|
|
Beiträge von Willi Wundfing...
Top-Rezensenten Rang: 1.402
Hilfreiche Bewertungen: 612
|
|
Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".
|
Rezensionen verfasst von Willi Wundfinger "Herr de Worde" (Diesseits)
|
|
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9
|
|
|
|
|
|
|
|
|
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
In erster Linie hübsch, in zweiter brauchbar, 28. Dezember 2012
Das beste an dieser Ausgabe ist die Aufmachung: Hardcover, das den Namen auch verdient und abgerundete Ecken wie in einem Tagebuch. Dazu das passende Format. Der Schreibstil unterscheidet sich allerdings völlig von dem in "Gregs Tagebuch": Vorübergehende Sprachkapriolen von weltfremder Bauart sollen vermutlich den gelehrten Ansatz des Autors hervorheben. Nun, wer schon Schlimmeres gelesen hat (wie z.B. Fritz Gesings "'Kreativ schreiben' für Fortgeschrittene"), kommt damit klar, dass er/sie so manchen Satz 3x lesen muss, um daraus eine nutzlose Binsenwahrheit zu destillieren. Entschädigt wird der Leser durch regelmäßig auftauchende Aha-Momente - ausgerechnet in Phasen der guten Lesbarkeit - und durch eine gute Auswahl an weiterführenden Tipps, so dass summa summarum ein Gewinn herauskommt. Der NUTZEN ist in meinen Augen vorhanden, obwohl bei diesem Preis auch etwas erwartet werden darf. Zudem unterscheidet sich dieses Buch durch seinen Fokus von vielen allgemein gehaltenen Ratgebern und Halbbiographien - deshalb 4 Sterne. Was das Ganze mit dem Duden zu tun hat, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. "Duden" steht in meinen Augen für Wahrheiten, über die es nichts zu diskutieren gibt. Doch hinter diesem niedlichen Werk steht keine graue Eminenz. Insofern wirken die Versuche, neue Marktnischen zu erschließen, so unpassend wie die Frau-Mann-Wörterbücher von Langenscheidt. Ich hätte mir noch mehr Präzision (und NOCH weniger Allgemeines) gewünscht bei der Unterscheidung der verschiedenen Spielarten der Spannungsliteratur und daraus resultierend konkretere Tipps. Wahrscheinlich wären zwei Bücher: - "Schauerliteratur/Horror" einerseits und - "Krimi in Buch und Drehbuch" andererseits besser gewesen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
3.0 von 5 Sternen
so la-la, irgendwie typisch asiatische Frühgeburt, 7. Dezember 2012
Made in Macau. Service = null. Keine Homepage. Updatemöglichkeit kann nicht genutzt werden. Unter anderem aber auch, weil die mitgelieferte Software in Mandarin oder anderen Hieroglyphen dargestellt wird. Ich habe den Player vorrangig als MP3-Player gekauft. Der Hintergedanke war, endlich ein Gerät zu haben, das nicht nur die Titel alphabetisch oder in Reihenfolge der Abspeicherung abspielt, sondern eine vernünftige Navigation nutzen zu können. Das funktioniert nur bedingt. Die Übersetzung des Menüs hat vermutlich der Google-Translator gemacht."Lagerbestand" ist die Anzeige des verbrauchten Speichers. "Rücktritt" hat nichts mit Vertragsbedingungen zu tun, sondern entspricht der "zurück" oder "Escape"-Taste. Manches wurde gar nicht erst übersetzt (Schon gar nicht das quietschbunte Hauptmenü), so dass man es mit Denglisch zu tun hat. Freilich lässt sich die Sprache einfach auf Englisch rücktritten. Die Belegung der Tasten hat anscheinend der Zufallsgenerator erledigt, intuitiv ist nichts, aber nach etlichen Versuchen schleift sich der Gebrauch von kurzem oder langem