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Rezensionen verfasst von
JazzMatazz (Würzburg, Dirty South)

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Klusterf**k (EP) [Explicit]
Klusterf**k (EP) [Explicit]
Preis: EUR 5,34

4.0 von 5 Sternen I'm the one you love, but your people can't stand me, 19. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Klusterf**k (EP) [Explicit] (MP3-Download)
Ein Jahr ohne richtiges Album ist für Tech N9ne Fans mittlerweile ziemlich ungewohnt. 2012 war es das erste Jahr seit 2005 seit dem dies der Fall war. Stattdessen lieferte der Rapper aus Kansas City damals aber gleich drei EPs, die erste davon ist "Klusterfuk". Eine kleine Überraschung sind die Producer dieses Werks, denn es wurde komplett von den Jungs von ¡Mayday! geschaffen. Kein Seven oder sonst jemand der altbekannten Weggefährten von Tech N9ne steuerte Beats bei.

Los geht's mit dem Titelsong "Klusterfuk", der zunächst noch ruhig beginnt, während Tech über seine aufgezwungene Konvertierung zum Islam während seiner Kindheit berichtet, stellt uns mit einsetzenden Gitarrenriffs dann aber auf den ¡Mayday! Sound ein, der uns hier noch öfter begegnen wird. Das Ganze wirkt recht energiegeladen, was durch Tech's unglaublich schnellen Flow noch unterstrichen wird, jedoch nicht zu aggressiv, sondern angenehm anzuhören. Im weiteren Verlauf kommt auch das weibliche Feature Sassy zum Zug, leider spricht sie ihre Strophe nur. Richtig genial ist "Blur", bei dem Wrekonize nicht nur an den Reglern stand, sondern auch am Mikro. Lyrisch dreht es sich um einen Alkoholexzess und dessen Folgen, kennen wir von Strange Music ja zur Genüge. Passend dazu ist das Instrumental behäbig und ziemlich schräg, wirklich perfekt. Dazu noch der eingesungene Refrain von Wrekonize und fertig ist ein echtes Sahnestück. Ein weiteres folgt umgehend mit "Can't Stand Me". Schön flott mit ordentlich Drive, dazu etwas E-Orgel im Hook, sehr feiner Sound. Tech feuert mal wieder seine Verse hinaus, dass es einen einfach packt und man gebannt seiner Story lauscht, wie er als Jugendlicher der Schreck der Eltern der Girls war. Krizz Kaliko ist wieder einmal mit von der Partie und macht mit seinem Gastpart das Lied zum Ohrenschmaus. Wieder etwas rockiger, dennoch recht smooth geht es mit "Ugly Duckling" (feat. Aqualeo) weiter, was einen guten Übergang zu den ebenfalls recht relaxt anmutenden Tour-Stories in "Awkward" darstellt. Seinen Ausklang erhält "Klusterfuk" mit "D.K.N.Y." - ein Track, der wieder einmal voller Power steckt. Trommelnde Beats, schnelle Rhymes und ein krachender Refrain, bei dem nicht nur die E-Gitarren rocken, sondern auch Tech N9ne. Nebenbei legt auch Krizz Kaliko noch mal eine echt gute Strophe hin, in der er klar macht, dass er wie Tech nicht zu den Standard-Typen gehört.

"Klusterfuk" ist bis dato Tech N9ne's beste EP, wie ich finde. Die Produktionen sind durchweg gelungen und wissen zu unterhalten. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass dies die erste EP ist, die nicht zur K.O.D. Collection gehört und somit kein Reste-Material enthält. Wie dem auch sei, für Tech N9ne Fans ein absolutes Muss.


Seepage (EP) [Explicit]
Seepage (EP) [Explicit]
Preis: EUR 5,94

4.0 von 5 Sternen Heartless darkness, I feel it seeping out of me, 18. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Seepage (EP) [Explicit] (MP3-Download)
Nach "The Lost Scripts of K.O.D." und The Gates Mixed Plate" war "Seepage" das dritte Werk, welches Tech N9ne 2010 veröffentlichte. Gleichzeitig ist es auch der dritte Teil der K.O.D. Collection. Insgesamt sechs Tracks beinhaltet diese EP, einer davor ist jedoch lediglich nur ein Skit. Genau wie die anderen Strange Music EPs ist auch "Seepage" in erster Linie digital erhältlich, über das Label selbst jedoch auch als CD zu bekommen.

