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Rezensionen verfasst von
JazzMatazz (Würzburg, Dirty South)

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Salonloewe Fußabstreifer 'Momenti' Made in Germany
Salonloewe Fußabstreifer 'Momenti' Made in Germany
Wird angeboten von Dekomiro
Preis: EUR 90,40

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Fußmatte, 6. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir haben die Fußmatte zur Verschönerung unseres Badezimmers gekauft. 'Zeck erfüllt' kann man da nur begeistert sagen. Das Design ist natürlich wie immer Geschmacksache, wir finden es sehr ansprechend. Besonders die wirklich leuchtenden und kräftigen Farben der recht großen Matte sind ein echter Blickfang, sodass man gut und gerne erst einmal den Boden bewundert, bevor man dem eigentlichen Bad-Besuch nachgeht.

Auch die Verarbeitung ist erste Klasse, was man in diesem Preissegment natürlich auch erwarten kann. Ich habe bisher noch keine Fußmatte erlebt, die so dicht, dünn und dabei so angenehm am Fuß ist. Dazu absolut Pflegeleicht. Auch nach zig Mal staubsaugen und einigen Gängen in der Waschmaschine haben die Farben nichts an ihrer Strahlkraft verloren.

Jedem, der bereit ist etwas mehr für eine Fußmatte auszugeben, kann man dieses Stück wärmstens empfehlen. Auch wunderbar als Geschenk geeignet.


VCM 42041 VCM CD/DVD-Turm "Mezzano" für 300 CDs, schwarz
VCM 42041 VCM CD/DVD-Turm "Mezzano" für 300 CDs, schwarz

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Optisch schöner Schrank mit kleinen Schwächen, 6. August 2012
Wohl jeder CD- und DVD-Sammler kennt das Problem: Wohin mit den Schätzchen? Als Lösung dient der "Mezzano"-Schrank sehr gut, hat jedoch auch etwas Verbesserungspotential. Dazu gleich mehr.

Beginnen wir mit dem Aufbau. Bestehend aus einem Boden und einem Deckel sowie drei Seitenteilen und der Rückwand, ist das Errichten des Schrankes nicht sonderlich aufwändig und für jeden, der weiß wie man mit Hammer und Schraubendreher umgeht, zu meistern. Das Einsetzen der Glastüren gestaltet sich für eine Person etwas knifflig, mit einer "helfenden Hand" ist jedoch auch das kein Problem. Die Regalböden lassen sich variabel einsetzen, je nachdem ob CDs oder DVDs darin verstaut werden sollen.

Optisch wirkt der "Mezzano" schlicht und elegant zugleich. Besonders in gefülltem Zustand ein durchaus schmuckes Teil, das das Sammlerherz höher schlagen lässt. Dank seiner langen Metallgriffe sieht er auch deutlich edler aus als das vergleichbare Modell "Roma".

Nun aber zu meinen Kritikpunkten:

> Die Magneten, die dafür sorgen, dass die Türen geschlossen bleiben, werden von unten an das Deckel-Brett angeschraubt. Dummerweise nehmen sie so viel Platz weg, dass man an diesen Stellen nichts verstauen kann und somit unschöne freie Stellen hinter den Glastüren zu sehen sind. Da man mit rein theoretisch 420 CDs (30 je Fach x 14 Fächer) jedoch deutlich mehr als den angegebenen 300 verstauen könnte, macht es eigentlich kaum etwas aus, an den Magnetpositionen kleine Einbußen zu haben.

> Die Scharniere der Glastüren sind recht unglücklich angebracht. Sobald man die Türen zu weit öffnet, ragen diese ein wenig in den Schrank hinein. Das führt dazu, dass man Probleme beim Herausnehmen der CDs am Rand bekommt. Auch die die Scharniere an sich sind ein echtes Hindernis. So kommt man nicht darum herum, zunächst die vordere CD zu entfernen, bevor man die an der äußeren Regalwand ohne zu verkratzen herausziehen kann.

> Die Rückwand besteht aus einer sehr dünnen Spanplatte, die lediglich mit kleinen Nägeln fixiert wird. Durch das ständige Herausnehmen und Einschieben der CDs, verliert diese recht schwache Konstruktion an Stabilität und die Rückwand wird nach hinten durchgedrückt. Mein Tipp: festleimen.

> Der Preis ist meiner Meinung nach mit knapp 130€ etwas zu hoch. Natürlich sind Glastüren immer etwas teurer, allerdings sind die Spanplatten nicht wirklich hochwertig. Wer wie ich nicht auf die schönen Metallgriffe verzichten will, muss in den sauren Apfel beißen. Diejenigen, die darauf nicht soviel Wert legen, können dagegen zur günstigeren Alternative "Roma" greifen.

Trotz der Kritikpunkte, über die man schon bald nicht mehr groß nachdenkt, ist der "Mezzano" eine wirklich tolle Staumöglichkeit für CDs und DVDs. Dass der Schrank weit mehr Platz bietet als angegeben, stärkt den positiven Eindruck.


