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Rezensionen verfasst von
Rumburak

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El Cid
El Cid
DVD ~ Charlton Heston
Wird angeboten von hamburgmedia (mafrance24 com)
Preis: EUR 9,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Nacht der reitenden Leiche ! Zähe knochentrockene Geduldsübung in verschenktem spektakulären Aufwand, 18. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: El Cid (DVD)
Zwei Jahre nach dem gigantischen epochalen " Ben Hur" der zurecht bis heute ein beeindruckender Meilenstein des Monumentalkinos darstellt , schwang sich Charlton Heston erneut hoch zu Ross um diesmal nicht in einer religiös biblischen Szenerie sondern angesiedelt im spanisch, maurischen Feldzug Liebe, Leid, hehren Pathos und große übermenschliche Legendenbildung auf die Leinwand zu bringen.
" El Cid " heißt das gigantische Epos über den spanischen Feldherrn und Nationalhelden Rodrigo Díaz de Vivar ( ca. 1043 bis 1099 gelebt, nur Schätzangaben, da Zeitraum als reitende Leiche nicht mehr zu rekonstruieren) welches bedauerlicherweise auch bei mehrmaliger Sichtung trotz aller bewährter Zutaten so zäh ist wie drei Stunden lang auf einer Speckschwarte kauen, Knäckebrot- Weitwurf üben, oder gleich mit Inbrunst über die gesamte Laufzeit einen Haufen Staubflocken durch die Nase inhalieren.
Regisseur Anthony Mann ist hier von jedem Sonnenstrahl mitreißenden Inszenierungstalents ungeküsst.
Elementar schade ist es um das mehr als hölzerne, knarzend steife Monstrum und die Frage stellt sich was denn bei allen Göttern hier wohl so eklatant schief läuft, trotz phantastischer Musik, epischer Breite und Aufwand, glitzernden Rüstungen, Liebe, Intrigen, Schwertkämpfen und Edelmut.
Die Frage ist einfach beantwortet : das große Manko ist das eklatant desaströse Drehbuch.
Eine leichenblasses, unglaublich tönernes und starr zusammengeschustertes Stückwerk, das es fast im Alleingang schafft alle inszenatorischen Fehler zu begehen, die nur möglich sind.
So tot und künstlich am Leben gehalten wie unser Schloßgespenst " El Cid" am Ende entleibt seinen Gegnern entgegen galoppiert, so komatös ist dieses erbärmlich ,unglaubwürdige Handlungsgerüst.
Was sind die eklatantenFehler im Hinblick auf ähnlich gelagerte Epen wie " Spartacus" , Ben Hur", ' Quo Vadis" ?
Es fehlt jegliche Empathie für die Hauptdarsteller, es fehlt jede Innovation den Zuschauer an ihrem Schicksal teilhaben zu lassen.
Es fehlt wahre Leidenschaft, Inbrunst, und echte atemberaubende Spannung.
Szenen wie ein hochdramatisches Wagenrennen,oder das verstörende Einzelschicksal eines Sklaven, welche mitreißen, Szenen von wirklich empfundener großer Anteilnahme, Begeisterung, Erhabenheit,Aufbäumen, Scheitern, Erlösung : Fehlanzeige.
Das Drehbuch verrenkt sich von Anfang an in nur noch lächerlich wirkendem triefendem Pathos, unglaublichen Storytwists, schlechter Charakterzeichnung und dümmlich aufgesetzten todernsten Knallchargen- Dialogen ,die den Darstellern in beinharter starrer Aufgesetztheit aus den Mündern purzeln.
Die erste Hälfte befasst sich mit einer shakespearehaften Dilemma -Situation, die das Liebespaar Sophia Loren und Charlton Heston über 100 Minuten lang erst einmal zu erbitterten Feinden werden läßt.
Mord am Vater, Rache der Tochter.
Doch anstatt diese Dramaturgie zu unterfüttern verläuft sie im Wüstensand, weicht schlecht konstruierten Storywendungen , (plötzliche Versöhnung beispielsweise ) ohne Sinn für Glaubwürdigkeit .
Unausgewogenheit, hilfloses Zusammenstoppeln von Teilfragmenten, unfertig, unentschlossen, fragwürdig, einschläfernd.
Das ist , so der Zuschauer am Ende noch geistig ansprechbar ist , der Gesamteindruck.
Die versuchte Verknüpfung von privater Dramolette und geschichtlichen Großtaten wirkt niemals überzeugend, krankt an tumber Unbeholfenheit.
Bereits ab El Cids Verbannung kann man nur noch von dramaturgischen Fehlern sprechen.
Das Zuschauerinteresse sinkt auf den Nullpunkt und Regisseur Mann hat keine Möglichkeit die zerfasernde ,wirre Geschichte wieder zusammen zu führen.
Das bleibt als Fazit: " El Cid" in seiner Schlaftablettenwirkung nur noch getoppt von " Untergang des römischen Reiches".
Die Loren, die in beiden Filmen spielt ,scheint somit dem Genre Monumentalfilm wenig Glück zu bringen.
Doch kann man bei dem Totalversagen von Drehbuch- und Dialogschreibern ,das Desaster den Schauspielern anlasten ?
Sophia Loren muß mit eingemeißelten, starren Gesichtszügen die ganze Zeit schauspielerisch mumifizierte Maskenhaftigkeit abliefern, und Charlton Heston, der uns doch in " Ben Hur" auch in seiner Zerrissenheit und Verzweiflung als "Judah " die Tränen der Erschütterung in die Augen trieb, wird hier zum fast schon wiederlich selbstherrlichen, fehlerfreien ,treuen Gutmenschen.
Ein großmäulig pupsiger Unsympath ,der dem Zuschauer vor selbstlosem Erlösertrieb den Helm verrosten, die Nüstern verkleben und die Pferdehufe abfaulen läßt.
Niemals gönnt uns der Film einen Zugang zum seelischen Innenleben der Pappcharaktere.
Welten liegen zwischen diesem Film hier und dem beispielsweise genialen ,differenzierten Porträt eines " Lawrence von Arabien" ein Jahr später gedreht.
Stets objektiv von außen beobachtend soll der Zuschauer oberflächliche Schauwerte bewundern.
Diese Rechnung schlägt über die lange Laufzeit jedoch komplett fehl.
Fazit: " El Cid" ist filmhistorisch aufgrund seine immensen Aufwandes vielleicht noch interessant, als in zu vielen Aspekten verunglücktes Filmerlebnis, dem jegliche Eleganz, Ironie, Doppelbödigkeit oder Spannung fehlt reitet er leblos jedoch genau so schlußendlich ins Nirvana wie sein kompostierter Titelheld.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2014 9:47 PM MEST