Mit dem Titelsong "Seepage" erhält die EP einen recht dunklen Einstand, sowohl lyrisch als auch musikalisch. Das Instrumental klingt nach einem Mix aus Mystery und Horror, baut direkt eine unbehagliche Atmosphäre auf, die der King of Darkness natürlich zu nutzen weiß und gemeinsam mit Tonesha Sanders, die im Refrain unterstützend eingreift, eine beeindruckende Performance hin legt. In "A**hole" machen Tech, Big Scoob und Krizz Kaliko unmissverständlich klar, dass sich nicht gerade der Traum von Schwiegermüttern sind. Ich finde den Song maximal mittelmäßig, ist die Produktion doch zu eintönig und wenig spektakulär, weiß einfach nicht zu fesseln. Hinzu kommt, dass ich Big Scoob für den schwächsten Rapper im Strange Music Camp halte und ihm nicht viel abgewinnen kann. Deutlich besser ist da "Alucard", rückwärts gesprochen Dracula. Als Vampir des Rap mit unsterblicher Musik inszeniert sich Tech N9ne selbst auf einem extrem düsteren, unheimlichen und auch ein wenig aggressiven Instrumental. Seine Stimme ist mit dem "Telefon-Effekt" belegt, was insgesamt gut zum Thema passt, allerdings mag es ohne lieber. Der Flow kommt während der Strophen wie aus einem MG gefeuert, der Refrain ist hingegen screwed, also verlangsamt und verdunkelt. Fast schon passend zum Thema Vampir folgt mit "Bite Me" (featuring Tonesha Sanders & Jessica Slankard) ein zwei minütiger Quickie. Zu guter letzt kommen wir noch mal in den Genuss eines echten Knallers, nämlich "Trippin' Comin'". Auch diesem Track ist eine gewisse Dunkelheit nicht abzusprechen, wirkt dank seiner geschmeidigen Hintergrundmelodie recht gefühlvoll, als Sahnehäubchen lassen es Tech und Krizz Kaliko einem mit dem Refrain eiskalt den Rücken hinunter laufen. Kleines Highlight sind die Rückwärts gesprochenen Sätze von Tech, die rüber kommen wie aus einer anderen Dimension. Genial.

Im Großen und Ganzen ist auch "Seepage" eine ordentliche EP, ohne dabei aber an die Klasse von "The Lost Scripts Of K.O.D." heran zu kommen. Speziell für "Alucard" und "Trippin' Comin'" lohnt sich die Anschaffung, als Fan von Strange Music wird man aber auch an den anderen Liedern seine Freude haben.


The Lost Scripts of K.o.d. (Ep)
The Lost Scripts of K.o.d. (Ep)
Preis: EUR 2,93

4.0 von 5 Sternen Die erste EP, 18. April 2014
Die Veröffentlichung von EPs hat sich bei Strange Music mittlerweile zu einer Tradition gemausert und sorgt bei Fans für musikalischen Nachschub zwischen den einzelnen LP-Releases. Angefangen hat alles im Frühjahr 2010 mit "The Lost Scripts Of K.O.D.", dem zweiten von insgesamt vier Teilen der K.O.D. Collection. Rund 20 Minuten in Form von fünf Tracks beinhaltet dieses Werk, welches als physisches Exemplar auch über die Website von Strange Music geordert werden kann.