Write Me Back
Write Me Back
Preis: EUR 14,77

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie ein guter Wein, 15. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Write Me Back (Audio CD)
Anderthalb Jahre nach seinem "Love Letter" fordert Soul-König R. Kelly im Sommer 2012 mit "Write Me Back" zum Zurückschreiben auf. Schon mit seiner letzten Platte hörte der Sänger aus Chicago auf, seiner Jugend mit zu viel Hip-Hop-Einflüssen hinterher zu laufen und tauschte neben der Musik auch Maßanzug gegen Basketball-Jersey sowie Kurzhaarschnitt gegen Cornrows. So erwartet uns mit "Write Me Back" ein erneut erwachsenes, von den vergangenen Jahrzehnten inspiriertes Album, welches ohne Features einen unverfälschten R. Kelly widergibt.

Gleich zu Beginn weiß der Altmeister, wie er mit "Love Is" unsere Aufmerksamkeit bekommt. Angelehnt an die funky 70er, kann man sich seinem schwungvollen Groove nicht entziehen. Dabei ist es völlig egal, ob man den Song nebenbei oder auf einer Beach-Party hört, er kommt immer gut. "Feelin' Single", welches auch als Single ausgekoppelt wurde, folgt dem Prinzip der harmonischen Melodien gepaart mit funky Bass und weiß ebenso zu überzeugen. Durchaus modern zeigt sich "When A Man Lies". Zwar beinhaltet es mit einer E-Orgel auch ein Old School Element, dominant sind jedoch ein klassischer R&B-Beat sowie zahlreiche Streicher, die im Refrain einsetzen. Dass R. Kelly mit Produktionen dieser Art großartig zusammenspielt, wissen wir ja spätestens seit "TP-2.com" und hören es immer wieder gern.

Während Lovesongs wie "Clipped Wings" und "Believe That It's So" sich fast schon nach Kelly-Stangenware anhören, kommt "Fool For You" angenehm unverkrampft und sehr locker um die Ecke. Man kann sogar sagen, es versprüht auch musikalisch die Frühlingsgefühle der vorgetragenen Lyrics. Völlig anders präsentiert sich "All Rounds On Me", der wohl auffallendste Track des Albums. Mit einem ebenso rasanten wie mitreißenden Mix aus Rockabilly und Blues beglückt uns R. Kelly, indem er mit diesem Party-Smash eine Lokalrunde schmeißt. Zum Wohle! Das letzte Drittel von "Write Me Back" wird mit dem gefühlvollen "Believe In Me" eingeleitet. Gefühlvoll darf hierbei nicht mit übertriebenem Schmalz verwechselt werden. Dank einem lässigen Drive erhält das komplette Stück einen smoothen Touch, der reingeht wie Butter. Das Highlight der durchaus gelungenen Schlussphase stellt "Share My Love" dar. Durch E-Bass und gutem Rhythmus wieder sehr funky und durchaus zum Tanzen geeignet, klingt das leider etwas kurz geratenen Album positiv aus, verbreitet gute Laune und das Bedürfnis, noch einmal die Play-Taste zu drücken.

Mit "Write Me Back" kreiert R. Kelly den passenden Follow-Up zu "Love Letter", ohne es wie eine Kopie, sondern nach einer konsequenten Weiterentwicklung aussehen zu lassen. Fast durchweg schwungvoll eignet sich Kellys inzwischen elfte Solo-Platte besonders gut für heiße Sommernächte.


Stoned Immaculate
Stoned Immaculate
Preis: EUR 21,13

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spitta keeps spittin', 8. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stoned Immaculate (Audio CD)
Curren$y bleibt sich auch 2012 treu und veröffentlicht munter weiter. Nach dem Abgang von DD172 ist "The Stoned Immaculate" nach "Weekend At Burnie's" die 2. Platte, welche unter Warner Bros. Records erscheint. Ob das neue Label auch verantwortlich für die neuen Producer ist? Im Gegensatz zu seinen vorherigen Alben arbeitete der Hot Spitta aus Big Easy mit Leuten wie Bink!, J.U.S.T.I.C.E. League oder den Neptunes zusammen und scheint somit mehr auf den Mainstream Markt zu zielen. Ob dem tatsächlich so ist, checken wir jetzt.

Bevor wir in das Album einsteigen, sei noch angemerkt, dass die hier von Amazon angebotene Standard-Version von "The Stoned Immaculate" 13 Songs beinhaltet, während die Deluxe Ausgabe noch 3 weitere mitbringt. Durch diverse Download-Ausgaben kann man es sogar auf stolze 19 Tracks bringen - nervige Produktpolitik! Nun aber zur Musik. Das Album beginnt, wie man es von einem Album des Hot Spittas erwartet, nämlich äußerst relaxt. Mit zahlreichen Instrumenten, wie Piano, Streichern und Drums, gespickt, verwöhnt uns das Melodiengewand, zu dem sich Curren$y gewohnt lässig präsentiert. Auch sein Gast, Wale, steht dem in Nichts nach und liefert obendrein einen extrem smoothen Refrain. Perfekt fortgeführt wird dies mit dem noch chilligeren "Privacy Glass", bevor wir mit "Armoire" eine etwas abgefahrene Nummer zu hören bekommen. Monsta Beatz zauberte ein Stück, das mit seinem orientalischen Touch auch gut die Hintergrundmusik eines Harems sein könnte. Definitiv auch Geschmackssache, ich persönlich finde es sehr cool, insbesondere, da sich die beiden Jets Trademark da Skydiver und Young Roddy glänzend mit einfügen.

