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Rezensionen verfasst von
Stephan Jungemann "Stephan Jungemann" (Flensburg)
(REAL NAME)   

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Love Chronicles: Der Fluch
Love Chronicles: Der Fluch

5.0 von 5 Sternen Halber Stern Abzug, 4. Juni 2015
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Rezension bezieht sich auf: Love Chronicles: Der Fluch (Computerspiel)
Ein ideales Wimmelbildspiel für Märchenliebhaber. Die Grafik ist schön, die Geräusche sind sehr realistisch, die Musik ist harmonisch. Es ist meiner Meinung nach selbst im Anfängermodus eher anspruchsvoll, sämtliche Gegenstände zu finden, und eher einfach, zu erkennen, wie sie kombiniert werden müssen. Obwohl ich die Minigames in anderen Computerspielen nicht mochte und nur Lust hatte, Gegenstände zu kombinieren, machen mir die Minigames in diesem Spiel Spaß.

Wenn ich könnte, würde ich einen HALBEN Stern abziehen, weil drei Aufgaben ganz einfach keine Rätsel sind und zu allem Überfluss auch noch kurz vor dem Ende erscheinen. Müsste der Spieler zu Beginn des Spiels Kleidungsstücke ausschneiden, indem er mit der Maus über die gestrichelte Linie fährt, wäre das vielleicht eine nette Einstiegshilfe, aber so eine Aufgabe nach zahlreichen knackigen Rätseln zu stellen, wirkt komisch. Einen ganzen Stern mag ich dafür nicht abziehen, weil ich dem zweiten Teil dann Minussterne geben müsste. Der hat noch viel mehr Aufgaben, die im Grunde gar keine Rätsel sind, und die wohl stupideste Aufgabe ist ganz kurz vor dem Ende.


Generation Fernseh-Kult Nils Holgersson
Generation Fernseh-Kult Nils Holgersson
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drei Musikstücke vermisse ich schmerzlichst, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist sehr lobenswert, dass Musikstücke wie 2 und 7 auf dieser CD erhalten sind. Es sind sehr viele Musikstücke erhalten, die Emotionen in den Folgen meisterhaft unterstreichen und auch unabhängig vom Visuellen gute Melodien haben. Sicher war es nicht möglich, jedes Musikstück aus der Fernsehsendung zu nehmen, und es ist meiner Meinung nach auch kein Verlust, dass z.B. die Musik fehlt, zu der Fummle-Drummle zu dem Schuppen fliegt (Fummle-Drummle), Gorgo aus dem Zoo flieht (Der Adler Gorgo), Sonja zu den Fischern läuft (Der Handel mit den Möwen) und die Fischer zu den Heringsschwärmen rudern (ebd.). Dennoch vermisse ich drei Musikstücke schmerlichst, nämlich

- die ausgelassene Musik, zu der die Wildgänse zum ersten Mal Smirre angreifen (Die Eichhörnchenkinder), die Wildgänse um die Wette laufen (Das Spiel der Wildgänse), Martin Smirre verdrischt, weil er ihn für Daunenfeins Verschwinden verantwortlich macht (Daunenfein), die Vögel die Blätter des Studenten suchen (Uppsala), die Schwäne die Wildgänse empfangen (Der Schwanenkönig)

- die dramatische Musik, die gespielt wird, als Nils geschrumpft ist (Das Wichtelmännchen), zum ersten Mal draußen übernachtet (Der Fuchs Smirre) und erfährt, dass das Wichtelmännchen nicht zu seinen Gunsten entschieden hat (Das Frühlingsfest der Tiere und Eine schwere Entscheidung)

- die besinnliche Musik zu der Nils' Vater das Storchennnest für Emmenrich baut (Der Ruf der Wildgänse), Martin Nils und Krümel freundlich anbietet, unter seinem Flügel zu schlafen (Der Fuchs Smirre), Nils vor dem Denkmal salutiert (Karlskrona), Jarrow mit seinen Freunden über den See fliegt (Jarrow der Lockvogel), Nils die Eulenküken zu ihrer Mutter bringt (Walpurgisnacht), Asa und Klein-Maats mit ihrem Vater auf dem Renntierschlitten sitzen und überlegen, ob das Wichtelmännchen doch Nils war (Asa und Maats), Clement von Nils' Verwandlung erzählt (Die Neujahrsnacht der Tiere) und Nils Martin das Seil abnimmt (Abschied von den Wildgänsen).