Der Hobbit: Smaugs Einöde
Der Hobbit: Smaugs Einöde
DVD ~ Benedict Cumberbatch
Preis: EUR 9,90

17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bombastisches Epos, das uns das Staunen wieder bringt, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
Nun ist er endlich da:"Smaugs Einöde" in einer Blue Ray Veröffentlichung der Referenzklasse, und da ich mir aufgrund des von mir wenig geschätzten 3- D Erlebens, das Kinovergnügen ersparte, detoniert der zweite Teil der Hobbit- Trilogie nun in meinem Wohnzimmer, läßt in seiner opulenten Ton und Bildgewalt die Sinneszellen beben.
Was für ein phantastischer Film, der den ersten Hobbit noch einmal toppt.
Staunen- das ist es, was uns Peter Jackson wieder lehrt.
Staunen über reine mitreißende epochale Kinomagie, die zweieinhalb Stunden uns die Realität vergessen und tief in Mittelerde eintauchen läßt.
Dabei sei gesagt alle Kritikpunkte vieler Rezensenten haben ihre Berechtigung.
Jeder Tolkien Purist wird die Nase rümpfen über teils gravierende Abänderungen der Vorlage, jede Anmerkung über teils überdrehte Actionsequenzen sind nachvollziehbar.
Doch ist die Frage wie man gewichtet, im Angesicht dieser unglaublich sorgfältig, perfektionistischen , gigantomanischen Gesamtleistung eines Ausnahmeregisseurs, der mit soviel Verve und Esprit in jeder Minute spüren läßt, daß er selbst einer der glühendsten Verehrer Tolkienscher Visionen ist.
Wahrhafte Glaubenskriege, die von oft verbohrten Tolkien Anhänger geführt werden, nicht mehr sehend , erfühlend ,daß hier in jedem Bild, in jedem bombastischen Decor, in jeder Musik, Kreatur, Storywendung ein Regisseur visionäre Kinogeschichte schreibt, sind dann nach Sichtung von " Smaugs Einöde" doch vernachlässigbar.
Besser, betörender, berauschender kann Kino nicht sein.
Es handelt sich vielleicht zum letzten Mal in der Kinogeschichte um ein eruptives " Eventkino" welches über Jahre hinaus die Kinomassen mitfiebern lässt.
Der Unterschied zu den üblichen seelenlosen" State of the Art " Fantasyepen , die weiland den Markt überschwemmen, ist eben die inszenatorische Raffinesse, die Akribie, detaillierte Besessenheit eines Regisseurs, der sich mit jeder Faser seines Herzens seinem gigantischen Epos verpflichtet hat.
Diese Hingabe ist fühlbar, erlebbar und in jeder Minute ist " Smaugs Einöde" einfach atemberaubendes Kino pur.
Nicht umsonst fiebern die Zuschauer jedes Jahr dem neuen Teil entgegen.
Nicht umsonst erscheint der gerade in diesem zweiten Teil mehr als gemeine Story- Cliffhanger als unerträglich bis sich zum dritten finalen Teil endlich der Vorhang hebt.
Tolkien wird durch Peter Jackson erst zum Leben erweckt, die Landschaften, magischen Orte, das weitverzweigte Mittelerde Universum- ein Fest für alle Sinne.
Peter Jackson macht den Zuschauer wieder zum staunenden Kind, das einfach ,wie selten gibt es das im Kino heute noch ,etwas Außergewöhnliches erlebt: große Kinofaszination.
Als Kinogänger bin ich begeistert, als etwas trocken eigenbrötlerischer ,vor sich hin mümmelnder Tolkien Purist verderbe ich mir selbst die Freude.
Sie haben die Wahl.
Tolkien selbst, so geht es aus Quellen hervor ,war letztendlich doch unzufrieden mit seinem " Hobbit" , der im Gegensatz zu dem finsteren Weltenepos" Herr der Ringe" zu sehr Kinderbuchzüge trug, nicht so recht somit in das Gesamtwerk passen wollte.
Somit wäre er selbst mit Jacksons genialer Idee viele Hintergründe aus dem " Silmarrillion" einzuflechten zufrieden gewesen.
Jackson arbeitet eklatant viele Verweise auch auf seine " Herr der Ringe" Trilogie ein.
So erscheint " Smaugs Einöde " in vielen Szenen als äußerst düstere Vorbereitung für die großen Schlachten um Mittelerde.
Ziel von Peter Jackson ist es die letztendlich dann sechs Teile wie aus einem Guß erscheinen zu lassen.
Wie ein überdimensionaler Dirigent orchestriert er traumwandlerisch perfekt sein Sinnen- Epos.
Die Musik, die heroischen, packenden, dann wieder leise filigranen Szene ergeben ein selten intensives Kinoerleben, das sprachlos macht.
Tausendfache Details stecken in jeder Bildszenerie. Man möchte ständig auf "Standbild "schalten um diese akribisch ausgearbeitete Welt der Illusionen überhaupt ganz erfassen zu können.
Wieviel Mühe, Sorgfalt und Hingabe ist hier zu erkennen.
Nicht die epische Tiefe von " Herr der Ringe" , viel zu viele Änderungen- Nun warum eigentlich nicht hier etwas leichtfüßiger sein, warum auch hier ,wenn so gut umgesetzt wohlgemerkt, nicht ein wenig herzerfrischende neue Einflüsse einarbeiten.
Insgesamt läßt " Smaugs Einöde" schon unglaublich dunkle Passagen, düstere Vorahnungen erkennen, die im Gegensatz zu " Die Gefährten" schon die apokalyptische Stimmung von " Herr der Ringe" einläuten.
Die Elbin Tauriel, vollkommen neu von Jackson eingefügt, spaltet ebenfalls die Geister.
Ich sage: herrlich, daß Jackson sich nicht sklavisch an die Vorlage hält und in so bestechender Neuinterpretation sich dieses traut.
Tauriel wirkt niemals künstlich eingefügt, bringt eine gewisse erotische Komponente in die Saga, und tut der , Tolkien-Puristen die Hobbit- Ohren gespitzt, etwas staubtrockenen, verknöchert steifen Buchvorlage Tolkiens sehr gut.
Spätestens wenn Sie den Drachen am Ende erblicken und die zerdehnte nervenstrapazierende Anspannung erleben bis Jackson ihn in einem nie gesehenen Meer aus Gold endlich uns zeigt, hat uns der Regisseur wieder vollkommen in seiner packenden Dramaturgie eingefangen, läßt uns mit großen Augen einfach nur atemlos Staunen über soviel Kinowunder.
Ich gestehe gerne , es hat mich fast aus dem Sessel gehauen.
Wer im Kino Faszination erleben will ,muß auch mit allen Sinnen bereit sein sich faszinieren zu lassen.
Das ist eine Fähigkeit , die gerade heutigen Zuschauern schwer abhanden gekommen zu sein scheint .
Soll ich mir im Angesicht dieser epochalen Umsetzung wirklich Gedanken, wie einige Krämerseelen , darüber machen, warum der Drache mit seinem Feuerstrahl noch nicht einmal die Barthaare eines Zwerges versenkt ?
Mitnichten!
Bis zu diesem phantastischen Finale erleben wir Höhepunkt an Höhepunkt über die gesamte Filmlänge.
Seestadt, die Spinnen im Düsterwald, die slapstickhafte ,hochdynamische Flussfahrt.
Zuweilen obskur, psychedelisch, atemlos, unheimlich, augenzwinkernd, - dann wieder der große lange Atem epischer Erhabenheit- das alles beherrscht Jackson in wuchtiger kraftvoller Perfektion.
" Desolation of Smaug" ein funkelndes Feuerwerk am Kinohimmel.
Ein Regisseur mit Herz und Seele.
Eine große Gesamtleistung.
Sechs Teile werden es am Ende mit " Herr der Ringe" sein, und egal wie sich das Kino im Internet- Zeitalter noch weiter wandeln wird, ob es auf längere Zeit noch in der Form besteht ; wer diese Filme noch nach Jahrzehnten im Schrank stehen hat , kann für alle Zeit darauf verweisen und sagen, das hier war einmal wahre märchenhaft, wunderbare Kinofaszination.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2014 5:24 PM MEST


