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Beiträge von H. Mausolf
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Rezensionen verfasst von H. Mausolf "hmausolf" (Hamburg)
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3.0 von 5 Sternen
Gemischte Gefühle, 14. Mai 2013
Ich besitze jetzt seit zwei Monaten den V500 von Epson. Mein erster Eindruck: ein ausgezeichneter Scanner für Auflichtvorlagen (auf die ich im folgenden nicht näher eingehe, denn das funktioniert einfach ganz prima). Gerahmte Kleinbild-Dias lassen sich in guter Qualität digitalisieren, mit der beiliegenden Halterung geht das recht komfortabel. Ich verzichte für gewöhnlich auf Staubentfernung und ähnliche Einstellungen, scanne mit 48 Bit und 2400 dpi (höhere Auflösung dauert länger, bringt aber keinen Zugewinn an Schärfe, Details usw.). Damit dauert der Scan von vier Kleinbild-Dias, die sich gleichzeitig einlegen lassen, knapp über vier Minuten. So weit, so überzeugend. Gelegentlich treibt mich der Scanner jedoch an den Rand des Wahnsinns. So ist die beiliegende Software "Epson Scan" anscheinend nicht fertig. Unbedingt sollte man sich schnellstmöglich einen Update auf die aktuelle Version downloaden, weil die mitgelieferte Version regelmäßig abstürzt. Ihre Benutzeroberfläche bleibt dennoch sehr gewöhnungsbedürftig. Der vollautomatische Modus ist zum Diascannen nicht empfehlenswert, da er auf Standardeinstellungen zurückgreift, die man mit Sicherheit nicht haben möchte. Ähnliches gilt für den Standard- und den Büromodus. Im professionellen Modus beißt man sich die Zähne aus, wenn man eine Vorlagengröße einstellen möchte. Auch hat die Software ihren eigenen Kopf, den sie durchsetzt, indem vor jedem Scan die "Unscharf-Maske" wieder ein-, alles andere jedoch ausgeschaltet wird. Ganz wild wird es, wenn die Dias ziemlich dunkel sind und die Software offensichtlich Probleme hat, zwischen Bild und Rahmen zu unterscheiden. Gelegentlich wird als Vorschaubild ein völlig wirrer Bildausschnitt angezeigt, der sich danach auch nicht korrigieren lässt. Aus diesem angezeigten Vorschaubild lässt sich ein Ausschnitt scannen, der Zugriff auf einen anderen Ausschnitt bleibt jedoch verwehrt. Sehr frustrierend. Übrigens betrifft das bei meinen Scans bisher ausschließlich Dias auf Fuji Velvia - könnte es damit zu tun haben? Für das Scannen von Kleinbild-Negativstreifen gibt es eine andere Halterung, in die man zwei Filmstreifen gleichzeitig einlegen kann. Der Halter muss dazu geöffnet werden, die Filmstreifen in die Halterung eingefädelt und der Halter danach wieder verschlossen werden. Dieser Akt erfordert einen Haufen Geduld und ruhige Hände. Wenn es dann endlich gelungen ist (und ich gebe gern zu, dass das mit der Geduld an mir liegen könnte...), geht der Rest meistens ganz einfach. Aber "meistens" heißt, dass es Ausnahmen gibt. Sehr dichte Negative erkennt die Software nicht sicher genug, und so kann man schon mal verzweifeln, wenn man so einen Negativstreifen scannen möchte. Deutlich besser funktioniert der Scan mit VueScan schon in der Standard-Version. Die Staubentfernung klappt überzeugend gut, und es gibt genügend manuelle Eingriffsmöglichkeiten, um zuverlässig die korrekten Bereiche der Dias oder Negative zu erwischen. Sehr positiv ist die Fähigkeit des Scanners, Mittelformat-Filmstreifen zu scannen. Eine Geduldsprobe ist das Einlegen erst recht, zumal der Scanner natürlich nicht "wissen" kann, ob man Negative in 6x6, 6x7 oder einem anderen Rollfilmformat anbietet. Die Positionierung des Filmstreifens im Halter ist nichts für jemanden, der zum Jähzorn neigt (was für ein Glück, dass ich da eher von ruhiger Natur bin...). Gerahmte Mittelformat-Dias (etwa in Rahmen für 6x6-Dias) lassen sich nicht einlegen. Der einzige Weg, diese zu scannen, ist das Entfernen des Rahmens und die exakte Positionierung des Dias. Insgesamt hinterlässt dieser Scanner bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits gibt es auf dem Markt kaum eine Alternative für den Scan von Filmmaterial bis zum Mittelformat - jedenfalls nicht zu einem auch nur annähernd vergleichbaren Preis. Als Universalgerät, mit dem man Aufsichtvorlagen in sehr guter Qualität scannen kann mit dem Zusatznutzen des gelegentlichen Negativ- und Diascans schneidet der V500 sehr gut ab und hätte eigentlich fünf Sterne verdient. Seine Schwächen, von denen ich die meisten beschrieben habe, lassen mich jedoch zwei Sterne abziehen. Ein reiner Dokumentenscanner ist preiswerter zu haben, für mehr als nur ein paar Filmscans reicht es eher nicht. Vielleicht könnte mich eine deutlich bessere Scan-Software zu uneingeschränktem Lob veranlassen.
