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the_clairevoyant

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Der Hobbit: Smaugs Einöde - Chroniken IV: Chroniken 4: Gewänder und Waffen
Der Hobbit: Smaugs Einöde - Chroniken IV: Chroniken 4: Gewänder und Waffen
von Katrin Harlaß
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreativität vom Feinsten: stilecht und edel, 5. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mittlerweile liegt der 4. Prachtband der Hobbit-Chroniken vor mir. Jeder einzelne ist etwas Besonderes: aufwendig, detailreich und liebevoll gestaltet. Dieser Band gefällt mir außergewöhnlich. Er scheint schwerer zu wiegen, das Cover ist gerippt und in Elbengrün gehalten. Stichwort: das Vorwort stammt von Elbin Tauriel alias Evangeline Lilly. Alles sehr stilecht und edel.

Beschrieben wird, wie verschiedene Firmen zusammenarbeiteten, um Master Tolkiens Mittelerde in den beiden bisher erschienenen Hobbit-Filmen Leben und Authentizität einhauchten. Aber es waren nicht bloß Firmen im herkömmlichen Sinn, sondern Idealisten, KünstlerInnen, positiv Verrückte, die jedes kleinste Detail ersannen, entwarfen, anfertigten und in die Geschichte einbauten.

3Foot7 wurde extra für die Hobbit-Trilogie gegründet. Das Art Department dieses Unternehmens zeichnet für Entwurf und Gestaltung von Set und Requisiten verantwortlich. Hinzu kommt Weta Workshop, das speziell Rüstungen und Waffen konzipierte, sowie Weta Digital, das schaurige Orkanführer lebensecht auf der Leinwand wüten ließ. Unterstützt werden dieses Kreativfirmen von Swing Gangs, einem Dutzend Menschen, die nicht nur für die Logistik der Requisiten verantwortlich sind, sondern auch selbst Input lieferten, indem sie Umgebungen (z.B. durch Geröll) naturecht gestalteten oder kurzerhand die Kunst der Buchbinderei oder des Korbflechtens lernten. Talentierte Laien, die im Unterschied zu erfahrenen Meistern Spontaneität in ihre Werke einbrachten und so etwas völlig Neuartiges erschufen – passend zu Mittelerde.

Vom Markt in Hobbingen, Bilbos Speisekammer, dem Outfit der Zwerge, den edlen Gewändern der Elben, Gandalfs Hut, orkischen Klingen und dem Inventar von Seestadt wird alles in wunderbaren Skizzen und Bildern gezeigt und durch Kommentare ausführlich erklärt. Für mich neu war die Kunst der Kostümpatinierung, bei der brandneue Kleidungsstücke auf alt und getragen hingetrimmt werden, um so eine Geschichte über Träger/Trägerin zu erzählen.

Ein Top-Band & ein Schmuckstück in jeder Tolkien-Sammlung! „Your imagination is a muscle. Use it or lose it!”. Mehr bleibt nicht zu sagen.


The Silkworm (Cormoran Strike Book 2) (English Edition)
The Silkworm (Cormoran Strike Book 2) (English Edition)
Preis: EUR 4,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer entpuppt sich als Mörder der Seidenraupe?, 4. August 2014
Robert Galbraith (J.K. Rowling) hat den zweiten Detektivroman rund um Cormoran Strike im ureigensten Milieu angesiedelt, in dem der Schriftsteller, Herausgeber und Verleger. Der Autor Owen Quine ist verschwunden, nicht ohne zuvor ein Manuskript (namens „Bombyx mori“, übersetzt „Seidenraupe“) mit grotesken, archetypischen Figuren und deftigem Inhalt hinterlassen zu haben. Ein Manuskript, das mit allen Personen in seinem unmittelbaren Umfeld gnadenlos abrechnet. Ein deftiger Abgang.