"Take You There" (feat. Marsha Ambrosius) wurde von der J.U.S.T.I.C.E. League produziert. Und das hört man dem Song auch an. Geschmeidige R'n'B-Beats mit funky Groove und etwas schmalzigem Hook passen zwar nicht 100% zu Curren$y, insgesamt macht sich der Song aber doch ganz gut auf dem Album und sorgt für etwas frischen Wind. Mit einem treibenden, teils sehr schrägen Instrumental, das auch eine echte Gänsehaut-Melodie beinhaltet, fährt "Showroom" ganz große Geschütze auf. Dagegen wirkt das schlichte "Capitol" (feat. 2 Chainz) fast schon bescheiden, groovt aber dennoch unfassbar cool daher, dass man es einfach lieben muss. Eines der Highlights des Albums ist zweifelsohne "No Squares", die erste Kollabo mit Wiz Khalifa. Kraftvoll und sehr elektronisch pumpt das Instrumental und versprüht von Beginn an einen pompösen Eindruck. Durch das niedrige Tempo wird dies noch weiter verstärkt. Dass die beiden sich schon längst als großartiges Duo bewiesen haben, brauch wohl nicht weiter kommentiert zu werden.

Nachdem "Sunroof" ein wenig Sommerstimmung verbreitet hat, sind die Neptunes an der Reihe. Das von ihnen produzierte "Chasin' Papers" fügt sich überraschend gut in Curren$y's Style ein, weit weg von Club-Beats und Pop-Melodien. Entspannt ablaufend macht das Lied fast alles richtig, lediglich der von Pharrell eingesungene Refrain, mit teils verzerrter Stimme, gefällt mir nicht besonders. Als richtiger Kracher erweist sich der Lovesong "That's The Thing" mit Estelle. Wieder aus den Händen der J.U.S.T.I.C.E. League, spricht der Song etwas mehr die breite Masse an, was dem Flow und Drive des Songs, der einen sofort packt, sofern man Soul mag, keinen Abbruch tut. Mein persönliches Highlight "Chandelier" setzt weniger auf große Effekte, sonder überzeugt mit groovenden Klängen, vielen Instrumenten und einem einfach großartigen Sound, der wie gemacht für Curren$y's ruhige Stimme zu sein scheint. Daz Dillinger versprüht mit dem von ihm produzierten "Fast Cars Faster Women", bei dem er auch als Gast dabei ist, noch etwas West Coast Flavor, danach endet das Album extrem chillig mit "Jet Life", welches Wiz Khalifa und Big K.R.I.T. als Features auffährt.

Curren$y selbst hat in einem Interview gesagt, dass er für dieses Album wesentlich mehr Aufwand betrieben hat, als für seine bisherigen, was man auch deutlich spürt und "The Stoned Immaculate" auch wirklich gut tut. Kein Song ist misslungen, Vieles sogar echt großartig. So bleibt unterm Strich für Fans wieder einmal eine absolute Kaufempfehlung, nach Möglichkeit aber bitte die Deluxe Edition.


Kickin & Screamin
Kickin & Screamin
Preis: EUR 21,12

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kali Baby, 2. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Kickin & Screamin (Audio CD)
Zwei Jahre nach seinem letzten, nicht ganz unumstrittenen Album "Shock Treatment" kehrt Publikumsliebling Krizz Kaliko mit seinem mittlerweile schon vierten Werk "Kickin' & Screamin'" zurück. Im Gegensatz zum Vorgänger, wurde die Platte fast komplett von einem Produzenten gebastelt, was dafür sprechen könnte, dass "Kickin' & Screamin'" den berühmten roten Faden enthält und vielleicht nicht mehr so facettenreich ist. Doch wäre das wirklich Krizz Kaliko? Checken wir es aus!

Schon mit dem ersten Song "Dancin' With Myself" setzt der gute Krizz ein erstes Statement. Ganz nach dem Motto "wer brauch schon die anderen?" feiert er sich und seine Musik, das Alles mit freaky Flow und zu einem echten Brecher-Beat, der einen von Beginn an packt. Im krassen Gegensatz dazu groovt "Kali Baby" mit einem lockeren Sommer-Flair und ein bisschen Blues. Es scheint, als wäre Krizz Kaliko seiner Kreativität weiterhin treu. Den ersten Auftritt von Gästen bekommen wir auf "Kill S***" zu hören. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich hier um einen Track der härteren Art. Genauer gesagt: Das Ding ist laut, schrill, sehr elektronisch und vor allem gnadenlos kraftvoll. Die Message dazu ist "Uns kann keiner was!", welche mit den Kollegen Twista und Tech N9ne der Rap-Welt vorgetragen wird. Kali legt schon gut los, Twista entfacht wieder einmal einen Hurricane am Mic und abgerundet wird das Ganze von Tech N9ne, der schneller die Reime abfeuert als sein Schatten. Perfekt ergänzt wird dies durch das darauffolgende, ebenfalls mit Power geladene "Mayday", bei dem man sich auf einen Chamillionaire in Topform freuen kann.