Den Anfang macht mit dem "Like I Died" Remix gleich ein echtes Brett. Neben einem penetrant pumpenden Beat verfügt die Produktion über Streicher, die dem Ganzen einen strengen Drill geben, was im Refrain durch Tech's raues Organ seine volle Power entfaltet. Im Gegensatz zur Originalversion sind hier mit Krizz Kaliko und Craig Smith noch zwei Features mit dabei, die meiner Meinung nach dem Song aber eher etwas von seiner Wucht nehmen, da sie mit dem Flow des Meisters nicht mithalten können. Noch weit mehr Dampf hat der darauf folgende Titel "Stress Relief", mit dem man sich so richtig abreagieren kann. Pompös aufgezogen, fast schon wie ein Schlachten-Epos, wummert das Instrumental, zu dem Tech N9ne seine ganze Wut am Mic auslässt, was wir besonders im Hook zu spüren bekommen. Während der ersten beiden Strophen wurde über seine Stimme noch eine Art Schleier gelegt, sodass es so klingt, als würde er durch ein Telefon rappen. In "00N9NA" vergleicht sich der MC aus Kansas City mit 007, James Bond. Weniger was die Heldentaten betrifft, sondern das aufregende Leben, das nach jedem Aufwachen ein neues Abenteuer parat hält. Musikalisch kommt das Stück recht smooth daher. Weiche Bässe, recht melodisch. Die Verse schmettert Tech recht flott, während der Refrain ein Mix aus Gesang mit verzerrter Stimme und Background-Rap ist. Sehr chillig. Das Gegenteil, nämlich düster und packend, sind die letzten beiden Lieder der EP. Eingeleitet mit "Pain Killer", in dem uns Tech seine dunkle Seite offenbart, was durch Krizz Kaliko's Refrain grandios abgerundet wird, findet "The Lost Scripts Of K.O.D." seinen Höhepunkt mit "Last Sad Song". Der Track verbindet auf geniale Art und Weise Traurigkeit und Aufbruchstimmung, sowohl musikalisch als auch von den Lyrics her. Begleitet von einem gefühlvollen Pianospiel lässt Tech schon während der Strophen eine echte Gänsehaut-Atmosphäre aufkommen, was seinen krönenden Abschluss erneut durch Krizz Kaliko findet, dessen Hook sich schlicht und einfach genial anhört und wir insgesamt einen der besten Tech N9ne Songs überhaupt hören.

Wie schon "K.O.D." ist auch "The Lost Scripts Of K.O.D." ein echter Hit, dem man sicher auch fünf Sterne hätte geben können, enthält es doch keine Ausfälle und mit "Last Sad Song" gar ein wahres Meisterwerk. Mir persönlich fehlt dennoch das letzte Etwas für die volle Punktzahl. Nichts desto trotz ist diese EP natürlich sehr stark und ein Muss für alle Tech N9ne Fans.


Pres. Jet Life Crew-World Order 2
Pres. Jet Life Crew-World Order 2
Preis: EUR 17,97

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lames catch Feelings, We catch Flights!, 7. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pres. Jet Life Crew-World Order 2 (Audio CD)
Seit Curren$y sich von Cash Money befreit hat und seitdem Album für Album droppt, geht es nicht nur mit ihm steil bergauf, auch seine Jet Life Crew - oder kurz die JETS - profitiert davon. Rund ein Jahr nach der ersten gemeinsamen Platte, bringt das Ensemble aus New Orleans mit "Jet World Order 2" den Nachfolger zum durchaus gelungenen Einstand. An den Rahmenbedingungen hat sich nichts geändert, daher sollten die Jungs wohl an das Debüt anknüpfen können, oder?

Nach einem anderthalb-minütigen Intro beginnt "Jet World Order 2" mit "Welcome". Performt wird von Trademark da Skydiver und Young Roddy, die auch auf diesem Album die meisten Parts abliefern. Unterstützt von einer absoluten Chill-Granate aus den Händen von Cookin Soul liefern die beiden genau das ab, was man von ihnen erwartet: Lässige Flows mit ihren markanten Stimmen, dazu Lyrics, die einen von den Problemen dieser Welt ablenken. Curren$y findet seinen ersten Auftritt auf dem nächsten Track "No Sleep", der ja auch als Single erschien. Gemeinsam mit den Kollegen Trademark und Roddy rhymt der Hot Spitta in gewohnter Manier über einen ziemlich spacigen Beat, den man entweder liebt oder hasst. Ich finde ihn sehr fresh, wenn auch nicht gerade alltagstauglich. In ihrem einzigartigen Style führen die JETS die Liste an gelungenen Tracks weiter und liefern mit dem relaxten "The Vision", das sich so anhört als käme es direkt aus Alice' Wunderland, das nächste kleine Highlight. Etwas härter hingegen pumpt "Raw", bei dem Young Roddy alleine die Strophen übernimmt, während Trademark den Refrain vorträgt. Insgesamt ordentlich, zwar nichts Besonderes, aber bringt etwas Abwechslung.

