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Rezensionen verfasst von
Zauberzeichen

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Vielleicht hilft auch ein Wunder: Roman
Vielleicht hilft auch ein Wunder: Roman
von Ursula Schröder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nicht so christlich wie erwartet, 22. August 2013
Inhalt:
"Anna fällt aus allen Wolken, als ihr Mann Lorenz auszieht. Dabei hat sie fest darauf gebaut, dass ihre Ehe hält, bis der Tod sie scheidet. Was soll sie jetzt tun? Ihre beste Freundin Bibi rät ihr, sich auf die Zeichen Gottes zu verlassen. Tatsächlich gibt es plötzlich ganz unerwartete Ver- und Entwicklungen, die den charmanten Immobilienmakler Aaron in ihr Leben und ihren schweigsamen Nachbarn Mirko in ihren Bibelkreis bringen. Doch leider sind die Fingerzeige nicht so eindeutig wie gewünscht – und genau im falschen Moment taucht auch Lorenz wieder auf. Jetzt wird die Sache richtig kompliziert. Eigentlich kann nur noch ein Wunder helfen …"

Die Kindergärtnerin Anna wird von ihrem Ehemann Lorenz verlassen, weil er ein Kind von einer anderen Frau bekommt. Das ist ganz bitter für sie, da die beiden jahrelang vergeblich auf eigenen Nachwuchs gewartet haben.
Ihr Nachbar Mirco, mit dem sie vorher eigentlich gar nichts zu tun hatte, steht ihr in dieser Zeit bei und wird zu einem sehr guten Freund.
Zusätzlich lernt sie Aaron, den charmanten Immobilienmakler, der selbst in Trennung lebt, kennen. Sie verliebt sich in ihn und macht sich große Hoffnungen.
Plötzlich taucht Lorenz wieder auf und Anna steckt in einem großen Beziehungschaos. Ihre Freundin Bibi rät Anna, auf die Zeichen Gottes zu achten. Diese sind jedoch nicht immer so eindeutig und machen das Chaos perfekt ;).

Meine Meinung:
"Vielleicht hilft auch ein Wunder" ist in einem christlichen Verlag erschienen und lässt darauf schließen, dass dieses Buch auch sehr viele christliche Aspekte enthält. Sicher spielt der Glauben und der Bibelkreis in Annas leben eine große Rolle, jedoch war das für mich eher ein typischer Frauenunterhaltungsroman. Das finde ich aber in keinster Weise schlimm. Ich war positiv überrascht und hatte viel Spaß beim Lesen.
Anna kann einem schon fast leid tun. Nein, sie kann nicht nur, sie tut mir leid. Wie schlimm muss es sein, wenn der Mann dich plötzlich verlässt, weil er eine andere geschwängert hat? Jedoch ist Anna auch sehr naiv und schmeisst sich gleich in die nächste (schwierige) Beziehung. Gut ist es, dass sie gute Freunde hat, an die sie sich immer wenden kann, die das Chaos letztendlich perfekt machen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und war auch sehr schnell ausgelesen. Schmunzeln und mitfühlen konnte ich super. Das Ende fand ich auch sehr gelungen und das macht das Buch für mich perfekt.
Daher gibt es von mir
Leseratte_5_Punkte


Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen: Roman
Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen: Roman
von Julia Bähr
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Läd ein zum mitfiebern, 21. August 2013
Inhaltsangabe:
“Luisa und Mark sind das ideale Paar. Alles, was ihnen noch zum ganz großen Glück fehlt, ist der längst fällige Heiratsantrag von Mark – findet zumindest Luisa. Als Mark ihr endlich den Verlobungsring an den Finger steckt, schwebt sie im siebten Himmel. Allerdings haben beide die Rechnung ohne Luisas Vater gemacht, der überhaupt nichts von seinem künftigen Schwiegersohn hält. Und der sich kurzerhand selbst auf die Suche nach dem richtigen Mann für sein geliebtes Töchterlein macht. Als dann auch noch Marks sexy Exfreundin auftaucht, scheint das Chaos perfekt … und eine Hochzeit in weiter Ferne.”

Luisa und Mark lieben sich, das ist klar und doch ist es ab und an kompliziert, weil Luisa sehnsüchtig auf einen Heiratsantrag wartet. Mark hat auch schon den Ring, weiß aber einfach nicht wann und wie er es anstellen soll.
Bevor sie zu einem Kurztrip starten, entdeckt Luisa das Ringkästchen in Marks Tasche. Freude und Angst mischen sich. Was ist, wenn der Ring nicht für sie ist?
Luisa ist ungeduldig und enttäuscht. Mark einfach unsicher.
Doch dann traut er sich. Es ist nicht annährend der Antrag, den sich Luisa erhofft hat, doch sie ist überglücklich. Leider haben die beiden die Rechnung ohne Luisas Vater gemacht, der seine eigenen Vorstellung von Luisas Zukünftigen hat und diese Hochzeit unbedingt verhindern will. Marks kranke Exfreundin kommt ihm da nur recht. Anstatt sich voll und ganz über die Verlobung freuen zu können, durchlaufen die beiden eine schwere Zeit, in der es nicht sicher ist, ob die Hochzeit am Ende stattfinden wird.