Ging die Startphase von "Kickin' & Screamin'" nun schon gut los, zeigt sich Krizz Kaliko ab dem Mittelteil wieder gewohnt experimentierfreudig. Eingeleitet wird diese Phase mit keinem Geringeren als T-Pain, den einige Strange Music Fans schon auf dem letzten Tech N9ne Album nicht gerne gehört haben. Musikalisch erinnert der Track an "Hunterish", enthält sogar ein kurzes Sample davon, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen. Im Endeffekt ein akzeptables Stück, jedoch nichts wirklich Großartiges. Wenn es um den Genuss von Alkohol geht, kann ein Mann nicht weit sein... Big Scoob! Der gibt sich gemeinsam mit den Jugalos von Twiztid auf "Dixie Cup" die Ehre. Lyrisch recht amüsant, doch man muss durchaus tolerant sein, um an dem Song Gefallen finden zu können, denn sein aggressives Metal-Instrumental ist sicher nicht jedermanns Sache. Ähnlich abgefahren, jedoch vom Style her völlig anders, geht es mit "Abu Dhabi" (feat. 816 Boyz) weiter. Müsste man sich einen orientalischen Club-Banger ausdenken, so würde wohl genau dieses Lied dabei herauskommen.

Richtig cool, aber auch etwas geheimnisvoll wummert das erotisch angehauchte "Species", welches sich dank seiner lässigen Art wunderbar auch gerne einmal in Rotation anhören lässt. Zudem glänzt Krizz wieder einmal als Alleinunterhalter. "Created A Monster" ist inhaltlich deutlich anspruchsvoller. Kali lässt dabei seine Jugend, in der er wegen seines Übergewichts und seiner Weißfleckenkrankheit gehänselt wurde, Revue passieren. Anstatt jedoch in Selbstmitleid zu verfallen, wird am Ende jedoch ein positives Fazit geschlossen - sehr bewegend. Dass der musikalische Background dementsprechend angepasst ist, versteht sich von selbst. Weitere Gänsehautatmosphäre wird durch "Hello Walls" - dem inneren Gefängnis - erzeugt. Sehr gefühlvoll, fast schon verletzlich und zerbrechlich schmiegt sich das melancholische Melodiengewand in unser Gehör und transportiert die großartigen Lyrics von Krizz Kaliko und Tech N9ne. Generell weiß die komplette Schlussphase zu überzeugen und bietet Strange Music typisch mit dem letzten Song noch mal ein echtes Highlight. "Stay Alive" (feat. Big Scoob) heißt der Abschluss, der mit seinem pompösen Sound alle Geschütze auffährt, um uns ein grandioses Finale zu bieten.

Trotz einiger Ausreißer hält "Kickin' & Screamin'" fast durchweg sein Niveau und wirkt nicht mehr ganz so wild zusammengesetzt wie sein Vorgänger. Dass einem das Album zu 100% gefällt, ist zwar fast unmöglich, dafür macht es zu 80% alles richtig und bietet neben den angesprochenen Highlights noch so manch andere Perle. Wer von Krizz Kaliko nicht genug bekommen kann, sollte sich zudem nach der aktuellen EP "S.I.C." umschauen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2014 12:42 PM MEST


Mac & Devin Go to High School
Mac & Devin Go to High School
Preis: EUR 19,42

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So what we smoke Weed, 1. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mac & Devin Go to High School (Audio CD)
Es ist schon etwas ungewöhnlich, dass man auf das Erscheinen des Films deutlich länger warten muss, als auf das des Soundtracks. Ebenfalls etwas ungewöhnlich ist die Paarung aus dem Veteranen Snoop Dogg und der young cat Wiz Khalifa, die gemeinsam die Nate Dogg (Nathaniel Hale) gewidmete High School unsicher machen. Auf den ersten Blick scheinen die beiden nur ihre Vorliebe für das grüne Kraut zu haben, was sowohl auf diesem Album, als höchstwahrscheinlich auch im zugehörigen Streifen, zelebriert wird.

Wenig überraschend startet "Mac And Devin Go To High School" mit einem Song namens "Smokin' On". Drumma Boy ist hier der verantwortliche Produzent, weswegen der Track einen Touch Down South Style vorzuweisen hat, dazu die gewohnten Drums zu einem insgesamt recht relaxten Stück. Worum es geht, kann sich jeder denken. Man merkt, dass Snoop Dogg die Arbeit mit jungen Burschen gut zu tun scheint, denn er zeigt wie bissig er sein kann, wenn er nur will. Als Highlight ist noch Three 6 Mafia Mitglied Juicy J mit am Start, dessen einmaliger Flow perfekt dazu passt. Völlig anders, nämlich schön funky und gediegen wummert die Warren G Produktion "I Get Lifted" aus dem Speaker und lässt sofort die Sonne Kaliforniens aus unseren Lautsprechern scheinen. Hier verziert LaToiya Williams mit einem fast schon gehauchten Refrain, in dem man an Warren hört, die Ode ans Gras. Weiter geht es mit "You Can Put It In A Zag, I'mma Put It In A Blunt". Diesmal ist es Exile, der Mac und Devin alias Snoop und Wiz mit einem verträumten Instrumental ausgestattet hat. Wie auch der Rest des Albums eignet sich dieser Smash hervorragend, um einfach im Liegestuhl zu liegen - mit oder ohne Mary Jane.