Des Weiteren finde ich zwei Musiktitel nicht aussagekräftig, nämlich "Federleicht" und "Die Kristallhöhle". Eine Szene mit einer Kristallhöhle ist mir nämlich gänzlich unbekannt, und zu der Musik "Federleicht" ist sehr oft Lasse zu sehen, der eher plump und ungeschickt wirkt, in einer Szene auch Gustar, wie er ins Wasser taucht, mit dem Kopf in den Grund stößt und den Kopf kaum wieder hinausziehen kann. Auch das wirkt nicht "federleicht".

Alles in allem aber eine sehr schöne CD.


Hallo Spencer - Staffel 1 [7 DVDs]
Hallo Spencer - Staffel 1 [7 DVDs]
DVD ~ Winfried Debertin

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diese DVD-Box enthält:, 1. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hallo Spencer - Staffel 1 [7 DVDs] (DVD)
- die allerersten Folgen, in denen es das Runddorf noch nicht gab und die Sendung, ähnlich wie die Sesamstraße, von kurzen Zeichentrick- oder Realfilmen unterbrochen wurde.

- ausschließlich Folgen, in denen die Knetmännchen zu Beginn die Wände auseinandernehmen und die Quietschboys noch ihr Studio mit dem Vorhang haben.

- alle Nero-Folgen außer "Maskenball" und "Wer quatscht dauernd dazwischen?" - also alle Nero-Folgen, in denen Nero lachend unter Blitz und Donner auftaucht und, was vielleicht sogar noch unheimlicher ist, mitunter nur für die Zuschauer sichtbar ist.

- einen Blick hinter die Kulissen, der so lächerlich ist, dass ich einen Stern abziehe: Nur an zwei ganz kurzen Stellen werden Puppenspieler gezeigt, die Puppen (Spencer, Elvis, Karl-Heinz, Kasi, Nepomuk) halten. Dass das einweisende Geschwafel von Hans Paetsch stammt, verschafft diesem Manko keine Abhilfe.


Drawn: Der Turm
Drawn: Der Turm

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vorsicht, das ist kein Adventure!, 27. April 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
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Rezension bezieht sich auf: Drawn: Der Turm (Computerspiel)
Eine der Rezensionen ließ mich darauf schließen, dass dieses Spiel ein Adventure wäre, doch in diesem Spiel löst man sehr viele Rätsel, indem man Zahnräder dreht, Bilder verschiebt und Scherben zusammensteckt. Wer wie ich eher auf Rätsel steht, bei denen man Gegenstände miteinander kombinieren muss, kommt hier nicht auf seine vollen Kosten. Es irritierte mich außerdem, dass man bei diesem Spiel nicht abspeichern kann; stattdessen wird immer automatisch nach dem letzten gelösten Rätsel abgespeichert. Hat man das Spiel durchgespielt, so kann man nur noch die Stelle abrufen, an der der Retter dem Mädchen gegenübertritt. Desweiteren interpretierte ich einen Teil der Produktbeschreibung leider falsch, nämlich "[...] (T)reffen Sie auf fantastische Charaktere, die Ihnen entweder helfen oder versuchen, Sie aufzuhalten." Das ließ mich darauf schließen, dass der Spieler die Charaktere, auf die letzteres zutrifft, umgehen könnnte oder gar müsste. Tatsächlich muss der Spieler die Anforderungen jedes Charakters erfüllen, ganz gleich, ob es der freundlich gesinnte Uhrenmacher ist, der dem Spieler den Zugang deshalb verbietet, weil der Weg noch gefährlich ist, oder ob es der Drache ist, der sich insgeheim ins Fäustchen lacht, weil er seine Aufgabe für unlösbar hält.

Die Grafik ist jedoch, wie es schon in anderen Rezensionen geschrieben wurde, wunderschön. Wie schon in anderen Games, ist es den Produzenten hier wieder einmal gelungen, Zauberer, Ungeheuer und lächelnde Bäume mit fantastischen Farben auszuschmücken, ohne ins Kitschige abzudriften. Den größten Pluspunkt verdient meiner Meinung nach die Musik, die die Idylle im Wald, die Bedrohlichkeit in der Drachenhöhle und die Theatralik im Happy (?) End meisterhaft unterstreicht.


