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filmopernliebhaber (münchen)

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Le Nozze de Figaro (Gesamtaufnahme)
Le Nozze de Figaro (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von Obsessed-Records GmbH inkl-MwSt-Widerrufsbelehrung-AGB-unter-Verkäufer-Hilfe
Preis: EUR 49,87

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harnoncourt at his best, 17. Januar 2007
Dieser Figaro ist mit Sicherheit eine der besten der letzten Jahre: Harnoncourt, dem in zwischen keiner mehr wagt seinen hohen Status in den Interpretationen von Mozarts Opern abzusprechen, dirigiert wiedereinmal brilliant. Allerdings legt er in dieser Aufnahme keine so gewagte Tempiwahl vor, wie er es letzten Sommer in der Neuproduktion von Nozze di Figaro bei den Salzburgerfestspielen tat. Natürlich (womit er sehr recht hat batrachtet man die Tempo angaben in der Partitur) haut er die Oper aber auch nicht in einem Zug durch, wie es manch anderer tut. Harnoncourt hat für meinen Geschmack genau das Mittelmaß getroffen!
Unterstützt wird er von einem prächtig gewählten Ensemble, in dem jeder Sänger eine ans perfekte grenzende Leistung abgibt. In der Hauptrolle Anton Schariner, der einen wunderbaren Figaro singt. Seine Interpretation erinnert einwenig an die von Hermann Prey. Ausgezeichnet gesungen ist auch Figaros dritte Arie 4. Akt über die Untreue der Frauen.
Seine Susanna (Barbara Bonney) passt sehr gut dazu und die Stimmen harmonieren wunderbar miteinander, an den wenigen Stellen in der Oper, an denen ausschließlich dieses beiden singen. (Duett 1 Akt/1 Szene etc.)Aber vorallem auch die Rosen Arie singt Bonney mit unglaublich viel Ausdruck, sodass einem diese Melodie noch lange nach her im Gedächtnis bleibt.
Der Graf Almaviva wird fabelhaft von Thomas Hampson interpretiert (leider singt er dieses Rolle ja nun gar nicht mehr). Von besonderer Schönheit und sehr einfühlsam gesungen ist das Duett mit Bonney Anfang 3. Akt, wie auch die Finale des 2. und 4. Akts (Contessa perdono). Aber auch die große Arie des Grafen meistert Hampson mit Bravour. Diesem Grafen nimmt man schlichtweg alles ab, sogar dass er wirklich beabsichtig seiner Gemahlin (Charlotte Margiono) treu zu bleiben (Finale 4 Akt).
Ein weiterer Höhepunkt, dieser von unvergesslichen Stellen wimmelden CD, sind sicherlich die erste (Porgi amor)und zweite Arie der Gräfin (dove sono). Auch das Duett mit Bonney Mitte des 3. Akte, in dem sie den Brief an den Grafen schreiben, ist unvergleichlich. Die Stimmen gehen in einander über, wie es nur sehr selten der Fall ist.
Last but not least ist natürlich noch Petra Lang als Cherubino zu nennen. Auch sie schließt mit ihrer Leistung an die oben genannten ohne Lücken an!
Zu erwähnen wäre außerdem noch die großzügige Besetzung der Nebenrollen: Kurt Moll als Bartolo, Ann Murray als Marcellina (ihre einzige Arie, sowie die des Basilio sind auf dieser CD enhalten!!)und Isabel Rey als Barbarina!

Insagesammt eine höchst empfehlenswerte Aufnahme, die ihres Gleichen sucht!!! Fünft Sterne sind für diese vortreffliche Oper und ihre wunderbaren Interpreten keineswegs zu viel!!!


Mozart: Don Giovanni (Gesamtaufnahme) (ital.)
Mozart: Don Giovanni (Gesamtaufnahme) (ital.)
Preis: EUR 44,99

