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Beiträge von Willi Wundfing...
Top-Rezensenten Rang: 6.502
Hilfreiche Bewertungen: 906

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Rezensionen verfasst von
Willi Wundfinger "Herr de Worde" (Diesseits)

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Der lange Mars: Roman (Die Lange Erde-Reihe, Band 3)
Der lange Mars: Roman (Die Lange Erde-Reihe, Band 3)
von Terry Pratchett
  Broschiert
Preis: EUR 17,99

2.0 von 5 Sternen Laber, laber, Rhabarber, 23. Juni 2016
Um es mit dem langen Mars kurz zu machen: Er soll langweilig sein, sagen die Protagonisten. Und das ist er dann auch. Große Zahlen wie "sie hatten 20000 Marse hinter sich gelassen", machen es nicht spannender. Lieber wäre mir ein Schritt beiseite und dabei durch ein Tor in eine andere, weniger staubige Welt. Das Ganze sollte dann aber nicht im Stil einer N24-Pseudo-Doku ablaufen, wo ein einzelner ehrgeiziger Wissenschaftsjournalist seine zusammengetragenen Ideen auswalzen darf, denn immerhin gäbe da wenigstens paar CGI-Effekte ... hier nicht.

Fazit: Zum Einschlafen prima, zum Träumen vielleicht auch, aber den Spannungsbogen muss man sich wohl mit der Laubsäge selbst basteln. Regeln für Erzählungen werden nach wie vor konsequent missachtet.


Silo: Roman
Silo: Roman
von Hugh Howey
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

4.0 von 5 Sternen Die Saat, die nie ausgesät wird, fängt an zu gären, 23. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Taschenbuch)
Es haben sich hier schon recht viele Rezensenten ausgetobt. Deshalb beschränke ich mich auf das, was noch niemand gesagt hat. Ich habe eine besondere Beziehung zu Geschichten in geschlossenen Welten (z.B. Generationenraumschiff) und kann sie miteinander vergleichen. Hierbei gibt es vor allem zwei Dinge zu monieren: Es wird weder das Woher noch das Wohin und Wozu erklärt. Es gibt das Silo und basta. Basta mir gar nicht. Und das Friede-Freude-Eierkuchen-Ende passt so gar nicht zur Dramatik vorher. Ein langer Anlauf zu einer recht vagen Aussage!

Erzähltechnisch arbeitet der Autor mit faulem Zauber. Die Spannung nahm mich tatsächlich gefangen! Aber wie sie erzeugt wurde: Mit unnötigen Vor- und Rückblenden, statt chronologisch zu erzählen. Dann werden Charaktere aufgebaut, die man lieb gewinnt und später werden sie getötet. Ich habe das sogar schon im Kinderbuch gelesen und hoffe, das wird kein neuer Trend und jeder Schreibratgeber fordert fortan solches Vorgehen. Das ist ein NOGO! Es mag tote Sympathieträger geben, aber niemals die Person, um die sich (vermeintlich) alles dreht. Dann wäre nämlich das Buch zu Ende und ein neues müsste beginnen.

Im übrigen wurde vieles zurechtgedreht, damit die Handlung folgerichtig wirkt. Manche Autoren machen sich die Mühe des langfristigen Einfädelns gar nicht mehr. Insofern freue ich mich über den Aufwand hier. Aber man muss doch ziemlich die Augen zudrücken. (z.B. um die Wahl des IT-Chef-Nachfolgers zu tolerieren. Nachvollziehbar ist das nicht. - Auch nicht, dass sich ein gestandenes 34-jähriges Mannweib um so ein verweichlichtes Bürschlein schert. - Vielmehr hätte ich mit einer Intrige und einem Bauernopfer gerechnet. Aber so war das wohl nicht im Silo-Handbuch vorgesehen.)

