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Beiträge von Petra Plaum
Top-Rezensenten Rang: 5.854
Hilfreiche Bewertungen: 166
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Rezensionen verfasst von Petra Plaum "pempress" (Mertingen)
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5.0 von 5 Sternen
Poetisch, philosophisch ... (nicht nur) für Menschen zwischen den Stühlen, 29. April 2013
Viele in der Lebensmitte kennen das Gefühl, zwischen den Stühlen zu sitzen. "Eine wie ich" erzählt von einer, die zwischen besonders vielen ihren Platz sucht. Wo ist sie zuhause: Im deutschen Dorf, wo sie sich mit den Töchtern niedergelassen hat, oder doch in Namibia, wo sie lebte, arbeitete, glücklich war? Wie findet sie zwischen der alten Liebe und jemandem, mit dem noch gar nichts klar scheint, Halt? Wie meistert sie den Spagat zwischen Broterwerb und künstlerischem Anspruch? Wie verletzlich bleiben, ohne zerstört zu werden? Dieses schmale Buch gibt mögliche Antworten. Ist teilweise Tagebuch, strukturiert und klar, dann wieder durchzogen von Gedichten, Wortspielen. Stark auch die Reflektionen zu Freunden, Bekannten, Verwandten und berühmten Dichtern. „Eine wie ich“ blickt der Erzählerin über die Schulter, in den Kopf und ins Herz. Die Leserin folgt ihr gerne dabei, denn so viel Ehrlichkeit berührt. Lese- und Interpretations-Tipps zu Hegel, Arno Schmidt, Christa Wolf und anderen gibt es mit dazu. Wunderbare Lyrik von P. Katharina Thölken obendrein. Und die tröstliche Gewissheit: Auf Zerrissenheit folgt sehr oft sehr Schönes.
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5.0 von 5 Sternen
Mit Hundespaß und Freunden lernt es sich leichter, 1. April 2013
Ein Kind, das mit dem Lesen, dem Schreiben oder beidem zu kämpfen hat, findet es meistens doof, wenn die Eltern ihm auch noch Bücher ans Herz legen. Doch dieses hier ist mehr als einen Versuch wert: Heldin Susa hat nämlich durchaus auch ihre Probleme mit Deutsch. Und deswegen Stress mit den Eltern. Trost findet sie bei ihrem Hund, mit dem sie in der Hundeschule viel Spaß hat. Dort lernt sie außerdem nette andere andere Kinder kennen -- zum Beispiel Timo, der immer so coole Hundegeschichten erfindet. Doch warum ist Timo in der Schule überhaupt nicht beliebt? Susa versteht erst mal gar nichts mehr. Und als dann auch noch der Fortbestand ihrer geliebten Hundeschule in Gefahr ist, weiß das Mädchen, dass sie für ihren neuen Freund und für die Hundeschule handeln muss. Und dass sie dazu jede Schüchternheit und auch die Scheu vorm Schreiben zu überwinden hat. Lebendig und warmherzig vermittelt Dr. Birgit Ebbert, dass Kids, die sie mit der Welt der Sprache schwer tun, andere Talente haben und dass sie oft ganz schön clever sind. Wie nebenbei gibt es alle möglichen Tipps, wie junge Lese- und Rechtschreib-Kämpfer ihre Fähigkeiten verbessern und dem Fehlerteufel nach und nach das Handwerk legen können. Darum eignet sich die Geschichte von Susa, Timo und ihren Hunden auch ganz prima für Eltern -- zum Lesen und zum Vorlesen. Und sie ist so fesselnd, dass auch Kids mit null Fehlern im Diktat oder ohnehin viel Freude am Schmökern hier auf ihre Kosten kommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
So wertvoll wie teuer, 1. April 2013