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Referenzaufnahme, 1. Januar 2007
Wahrscheinlich eine der besten Don Giovanni Aufnahmen, die auf dem Mark erhältlich sind. Entstanden ist diese Aufnahme, um den Mozart-Opernzyklus von Harnoncourt und Ponelle am Züricher Opernhaus Ende der 80 Jahre festzuhalten.
Harnoncourt dirigiert das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam meisterhaft und bringt mit jeder Note die unverwechselbare Herrlichkeit von Mozarts Musik zum Ausdruck. So durchdringend und transparent wurde der Don Giovanni nur selten aufgenommen.
Die Besetzung ist außerordentlich: In der Hauptrolle der junge Thomas Hampson, vielleicht am Höhepunkt seiner Karriere. Mit seiner makellos vollen, eher hoch gelagerten Baritonstimme (genau richtig für den draufgängerischen Frauenverführer), ist er in der Lage kleinste Facetten dieser doch recht anspruchsvollen Partie auszumalen. Auch in der Höhe hat er nicht die geringsten Probleme, alles kling ungezwungen und wunderschön. Brillant ist vor allem die Champagnerarie gesungen, die Harnoncourt in einer unglaublichen Geschwindigkeit dirigiert, bei der so manch anderer Sänger versagen würde.
Edita Gruberova ist als Donna Anna auch unschlagbar. Die Transparenz dieser Stimme ist beinahe unvergleichlich (nur Anna Netrebko hat dies auch vorzuweisen). Jeder Ton sowohl in den schwierigen Koloraturen ( zweite Arie "Non mi dir' ben mio...") wie in den Rezitativen ist exakt getroffen und von außerordentlicher Schönheit.
Einen wunderbaren Gegensatz dazu bildet Roberta Alexandras Donn' Elvira. Sie hat eine eher dunkle, tiefer gelagerte Stimme, die aber sehr gut zu dieser Rolle passt. Toll gesungen vor allem "Mi tradi" in der sie jede Wiederholung mit einem anderen Gedanken ausmalt. Einige Töne in der Höhe mögen zwar manchmal etwas gezwungen erscheinen doch alles in allem eine sehr gute Leistung.
Lazlo Polgar als Leporello auch extrem gut, genauso wie Babara Bonney als Zerlina (die auch in Nozze di Figaro ein wunderbare Susanna singt)und Anton Scharinger als Masetto, der leider sehr oft unterschätzt wird (im selbem Nozze di Figaro singt er die Hauptrolle vortrefflich.)Nicht zu vergessen ist auch Hans Peter Blochwitz als Ottavio, dessen ewige Verliererrolle er sehr, sehr gut singt: Vor allem die Koloraturen in "Il mio tesoro" 2 Akt.
Auch Robert Holl als Komtur kann sehr überzeugen. Schließlich ist er auch einer der besten deutschen Bässe.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2013 11:27 PM CET


Wolfgang Amadeus Mozart - Don Giovanni (2 DVDs)
Wolfgang Amadeus Mozart - Don Giovanni (2 DVDs)
DVD ~ Thomas Hampson
Preis: EUR 28,99

28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen einmalige inszenierung, 1. Januar 2007
Ich weiß nicht was alle Leute an dieser Aufführung des Don Giovanni (der wohl die beste Oper Mozarts ist)auszusetzen haben. Für mich ist sowohl die moderne Inszenierung von Martin Kusej wie auch die Sänger erste Klasse:
Hampson mag vielleicht für manchen Geschmack schon etwas zu alt sein für die Rolle des Don Giovanni, aber seine Stimme ist immer noch vortrefflich und die Figur hat er mal wieder brilliant gesungen, in all ihren vielen Facetten; vorallem mit der selbst in der Höhe noch vollen Stimme ist Hampson gegenüber vielen anderen Baritonen unschlagbar (wie man vielleicht deutlicher an seinen Verdi-Partien sehen kann)! Auch schauspielerisch gibt es bei ihm nichts einzuwenden.

Weniger gefallen hat mir hingegen Christine Schäfers Donna Anna, da ihre Stimme einfach nicht in der Lage war das Orchester zu durchdringen. In ihrer zweiten und schönsten Arie schien Schäfer, gerade bei den wunderbaren Koloraturen schier unterzugehen. Überhaupt meine ich konnte man ihr die Rolle der verzweifelten Anna nicht recht abnehmen, da ihr ganzes Auftreten eher gezwungen erschien. Ob Netrebko aber die bessere Besetzung gewesen wäre, darüber lässt sich streiten. Denn Mozart singt sie sicherlich schlechter als Verdi (was sie im übrigen auch selbst zugibt).

Melanie Diener gab ihrer Donna Elvira mal eine ganz andere aber hoch interessante Facette (was vielleicht auch Regiebedingt war),nämlich die einer unglaublich selbstüberzeugten und manchmal auch egoisischen Frau. Ihre gesangliche Leistung allerdings war in diesem Premierenmittschnit nur bedingt überzeugend, obwohl sie sonst eine wunderbare Stimme hat. In den anderen Aufführungen machte sie es jedenfalls erheblich besser.