Und diese Abwechslung ist auch bitter nötig. Denn einerseits ist es natürlich top, dass die Jungs ihrem Stil treu bleiben und auf der LP einen roten Faden verfolgen, das hat aber zur Folge, dass sich die eher mittelmäßigen Songs ziemlich hinziehen können. Da kommt ein Stück wie "The Grind" gerade recht. Straffer Beat, düstere Melodien, dazu dezente Synthie-Effekte, Young Roddy und Trademark da Skydiver und fertig ist ein weiterer Banger, der besonders nachts beim Autofahren gut kommt. Den leider einzigen Auftritt von Fiend erleben wir auf dem verträumten und extrem gechillten "Sittin Low", das ein wenig vor sich hin plätschert, was durch den Auftritt von International Jones ein bisschen ausgeglichen wird. Von Young Roddy's Mixtape "Good Sense" wurde der gleichnamige Titeltrack mit auf "Jet World Order 2" gepackt, was bei diesem smoothen Ohrenschmaus sicher eine gute Idee war. Generell lädt die Schlussphase der Platte mit ihren melodischen, harmonischen und relaxten Klängen sowie den Rhymes um den Jet Lifestyle zum genussvollen Zuhören ein und bietet den Anhängern das, worauf sie scharf sind.

Insgesamt rundet "Jet World Order 2" das Jahr 2012 mit Curren$y's gelungenem "The Stoned Immaculate" sowie zahlreichen Mixtapes von den JETS wunderbar ab, wobei ich auch sagen muss, dass mir der erste Teil ein Stück weit besser gefallen hat. Sei's drum. Klare Empfehlung für alle Fans. Jet Life to the next Life!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2013 10:05 PM CET


All Around the World
All Around the World
Preis: EUR 9,62

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen The Twins need Lil Jon, 4. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: All Around the World (MP3-Download)
Mittlerweile ist es 10 Jahre her, als die Ying Yang Twins in Zusammenarbeit mit Lil Jon & The Eastside Boyz und ihrer Hitsingle "Get Low" nicht nur den internationalen Durchbruch schafften, sondern auch den Crunk in den Charts etablierten. Zuletzt war es jedoch ziemlich ruhig um das Rap-Duo aus Atlanta - bis der deutsche Plattenaufleger und Producer DJ Teddy-O die Jungs 2012 mit ins Studio nahm. Heraus kam "All Around The World", eine Platte, die an die frühen Zeiten von D-Roc und Kaine erinnert. Doch ist Crunk heute überhaupt noch zeitgemäß? Und kann Teddy-O mit den Produzenten mithalten, die die Ying Yang Twins sonst gewohnt sind?

Der Opener "Alcohol & Drugs" macht gleich klar, worum es bei diesem Album geht: Party. Musikalisch werden die Rhymes um Rauschmittel dickem Bass und massig schrägen Klängen aus der Elektronik begleitet. Leider wenig innovativ und sehr monoton. "Get On The Floor" hingegen fordert zum Shaken des Hinterteils auf. Mit hohem Tempo donnert der Track aus den Speakern, wirkt dabei recht schrill und abgefahren, eben genau richtig für Clubs. Während das orientalisch angehauchte "Snake" für ein wenig Abwechslung sorgt, enttäuscht die Single "Rock" mit trockenem und eintönigen Beatgehämmer, welches selbst auf dem Dancefloor für nicht allzu viel Entertainment sorgen dürfte. Das recht slow gehaltene "Bullshit" hinterlässt zunächst den Eindruck eines Fremdkörpers auf "All Around The World". Tatsächlich ist es aber einer der besten Tracks, da er nicht mit Synthies überfrachtet wurde, trotz seiner Härte recht gediegen rüberkommt und zudem sehr gut mit den Stimmen der Ying Yang Twins harmoniert.

Nach diesem kleinen Highlight folgt jedoch postwendend eine wahre Qual und zwar in Form von "Grey Goose Pt. 2". Das Original aus 2004 war schon nicht gerade ein Knaller, doch die 2012er Ode an den beliebten Vodka befindet sich weit jenseits des guten Geschmacks. Verantwortlich dafür ist wieder einmal eine Produktion, die jegliche Abwechslung oder Idee vermissen lässt. Nichts als Bass. Hinzu kommt ein fürchterlich stimmverzerrter Refrain, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen. Der Rest des Albums bietet leider nur noch wenig Erwähnenswertes. Unter viel Ausschussware stechen nur noch die beiden Party-Tracks "Hips" und "Nasty" heraus. Zwar sind auch diese alles andere als besonders, machen aber die grundlegenden Dinge richtig, sind kraftvoll und halbwegs melodisch und bieten mit Kaine und D-Roc zudem zwei Routiniers, die wissen, wie man damit umgehen muss.