Linda langweilt sich. Also macht sie sich auf, ihren Eltern bei der Lösung eines kniffligen Rätsels zu helfen: Warum ist die Krone des mächtigen Baumes seit Jahren durch eine undurchdringliche Wolke verborgen? Lindas Eltern und andere kluge Erwachsene forschen, stellen Theorien auf und entwerfen Masterpläne, um die Wolke zu vertreiben. Doch Linda ergründet das Geheimnis des Wolkenbaums auf ihre eigene Weise: Mit Geduld, Liebe und ganz viel Phantasie. Es ist eine herzanrührende Geschichte, die Angelika Franke da erzählt und die Susanne Hartmann aufs Liebevollste illustriert. Kinder ab ca. 4 Jahren dürften an beidem ihre Freude haben -- die Vorleser ebenso. Die große Schrift kommt Leseanfängern und vorlesenden Großeltern entgegen, und das Buch überzeugt von der Optik ebenso wie vom Inhalt. Kleine Mädchen schätzen, dass der Einband bunt glitzert. Dieses Buch ist leider teuer, doch dafür auch ein Schatz; etwas, was man besonders nahestehenden Kindern mit auf den Weg geben möchte. Nicht nur verträumten Mädchen, aber denen ganz besonders.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Witzig und weise -- mit Liebe verfasst und gestaltet, 16. März 2013
Wer märchenhafte, liebevoll gestaltete Bücher (nicht nur) für Kinder sucht, kommt am Verlag "Der Märchenkönig" nicht vorbei. "Von Apfelscheusalen und Mangold-Maiden" belegt das einmal mehr: Die Geschichte eines kleinen Jungen mit dem ungewöhnlichen Namen Jeremias-Gunther (9), dem auf einmal die absonderlichsten Dinge passieren. Geschirr klebt an der Decke, des Onkels lange Nasenhaare sind früh am Morgen miteinander verflochten -- und alle glauben, Jeremias-Gunther sei es gewesen! Verzweifelt macht der Junge sich auf die Suche nach dem wirklichen Täter. Dabei lernt er zwei sprechende Igel kennen, die versprechen, ihm zu helfen. Gemeinsam mit Jeremias-Gunther taucht der Leser ein in eine Welt, in der der kleinste Käfer, das unscheinbarste Blatt Beachtung verdient. In der Spinnen Hessisch babbeln und die Jüngsten -- wie Jeremias-Gunthers' Schwesterchen Johanna -- am meisten verstehen. Die beiden Kinder treffen magische Wesen, hören unglaubliche Geschichten -- aber ob Jeremias-Gunther wirklich findet, was er sucht, verrate ich an dieser Stelle nicht. Wer gespannt ist, soll selber lesen! Nur soviel: Kinder ab ca. vier Jahren werden viel Freude haben, wenn sie dieses Märchen vorgelesen bekommen; Kinder ab ca. Klasse 2 können es selbst schmökern und genießen. Mit viel Phantasie und Witz macht Carsten Sobik Lust darauf, das, was auf der Wiese und im Wald kreucht und fleucht, mal wieder genauer anzusehen. Wie viel es doch draußen zu entdecken gibt! Und beißt man in einen Apfel -- lauert da vielleicht ein Apfelscheusal drin? Susanne Hartmanns Illustrationen bringen die Geschichte zum Leuchten, gefallen Großen und Kleinen. Und da hinten im Umschlag angedeutet ist, dass man sich auf eine Fortsetzung freuen dürfe, tun meine Kinder und ich jetzt genau das.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Lach dich schlank, 3. März 2013
Das Thema ist nicht neu, doch immer wieder schön: Eine coole Frau mit Kuschelbauch wird für schwanger gehalten, reagiert erst mal missverständlich und bevor sie den Irrtum aufklären kann, wird sie aufgrund ihres mutmaßlichen Zustands vom Chef befördert. Da lügt Ricky eben noch ein Weilchen weiter. Es ist ja auch zu schön, als XL-Lady fürs hemmungslose Reinhauen in der Kantine ausnahmsweise mal liebevolle Blicke zu ernten. Die Leserin hat besonders viel Freude an diesem Roman, wenn sie Kinder hat, selbst schwanger ist oder Babys plant: Die ganzen klugen Sprüche und Ernährungsregeln, die anno 2013 auf die Mama in spe einregnen, werden hier nämlich lustvoll auf die Schippe