Das Schwert der Wahrheit 4: Der Tempel der vier Winde
Das Schwert der Wahrheit 4: Der Tempel der vier Winde
von Terry Goodkind
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder gelungen - bis auf einige Kapitel, 15. August 2010
Der erste Teil, in dem Richard Rätsel löste, erinnerte mich an Adventure Games. Der zweite Teil, in dem Kahlan mit jungen Soldaten im Gefolge in einem schneebedeckten Wald über die Imperiale Ordnung herfiel, erinnerte mich an World of Warcraft. Auch dieses Mal scheint Terry Goodkind Computer- und Videospielen entnommen zu haben, welche Anforderungen moderne Literatur erfüllen sollte, denn Kahlan folgt zu Beginn dieses Teils einem Mann, in dessen Körper der böse Zauberer Jagang eingedrungen ist, durch das Wasser, das durch die Katakomben des Schlosses fließt (oder war es das königliche Wasserreservoir?). Das eiskalte Wasser, durch das die Heldin so schnell wie möglich watet, biegt sich um ungezählte Ecken, hinter denen ihr mal ein Feuerball entgegenfliegt, den der Feind entfacht, hinter denen mal der höhnisch lachende Gegenspieler aus dem Wasser auftaucht. Ich fieberte spannend mit und wurde wieder an Videospiele erinnert. Ob die Spielfigur nun Batman, Spider-Man oder ein Teenage Mutant Hero Turtle war - mindestens ein Level war die Kanalisation, und sowohl dieser Ort des Geschehens als auch Kahlans Versuche, den tödlichen Hindernissen auszuweichen, erinnerten mich an diese Spiele und stellen mich, ehrlich gesagt, vor die Frage, warum andere Autoren es nicht genauso machen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass endlich wieder sympathische Nebenfiguren auftauchen, darunter z. B. ein Mädchen, dass vor der Imperialen Ordnung flieht und sehr an Rachel aus Teil 1 erinnert. Die Kapitel mit der Imperialen Ordnung erinnerten mich an einen Antikriegsfilm, da die Raubritter, nachdem sie eine Stadt erobert haben, "nützliche" Männer (Schmiede, Waffenmacher, Bäcker, Müller) gefangennehmen und "nutzlose" Männer (Beamte, Diener, Gastwirte) sofort töten. Der Gedanke erhärtete sich, als zwei Ritter einen Geistlichen finden, der ihnen vergebens sagt, er könne von Nutzen sein.

Richard und Kahlan erhalten von dem oben genannten Mann eine Prophezeihung, die, wie man es schon von Nostradamus kennt, in Rätseln geschrieben ist, und glauben ihr zu entnehmen, dass Kahlan Richard verraten werde. Anfangs macht die Prophezeihung den Leser neugierig, später, als sie sich auf unerwartete Weise zu bewahrheiten droht, überschwemmt sie ihn mit Emotionen.

Den einzigen Minuspunkt vergebe ich für die Kapitel, in denen Richard mit seinen Freunden Menschen aufsucht, die von der Pest (Hauptkern der Geschichte) befallen sind, ohne ihnen helfen zu können, denn diese Kapitel sind eher langweilig und tragen keinerlei Elemente der Fantasy in sich.


Hölle: Thriller
Hölle: Thriller
von Will Elliott
  Broschiert

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vorsicht, Fehlinformation auf dem Buchrücken!!!, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Hölle: Thriller (Broschiert)
Auf dem Buchrücken steht, der Hauptcharakter Jamie müsste in einem Zirkus jenseits der wirklichen Welt Prüfungen bestehen. Das ist eine glatte Fehlinformation, aufgrund derer ich den Roman lesen wollte! Jamie muss keine Prüfungen bestehen! Enttäuscht war ich auch von dem Roman, da der Clown auf dem Cover ein schönes skurriles Charisma hat und auf dem Buchrücken von mehreren Clowns die Rede ist, denn nur einer der Clowns hatte einen entsprechenden Eindruck auf mich. (Goshy, den Jamie fast überfährt.)

