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Rezensionen verfasst von
Thomas Berninger (Fuldatal Deutschland)
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360 Degrees Tour (360° At The Rose Bowl) [Blu-ray]
360 Degrees Tour (360° At The Rose Bowl) [Blu-ray]
DVD ~ U2
Preis: EUR 22,99

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch, 9. Juni 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zunächst einmal ein Kompliment an Amazon, dass die DVD am Tag des Erscheinens auch wirklich schon im Briefkasten war. Perfekt! Vielleicht fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten, aber ich kann mich den negativen Rezensionen absolut nicht anschließen. Als ich die DVD eingelegt hatte, war da nur noch die pure Begeisterung. Und wie immer eigentlich bei den dramaturgisch gut durchdachten U2-Shows möchte man auch nicht mehr abschalten. Man kann sich mit einem normalen blu-ray-player und einer guten Sterioanlage das Liveerlebnis wirklich ins Wohnzimmer holen. Möglich, dass es schon Blu-ray-Liveaufnahmen gab, die besser waren. Die U2-DVD ist zumindest fantastisch. Und jetzt zum Inhalt: Schon der Anfang ist brilliant. Die DVD beginnt sofort mit dem Konzert. Kein lästiges Suchen in einem Menü. Und wir treffen gleich einen alten Bekannten: Das Zooropababy ist offenbar im All unterwegs und sieht in seinem high-tech-spaceshuttle, dass da etwas in Los Angeles los ist - erste Musikfetzten sind auch schon zu hören. Neugierig nimmt es Kurs auf die Rose-bowl-arena. Durch die Wolken schwebt es über dem Stadion. Überhaupt die Luftaufnahmen, von denen es viele gibt, während der Show: Einfach fantastisch. Die Spannung steigt, die Zuschauer flippen völlig aus. Wer das mal live erleben durfte (ich war beim Konzert in Berlin), weiß, was ich meine. Diese Spannung und Vorfreude, die einem den Atem nimmt und fast mit Händen zu greifen ist. Dass das Konzert nicht mit "breathe" beginnt (ist im Bonusteil zu finden) stört wirklich nicht. "The future needs a big kiss" - und schon gehtŽs los. Und wie! Das U2-Raumschiff hebt ab und die Zuschauer mit. Man merkt, wie viel Freude die Jungs auf der Bühne an dem haben, was sie tun. Lustige Konversation zwischen der Band, gute Laune und auch Larry Mullen jr. kriegt wirklich das eine oder andere Lächeln hin! Bono lebt auf in der Show. Er lebt die Musik, er überzeugt, er redet, er scherzt, er kämpft, leidet, fleht, bittet. Bis zu 1 1/2 Stunden nach einem Konzert sei er nicht ansprechbar, hat er einmal gesagt. Wer die Show sieht, weiß warum. Seine Stimme ist nicht immer auf der Höhe, aber das stört nicht weiter. Leicht erkältet war er an dem Abend, deshalb hat man lange überlegt, ob man diese Show auf DVD aufnimmt, oder eine andere. EdgeŽs Stimme ist glockenklar und es ist erstaunlich, welch tolle Backgroundstimme er liefert. Die