Tastendruck schon ein. Die Bedienung der Tasten ist so hibbelig wie auf manchen Handys; die dicke Haupttaste braucht man eher selten. Das Ziel einer gegenüber alten Modellen leichten Bedienung wurde teilweise erreicht. Man muss nur ganz unten den Menüpunkt finden, der eine Navigation über Ordner ermöglicht. Standardmäßig wird aber ungeachtet der Sortierung der gesamte Speicherinhalt gescannt und als Misthaufen angeboten. Also dann brauche ich auch keine Ordner anlegen! Hinzu kommt, dass wohl kleine Infodateien angelegt werden, die beim Beschreiben des Speichers per USB nicht mehr stimmen. Sofort ist das Gerät "verwirrt" und meckert: "Wiedergabelist ge" - hier wird der Text am Bildschirmrand gekappt. Vermutlich sollte es "geändert" heißen. Wenn ich eine Wiedergabe unterbrochen habe, wird beim Wiedereinschalten nahtlos die Fortsetzung angestrebt. Das ist hübsch, bereitet aber Probleme, wenn ich abbrechen und zu einem anderen Titel navigieren will. Ich bekomme immer wieder die "Fortsetzung" vorgesetzt. Mitunter hilft nur Aus- und Anschalten. Die anderen Funktionen sind Firlefanz. Als MP3-Videoplayer ist der 1,8-Zoll-Bildschirm nur für kleine Scherze zu gebrauchen. Die Darstellungsqualität ist sehr vom Blickwinkel abhängig = nur eine Notlösung. Diktiergerätfunktion habe ich nicht getestet. Das Micro befindet sich jedenfalls auf der Rückseite! Games: winziger geht es nicht, Bedienung sperrig - vergiss es. E-Book: Schon Txt-Dateien werden umformatiert angezeigt. RTF ging nicht, mehr Formate habe ich nicht getestet. Es reicht für ein paar Notizen wie Adressen oder Spickzettel, mehr nicht. Erfreulich ist der Einsatz eines LiPo-Akkus als Stromquelle. Das erspart einem den Kauf von Batterien. Unschön ist, dass die Lautstärke nur von Null bis Normalniveau einzustellen ist - was freilich das Gehör nicht schädigt, aber in lauter Umgebung zu wenig sein kann. (Bei langweiligen Nachtschichten kein Hinderungsgrund) Weiterhin unpraktisch ist der Anschluss der Ohrhörer über 2,5mm-Klinkenbuchsen. Die 3,5mm sind weit verbreiteter und mit einem Adapter sieht der Player nun auch nicht attraktiver aus. Absolut nervig ist auch, dass das Gerät immer vom Computer ausgeworfen wird, wenn es länger nicht benutzt wird. Ein Neubespielen am PC sollte also zügig vonstatten gehen. Fazit: Das alles ist der Entwicklungsstand VOR einem Betatest. Solche Geräte bringt man nur auf den Markt, wenn man Erster oder Billigster sein will und keinen Ruf zu verlieren hat. Ich habe das Gerät zum reduzierten Preis erworben und tröste mich mit dem Preis/Leistungsverhältnis. Es tut seinen Dienst.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Der unlogischste Film des Genres, 1. Oktober 2012
Das Problem dieses Werkes ist: Es will alles sein und das gleichzeitg - und deshalb ist es nix. Man versucht, die "Helden" realistisch handeln zu lassen (also jeder sieht nur sich und nicht die Gefahr) und noch eine Entwicklung durchmachen zu lassen. Das klappt und deshalb vergebe ich nicht nur einen Punkt. Denn der Rest hat mit Realismus oder auch nur Glaubwürdigkeit im Rahmen des Szenarios null komma nichts zu tun. Je mehr man sich hineindenkt - was hätte ich gemacht oder warum ist das so -, desto mehr muss man sich aufregen, wenn man nicht grad ein filmischer Allesfresser ist. Die Physik stimmt nicht, das militärische Handeln stimmt nicht und die Aufteilung des