Strike macht sich auf die Spur des so mysteriös abhanden gekommenen Literaten, um nicht nur eine brutal ausgeweidete Leiche zu finden, sondern auch grausigen zwischenmenschlichen Details und jahrelang aufgestautem Hass zu begegnen. Wer wird sich am Ende als Mörder der „Seidenraupe“ entpuppen? „Bombyx mori“ erweist sich als verschlüsselter Roman à clef, den der Privatermittler Figur für Figur enträtseln muss.

Die Art und Weise wie Galbraith/Rowling Strike den Fall lösen lässt hat Hand und Fuß: Stück für Stück arbeitet sich ihr kriegsinvalider Detektiv, belastet mit chronischen Geldsorgen und einer gescheiterten Dauer-On-Off-Beziehung, vor. Wie schon im ersten Roman „The Cuckoo’s Calling“ befragt Strike alle Verdächtigen auf geschickte Weise. Die Charaktere sind glaubhaft und in sich stimmig portraitiert, haben Ecken und Kanten.

Neben dem eigentlichen Fall erfährt man Privates über den Detektiv: woher sein seltener Vorname stammt, welchen Fußballverein er anfeuert oder wer seine Schulfreunde waren. Strike wird greifbar, vermenschlicht. Dazu kommen Handlungsfäden, die sicherlich im dritten Roman weitergesponnen werden: das Zerwürfnis mit seiner frisch verheirateten Ex-Freundin Charlotte bzw. die freundschaftliche Beziehung zu seiner Sekretärin Robin, die immer mehr zur Partnerin in Sachen Ermittlungen wird – und vielleicht nicht nur das.

Gratulation an J.K., „The Silkworm“ ist nicht nur besser als ihr erstes Post-Harry-Potter-Werk “A Casual Vacancy”, sondern schlägt auch den Detektiverstling „The Cuckoo’s Calling“. Freue mich auf Band 3 mit Cormoran und Robin.


Ultraviolence (Limited Deluxe Edition)
Ultraviolence (Limited Deluxe Edition)
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frischblut für die Seele, 27. Juli 2014
Mit “Born To Die” zischte Lana Del Rey hinauf ans Firmament der wenigen musikalischen Superstars unserer Zeit, die diesen Titel verdienen. „Ultraviolence“ ist weniger eingängig als sein Vorläufer, nicht so ohrwurmgerecht, aber trotzdem hochwertig.

Es sind einzelne Zeilen oder Formulierungen, die unter die Haut gehen („Shared my body and my mind with you – that’s over now …“); das, was Lana von sich preisgibt – und vor allem wie sie es macht. Eine faszinierende Stimme, die ein Kribbeln die Wirbelsäule rauf- und runterschickt; eine Stimme, die zum Träumen einlädt, die alles in Melancholie taucht, ohne aber dabei aber ins Depressive zu verfallen.

Obwohl mir die Nummern „Cruel World“ und „Old Money“ emotional besonders liegen, gefällt das Album als Gesamtkunstwerk. Ich kann es stundenlang hören. Wenn man sich Lanas Musik hingibt ist das so, als würde man mit Frischblut für die Seele gespeist werden – eine Katharsis und Stärkung zugleich.


Born To Die
Born To Die
Preis: EUR 5,00

5.0 von 5 Sternen Vitamine für die Ohren, 26. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Born To Die (Audio CD)
Ich könnte diese Stimme Tag und Nacht hören! Da liegt so vieles, oft Widersprüchliches drinnen. Melancholie, Power, Erotik, mal Femme fatale, dann wieder Girlie. Lana Del Rey ist wahnsinnig ausdrucksstark und geht unter die Haut.

„Born To Die“ oder „Summertime Sadness“ sind bereits Klassiker. Neben diesen beiden Ohrwürmern gefällt mir vor allem „Radio“. Eine CD, die selbst nach dem x-ten Mal hören nicht fad wird. Auch die Lyrics lohnen sich, gelesen zu werden. Kostprobe: „Lick me up and take me like a vitamin …“ Mach ich, Lana!


Unrepentant Geraldines
Unrepentant Geraldines
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rückkehr der Elfe, 26. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unrepentant Geraldines (Audio CD)
Man kann es gar nicht oft genug sagen: Tori at her best is back!