Bühne und die Screens zaubern herrliche Bilder und Effekte. Die Bildschnitte des Regisseurs Tom Krüger wirken wesentlich ruhiger als die immer etwas hektischen Schnitte von Hamish Hamilton bei den DVD`s aus Boston und Chicago. Wunderbar auch die immer mal wieder eingestreuten "snippes", wobei mir "Stand by me", und "Amazing grace" am besten gefallen, gekonnt platziert sind und lautstark vom Publikum mitgesungen werden. Spätestens bei "Still haventŽt found what IŽm looking vor", nach einer launigen, an Hollywood orientierten Vorstellung der Band, kommt Gänsehautatmosphäre auf. Das Publikum sing fast den gesamten ersten Teil des Song allein. Bei "City of blinding lights" und "Vertigo" ziehen die Lights und Screens alle Register. Sowas hat es wohl noch nie gegeben. Selbst bei Pink Floyd nicht. Sehr gelobt wird immer die "Danceversion" von "IŽll go crazy". Ich muss sagen, dass mir die Albumversion besser gefällt. Der politische Teil bezieht sich erst auf die Proteste im Iran (Sunday bloody sunday"), dann auf Aung San Sue Kyi (MLK und Walk on), dann auf Afrika (Rede Bischoff Tutu und "One"). Where the streets have no name wird wohl immer ein Liveknaller bleiben. Das Zooropababy taucht noch einmal in seinem Spaceshuttle auf und leitet die Zugaben ein. Beeindrucken ist "ultra violet", nicht nur wegen des Mikros und Bonos Jacke. Es passt einfach perfekt in die Show. Mit Moment of Surrender gehen 2:15 Stunden fantastische Livemusik zu Ende. Das macht Lust auf mehr. Am 12.8. geht es in Hannover weiter!! Die Bonus-features sind sehenswert. Eindrücke aus anderen Shows, wie dem Touropening in Barcelona, aus Dublin, die Fanaktion in Polen und andere besonders erwähnenswerte Ereignisse während er Tour. Eine 35-minütige Doku über die Entstehung und Planung dieser Wahnsinnsbühne ist eigentlich ein Muss für alle, die sich etwas mehr dafür interessieren. Sehr gut die Interviews der Bandmitglieder, Manager Paul McGuiness, Video Designerin Catherin Owens und Tour-consultant Gavin Friday. Schon die Leute, die so etwas planen und hauptverantwortlich umsetzen, dafür sorgen, dass dieser "Wahnsinn" fast jeden Abend irgendwo auf der Welt wirklich "läuft", sind Künstler und verdienen allerhöchsten Respekt. Einige Videos gibt es noch, das Touropening in Chicago wird gezeigt, Bonus Material, das über Internete heruntergeladen werden kann und eine Überraschung: 21days till showbeginn, beinhaltet kleine Videosequenzen, die schon auf der U2-website gezeigt wurden. Sie befinden sich hier als versteckte features auf der DVD. Das Format ist 16:9, der Ton PCM Stereo, DTS-HD Master Audio 5.1 und Dolby Digital. Es gibt eigentlich nichts auszusetzen. Insgesamt über 4 Stunden äußerst interessante Unterhaltung sind garantiert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2010 7:21 PM MEST