Um es kurz zu machen: DJ Teddy-O fehlt noch einiges zu den amerikanischen Kollegen. Seine Beats sind oft einfallslos und zu arm an Abwechslung. Der ein oder andere Party taugliche Song lässt sich auf "All Around The World" mit Sicherheit finden, an die Qualität an ältere Ying Yang Smashes wie "Georgia Dome", "Badd" oder "Dangerous" können die jedoch bei Weitem nicht anknüpfen.


Raw
Raw
Wird angeboten von mmv_de
Preis: EUR 6,69

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen B*tch I am RAW!, 15. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Raw (Audio CD)
War sein Debüt "Gazing At The Moonlight" 2009 noch über das inzwischen zwar abgehalfterte, aber immer noch legendäre Label Ruthless erschienen, so blieb Hopsin mit dem Nachfolger "RAW" zunächst leider nichts anderes übrig als den digitalen Weg der Distribution zu wählen und das Album als MP3 zu veröffentlichen. In Deutschland sicher noch vielen unbekannt, dürfte der 26-jährige Rapper aus Los Angeles durch seinen Auftritt auf Tech N9ne's neuem Werk "All 6's And 7's" vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit erlangen. Dass er diese definitiv verdient hätte, zeigt uns dieses Album aus dem Jahr 2010.

"RAW" umfasst 16 Songs, die alle vom Mann mit dem Faible für weiße Kontaktlinsen selbst produziert wurden. Als Opener dient "Hot 16's", bei dem der Junge keinen Zweifel daran lässt, dass er vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, was in Kombination mit einem penetranten, straff gehaltenen Instrumental passiert. Wer Hopsin zum ersten Mal hört, wird dabei auch sofort auf seinen lässigen Flow und die angenehme Aussprache aufmerksam. "Sag My Pants" erinnert ein wenig an Hopsins Vorbild Eminem. Das liegt nicht nur am rotzfrechen Refrain, sondern auch daran, dass der Junge sich gleich mit einem Haufen von Leuten anlegt. Neben Drake, Rick Ross, Lil Wayne und Soulja Boy bekommt auch das alte Label Ruthless sein Fett weg. Die Produktion ist dabei recht schlicht, fast schon unspektakulär, eignet sich dadurch aber perfekt zum Zuhören. Kleiner Tipp: Unbedingt mal das Video zum Song anschauen. Deutlich düsterer geht es beim darauf folgenden "You Are My Enemy" zu. Allein schon die Hintergrundmelodie sorgt für Gänsehaut-Feeling, Hopsin tut sein Übriges. Leider nimmt der Refrain mit seiner vielen Elektronik und dem Gesang wieder etwas davon, nichts desto trotz kann man auch hier von einem gelungenen Track sprechen. Im krassen Gegensatz dazu steht dazu "I'm Not Introducing You", das insgesamt verdammt groovy und fröhlich klingt, was durch Hopsins Gesang etwas verstärkt wird. Den ersten Gastauftritt erleben wir mit Swizzz, der ja öfter mit Hopsin zusammenarbeitet, auf "I Am RAW". Inhaltlich erzählen die beiden von ihrem Werdegang und diversen Rückschlägen, was mit einem sehr pompösen Beat und der Aussage "B*tch I am raw" in unser Gehör gemeiselt wird.

Etwas nachdenklicher erleben wir Hopsin auf "Nocturnal Rainbows", das vom Sound her tatsächlich nach einem Ausflug in die dunkle Nacht klingt. Dabei spricht er seine persönliche Lage an ("I still don't know who Hopsin is"), aber geht auch mit dem amerikanischen Präsidenten hart ins Gericht. Der nächste Track "How You Like Me Now", ebenfalls mit Swizzz, präsentiert sich dagegen ruff und aggressiv, was man sowohl der Produktion, als auch den Performances der beiden deutlich anhört. "Kill Her" erinnert ein wenig an Brotha Lynch Hung. Harter Tobak, bei dem die Bässe gnadenlos poltern und Hopsin seinem Hass auf Tomica Wright freien Lauf lässt. Auch hier sollte man sich unbedingt mal das zugehörige Video ansehen - krasser Stoff! Als perfektes Anhängsel folgt darauf mit "I'm Not Crazy" (feat. SwizZz & Cryptic Wisdom)ein Track, der unterhaltsamer nicht sein könnte. Hier erzählt er uns, was er ist und was nicht. So wirklich glauben mag man den Titel des Tracks zunächst zwar nicht, doch nach den Worten im Refrain: "I'm not crazy // I'm just a tad bit strange" denkt man sich selbst nur "alles klar" und grinst dabei, insbesondere beim erneuten Seitenhieb auf Lil Wayne. Gegen Ende geht es mit "Blood Energy Potion" in Richtung Horrorcore, wobei der Song tatsächlich den Sound eines alten Horrorschinkens - garniert mit ein paar E-Gitarrenriffs - nennen kann. Hopsins Flow ist hier ein wahrer Genuss, den Inhalt darf man dabei natürlich nicht ganz so ernst nehmen. Abgerundet wird das Ganze mit einem erneut mehr als gelungenem Track, "Pillow Man".