Meine Meinung:
Luisa und Mark sind mir von anfang an ans Herz gewachsen, so dass ich von Anfang bis Ende mit ihnen mitfiebern konnte und das Buch sehr genossen habe. Ein Buch, zwei Autoren – meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Projekt! Zwei erzählende Protagonisten, die jeweils von einem Autor geschrieben wurden, machen das Buch interessant und lassen einen von zwei verschiedenen Seiten auf Luisas und Marks Beziehung schauen Es macht einfach spaß zu lesen, wie sehr sich die beiden lieben und doch aneinander vorbei denken. Am liebsten würde man als Leser eingreifen und den beiden einen Schubs in die richtige Richtung geben.
Die beiden sind der Mittelpunkt der Geschichte, doch man lernt auch einige andere Charaktere kennen, die das Lesevergnügen nicht mindern.
Luisas Vater und Marks Exfreundin sind mir ein Dorn im Auge. Aber auch sie gehören dazu, weil die Geschichte sonst langweilig wird.
Es ist schade, dass sich Luisas Vater nicht über die Verlobung freut, sondern alles versucht, um die beiden auseinander zu bringen. Er war mir sehr unsympathisch und ich konnte einfach nicht verstehen, dass er nicht sieht, dass Luisa mit Mark glücklich ist und nur das zählt.
Marks Exfreundin ist einfach nur krank. Nachdem sie ihn damals so kalt abserviert hat, versucht sie jetzt alles, ihn wieder zu bekommen und ist somit zusätzliche Gefahr für die Hochzeit.
Marks bester Freund Barnie und die zukünftige Mutter seines Kindes, Lilly runden die Geschichte ab.
Barnie ist der typische Junggeselle, der vergnügt von Bett zu Bett springt und sich keine Gedanken über morgen macht. Das ändert sich schlagartig, als er erfährt, dass er Vater wird.
Die vier machen für mich die Geschichte zu etwas besonderem und ich habe mich fast mitten im Geschehen gesehen, habe geflucht und gehofft und wollte oftmals einfach eingreifen.

Fazit:
Ein Buch, dass ich nur empfehlen kann. Besonders für Tage, die man gemütlich im Liegestuhl verbringt und sich einfach fallen lassen kann.


Mein Herz zwischen den Zeilen
Mein Herz zwischen den Zeilen
von Jodi Picoult
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Man merkt, dass es nicht Jodi Picoults Idee war, 24. Juli 2013
Mein Herz zwischen den Zeilen – Jodi Picoult&Samantha van Leer
Posted on Juli 24, 2013

Cover

Inhalt:
“»Hilf mir« – Deliah kann es kaum fassen, als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Offensichtlich hat Oliver, der umwerfend gut aussehende Prinz der Geschichte, die Bitte speziell für sie hinterlassen. Und tatsächlich: Schnell stellen die beiden fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander sprechen können. Doch das reicht ihnen schon bald nicht mehr aus. Oliver ist schon lange genervt von seinem Märchen, das er immer wieder durchspielen muss, sobald ein Leser das Buch aufschlägt. Und er findet Gefallen an Deliah, die so anders ist als die langweilige Prinzessin Seraphima, die er sonst immer küssen muss. Da ist es doch klar, dass er endlich zu ihr will! Und Deliah: Die hat sich längst Hals über Kopf in ihren Märchenprinzen verliebt. Und ist begeistert von der Idee, Oliver aus dem Buch herauszuholen. Doch wie können die beiden es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so unterschiedlichen Welten zu überwinden?”

Meine Meinung:
Jodi Picoult ist eine meiner lieblings Autoren und ich hab sehr viele Bücher von ihr verschlungen. Nun hat sie ein neues Projekt gestartet. Ihre Tochter hatte eine neue Buchidee und die beiden haben diese gleich in die Tat umgesetzt. Ich finde es sehr toll, dass sich Jodi Picoult diesem Abenteuer gestellt hat. Man merkt aber auch, dass dieses Buch deutlich von ihren anderen abweicht und dass da die Gedanken des Kindes überhand gewinnen.
Delilah kann das Märchen, dass sie sich in ihrer Schulbibliothek ausgeliehen hat, einfach nicht mehr aus der Hand legen. Sie liebt diese Geschichte und lässt sich auch von ihrer Mutter nicht davon abbringen diese immer und immer wieder zu lesen. Sie ist fasziniert von Oliver, dem Prinzen dieses Buches und fühlt sich sehr verbunden mit ihm. Als er dann auch noch mit ihr spricht und sie bittet, ihm zu helfen, ihn aus diesem Buch zu befreien glaubt sie erst nicht richtig zu hören. Wie denn auch? Da spricht ein Charakter aus einem Märchen zu dir. Nach und nach kann sie aber gar nicht mehr ohne Oliver. Immer wieder schlägt sie Seite 43 auf, durch die sie mit ihm reden kann.
Oliver hat genug von diesem Märchen. Immer wieder wenn ein Leser das Märchen aufschlägt, ist er gezwungen dieses immer und immer wieder durchzuspielen. Er hat genug davon gefangen zu sein und möchte dem endlich entfliehen. Delilah und er verlieben sich ineinander und beide wünschen sich nichts sehnlicher, ihn endlich aus diesem Buch rauszuholen. Doch wie können sie das anstellen? Sie überlegen und versuchen, aber irgendwie scheint nichts richtig klappen zu wollen. Ich kann mir vorstellen, wie zermürbend das für die beiden ist. Delilah wird eh von keinem ernst genommen, weil alle sie für verrückt halten. Verständlich, denn nur sie kann Oliver hören. Die beiden wollen trotz der ganzen Enttäuschungen nicht aufgeben und es ist sehr amüsant zu sehen, wie die beiden einen Weg finden wollen. Schaffen sie es irgendwann sich gegenüber zu stehen und Oliver aus dieser tristen Routine zu befreien?
Ich hatte während des Lesens gemischte Gefühle. Einerseits war es amüsant und spannend mit anzusehen, auf der einen Seite aber irgendwie auch immer das gleiche und schon sehr Teeny gerecht. Es ist etwas anders, keine Frage, aber doch habe ich mir ein bisschen mehr erhofft. Ich finde es aber trotzdem großartig, dass Jodi Picoult ihrer Tochter dieses Buch ermöglicht hat und das hat meine hohe Anerkennung. Das mit berücksichtigt muss ich es dann doch höher einstufen.