Die Philosophie bei U2
Die Philosophie bei U2
von Mark A. Wrathall
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,95

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anspruchsvoll und schwer zu bewerten, 26. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Philosophie bei U2 (Taschenbuch)
Den Titel zu bewerten ist schwer. Ich habe mich für 4 Sterne entschieden, hätte aber am liebsten auf eine Sternebewertung verzichtet. Denn es kommt entscheidend auf die Betrachtungsweise an. Wer bereit ist, sich intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen, wird auf seine Kosten kommen. Andere werden das Buch vielleicht schon nach 5 oder spätestens 10 Seiten zur Seite legen. Es ist ein wissenschaftliches Buch und das muss man berücksichtigen beim Kauf. Keine einfache Lektüre, sehr fordernd. Wer nicht zufäliig Philosopie studiert hat, wem Begriffe wie "Moderne", "Postmoderne", "Existentialismus" "Eschatologie" (um nur einige zu nennen) nicht wie selbstverständlich über die Lippen gehen, muss bereits sein, ab und zu mal im Lexikon nachzuschlagen. Denn sonst geht der Faden verloren und man versteht nicht mehr viel. Die Thematik ist sehr gut recherchiert und wissenschaftlich fundiert (insgesamt 188 Fussnoten zum Beweis wissenschaftlicher Gründlichkeit). Die Autoren (es ist nicht nur Mark A. Wrathall der auf dem Buchcover steht) scheinen wirklich alle U2-Texte bis ins kleinste Detail zu kennen. Das Buch bezieht auch Texte der vorletzten U"-CD "How to dismantle...." ein, nicht jedoch die der neuen CD "No line on the horizon". Der Bogen spannt sich über irische Geschichte und immer wieder der Bezug der U2-Jungs zur Religion, die neben der Philosophie einen breiten Raum einnimmt. Die U2-Texte werden in Bezug gebracht zu den Thesen namhafter Philosophen: Kierkegaard, Satre, Kant, Nietzsche, Dostojewski und andere. Die Namen kannte ich bisher nur vom Hören, jetzte erfährt man einiges mehr. Und es ergibt erstaunliche Parallelen zu den U2-Texten. Unklar bleibt oft, ob diese Parallelen zufälig sind. Bono hat ja nun keine Philosophie studiert. Ist er ein Naturtalent, dass er die Zusammenhänge praktisch erahnt und in seinen Texten verarbeitet? Ist es Zufall? Hat er sich die philosophischen Grundsätze autodidaktisch durch Lesen beigebracht? Wie dem auch sei: Viele U2-Texte, die man zu kennen glaubte, werden von einer anderen, sehr interessanten Seite beleuchtet. Und stimmen interessanterweise keinesfalls immer mit den Ausführungen von Niall Stokes in seinem Buch "Into the heart" überein. In diesem Buch werden alle U2-Songexte genau beschrieben und deren Bedeutung recherchiert. Beim genauen Lesen merkt man, dass die Übersetzung manchmal mit Fehlern behaftet ist. Da fehlt schon mal ein Wort bzw. ist ein Satz grammatisch nicht ganz richtig. Aber das stört nicht weiter und kommt auch nicht oft vor. Schmunzeln musste ich, als der Autor erklärte, wie Bono zu seinem Künstlernaman kam. Freunde aus "Lyptone Village" hätten den Namen erfunden (und "The Edge" auch) stand dort zu lesen. Zumindest was Bono angeht stimmt das ja nun nicht ganz. Sicher kennt jeder die Geschickte des "hearing aid store BONAVOX" in der Earl Street in Dublin, der in dem Buch garnicht erwähnt wird. Aber das ist eine Kleinigkeit, gemessen am Ganzen. Zusammenfassend kann man sagen: Wer bereit ist, mehr über U2 zu lernen, seinen eigenen Horizont zu erweitern, sich vielleicht erstmals mit den Grundsätzen der Philosophie zu beschäftigen (sehr interessant!) viel Zeit zu investieren (!), der sollte sich das Buch kaufen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2009 4:14 PM MEST