Szenen auf die Filmlänge stimmt auch nicht: Es geht ziemlich zäh und orientierungslos los und zieht sich mit viel Geschwätz und Liebesgeplänkel dahin, Streitereien und Eifersüchteleien halten bis in die "härtesten" Kampfszenen hinein an. Die "Helden" (alle Weiße + ein Alibiasiate) sind keine Kämpfer - da helfen auch paar patriotische Sprüche nicht - und ihre Gegenspieler können gar nicht schwach genug dargestellt werden (Im Grunde schon eine Beleidigung). Um überhaupt dem schwächsten und dümmsten Gegner standhalten zu können, müssen sich nun auch noch Trucks als kugelsicher gepanzert erweisen! Keine Scheibe geht zu Bruch und bevor man böse Soldaten überfährt, hupt man noch! Ein Tanklaster kann nicht mit einer Lunte zur Explosion gebracht werden - nicht einmal zum Brand! Die Lunte oder Kippe geht einfach aus. Und wenn da so eine "Öllampe" brennt - na und? Eine Stahlbrücke besteht zum Großteil aus Luft und kann durch eine Benzinexplosion nicht zerstört werden. Die Filmemacher hätten sich mal die "Brücke von Remagen" genauer anschauen sollen (historisch oder den Film): Ähnliche Konstruktion und Absicht und alles lief schief!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Sinnlos, 24. Juni 2012
Leider musste ich einerseits aus Kostengründen, aber vor allem wegen der niedrig abgesicherten Steckdose dieses relativ watt-schwache Gerät wählen. Mein vorheriger Hächsler war nicht teuerer (eher vom selben Preis in DM), hat aber locker 15 Jahre gehalten. Er kam aber wahrscheinlich noch nicht aus China. Was der politische Fortschritt und die Globalisierung mir nun hier serviert haben, ist ganz sicher keine große Ingenieursleistung und ein Leisehächsler ist es auch nicht. Hebt man das Gerät kurz an, um es Stufen hinab zu tragen oder über eine Schwelle, fällt der lediglich gesteckte Fuß sogleich ab und man hat was zum Fummeln. Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes "nicht leicht". Auch nach dem Einschalten: Vom ersten Augenblick an lässt man Nerven. Die Einfüllöffnung musste ich gleich mal etwas unsicherer machen, damit ich mein Gut gut hinein bekam. Der Hächsler mag nämlich für morsche, aber gerade Besenstiele gut geeignet sein, für Heckenschnittabfall ist er es ganz bestimmt nicht. Dafür wird aber gleich ein "Kartoffelstampfer" mitgeliefert, der einem beim Stopfen helfen soll. Die Form lässt allerdings schon einen Reinfall vermuten. Nur mit einem Spaten zu stopfen wäre noch aussichtsloser. Binnen kürzester Zeit sind die Messer stumpf und das Geschnetzelte klemmt in allen Ritzen, kommt nur nicht unten heraus. Der hineingestopfte Ballen Schnittgut wird unten etwas angeknabbert, ansonsten klemmts. Also: Aufschrauben und säubern! Hier werden die Nerven noch einmal strapaziert. Wo ein Schnappverschluss ideal wäre, muss eine gefühlt 3m lange Schraube rausgedreht werden. Man will und will nicht glauben, wie viele Umdrehungen notwendig sind, um endlich einen Blick ins Innere werfen zu können. Die Freude nach dem Reinigen und Zusammenschrauben währt allerdings nur kurz, dann geht der Tanz von vorn los. Man kann nur jeden warnen, sein Geld so zum Fenster rauszuwerfen!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Logan's Run trifft Futurama trifft The Village - Warum?, 2. April 2012