Fazit:
Verträumte Teenyvorstellungen von Liebe über alle Grenzen. Eine gute Idee, teilweise aber zu langgezogen und es kann leider gar nicht mit Jodi Picoults anderen Werken konkurieren. Nichts desto trotz gebe ich für die Idee, die Umsetzung und der Idee einer Jugendlichen
Leseratte_4_Punkte

Vielen Dank an Bastei Lübbe, dass ich dieses Manuskript vorablesen durfte


Frevel im Beinhaus
Frevel im Beinhaus
von Petra Schier
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen ein historischer Roman, der auch für Leser geeignet ist, die dieses Genre nicht so gerne lesen, 8. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Frevel im Beinhaus (Taschenbuch)
Inhalt:
“Wenn die Knochen sprechen.

Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz darauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben. Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet …

Neugierig und furchtlos:
Apothekerin Adelina geht wieder auf Mörderjagd. “

Eigentlich könnte das Leben von Adelina und Neklas nicht besser laufen. Sie ist mit ihrem zweiten Kind schwanger und die beiden lieben sich wirklich, was für damalige Ehen absolut nicht die Norm war. Sie haben ein großes Haus mit Familie und Angestellten, die sie sehr schätzen.
Nachdem ein Knochenraub bekannt wurde, wurde in ihrem Abort ein Leiche der schwangeren Schusterfrau gefunden. Da ein Teil von Neklas Messerschneide dabei gefunden wird, wird er vorerst verhaftet. Im soll der Prozess gemacht werden. Adelina ist überzeugt von Neklas Unschuld und versucht alles, ihren Mann dort rauszuholen. Das Problem ist, dass sie und ihr ganzer Haushalt unter Arrest stehen. Adelina gibt trotzdem nicht auf und versucht furchtlos ihrem Gatten zu helfen. Auch ihre eigene Sicherheit setzt sie damit aufs Spiel…

Meinung:
“Frevel im Beinhaus” ist der 4. Band um die Apothekerin Adelina. Ich habe bisher keins der Bücher gelesen und habe trotzdem leicht und ohne Lücken in die Geschichte gefunden. Historische Romane sind eigentlich nicht mein übliches Leseschema, doch ich war von Anfang an gefesselt. Ich fand es sehr gut, dass es nicht einfach nur um trockene historische Ereignisse ging. Für mich persönlich war es auch schön, Köln von seiner damaligen Seite kennenzulernen.
Es hat mich sehr berührt, wie der ganze Hausstand zueinander steht. Ihre “Untergebenen” werden nicht als solche behandelt sondern sind fest in die Familie integriert.
Adelina ist stur und furchtlos und bringt damit sich und ihr ungeborenes Kind in Gefahr, was einerseits unverantwortlich ist, auf der anderen Seite die Geschichte aber erst zum Leben erweckt.
Der Schreibstil von Petra Schier hat mir sehr gut gefallen und dafür gesorgt, dass ich mich von dem Buch nicht mehr losreißen konnte. Ich bin sogar sehr gespannt, wie es mit Adelina und ihrer Familie weiter geht.

Fazit
Ein rundum gelungener historischer Roman, der selbst Lesern, die dieses Genre gerne auslassen, nicht loslassen kann, weil man nicht einfach mit geschichtlichen Fakten bombadiert wird, sondern es vorrangig wirklich um die Geschichte an sich geht.
Ich kann es nur weiter empfehlen und verteile dafür die volle Punktzahl
Leseratte_5_Punkte


Falsche Nähe
Falsche Nähe
von Alexandra Kui
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen gefühlvoll und spannend, 1. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Falsche Nähe (Broschiert)
Inhalt:

“Um ihr nah zu sein, geht er über Leichen.

Der frühe Unfalltod der Eltern hat Noa und ihre große Schwester Audrey zusammengeschweißt. Durch deren Erfolg als Krimiautorin konnten die beiden gerade in die schicke Hamburger Hafencity ziehen, als plötzlich eine unveröffentlichte Romanidee als reale Mordserie in der Tageszeitung auftaucht. Noa bekommt Zweifel, wie gut sie ihre Schwester eigentlich kennt. Was geschah wirklich an dem Tag, als ihre Eltern starben? Je mehr Noa herumschnüffelt, desto klarer wird: Es gibt jemanden in ihrem Umfeld, der nichts Gutes im Sinn hat, und diese Person ist hochgefährlich …”