No Line on the Horizon (Ltd.Box Edt.)
No Line on the Horizon (Ltd.Box Edt.)
Preis: EUR 53,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch - es gibt viel zu entdecken!, 2. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das Warten hat sich gelohnt. Schon wenn die Box in das Haus kommt, ist man begeistert. Das Artwork, die Bilder von Anton Corbijn - alles stimmig und durchdacht. Das Buch beinhaltet Interviews mit den Bandmitgliedern, Bono erklärt die Songs. Man hat noch keinen Ton gehört und ist schon begeistert. So macht CD-kaufen Spaß. Was ist dagegen ein download?
Zum Hören der CD sollte man sich Zeit nehmen. Sie erschließt sich dem Hörer nicht sofort. Gut so! Es gibt viel zu entdecken. Die durchweg guten Lyrics, die unglaublich gut produzierte Musik. Was für ein Sound und Hörgenuss!
Im Einzelnen:
No Line on the horizon: Der Moment in Irland, wenn die See und der Himmel dieselbe Farbe haben. And the Line on the horzion disappears. Wer schon mal dort war, weiß, was Bono meint. Und ein musikalischer Kracher gleich zu Beginn.
Magnificent: Ein Liebeslied. Zwei, die zusammen halten und versuchen, ihr Leben lang Gott zu verehren.
Moment of surrender / Unknown Caller: Die Titel gehören zusammen, bilden quasi eine Fortsetzungsstory. Es geht um Kriegsveteranen, die mit dem Erlebten nicht klar kommen. Etwas anderer Sound mit keyboard, Cello, french horne.
IŽlll go crazy..... Der Text des Songs ist politisch. Bono wünscht sich (manchmal) Randale und meint, dass jede Generation die Chance hat, die Welt zu verändern.
Get on your boots: Es geht um die 1. Liebe im Leben. Und um die Tatsache, dass Glück und Horror dicht beieinander liegen. Während der Ferien in Frankreich, als die Band mit der Familie unbeschwerte Tage in ihren Ferienhäusern verbrachte, waren nachts die Flieger und Bomber auf dem Weg in den Golf zu hören.
Fez- Being born: Aus der Marokko-Session. Musikalisch klasse gemacht mit musikalischen Einblendungen von Get on your boots".
Stand up comedy: Schwere Gitarrenriffs prägen das Bild und erinnern an Led ZeppelinŽs Immegrant Song. Hier hat sich die Zusammenarbeit von The Edge mit Jimmy Page für den Film It might get loud" ausgewirkt!
White as snow: Where I come from, there were no hills at all. Noch ein Lied, dessen Text mir nicht ganz klar ist. Vielleicht geht es um Irland, eine Reise zurück zur Kindheit? Ein ruhiger Song, in dem Vergebung eine große Rolle spielt.
Breath: Die musikalisch vielleicht schwerste Nummer. Die muss man mehrmals hören. Es gibt viel zu entdecken. Wirkt beim ersten Hören verwirrend.
Cedars of Lebanon: Die Geschichte eines Kriegsberichterstatters. Ein gelungenes musikalisches Ende.
Zur DVD: Verantwortlich für die 54-minütige Geschichte sind Anton Corbijn und Bono. Der Film lässt den Zuschauer teilhaben an einer Fahrt durch das nächtliche Paris zu Unknown caller". Straßen und Häuser rauschen vorbei. Mit was fahren wir? Erst später sieht man das Polizeimotorrad und den Cop. Restart and reboot yourself" - den Ratschlag nimmt der Polizist wörtlich. Er tritt seine Maschine um, übergießt sie mit Benzin. Zu Breath" passiert das Ganze. Er zündet sich eine Zigarette an, die er nach ein paar Zügen auf die Maschine wirft.
Neue Klänge unterlegen die Weiterfahrt auf einem zivilen Motorrad nach Spanien. Der Film wird jetzt farbig und man lauscht. Winter" heißt der schöne, eingängige Song. Warum ist er nicht auf der CD?
Unser Filmheld macht auf dem Motorrad eine Pause. Am Himmel zeichnen Wolken geheimnisvolle Zeichen. Man glaubt, die Umrisse von Brasilien zu erkennen. White as snow" erklingt.
Zum Titelsong geht die Fahrt weiter. Bei Fez - Being born" entschließt sich unser biker zu einem Stop in einem Schnellrestaurant. Eine Bedienung steht nägelkauend und gelangweilt am Tresen. Ein Gespräch zwischen den beiden findet offenbar nicht statt.
Zu Magnificent" hat die Bedienung die Idee, den Fernseher anzustellen. Und, wie ein Wunder, U2 performen. Das Bild ist schlecht und verzerrt, das gehört offenbar zur Inszenierung. Zwischen den beiden entsteht ein längerer Blickkontakt.
Stand up Comedy". Die Fahrt geht weiter und endet 7km vor Cadiz. Zu Get on your boots" besucht der biker eine Bar, oder eher ein Stripteaselokal. Es gibt eine Tänzerin und einen Barkeeper, die Bar ist sonst leer. Aber auch das ist offensichtlich nicht das, was er sucht. Er zahlt sein Getränk mit seinem Motorradschlüssel. Offensichtlich weiß er, dass er das Bike nicht mehr braucht.
Er setzt seine Reise zu Fuß fort. Moment of surrender" erklingt, er erreicht den Strand und schläft ein.
Cedar of Lebanon" ist der letzte Song auf der DVD. Unser Held erwacht am Strand, der Film wird wieder schwarz-weiß. Er packt sein Sachen, findet ein kleines Boot und rudert aufŽs Meer. Ende offen.
Man kann sich lange mit Musik und Lyrics, Interviews, DVD und Fotos beschäftigen. Und es wird nie langweilig!

