziehen. Die schlimmen Serverprobleme, die es gab, sind mittlerweile behoben, man kommt problemlos auf die Server und kann ein Spiel beginnen. Das war der größte Kritikpunkt der meisten Bewertungen. Bevor ich zu dem komme, was mir nicht gefällt, zu dem, was ich gut finde: Die Grafik ist sehr schön, zudem kann man die Ansicht nach Belieben durch Farbfilter verändern. Im Gegensatz zu alten Simcityteilen kann man seeeeehr nahe heranzoomen und das Geschehen auf der Straße beobachten, etwa wie Kinder spielen, zur Schule gehen oder wie die Menschen zur Arbeit fahren. Man kann jeden Sim und jedes Auto anklicken, um zu sehen, woher er oder es kommt und wie es dem Sim geht. Es macht Spaß zu beobachten, wie sich ein kleines Dorf langsam zu einer Großstadt von mehreren zehntausend Einwohnern entwickelt, gleichzeitig muss man natürlich mit viele Problemen kämpfen, um die Zufriedenheit oben zu halten. Durch die verschiedenen Spezialisierungen kann man jeder Stadt neu ausrichten oder Teile von Spezialisierungen anwenden, wenn man keine definitive Ausrichtung haben möchte. Gut finde ich auch, dass man im Gegensatz zu alten Teilen weder Rohre noch Stromleitungen selbst legen muss, denn das ist wirklich Zeit- und Geldraubend. Gut ist auch die Zusammenarbeit mit Nachbarstädten, die zusätzliche Polizei-, Kranken-, und Müllwägen schicken können, sodass man zunächst in einer neuen Stadt zugehörige Gebäude nicht bauen muss. Zum Multiplayer kann ich bis jetzt nichts sagen, da ich ihn noch nicht getestet habe. Obwohl dieses Spiel, wie ich nochmal deutlich hervorheben muss, wirklich sehr viel Spaß machen kann, gibt es dennoch einige Negativpunkte.

Wie auch von vielen bemängelt, sind die Gebiete für die Städte viel zu klein. Schneller als man es sich versieht, ist die Map voll und kein Platz mehr vorhanden, obwohl die Forderungen nach neuen Wohn/Gewerbe/Industriegebieten bis zum Anschlag voll sind. Deswegen kann man ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch in die Höhe bauen, indem die Dichte erhöht wird und sich Wolkenkratzer entwickeln können - wenn denn genug Platz für so etwas vorhanden ist. Es ist ein bisschen schade, dass wirklich ALLES an Straßen orientiert werden muss und nich etwa einen Park in die Mitte eines Wohnblocks setzen kann. Zu den Straßen an sich muss man sagen, dass sie (auch auf hoher Dichte) wirklich sehr schnell total verstopft sind. Das Bussystem, das bei sowas Abhilfe schaffen soll, funktioniert manchmal nicht richtig, vor allem wenn die Busse ständig im Kreis fahren und einige Haltestellen gar nicht anfahren- und sich zudem in ganze Herden zusammenschließen, sodass manchmal alle 20 Busse, die man hat, hintereinander her fahren. Ähnlich ist es bei Müllautos und Schulbussen. Was ebenfalls stört, ist, dass es auch sehr oft vorkommt, dass Notfallfahrzeuge von Polizei, Krankenhaus und Feuerwehr (mit Sirene und Blaulicht) im Stau stehen und so Ewigkeiten brauchen, um am Einsatzort anzukommen. Es wäre gut, wenn man einprogrammieren könnte, dass andere Autos für Einsatzfahrzeuge Platz machen, denn sonst ist ein Gebäude abgebrannt, bevor die Feuerwehr es erreicht. Zudem bekommt man sehr schnell sehr hohe Einnahmen, und man ist bald in den 100.000ern unterwegs, was das Geld angeht, sodass die Stadt sich fast von selbst spielt. Mich stört zudem, dass man die Katastrophen nicht ausstellen kann. Dies sind nun nur einige Dinge, die mir in den ersten Tagen aufgefallen sind, sicherlich gibt es noch andere Probleme, die ich noch gar nicht gesehen habe. Meine größte Bitte an EA wäre es, wieder so große Maps wie in den alten SimCity-Teilen einzubauen, damit man wieder Millionenmetropolen errichten kann. Alle anderen Fehler, die ich genannt habe, kann man sicherlich auch durch folgende Patches beheben, weswegen diese Negativpunkte auch nur einen Stern Abzug bedeuten.