Alraune
Alraune
Preis: EUR 7,91

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Aus dem Boden , auf den ihre zarten Füße traten, wuchsen des Todes bleiche Blumen..", 17. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Alraune (Audio CD)
Titanias "Gruselkabinett" präsentiert sich in Folge 87 in bestechender Höchstform. Das ist fürwahr ein perfekt inszeniertes dunkles Horror -Epos, das staunen läßt, beeindruckt ,auf ganzer Linie fesselt.
Mit Hanns Heinz Ewers, auch schon mehrfach verfilmten Roman "Alraune" zeigen die Macher ihr ganzes Können.
90 Minuten lang erleben wir hier eine beispielhafte packende Inszenierung, die atmosphärischer nicht sein kann.
"Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, daß es böse Wesen gibt, die aus der Lust absurder Gedanken entstanden".
Das seltsame, betörende Wesen Alraune, das uns hier präsentiert wird, gehört sicherlich zu den bizarrsten Geschöpfen der Literaturgeschichte.
Das Rheinland im Jahre 1905 :Eine Gruppe skrupelloser Wissenschaftler rund um Geheimrat Jakob ten Brinken sind besessen von einer wahnhafte Idee.
Eine menschliche Alraune soll erschaffen werden.
Alraunen so geht die Legende sind Pflanzen die aus der Erde unter einer Hinrichtungsstätte wachsen.
Der letzte Samenerguß des Strangulierten im Todeskampf, der den Boden benetzt, erzeugt Pflanzen die Glück und Reichtum verheißen.
In bisher im Gruselkabinett ungekannter morbider Drastik, wird nun der Samen eines gehängten Lustmörders einer Prostituierten gewaltsam eingepflanzt.
Das daraus erzeugte Mädchen wächst bei dem pädophilen Jakob ten Brinken auf, und entwickelt sich zu einer faszinierenden, lasziven, äusserst promiskuitiven Dame.
In grosser Zahl werden ihr Männer und Frauen verfallen und in perfider Weise wird sie allen auf die ein oder andere Weise den Tod bringen.
Emotionslos so scheint es beherrscht sie durch ihre animalisch, verführerische Aura jeden der in ihren Bannkreis gerät, stürzt reihenweise Menschen in Selbstmord, Unfall und Krankheit oder opfert sie ihren zunehmend vampirischen Gelüsten, wenn "Blutstropfen geschlürft werden aus geliebtem Fleisch".
Mit Spielfilm -Laufzeit ist dies die bisher längste und vor allem von der Verknüpfung von Sex, Lust und Tod auch verstörend exzentrischste Einzel- Folge der ganzen Reihe.
Eine Glanzleistung wie hier Marc Gruppe, die oft auch etwas ausufernde Buchvorlage auf die wesentlichen hochdramatischen Elemente eindampft.
Wie aus einem Guß präsentiert sich "Alraune" als ein fesselndes ,abgründiges und vor allem auch diesmal nicht zu Unrecht mit der Altersfreigabe 14 Jahre versehenes Meisterwerk.
Die achtzehn Sprecher ,allen voran natürlich Sabine Bohlmann als Alraune ten Brinken ergehen sich in fulminaten Höchstleistungen.
Hier stimmt wirklich jeder Satz, jede Betonung, jede dramatische Wendung.
Die Atmosphäre ohne Durchhänger zum Schneiden gespannt. Als Beispiel sei nur der hasserfüllte Dialog zwischen Alraune ten Brinken und Gräfin Wolkonsky angeführt.
Hier herrscht atemlose Spannung und Wucht, die einfach nur gänsehauterregend ist.
So übertrifft "Alraune"alle Erwartungen, ist kunstvolles Hörkino pur.
Fast schon bei dieser Reihe überflüssig zu erwähnen, daß wir hier mit einer hypnotischen Klang- und Musikkulisse in den Bann gezogen werden.
Schon der erste "Alraune" Ausruf, begleitet von unheimlicher Spieluhrenmusik läßt alle Aufmerksamkeit auf das Hörspiel bannen.
Dumpfe wabernde Bässe, leise filigran dissonate Streicher. Nichts was hier in dieser berauschenden Gesamtleistung aller Beteiligten gesondert heraus gehoben weden sollte.
Die Geschichte der verhängnisvollen Alraune wird schnell, tief tragisch erzählt.
Keine Sekunde sollte man die Aufmerksamkeit schleifen lassen.
Obwohl man vielleicht sogar über eine Doppelfolge hätte nachdenken können, ist die Hörspieladaption zwar schnell und komplex doch nie überladen und immer nachvollziehbar.
Durch die ein oder andere Straffung insbesondere der bei Ewers doch sehr ausufernden Maskenball Szene, gewinnt das Hörspiel sogar gegenüber der Romanvorlage.
Sehr positiv das Titania nicht versucht die Geschichte zu verwässern, sondern das makabere,(s)exploitationhafte ,voyeuristische Szenario voll zur Geltung bringt.