Working on a Dream/Ltd.Edition
Working on a Dream/Ltd.Edition
Preis: EUR 20,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 30. Januar 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Working on a Dream/Ltd.Edition (Audio CD)
Es geht gut los. "Outlaw Pete" ist musikalisch klasse und vom Text interessant. Bruce als der bekannte große Geschichtenerzähler. Bei "Lucky day" dreht die E-street-band richtig auf, das bekannte Organ dröhnt aus den Boxen. Bruce in Topform. "Working on a dream", die Unterlegmusik für den Amtsantritt des neuen amerikanischen Präsidenten ist ein schöner Song der sofort ins Ohr geht. In einem neueren Interview bezeichnet Clarence Clemons das Lied als seinen derzeitigen Lieblingssong. Dann kommt die "Queen", ein Song mit gewöhnungsbedürftigem Text. Die Story hat vielleicht jeder schon mal erlebt. Durchaus authentisch und die Musik ist in Ordnung, erreicht aber nicht mehr die Qualität der 3 opener. "What love can do" und "This Life" kann man sich anhören. "Good eye" verstehe ich überhaupt nicht, "Tomorrow never knows" erinnert an die Seeger Session und ist nicht schlecht. Bei "Life itself" wird es wieder besser, "Kingdom of days" hält die Qualität schon nicht mehr und bei "Surprise" möchte man am liebsten abschalten und sehnt sich nach der letzten CD "Magic". Sorry Leute, aber mir geht es wirklich so. Das ist nicht der "Boss", das ist Schlager. Oder bestenfalls Pop. "The last carnival" ist einer der besten Songs auf der Platte. Erinnerungen an Dan Federici, sehr gut gemacht. Und auch "The Wrestler" kann noch mal überzeugen. Also ein Album, dass meiner Meinung nach sehr stark anfängt, im Mittelteil stark nachlässt und wieder stark endet. Dass man das alles auch anders beurteilen kann, beweist der aktuelle "Rolling Stone". Dort ist das Album "Platte des Monats" mit fast voller "Sternenzahl". Aber ich kann hier nur meine Meinung wiedergeben. Die DVD ist sehenswert, aber nicht überragend. Ich habe die Tickets schon geordert für das Frankfurtkonzert. Ich hoffe, dass sich die Livestücke auf die ersten 3 dieser CD beschränken, vielleicht noch "The Last Carnival" als Erinnerung an Dan. Und sonst wieder das gewohnte Programm. Die Auswahl ist ja groß genug. Und damit mal wieder eine gigantische RockŽn Roll-Party garantiert.

Songs For The Lost And Brave
Songs For The Lost And Brave
Preis: EUR 20,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Handmade Bluesrock, 4. November 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Songs For The Lost And Brave (Audio CD)
Wenn Carl Carlton einmal nicht als Sideman diverser internationaler Musikgrößen spielt, macht er die Musik, die er selbst am meisten mag. Handgemachten Rock & Roll, gemischt mit Blues, Folk, Country und - vielleicht durch die "Mothers Finest-Gitarristen" Moses Mo und Wyzart - einer Prise Funk. Das 3. Studioalbum seiner "Songdogs" liegt jetzt vor. Die alte Stammbesetzung wurde ergänzt durch Zack Alford, der auch schon für Gwen Stefanie und Bruce Springsteen spielte. Da diese Position bei den "dogs" schon immer sehr gut besetzt war, fällt dies weder positiv noch negativ auf. Diverse "Gastdogs" kamen in Levon Helms Studio, darunter der Altmeister selbst, Eric Burdon, Carls Sohn Max, Jill Stevenson, Stefan Pintev (er ist u.a. auch Leiter des Streichorchesters von James Last!! Unglaublich, aber warum nicht. Ein toller Musiker) und andere. 9 der insgesamt 15 Titel, darunter ein Instrumentalsong, stammen aus der Feder von Carl bzw. war er am songwriting beteiligt. Die Idee bei Stephen Stills Coverversion For whats it worth", der ersten Singleauskopplung, bestand darin, 3 Generationen am Song zu beteiligen. So singen Sohn Max und Eric Burdon gemeinsam mit Carl. Das Ganze erinnert mich so ein bisschen an Tom Jones "Reload-Album", als einige Duettpartner versuchten, es stimmlich mit dem Tiger" aufzunehmen. Max Stimme wirkt neben der heißeren seines Vaters und der Bluesröhre des Altmeisters etwas deplatziert. Aber trotzdem ein guter Song. Im Vorfeld war zu lesen, dass Carl in dem Album einige Rückschläge aufzuarbeiten hatte. Trotzdem ist das Album keineswegs düster geworden. Allenfalls der eine oder andere Text deuten auf Problembewältigung hin, die Musik ist eingängig und man singt und swingt bereits nach kurzer Zeit mit. Meine Favoriten sind die Opener "Spoke on the wheel", "SwinginŽ" und "Mother Hardship". Auch "Dreamer" im Duett mit Jill Stevenson gefällt. Es ist zu befürchten, dass - getreu der alten Weisheit Der Prophet gilt nichts im eigenen Land" - wieder einmal nur die Insider die CD hören werden. So wird das Album wahrscheinlich nicht die Anerkennung bekommen, die es verdient. Für viele bleibt Carl, zumindest in Deutschland, eben "nur" der Gitarrist von Maffay und Lindenberg. Die CD macht Lust auf Livekonzerte. Wer die "songdogs" schon mal live erlebt hat, weiß, dass es sich lohnt. Und dann wir die CD vielleicht auch noch bekannter. Warum "nur" 4 Sterne? Es ist ein sehr gutes aber kein überragendes Album. Keep on swingin!