Das wirklich Großartige an "Mac and Devin Go To High School" ist, dass sich die Lieder zwar alle irgendwo ähneln, durch die vielen verschieden Star-Producer jedoch unterscheiden und immer neue Höhepunkte liefern. So reißt die Qualität auch bei "6:30" oder dem verdammt groovy "Talent Show" nicht ab, sondern bleibt auf einem konstant hohen Niveau. Jake One verpasste "Let's Go Study" einen ruhigen, emotionalen Touch, der das Tempo nach unten schraubt, zusammen mit Snoop's Stimme aber auch einen echten Gänsehautfaktor beinhaltet. Zu "Young, Wild & Free" brauch man wohl nicht mehr viel zu sagen, das Stück wird mittlerweile sogar im deutschen (!) Radio gespielt. Natürlich ist das Ding absolut Mainstream tauglich, nicht zuletzt wegen Bruno Mars, aber dass das nichts Schlechtes sein muss, zeigt dieser geniale Ohrwurm-Charakter.

Wer würde als Feature auf ein solches Album besser passen als Curren$y? Eben, niemand! Und genau deshalb ist er mit am Start. "OG" dreht sich nicht wie einst bei Ice-T um Original Gangsters, sondern um eine - wie sollte es auch anders sein - um Dope. Wie oben bereits angedeutet ist das inhaltlich absolut keine Revolution, durch ein smoothes Instrumental und die coolen Flows der drei aber erneut so genial verpackt, dass man es einfach mögen muss. "French Inhale" ist der wohl einzige Song, den ich persönlich etwas langweilig finde, dafür packt einen "You Could Be Easy" sofort wieder, was mit dem etwas spacigen "World Class" noch verstärkt wird. Besonders Wiz Khalifa mit seinem Gesang klingt hier einfach genial, aber auch der Doggfather harmoniert hervorragend mit den chilligen Gitarrenklängen und den freaky Synthie-Sounds. Abgerundet wird das mit 12 Liedern nicht besonders lange Album mit "That Good". Der Beat pumpt hier ein wenig kraftvoller, nichts desto trotz erleben wir einen letzten, extrem entspannten Hit.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich einem Snoop Dogg Album jemals wieder 5 Sterne geben würde. Wenn man es mit seinem Klassiker "Doggystyle" vergleicht, ist die Verhältnismäßigkeit vielleicht auch nicht korrekt und die Punktzahl zu hoch. Allerdings hat mich die Platte wirklich unheimlich begeistert und keine großen Schwachpunkte offenbart. Natürlich darf es einem dabei nichts ausmachen, dass es sich bei "Mac and Devin Go To High School" nur um Kiffen, Kiffen und nochmals Kiffen dreht - aber das tut es wohl keinem Fan der beiden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2012 8:39 PM MEST


Ambition
Ambition
Wird angeboten von westworld-
Preis: EUR 14,26

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen From DC to MIA, 1. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Ambition (Audio CD)
Während Wales zweites Album "Ambition" in den USA bereits Anfang November erschien, musste man hierzulande bis Mitte März auf die Veröffentlichung warten. Da sich sein Debüt "Attention Deficit" als einer der Überraschungshits 2009 herauskristallisierte, sind die Erwartungen an den Nachfolger natürlich hoch. Allerdings hat sich der vielversprechende Newcomer in der Zwischenzeit Rick Ross und dessen Label Maybach Music Group angeschlossen, was prinzipiell nichts Schlechtes bedeuten muss, man jedoch davon ausgehen kann, ab sofort einen komplett anderen Style zu hören zu bekommen. Wie sich der so anhört, checken wir jetzt.

Dass Wale die Maybach Music Attitüde wohl längst verinnerlicht hat, bekommen wir bereits mit dem Opener "Don't Hold Your Applause" zu hören. Ich krieg was ich will, ich bin der beste, ich schreib Geschichte - das übliche Geschwätz, allerdings lässig verpackt und mit einem relaxt melodischen Melodiengewand kombiniert. Fortgeführt wird dieses Selbstbewusstsein mit Song Nummer 2, "Double M Genius". Im Gegensatz zum vorangegangenen Lied geht es hier mit etwas mehr Schwung zur Sache. Schlagzeug, Bass und Bläser sorgen für ein sommerliches Flair, das perfekt zur Heimat des Labels passt, was mit "Miami Nights" konsequent fortgeführt wird. Auch dieser Track zeigt den Lifestyle im Sunshine State auf. Besonders überzeugend dabei: Wale selbst, mit engagiertem Flow, der einen am Speaker bannt.

Die Lead Single "Lotus Flower Bomb" geht da in eine völlig andere Richtung, ist nämlich die Verehrung des weiblichen Geschlechts. Relativ ruhig und unspektakulär geht es hier zur Sache, auch der Refrain von R&B Barde Miguel ist nicht gerade das Gelbe vom Ei, wenigstens Wale liefert eine erneut gelungene Performance. Einen deutlich besseren Gastbeitrag bietet Kid Cudi auf "Focused". Mit tiefem Bass und imposanten Synthe-Effekten bestückt, wirkt das Instrumental schon sehr großspurig, aber geht dank seiner geschmeidigen Art schnell ins Gehör. Inhaltlich ist es zwar nicht ganz so interessant, auf was die beiden fokussiert sind, dennoch präsentieren sie sich als gut harmonierendes Duo. Während "Sabotage", eine Kollabo mit Lloyd, ein erneut sehr relaxter und sommerlicher Gute-Laune-Track ist, zielt "Slight Work" mit Big Sean eindeutig auf die Clubs ab. Ein recht schräger Sirenen-Sound bildet mit einem trockenen Beat die leider sehr monotone und extrem nervige Grundlage eines misslungenen Tracks.