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5.0 von 5 Sternen
Tja, was soll ich dazu sagen?, 26. Februar 2013
Heute rief eine nette junge Dame bei mir an und bat mich, eine Rezension für diesen Akku zu schreiben. Nun ja, mal ganz ehrlich: was soll ich dazu schon sagen? Ich brauchte einen Ersatzakku für meine Kamera, fand diesen preiswert und bestellte ihn. Er kam, ließ sich laden und tut nun seinen Dienst klaglos. Was will ich mehr? Aber weitere fundierte Aussagen kann ich dazu wirklich nicht machen. Also: der Akku tut genau das, was er soll, und ich bin zufrieden. Ist das nun drei, vier oder fünf Sterne wert? Wer weiß es so genau...?
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Einfach, aber einfach gut, 21. Februar 2011
Im Laufe eines langen Lebens als Freund eines netten Schnittkäses ;-) habe ich jede Menge Schneidewerkzeuge ausprobiert. Diesen Rollenschneider kenne und schätze ich seit Jahrzehnten, und er ist in Funktion und Zweckmäßigkeit unerreicht. Er eignet sich am besten für nicht all zu harte und nicht zu weiche Käsesorten. Richtig steinharte Käsesorten (die, die womöglich schon einfache Fragen selbst beantworten können) bearbeitet man besser mit Spezialwerkzeug aus dem Baumarkt. Was aber bei mir so auf den Tisch kommt, muss vor diesem Rollenschneider kapitulieren. Weichkäse wie Camembert oder Brie lassen sich in festem Zustand auch hiermit noch gut schneiden, wenn sie sich aber selbstständig auf die Flucht vom Teller machen, empfehle ich ein ordentliches Messer. Die Scheibendicke lässt sich durch Neigung des Schneiders regulieren. Anfangs braucht man vielleicht ein bisschen Training, aber den Dreh hat man sehr schnell raus. Der Schneidedraht ist gut haltbar, wir haben in über 20 Jahren jetzt den dritten Rollschneider gekauft. Wer Lust zum Fummeln hat, kann den Draht auch durch eine Gitarrensaite ersetzen, wenn er dann doch irgendwann reißt. Habe ich ausprobiert, aber ich rate bei Defekt doch zum Neukauf. Ach ja: lieber nicht in die Geschirrspülmaschine mit dem Rollenschneider, er wird dann schnell unansehnlich.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Zuverlässig, 29. Mai 2009
Was kann man über einen WLAN-USB-Stick Positiveres sagen, als dass er unauffällig und ohne Aussetzer seinen Dienst tut? Genau das erfüllt dieses Gerätchen der Firma Belkin. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Stick ein mit einem 1,50 m langem USB-Kabel verbundener Ständer, mit dem man den Stick an einer günstigen Stelle aufstellen kann -- entweder besonders unauffällig oder eben dort, wo der Empfang am besten ist. Natürlich lässt sich der Adapter auch direkt in einen USB-Anschluss einstöpseln. Ferner liegt dem Stick eine CD mit der Installationssoftware bei. Deren Bedienung entspricht voll den Erwartungen und dürfte niemanden vor allzu große Probleme stellen. Drum verlief der Installationsprozess sowohl auf meinem Desktop-PC als auch auf meinem Notebook völlig unkompliziert. Ich hatte flugs Verbindungen zu mehreren WLANs in meiner Umgebung, von denen ich mir das passende, nämlich mein eigenes, auswählte, und fertig. Das einzige, was vielleicht ein wenig stören könnte, ist die blaue LED, die bei Datenaustausch (also eigentlich ständig) ziemlich hell leuchtet. Aber da hilft im Zweifel Umdrehen oder notfalls Überkleben. Alles in allem erkenne ich keinen Grund für einen Punktabzug, also 5 Sterne für Belkins USB-Stick.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Nur im Ansatz gelungen, 21. März 2009