Meine 40 Jahre in der deutschen Rockmusik: Von Frumpy über Udo Lindenberg bis Peter Maffay
Meine 40 Jahre in der deutschen Rockmusik: Von Frumpy über Udo Lindenberg bis Peter Maffay
von Jean-Jacques Kravetz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Fans interessant, 7. Juli 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Für Musikfans und langjährige Freunde insbesondere der Herren Lindenberg, Maffay und Burdon gibt Jean-Jacques Kravetz einen Einblick hinter die Kulissen mit teilweise amüsanten Storys. Für diejenigen, die sich schon länger mit der deutschen Rockgeschichte beschäftigen, erschließen sich einige bisher nicht bekannte Zusammenhänge. Dabei bleibt der Franzose jedoch immer loyal. Wer hier erhofft zu erfahren, wie es z.B. dazu kommen konnte, dass Peter Maffay gleich 3 Weltklassegitarristen verloren hat (Andreas Becker, Frank Dietz, Carl Carlton), wird enttäuscht. Das Buch beschäftigt sich lange mit der Story über Frumpy, Atlantis und Randy Pie. Für mich, Jahrgang 1960, gibt es hier reichlich Nachholbedarf, der auch gut bedient wird. Damals waren die Informationsquellen noch nicht in der Form vorhanden wie heute. Interessant ist auch das Kapitel mit Eric Burdon, an dessen Schluss Jean-Jacques schließlich vor der Entscheidung steht, zukünftig mit Maffay oder mit Burdon zu arbeiten. Manchmal gehen die Schilderungen auch zu sehr ins Detail. Z.B. dann, wenn genau beschrieben wird, was es bei einem Diner nach einem Konzert zu essen gab. Sehr interessant ist auch, wie es zu der Zusammenarbeit mit Mireille Mathieu (!!) kam. Es ist ein amüsantes Buch, dass man schnell durchgelesen hat. Zu empfehlen sicher nur für diejenigen, die sich gern und ausführlich mit der deutschen Rockszene beschäftigen.

Schweigeminute
Schweigeminute
von Siegfried Lenz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,95