Was ist eigentlich die philosophische Fragestellung hinter dieser viel gelobten Dystopie? Den meisten Lesern entgeht sie glatt. Die Frage ist, ob es Lebensumstände gibt, die diktatorische Maßnahmen rechtfertigen würden. Muss ein Burgfrieden durch demagogische Maßnahmen erzwungen werden, muss man die Menschen manchmal zu ihrem bescheidenen Glück zwingen, weil sie sonst allen großes Unglück bringen würden? Sind die Bösen nur verkannte Gute? Diese Frage wird wohl nicht fett genug hingeschrieben und ausdiskutiert, aber es gibt am Ende eine Antwort. Immerhin.

Ich finde es übrigens witzig, dass der noch viel schlimmere Film "Snowpiercer" viel besser eingeschätzt wird und meine 1-Sterne-Rezension vorwiegend abgelehnt wird. Ich kann mir das nur mit einem unterschiedlich anspruchsvollem Publikum für Film und (Hör-)Buch erklären. Das beweist aber das Dilemma, in dem sich ein Autor befindet. Manch einer könnte besser sein, aber der Markt verlangt nach einem Spagat.


Snowpiercer [Blu-ray]
Snowpiercer [Blu-ray]
DVD ~ Chris Evans
Preis: EUR 8,97

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen So ein Schnee-Stecher!, 19. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich begreife nicht, weshalb manche Leute ob der "großen Gesellschaftskritik" und des enthaltenen Gleichnis' vor Demut auf die Knie sinken. Was will uns der Regisseur sagen?
Dass unser Leben ein ziellos dahin rasender Zug ist, der nicht anhalten kann?
Mit Waggons, die Computerspiel-Leveln ähneln und wo ohne Hauen und Stechen kein Blumentopf zu gewinnen ist?

Endlich begreift auch der letzte, dass Kriege notwendig sind: Nämlich, um der Überbevölkerung entgegen zu wirken und das biologische Gleichgewicht zu erhalten! Innerhalb einer halben Generation wachsen aber auch verdammt viele Krieger nach; da kann sich so eine Metzelei mit Äxten schon mal eine Weile hinziehen. (Dabei könnte man annehmen, bei 20 Kämpfer-Paaren wären gerade mal 10 Hiebe nötig, denn nach dem ersten Treffer ist doch der gegenüber zu keiner sinnvollen Gegenwehr mehr fähig ... Nebeneffekt: Danach gäbe es wieder genügend Proteine zu futtern - aber irgendwie wurde der biologische Kreislauf der Erde im System "Zug" dann doch nicht so konsequent und detailiert umgesetzt bzw. dargestellt.

Wir lernen also, dass sich "die oben" mit den Führern derer "unten" in Wahrheit absprechen, um verspätete "Geburtenkontrolle" durchzusetzen. Aha. ... Und diese Weisheit kommt aus Asien, wo die bevölkerungsreichsten Länder liegen (China, Indien; Macao: höchste Bevölkerungsdichte)
Da gibt mir tatsächlich zu denken.