So erwartet man das von einer einmaligen Hörspielserie, die immer wieder für Überraschungen gut ist.
Einmal mehr erweist sich das grosse Talent der Macher die Quintessenz von komplexen Romanen in die Dramatik eines gelungenen Hörspiels perfekt umzusetzen.
Das gelang Titania schon bei den beeindruckenden Adaptionen von "Glöckner von Notre Dame" , "Der Mönch", "Das Bildnis des Dorian Gray" und vielen anderen.
Auch Hans Heinz Ewers lieferte schon einmal die Vorlage zu der sinster, faszinierend unheimlichen Folge 38: "Die Spinne", welche ich an dieser Stelle dann gleich noch einmal mit empfehle.
Zu der liebevoll, perfekten Gesamtleistung zählt auch einmal mehr das verführerisch, in dunkle Blautöne gehaltene Coverbild von Ertugrul Edirne. So filigran, düster-poetisch, daß es einmal wieder die alten LP-Plattenhüllen schmerzlich vermissen läßt.
Fazit: Mit "Alraune" ist Gruselkabinett im erotisch aufgeladenen ,makaber tragischen Erwachsenenhorror angekommen.
" Was sie anfasste war zu Gold, wohin jedoch ihr giftiger Atem drang schrie Sünde...."


Die eiserne Rose
Die eiserne Rose
DVD ~ Francoise Pascal

2.0 von 5 Sternen Einschlafhilfe oder künstlerisch morbide Todessinfonie?, 16. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die eiserne Rose (DVD)
Diese Frage stellt sich mir nach dem "Genuß" dieses Streifens. Auch wenn ich immer ein Faible für schwierige , künstlerisch anspruchsvolle Filme habe, so gestehe ich hier meine gefühlte Tendenz leider zum Ersteren.
Der schmale Grat zwischen dichter, langsam schwebender Bedeutungsschwere und einfach einer hohlen Luftblase muß von jedem selbst individuell beurteilt werden.
Jean Rollin, dessen sinnliche Traumphantasien über Lust, Sterben, morbide Todesszenerien wirklich so gut wie immer reine Geschmackssache sind, inszeniert hier doch eine Spur zu seicht, zu vergeistigt und vor allem bietet er dem Zuschauer wenig Anhaltspunkte um sich in seine Visionen einzufinden.
Daß der exzentrische Regisseur hier einen melancholischen, beklemmenden Kommentar auf die ewigen Themen Erotik, Jugend contra Verwesung, Verfall, Endlichkeit im Sinne hatte, sei ihm niemals abgesprochen.
Doch für meine Begriffe inszeniert er dann doch allzu kryptisch und zusammenhanglos.
Die Kritik, daß hier wirklich siebzig Minuten nur ein junges Paar über einen geheimnisvollen Friedhof stolpert ohne inhaltliche oder dramaturgische Prägnanz ist vollkommen berechtigt. Zwischendurch wird geschrien, ein paar Grabsteine umgeschmissen, es wird Abend, es wird Nacht, und letztendlich....Nun ja, haben wir die Symbiose von Eros und Thanatos.
So präsentiert sich "Die eisenre Rose" wirklich als pseudointellektuelles, sphärisches allzu fragiles und lahmes Traumgerüst, das vollkommen substanzlos vor sich hin modert.
Zwar ist das welke Friedhofsgebinde durch die kurze Laufzeit durchaus goutierbar, läßt den interessierten Zuschauer aber in vollkommener Ratkosigkeit zurück.
Ein Film , der von den erst im nachhinein hinein interpretierten Thesen, Metaphern, Deutungen lebt, der sie aber niemals, für mich zumindest adäquat auf der Leinwand erfühlen, erleben läßt.
Der Einwurf mancher Kritiker, wenn ich erst eine Gebrauchsanleitung für einen Film brauche um ihm schlußendlich eine tiefere Bedeutung beizumessen, läuft inszenatorisch etwas schief trifft den Kern der Sache.
Jean Rollin versäumt es uns an den, auch enervierend unsympathischen Charakteren (vor allem der Mann ist doch ein unangenehmer Hanswurst) wirklich teilhaben zu lassen.
Hermetisch sind die Figuren vor uns Zuschauern verschlossen und unnahbar. Ihre psychologische Entwicklung hin zum morbiden Ende nicht adäquat umgesetzt.
So bleibt die Tatsache, daß auch der sonst empathische Zuschauer wie meinethalben hier doch nur bräsige Unbeholfenheit in schönen hypnothischen Bildern erkennt.
Im Anbetracht der hohen Kunstfertigkeit und Eleganz einiger Sequenzen verkneife ich mir hier einen humoristischen Verriss.
Viele Fans von Jean Rollin werden es anders sehen. Es sei ihnen das "Filmvergnügen" gegönnt.
Erlebe ich hier Hape Kerkelings "Hurz" Parodie oder bin ich einfach am geistigen Horizont nur nicht nachhaltig genug vom Sonnenstrahl der Erkenntnis geküsst? Beides erschreckenderweise möglich.
Ich versehe meine Bewertung jedoch mit einer mehr als deutlichen Kaufwarnung.