Ildebrando D'arcangelo ist ein grandioser Leporello und hat mit dieser Partie all meine Erwartungen übertroffen.
Eine wunderbar volle und runde Bass-Bariton Stimme, die spieziell in der Registerarie sehr zur Geltung kommt.

Auch die übrigen Sänger waren sehr gut vorallem Isabel Bayrakdarian als Zerlina und Luca Pisaroni als Masetto der 2007 den Figaro in der Wiederaufnahme der vorjährigen Inszenierung singen wird.

Über die Tempiwahl von Daniel Harding kann man geteilter Meinung sein. Leute, die eher an Harnoncourts Interpretation gewöhnt sind, werden sich wahrscheinlich ein wenig daran stören, in welcher Geschwindigkeit Harding die Oper durchgeht. An manchen Stellen für meine Begriffe wirklich viel zu schnell (Trio "Protega il giusto cielo")und die Champangerarie eher zu langsam. Allerdings gibt das der Handlung auch einen gewissen Drive. Dagegen wirklich gut: die Tranzparenz des Orchesters.

Also alles in allem eine sehr gute Aufführung, bei der einem nie langweilig werden kann und die wirklich gute Stimme vorzuweisen hat!!!


The Da Vinci Code - Sakrileg (Einzel-DVD)
The Da Vinci Code - Sakrileg (Einzel-DVD)
DVD ~ Tom Hanks
Preis: EUR 5,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Story fraglich aber insgesammt gute Verfilmung, 29. Oktober 2006
Die Verfilmung des bestseller Romans von Dan Brown ist, wie ich finde recht gut gelungen, zumahl sich der Regisseur offensichtlich alle Mühe gegeben hat sich auch wirklich an die story des Buches zu halten. Und nicht (wie das leider nur alt zu oft der Fall ist) mit dem Rotstift durch den Text gefahren ist und alles was den Plot erklärt zu Gunsten von action-sequenzen rausgelassen hat. Im Gegenteil man hat sich sehr wohl Mühe gegeben die Dialoge soweit das möglich war, so zulassen wie im Buch. Das hat natürlich den Effekt, dass sehr viel in den einzelnen Szenen gesprochen wird, was wohl manche nicht mehr gewöhnt sind. Im Klartext: wenn man die Handlung wirklich verstehen will ohne vorher das Buch gelesen zu haben, muss man halt mal wieder zur Abwechslung in der Lage sein auch zu zuhören was da so gesprochen wird und nicht nur auf das obligatorische rumballern warten.

Auch die Besetzung der Rollen ist wie ich finde gut gelungen. Tom Hanks mag zwar nicht umbedingt der action Held schlecht hin sein, aber entspräche wahrscheinlich auch nicht den Intentionen Browns. Außerdem spielt Hanks auch dieses mal wieder sehr überzeugend. Die anderen Schauspieler sind auch recht gut, insgesammt.

Was dem Film insgesammt einen Abriss tut ist wahrscheinlich eher die Story selber, also der von Brown ausgedachte Plot. Deswegen sollten auch nur die, die DVD kaufen, denen das Buch auch gefallen hat, sonst werden sie wahrscheinlich ziemlich enttäuscht sein.


Mozart, Wolfgang Amadeus - Le nozze di Figaro (Wiener Philharmoniker/Karl Böhm) [2 DVDs]
Mozart, Wolfgang Amadeus - Le nozze di Figaro (Wiener Philharmoniker/Karl Böhm) [2 DVDs]
DVD ~ Mirella Freni
Preis: EUR 28,99

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartige Aufnahme unter der Regie von Ponelle, 7. Oktober 2006
Einzigartige Aufnahme der vielleicht besten Oper Mozarts!!

Die Bestzung großartig: Fischer-Dieskau als Graf Almaviva, Kiri Te Kanawa als Gräfin, Prey als Fiagro (für mich der beste Figaro den es je geben hat) und Mirella Freni als seine Susanna. Ein solch perfektes Ensemble wird es so schnell nicht wieder geben!! Die Stimmen harmonieren wunderbar mit einander und die Sänger sind erste Klasse, wie die Kenner wissen. Die Schauspielerische Leistung ist allen Darstellern prächtig gelungen. Die Wiener Philharmoniker spielen unter der Leitung von Karl Böhm.