Tote Hunde beißen nicht: Bröhmann ermittelt wieder
Tote Hunde beißen nicht: Bröhmann ermittelt wieder
von Dietrich Faber
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klamauk statt Kriminalistik, 28. März 2016
Ein Buch, das man zwar atemlos durchliest, aber unbefriedigt zuschlägt, hinterlässt den gewissen schalen Nachgeschmack, der dem Ganzen nicht mehr als zwei Sternchen übriglässt.
Nachdem Bröhmanns erster Fall eine gelungene Gratwanderung zwischen Krimianspruch und Humor war, habe ich mir mehr Bröhmann-Fälle besorgt und bin enttäuscht. Im Krimiregal ist das Buch jedenfalls falsch aufgehoben. Wollte der Autor hingegen Atze Schröder Konkurrenz machen, könnte man den Versuch als gelungen bezeichnen. Im Bestreben auf die vorausgegangenen Werke noch einen drauf zu setzen, ist die Krimiseite völlig unter die Räder geraten. Kommissar Zufall stolpert über einen Täter nach dem anderen und über so schrullige wie überzeichnete Stereotype(n), die eigentlich mit der Handlung nichts zu tun haben, die aber schon allein des Dialekts wegen mal erwähnt werden mussten. Zufällig wird er aus der Klemme geholt und überlebt das ganze, nicht restlos geklärte Chaos als Held. Zufällig.
Das Ende kommt nicht nur recht überraschend, sondern auch rasch zum Schluss, ohne dass jeglicher Verdacht ausgeräumt wäre oder lose Stränge verknüpft worden wären. (War der Abgabetermin zu (zeit)nah? Gute Gelegenheiten werden jedenfalls verschenkt, wie z.B. die vorzeitige Entlassung der Ehefrau ...) Bedeutete "P" im Tagebuch tatsächlich "Papa"? War "P" nun ein Schläger? Konsequenzen bleiben aus. Hatten Papa Bröhmann & Co. tatsächlich den Richtigen verprügelt? Oder folgt das zweite Fehlurteil dem ersten? Glaube. Selbstgerechte Behauptungen. Woher stammte die Tatwaffe von Berlin?
Ist es literarische Gerechtigkeit, wenn das Mobbing-Opfer aus Kindertagen nun noch vom Autoren eins drübergebraten bekommt und weder Motiv noch Tat erklärt oder aufgeklärt werden? Wenn nicht einmal ein erzwungenes Geständnis zur Verurteilung geführt hat - geschweige denn Beweise - was dann?
Hinzu kommt, dass der tranige Ermittler, der bereits mit knapp 40 wie der demente Wallander wirkt, außer im Familienleben keine große Identifikationsfigur darstellt. Schwer zu glauben, dass der die Frauen anzieht wie James Bond. Ich würde da sogar Inspektor Clouseau bevorzugen. Und das will was heißen!


Der Lange Krieg: Eine Welt ist nicht genug (Die Lange Erde-Reihe, Band 2)
Der Lange Krieg: Eine Welt ist nicht genug (Die Lange Erde-Reihe, Band 2)
von Terry Pratchett
  MP3 CD
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der langweilige Nichtkrieg, 5. März 2016
Jetzt, nachdem ich das Hörbuch zuende gehört habe, bin ich sauer. Anfangs dachte ich noch: "Sieh an, auch ein Baxter kann noch dazulernen. Mal sehen, wie er seine Fäden am Ende zusammenkriegt." Antwort: Gar nicht. Das Ende ist kindisch, unbefriedigend, fast albern. Man denkt an die Schlümpfe, die Sirtaki ums Lagerfeuer tanzen und sich des Lebens freuen - bis auf Miesepeterschlumpf. Der "Krieg", der ohnehin nur einen der 3 verschwurbelten Erzählstränge ausgemacht hat, ist ohne einen einzigen Schuss abgehakt worden. Dazu waren alle Teilnehmer viel zu vernünftig und beherzt. Sie haben sich zivilisiert mit Argumenten beworfen!
Ich stelle mir vor, wie Joachim Bublath sich entschließt, einen Abenteuerzyklus zu schreiben, um darin seine Weltsicht zu verkünden und den Darwinismus am ausgedachten Beispiel zu lehren. Romane finden mehr Publikum als Predigten. Richtig. Aber es genügt eben nicht, seine Darlegungen ohne jegliches Geschick und ohne Spannungsbogen auf mehrere Personen zu verteilen und für die themenfremden Dialoge einen Soapschreiber zu engagieren, der scheinbar schon die Dialoge für E. Zimmermanns "XY-ungelöst" geschrieben hat.
Der hin und wieder eingestreute Humor passt eigentlich nicht zum breit ausgewalzten Hintergrund und ist verstörend zwiegespalten: mal von peinlich akademischer Natur (Hüstelwitz), mal pratchettianisch derb.
Baxter erinnert mich an Randall Munroe mit seinen "Was wäre wenn?"-Absurditäten. (Was wäre, wenn plötzlich das Wasser der Ozeane zu Luft würde?)