Vielleicht hilft es, vorher das Buch zu lesen. Wenn ich aber nur den Film sehe, dann bin ich beeindruckt von der guten Auswahl der Schauspieler und vom Bühnenbild (Set) und von anderen Dingen, die von der guten finanziellen Ausrüstung zeugen. Allerdings ist die Handlung weder besonders neu oder originell. Der Film kann sich auch nicht zwischen Abenteuer und Slapstick entscheiden. Am schlimmsten aber ist, dass das Gesamtkonzept keinen Sinn ergibt! Da werden Leute für 200 Jahre unter die Erde verbannt. WARUM? Zum Überleben bekommen sie Technik auf dem Stand des 19. Jahrhunderts (ohne Redundanz und Ersatzteile) und eine Hightech-Blechkiste mit Digitalanzeige und 200-Jahre-Batterie, die was enthält? Eine gedruckte Bedienungsanleitung, die in Art einer Schatzkarte zum Ausgang weist. Und dieser Ausgang - nach lebensgefährlicher Achterbahnfahrt auf der Wasserrutsche (3D lässt grüßen) liegt direkt über ihnen und hat Kontakt zur Atmosphäre! Wenn die also verseucht wäre, dann würde diese Luft auch durch den sargförmigen Schlitz nach unten finden. Ist es nun gut, dass all die Jahre nichts das Loch überwuchert hat? Dass nicht reingestürzt ist? Wozu all die Stahltüren und mittelalterlichen Turbinen? Irgendwie gelingt es sogar, im Schein unkaputtbarer Kohlefaserlampen Gemüse untertage zu züchten ... aber nur nicht darüber nachdenken, einfach Popcorn futtern! Manchmal fühlte ich mich in die Stadt des Grinch' versetzt :-) Ach, so: Kinder, aufgepasst! Das, was die in dem Film tun, darf man nicht nachmachen: nämlich Steine auf die Menschen in der Tiefe werfen. Auch mit Zettel dran wird das sehr böse ausgehen!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Ungenutzte Chancen, 1. April 2012
Wieder einmal wurde eine gute Gelegenheit, einen wichtigen Kriegsschauplatz aus der Sicht einer Minderheit zu betrachten, völlig vertan. Die Tschechen als Volk saßen ja während der ganzen Zeit des 3. Reiches zwischen den Stühlen und waren auch innerlich gespalten. Insofern hätten sie in diesem Film einen fast neutralen Beobachter abgeben können und auf eine Facette hinweisen, die in den Darstellungen der "Großen" kaum vorkommt. Aber alles, was spezifisch und speziell hätte sein können, wurde unterlassen. Der Krieg hätte überall und zu jeder Zeit spielen können. Ein Spannungsbogen ist eigentlich nicht vorhanden, auch wenn drohende Angriffe das vortäuschen sollen. Es wird die übliche Erziehung zum Gehorsam und die Angst vor Vorgesetzten und Tod dargestellt - dazu eine seltsame Coolness und Ignoranz der Wüstennatur. Man vergisst nicht einmal, die Langeweile darzustellen - und das wesentlich realistischer und ansteckender als das Kriegsgeschehen (welches einfach nur eine Karikatur ist). Und genauso unbefriedigend ist das Ende. Die Handlung wird gekappt. Alles ist unerträglich. Als Zuschauer zieht man seine Bilanz, ob sich die Opfer oder das Opfer wohl gelohnt hat und falls überhaupt Fragen aufgeworfen wurden, bleiben diese unbeantwortet. Es gibt keine Gerechtigkeit und keinen Trost und eine Lehre auch nicht so recht. Außer vielleicht: Menschen sind verschieden, Schweine gibt es überall und vor allem in der Nachbarschaft und in den eigenen Reihen, Krieg ist sinnlos und Low-Budget-Filme, die weder moralisch noch historisch wertvoll sind, auch. Nicht einmal das Gedicht "Herzspeisung" von Stephen Crane wird am Ende als Ende sinnvoll wiedergegeben, zerstückelt zu grammatisch falschen Nichtsätzen mit unpassenden Gänsefüßchen, die einen Dialog vortäuschen, wo ein Monolog ist.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Täglich schießt das Murmeltier - die Hellwachversion (ohne Spoiler), 7. Februar 2012