Ansonsten kann ich das Spiel durchaus empfehlen, und wenn man es einmal ausprobieren möchte, dann sollte man das unbedingt tun! Das Spiel wird immer wieder Seitens EA verbessert, und so haben wir vielleicht in einiger Zeit ein SimCity, das nicht mehr so viele Meckerer hat wie zu seinem (zugegebenermaßen) recht katastrophalen Start.


Von Den Elben
Von Den Elben
Preis: EUR 6,49

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Faun mal anders, 26. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Von Den Elben (Audio CD)
Natürlich ist eine Veränderung bei Faun zu erkennen. Sie sind nun bei einem großen Label, was für sie ja auch irgendwie als Erfolg gesehen werden kann. Aber natürlich ist es auch das Label, was die Band beeinflusst und vor allem möchte, dass das Album möglichst viele Menschen erreicht. Dies bedeutet: Vor allem weniger Fremdsprachen, damit die Hörer die Texte verstehen, Zusammenarbeit mit anderen Bands, die der Hörer vielleicht schon kennt, um so auch die Fans dieser Bands auf Faun aufmerksam zu machen. Ja, Fauns Fanbase wird sich jetzt extrem vergrößern und nicht nur Leute der Mittelalterszene beinhalten, ebenso werden sie jetzt wohl auf größeren Bühnen auftreten.Für alteingesessene Fans hat ein großes Plattenlabel natürlich vor allem Nachteile.
Es ist natürlich schade, dass Faun gar nicht mehr in den alten Sprachen singt, die auf den alten Alben vertreten waren (ob nun Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Altisländisch etc.). Auf dem letzten Album (Eden) hat es mich schon gestört, dass so viele Titel auf Englisch enthalten waren, was aber auch vor allem wohl den nichtdeutschen Fans von Faun zugute kam. Es ist nicht so, dass man sich "Von den Elben" gar nicht anhören kann. Es sind schon einige schöne Titel dabei, so etwa "Diese kalte Nacht", "Minne 2013" (welches eben das typisch mittelalterliche Motiv des Minnesängers enthält, der seine Dame verehrt aber niemals erreichen kann)oder auch "Andro II" (welches eine Neuauflage ihres Titels "Andro" vom Album "Licht" ist). Etwas verwundert war ich beim Vorhören des Albums, als mit ein Cover von Eluveities "Omnos" (in Form von "Schrei es in die Winde") entgegenkam, aber auch dieser Song lässt sich schön anhören, auch wenn das Original in helvetischer Sprache natürlich schöner ist. Wie Oliver sa Tyr in einem Kommentar geschrieben hat, sind Faun und Eluveitie seit Jahren befreundet und Faun wollte ihren Freunden eben damit quasi ein kleines Denkmal setzen. Eluveitie sollen diese Version ihres Liedes auch gar nicht mal so schlecht gefunden haben.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es wohl zutrifft, dass Faun sich verändert haben, für manche vielleicht zum schlechten, vor allem weil sie nun so viel Deutsch singen, mit größeren Bands (Subway to Sally, Santiano) zusammenarbeiten, die auch schon "Mainstream" sind und sie mit dem neuen, großen Label Universal auch ein wenig mehr in diese Richtung tendieren. Dennoch kann ich nicht sagen, dass man dieses Album am besten in die hinterste Ecke verbannt und nie wieder anhören sollte. Es enthält doch recht schöne, eingängige Melodien (von denen ich mir auch schon einige als Ohrwürmer eingefangen hab, und das muss etwas heißen)und wie gesagt auch einige Titel, die schön anzuhören sind. Man kann dieses Album nebenher laufen lassen, genau wie ich auch die anderen Alben von Faun nebenbei höre. Faun hat sich stark verändert, aber das selbe ist mit vielen anderen Bands auf der Welt passiert, sobald sie bei einem großen Label unter Vertrag standen. Ich glaube nicht, dass das das letzte Album von Faun sein wird, und vielleicht nehmen sie sich die Kritik ihrer Fans doch ein bisschen zu Herzen und ändern bei dem nächsten Album etwas an ihrem Stil, um doch wieder so schön zu klingen wie in den Jahren davor. Ganz abgeschrieben habe ich Faun also nicht, man sollte die Hoffnung nicht aufgeben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2013 4:54 PM CET


Der Stern der Theophanu: Roman
Der Stern der Theophanu: Roman
von Beate Sauer
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Schöne Biographie über die "Die Griechische Kaiserin" - mit vielen Phantasieelementen, 11. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Stern der Theophanu: Roman (Taschenbuch)
Beate Sauer erzählt die Biographie der Theophanu lebendig und interessant. Natürlich hat sie viele Elemente frei dazuerfunden, etwa dass sich Theophanu und Otto II. schon vor der Heirat kennen und lieben lernten, sowie Theophanus spätere Beziehungen nach Ottos Tod, was einen Stern Abzug bedeutet. Ansonsten schildert sie alle wichtigen Gegebenheiten, etwa den Konflikt mit Heinrich dem Zänker und Theophanus kompliziertes Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter Adelheid und Theophanus frühen Tod sehr anschaulich. Durchaus lesenswert.