"WAS? Sie haben noch nie darüber nachgedacht, was wäre, wenn es unendlich viele Parallelwelten gäbe und obendrein eine magische Gabe, dorthin zu wechseln? Na, dann will ich mich mal beeilen, Ihnen sämtliche Folgen in gedrechselten Worten zu erläutern."
Anstatt nun aber eine einzelne fesselnde Geschichte vor märchenhaftem Hintergrund zu erzählen, bemüht der Autor sich wie ein pingeliger Wissenschaftler, alle Aspekte und Nischen dieser grotesken Idee auszuleuchten. Und zu diesem Zweck führt er so viel Personal und so viele Erzählfäden ein, wie er eben braucht. Das ist doch eh nur der Zuckerguss!
Mit dieser Haltung aber zäumt man erzähltechnisch das Pferd von hinten auf! Entsprechend unspektakulär verlaufen die lokalen Spannungsmomente. Man denke nur an die Jagdszene, wo Joshua mit einer gespannten Armbrust auf dem Rücken (bildlich nicht vorstellbar) und einer Klammer am Herzen (nebst OP-Wunde) im Wildwasser hin und her geworfen wird (ohne dass ihm etwas geschieht oder die Armbrust losgeht) und er sich eben NICHT heldenhaft, kühn und clever aus der Affäre herauswindet, sondern einen Teil seines Körpers opfert und auf die Gnade von Menschenliebhabern angewiesen ist. Wie lahm ist DAS denn?
Die dramatischste Szene wird auch wieder fast unter den Tisch gekehrt!

Unglaubwürdig auch, dass jede Spezies, die mal kurz Kontakt mit 1 oder 2 Menschen gehabt hat, in der Folge perfektes Englisch knurrt - inklusive gewählter Ausdrucksweisen und Fremdworten - während die Besucher keinerlei Anstrengungen unternehmen, die fremden Sprachen zu studieren. Amis eben.

Zu erwähnen wäre noch der Vorleser, der allein 7 von 5 Sternen verdient hätte! Einer der besten Sprecher, die ich je gehört habe. Er sollte unbedingt gestandenen Schauspielern, die sich als Vorleser fehlversuchen, das richtige Vortragen beibringen. Immer das richtige Tempo und im ganzen Text nur 2 oder 3 Betonungsfehler, aber eine schier unermessliche Stimmenvielfalt. Gute Besserung für die Stimmbänder nach all dem "Wölfisch"!


PUREWORK AKKU-Bohrschrauber AK 14.4V LI PW
PUREWORK AKKU-Bohrschrauber AK 14.4V LI PW

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Akku-Leistung ist dem niedrigen Preis angemessen. Leider., 28. Dezember 2015
In meiner Haus-und-Hobbywerkstatt benutze ich fast ausschließlich Noname-Werkzeuge. Wenn man sie nicht tagtäglich schinden muss, genügen sie den meisten Ansprüchen. Diese "Marke" habe ich allerdings zum ersten Mal im Gebrauch und bin nicht amüsiert. Der 3,6V-Schrauber des Konkurrenz-Discounters nützt mir mehr als dieses Gerät. 14.4V sollten genug Drehmoment aufbringen, um alle Aufgaben meistern zu können. Mit vollem Akku scheint das auch der Fall zu sein. Doch nach kurzer Zeit wird klar, dass der Akku von der Kapazität her (mAh) unterdimensioniert ist. Hinzu kommt eine merkwürdige Abschaltautomatik, welche die Stromzufuhr einfach kappt, wenn es ihr zu viel (oder zu wenig) wird. Den Schrauber verlassen die Kräfte also nicht allmählich, so dass man die letzte Schraube noch irgendwie mit Hängen und Würgen ins Holz kriegt. Immer, wenn die Belastung für den schnell ausgelutschten Akku zu hoch wird (sprich: Strom hoch, Drehzahl runter), dann ist Schluss. Dann nimmt man den Finger vom Abzug und versucht es für einen Zehntelsekundenrülpser noch einmal. Und noch einmal. Und ruckelt unter Flüchen die Schraube an ihren Platz. Durch das viele Getaste geht sicher zuerst der Schalter kaputt!
Man ist ständig am Laden und das Turboladen ist sicher auch nicht die schonendste Methode.
Spaß macht es nicht.
Die Verarbeitung ist allerdings - gemessen am Preis - gut.