Der wahre Hauptkern der Geschichte ist die Tatsache, dass dieses Werk eine neue Dr. Jekyll/Mr. Hyde-Variante ist: Wenn Jamie seine Clownschminke aufträgt, wird er zu dem bösen Clown J.J., der Körperverletzung, Sabotage und Diebstahl begeht. Lobenswerter Weise hat der Autor allerdings zwei völlig neue Punkte dazuerfunden: Auch das böse Ego versucht sich daran zu erinnern, was "der Andere" getan hat, und J.J. begeht sogar böse Taten, die Jamie zum Verhängnis werden, da J.J. Jamie als eine andere Person sieht.

Die Geschichte liest sich sogar bei längeren Lesepausen sehr leicht, da die Geschehnisse sehr schnell hintereinander ablaufen. An einer Stelle fragt Jamie zum Beispiel einen erfahrenen Clown, was passiert, wenn man die Schminke aufträgt, und wird mit den Worten, er werde es selbst erfahren, abgespeist. Ganz anders als in anderen Romanen schminkt Jamie sich schon sehr kurze Zeit später. An einer anderen Stelle hört Jamie ein Wort, das er sich merken soll, und findet schon sehr kurze Zeit später das Wort als Hinweis an einem Tatort. (Komischerweise braucht er lange, um sich zu erinnern.)

Horror und skurille Atmosphäre halten sich in Grenzen, aber der Humor ist exzellent. Ob schwerfällige Kommunikationsversuche eines geistig minderbegabten Clowns oder knallhartes Kontern eines intelligten Psychopathen - ich musste bei diesem Buch sehr häufig lachen. Leider ändert der gelungene Humor jedoch nichts daran, dass die Geschichte eher simpel und unzureichend schaurig ist, weswegen ich nur zwei Sterne vergebe.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2010 7:07 PM MEST


Das Schwert der Wahrheit 3: Die Günstlinge der Unterwelt
Das Schwert der Wahrheit 3: Die Günstlinge der Unterwelt
von Terry Goodkind
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gelungen, erfüllt aber nicht die Pluspunkte von Teil 1, 23. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als neuer Herrscher räumt Richard den Mordsiths und den Soldaten Meinungsfreiheit ein, und wer bis jetzt seine Meinung unterdrückte ("Jawohl, Lord Rahl. Ganz meiner Meinung, Lord Rahl.") und daher stumpfsinnig erschien, überrascht den Leser nun durch Intellekt und Redegewandtheit. Die Soldaten und die Mordsiths freuen sich über ihre Freiheiten und stehen ihrem neuen Herrscher, dem sie sehr dankbar sind, freiwillig treu zur Seite und beraten ihn umso besser, da sie Alternativen vorschlagen dürfen. Teilweise kann der Leser sich über die dreisten Sprüche der Mordsiths amüsieren, teilweise gehen die Gefühle des Triumpfes auf den Leser über, wenn ein Offizier Richard mehr aus Kameradschaft als aus Verpflichtung zur Seite steht.

Allerdings stellt Richard dadurch, dass er im ersten Teil des Buches als Herrscher und im zweiten Teil als Kämpfer fungiert, die anderen Protagonisten sehr weit in den Schatten. Andere Protagonisten, die dem Guten dienen, vollbringen nämlich vergleichsweise wenige gute Taten, und dies geschieht auch nur entweder in Richards Auftrag oder mit Richards Hilfe. Ein vermeintlich frommer Protagonist fasziniert anfangs dadurch, dass er einen Adligen auf eine Art und Weise töten lässt, die darauf schließen lässt, dass der Ermordete einem Mrithwith zum Opfer gefallen wäre, doch sobald Richard die wahre Natur dieses Schurken durchschaut hat, fungiert dieser nicht mehr als klassischer Fantasy-Protagonist. Wer also Fantansyromane wie "Die verlorenen Reiche" liebt, in denen der Ritter, der Fechter, der Waldhüter und der König durch ihre einzelnen Taten zu Helden werden, die sich ganz auf ihre Weise einigermaßen ebenbürtig sind, und wer es toll fand, dass Kahlan in "Das Schwert der Wahrheit 2" gegen die Imperiale Ordnung kämpft, kommt bei "Das Schwert der Wahrheit" nicht auf seine vollen Kosten. Wer Richard hingegen gerne als unangefochtene Hauptperson sieht, wird den Roman diesbezüglich lieben.