Die Säge des Teufels
Die Säge des Teufels
DVD ~ Suzy Kendall
Preis: EUR 4,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Null Sterne für dieses Schnittmassaker, Vier Sterne für den ungeschnittenen Giallo Klassiker, 16. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Säge des Teufels (DVD)
"Die Säge des Teufels",- gibt es eine schönere Bezeichnung für teutonische Filmverhunzer hierzulande.
Wahrlich teuflisch schlägt hier die Zensur zu und schneidet tatsächlich diesen italienischen Kultklassiker um 16 (!) Minuten.
In deutlichen Worten: Hier herrscht unverschämter Betrug am zahlenden Kunden, und wäre diese Lächerlichkeit nicht so kümmerlich dreist und schamlos man könnte es als Karnevalsscherz einordnen.
AUF KEINEN FALL KAUFEN.
Erwerben Sie diesen Film über gute Versandhändler in Österreich oder der Schweiz, denn ein herrlicher Genuß für Freunde des italienschen Giallo-Genres stellt diese Werk auf jeden Fall dar.
Giallo, das ist die sehr spezielle härtere Gangart des italienischen Kriminalfilms, die meist ein Feuerwerk an phantastischen Einfällen, prächtiger Kameraführung, kruder Symbolik und bizarren erotisch aufgeladenen Mordtableaus bietet.
Giallos, sind Fieberträume aus Farben, verquerer Psychologie, betörender Musik und dem ganz besonderem südländischen Flair.
Eine Spezialmischung die Kino pur darstellt, und von dessen Fabulierfreudigkeit das heutige oft weichgespülte Mainstream- Kino weit entfernt ist.
Giallo, das beinhaltet den Großmeister Dario Argento, den Begründer dieser Welle Mario Bava, einen Riccardo Freda und eben Sergio Martino, der zwar wenige dafür aber auch schillernde und innovative Einträge beisteuerte.
"Mountain of the cannibal God" und der innovative "Killer von Wien"gehen auf sein Konto, und er führte auch im Jahre 1973 bei "Torso" , so der Originaltitel,die blutig, betörend sinnliche Linie fort.
Der Inhalt wie oft bei waschechten Giallos relativ schnell zusammengefasst, denn in keiner anderen Krimi- Spielart tritt die Logik so sehr hinter der Perfektion des Inszenierunsstils in den Hintergrund:
Sonniges Italien: Bildschöne Mädchen, oft bei Martino auch in höchst ästhetischen Nackt- und Halbnacktbildern abgelichtet, werden Opfer eines perfiden maskierten Serienkillers.
Der unheimliche Mörder stranguliert seine Opfer mit einem Schal, späterhin werden wir in kruden kurzen Bildsequenzen auch Zeuge von Zerstückelung der bemitleidenswerten Damenkörper.
Ort des Grauens, ist eine Universität der Kunstgeschichte.
Wer ist der Mörder? Mit vielen kleinen Hinweisen offeriert uns Martino quasi ein Heer an Verdächtigen.
Ein Kindheitstrauma scheint die Bestie zu den Taten zu bewegen.
In surrealen Traumsequenzen: eine Puppe, der mit spitzen Fingern die Augen ausgestochen wird.
Drei Studentinnen fliehen im Laufe des Films in ein pittoreskes Provinzdorf, glauben sich dort vor dem Killer sicher, doch dieser hat bereits ihre Spur aufgenommen.
In einer malerischen Villa kommt es zu einem phantastischen Showdown zwischen der überlebenden Protagonistin (die hinreissende Suzy Kendall, die bereits in "Bird with Crystal Plumage" Erfahrung mit psychopathischen Mördern sammeln durfte) und dem finsteren Unhold.
Diese letzten zwanzig Minuten sind ein Paradebeispiel für hypnotisch packende Inszenierungskraft, und kein Hitchcock hätte es besser machen , geschweige denn ideenreicher sein können.
Wenn die junge Jane sich in Todesangst in den oberen Räumen versteckt, das blutige stumme Treiben des Killers beobachtet, wenn hier die Kamera in subjektiver schleichender Weise durch die Zimmer gleitet, überaschende Herzschlag Schocks eingebaut werden (Stichwort: Milchkanne vor der Tür), dann schraubt sich die Spannung in klaustrophobische Höhen.
Wunderbar sleazig ist "Torso" inszeniert.
Die Lust am schönen Morden, die Verbindung von Sex, Erotik, Tod in glanzvollen Bildern in jeder Szene spürbar.
David hamiltons "Bilitis" trifft auf morbide Tötungsphantasie.
Martino präsentiert uns schon in den ersten Minuten eine solche Vielzahl an weiblichen nackten Schauwerten, daß er hier fast schon in einen künstlerisch träumerischen Softsex- Film abgleitet.
Doch wieso eigentlich abgleitet? So erotisch, versehen mit der bizarren Patina der siebziger Jahre hier Sinnlichkeit gezeigt wird, das läßt das heutige Kino äusserst bieder, rückwärtsgewandt und verklemmt erscheinen.
Martino schafft es mühelos all diese funkelnden Zutaten zu einem dichten, beklemmenden Puzzlespiel zusammenzubringen.
Die Bluteffekte sind sehr kurz gehalten, in keiner Weise selbstzweckhaft und gemessen an heutigen Filmen, die ab sechzehn Jahren im Kino laufen ein Witz.
Wieder einmal scheint es eher die Verbindung von unterschwelliger erotischer Gewalt, mit Sex und Blut zu sein, die den Filmzensoren aller Länder doch auf den Magen schlug. Ich verweise gerne in dem Zusammenhang auf die Internet Seite: Schnittberichte für weitere Informationen.
Fazit: "Torso" ist ein würdiger typischer Vertreter seiner Zeit und seines hochaufregenden Genres.
Diese Filme gleichen mit ihrer unglaublich künstlerischen Machart, ihrer enthemmten Fabulierfreude einer cineastischen Wundertüte.
Einmal Giallo Fan geworden, kann man sich diesem "Erregungskino" wie von einigen Kritikern bezeichnet, schwer entziehen.
Es sind Filme die einfach unglaublich mitreissend und mit viel Herzblut und Eigenständigkeit entstanden sind.
Nackte Haut, erstklassige Inszenierung, Kindheitstraumata, Gefahr, Angstlust, phantastische Musik und packende Kameraführung.
Nicht nur ein Eli Roth ("Hostel"), Quentin Tarantino, auch viele andere moderne Regisseure lassen sich in ihren Werken bis heute von dieser Film-Ära beinflussen.