Endlich wieder ein Album, bei dem nicht das musikalische Experiment, das Beschreiten unerforschter klanglicher Wege, im Mittelpunkt steht, sondern Toris Kernkompetenz: ihre einzigartige, glockenklare, oft anderweltliche, elfenhafte Stimme, begleitet von Mrs. Amos’ bester Freundin, namens Bösendorfer, samt ein wenig Gitarrenbegleitung.

Meine Lieblingsnummer: „Maids of Elfen-mere“ mit Zeilen wie aus Tolkiens „Silmarillion“.

Auch „Forest of Glass“, „Weatherman“ oder „Oyster“ gehen unter die Haut und in die Seele.

Toll das Duett mit Tochter Tasha in „Promise“. Der Text von „Trouble’s Lament“ würde gut in eine Graphic Novel von Toris gutem Freund Neil Gaiman passen.

Ein Genuss auf vielen Ebenen! Die Bonus-DVD nicht zu vergessen.


The Paperboy
The Paperboy
DVD ~ Zac Efron
Preis: EUR 7,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicole Kidman als vulgäre Südstaatenschönheit, 26. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: The Paperboy (DVD)
Man kennt Nicole Kidman als ätherische Schönheit, fast schon zu perfekt für diese Welt. In diesem Film ist das anders: schön bleibt sie zwar, aber auf eine vulgäre, verschlampte Art. Nicole spielt den Fleisch gewordenen White Trash, eine aufgetakelte Südstaatenlandpomeranze mit Faszination zu einem inhaftierten Gewalttäter, den sie regelmäßig Knastvisiten abstattet, um ihn sexuell anzuturnen.

Diesen schmierigen Psychopathen spielt John Cusack sehr überzeugend. In weiteren Hauptrollen: Zac Efron als jung-naiver Loverboy, der sich nach Nicole verzehrt, und Matthew McConaughey als sein idealistisch-kaputter älterer Bruder. Summa summarum ein schwüles, verschwitztes Südstaatendrama – passend zu den Sümpfen Floridas –, dessen Höhepunkt ein Golden Shower von Mrs. Kidman ist. Das beste Gegenmittel gegen das Nesselgift von Quallen … Ansehen, selbst urteilen!


Malavita - The Family
Malavita - The Family
DVD ~ Robert De Niro
Preis: EUR 6,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Traumbesetzung, schwacher Beginn, furioses Finale, 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Malavita - The Family (DVD)
Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Tommy Lee Jones: eine hochkarätige Besetzung für eine Mafia-Komödie, die allerdings nicht alles hält, was man sich vielleicht erwartet. Der Anfang ist schleppend, das Ende hingegen furios.

De Niro spielt eine seiner Paraderollen: einen Mafioso mit Sinn für Humor. Da er gegen „La Famiglia“ ausgesagt hatte und einen mächtigen Don hinter Gitter brachte, ist ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Gemeinsam mit seiner Frau (Pfeiffer) und Tochter und Sohn im Teenageralter taucht er in einer Kleinstadt in der Normandie unter. Mit neuem Namen, neuer Identität, aber den alten Unsitten – die manchmal recht erheiternd sind. Tommy Lee Jones ist der Leiter des FBI-Zeugenschutzprogramms vor Ort in der französischen Provinz.

Dass Regisseur Luc Besson Sympathien für die Mobsters hat, kommt klar rüber, daher auch seine Reverenzerweisung an Martin Scorsese. De Niro war in „Reine Nervensache“ witziger, Pfeiffer in „Die Mafiosibraut“ ebenso. Trotzdem freut man sich die beiden im Mafia-Genre wiederzusehen. Die Freude kommt allerdings nur stellenweise zurück, der Film hat leider öfters Schwächen in der Spannung, vor allem in der ersten Hälfte.


I, Frankenstein
I, Frankenstein
DVD ~ Aaron Eckhart
Preis: EUR 7,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mary Shelley goes Underworld, 16. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: I, Frankenstein (DVD)
Mary Shelleys unnatürliches und zutiefst unglückliches Monster, das der notorische Dr. Frankenstein in einer Gewitternacht aus Leichenteilen zum Leben erweckte, erhält in diesem Film eine neue Interpretation.