Als Einsteiger in die Entwicklung von Anwendungen für die Eclipse Rich Client Platform ist man mit Literatur nicht eben reich gesegnet. Um so dankbarer war ich dafür, dass nun sogar eine aktuelle Einführung in die Entwicklung unter und für Eclipse 3.4 (Ganymede) in deutscher Sprache erschien. Das didaktische Konzept des Buches ist im Ansatz ganz okay. Nach einer knappen Einführung in die Eclipse-Architektur auf knapp unter 100 Seiten folgt die Entwicklung eines durchgehenden Beispiels. Dabei wird nach und nach dargestellt, wie man einen Programmrahmen von Eclipse generieren lässt, wie man mit eigenen und fremden Plug-Ins umgeht, Views und Editoren einbaut und diese mit Daten füllt usw. Leider bleiben die meisten Erklärungen sehr oberflächlich und ausschließlich auf die Beispielanwendung bezogen. Ein Beispiel: da werden etwa Editoren und die dafür entwickelte Klasse vorgestellt. Zu mehreren Methodenrümpfen gibt es die lapidaren Hinweise, hier könne man einen Adapter zur Verfügung stellen oder die Management-Historie bedienen, man könne "komplexere EditorInputs (...) aus Performance-Gründen persistent machen", aber solche fortgeschrittenen Techniken wolle man hier nicht behandeln. So oder ähnlich zieht es sich durch das gesamte Buch. Insgesamt bleibt der Eindruck sehr zwiespältig. Einerseits ist das durchgehende Beispiel (eine Art Aufgabenplanung, hier weitestgehend genutzt für Cocktail-Rezepte) ausführlich und gut dargestellt, sehr übersichtlich und in gutem Schreibstil. Anderseits fehlt fast jede Information, die auch nur knapp über den Umfang des Beispiels hinausgeht. Etwas ärgerlich ist z.B. auch, dass zwar Actions recht ausführlich behandelt werden, die ab Version 3.3 aber zu bevorzugenden Commands überhaupt nicht erwähnt werden. Ich nutze das Buch mittlerweile als Ergänzung zu Online-Quellen und anderen, besseren Büchern, die umfangreichere und allgemeinere Erklärungen bieten (eher zu empfehlen: "Eclipse Plug-Ins", Third Edition von Eric Clayberg und Dan Rubel, allerdings nur auf Englisch und auch zu eng an ein durchgehendes Beispiel angelehnt). Auf diesem Wege bietet dieses Buch einige interessante Aspekte und Zusatzinformationen. Eigentlich rechtfertigt das aber nicht die Ausgabe von 34,90 €.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Lieblos, 29. September 2008
Henri Cartier-Bresson gilt zu Recht als einer der größten Fotografen aller Zeiten. Anlässlich seines einhundertsten Geburtstages erschien diese Doppel-DVD mit einer kleinen Sammlung von Filmen mit, von und über HCB. Das beste Werk auf der DVD ist meiner Meinung nach der Beitrag, der in der Arte-Reihe "Kontaktabzüge" gelaufen ist. Es werden darin einige Kontaktabzüge gezeigt, die zum Teil einige bekannte Werke des Meisters enthalten. Begleitet wird dieser Streifzug durch einen Off-Kommentar