The Awakening - Geister der Vergangenheit [Blu-ray]
The Awakening - Geister der Vergangenheit [Blu-ray]
DVD ~ Rebecca Hall
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Grauen kriecht durch kalte Räume, 14. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Florence Cathcart steht lange vor diesem seltsam grossen Puppenhaus.
Als einziges Inventar steht es riesig, verloren in einem der kalten, heruntergekommenen Räume in dem unheimlichen Rockwood- Internat.
Florence ist Autorin, die es sich zur Aufgabe machte, übersinnliche Phänome zu entlarven.
Doch was sie hier in diesem seltsamen Schülerinternat erlebt, läßt sie an ihrem Verstand zweifeln.
Mit dem Blick in dieses Puppenhaus wird endgültig Schein und Realität verschwimmen, die Illusion der ineinander verschachtelten kleinen Räume und dargestellten Ereignisse werden in immer weiter verzweigten Miniaturen ihr eigenes Erleben als schreckliche Halluzination entlarven.
Diese plötzliche Erkenntnis ist einer der glanzvollen Höhepunkte in diesem wunderbar nostalgischen und umwerfend spukhaft melancholischen Geisterstreifen.
Nichts ist wie es scheint, und in der düsteren von Traurigkeit und Kriegstraumata durchdrungenen Atmosphäre eines nebligen Nachkriegsenglands im Jahre 1921 ist es die richtige Zeit die Frage nach der eigenen Lebenswirklichkeit zu stellen.
England hat die Opfer des ersten Weltkrieges und der spanischen Grippe zu verarbeiten. Jetzt ist es Zeit für Geister.
So stimmt uns der Film gleich zu Anfang ein. Nahezu jeder in der Bevölkerung hat Opfer zu beklagen.
Die Zurückgekehrten betrauern die Gefallenen, Schuldgefühle, Verlust der Liebsten, das ist der schaurige und trostlose Hintergrund von "Awakening".
Daraus entspinnt sich eine so feinsinnig , dann wieder alptraumhaft surreale Geisterpoesie, die weit entfernt vom üblichen Horroreinerlei, nicht Schock auf Schock setzt sondern den Zuschauer wie ein eiskalter Novembernebel umhüllt, ihn verstört, und tief in die angenehm unaufgeregte Unheimlichkeit eintauchen läßt.
Und ist nicht das Zweifeln an der eigenen physischen Realität der grösste Horror der entstehen kann?
Todesdüsteres "Memento Mori" atmet jedes Bild.
Dieses Internat in das Florence Cathcart zu Hilfe gerufen wird, scheint ein herkömmlich lösbares ,paranormales Phänomen zu beherbergen.
Ein geisterhafter ehemaliger Schüler der mit verzerrten Gesicht in den riesigen Hallen auftauchte, ein anderer der aktuell eines mysteriösen Todes starb.
Die Atmosphäre in eisgraue, fast schon beim Zuschauen fröstelnde Schauer erzeugende prächtige Bilder getaucht ,schraubt sich "Awakening" soghaft und schleichend in immer unheimlichere Storywendungen ,läßt uns den Boden unter den Füssen verlieren, und überrascht mit herrlichen Storytwists, die bei Licht betrachtet doch noch noch um einiges erschreckender sind als bei dem artverwandten "The Others"
Seltsame Puppengebilde, Augen die durch kalkweisse Wände blicken, gespenstische Schatten, die sekundenlang im Hintergrund zu sehen sind, das alles in dem trauerumflorten Panorama der nebligen, abgelegen weiten Landschaft.
Ein traurig leise wehmütige Schauersinfonie, die nachhaltig und damit umso tiefgreifender verunsichert und fesselt.
So sind hier , oft liegen negative Bewertungen an falschen Erwartungen, alle schlecht bedient, die Hektik, Blut, Grausamkeit, und Gezeter erwarten.
Drastische Effekte Gott sei dank Fehlanzige. Die Kamera ,die prägnanten Schauspieler, die Lichtsetzung, der Ton und das pointierte Drehbuch lassen hier die Nerven anspannen.
"Awakening" besitzt elegante lange Einstellungen, eine flüsternd, raunende Atmosphäre zwischen sich windenden Treppen, starrenden Fenstern, stillen Korridoren im bedrohlichen Halbdunkel.
Der Hintergrund eine beklemmende Tragödie aus der Vergangenheit und wie sich gegen Ende das spinnwebverhangene Werk ganz neu wie in einem grossen Puzzle zusammensetzt, das läßt den Film noch lange im Gedächtnis bleiben.
Abschied, ewige sehnsuchtsvolle Liebe, schauerromantische Wiederkunft, neu sind die Themen nicht, denken wir an Klassiker wie "the Others" oder "das Waisenhaus".
Doch entscheidend ist mit welcher Kunstfertigkeit die Ingredienzen immer wieder neu zusammengesetzt werden.
Regisseur Nick Murphy kann hier mühelos mithalten.
Seine hypnotisch beklemmende dramaturgische Verschmelzung von Ort, Zeit und Handlung läßt uns selbst in diesem abgelegenen Internat verloren zwischen düsteren Korridoren umherirren-- Und dann stehen wir selbst in diesem einen kahlen Zimmer und sehen das Puppenhaus , die Minaturen aus einfachem Stroh, -die plötzlich schockierende Erkenntnis, und kaltes Frösteln rinnt über den Rücken.
"Sie nicht zu sehen, heißt nicht, daß man sie auch vergisst..."
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2014 6:46 PM MEST