Ponelles Regie ist erstklassig. Die Oper ist eine Art Spielfilm (also kein Bühnenmitschnitt). Die Kameraführung ist sehr gut, auch wenn dadurch die Schauspieler an einigen wenigen Stellen leicht verzehrt wirken(einzelne Einstellungen Finale 2 Akt), aber gerade das macht ja die Kunst aus. Die Handlung spielt im Schloss und Garten des Grafen. Die Kostüme sind der Zeit nachempfunden, in welcher die Oper spielt(Spanien 17 Jhd.), also alles sehr traditionel.

Da die Aufnahme aus den 70 Jahren stammt, entspricht die Tonqualität vielleicht nicht ganz den heutigen Standards aber sie ist auf jeden Fall sehr gut.

Diese wunderbare Aufnahme (nun endlich auch auf DVD zu haben)kann ich nur jedem weiterempfeheln der sich für Oper und Film(kunst)interessiert.

Meiner Meinung nach sollte diese Aufnahme in keiner Sammlung wahrer Opernliebhaber fehlen!!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2014 1:38 PM CET


Mozart, Wolfgang Amadeus - Die Zauberflöte (Opernhaus Zürich) (2 DVDs)
Mozart, Wolfgang Amadeus - Die Zauberflöte (Opernhaus Zürich) (2 DVDs)
DVD ~ Matti Salminen
Preis: EUR 16,39

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine ganz gute Aufführung, 9. September 2006
Sagen wir es gibt sicherlich einfallsreichere Inszenierungen von der Zauberflöte, aber wer ein gängiges, normales Bühnenbild sehen will, liegt mit dieser Aufführung sicherlich ganz richtig.

Gesanglich ist vorallem Anton Scharinger als Papageno hervorzuheben, einfach phantastisch; er verleit der Figur durch seinen hervoragenden Gesang wunderbare Konturen. Auch schauspielerisch sehr gut.

Auch eine wirklich vielversprechende Leistung hat Martina Jankova als Pamina abgegeben. Sie ist wirklich ein ganz hervorragende junge Sägerin.

Schwach hingegen waren Beczala als Tamino und Elena Mosuc als Königen der nacht, die beide nicht wirklich überzeugen konnten. Beczala ist schlicht eine Falschbezetzung für diese Rolle: Sein Fach ist das, des Dramatischen nicht das des Lyrischen Tenors!! Italienische Oper singt er um vieles besser als Mozart.

Der Witz hingegen bleibt bei dieser Inszenierung keineswegs auf der Strecke und man kann an vielerlei Stellen beherzt lachen.

Also: Für Einsteigende Operfans sicherlich eine gute Aufnahme, aber für richtige Kenner gibt es, meiner Meinung nach, besseres.

Die Tonqualität der DVD ist gut.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 25, 2014 4:10 PM CET


Verdi, Giuseppe - La Traviata (Anna Netrebko)
Verdi, Giuseppe - La Traviata (Anna Netrebko)
DVD ~ Anna Netrebko
Preis: EUR 22,99

62 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unschlagbare Traviata, 9. September 2006
Fünf Sterne für diese Inzenierung sind keineswegs unberechtigt!! Sie gehört unzweifelhaft zu den besten der letzten Jahre.

Ich kann mich den anderen Kommentaren nur noch einmal anschließen: Alles ist perfekt an dieser Aufführung. Das Bühnenbild ist einfach; die verschiedenen Stimmungen, zB. die überschwelgende Heiterkeit der Szenen am Anfang des 2 Aktes wird nur durch das Abdecken bzw. Überdecken der allgegenwärtigen Uhr und der Sofas zum Ausdruck gebracht. Was vielleicht im ersten Moment banal klingen mag, doch eine enorme Wirkung hervorbringt.

Gesanglich sind die drei Hauptdarsteller wirklich nur schwer zu überbieten. Netrebko hat ganz einfach eine wunderbar klare Stimme, wie kaum eine andere Sängerin. Speziell in dieser Aufführung blüht sie auf in ihrem Fach des dramatisch-lyrischen Soprans und bringt die Figur der Violetta entsprechend überzeugend und grandios auf die Bühne.

Villazon gibt einen sehr guten Alfredo, vorallem schauspielerisch ist er unschlagbar. Gesanglich muss er sich vielleicht noch einwenig weiter entwickeln um an die ganz großen Tenöre anknüpfen zu können.

Hampson(Père Germont)ist schlicht in allen seinen Rollen unschlagbar. Seine Stimme und die Netrebkos harmonieren wunderbar in den Duetten und Szenen des 2 Aktes.