"Ambition", der Titelsong, hat die Labelmates Rick Ross und Meek Mill auf der Gästeliste. Wie der Name schon erahnen lässt, erleben wir wieder einmal Selbstbeweihräucherung erster Güte, allerdings mit einem wirklich coolen, fast schon mystisch angehauchten und recht slowen Stück Musik gepaart, sodass man einfach nur noch die Stimmung aufsaugt und die Flows genießt. Die Schlussphase des Albums startet mit den recht langweiligen "Illest Bitch" und "No Days Off" deutlich weniger spektakulär, da sorgt das mit E-Gitarren bestückte und dennoch fast schon Gospel mäßige "DC Or Nothing" schon für deutlich mehr Aufsehen. Auch Wale zeigt sich wieder einmal von seiner besten, bissigen Seite und brennt uns seinen Rapstyle in die Ohrmuschel. Den endgültigen Ausklang erhält "Ambition" mit "That Way", das bereits schon auf der Maybach Music Group Compilation "Self Made Vol. 1" vertreten war. Leider hat sich das Lied in der Zwischenzeit nicht wirklich verbessert und ist nach wie vor eine recht schnulzige Schlaftablette.

Ob man Wales Labelwechsel gut heißt, muss jeder für sich entscheiden. Sofern man auf den Stil von Rick Ross und seiner Entourage steht und gegen den sommerlichen Miami-Mainstream-Sound nichts einzuwenden hat, wird einem "Ambition" sicher zusagen, trotz des ein oder anderen weniger gelungenen Songs.

3,5 Sterne


The Dreamer/the Believer
The Dreamer/the Believer
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen I believe, I dream, 2. März 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dreamer/the Believer (Audio CD)
Mit zweimonatiger Verspätung kam Commons aktuelles Album "The Dreamer/The Believer" nun endlich auch in Deutschland auf den Markt, nachdem wir generell schon eine halbe Ewigkeit auf die Fertigstellung der Platte warten mussten. Seit "Universal Mind Control" hat sich beim fast 40-jährigen organisatorisch einiges getan. Er verließ nach erfolgreicher Zusammenarbeit Kanye Wests Label G.O.O.D. Music und auch die Universal-Tochter Geffen wurde gegen Warner Bros. ausgetauscht. Kanye wird man auch unter den Producern vergeblich suchen, dafür aber einen anderen Veteranen aus Chi-Town finden, nämlich No I.D., der für die Beats des Albums verantwortlich ist.

Den Einstand liefert Common mit "The Dreamer", ein Song, der seinem Namen alle Ehre macht. Mit verträumten Piano-Loop und chilligem Beat im Gepäck, erzählt uns der Meister von seinen Träumen. Nicht spektakulär, dafür aber mit Wortwitz. Ein echter Banger wird in Form von "Ghetto Dreams" sofort nachgelegt. Ganz anders, nämlich mit Power und höherem Tempo, mitreißend und hypnotisierend pumpt das Instrumental, zu dem Common und Nas ihre Reime spucken. Was für ein Brett und auch ein kleiner Vorgeschmack auf ihr geplantes Kollabo-Album "Nas.Com". Nach dem melodischen und eingängigen "Blue Sky" erreichen wir mit "Sweet" einen Track, der bei Veröffentlichung für Aufsehen sorgte. Nicht nur, weil sich Common am Mic deutlich aggressiver zeigt als noch in den letzten Jahren und mit Selbstbeweihräucherung nicht geizt, es wird auch ein Diss in Richtung Drake geschickt. Passend dazu die treibenden Drums und ein allgemein rougher Style.

Fortgeführt wird das bis dahin recht abwechslungsreiche "The Dreamer/The Believer" mit "Gold". Auch hier legte No I.D. sein ganzes Können in die Waagschale und schmiedete einen wunderschönen, emotionalen Track, der durch den eigesungenen Refrain von James Hauntleroy sein emotionales Sahnehäubchen aufgesetzt bekommt. Während uns "Lovin' I Lost" mit einem smoothen Gentleman-Sound zum Grooven bringt, legt Common mit "Raw (How You Like It)" einen großspurigen Auftritt im Club hin, musikalisch begleitet von einem Stück, mit machomäßig coolem Rhythmus und einem noch cooleren Flow. Eine andere Seite von sich präsentiert uns Com mit dem Love-Song "Cloth", der genretypisch etwas weicher und gefühlvoller durch den Speaker wabert. Leider weiß die Schlussphase nicht so zu überzeugen, wie das Vorangegangene. "Celebrate" - mit etwas kitschigem Kinderchor - kann zwar durch sein Gute-Laune-Verbreiten punkten, genau wie "The Believer", eine echte Klang-Granate mit glänzend aufgelegtem John Legend, dafür ist das extrem im Tempo gedrosselte "Windows" doch nur schwer verdaulich, während man sich die langweilige Gebetsstunde "Pops Belief" komplett schenken kann.