Geschichten zur Mitternacht 01: Die geliebten Toten
Geschichten zur Mitternacht 01: Die geliebten Toten
von Markus Winter
  Audio CD
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nekrophile Schauermär, banal aber schön inszeniert, 13. April 2014
" ... Unstillbare Gelüste werden an meinem Geist zerren und mein Herz vor Qual verdorren lassen..."
Ernst Meincke erzählt uns hier knapp fünfzig Minuten lang von den wahnsinnigen Obsessionen eines nekrophilen
Mörders.
Langsam, fast ein wenig zu zerdehnt berichtet er von der Passion eines Mannes, der rückblickend sein Leben erzählt. Ein Leben geprägt von der Sehnsucht nach Leichnamen, dem Mysterium des Todes, der Verwesung und dem unstillbaren Hunger nach den menschlichen Überresten.
Parallel hört er bei seiner Erzählung schon die aufgeregten Rufe seiner Verfolger, das wütende Bellen der Bluthunde.
Unser Protagonist sitzt in der Falle.
" Bald werde ich für immer mit meinen geliebten Toten vereinigt sein!"
Die morbide Story, eine etwas unbekanntere Geschichte H.P.Lovecrafts, nachzulesen im Buch Azathoth, ist wie schon verschiedentlich erwähnt wurde, beileibe nicht für Kinderohren bestimmt.
Zwar nicht explizit aber mit großer Wortgewalt läßt sie unterbewusst Bilder von pervers nekrophilen Praktiken entstehen.
Eine Sehnsucht, die auch schreckliche Morde impliziert.
Eine Geschichte die von einer kruden morbiden Ausgangssituation ausgeht, muß jedoch nicht zwangsläufig gelungen , packend und fesselnd sein.
" Die geliebten Toten" ist überraschenderweise vollkommen belanglos und eintönig.
Langweilt, da überhaupt kein interessanter Plot zu erleben ist tatsächlich trotz seiner kurzen Laufzeit von knapp 50 Minuten.
Dramaturgisch leblos ( wie passend in diesem Zusammenhang) ist diese müde Lebensbeichte.
Das einzige dürftige Grundgerüst der Geschichte: Ein Mann ermordet reihenweise Menschen für seine niederen Triebe und wird schlußendlich gefasst. Punkt.
Dies ist zwar grausig jedoch auch grausig einschläfernd weil ohne Raffinesse. Der unheimliche Mummenschanz kann zu keiner Minute überzeugen.
Umso bedauerlicher, da hier wirklich eine liebevoll ,hoch professionelle Inszenierung mit überragenden Musik und Toneffekten vorliegt.
Das hier das Label Hörsturz großes Potential hat und mit viel Herzblut produziert ist aller Ehren wert.
Bei der zweiten Folge der Reihe, die sich den hervorragenden Lovecraft Erzählungen " Das Bild im Haus" und vor allem " Die Farbe aus dem All" widmet, stimmt dann das Gleichgewicht zwischen hervorragender Inszenierung und hochspannender Geschichten.
Zwar wurden diese beiden auch schon von dem " Orchester der Schatten" herausragend vertont, doch ist man auf die Variante von " Hörsturz" doch sehr gespannt.
Bei" " Die Geliebten Toten" ist leider zu vermerken: Die müde Story ist wahrlich keine Sternstunde im Lovecraft Universum und leider kann auch eine noch so atmosphärische Inszenierung dieses nicht ausgleichen.