Fahrt ohne Ende
Fahrt ohne Ende
von Brian Wilson Aldiss
  Broschiert

2.0 von 5 Sternen Begeisterung hält sich in Grenzen, 4. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Fahrt ohne Ende (Broschiert)
Vielleicht kommt es tatsächlich darauf an, welches Buch man zuerst gelesen hat. Da sich alle Geschichten über Generationenraumschiffe ähneln, nutzt sich der Wow-Effekt mehr und mehr ab und Langeweile bzw. Zweifel machen sich breit. Man misst alles Nachfolgende am Erstgelesenen.

Ich habe zuerst Andymon von den Steinmüllers gelesen und würde 6 Sterne vergeben, dann habe ich beim Rezensieren von John Gribbins "Schiff der Visionen" (4 Sterne) den Hinweis des Rezensenten DiBa gefunden, dass Aldiss' Werk noch viel besser sei. Seine 5-Sterne-Rezension ist hierbei die einzige. Leider. Denn sonst hätte ich mich nicht zwei Jahre lang bemüht, den alten Schmöker aufzutreiben. Und mir ist nun vollkommen klar, weshalb er nicht noch einmal aufgelegt worden ist (wie etwa die Werke von Asimov).

Das schriftstellerische Niveau reicht für eine B-Movie-Vorlage. Tiefgang ist nirgends zu spüren, die Handlung arbeitet sich ohne Umwege auf das Ende zu, das dann an der spannendsten Stelle ... fehlt. Die ethischen und moralischen Normen scheinen die von 1958 zu sein. Die Guten, die Bösen, die Schlechten und die Überlegenen: Sie alle morden ohne Skrupel, wenn es dem Ziel oder der Vertuschung dienlich ist. Das erinnert doch sehr an die Fernsehserien, wo Laser, Phaser, Maser und Taser im Dauereinsatz sind. Es gibt dafür immerhin Erklärungen. "Wendungen" wäre ein zu großes Wort für die paar ganz passablen Aha-Effekte.

Dieses Büchlein, das in 4-6 Stunden durchgelesen ist, wäre eine gute Grundlage für eine ausgereifte Serie oder einen Wälzer, in dem die ganzen angerissenen Fragen und vor allem die offenen Fäden behandelt würden. Da wäre die Frage nach dem Verbleib der Ehefrau. Die war recht schnell abgeschrieben und eine neue stand paar Tage später bereit und nannte den Feigling, der weder aus Angst vor Züchtigung noch seiner Jäger-Ehre zuliebe den Entführern nachsetzte, bald schon "Liebster"! Wo ist ihre überlegene Intelligenz geblieben? Wie viele Seiten sind dazwischen gestrichen worden? Es fehlen ganze Erzählstränge. Warum werden intelligente Ratten mit Psi-Fähigkeiten, paranormalen Haustieren und Gedanken-Spionage-Motten einführt? Sie landen in der Mottenkiste und werden nicht mehr erwähnt.

Wie werden wohl die Neuankömmlinge am "Ende" begrüßt werden? Just als diese Frage brenzlich wird, bricht die Handlung ab. Wo bleibt Teil 2?

Viele "aufschlussreiche" Erklärungen sind Ausreden für die fragwürdige Ereignisabfolge. Antworten, die gut sind und auf der Hand liegen, werden hingegen nicht gegeben, weil der Autor seiner eigenen Handlung nicht darauf kommt. Ich will nicht spoilern. Stichwort "drohende Erdverseuchung und Quarantäne".