Ein Fliegender Holländer, Funksprüche wie aus dem Bermudadreieck ... da stellen sich doch Assoziationen ein! Aber Pustekuchen: Das titelgebende mystische Dreieck taucht nirgendwo auf, es ist ohne Bedeutung. Das Schiff hätte auch "Pentagon" oder "Oktagon" heißen können und die Handlung hätte in einem Plattenbau stattfinden können. Es spielt keine Rolle. Sämtliche Bezüge zur Mythologie wirken aufgesetzt. Der Film stellt die Horrorversion des "Murmeltiertags" dar, nur dass hier nach Mord und Tod nicht der 06:00-Uhr-Wecker läutet. Die Handlung läuft zur Hälfte weiter, zur anderen Hälfte erfolgt ein Neuanfang, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Deren Auswahl wird ebensowenig aufgeklärt wie die Gründe für die Verdammnis der Nebenfiguren. Es ist eben so. Aus dieser Konstellation folgt halbwegs logisch nicht nur 1 Zeitschleife, sondern ein ganzes Knäuel verschachtelter Schleifen. Damit man noch einem Faden folgen kann, werden Zugeständnisse und Abstriche gemacht. Beispielsweise spazieren die Schiffbrüchigen trockenen Fußes vom Kiel der gekenterten Jacht die Gangway eines vorbeifahrenden Schiffes hinauf, das ordentlich Fahrt macht. Eben war die Bordwand noch 20 Meter weit weg, schon wird das Problem ausgeblendet. Selbst bei Bordwandkontakt: Hätte der erste Schiffbrüchige noch einen beherzten Sprung tun können, die anderen wären ins Wasser gefallen. So oberflächlich, aber nicht unspannend geht es den ganzen Film lang. Das Ergebnis sieht man hier an den kontroversen Diskussionen. Immer wenn den Produzenten gedämmert hat: "unrealistisch!" oder "widersprüchlich!", wird eine erklärende Szene zur Beruhigung hineingeschnitten. (Leichen über Bord etc.) Einige Zuschauer schlucken den Köder möglicherweise und nicken besänftigt. Nun ja. Andererseits konnte man den Film aber auch nicht ausschließlich aus Heftpflastern bestehen lassen und unter ihnen die Handlung vollkommen ersticken. ! Die Filmemacher selbst bestätigen in den Extras die genannten Eindrücke zu 100% - von "Murmeltier" über "Idee ohne Drehbuch" bis "drohender Wahnsinn durch Hineindenken". Mehr muss nicht hineininterpretiert werden. So viel sei noch verraten: Der Horror hätte auf diesem langweiligen Kahn gar nicht aufkommen müssen; er ist letztendlich selbstgemacht. Und wie bei vielen Filmen des Genres verlässt der Film seinen verworrenen Handlungsstrang prompt und ohne Erklärung und mit einer unbefriedigenden Lösung. Sonst wird auf das letzte überlebende Drachenei gezoomt oder der Alien in der Rettungskapsel vermutet; nun eben wird der Kreis zusammengebogen und eine andere deprimierende Aussicht in den Raum gestellt. Als Denkanstoß + spannende Unterhaltung einigermaßen akzeptabel. Mehr nicht.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Was Hook für Peter Pan war ..., 29. August 2011