Viel Licht, wenig Schatten. Common zeigt auf den 12 Tracks des Albums seine gewohnte Qualität, wenngleich die Platte leider nicht so perfekt gelang, wie bspw. "Be" oder "Finding Forever". Fans des Altmeisters aus Chicago werden definitiv ihre Freude an "The Dreamer/The Believer" haben, doch auch für andere lohnt sich ein Probehören.


Fear of God II
Fear of God II
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 5,46

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen T pushin' Solo, 24. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fear of God II (Audio CD)
Seit über 10 Jahren nun verfolge ich den Weg von Clipse, die sich trotz niedrigem Output zu meinen Lieblingskünstlern gesellen. Dass die beiden Brüder Malice und Pusha T auch Solo-Karrieren nachgehen, ist seit "Fear of God" keine Überraschung mehr. Teil 2, also "Fear of God II: Let Us Pray", stellt Pusha Ts erstes eigenes Album dar, nachdem sein Vorgänger noch ein Mixtape war, von dem allerdings einige Tracks übernommen wurden. Im Gegensatz zur Clipse-Discografie erschien diese Platte nicht über das Neptunes-Label Star Trak, sondern über Kanye Wests Hitschmiede G.O.O.D. Music und der Indie-Größe Decon. Neben dem angesprochenen Kanye West wurden noch viele weitere Genre-Größen für Gastauftritte herbei gekarrt, doch dazu gleich mehr.

Eröffnet wird "Fear of God II: Let Us Pray" gleich mit einem mächtigen Brett namens "Changing Of The Guards". Mächtig ist dabei wörtlich zu nehmen, denn der mit aggressiven Synthies gespickte Beat pumpt wirklich gnadenlos, wozu Pusha T am Mic da anknüpft, wo er bei den Clipse-Alben aufgehört hat. Als Feature wird Diddy aufgeführt, der jedoch nur etwas im Hintergrund brabbelt. Nach "Amen" (feat. Kanye West & Young Jeezy), das für sich genommen nicht wirklich spektakulär ist, sich jedoch der Stimmung des Albums wunderbar anpasst, geht es mit "Trouble On My Mind" weiter. Diesmal ist Tyler, The Creator mit von der Partie, der gemeinsam mit dem Gastgeber seinen freaky Gedanken freien Lauf lässt. Das Ganze geschieht über eine im Tempo gezügelte und vom Klang her recht schräge Neptunes-Produktion. Am besten diesen Smash gemeinsam mit dem nicht minder verrückten Video ansehen. Einen weiteren echten Hit wird uns mit "Body Work" auf die Ohren gezimmert. Die Produktion von Rico Beats klingt ein wenig nach Three 6 Mafia - wie passend, dass Juicy J mit an Bord ist, dazu Meek Mill (Maybach Music) und French Montana. "Body Work" klingt vom Namen her möglicherweise wie ein Club-Track, ist aber feinster Gangsta-Rap, in dem die Waffen gezückt und illegale Geschäfte zelebriert werden.

Einen Sound technisch totalen Gegensatz bietet "Everything That Glitters", bei dem mit der grandiosen Performance von French Montana, dem gefühlvollen Piano-Instrumental und Pusha Ts Reflektion vom nicht immer ganz so glänzenden Lifestyle ("Not to glorify it") für wahre Gänsehautstimmung sorgt. Das lässige "Feeling Myself" mit Kevin Cossom im Hook offenbart hingegen die Freude am Luxusleben, welches mit Knarren und Koks gespickt ist. Einen MC, den man hier wohl weniger erwarten würde, ist 50 Cent. Er ist neben Pharrell Williams auf "Raid" mit dabei. Der lockere Beat mit fröhlichem Klavier, das ein bisschen nach Wild West Saloon klingt, erinnert an die alten Clipse/Neptunes-Zeiten und verbreitet schnell gute Laune. Das Ende der mit 12 Tracks bestückten Platte wird mit "I Still Wanna" eingeleitet. Es wummert wieder etwas dunkler, aber auch sehr pompös und kraftvoll aus dem Speaker. Wenn dann noch Pusha T und Rick Ross aufeinander treffen, kann man sich schon fast denken, dass es lyrisch hauptsächlich um den Handel mit weißem Schnee, heiße Schlitten und scharfe Schnitten geht. Das Finale von "Fear of God II" könnte mit "Alone In Vegas" grotesker nicht ausfallen. Zum Klang einer relaxten E-Orgel haut uns Pusha T amüsanten Zeilen und clevere Wortspiele nur so um die Ohren - da lohnt es sich zuzuhören.

Thema verfehlt, könnte man angesichts des Titels "Fear of God II: Let Us Pray" fast meinen, denn wirklich gottesfürchtig ist der pikante Inhalt dieses Albums definitiv nicht. Dafür macht Pusha T das, was Clipse-Fans hören wollen, nämlich an die vorangegangenen Werke anschließen. Nichts desto trotz vermisse ich Malice und auch die Beats der Neptunes könnten meiner Meinung nach öfter vertreten sein.