Außerdem erfüllt der Roman nicht die beiden Kriterien, die ich an "Das Schwert der Wahrheit 1" bewunderte: Wie im ersten Teil, so meistert Richard auch jetzt wieder Gefahren, doch diesmal löst er die "Rätsel" ungefähr so raffiniert wie Alexander das des Gordischen Knotens: Richard schlägt nur mit dem Schwert zu oder entfacht Blitze, statt sich seines Verstandes zu bedienen. Zudem gibt es in diesem Buch keine Charaktere, die für Harmonie sorgen. Der Gar Gratch und ein neues Mädchen sind zwar liebenswert, doch sie kommunizieren so wenig, dass sie Wesen wie dem Mädchen Rachel, dem sprechenden Wolf Brophy oder dem sprechenden Irrlicht nicht das Wasser reichen können. Für mich persönlich ist das ein Argument für einen Minusstern.


Zaubergold (3): Der Krieg der Drei
Zaubergold (3): Der Krieg der Drei
von Jane Johnson
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Gute Handlung aber weniger anschaulich als der zweite Teil, 6. März 2010
Der dritte Teil der Fantasytriologie gibt nun Antworten auf die Fragen: Wie endet der Krieg zwischen den Eyrern und Istriern? Was geschieht, als Aran Aranson, Fent und Urso Einohr dem Magier Rahe gegenüber-treten? Werden sie ihn für den Bewacher des vermeintlichen Schatzes" halten und töten, wie Virelai es hofft? Und wer er-fährt, dass Tanto Vingo und Selen Issian die wirklichen Eltern des Säuglings sind, der für das Kind des eyerischen Königs Ravn Asharson und der Rosa Eldi gehalten werden soll? Die Hand-lungen, die die Antworten auf diese Fragen geben, sind sehr gut erdacht. An dieser Stelle möchte ich auch hervorheben, dass die gesamte Fantasyreihe Zaubergold sich durch ein Kriterium von anderen Romanen hervorhebt: Hier sind es die GUTEN, die Intrigen spinnen. Leider macht die Autorin in diesem Teil allerdings keinen Gebrauch von ihrer erzählerischen Kraft: Als Aran Aranson, Fent und Urso Einohr in Teil 2 durch die arktische Welt zogen, glaubte ich, die Kälte und die Resignation der Charaktere zu fühlen. In diesem Teil ziehen drei andere Protagonisten, von denen einer schwer verletzt ist, durch eine Sandwüste, die sich ja ebenfalls durch extreme Temperaturen und Verzweiflung auszeichnet, und dabei wird rein gar nichts anschaulich beschrieben. Auch an anderen Schauplätzen vermisste ich anschauliche Beschreibungen, weswegen ich einen Stern abziehe.


Die geborene Herrscherin. Die verlorenen Reiche 04.
Die geborene Herrscherin. Die verlorenen Reiche 04.
von Greg Keyes
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Spannend, aber der Schurke kommt zu kurz, 31. Januar 2010
Dieser Band dürfte der spannendste sein, da Anne jetzt als Oberbefehlshaberin eines Heeres Verräter und Geistliche, die unter dem Deckmantel der Religion Böses tun, zur Verantwortung zieht und Steven, der in den anderen Teilen noch Schriftstücke übersetzte und daher meines Erachtens der langweiligste Protagonist war, sich selbst zum klassischen Protagonisten gemausert hat, der eine Frau an seiner Seite hat und ein Abenteuer besteht. Aspar White erfährt, woher die schwarzen Dornen kommen, die die Bäume im Königswald überwuchern. (Der Dornenkönig kann natürlich nicht dahinterstecken, da er das ursprüngliche Ausmaß der Natur zurückerobern will, statt der Natur zu schaden.) Aspars Feind Fend erkennt, dass nur Aspar und er gemeinsam der Bedrohung Einhalt gebieten können und versucht mehrmals, den Waldhüter dazu zu überreden. Hier wirkt es, als wäre der böse Sefry der Vernünftige, so dass die Handlung sich von einer einseitigen Gut-Böse-Klassifizierung geschickt abhebt. Sobald Fend jedoch nicht mehr auf die Kooperation seines Feindes angewiesen ist, merkt Aspar, dass der Sefry ihn töten will. Dieser Wechsel wirkt realistisch, und ich fand es gut, dass sich die notorischen Einzelkämpfer Aspar und Cazio dazu bereiterklären, mit Soldaten gegen die Feinde zu ziehen. Dass Aspar einem feindlichen Heer gegenübertritt, in dem sich die Ungeheuer aus Teil Eins bis Drei verbündet haben, wirkte auf mich hingegen etwas künstlich, so als wäre der Waldhüter eine Videospielfigur im letzten Level. Der gravierende Minuspunkt ist die Tatsache, das Thronräuber Robert viel zu kurz kommt: Er erscheint nur einige Male und wird schließlich wie ein gewöhnlicher feindlicher Ritter getötet, nicht wie jemand, der die Ehre in Anspruch nimmt, der teuflische Gegenspieler zu sein.