Wenn man das Album dieses wirklich talentierten Rappers durchgehört hat, fällt man in Begeisterung, da Hopsin endlich ein Label fand, das dieses Werk auf Platte presst. Verdient ist es allemal. "RAW" ist erfrischend, da deutlich abweichend vom Mainstream, außerdem sehr unterhaltsam, wenn man den Lyrics aufmerksam zuhört. Wer die Strange Music Crew oder die älteren Sachen von Eminem mag, sollte hier definitiv mal rein hören, aber auch alle anderen, die vom Pop-Weichspüler genug haben.


Angel Dust
Angel Dust
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 19,85

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen One mo' Time, 9. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Angel Dust (Audio CD)
Da ist er wieder: Z-Ro. Mit seinem insgesamt schon 16.(!) Album veröffentlicht der produktivste Rap-A-Lot Künstler aus Houston, TX mit "Angel Dust" den vorerst letzten Teil Drug-Serie. Nachdem der direkte Vorgänger "Meth" als das bisherige Prunkstück der mit Drogen betitelten Werke gilt, liegt die Messlatte für diese Scheibe natürlich hoch. Wie schon bei "Crack", "Cocaine" oder "Heroin" hat Z-Ro auch bei "Angel Dust" einen Großteil der Songs selbst produziert. Ob das eine gute Entscheidung war, oder ob er doch besser verstärkt auf die 2011er Hitgaranten Beanz-N-Kornbread hätte setzen sollen, checken wir jetzt.

Der Einstand fällt mit "Never Been" sehr Texas typisch aus. Ein slow gehaltener Beat trifft dabei auf die gute alte E-Orgel, die einen entspannten Touch mit einbringt, Akzente werden zusätzlich von einem Piano gesetzt. Z-Ros Flow ist dabei sehr relaxt, was gut zu seiner Stimme passt, während er uns von seiner Realness überzeugt. In "These Days" geht wie so oft die Missstände der amerikanischen Gesellschaft, die Ro auf sehr raue Art aufzeigt. Die einzige Produktion von Beanz-N-Kornbread knüpft an die genialen Stücke von "Meth" an und haut einen sofort mit seinen emotionalen Melodien und dem sanften Bass um. Nachdem es mit "I Just Wanna Say" sehr Blues lastig weitergeht, pumpt "Truth Is" ein bisschen kräftiger aus dem Speaker, ohne dabei hart oder unharmonisch zu wirken. Durch Z-Ros Reime, in denen er sich selbst reflektiert, und den von ihm eingesungenen Refrain kommt mächtig Gänsehautstimmung auf, sodass einer der besten Songs entsteht. Ganz anders kommt da der gerappte Porno "DiccOnU" rüber. Auch hier überzeugt das Instrumental mit seinem chilligen Sound, der durch E-Gitarren und Claps noch einen interessanten Drive bekommt. Neben Z-Ro erzählen dabei BG und Mr. Mac T ihre mehr oder weniger erotischen Phantasien.