Der Fluch der Hebamme: Roman (Knaur TB)
Der Fluch der Hebamme: Roman (Knaur TB)
von Sabine Ebert
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

3.0 von 5 Sternen Generationenwechsel, 10. August 2011
Wie auch in den vorigen Bänden erzählt Sabine Ebert in spannender Art und Weise von den weiteren Geschehnissen in Christiansdorf, was nun zur Stadt Freiberg gewachsen ist. Das Buch steht quasi unter dem Thema des Generaionenwechsels: In Meissen schwingt sich der 'böse' Albrecht zur Macht auf, außerdem werden Marthes Kinder aus ihrer Ehe mit Christian erwachsen und haben nun ihre eigenen Geschichten. Dies ist das markanteste Merkmal dieses Bandes. In der Heimat müssen die Eltern sich gegen den Despoten wehren, in der Ferne Sohn Thomas mit den Schwierigkeiten des Kreuzzuges herumschlagen - was den Hauptspielort darstellt. Es wird mehr auf das Geschehen beim Kreuzfahrerheer eingegangen als auf das in Meissen, und die Kapitel, die bei Thomas spielen, sind eindeutig länger und detailreicher erzählt als alle andere, was mich beim Lesen ein wenig gestört hat und mich einige Male dazu brachte, ein paar Seiten vorzublättern, wo dann etwas anderes thematisiert wurde. Dies stellt den Grund dar, weswegen dieser Band nur 3 von 5 Sternen erhält, aber dennoch die Empfehlung, ihn zu lesen. Das Ende des Bandes schürt zudem die Vorfreude auf den letzten Band, und gleichzeitig auch, dass es darin dann mehr um das weitere Leben Marthes in Meissen geht.


Die Spur der Hebamme
Die Spur der Hebamme
von Sabine Ebert
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Schöne Fortsetzung mit Abstrichen, 10. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Hebamme (Taschenbuch)
Nachdem ich den ersten Band der Hebammen-Reihe gelesen hatte, war ich begierig darauf zu wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Alles beginnt natürlich mit der schönen heilen Welt von Marthe und Christian, dann wendet sich alles ins negative mit der Rückkehr von Christians Feind und der aufkommenden Bedrohung für Marthe in Form des Verdachtes, eine Hexe zu sein. Über einige Hindernisse jedoch kommt man am Ende wieder zu dem ersehnten Happy End, wo alles gut ist, wie es auch schon im ersten Teil der Fall war.
Alles in Allem setzt Frau Ebert die Reihe hier schön fort, man kann wieder in die Geschichte einsteigen, und da zwischen den beiden Bänden etwas Zeit in Christiansdorf vergangen ist, gibt es auch wieder neue Geschichten zu erzählen, was Frau Ebert wieder in der gut zu lesenden Form des ersten Bandes tut.
Der einizige negative Punkt ist, dass Marthe eben in diesem Band der Hexerei angeklagt wird - und der Hexenglauben war in dieser Zeit zwar bereits am enstehen, dennoch war es nicht so, dass er bereits Ausmaße wie in der Frühen Neuzeit angenommen hatte, wie es mir in diesem Buch teilweise vorkommt. Zudem wurden zu dieser Zeit mehrheitlich Häretiker verfolgt, also Menschen, die nach Ansicht der Kirche gegen sie und den rechten Glauben arbeiteten, und keine Zauberer. Dieser Roman trägt ein bisschen zu dem Bild bei, dass Hexenverfolgungen im Mittelalter stattfanden, der Höhepunkt jedoch lag im 16.-18. Jh, und nicht im 12. Jh. Dass Hebammen in der großen Hexenverfolgung auch ein bevorzugtes Ziel der Verfolger war, stimmt, und auch, dass man dies einfach zur Denunziation ungeliebter Menschen nutzte, dennoch passt diese Thematik meiner Meinung nach nicht so ganz in diese Zeit, weswegen ich nur 4 von 5 Sternen vergebe.