Zaubergold 2: Das Schiff der Gaukler
Zaubergold 2: Das Schiff der Gaukler
von Jude Fisher
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Mochte ich, obwohl ich den ersten Teil nicht gemocht hatte, 27. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich konnte nicht glauben, dass das hier die Fortsetzung von dem eher langweiligen Einstieg "Der Jahrmarkt der Magier" ist! Kahlan kämpft gegen ein Seeungeheuer, und Attentäter in Kapuzenmänteln lauern den Söldnern auf. Es gibt nur noch wenige Episoden, in denen Lord Tycho seine exzessive (und auf Dauer nervende) Gier nach Sex spürt und Saro unter Ungerechtigkeiten leidet. Diese bäumen sich anfangs noch einmal in einer Zorn erweckenden Welle auf: Saro muss jetzt seinen Bruder pflegen, und dieser stiehlt ihm sein Messer und schneidet sich damit auf, um nachher behaupten zu können, Saro hätte versucht, ihn zu töten. Danach aber wandelt sich Saro vom männlichen Aschenbrödel zum Muster-Protagonisten. Auch ist dieser Teil eine spürbare Besserung gegenüber Teil Eins, da Pflanzen wie Lichtnelken und lavendelblaues Kätzchenkraut erwähnt werden - Elemente, die mir in Fantasyromanen wichtig sind. Gelungene Elemente sind auch die istrischen Soldaten, die wie römische Legionäre mit blauen (statt roten) Umhängen aussehen, und die kunterbunten Wagen der Fahrenden, doch diese Elemente kamen ja schon im ersten Teil vor. Die Kapitel, in denen Aran und seine Gefolgsleute sich erst mit dem Schiff durch das Nordmeer und dann zu Fuß durch das Eis quälen, um den vermeintlichen Schatz zu finden, erinnern hingegen an Abenteuerromane wie "Der Seewolf" oder "Moby Dick", und der Leser glaubt die Kälte, Erschöpfung und Verzweiflung zu fühlen.

Warum nun aber ein "Minusstern"? Zwei Unstimmigkeiten mit der Perspektive erschwerten es mir, wirklich in das Geschehen einzutauchen. An einer Stelle sieht Kahlan einen istrischen Soldaten und legt den Pfeil auf den Kopf ihres Feindes an. Ich stelle mir ganz spontan das Profil des Südländers vor, da keine genauere Perspektive erwähnt wird. Im nächsten Satz aber bohrt Kahlans Pfeil sich in den Hinterkopf des Soldaten, und ich ärgere mich darüber, dass zwei unlogische Bilder aufeinander folgen anstelle einer fließenden, natürlichen Handlung. An einer anderen Stelle sieht Aran einen Eisbär auf sich zulaufen; folglich sieht er den Eisbären von vorne. Warum wird dann das Fell auf dem RÜCKEN des Tieres ausführlich beschrieben? So kann ich nicht die Vorzüge genießen, die ein Buch gegenüber einem Film hat. Davon abgesehen ist das Buch ein Meisterwerk, das ich auch Lesern empfehlen kann, die sich nicht für Fantasy begeistern und einen Abenteuerroman mit modernem Schreibstil suchen. Schade, dass solche Leser den Auftakt "Der Jahrmarkt der Magier" gelesen haben sollten, ehe sie sich dieses Buch zu Gemüte führen.


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