Die harte Seite lassen Z-Ro und Lil' Flea in "Love It" raushängen. Deutlich kraftvoller und mit düsterem Flair wummert der Song, der im Refrain pompös aufgezogen wird, wozu die beiden deutlich machen, dass sie aus der Gangsta-Rap Szene kommen. "Phuq Wit Me" schlägt eine ähnliche Richtung ein und auch "Young Ni**a" erzählt vom Lifestyle mit Waffen und Gewalt, wobei hier die Screw-Elemente im Hook hervorstechen. Melancholisch und mit ähnlicher Wirkungsweise wie "Truth Is" packt einen "Time" sofort. Dies liegt an der grandiosen und hochemotionalen Klavier-Begleitung, die Z-Ro unterstützt. Und wo wir gerade eh schon bei klasse Instrumentals sind, muss gleich auch noch das Sahnestück "Heaven" erwähnt werden, dessen auf Akustik- und E-Gitarren basierender Sound gepaart mit Z-Ro einen wahrlich einlullen und ein angenehmes Feeling verbreiten. Die hohe Qualität zieht sich auch bis zur Schlussphase hindurch. Herausstechend dabei u.a. "Take My Time" gemeinsam mit S.U.C. Kollege Lil' Flip, das ein wenig schwungvoller daher kommt. Vollendet wird "Angel Dust" mit einem recht dunklen Song namens "Today", für den sich Z-Ro die Houston-Legende K-Rino als Gast herausgesucht hat. Allein schon an den Namen der Interpreten kann man sich denken, welch lyrisches Fest man hier geboten bekommt.

Bevor es für Z-Ro mit dem nächsten Album als Rother Vandross weitergeht, hat er mit "Angel Dust" eine sehr gelungene Platte auf den Markt geworfen, bei der er auch zeigt, dass er sich als Producer verbessert hat. Trotz keiner misslungener Lieder gebe ich der Platte "nur" 4 Sterne, da zur Perfektion noch das gewisse Etwas fehlt. Für Fans von Z-Ro natürlich ein absolutes Muss, aber auch andere werden mit "Angel Dust" sicher ihre Freude haben können.


Food & Liquor II-the Great American Rap Album Pt.1
Food & Liquor II-the Great American Rap Album Pt.1
Preis: EUR 12,74

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen More Food & Liquor, 2. November 2012
Lupe Fiasco wollte eigentlich schon längst in Rente gegangen sein, doch wie hochrangige Namen wie Jay-Z oder Scarface beweisen, ist es doch nicht ganz so leicht, das Mic an den Nagel zu hängen. Mit "Food & Liquor II: The Great American Rap Album Pt. 1" veröffentlicht der mittlerweile 30-jährige Rapper aus Chicago sein mittlerweile viertes Album. Im Gegensatz zu den Vorgängern, die mit tollen Artworks punkten konnten, bestehen Cover, Booklet und Backcover komplett aus schwarzen Seiten, lediglich versteckt im Inlay findet man die Credits. Eine coole Idee in Anlehnung an den Song "All Black Everything" von der letzten LP und zugleich ein Durchsetzen gegen das Label. Ob Lupe auch musikalisch weiterhin die gewohnte Qualität abliefert, sehen wir nun.

Nach einem fast zweiminütigen Intro beginnt "Food & Liquor II" so richtig mit dem ersten Track "Strange Fruition". Begleitet von einem düsteren und behäbigen Stück, das durch einen recht kräftigen Beat und ein Streicher-Loop ein bisschen an Dramatik gewinnt, legt Lupe Fiasco schon früh eine hohe Messlatte. Mit zahlreichen Wortspielen im Gepäck zeigt er auf seine einmalige Art und Weise auf, welch ungenießbaren Früchte die Gesellschaft treibt. Bei "Around My Way (Freedom Ain't Free)" werden sich die älteren unter uns sofort an den Pete-Rock-&-CL-Smooth-Klassiker "T.R.O.Y." erinnert fühlen. Das Instrumental klingt wie eine 1:1 Kopie und ist wie das Original einfach nur eine Wucht. Lupe brennt dazu flowtechnisch einiges nieder und legt zu dem so fröhlich klingenden Song eine lyrisch Ernste Performance hin. Mächtig Gänsehaut hingegen verursacht "Audubon Bullroom". Es dreht sich um die Rolle der Afroamerikaner und spricht diesen Mut zu. Garniert wird dies mit einem echten Kracher von Musikstück, das sowohl kraftvoll und heroisch, als auch gefühlvoll klingt, was insbesondere im Refrain zum Tragen kommt.