Die geliebten Toten
Die geliebten Toten
Preis: EUR 13,82

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nekrophile Schauermär, banal aber schön inszeniert, 13. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die geliebten Toten (Audio CD)
" ...unstillbare Gelüste werden an meinem Geist zerren und mein Herz vor Qual verdorren lassen..." -
Ernst Meincke erzählt uns hier knapp fünfzig Minuten lang von den wahnsinnigen Obsessionen eines nekrophilen Mörders.
Langsam, fast ein wenig zu zerdehnt berichtet er von der Passion eines Mannes, der rückblickend sein Leben erzählt. Ein Leben geprägt von der Sehnsucht nach Leichnamen , dem Mysterium des Todes, der Verwesung und dem unstillbaren Hunger nach den menschlichen Überresten.
Parallel dazu hört er bei seinem Bericht schon die aufgeregten Rufe seiner Verfolger , das wütende Bellen der Bluthunde.
Unser Protagonist sitzt in der Falle.
" Bald werde ich für immer mit meinen geliebten Toten vereinigt sein....."
Die morbide Story die auf einer unbekannteren Geschichte Lovecrafts, nachzulesen im Buch Azathoth basiert, ist , wie schon verschiedentlich angemerkt wurde wahrlich nicht für Kinderohren bestimmt.
Zwar nicht explizit, jedoch in großer Wortgewalt läßt sie unterbewusst Bilder von pervers nekrophilen Praktiken entstehen. Eine Sehnsucht, die auch vor schrecklichen Morden nicht haltmacht
Eine Geschichte, die von einer kruden Grundidee ausgeht muß jedoch nicht unbedingt packend und fesselnd sein.
" Die Geliebten Toten " ist überraschenderweise vollkommen belanglos und eintönig.
Langweilt , da überhaupt kein fesselnder Plot zu erleben ist tatsächlich trotz seiner kurzen Laufzeit von knapp 50 Minuten.
Dramaturgisch leblos ( wie passend diese Erkenntnis) ist diese müde Rückschau.
Das einzige dürftige Grundgerüst dieser Geschichte.: Ein Mann ermordet reihenweise Menschen für seine niederen Triebe und wird schlußendlich gestellt. Punkt.
Das ist dann doch zwar grausig aber auch grausig einschläfernd, da vollkommen ohne erkennbaren Spannungsbogen. Zu einfach gestrickt und ohne Raffinesse ist der düstere Mummenschanz
Doch sollte man gnädig mit dieser ersten Folge aus dem Label " Hörsturz" sein.
Die Tatsache, daß hier wirklich eine großartige liebevoll und atmosphärisch stimmige Musik- und Klangkulisse erschaffen wurde ist aller Ehren wert.
Da ist viel inszenatorisches Potential zu erkennen, viel Herzblut liegt in der perfekten orchestralen Vertonung.
Mit der zweiten Folge, die sich den beklemmenden und hervorragenden Lovecraft Klassikern " Das Bild im Haus" und vor allem " Die Farbe aus dem All" widmet, ergeben dann Qualität der Story und unheimliche Inszenierungskraft eine hörenswerte Einheit.
Zwar wurden beide Erzählungen auch schon von dem " Orchester der Schatten" hervorragend inszeniert, aber man darf hier auf eine abwechslungsreiche Variante gespannt sein.
Für " Die geliebten Toten" gilt leider: Enttäuschend wegen der zugrundeliegenden müden Geschichte, die wenig zu bieten hat und nicht unbedingt eine Sternstunde im Lovecraft Universum darstellt.


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DVD ~ Jo Hartley
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Preis: EUR 39,99

5.0 von 5 Sternen Ich schieß mir ins Knie vor Freude- Pechschwarze Horrorgranate, die das Zeug zum Kultfilm hat, 13. April 2014
Können Sie sich lieber Interessent noch an die ersten zwanzig Minuten vom " American Werewolf" erinnern ?
Nun dieselbe verschrobene Old School Pub Stimmung herrscht hier über Spielfilmlänge.
Tiefschwarze britische Groteske ist hier angesagt, wenn im abgelegensten englischem Hinterland eine Gruppe zu resozialisierender jugendlicher Straftäter auf eine doch sehr seltsam inzestuöse Dorfgemeinschaft mit ihren entzückenden Ritualen trifft.
Weit entfernt vom grellen Horror Klamauk amerikanischer Prägung erleben wir hier geballte tiefschwarze Satire verbunden mit einem herrlichen Hang zur Anarchie und einer bluttriefenden Grausamkeit, die die ehemaligen Monty Phytons in ihrem Humor noch in den Schatten stellen dürfte.
Man muß diese knackdepperten Dorfzausels einfach ins Herz schließen und so ist es eine große Freude, daß nun doch hier endlich die " Uncut Fassung" zu erhalten ist.
Etwas ausführlicher habe ich diese krude Wundertüte subversiver Geschmacklosigkeiten noch bei der herkömmlichen Cut- Version rezensiert.
Eine große Empfehlung verbunden mit dem Wunsch niemals in tiefster englischer Provinz in unheimlichen Pubs einkehren zu müssen.
Sie könnten durchaus als unfreiwillige Attraktion in einer hinreißend unvergesslichen " Incredible Torture Show" enden.


Mother of Tears - Uncut - in O-Card Schuber
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DVD ~ Asia Argento
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ave Satani -Der dritte Kreis der Hölle, 12. April 2014
Lange hat es gedauert und mancher Fan glaubte nicht mehr daran, daß der ehemalige italienische Horror- und Giallomeister jemals noch einmal einen würdigen Abschluß seiner drei Mütter Trilogie finden würde.
Im Jahre 1977 nahm seine opulente Vision einer Schreckensherrschaft dreier mystischer Hexenfiguren seinen Anfang.
" Suspiria" das flammende , arabeske Meisterwerk der schillernden Farben und märchenhaften Phantasmagorien ist bis heute sein erfolgreichster Film. Ihm folgte 1980 der Mittelteil mit " Horror Infernal" und nun ,mehr als fünfundzwanzig Jahre später überzeugt Argento mit " Mother of Tears" , dem ultrablutigen Abschluß der Trilogie.
Sicherlich erreicht der Film nicht die Perfektion eines " Suspiria" jedoch ist Argentos Abschluß immer noch ausgesprochen extravagant, Lichtjahre besser als herkömmliche Mainstream Schocker und knüpft mit seinen wirklich betörenden ,vibrierenden Bilderwelten nahtlos an die Vorgängerfilme an.
Eine ausführliche Rezension meinerseits befindet sich bei der " Cut- Version".
Achten sie jedoch unbedingt darauf wirklich die ungeschnittene Version zu erwerben, da nur hier die bizarren, grotesk grausamen Effekte alle beinhaltet sind.
Nähere Information entnehmen Sie der hervorragenden Seite : Schnittberichte.com


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