genommen. Während Romanheldin Ricky (und die Leserin mit ihr) zur Expertin in Sachen Geburtsvorbereitung mutiert, stellt Ricky fest, dass sie eigentlich doch ganz gern ein echtes Baby hätte -- doch woher soll das kommen, wo sie doch so gar keinen Kerl zur Hand hat? Und die Sache mit den Presswehen würde Ricky allzu gern delegieren. Außerdem bekommt sie so langsam ein Problem: Weil viele ihrer Lieblingsspeisen auf der "Dürfen-Schwangere-Nicht-Essen"-Liste stehen, wird sie plötzlich dünner statt runder. Ein Bauch zum Anschnallen muss her! Was für neue Probleme sorgt. Und dann trifft Ricky auch noch mehrere interessante Männer ... Ein wunderbar lustiger Frauenroman, den ich mir gut als Film vorstellen kann -- und der sich zwar genretypisch locker-flockig liest und Probleme schneller löst als das echte Leben, aber doch ungewöhnlich viele überraschende Wendungen beinhaltet. Und bei allem Skurrilen, allen zwerchfellstrapazierenden Pointen viel Wahrheit. Überbewertet oder nicht: Ohne den Funken "Ja, so isses" geht's nämlich doch nicht, nicht mal im Unterhaltungsroman.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ihr bislang bestes Buch, 3. März 2013
Ein Schauspieler erhält eine große Chance -- die letzte, vermutlich, denn er ist fast 50. Da verschwinden seine Kinder. Binnen weniger Stunden zeichnet sich ab, dass er wählen muss: Um die Kinder kämpfen oder seinen Traum leben? -- Wieder ein fesselnder Thriller rund um Moritz Ehrlinspiel. In Petra Buschs Erstling "Schweig still, mein Kind" führte ihn die Mördersuche in ein beschauliches Schwarzwalddorf, im zweiten Buch, "Mein wirst du bleiben", in ein ärmeres Viertel Freiburgs. Nun ermittelt Ehrlinspiel bei den Reichen und Schönen. Bald zeichnet sich ab, dass Günther Assmann nicht nur auffallend luxuriös lebt, sondern dass er ein auch mindestens ein Geheimnis hütet. Was es Ehrlinspiel und seinem Team nicht leichter macht: Das jüngere der vermissten Kinder, Rebecca, braucht Medikamente, sonst stirbt sie. "Zeig mir den Tod" frisst sich unter die Haut der Leser, bevor der erste Tropfen Blut vergossen ist. Jeder kennt Figuren wie den eitlen Günther Assmann, seine verhuscht wirkende Frau Lene, Marius Assmanns Klassenkameraden Torben und Nessy -- oder meint sie zumindest zu kennen. Hinter der Theaterbühne, im Häuschen eines Tierheilpraktikers, in Klassenzimmern und Designervillen passiert nämlich äußerst Überraschendes. Nicht überraschend: Busch überzeugt auch diesmal mit Einfühlungsvermögen, viel Liebe zur Sprache und malt Kulissen, in die der Leser sofort einzutauchen vermag. Wie immer gibt es viel Wissenswertes dazu: diesmal über Diabetes, die Welt des Theaters und den Tierschutz. "Zeig mir den Tod" ist auch psychologisch gesehen ein Meisterwerk, lässt den Leser nachdenken. Wie gut können Eltern ihre Kinder überhaupt beschützen? Was führt Liebende zusammen -- was hält sie beieinander? Wie weit darf ein Mann für seine Karriere gehen? Worum geht es überhaupt im Berufsleben: Geld? Sichtbarkeit? Oder doch um etwas anderes? Für mich war Petra Buschs Erstling ein nahezu perfekter Thriller, der zweite Band immerhin sehr gut. Nummer drei, "Zeig mir den Tod", halte ich für den besten der drei. Hier gibt es die faszinierendsten Menschen zu entdecken, die vielseitigsten Schauplätze und ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Traurigem, Lustigem und einfach nur Wahrem. Fazit: Unbedingt lesen. Und sich Zeit dafür nehmen. Dies ist ein Thriller, den man nicht aus der Hand legen mag.