Das Geheimnis der Hebamme
Das Geheimnis der Hebamme
von Sabine Ebert
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Geschichte mit leserfreundlichem Ende, 10. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis der Hebamme (Taschenbuch)
Ich habe mir dieses Buch eigentlich eher so aus der Laune "Mal sehen wie es ist" gekauft, doch es stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine spannend erzählte Geschichte handelt. Die Autorin hat die Geschehnisse gut recherchiert und baut die fiktiven Gestalten gut in den Kreis der historischen Persönlichkeiten ein. Man stellt sich beim Lesen schnell auf die Seite der "Guten" und fiebert mit, wenn es zur Sache geht. Der Erzählstil ist schön, man kann der Autorin folgen und sich schnell in die Geschichte und ihre Zeit einfühlen. Es gibt teilweise Passagen, die sehr ausführlich verfasst sind, und die man auch hätte kürzen können, aber das ist an wenigen Stellen der Fall. Das Ende der Geschichte ist natürlich sehr auf den auf ein Happy End hoffenden Leser ausgelegt, denn am Ende ist natürlich alles (vorerst) gut.
Das einzige, was mich an der Geschichte stört, ist, dass Marthe anscheinend eine magische Anziehungskraft auf alle Männer haben muss - annähernd ein halbes Dutzend Männer verliebt sich meist unglücklich in sie, zudem wird sie auch auf negative Art und Weise vom anderen Geschlecht belangt. Marthe steht zwar im Zentrum der Geschichte, aber dennoch hätte man diesen Punkt auch reduzieren können, weswegen ich nur 4 von 5 Sternen vergebe. Ansonsten ist dieses Buch durchaus zu empfehlen.


Blut und Silber: Roman
Blut und Silber: Roman
von Sabine Ebert
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich bin enttäuscht., 10. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Blut und Silber: Roman (Taschenbuch)
Ich habe in diesem Jahr die Hebammenromane von Frau Ebert regelrecht verschlungen, die ersten vier Bände in nur zweieinhalb Monaten. Ich freue mich derzeit auf den fünften Band und dachte mir, dass ich in der Zwischenzeit doch einmal dieses Buch lesen könnte, was ja auf dem Einband verspricht, das Schicksal der Nachkommin der Hebamme Marthe, Änne, und der Gauklerin Sybilla im Rahmen der Eroberung Freibergs durch Adolf von Nassau zu beschreiben.
Während ich das Buch dann las, verflog mein Lesespaß immer mehr. Ich war eigentlich gefasst darauf, dass es, wie auf dem Einband angekündigt, vorrangig um die beiden Frauen geht, doch mit Fortgang der Geschichte fiel mir immer mehr auf, dass Änne und Sybilla eigentlich nur Nebenrollen spielen. Im Hauptsächlichen geht es um die Geschichte von Ulrich von Maltitz und Markus, dem Wachmann, sowie um die Kriegshandlungen in die sie verwickelt sind, sowie wie sie sich immer wieder in die Stadt schleichen, dann diesen Kameraden befreien müssen, dann jenen, und auch mal selbst in Gefangenschaft geraten. Die beiden Frauen tauchen eigentlich nur dann auf, wenn es um ihre Beziehungen zu und mit Ulrich bzw. Markus geht, ein zwei Mal wird auch auf Ännes Herkunft hingewiesen, auch dadurch, dass Änne Träume hat, in denen sie die Zukunft vorhersieht, was ein Erbe von Marthe ist, aber so richtig klar wird mir ihre Lebensgeschichte nicht, die Geschichte zwischen dem letzten Hebammenband und diesem Buch fehlt mir irgendwie, also die Geschichte von den Nachfahren von Christian und Marthe.
Zudem erscheinen mir manche Schilderungen und Beschreibungen sehr lang gefasst, was auf Dauer ermüdet.
In den Hebammenromanen war ich noch gefesselt vom Erzählstil von Frau Ebert, auch wenn ich dort einige Abschnitte mit sehr langen reinen Beschreibungen überflüssig fand, aber dort waren die Figuren lebendig und bunt dargestellt und man hatte trotz den kleinen Abzügen Spaß am Lesen und konnte sich in die Geschichte hineinversetzen. In diesem Buch allerdings war das kaum möglich.
Hätte ich noch einmal die Wahl, ob ich mir dieses Buch kaufen will, so würde ich es nicht tun. Frau Ebert hat in dieser Geschichte deutlich nachgelassen. Trotzdem kann ich diesem Buch nicht nur einen Stern geben, da der allgemeine geschichtliche Hintergrund mal wieder sehr genau recherchiert ist, wie man es von Frau Ebert kennt, zudem ist der erste Teil des Buches, in dem es um die Eroberung Freibergs geht, noch relativ gut zu lesen.


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