Etwas lässiger geht es mit dem chilligen "Bitch Bad" zur Sache und auch "Lamborghini Angels" schlägt mit seinem spacigen Synthie-Sound eindeutig die entspannte Richtung ein. Ebenfalls an Coolness kaum zu überbieten, kommt "Heart Donor", bei dem auch Poo Bear mitmischt und den Refrain singt, um die Ecke. Produziert wurde das Lied von den Runners, die ja für ihren melodiösen Sound bekannt sind. Und so schmiegt sich auch "Heart Donor" wunderbar angenehm an die Gehörgänge an und geht rein wie Butter. Etwas überraschend zählt mit "Battle Scars" ausgerechnet ein Track über enttäuschte Liebe zu den absoluten Albumhighlights. Von Claps und Piano dominiert, mit viel Gesang von Guy Sebastian perfektioniert, geht dieser traurige Smash absolut unter die Haut und packt einen mit seinen harmonischen Klängen und den dazu passenden Verses der beiden Künstler. Der letzte Part von "Food & Liquor II" wird mit dem selbstbewussten "Brave Heart" schon recht energiegeladen eingeleitet und findet mit dem wieder einmal sehr nachdenklich gestimmten "Unforgivable Youth" noch mal einen wahren Höhepunkt.

Lupe Fiasco gehörte schon seit Beginn seiner Karriere zu den Rappern, die die Fans mit smarten Lyrics begeistern. Mit "Food & Liquor II: The Great American Rap Album Pt. 1" zeigt er sich gegenüber seinen Vorwerken gereift und auf einem noch höheren Level, was sich auch in der Beatauswahl widerspiegelt. Im Großen und Ganzen hält man mit dieser Platte ein durchweg gelungenes Album in den Händen, dass trotz dem eine oder anderen etwas schwerfälligen Song überzeugen kann.


O'neal Reactor MX DH FR Handschuhe linear Oneal: Größe: M / 9
O'neal Reactor MX DH FR Handschuhe linear Oneal: Größe: M / 9

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Mountainbiken perfekt geeignet, 12. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich produziert O'Neal diese Handschuhe für Motocross, ich nutze sie jedoch zum Fahrradfahren.

Ich habe sie in der selben Größe wie meine Kleider gekauft, was die richtige Entscheidung war, denn sie passen optimal. Dank ihres elastischen Stoffes sowie eingenähten Verstärkungen, tragen sie sich bei jeder Handstellung sehr angenehm. Die Handfläche ist in Streifen gummiert, was perfekten Halt am Lenker garantiert. Anfangs war der Kunststoff der Klettverschlussschnalle noch recht starr und daher unkomfortabel zu schließen. Nach mehreren Malen tragen hat sich dies jedoch deutlich gebessert. Das absolute Highlight für mich ist jedoch, dass ich mit Handschuh nicht mehr schwitze, als ohne.

Die Verarbeitung würde ich grundsätzlich als ordentlich bezeichnen. Gelegentlich löst sich zwar ein Faden, negative Auswirkungen auf die Performance gab es dadurch jedoch (bisher) keine. Ob die angebrachten Knöchelprotektoren tatsächlich viel Schutz bieten, wage ich etwas zu bezweifeln, sind sie doch aus recht weichem Spritzgummi gefertigt. Etwas Anderes habe ich jedoch auch nicht erwartet. Optisch sieht das Ganze allerdings recht schick aus.

Zusammengefasst hinterlässt der "Reactor" von O'Neal einen durchaus tollen Eindruck bei angemessenem Preis.


Sweatshirt Hooded Sweater Hoodie von RUSSELL ATHLETIC Farbe Schwarz
Sweatshirt Hooded Sweater Hoodie von RUSSELL ATHLETIC Farbe Schwarz

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolutes Schnäppchen, 12. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Normalerweise kostet dieser Zip-Hoodie von Russell Athletic um die 50-70€. Als ich dieses Angebot bei Amazon für einen Bruchteil des Preises sah, konnte ich nicht widerstehen und schlug zu.

Die Verarbeitung des Sweatshirts ist hochwertig und fehlerlos. Egal ob Nähte, Kordeln oder Reißverschluss - alles ist top! Zudem punktet den angenehm zu tragende Stoff. Der Schnitt entspricht absolut meinen Befürfnissen. Die Ärmel haben die perfekte Länge, an der Hüfte schließt der Hoodie bündig ab. Kurz gesagt: Größe M ist auch wirklich Größe M und fällt nicht anders aus.

Insgesamt habe ich an dem Hoodie absolut nichts auszusetzen und würde ihn jedem empfehlen, der gerne Russel Athletic trägt.


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