Und wie es die meisten sagen ein besseres Liebespaar als Villazon/Netrebko als Alfredo/Violetta gibt es kaum!

Die Dvd hat eine gute Tonqualität, sodass die Stimmung im Festspielhaus extrem gut rüberkommt.

Alles in allem eine höchst empfehlenswerte Aufnahme, nicht nur für absolute Opernliebhaber sondern auch für Leute die sich einfach nur interessieren und eine gelungene Traviata anschauen möchten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2009 11:24 AM MEST


Verdi, Giuseppe - La Traviata
Verdi, Giuseppe - La Traviata
DVD ~ Eva Mei
Preis: EUR 22,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Aufführung an der Züricher Oper, 5. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Verdi, Giuseppe - La Traviata (DVD)
Eine insgesammt sehr gelungene Inzenierung von Verdis Meisterstück Traviata: Auch in dieser Produktion ist das Bühnenbild und die Regie von Jürgen Flimm wieder ausgesprochen zu loben. Das Bühnenbild ist traditionel gehalten teilweise auch mit gewissem Pomp (welcher der Inszenierung aber keinesweges schadet). Die Kostüme sind gut gewählt und passen zu der Zeit in der die Oper spielt.
Zu den Sängern: Thomas Hampson als Vater Germont gibt gesanglich mal wieder eine Meisterleistung ab, die nur schwer zu toppen ist! Die Szenen im zweiten Akt zuerst mit Violetta (Eva Mei)und später mit Alfredo (Piotr Beczala)sind wunderschön ausgestalltet. Besonders fein gesungen ist "di Provenza il mar..."und lässt einen auch lange danach noch an diese Melodie denken. Die Behauptung, dass Hampson angeblich seinen Zenit überschritten hätte kann ich nur vehement zurückweisen, da diese Inzenierung das genaue Gegenteil beweist! Schauspielerisch, ist Hampsons Leistung auch recht gut, aber an manchen Stellen etwas überzogen, was seiner gesammt Leitung aber keinen Abstrich macht.
Eva Mei war eine gelungene Violetta mit wunderschöner Stimme sowohl in den Koloraturen als auch im Duett mit Hampson und Beczala. Sie kann sehr gut dynamik und Gefühl in ihren Gesang mischen der in der Höhe wie in den tieferen Tonlagen fein, voll und einfach wunderschön klingt. Als Violetta ist sie vielleicht beinahe schon ein bisschen zu alt konnte die Figur aber trotzdem sehr gut darstellen.
Piotre Beczala's Alfredo war im Vergleich zu Mei und Hampsons Darbietung nur mittelmäßig wie ich finde, obwohl er für die berühmten Arien allen nur erdenklichen Beifall vom Publikum geerntet hat. Zwar liegt ihm das italienische Fach auf jeden Fall besser als das Deutsche wie zB die Opern von Mozart, doch meint man auch hier seine Stimme könnte (vor allem wenn es relativ hoch geht)jeden Moment wegbrechen. Es gelingt ihm nur an einigen Stellen einen wirklich vollen und schönen Klang heraus zu arbeiten.
Das Orchester spielt gut.
Trotz der oben angebrachten Kritik bin ich sehr froh diese DVD gekauft zu haben und kann sie nur jedem der Spaß an Opern hat weiter empfehlen!


Mozart, Wolfgang Amadeus - Don Giovanni / Nikolaus Harnoncourt, Opernhaus Zürich [2 DVDs]
Mozart, Wolfgang Amadeus - Don Giovanni / Nikolaus Harnoncourt, Opernhaus Zürich [2 DVDs]
DVD ~ László Polgár
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 31,84

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen insgesammt Überzeugende Aufführung, 22. April 2006
Auch bei dieser Aufführund hat wieder Jürgen Flimm die Regie übernommen: Das Bühnenbild im ersten Akt ist hervorragend, während das im zweiten etwas gewöhnungsbedürftig ist, da alle Szenen auf einer Art Holzgerüst spielen.

Die Besetzung war im Großen und Ganzen sehr gut, wobei Rodney Gilfry(Don Giovanni)gesanglich natürlich nicht annähernd an einen Thomas Hampson herankommmt. Die Champanger-arie war in Folge dessen etwas schlampig gesungen. Insgesammt verkörpert er jedoch einen hervorragenden Don, der sich von nichts und Niemandem abhalten lässt und am Ende beinahe schon etwas verrückt rüberkommt.