Weder hat es einen Quadratschädel, noch stehen Schrauben aus dem Hals. Lediglich eine Reihe von Narben, der Hass auf die menschliche Gesellschaft und die Sehnsucht nach Liebe sind geblieben. Ob Aaron Eckhart der passende Schauspieler für diese zerrissene Figur ist, wage ich in Frage zu stellen. Es fehlt ihm das nötige Quäntchen Wahnsinn als auch der Leidensdruck.

Was die Story angeht, gibt es zwei Parteien, die seit Jahrtausenden einen Krieg führen, der von den Menschen unbemerkt bleibt. Auf der einen Seite die Dämonen, geführt von ihrem Prinzen Naberius (eine Paraderolle für Bill Nighy), auf der anderen Seite der Orden der Gargoyles, geleitet von seiner Königin Leonore (Miranda Otto aus „Der Herr der Ringe“). Frankenstein gerät zwischen die Fronten, von beiden Seiten aus unterschiedlichen Gründen verfolgt.

Dieser geheime Krieg erinnert sehr an den Kampf der Vampire gegen die Lykaner in „Underworld“, was wenig wundert, denn die Geschichte von „I, Frankenstein“ basiert auf einer Graphic Novel von Kevin Grevioux, der als Drehbuchautor bzw. Koproduzent in drei „Underworld“-Filmen verantwortlich zeichnete. Auch das düstere Ambiente samt mächtiger Kathedrale in einer moribunden Altstadt ist vom Flair von „Underworld“ durchzogen. Grevioux spielt selbst einen besonders muskelbepackten Dämonen.

Während die Ausgeburten der Hölle wenig neue Ideen und Effekte liefern, gefallen mir die Gargoyles gut. Manch einer hat sich schon gefragt, was diese schaurigen, steinernen Gestalten auf gotischen Domen zu suchen haben. „I, Frankenstein“ liefert eine mögliche Erklärung: sie sind Wächter und Beschützer der Menschheit, Krieger des Lichts, das Bindeglied zu den Erzengeln – und in ihrer geflügelten Form fast ein wenig putzig.

Sollte es eine Fortsetzung geben, was zweifelhaft ist, denn in den USA floppte der Film, dann bitte wieder mit Yvonne Strahovski in der Rolle der smarten Wissenschafterin, die zu Frankensteins Liebe wird. Sie gefiel schon in „24: Live Another Day“ sehr gut.


Der Hobbit: Smaugs Einöde
Der Hobbit: Smaugs Einöde
DVD ~ Manu Bennett
Preis: EUR 4,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feuer und Flamme für Smaug, 16. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
Habe mich auf die Fortsetzung des ersten Teils gefreut und wurde nicht enttäuscht. All die in Tolkiens Fantasie entstandenen Orte wie der Düsterwald samt seinem unterirdischen Elbenreich, die verfallende Seestadt oder der Berg Erebor wurden perfekt auf die Leinwand gebannt. Das gibt es nichts auszusetzen.

Gleich zu Beginn huscht Peter Jackson in Hitchcock-Manier durchs Bild und es gibt in Referenz auf "Der Herr der Ringe" ein Wiedersehen mit dem "Prancing Pony", jenem Pub in Bree, das späterhin von den Nazgul heimgesucht wird.

Was mir besonders gut gefällt ist die Liebe zum Detail. Peter Jackson und die Designer von Weta haben auf kleinste Kleinigkeiten acht gegeben, sodass alles stimmig in Mittelerde hineinpasst, sei es Kleidung, Ausrüstung, Waffen, sprachliche Akzente, das Aussehen der besonders furchterregenden Gundabad-Wargs oder des „Werbären“ Beorn.

Was die im Roman nicht vorkommende Waldelbin Tauriel angeht, war ich anfangs skeptisch. Evangeline Lilly spiel sie aber sehr gut. Wenngleich ihre Liebelei mit einem Zwerg etwas komisch wirkt.