Noas und Audreys Eltern sind ums Leben gekommen, als Noa gerade mal 3 Jahre alt war. Die folgenden Jahre haben sie bei ihren Großeltern gelebt, bis sie zusammen in eine kleine Wohnung zogen. Durch den Altersunterschied von über 10 Jahren hat Audrey die Verantwortung für die noch minderjährige Noa übernommen. Sie versucht so gut es geht, Mutter und Vater zu ersetzen. Bislang gelingt es ihr ganz gut und die Beziehung zwischen den Schwestern ist sehr innig. Mittlerweile ist Audrey eine erfolgreiche Krimiautorin und so können die beiden sich eine wunderschöne 120 m² Wohnung in der Hamburger Hafencity leisten. Noa lebt in einer heilen Welt, bis ein Besuch auf Mallorca alles verändert.
Audrey hat eine neue Buchidee, die ihr Lektor und ihr Agent gar nicht gut finden. Audrey hat sich sehr verändert. Kurze Zeit darauf zieht der wesentlich ältere Arne bei den beiden ein, was Noa gar nicht behagt. Die Schwestern entfernen sich voneinander.
Da Audrey kaum mehr mit Noa spricht und Noa sehr neugierig ist, logt sie sich in deren PC ein und liest den Anfang des Manuskriptes. Ein sehr brutales Manuskript, dass leider nicht nur Manuskript bleibt. In der Realität spielt sich genau das ab und es werden zwei Opfer mit einem Schwert enthauptet.
Nun macht sich Noa auf die Suche nach Antworten. Wer ist dieser grausame Mörder? Was verheimlicht Audrey ihr? Was hat das alles mit ihrer Vergangenheit zu tun?

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr gefreut, dass ich in die Nachverlosung dieser Leserunde kam und dieses tolle Buch lesen durfte.
Ich war von Anfang an gefesselt und konnte bis zum Ende hin miträtseln.
Ich finde es bewundernswert, wie Audrey sich nach dem Tod der Eltern um ihre kleine Schwester kümmert. Dennoch war mir Audrey sehr suspekt. Eine erfolgreiche Kriminalautorin, die impulsiv ist und anscheinend sehr viele Geheimnisse mit sich rumträgt. Sie versucht so gut es geht, die Vergangenheit auszublenden und will auch nicht, dass Noa mehr erfährt, was meiner Meinung aber ihr gutes Recht ist. Noa ist kein kleines Kind mehr, warum also kann sie nicht endlich mit ihr über ihre Eltern reden?
Ausserdem fand ich es sehr rücksichtslos, dass sie Noa einfach vor vollendete Tatsachen stellt und ihr neuer Freund Arne bei ihnen einzieht. Audrey ist misteriös. Warum möchte sie unbedingt dieses Buch veröffentlichen und warum nimmt sie keine Warnung ernst? Sie scheint mir zu resignieren.
Noa war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich fande sie sehr erfrischend und sie stellt irgendwie das komplette Gegenteil zu ihrer Schwester da. Sie ist aufgeweckt und lässt sich nicht einfach in die Schranken weisen. Sie möchte endlich herausfinden, was die Morde mit Audreys Buchanfang auf sich haben. Sie macht sich auf die Suche und begibt sich in große Gefahr. Aber ich kann verstehen, dass sie Antworten braucht.

Mir hat es sehr gut gefallen, wie Alexandra Kui Noas Gefühlwelt dargestellt hat. Man konnte sich richtig in die Geschichte einfühlen und mitfiebern. Ich mag Bücher, in denen ich bis zum Ende miträtseln kann, in denen ich sympathien und antipathien entwickeln kann.
Es gab nur eine Stelle in dem Buch, an der mir wirklich schlecht geworden ist. Wer dieses Buch liest und mich kennt, wird es leicht erraten .

Ich mag gar nicht mehr viel erzählen. Ich möchte, dass jeder diese Spannung und die Gefühle erleben kann, ohne das zuviel vorweggenommen wurde.

Fazit:
Ein sehr gelungener Jugendthriller, den ich nur empfehlen kann und der von mir die höchste Punktzahl bekommt.

Vielen Dank an Alexandra Kui, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte


Die Weiße Wölfin und der Admiral
Die Weiße Wölfin und der Admiral
von Claire Hölig
  Broschiert
Preis: EUR 15,95

2.0 von 5 Sternen Spannendes Thema, Buch konnte mich jedoch nicht überzeugen, 11. Juni 2013
Inhalt:
"Europa 1943: Der Zweite Weltkrieg zerreißt Familien – auch die Geschwister Karl und Marie Büchner geraten zwischen die Fronten. Karl hat eine steile Karriere in der deutschen Kriegsmarine hinter sich, seine Schwester wurde britische Agentin im besetzten Frankreich. Doch die Bande zwischen ihnen sind stärker als der Krieg: Karl macht eine erschütternde Entdeckung und plötzlich braucht er seine Schwester mehr denn je. Ein ergreifendes Romandebüt über Loyalität, Mut und Widerstand."Der Vater war Deutscher, ihre Mutter Französin. Auch die Geschwister Büchner gerieten zwischen die Fronten. Karl ist mittlerweile Admiral der deutschen Kriegsmarine, seine kleine Schwester Marie Agentin des britischen Geheimdienst.
Nach 10 Jahren lässt Karl nach Marie suchen. Offizier Robert Schneider soll diese Aufgabe übernehmen, bringt dadurch jedoch ihre Großmutter in die Hände der Gestapo. Er findet Marie und bringt sie zu Karl nach Paris. Doch das Wiedersehen läuft nicht gerade herzlich ab. Marie erwartet immer noch eine Entschuldigung von Karl, weil er ihrer Meinung nach die Familie im Stich gelassen hat. Da Karls Sicht deutlich anders ist, bekommt sie diese natürlich nicht, lässt sich aber trotzdem überreden, seine Frau Helen und seinen Sohn Heinrich aus Deutschland raus und in die Schweiz zu bringen.
Auch das Zusammentreffen mit Helen ist eher abweisend, da Marie sich unter falschem Namen vorstellt und Helen in dem Glauben lässt, Karls Geliebte zu sein. Marie schafft es auch nicht auf Anhieb, Helen davon zu überzeugen, in die Schweiz zu gehen.
Durch die ganzen Lügengeschichten bringen sie sich in noch größere Gefahr.

Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich die Rezension lange vor mir her geschoben habe, weil es mir schwer fällt, meine Meinung zu dem Buch zu sagen.
Die Thematik an sich finde ich sehr spannend und auch erschreckend. Ich konnte stellenweise nur den Kopf darüber schütteln, wie damals zum Beispiel mit den behinderten Kindern umgegangen wurde.
Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach war, dieses Buch zu schreiben. So viel geschichtlicher Hintergrund wurde uns aufgezeigt, dass ich echt Respekt habe. Leider war aber auch genau das der Grund, warum ich oft abgeschweift bin. Es viel mir sehr schwer in das Buch hinein zu finden und auch am Ball zu bleiben. Mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich viel anfangen, was für mich in einen Buch immer sehr wichtig ist.
Spannendes Thema, für mich jedoch langweilig verpackt.


Detektivin aus Leidenschaft
Detektivin aus Leidenschaft
von Carol Cox
  Broschiert
Preis: EUR 15,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen top, 2. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Detektivin aus Leidenschaft (Broschiert)
Inhalt:
“Ellies großer Traum ist eine Bühnenkarriere. Doch stattdessen steht sie da: ohne einen Penny in der Tasche und nur mit einer Kiste Kostüme. Als sie hört, dass die Pinkerton-Agentur eine Detektivin sucht, ergreift sie die Chance. Verkleidet als ältere Witwe Lavinia reist sie nach Arizona, um einen Silberdiebstahl aufzuklären. Sie hat allerdings nicht einkalkuliert, dass sie noch eine Rolle spielen muss: die der umwerfenden Jessie.
Minenbesitzer Steven hätte sich nie vorstellen können, einmal Hilfe von einer grauhaarigen Witwe zu brauchen – oder sich in ihre bildhübsche Nichte zu verlieben. Was wird er tun, wenn er Ellies wahre Identität erfährt?”

Ellie arbeitet als Maskenbildnerin in Chicago am Theater für die großen Stars. Sie freut sich bereits mit ihrer Chefin nach Europa zu gehen, doch diese beachtet sie gar nicht und so steht sie da. Ohne Job und mit wenig Geld. Das einzige, was ihr geblieben ist, ist eine Kiste mit Kostümen. Auf ihrem Heimweg belauscht sie zwei Männer, die nach einer Detektivin suchen. Kurzerhand bewirkbt sie sich, kommt aber leider nicht in Frage, weil sie zu jung ist. In ihrer Verzweiflung kommt ihr die Idee, sich ihrer Erfahrung zu nutze zu machen und so verkleidet sie sich als alte Dame. Ellie wird zu Lavinia und bekommt den Job. Zusammen mit Norma, die Lavinias Nichte Jessie spielen soll, soll sie in den wilden Westen reisen und Undercover Silberdiebstäle aufdecken. Norma hat allerdings andere Pläne. Sie ist frisch verheiratet und schmeißt ihren Job hin. Also will es Ellie auf eigene Faust versuchen. Als Lavinia kommt sie allerdings nicht wirklich weiter und verwandelt sich so zusätzlich noch in Jessie. Doch dass dieses Spiel nicht einfach wird, muss sie nach kurzer Zeit feststellen.

Meinung:
Leserunden sind echt super. So komme ich an Bücher, die ich sonst nie gelesen hätte und bin vollauf begeistert.
Das Cover macht einen schon neugierig. Es ist wunderschön verträumt romantisch und hat auch etwas geheimnisvolles. Man ist gespannt, was es mit der wunderschönen jungen Dame auf sich hat.
Die ersten paar Seiten hatte ich schon Angst, dass ich mich durch dieses Buch quälen muss, doch diese sorge wurde mir schnell genommen. Ich war so vertieft in die Geschichte und habe so mit Ellie mitgefiebert, dass ich den wilden Westen viel zu schnell wieder verlassen musste.
Ellie steht quasi vor den Trümmern und gibt trotzdem nicht auf. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und begibt sich in ein Abenteuer. Es ist bewundernswert, was sie aus ihrer Situation macht und wie verwandelbar sie ist. Ich glaube durch diesen Auftrag endeckt sie erst, was wirklich in ihr steckt. Sie ist nicht bloß die unscheinbare Maskenbildnerin hinter der Bühne, nein, in ihr steckt so viel mehr.
Sie überzeugt als Lavinia und auch als Jessie. Es ist schön zu sehen, wie offen Lavinia in der neuen Gemeinschaft aufgenommen wird und wen sie dort alles kennenlernt. Sie hat einen Auftrag, aber irgendwie scheint es auch, dass sie sich ein ganz neues Leben erschafft.
Mit Steven hätte sie allerdings nicht gerechnet. Er macht es ihr sehr schwierig, da sie schnell Gefühle für ihn entwickelt, ihre wahre Identität aber nicht Preis geben darf.
Ich hatte ein paar köstliche Lesestunden.

Fazit:
Ein spannendes, lustiges, romantisches Abenteuer.