soll wohl diese Alice-Version für Lewis Carrolls Alice sein: Ein Neuaufguss, der so viele Jahre später spielt, dass sich die erwachsen gewordenen Hauptdarsteller nicht mehr an ihre Kindheit erinnern können. Auf diese Weise kann man mit etablierten Figuren noch einmal schön Kasse machen. Aber was hätte wohl der Schöpfer von Alice dazu gesagt? Eine Adaption ist das mitnichten. "Alice auf Selbstfindungstrip" - das scheint mir herbeigeredet. In den Werken Lewis Carrolls steckt so unglaublich viel, dass das kaum ein fremder Autor fortsetzen könnte. Es reicht einfach nicht, die Figuren neu antreten zu lassen und für ein neues Puppenspiel zu benutzen bzw. zu missbrauchen, denn der Verrückte Hutmacher als Revoluzzer - das ist schon eine Verdrehung, die der verdreht-verspielte Nonsense-Autor Carroll nicht geduldet hätte. Die Identitätssuche schon. Aber vielleicht anders, denn Carroll hatte ja durchaus pädophile Neigungen, denen er zeitlebens mit Willenskraft zu begegnen versuchte - trotz des Heiratsantrages an die 11-jährige Alice. DAS hätte jedenfalls einen Film mit neuen Facetten gegeben, ein Drama mit Tiefgang - und nicht nur einen bunten Reigen. Wir (2) empfanden den Film als bunt, zu lang und orientierungslos. Er lebt vom Wiedererkennen alter Bekannter, der Tim-Burton-Optik, der Beliebtheit von Johnny Depp, aber nicht von einer Handlung. Nicht wirklich. Und die Verrücktheit, die ursprünglich in Figuren und Gedichten Carrolls zum Ausdruck kam, wurde so gut wie erstickt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Humor? Klamauk mit Silkonausrüstung, 24. August 2011
Im Grunde stimme ich der Rezension von Swarley (3 Sterne) zu. Allerdings finde ich den Film unter der Durchschnitt - und das nicht nur, weil man die Erwartungen durch das vorangegangene Casting-Theater künstlich hochgeschraubt hatte. Die Auflösung der Bluray bringt es an den Tag: Aufgrund der hohen Kompression scheint das Schiff zu atmen. Computergenerierte Einzelteile verschieben sich gegeneinander im Wellengang. Mein Blurayplayer ist Durchschnitt; mag sein, dass andere das besser hinbekommen. Was allerdings jedem auffallen dürfte: Die Ausstattung sieht nach Bühnen-Holz aus, das Holz wiederum nach angemalter Pappe. Und ähnlich die Darsteller mit Schminke. (lächerliche Sommersprossen z.B.) Und so ist auch der Humor. Der Film kann sich einfach nicht entscheiden zwischen "ernst zu nehmender Realfilm" und "Parodie hart am Klamauk". Bully Herbig muss aufpassen, dass er nicht den gleichen Weg geht wie Didi Hallervorden oder Otto Waalkes: Alte Gags neu serviert sind nicht der Gipfel der Genüsse. Ylvi hat sich eben eine Beule eingefangen: "Oh, danke, so einen Stein hab ich mir schon immer gewünscht!" Das tut weh. Echt! Was im Schuh des Manitu ein Brüller war, ist hier einfach nicht angebracht. Hätte mich auch nicht gewundert, wenn Atze Schröder auch noch durchs Bild gestapft wäre. Viele Rollen wurden mit alten Freunden besetzt. Die überflüssigste hat Bully Herbig selbst auf sich genommen. Die Wikinger sind ein lahmer Haufen in einer zu lang scheinenden Handlung. Dem "Wickie" mag man ja noch einen Bambi-Bonus geben - obwohl er beim typischen Nasestreicheln arge Koordinationsprobleme hat und sich fast ins Auge sticht. Seine Film-Mutter aber ist alles andere als die Emanze, die dem armen Halvar immer eingeheizt hat. Und Urobe, der alte Erzähler, ist eher der gute Opa und dermaßen bierernst, dass man wiederum nicht an eine Komödie denkt ... Das MUSS man aber, denn sonst kann man Bully nicht ertragen. Aus welcher Wickie-Episode soll denn dieser deplatzierte, unverständlich radebrechender Spinner stammen, den er da verkörpert? Der hätte als erstes beim Casting rausfliegen sollen! Im Verlauf erinnert der Film an die ersten Episoden. Man glaubt, ein paar Fans spielen Wickie nach - wie bei Ritterturnieren usw. Mal sehen, wie sich "Wickie auf großer Fahrt" in 3D machen wird ...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gefühlte 6 Sterne wert! Logik: 1 Stern Abzug = 5, 24. August 2011