Logiklöcher und charakterlose Unsympathen ohne Ende. Aber als Ansatz für weitere Überlegungen ganz brauchbar.


Halo 4 - Forward Unto Dawn [Blu-ray]
Halo 4 - Forward Unto Dawn [Blu-ray]
DVD ~ Tom Green
Preis: EUR 7,49

1.0 von 5 Sternen Forward down, 8. Oktober 2015
Der übliche Yes-Sir-Kadetten-Quark aus der Film-Retorte, nur diesmal von Microsaft. Da werden noch Spannungsfelder angedeutet, man wartet aber vergeblich auf eine Wendung, weder wird über die Ziele der Rebellen aufgeklärt, noch das eigene Handeln ernsthaft infrage gestellt. Das Hacken zensierter Videos bringt nicht wirklich so viel, dass die Kopfschmerzen vom Handkamera-Gucken gerechtfertigt wären ...
Am Ende eine Flucht durch Billig-Kulisse "Wald bei Nacht", wo man sich sinnvolllerweise beleuchtet wie einen Weihnachtsbaum. Da haben sich die Gegner beim Warten wenigstens nicht umsonst den Hintern abgefroren, denn aktionsbereite Gegner gibt es plötzlich hinter jeder Ecke (wie frisch gefallenen Schnee).
Dann ist der Quark zu Ende, bevor erfolgreiche Gegenschläge platziert werden können.

Wer hier viele Punkte gibt, bewertet seinen eigenen Spieltrieb, aber nicht diesen "Film".


Spook - Die Feinde des Geisterjägers: Band 5
Spook - Die Feinde des Geisterjägers: Band 5
von Joseph Delaney
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

3.0 von 5 Sternen Ein Kampf zwischen Gefühl und Verstand, 25. April 2015
spielt sich auch bei mir ab, wenn ich dieses Buch rezensieren möchte. Die vielen positiven Stimmen können verunsichern. Bin ich der Partypuper?

Zunächst einmal zähle ich nicht mehr zur Zielgruppe, eher zur Autoren-Riege und -altersklasse. Dieses Buch ist mit Sicherheit ein Kinderbuch für Unter-16-jährige. Die Kapitel sind kurz und übersichtlich, die Handlung geradlinig und frei von Nebensträngen und Verwirrungen. Und wie im Märchen bekommt das Gute immer seine Chance. Das einzige, was nicht in die Rubrik "Kinderbuch" passt, ist das Thema. Es ist nicht nur unheimlich und gruselig, es geht um Vernichtung, Krieg, Hexenwahn und - jagd, Fanatismus, Glauben, Treue, Gehorsam und Mitleidlosigkeit. Und natürlich Weltherrschaft. Man könnte an die Inquisition denken, wenn die historische Einordnung nicht ebenso verwirrend wäre. Die Handlung ist vor der letzten Eiszeit angesiedelt, allerdings sind zwischen heidnischen Elementen deutlich christliche Spuren eingestreut: Kirchen, Klöster, Mönche, Teufel, Kruzifix usw. Dann wiederum ist von dicken Kanonen die Rede, die Soldatenwerber könnten aus dem dreißigjährigen Krieg stammen. Woraus die Kanonen gegossen wurden, ist nicht bekannt, aber Eisen und Salz sind noch magische Elemente und keine Massenwaren ...

Das Buch hat mich trotz merkwürdiger Delany-Sprache (simpel, aber mit untypischen Fremdworten garniert) gefesselt. Das Gefühl sagt: TOLL!

Was sagt der Verstand, der das Werk analytisch betrachtet?
Das Buch hat kein Ende. Das kann nicht mit 5 Sternen honoriert werden. Es ist eine Überleitung zum nächsten Buch. Das Ziel ist der Weg. Der Lehrling ist im Kreis gelaufen und hat dabei etwas gelernt - ein Wegstück wie eine Windung einer Spirale. Die Handlung konzentriert sich auf die ersten Tage und Woche im Rahmen eines "Praktikums" bei einem früheren Schüler des Spooks. Das restliche halbe Jahr wird anschließend in wenigen Worten abgetan, wobei einige wichtige Kämpfe nur erwähnt - nicht einmal genannt - werden!