Blut im Schnee: Gay Crime
Blut im Schnee: Gay Crime
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen ein spannender Gay Crime, 27. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Blut im Schnee: Gay Crime (Kindle Edition)
Inhalt:
“Eine brutale Mordserie erschüttert Deutschlands älteste Stadt. In Trier treibt ein Killer sein Unwesen, der es ausschließlich auf schwule Männer abgesehen hat. Kommissar Joachim Gruber und sein Team setzen alles daran, den Täter dingfest zu machen. Thorsten Klein, dessen Lebensgefährte dem Mörder zum Opfer fiel, geht seinen eigenen Weg und schaltet einen Privatermittler ein …”

Ein toter wird im Schnee gefunden. Ihm wurde sein Penis abgeschnitten und in den Mund gesteckt, die Hoden scheint der Täter mitgenommen zu haben. Die Ermittler sind erschüttert, denn es ist schon der dritte Fall dieser Art. Der Tote ist Martin, der Lebensgefährte von Thomas. Thomas ist am Boden zerstört und sucht sich Unterstützung bei Martin’s bester Freundin Kim.
Die Ermittler sind ratlos. Wer hat diese grausamen Taten begangen? Ein Homophob oder hat es gar persönliche Gründe? Sogar Thorsten wird verdächtigt, weil ihm Martin vor 2 Monaten sein ganzes Erbe überschrieben hat. Thorsten traut den Ermittlungen nicht und beauftragt einen Privatermittler, zu dem er schnell Gefühle entwickelt, die er aber zu Verdrängen versucht. Als er dann erfährt, dass Martin ihn nicht nur einmal mit einer Internetbekanntschaft betrogen hat, sondern regelmäßig, lässt er sich von den Gefühlen übermannen und lässt sich auf Enrique ein.

Meine Meinung:
Meine erste Leserunde bei Lovelybooks und zugleich mein erster Gay Crime. Ich war ziemlich neugierig und hatte auch ein bisschen Angst, etwas falsch zu machen. Doch das Buch hat mir meine Angst genommen. Ich war so gefesselt von der Erzählung, dass es richtig Spaß gemacht hat, meinen Senf dazu zu geben.
Ein richtig guter Krimi, der mich bis zum Ende hat miträtseln lassen. Viele verschiedene Verdächtigungen…
Das Buch ist nicht allzu dick und lässt sich flüssig und schnell lesen. Ich mag Krimis und war in diesem Fall sehr froh, dass ich ein Buch und keinen Film vor mir hatte. Tote Männer, die ihrer Männlichkeit beraubt und so zur Schau gestellt wurden. Schrecklich. Und das alles, weil die Opfer schwul sind? Welch ein Mensch ist zu so etwas fähig?
Thorsten ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte seine Trauer so gut nachfühlen. Da hat er sich vor kurzem erst geoutet, ist ein Leben mit Martin eingegangen und nun steht er vor den Trümmern seiner großen Liebe. Ich fand es gut, dass sich Thomas Kim, Martins beste Freundin zur Unterstützung geholt hat. Kim war mir von Anfang an allerdings sehr unsympathisch und auch sie kam mir durch ihre komische Art sehr verdächtig vor. Sie taucht im Laufe der Erzählungen auch nur noch sehr sporadisch auf.
Als sich Thomas und Kim von Martin verabschieden, wird sogar Thomas von dem Komissar Joachim Gruber verdächtigt. Martin hat zwei Monate zuvor all sein Erbe auf Thomas überschieben, was natürlich ein gutes Motiv wäre, hätte Thomas davon gewusst.
Da die Ermittlungen nicht wirklich voran kommen, beauftragt er einen Privatermittler. Er fühlt sich von Anfang an zu Enrique hingezogen, versucht seine Gefühle aber zu unterdrücken, weil er sonst das Gefühl hätte, Martin zu betrügen. Von Enrique finde ich es anfangs ziemlich unhöfflich so offensichtlich zu zeigen, dass er an Thomas interessiert ist. Dieser ist schließlich sein Kunde, dessen Lebensgefährte gerade auf brutalste Art getötet wurde. Von Thomas finde ich es sehr korrekt, dass er versucht, sich seinen Gefühlen zu entziehen, fieber aber im weiteren Verlauf doch mit den beiden mit und gönne Thomas, dass er glücklich wird. Martin hat ihn immerhin Monate lang betrogen. Das nach dem Tod zu erfahren ist natürlich sehr heftig. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was für ein Mensch Martin war und ich bin froh, dass der Fokus nicht auf seinen Affären lag.
Da es ein Gay Crime ist, gibt es auch vereinzelt sexuelle Träue, Fantasien und Auslebungen. Jedoch finde ich es nicht abstoßend und auch nicht zuviel. Die sexuellen Bedürfnisse gehören eben dazu und haben mich nicht von der eigentlichen Geschichte abgelenkt.
Ich finde Sophie R. Nikolay hat die Gefühle sehr gut rübergebracht. Ich finde es mutig einen Krimi dieser Art zu schreiben und finde es klasse, dass es eben kein Tabuthema ist.
Es war für mich etwas Neues und trotzdem sehr spannendes.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

Fazit:
Ein spannender Gay Crime, der mich positiv überrascht hat und mich bis zum Ende fesselte. Ein dünnes Buch, dass nicht zu lang gezogen ist und dadurch schnell zu lesen ist.
Wenn es mehrere Gay Crimes dieser Art gibt, wird das nicht mein letzter gewesen sein.