Die Überschrift sagt es schon: Ich war sowohl von der Idee als auch der Umsetzung her begeistert. Man hat das Rad nicht neu erfunden, aber noch lauffreudiger gemacht. Einige Elemente kommen einem bekannt vor: steile Landschaften und Flugszenen wie aus Avatar, verschiedene Drachen in einer Arena wie bei Harry Potter 3 ... bis hin zum Zeichentrickurgestein Wickie, Ylvi und Halvar - wobei in dieser reifen Ylvi eine halbe Hermine steckt. Der deutsche SOUND war auf meiner Surroundanlage nicht übel, allerdings anders aufgeteilt als der wuchtige O-Ton. Die Stimmen kamen meist von vorn, die meisten Effekte auch und von ringsum nur Musikuntermalung. Aber ich empfand das nicht so schlimm. Bei den FIGUREN fällt eine Anpassung an den Zeitgeschmack auf. Man beachte nur die Frisuren! Nicht wie im Vormittelalter, sondern wie bei DSDS-Möchtegernstars. Das Mädchen ist (zuerst) ein Girlie von heute: emanzipiert, respektlos - und magersüchtig. Mit diesen dünnen Ärmchen und Beinchen kann man also Flickflack schlagen und ein Schwert schwingen? Ganz schlecht, dass hier wieder ein falsches Schönheitsideal bedient wird. Wo doch viel mehr junge Mädchen als früher mit kleinen Polstern über den tiefergelegten Jeans zu kämpfen haben, wäre doch eine alles niederwalzende Jung-Walküre als Powermaid eine willkommene Abwechslung gewesen. Natürlich ist die HANDLUNG ersponnen, aber es muss so viel System drin stecken, dass man sich drauf einlässt. Und da stolperte ich beim Schauen über einige Fragen. (Und ich verstehe nicht, wie das Filmteam, das 2,5 Jahre lang an allen möglichen Details gefeilt hat, das hat stehen lassen!) Wie konnte der Nachtschatten überhaupt so gefürchtete Angriffe fliegen, wo er doch - äh- orthopädisch benachteiligt und nur mit steuerndem Herrchen manövriertüchtig ist? Es gibt noch mehr solcher Fragen. Diese steht nur stellvertretend. Die Idee, den Wyrmberg als Ameisenhügel zu gestalten - nur mit Reptilien - war die schlechteste. Fragen über Fragen: Die Königin frisst ihre Kinder? Wieso hat sie Flügel, wenn sie nicht einmal durch den Eingang passt. Wie hat sie das Fliegen gelernt? Ist sie ein Gott oder legt sie Eier? Wer befruchtet diese? ... Klar, dass das jetzt zu weit führt, aber es ist auch ziemlich weit her geholt. ANIMATION: Die Figuren bewegen sich so rund wie noch nie! So viel realistische und nicht theatralische Mimik habe ich zuvor noch nie gesehen! Keine marionettenhaften Bewegungen. Selbst für die Drachen 400 verschiedene "Scharniere", die Hälfte davon für die Mimik. Auf die vorher noch nie dagewesenen Lichteffekte sind die Macher zu recht stolz. Ein wenig zu stolz vielleicht, denn Otto Normalgucker kann es wahrscheinlich nicht so recht würdigen, wenn die Wolken flauschig und lichtdurchdrungen scheinen - der wäre auch ohne Wolken glücklich. Das ist nur Angeberei vor anderen Filmstudios. Ganz toll fand ich die Flammen! Jeder Drache seine eigene. Und sogar Flammen erfunden, die es gar nicht gibt - wie den "Flash-Under" (in Analogie zum Flash-Over). Das ist einfach nur "wow" und hat die Messlatte für zukünftige Produktionen höher gelegt.
|
|
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9
|