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5.0 von 5 Sternen
Unterhaltsames, Mut machendes Vorlese- und Erstlesebuch, 27. Dezember 2012
Auf die Autorin kam ich über ihren (genial geschriebenen) Krimi "Glut des Bösen" und als ich erfuhr, dass sie auch Kinderbücher schreibt, wurde ich (dreifache Mama) sehr neugierig. Die Leseprobe von Lizzy, der Waldfee, die der schüchternen, stotternden Paula ihre Welt zeigt, gefiel nicht nur mir, sondern auch meinen Töchtern und so lud ich sie auf meinen E-Book-Reader und las vor. Eine gute Wahl, wie sich schnell zeigte: Mit großen Augen und offenen Mündern verfolgten meine Mädchen, wie Paula sich erst verläuft, dann aber zwischen Farnen und Bäumen eine Waldfee kennen lernt, sich von ihr klein zaubern lässt und mit ihr auf Erkundungstour geht. Es gibt Wissenswertes über Tiere wie Regenwurm, Maulwurf und Eichhörnchen zu lernen -- garniert mit ganz viel Phantasie und Wortwitz. Und am Ende ist nicht nur Paula ein ganzes Stück mutiger und selbstbewusster geworden, sondern auch die kleinen Leserinnen bzw. Zuhörerinnen haben beste Laune und fühlen sich gewappnet für die Herausforderungen des Alltags. Von den niedlichen, liebevollen Illustrationen hätten meine Mädchen sich noch mehr gewünscht -- aber auch so waren sie begeistert. Fazit: Wer gut schreiben und wichtige Botschaften überzeugend verpacken und transportieren kann, dem gelingen Krimis UND Kinderbücher!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Von kleinen Leuten, großen Träumen und noch größerem Beschiss, 25. Dezember 2012
Wer hätte nicht gerne einen Job, bei dem man anderen helfen, viel Spaß haben, mit netten Kollegen arbeiten und noch dazu toll verdienen kann? "Wenn du fleißig und mutig genug bist, haben wir diesen Job für dich", vermitteln immer mehr Unternehmen z. B. aus dem Nahrungsergänzungs-, Gesundheits- oder Finanzsektor. Dieser unterhaltsame, dabei sehr ernste Roman erzählt von zweien, die sich fleißig und mutig genug fühlen und beim Angebot eines Finanzdienstleisters zugreifen. Die 80-er Jahren nähern sich ihrem Ende, finanziell am Ende sind auch Rena (Mitte 20) und Mike (Anfang 30), denn er hat seinen Job als DJ verloren und sie erwirtschaftet als Kellnerin nicht eben Reichtümer. Da kommt der charmante Mann im Anzug, der Mike einen konkurrenzlos guten Job verspricht, gerade recht. Bei der Juno-AG soll Mike Altersvorsorgeprodukte verkaufen, dabei neue Mitarbeiter werben und bald zum glänzend verdienenden Manager werden. Mike klingeln die Ohren: So viel traut sein neuer Chef ihm zu? Der Leser mag sich Mike intellektuell überlegen fühlen -- doch was die Chefs und Kollegen der Juno-AG ihm ums Maul schmieren, würde so mancher aus der Leserschaft sicher auch mal gerne hören. Und wer wäre immun gegen ausgelassene Parties, schnelle Beförderungen, jede Menge positives Feedback? So, wie die Juno-AG Mike und schließlich seine lebenslustige Frau Rena in ihren Bann zieht, so beeindruckt "Die Rattenfänger" bald auch den Leser. Werden Rena und Mike durch und mit der Juno-AG zu skrupellosen Gangstern? Kann ihre Liebe es aushalten, dass auch Rena ins Unternehmen einsteigt? Rena ist die eigentliche Hauptfigur und Sympathieträgerin dieses Romans, sie ist es, die ihr Mitgefühl und ihren Verstand auch nach Alkohol- und Drogenexzessen nicht komplett ausschalten kann. Das führt bald zu Problemen - im Beruf, aber auch mit Mike ... Spannend wie einen Krimi erzählt Carla Berling die Geschichte zweier Möchtegern-Aufsteiger und eines Unternehmens, wie es heute viele gibt. Berling als Insiderin und erfahrene Journalistin verrät, mit welchen Tricks und Argumenten solche Unternehmen Mitarbeiter an sich binden, deren gesunden Menschenverstand ausschalten, an ihre niederen Instinkte appellieren und sie bald erpressbar machen. Klar wird auch: Nicht die fleißigsten und mutigsten Mitarbeiter kommen in diesen Unternehmen voran, sondern die skrupellosesten. Für jeden, der jemals von einer Karriere in einem der Juno-AG vergleichbaren Unternehmen träumte, ist dieses Buch ein Muss. Für alle anderen Spannung pur und bewegende Unterhaltung.