Ugly - Pretty - Special, Band 1: Ugly - Verlier nicht dein Gesicht
Ugly - Pretty - Special, Band 1: Ugly - Verlier nicht dein Gesicht
von Scott Westerfeld
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Dystophie mit Hintergedanken, 13. Mai 2013
Inhalt:“Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl …”

Prettyville und Uglyville. Die Uglys warten auf ihren 16 Geburtstag, damit sie, durch eine Operation hübsch gemacht werden und nach Prettyville umziehen können.
Nachdem Tallys bester Freund Peris zum Pretty wurde, fühlt sie sich sehr alleine und sehnt sich ihren 16. Geburtstag herbei. Sie möchte endlich hübsch werden und wieder bei Peris sein.
Nach einem verbotenem Ausflug nach Prettyville lernt sie Shay kennen. Die beiden Freunden sich schnell an und haben viel Spaß miteinander. Tally träumt nach wie vor von ihrer Op zur Pretty. Sie und Shay haben auch noch am gleichen Tag Geburtstag und würden somit gemeinsam operiert.
Doch Shay hat andere pläne. Sie will sich nicht operieren lassen. Sie will frei und eigenbestimmt sein. Ein paar ihrer Freunde sind vor ihrem 16. Geburtstag nach Smoke geflohen. Tally hat zuerst gekniffen, zieht jetzt aber nach. Mit dem Versprechen, nichts zu verraten, hinterlässt sie Tally eine verschlüsselte Nachricht, welche sie nach Smoke führen wird.
Tally kann absolut nicht verstehen, wie man nicht hübsch sein möchte. Sie freut sich so sehr auf ihren 16. Geburtstag und wird bitter enttäuscht. Bevor die Prettys sie operieren, soll sie Shay und die anderen Smokebewohner verraten. Sie wird mit einem Peilsender nach Smoke geschickt und soll diesen aktivieren, wenn sie angekommen ist.
Nach einer abenteuerlichen Reise erreicht sie Smoke. Anfangs ist sie noch sehr geschockt von der Lebensweise, doch sie gewöhnt sich ein und vernichtet den Peilsender. Was dann geschieht, hätte keiner geahnt….

Meinung:
Ich habe noch nicht viele Dystopien gelesen und war mir nicht ganz sicher, ob dieses Genre etwas für mich ist und vielleicht auf die Dauer langweilig werden könnte. Zu Beginn des Buches wurde mir diese Angst auch noch nicht genommen. Ich war anfangs eher genervt. Uglys, die nur dafür leben, an ihrem 16. Geburtstag zu Prettys zu werden. Schöhnheitswahn hier bin ich. Und das soll gut als Jugendbuch sein?
Ich und meine Vorurteile :) ich habe weitergelesen und habe meine Anfangsgedanken über Bord geworfen.
Die kleine naive Tally habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Ihr Weg hat mir nicht gefallen und ich fand es sehr hinterhälltig, dass sie ihre Freundin verraten will, nur um schön zu werden. Wo sind da die richtigen Ideale? Aber kann man ihr einen Vorwurf machen? Es wurde ihr von kleinauf eingetrichtert, dass Uglys nur dafür leben sollten, um zu Prettys zu werden. Den Uglys wurde weißgemacht, dass sie hässlich sind und die Pretty wunderschön und ein schönes unbeschwertes Leben haben. Ist es da verwerflich, dass sie hin und her gerissen ist?
Umso schöner ist es, dass sie sich an Smoke und dessen Bewohner gewöhnt und ihre Einstellung ändert. Dass es am Ende anders kommt, als sie wollte, kann ihr keiner zum Vorwurf machen.
Bei der Rebellien Shay war es umgekehrt. Sie hat mich von Anfang an fasziniert. Sich nicht in die Gesellschaftsvorstellungen pressen lassen. Eigene Vorstellungen haben und dafür kämpfen. Mutig. In der Entwicklung der Geschichte, habe ich aber meinen Bezug zu ihr verloren.
Ich könnte noch so viel schreiben, aber ich möchte nicht zuviel weg nehmen.
Diese Dystophie hat mich echt gefesselt. Ich habe mitgelitten und mitgefühlt.
Ein sehr gelungener Auftakt. Mich freut es sehr, dass es nicht darum ging, wie Tally als Pretty lebt, sondern darum, wie man Ausbricht, wie man seine Meinung ändern kann, wie man feststellt, dass Ugly vielleicht doch nicht unbedingt hässlich bedeutet.

Fazit:
Ich bin gespannt auf den 2. Teil, den ich auch bald als Wanderbuch bekomme. Eine lesenswerte Dystophie, die hoffentlich einige zum Nachdenken bringt. Was ist eigentlich hässlich und was ist schön? Wer bestimmt das?
Macht euch mal eure eignen Gedanken dazu und lasst euch von niemandem in eine Schublade drängen.


Nichts als Erlösung: Judith Kriegers fünfter Fall (Ein Judith-Krieger-Krimi, Band 5)
Nichts als Erlösung: Judith Kriegers fünfter Fall (Ein Judith-Krieger-Krimi, Band 5)
von Gisa Klönne
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts als Erlösung - Gisa Klönne, 6. Mai 2013
Zitat:
“Er wollte seinen Gegner nicht nur töten – er wollte ihm sein Gesicht nehmen. Weil er selbst sein Gesicht verloren hat. Weil er Gleiches mit Gleichem vergelten will” (S.30)

Inhalt:
“Ein Toter ohne Gesicht mitten in der Kölner Altstadt. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Judith Krieger in die Vergangenheit. Zu einer Familientragödie. Und zu einem Kinderheim, dessen Wurzeln bis in die NS-Zeit reichen. Ist der Täter ein ehemaliges Heimkind? Ist Rache sein Motiv? Schon bald fordert er Judith Krieger zu einem perfiden Wettkampf heraus.”