Bartoli ist ohne Zweifel eine grandiose Elvira, der man ihre verletzten Gefühle sofort abnimmt. Auch die extrem schwierigen Partien meistert sie mit Bravour.

Auch die Donn'Anna ist mit Isabel Rey sehr gut besetzt. Die Meinung anderer, dass sie in den höheren lagen extrem zu kämpfen hätte und ihre Stimme nicht mehr schön klänge, kann ich rein gar nicht nach vollziehen. Für mich stellt vorallem die zweite Aria "Non mi dir, bel idol mio" vollendete Schönheit dar.

Roberto Sacca hat es mit seiner Interpretation der Rolle des Ottavio endlich einmal geschafft, der sonst fast total in den Hintergrund gedrängten Firgur Charakter und Ausdrucksstärke zu geben. Beide Arien sind ohne Ausnahme hervorragend gesungen.

Der Leporello wird von Laszlo Polgar excellent verkörpert. Er bringt einerseits in der Arie "Il catalogo e questo" das zynische an der Figur hervor, andererseits im zweiten Akt das Angsthasen-image(Leporello heißt schließlich kleiner Hase).

Auch Nikiteanu(Zerlina),Widmer(Masetto)und Matti Salminen(Komtur)waren im allgemeinem akzeptabel.

Harnoncourt überzeugt mich jedesmal von neuem: sehr gut dirigiert.

Trotz mancher Mängel eine insgesammt empfelenswerte Aufnahme.


Mozart, Wolfgang Amadeus - Cosi fan tutte [2 DVDs]
Mozart, Wolfgang Amadeus - Cosi fan tutte [2 DVDs]
DVD ~ Cecilia Bartoli
Wird angeboten von O-V-G
Preis: EUR 54,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ungluabliche auführung, 22. April 2006
In jeder Hinsicht eine der besten Cosi Aufführungen, die ich je gesehen habe! Vorallem das eher konventionelle Bühnenbild von Jürgen Flimm hat mich sehr überzeugt.

Die Sänger sind allesamt hervorragend, wobei Bartoli vielleicht nich ganz die richtige Besetzung für die Fiordiligi(die sie einerseits als eine etwas naive aber andererseits doch fest entschlossene Frau darstellt) da ja sie eigentlch ein Mezzosopran ist. Ihre Koluraturen sind jedoch excellent und man kann richtig die Verzweiflung der Fiordiligi mitfühlen bei ihrer Arie "per pieta ben mio predono".

Agnes Baltsa spielt eine ganz tolle Despina, obwohl man ihrer Stimme doch schon etwas anmerkt, dass sie nicht mehr die jüngste ist.

Auch Nikiteanu spielt ihre Rolle der Dorabella mit Bravour. Das einizige was vielleicht auszusetzten wäre ist, dass ihre Stimme nicht richtig gut zu Bartolis passt bzw eher umgekehrt. Aber vielleicht bin ich da zu kritisch.

Hervoragend ebenfalls Roberto Sacca als Ferrando: Vorallem das wunderbare weiche Timbre seiner Stimme lässt einen gerade zu versinken während er "un aura amorosa" singt. Auch schaupielerisch kaum zu toppen, stellt er den Ferrando als einen von sich durch und durch überzeugten und vor Lebensmut strozenden Jüngling da, der aber freilich auch zu tiefst verletzt ist, als er von der Untreue seiner Dorabella hört. Ganz toll inso fern die Arie: "Tradito! schernito"

Oliver Widmer hat mich hingegen als Guglielmo nicht ganz überzeugen können, weil sein ganzes Auftreten(außer an einigen wenigen Stellen)doch sehr gekünstelt aussah.

Am besten ist für mich ganz klar die Rolle des Alsfonso von Chausson verkörpert, der ihn als einen extrem zynischen, beinahe teuflischen Lehrer der zwei jünglinge spielt. Das passt sehr zu meiner Ausfassung dieses Charakters, denn schließlich ist es wahrlich keine schöne sache die beiden Liebhaber anzustacheln die Treue ihrer Verlobten in vertauschten Rollen mit abermals und abermals wiederholten Liebesschwüren zu testen.

Harnoncourt dirigiert wiedereinmal außerordentlich und das Tempo der ganzen Oper, Das einige für zu langsam halten, ist für meinen Geschmack gerade richtig.

Eine insgesammt höchst empfehlenswerte Aufnahme.


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