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5.0 von 5 Sternen
Wahrheit und Fiktion geschickt verwoben, 18. Dezember 2012
Eine Journalistin im Kampf um ihre Existenz. Ordensschwestern im Kampf um ihr Kloster. Ein Ermittler mit Doppelleben im Kampf gegen das Böse: Zu alledem füge man eine große Prise Hildegard-von-Bingen-Fakten und eine lebendige, unter die Haut gehende Schreibe, fertig ist eines der überzeugendsten Krimi-Debüts der letzten Jahre. Dass Hildegard von Bingen eine viel komplexere, vielschichtigere Person war, als die heute überall erhältlichen Hildegard-Rezepturen und -Sprüche viele glauben machen, war mir schon bewusst. Dass sich aus einigen ihrer Verhaltensweisen und Schriften ein fesselnder Krimi weben lässt, beweist Anette Huesmann nun mit ihrem Erstling. Wird Journalistin Emma dem Drang widerstehen, die Geschichte der Toten auf dem Altar reißerisch zu vermarkten -- auch, wenn genau das ihre Existenz sichern könnte? Ist unter den Ordensschwestern eine Mörderin, wenn ja, warum tötet sie? Was hat Emmas Vater -- einst Lehrer des Mordopfers im Kloster -- mit dem Mord zu tun? Ist die Tat womöglich der Auftakt zu einer grausamen Serie? Spannend von der ersten bis zur letzten Seite -- ich hoffe auf weitere Romane Anette Huesmanns, die Fakten und Fiktion erneut gekonnt zusammenbringen.
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5.0 von 5 Sternen
Ideen und Denkanstöße für Eltern, Großeltern, Erzieher, 18. Dezember 2012
Der Titel klingt ein wenig, als erwarte Eltern eine Rezeptesammlung, wie man Kinder zu guten Schülern macht -- auf so etwas reagiere ich eher allergisch. Zum Glück ist "100 Dinge, die ein Grundschulkind können sollte" kein Buch, das Müttern (v. a. solcher, deren Kinder sich schulisch nicht leicht tun) Komplexe einjagt. Im Gegenteil: Natürlich geht es auch darum, mit welchen Spielen, Gewohnheiten und Übungen man Kindern in der Konzentration stärkt, mathematisch fitter macht, sprachlich gut vorbereitet usw. Das sollte eine Fachfrau für Fragen rund ums Lernen wie Autorin Dr. Birgit Ebbert ja auch auf keinen Fall außen vor lassen. Doch in "100 Dinge" geht es auch um viel anderes: Um Mitgefühl, um die Freude an Büchern und wie man sie vermittelt, um Selbständigkeit und die Frustrationstoleranz, zum Beispiel. Es gibt Ideen zur Freizeitgestaltung, zum gesunden Essen, zum Miteinander in der Familie -- und hätten Sie aus dem Stehgreif gewusst, was der Unterschied zwischen einem Wunsch und einem Bedürfnis ist bzw. wie man einem Kind denselben vermittelt? "100 Dinge" ist eine Schatzkiste für Eltern, Großeltern und andere, die Kinder im Grundschulalter begleiten und nach Anregungen für das Familienleben suchen. Die sich nicht fragen: "Wie mache ich möglichst schnell aus Einsen Vieren?", sondern die eher wissen wollen: "Wie kann ich mehr Leichtigkeit ins Lernen bringen, mehr Freude in Schulaufgaben und Alltag? Was macht überhaupt mein Kind zu einem wertvollen Menschen? Was außer Mathe, Deutsch und HSU sollte ein Kind mit 10 können? Sind nicht auch Kreativität, Mitgefühl und Musikalität wertvolle Eigenschaften -- und können die nicht auch dazu führen, dass ein Kind beruflich und privat einen guten Weg geht?" Nicht zuletzt: "Wie erkenne ich, ob mein Kind Legasthenie, Dyskalkulie oder AD(H)S haben könnte -- und was hilft da?" Als eine Mutter, die die Schulzeit als Marathon sieht, nicht als Sprint, begrüße ich dieses Buch und die ganzheitliche Sichtweise des Familienlebens mit Schulkindern.
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