Street Scholars
Street Scholars
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 18,88

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ernüchternd... zumindest etwas, 24. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Street Scholars (Audio CD)
Nach dem Verkauf von Death Row Records an WIDEawake fand endlich das statt, was viele alte Anhänger nach den fast schon katastrophalen letzten Jahren unter Suge Knight kaum noch einer für möglich hielt: eine ordentliche Produktpolitik mit den alten Schätzen im Keller. Viel Material von Snoop Doggy Dogg, Danny Boy, LBC Crew oder O.F.T.B., das ursprünglich aus den glorreichen 90ern stammte, wurde seither auf Platte gepresst und veröffentlicht. Auch Sam Sneed darf da nicht fehlen. Seine Klassiker "U Better Recognize" und "Lady Heroin" gehören zu meinen absoluten Favs aus der Death Row Discografie, dementsprechend erfreut war ich über den Release von "Street Scholars". Noch...

Kaum lag die CD im Briefkasten, war der erste Weg direkt zur Stereoanlage. Disc eingelegt, Play-Taste gedrückt... doch was ist das? Der Opener "Cold World" (feat. Ramaj & Meshun Fuller) klingt ja mal so gar nicht nach dem funky Sound von damals. Also kurz recherchiert und eine ernüchternde Erkenntnis gewonnen: fast alle Tracks sind aktuelle Sachen, kaum etwas vom ursprünglich für 1995 geplanten Album dabei. Das kann ja heiter werden! Das angesprochene "Cold World", sowie die weiteren Songs zu Beginn, "Gorilla Pimpin" und "Uncle Sam", kann man getrost über einen Kamm scheren und vernachlässigen. Absolut belanglos, total langweilig, viel zu viel schrille Elektronik, mit unbekannten Features überladen und noch dazu klingt auch der Rapstyle von Sam Sneed lange nicht mehr so gut wie früher. Fast schon wie eine Erlösung kommt Titel Nummer 4 daher. "U Better Recognize" mit Dr. Dre als Gast am Mic rockt auch heute noch mit seinem lässigen Beat und den noch lässigeren Ryhmes der beiden - da möchte man gar nicht zu den modernen Liedern zurückkehren.

"Marriage" führt das neue Werk des Sam Sneed fort und lässt einen sofort grübeln, ob der Typ wirklich einmal Gangsta-Rap gemacht hat. Zugegeben, das etwas flottere Instrumental gepaart mit etwas R&B-Gesang ist für sich betrachtet kein Totalausfall, dennoch passt der Schmalz so gar nicht auf dieses Album, bei dem mit harten Texten nicht gegeizt wird. Wirklich grauenhaft ist das noch deutlich schnulzigere "Weather Man", das unsere Ohren nicht nur mit Auto-Tune malträtiert, auch Sam Sneed selbst tritt mit seiner Performance all meine guten Erinnerungen an ihn mit Füßen. "I Keep A Check" (feat. Money Ink) führt das Album mit seinem düsteren Style wieder in die richtige Richtung, ist aber aufgrund seiner Monotonie leider nicht mehr als reines Mittelmaß.

Und wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her - ja, das ist ernst gemeint. Wie aus dem Nichts umschmiegt uns "The Survivor" (feat. Jazs & LJ) mit einem geschmeidigen Melodiengewand, zu dem ein entspannter Bass wummert, während uns Sam von den Leiden des Ghetto-Alltags erzählt, was durch den eingesungenen Refrain abgerundet wird. Auch "New World Order" weiß mit seinem hypnotisch pumpenden Beat zu gefallen, trotz oder gerade der vielen Features Feab, Atilio Jarquin, Ramaj & Shadow (who the hell??), die einen soliden Job im Tonstudio hinterließen. Einen endgültigen Beweis, dass Sam Sneed auch heute noch guten Rap machen kann, liefert er mit "The Exodus". Musikalisch gibt es einen typischen West Coast Banger auf die Ohren, der gut und gerne auch auf einer Platte von The Game zu finden sein könnte. Exzellenten Rap aus der Stadt der Engel dürfen wir auch in der Schlussphase genießen. Angefangen mit dem funky Klassiker "Lady Heroin", der nach wie vor die Sonne Kaliforniens aus unseren Boxen scheinen lässt, fortgeführt mit dem ebenfalls alten, jedoch deutlich weniger bekannten "Goin' Hollywood". Die Produktion erinnert ein wenig an "U Better Recognize", mit packendem Beat und Sneed's damaligem Flow, der einen total bannt. Während "Drug Related" die dunkle Thematik des Titels auch musikalisch auffasst, ist "Kingdom Come" (feat. Ramaj) noch mal eine großspurige Selbstdarstellung, die "Street Scholars" ausklingen lässt.

Trotz einiger gelungener moderner Tracks bleibt die Enttäuschung, dass man für Sam Sneed's bis dato einziges Album nicht ausschließlich Perlen von früher, wie bspw. bei "Death Row - The Lost Sessions Vol. 1" von Snoop Doggy Dogg, gesetzt hat. Für Fans und Sammler sicher ganz interessant, ansonsten verpasst man nicht allzu viel, wenn man sein Geld anders investiert.


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