12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stella bleibt rätselhaft, 3. Juni 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schweigeminute (Gebundene Ausgabe)
Eine lesenswerte Novelle, die man schnell durchgelesen hat. Die Geschichte, die dort beschrieben wird, wird die Mehrzahl der Leser schon einmal in der einen oder anderen Form erlebt haben. Wahrscheinlich oder hoffentlich ohne das tragische Ende. Die Liebe zu einem Menschen, der wahrscheinlich unerreicht bleibt. Wie der Schüler die Nähe der Lehrerin sucht, sich später mit Gegenständen zufrieden geben muss, die an sie erinnern und sogar die Nähe des Vaters sucht, nur um irgendetwas zu haben, was an sie erinnert. Das alles ist großartig beschrieben. Hätte es eine gemeinsame Zukunft gegeben, wenn Stella zurück gekommen wäre? Oder war es eine nicht realisierbare Schwärmerei? Das leider bleibt das Buch schuldig. Vielleicht wollte des der Autor der Fantasie seiner Leser überlassen. Das war für mich doch ein bisschen enttäuschend. Nachdem Lenz sehr schön einen Spannungsbogen aufgebaut hatte, nachdem man wissen wollte, wie es weitergeht, vielleicht etwas mehr über Stella erfahren wollte (sie bleibt die große Unbekannte), da kommt nichts mehr. Sie ist tot. Fragen bleiben. Und noch etwas fiel auf, wenngleich es nicht so wichtig ist. Die Geschichte scheint schon eine Weile zurück zu liegen. Man merkt es an verschiedenen Schilderungen, u.a. hörten die Jugendlichen u.a. Benny Goodman im Radio. Ob es zu der Zeit wirklich schon Kameras mit Selbstauslöser gab?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 19, 2008 3:13 PM MEST


Bob Dylan
Bob Dylan
von Heinrich Detering
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informativ aber fordernd, 28. Mai 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan (Taschenbuch)
Helmut Detering ist Literaturwissenschaftler, Übersetzer und Lyriker. Und wenn der Professor sein umfassendes Wissen in einem kleinen Büchlein zusammenfasst, dann ist das nicht unbedingt leichte Kost. Das Buch fordert seinen Leser und zwingt zum Mitdenken, bezieht sich auf Literatur und nicht zuletzt auf die Bibel. Beides diente auch Dylan als Inspiration. Vorkenntnisse über Dylans Werk sind von Vorteil. Vielleicht sollte man erst "Chronicles" lesen und dann Deterding. Aber man erfährt viel und vor allem ist das Preis-Leistungsverhältnis nicht zu schlagen. Unglaublich, was dieses wirklich wertvolle Büchlein kostet. Und es ist schön chronologisch geordnet. Beginnt mit den ersten Tönen und endet mit "Modern times", dem letzen Album des Künstlers. Und eine Nachlese zu "Chronicles" gibt es auch noch. Sehr zu empfehlen.

Dylan
Dylan
Preis: EUR 13,08

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine umfassende Werkschau, 28. Mai 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dylan (Audio CD)
Nachdem ich etwas ratlos aus dem Film "I am not there" gekommen war, wusste ich, dass es jetzt nur noch zwei Möglichkeiten gibt: Sich näher mit dem Phänomen Dylan zu beschäftigen oder keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden. Ich entschied mich für die 1 Möglichkeit und für diese CD, um mir zunächst einen Überblick über das Schaffen Dylans machen zu können. Und dafür ist diese CD mehr als geeignet. Von den Anfängen bis zu "Modern Times" ist aus allen Epochen etwas dabei, wenngleich man bei der Vielzahl der Lieder in der Karriere Dylans keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellen kann. So fehlt ein Song aus dem vielgelobten "Saved" leider vollständig. Wenn man sich dann noch Literatur besorgt ("Chronicles" ist eigentlich ein Muss, sehr zu empfehlen sind auch die kleinen Reclam-Bücher von Deterding) und sich die Mühe macht, zumindest die wichtigsten Songs zu übersetzten, öffnet sich jedem eine neue Welt, die zu entdecken sich lohnt. Die Melodien sind selten eingängig (Ausnahmen vielleicht "Lay, Lady, Lay"; "Dignity" und wenige andere), an die Phrasierungen bei Dylans Gesang muss man sich gewöhnen. Auch die Songs der ersten Phase, nur zu Gitarre und Mundharmonika, sind gewöhnungsbedürftig. Dafür sind die Texte und die Hintergrundinformationen (die man sich wie oben beschrieben besorgen muss) umwerfend! Am meisten beeindruckt hat mich "Ballad of a thin man" und "not dark yet - but itŽs getting there". Und dann macht das ganz schnell Lust auf mehr. Es dauert nicht lange und man bestellt sich die nächste Dylan-CD um mehr zu erfahren. Wer Dylans Gesang gar nicht mag, dem sei der Soundtrack von "IŽm not there" empfohlen. Das Booklet liefert eine überblickartige Geschichte über Dylans Karriere (in englisch) und man sieht, auf welchen CDŽs die Lieder zu finden sind, bzw. wann sie erschienen. Man sollte auch nicht den Anspruch haben, den Meister ganz verstehen zu wollen. Wie schon in dem Booklet der Platte steht: "You will never get to the bottom of it all".