Die Feinde des Lichts sind nicht nur dusselig und triebgesteuert, sie neigen dazu, Volksreden zu halten und kurz vorm tödlichen Schlag ihre halbe Biographie und sämtliche Motive zu offenbaren. Sie lassen den Hauptpersonen nach ihrer Schwächung immer viel Zeit, sich zu erholen oder - stunden- oder tagelang gefesselt - letztlich Hilfe zu empfangen. Das ist selbst für eine Märchenstunde zu dick aufgetragen und unglaubwürdig.

Die selbst ernannten Hüter des Lichts tun meist das Falsche und bringen sich dadurch in Schwierigkeiten, aus denen sie mit mehr Glück als Verstand und Hilfe Fremder (sogar von einstigen Feinden) wieder heraus kommen. Wie praktisch, dass sich die Hexen gegenseitig dezimieren und der Teufel auf Klauseln des Universums Rücksicht nehmen muss.
Das Ganze ist episodenhaft erzählt und kaum ausgeschmückter als ein Polizeibericht. Das liegt am vorgefassten Kapitelmaß, das sich an der Aufmerksamkeitsspanne heutiger Jugendlicher orientiert :-)
Ein wirklicher Spannungsbogen kann sich dadurch nicht aufbauen. Kaum angedeutet wird er schon wieder entspannt.

Nun tut der weise Spook also alles, um Alice in die Dunkelheit zu treiben. Der Autor zwingt die Handlung in eine Bahn, in die sie von allein nicht laufen würde, wenn man den Figuren Spielraum und Hirn zubilligen würde. Aber auch Tom Ward fügt sich einfach - und das ist traurig; nicht spannend.

Schade auch, dass für Nummer 5 der Reihe nur noch ein Schlabbereinband möglich war, der nach 1x lesen übel aussieht. Der Verlag glaubt wohl nicht an einen großen Wurf, für den sich mehr Aufwand gelohnt hätte.


Kreativ Schreiben für Fortgeschrittene: Geheimnisse des Erfolgs
Kreativ Schreiben für Fortgeschrittene: Geheimnisse des Erfolgs
von Fritz Gesing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Statt heißer Luft nur Lauwarmes, 19. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hot, hot, hot! Geheimnisverrat! Das wäre doch was.

Gesing versucht, an sein vorangegangenes, durchaus empfehlenswertes Werk anzuknüpfen. Heraus kommt aber nur das Gezetere eine alten Professors, dem der Zug der Zeit zu schnell fährt. Das Buch wird dem Subtitel Geheimnisse des Erfolgs zu verraten nicht gerecht. Er analysiert vielmehr aus persönlicher Sicht kommerzielle Erfolge und den Buchmarkt und wettert dagegen. Das ist im Grunde genommen schon alles, was bei mir hängen geblieben ist. Es gibt keine Linie, sondern nur einen langweiligen Kommentar zu Gott und der Welt - was grad so auf dem Herzen lag.

Soll man es nun ganz anders machen, sich auf die Kunst besinnen - und KEINEN Erfolg haben? Sicher nicht. Dieser Ratgeber lässt einen ratlos stehen.

Der Rezensent WoGo hat eigentlich schon gesagt, was ich sagen wollte, ich möchte ihn nur unterstützen und allen potentiellen Lesern sagen, dass er mit seiner Einschätzung kein extremer Außenseiter ist, dass auch andere denselben Eindruck hatten und haben werden.

Gesing hebt bildlich gesprochen den Zeigefinger, holt tief Luft - und deutet dann resigniert auf sein früheres Werk: Ich lebe noch, ich brauche Geld, habe bereits alles gesagt, aber vergesst das doch bitte nicht! Es ist immer noch gültig!


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