Ebenfalls eine gute Idee war es, das „Sherlock“-Duo Martin Freeman (Bilbo) bzw. Benedict Cumberbatch (Stimme des Nekromanten) als Feinde gegenüber zu stellen.

Ein absolutes Highlight ist natürlich der Namensgeber des Films: Smaug. Er hat alles, was man sich von einem mächtigen, alten Drachen gemeinhin erwartet: Smaug ist gerissen, stark, gierig und cholerisch. Man ist richtig Feuer und Flamme für den geschuppten Fiesling. Sehe dem Finale der Trilogie mit Spannung entgegen.


Der Hobbit: Smaugs Einöde - Chroniken III: Chroniken 3: Kunst und Gestaltung
Der Hobbit: Smaugs Einöde - Chroniken III: Chroniken 3: Kunst und Gestaltung
von Claudia Holfelder-von der Tann
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kunst eine neue Welt auszuschmücken, 14. Juli 2014
In "Smaugs Einöde", dem zweiten Teil der Hobbit-Filmtrilogie, stoßen die 15 tapferen Gefährten (bestehend aus 13 Zwergen, dem Zauberer Gandalf und dem Hobbit Bilbo) in den Osten von Mittelerde vor; in ein Gebiet, das in J.R.R. Tolkiens Romanvorlage zwar in großen Zügen beschrieben ist, das aber bei filmischer Aufarbeitung stilsicher mit Details en masse ausgeschmückt werden muss.

Das heißt jede Menge Arbeit für die Kreativabteilungen, um diese terra incognita mit Leben und Fantasie zu füllen. Im vorliegenden Band III der Hobbit-Chroniken wird dies faktenreich und liebevoll dokumentiert.

Wie z.B. soll Beorn, Gestaltenwandler und Werbär, aussehen, um herkömmlichen Werwolfklischees zu entkommen? Wie wohnt ein kraftvolles Naturwesen seiner Art?

Wie können die Waldelben in ihren Heimstätten unter der Düsterwald dargestellt werden, so dass sie zwar klar als Elben erkennbar sind, aber dennoch einen wilderen, weniger kultivierten, isolierteren Eindruck hinterlassen als ihre entfernten Verwandten in Bruchtal oder Lothlórien? Wie lebt es sich inmitten von Stalaktiten und mächtigen Baumwurzeln? Welche Belichtung nutzen sie tief im Erdreich, welche Gewänder und Waffen tragen König Thranduil und Gefolgschaft?

Wie soll die Waldelbenkriegerin Tauriel, eine Figur, die bei Tolkien nicht vorkommt, aussehen, dass sie ins gesamte Gefüge der Erzählung passt und nicht zu märchen- oder feenhaft wirkt?

An welchen Vorbildern orientiert man sich bei der Schaffung der Seestadt Esgaroth, eine Art verfallendes Venedig aus Holz? Welche Mode tragen ihre Bewohner, insbesondere der geckenhaft-gierige Bürgermeister?

Und last but not least, was muss getan werden, um den Berg Erebor, jene ehemalige Zwergenhochburg, in der jetzt der gerissene Feuerdrache Smaug auf einem Hort aus Gold ein Schläfchen hält, möglichst realistisch zu gestalten?

Für all diese anspruchsvollen Unterfangen hat Peter Jackson mit seinen Kreativleuten die genialen Konzeptdesigner Alan Lee und John Howe ins Boot geholt, unterstützt vom Art Department bzw. der Kostüm- und Make-up-Abteilung von Weta Workshop und Weta Digital.

Das Ergebnis lässt sich sehen: In über 1.000 Bildern werden Schauplätze, Kostüme und Requisiten vom Erstentwurf bis zum fertigen Film präsentiert. Begleitend erzählen SchauspielerInnen bzw. Crew über ihre Erfahrungen und Ideen. Für jeden Tolkien-Hobbit-Jackson-Fan ein unentbehrliches Nachschlagewerk – vor allem im Paket mit den anderen Hobbit-Chroniken.


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