von HCB selbst. Interessant sind Cartier-Bressons Ausflüge in die Welt des Films. Z.B. gibt es einen Abend füllenden Film über die medizinische Versorgung der Truppen der Republik im spanischen Bürgerkrieg. Ein großes Ärgernis hingegen die lieblose Aneinanderreihung von Fotos -- auch noch meist in Ausschnitten -- "Auf frischer Tat", 1967 unter der Regie von Robert Delpire zusammengeschustert. Insgesamt gibt es also einige Perlen ("Biographie eines Blicks" von 2003 oder "Ein Tag im Atelier von HCB" von 2005 über den Maler HCB) auf diesen DVDs, die jedoch leider ein wenig unter der lieblosen Aufmachung der DVD leiden. Schade, daraus hätte man mehr machen können.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mehr kann man nicht wollen, 29. September 2008
Nach zahlreichen untauglichen Versuchen, den Empfang für gelegentliches Radiohören zu verbessern, bin ich über diese Wurfantenne gestolpert und habe sie angesichts des Preises ohne zu zögern gekauft. Die Antenne ist vernünftig verarbeitet, besitzt an den Enden je eine Öse, mit der man sie z.B. an der Fußleiste befestigen kann und einen Koax-Stecker für die Antennenbuchse im Tuner. Und noch wichtiger: der Empfang ist einwandfrei. Für unter 7 Euro ist diese Antenne höchst empfehlenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Handbuch überflüssig, 23. Mai 2008
Das Zyxel Starterkit, bestehend aus zwei PLA-400-Adaptern und den erforderlichen Kabeln für Stromnetz- und Ethernet-Anschluss, bietet alles, was erforderlich ist, um zwei PCs oder andere Netzwerk-Clients miteinander zu verbinden. Man braucht nicht viel gesunden Menschenverstand, um die ausgepackten Teile richtig zusammenzustöpseln. Die Netzkabel jeweils in die passende Buchse am Adapter, das mitgelieferte Netzwerkkabel in die dafür passende Buchse, dann die jeweiligen Gegenstücke in den PC oder einen Switch, und fertig ist die Netzwerkverbindung. Drei Leuchtdioden geben Auskunft über den Status: eine zeigt die intakte Stromversorgung an, die zweite eine hergestellte Ethernet-Verbindung und die dritte, mit "Link" beschriftete, leuchtet, sobald eine Netzwerkverbindung mit einem zweiten Adapter besteht. Bei mir leuchteten auf Anhieb alle Lämpchen -- unabhängig davon, in welcher Steckdose meines Hauses ich das Gegenstück zu dem Adapter neben dem DSL-Modem einstöpselte. Egal, ob feste Wandsteckdose oder zweimal verlängerte Dreifachsteckdose, überall im Haus habe ich jetzt einen Netzwerkanschluss. Und die Geschwindigkeit? Objektiv messen konnte ich die Verbindung nicht. Aber einen spürbaren Unterschied zu meinem "Haupt-PC", der über einen Switch direkt am DSL-Modem angeschlossen ist, kann ich nicht feststellen. Angeschafft habe ich die Verbindung, um damit Home-TV über Alice-DSL anzuschließen. Dafür scheint die Verbindung wie geschaffen: 1a Bild- und Tonqualität wie aus dem Kabelfernsehen. Die Settop-Box kommt direkt an den Adapter, und schon ist sie betriebsbereit. Das Zyxel-Starterkit hat meine Erwartungen voll erfüllt, ist kinderleicht zu installieren, lässt sich dank kompakter Bauform diskret verstecken, und vor allem funktioniert es bestens -- mehr kann man nicht erwarten.