Kylie Minogue - White Diamond/ Homecoming (2 DVD)
Kylie Minogue - White Diamond/ Homecoming (2 DVD)
DVD ~ Kylie Minogue
Preis: EUR 28,51

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "I donŽt know, why rockstars like Kylie - but they do", 24. März 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zitat von Bono in dem Film "White Diamond". Und so genau weiß ich als Rockfan auch nicht, warum ich mir diese DVD gekauft habe. Vielleicht, weil ich (Jahrgang 1960) mich noch gut an die Disco-Music erinnern kann, vielleicht, weil ich viel Gutes von dieser DVD gehört habe. Vielleicht auch nur aus Neugier. Wie dem auch sei: So richtig begeistert bin ich nicht! Und Bonofans kann ich gleich folgenden Hinweis geben: Ihr seht Bono nur in dem Film "White Diamond"! Im eigentlichen Konzert singt Kylie den Song "Kids" mit ihrer Backgroundsängerin! Der Ausschnitt des Songs mit Bono ist vielleicht 70 Sekunden lang! Sonst nur vor und nach der Show ein kurzes Interview mit dem U2-Sänger. Ob sich das lohnt, muss jeder Bonofan für sich selbst entscheiden!
"Showgirl" trifft es eigentlich genau. Es dominiert die Show. Muskelbepackte, eingeölte Tänzer, leicht bekleidet (Kylie umgibt sich nur mit "young and beautiful), aufwendige Kostüme, viel Show! Die Musik spielt keine so große Rolle. Seichtes Popgesülze, das in jede Radiosendung zwischen Nachrichten und dem Werbeblock passt. Die Stimme von Kylie ist nichts Besonderes. Wenn man das mit z.B. Anastacia live vergleicht....!! Aber das wusste man ja vorher. Die Band agiert im Dunkeln und im Hintergrund - ist praktisch nicht zu sehen. Vielleicht sind die Musiker für Frau Minogue nicht fotogen genug? Keine Vorstellung der Musiker am Ende der Show (sehr schwach!). Die stärkste Phase der Show ist nach etwa 1 Stunde: Act five beginnt mit einem sehr schönen "Somewhere over the rainbow" und einem optisch ansprechenden Mond, auf dem das Showgirl sitzt. Immer wieder wechseln die Kostüme, geben die Tänzer ihr bestes und retten so die Show, während sich das Showgirl eher sparsam bewegt. Natürlich wird sie bei ihrem "Heimspiel" von ihrem Publikum gefeiert.
Ich hatte mir zuerst den Film "White Diamond" angesehen. Kylie hat sicher viel Schlimmes durchgemacht, aber das "Gesülze" um das "Schätzchen" geht einem nach kurzer Zeit auf den Geist! Schlimm, wenn man sich in 5-Sterne-Hotels aufhalten muss, nur in den größten Limusienen fährt und nur die teuersten Klamotten tragen muss. Außerdem von einer Handvoll Leuten so ziemlich alles abgenommen kriegt und sich bei besonderem Bedarf auch jemand findet, der das erschöpfte Showgirl noch von der Bühne trägt! Da stellen sich schon mal die Nackenhaare hoch.
Leztlich weiß ich - wie Bono - auch nicht genau, warum man sie trotzdem mag. Sie hat was sympatisches und dass sie ihre Krankheit so gut überwunden hat, sei ihr von Herzen gegönnt. Aber trotzdem: 3 Sterne, mehr ist es wirklich nicht!

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