Hochsommer in Köln. Die Touristen treibt es zum Rhein. Auch ein amerikanisches Ehepaar wollte in den Büschen ein paar romantische Stündchen verbringen. Doch statt Romantik finden sie einen Toten, dem das Gesicht weggeschossen wurde.
Die Hauptkommissarin Judith Krieger kann aufgrund der Hitze nicht schlafen und macht sich auf zu einer Laufrunde am Rhein. Dort trifft sie auf das geschockte amerikanische Paar und den Toten.
Obwohl der Kopfschuss das Gesicht unkenntlich gemacht hat, haben Judith und ihr Kollege Manni das Opfer schell identifiziert: Es ist Jonas Vollenweider, der vor 20 Jahren des Mordes seiner Eltern und seiner Schwester verdächtigt wurde. Am Geburtstag seiner Schwester hat die Familie ein letztesmal aufeinander getroffen. Jonas ist angeblich am Abend wieder zu sich nach Hause gefahren. In dem Familienhaus in Hürth wurden Spuren eines Blutbades, jedoch keine Leichen gefunden. Man vermutete, dass Jonas sie “verschleppt” und begraben hat. Er wanderte nach Griechenland aus und erwartet mit seiner Freundin ein Kind. Zunächst muss die Frage geklärt werden, warum er gerade an dem Abend nach Köln kam. Schnell ist aber klar, dass er das Haus verkaufen wollte.
Was ist vor 20 Jahren wirklich passiert? Hat Jonas seine Familie getötet, war es der Vater oder gar die Schwester, die sich dann selbst aus dem Staub gemacht haben? Oder war es doch jemand anderes? Vielleicht jemand, der damals in den 60er Jahren in dem Kinderheim lebte, das die Vollenweiders führten und welches bereits abgebrannt ist?

Meinung:
5. Fall für Judith Krieger, erster und bestimmt nicht letzter Fall dieser Reihe für mich. Als ursprüngliche Kölnerin habe ich mich direkt wieder zu Hause gefühlt. Die Orte, die beschrieben wurden, konnte ich mir lebhaft in Erinnerung rufen. Alleine deswegen habe ich mich schon sehr auf das Buch gefreut. Dass es dann so spannend und verzwickt war, hat das Lesevergnügen nur gestärkt und ich habe das Buch nur ungerne aus der Hand gelesen.
Gisa Klönne versteht es die Spannung von Beginn an zu halten, in dem sie viele falsche Fährten legt und uns verschiedene Perspektiven zeigt. So lernen wir auch den Schatzsucher Eric Sievert und den Reporter Zobel vom Kurier-Report kennen.
Sieverts Situation ist ziemlich verzwickt. Er gräbt des öfteren illegal. Einmal stößt er auf eine teure Halskette, die er seiner Frau schenkt und die die Familie noch in Schwierigkeiten bringen wird, ein anderesmal stößt er auf menschliche Knochen. Da er Angst hat, seine Familie und sein Ansehen zu zerstören, schweigt er. Auf der einen Seite kann Sievert einem echt leid tun. Was ist an ein bisschen graben schon so schlimm? Soll er seinem Hobby doch nach gehen. Auf der anderen Seite ist er für mich auch ein charakterschwacher Idiot. Wenn ich auf Menschenknochen stoße, bin ich verpflichtet, das zu melden!
Zobel macht nur seinen Beruf und ja, Reporter müssen manchmal Ärsche sein, damit sie ihren Job richtig tun und doch ist er mir unsympathisch. Er ist stark und weiß genau was er will und das ist auch gut so, jedoch habe ich für schlagzeilengeile Reporter überhaupt nichts übrig.
Ihren Kollegen Manni und vorallem die toughe Judith Krieger habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Ich fand es sehr schön, auch einen Einblick in das private Leben zu bekommen. Besonders gefallen hat mir, dass man so nah dabei war. Die Ermittlungen waren spannend und verständlich.
Die Einblicke in die Gedanken des Täters, auch wenn man bis zum Ende nicht weiß, wer es ist, finde ich sehr schön und das gibt dem ganzen noch eine andere Ebene.
Gisa Klönne hat ein sehr sensibeles Thema behandelt: Die Erziehungsmethoden in den 60er Jahren. Ich finde es schrecklich, wie die Kinder damals behandelt wurde. Eigentlich hätten sie gerade in der Zeit viel Zuwendung und Unterstützung gebraucht. Stattdessen waren sie nur Nummern, die mit einem schrecklichen Grundsatz erzogen wurden.
Ich bin bei solchen Themen eh sehr sensibel und mir ist regelrecht schlecht geworden. Unfassbar, wie das dort ablief. Eigentlich möchte man davon gar nichts wissen und doch ist es sehr wichtig, dass man auch über solche Themen aufgeklärt wird. Gisa Klönne ist es gelungen, das in ihrem Krimi unter zu bringen. Und zwar sehr gefühlvoll!

Fazit:
Ein sehr spannender Krimi, mit einem sehr einfühlsamen Thema, der einen auch nach dem Lesen nicht mehr los lässt.
Ich war sehr begeistert und werde mich nach weiteren Werken von Gisa Klönne umsehen


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