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16 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Och nö, 10. März 2008
Tom Waits gehört zu den Musikern, die mir schon lange irgendwie diffus sympathisch sind, weil sie immer an interessanten Stellen auftauchen. Waits' Musik etwa kenne ich aus Filmen von Jim Jarmusch. Also suchte ich nach einem Überblick über sein Werk, so etwas wie ein best-Of-Album oder Vergleichbares. Nachdem ich diverse Kritiken gelesen hatte, versuchte ich es mit "Orphans". Es kam ein opulent aufgemachtes Werk. Drei CDs, über 3 Stunden Musik, ein Begleitheft. Keine Texte. Und nun? Bin ich nach tapferem mehrfachen Hören desillusioniert. Oder soll ich sagen enttäuscht? Musikalisch hat Tom Waits nicht viel zu bieten. Ein paar hübsche monotone Gitarrenläufe, meist mit einem Bass hinterlegt. Ein paar Besen schraddeln über ein paar spärliche Drums. Und dazu Hundegebell (na ja, jedenfalls ein-, zweimal) und Waits' arg gewöhnungsbedürftige Stimme. Scheinbar limitierte Stimmen kenne ich zuhauf, aber meist findet sich bei genauerem Hinhören Erstaunliches. Bob Dylan meinetwegen -- dem sagt man auch oft leichtfertig nach, er könne nicht singen, bis man mal versucht, es ihm gleichzutun. Es Tom Waits gleichzutun ist ähnlich aussichtslos. Das scheint mir aber vor allem daran zu liegen, dass ich es in menem Alter nicht mehr schaffen werde, meine Stimmbänder etwa durch Whisky-Konsum so zu verhunzen. Viel Abwechslung bietet Waits uns da nicht. Ich habe doch ein bisschen gezögert, diese Rezension zu schreiben, denn ich bin gewiss kein Tom-Waits-Kenner. Ein solcher oder gar ein Fan werde ich aber auch nicht mehr. Alle paar Wochen mal ein, zwei Stücke dieser CD zu hören, kann ich mir ganz entspannend vorstellen. Für mehr reicht es aber nicht. Das liegt vermutlich vor allem am beschränkten musikalischen Gehalt des Albums. Textlich hat Waits offenbar eine Menge zu bieten. Aber wenn ich drei Stunden literarische Texte hören möchte, kaufe ich mir ein Hörbuch und keine Musik-CD. Ich habe es gern, mir eine mir neue Musik zu erarbeiten, sie nach und nach zu erschließen und immer Neues darin zu entdecken. Für "Orphans" jedoch, da bin ich mir sicher, lohnt sich für mich die Mühe nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Besserung in Sicht?, 9. März 2008
"Sleight of Heart" ist das vierte Soloalbum des ehemaligen Arab-Strap-Frontmannes Malcolm Middleton. Bisher wurden seine Veröffentlichungen von mal zu mal abwechslungsreicher, interessanter und schlicht besser. Diese Linie setzt das neue Album fort, obwohl sein Vorgänger "A Brighter Beat" die Latte bereits recht hoch gelegt hatte. Der Titel des Albums scheint mir nicht direkt übersetzbar zu sein. "Sleight of hand" steht als feste Redewendung für Fingerfertigkeit. Es geht also in diesem Album (mal wieder) um die Virtuosität des Herzens, um die Kunst, mit Gefühlen wie (meist nicht oder unzulänglich erwiderter) Liebe umzugehen. Auch diesmal konfrontiert uns Middleton mit seinen Depressionen und seiner eigenen Wertlosigkeit (so besungen in "Total Belief"). Insgesamt aber gab es beim Hören seiner bisherigen Alben mehr Anlass, sich um Middletons Seelenzustand zu sorgen. Malcolm Middletons Musik einer bestimmten Richtung zuzuordnen, fällt mir wie immer schwer. Auf "Sleight of Heart" gibt es aber mehr akustische Instrumente zu hören, fast geht es in Richtung Folk. Da wird eine akustische Gitarre gezupft, erklingt ein Banjo oder kommt ein akustischer Bass zum Einsatz. Sogar eine Fiddle erklingt im Auftaktstück "Week off". Aber wie immer hat der Künstler ein paar vertrackte Rhythmen auf Lager, die den Hörer eine Zeitlang beschäftigen. Middletons schottischer Akzent zaubert mir auch beim x-ten Hören immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht. Und wenn er von sich doch tatsächlich als "the happiest man" spricht, stellt sich eine fröhliche, unbeschwerte Stimmung ein, wie ich sie so beim Hören eines seiner Alben noch nie verspürt habe. Schließlich glaubt er nun ganz fest an den Tod seiner eigenen Wertlosigkeit. Wenn das nicht eine gute Nachricht ist. (ANMERKUNG Februar 2011: Leider habe ich mich verhört. Der Wortlaut ist nicht "death of my unworthiness" sondern "depth...". Wir müssen uns also weiterhin sorgen...) "Sleight of Heart" gehört zu den Alben, die mit jedem Hören besser werden. Schon auf Anhieb gefiel es mir gut, aber es gibt genug Abwechslung und so viel zu entdecken, dass sich die Musik stetig weiter entfaltet, ohne langweilig zu werden. Anspieltipps: "Week Off", "Total Belief" und "Marguerita Red".
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