Profil für Foodart > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Foodart
Top-Rezensenten Rang: 69.495
Hilfreiche Bewertungen: 52

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Foodart

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Zeitoun
Zeitoun
von Dave Eggers
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer das Buch liest, spendet später freiwillig bei Amnesty International, 23. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Zeitoun (Taschenbuch)
Beim Märchenvorlesen haben mich meine Kinder früher oft gefragt, ist die Geschichte auch wahr? Die Antwort war nie einfach, denn hat nicht jedes Märchen einen wahren Kern? Und was ist mit der schriftstellerischen Freiheit, die Fakten, so zusammenzufügen, dass eine ansprechende Geschichte daraus entsteht? Die Geschichte von Zeitoun ist wohl wahr. Leider.

Die Hauptperson ist ein amerikanischer Syrer, verheiratet mit einer zum Islam konvertierten Amerikanerin, vier Kinder, erfolgreicher Bauunternehmer, bestens integriert. Dann fegt der Wirbelsturm Katrina über New Orleans und hinterlässt Chaos und Panik. Und Zeitoun gerät zufällig und zu Unrecht in die Mühlen des amerikanischen Rechtssystems in einer Notsituation und damit außer Kontrolle.

Die Geschichte, eigentlich eine journalistische Reportage in literarischem Stil sehr nüchtern erzählt, lässt einen mehr als bedrückt zurück. Ist das wirklich so passiert? Kann eine demokratisch gewählte Regierung im Falle einer Naturkatastrophe Gesetze ignorieren und Menschen willkürlich anklagen und verschwinden lassen, sie entwürdigen, brechen und ganze Familien damit psychisch zerstören? Um es vorweg zu nehmen, sie kann! Und auch wenn wir hier in Europa denken mögen, ja, das ist eben Amerika, ein Repressionsstaat, eine Pseudodemokratie, so kann man sich doch vorstellen, wie auch hier ethnische oder religiöse Minderheiten im Not- und Ausnahmefall zu Unrecht vorverurteilt werden.

Dave Eggers hat für sein Buch drei Jahre recherchiert und unzählige Interviews geführt. Hat das Buch im Eigenverlag verlegt, dann die Zeitoun-Foundation ins Leben gerufen, in die sämtliche Erlöse dieses Buches fließen und die sich um Personen kümmert, die hilflos den Schwächen und Irrtümern des amerikanischen Rechtssystems ausgeliefert sind. Das Buch hat den American Book Award gewonnen. Absolut lesenswert!


Tschick
Tschick
von Wolfgang Herrndorf
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Das Leiden und Sehnen heranwachsender Jungs, 23. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Tschick (Taschenbuch)
Seit Tagen schon schwirrt mir Maik Klingenberg, der Anti-Held des Romans, im Kopf herum. Herrndorf hat es meisterhaft geschafft, das Leiden und Sehnen heranwachsender Jungs in eine Road-Movie-Geschichte zupacken, mal spannend, mal absurd, oft komisch und zugleich anrührend und traurig. Unterschichtjunge und emotional vernachlässigter Oberschichtjunge, beide nach Maßstäben der Mehrheitsgesellschaft als eher uncool zu bezeichnen, fahren in den Sommerferien mit einem gestohlenen Auto durch die Pampa um Berlin herum und erleben sich selbst, kleine Abenteuer und große Unfälle. Lakonisch und flapsig erzählt aus Sicht der Hauptperson. Am meisten berührt hat mich die Ambivalenz zwischen Tragik und Komik dieses Jungenlebens.


Das Foodie-Handbuch: Der (fast) perfekte Begleiter für GernEsser
Das Foodie-Handbuch: Der (fast) perfekte Begleiter für GernEsser
von Pim Techamuanvivit
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

5.0 von 5 Sternen Lust am Essen und (Nach) Kochen, 20. August 2012
„Die besten Köche erzählen mit ihren Kreationen Geschichten, sei es ein Ausflug in die Vergangenheit oder der abenteuerliche Versuch Neuland zu erobern.“

Ich gebe zu, dieses Buch war ein Blindkauf. Eher einer spontanen Eingebung folgend, als aus beruflichem Interesse. Vielleicht wollte ich einfach nur sehen, was eine der bekanntesten Foodbloggerinnen weltweit so schreibt. Und siehe da: Das Buch ist ein Glücksgriff, ein Muss für alle Eßbegeisterten, Foodies eben. Und wenn sie denken, kochtechnisch schon mehr als versiert zu sein, hier bekommen sie Tips und Anregungen einer amerikanischen Thailänderin, die die europäische, besonders die französische Küche liebt und die viele der internationalen Starköche zu ihren Freunden zu zählen scheint.

Im Jahr 2005 hat Pim ihren Job in Sillicon Valley verlassen und widmet sich nun dem Essen und dem Schreiben darüber. Die „Queen der Foodblogger“ wird sie mittlerweile genannt. In ihrem Buch geht es darum, die Lust und die Liebe am Kochen, Essen und Genießen zu wecken. „Lernen Sie kochen, statt nur Rezepte zu befolgen“, so lautet ihr Credo, lernen Sie die Zutaten und den Garprozeß kennen und spielen Sie damit. Das ist kein übliches Kochbuch, obwohl umwerfende Rezepte darin enthalten sind, zum Beispiel eine Anleitung für das perfekte Phad Thai sowie für das perfekt gebratene Hähnchen. Der Anspruch ist also hoch. Doch sie hält ihn durchweg, ich habe einiges nachgekocht und bin begeistert.

Was gibt es noch? Geschichten, Essays und Rezepte. Basisrezepte, die von französischen Starköchen inspiriert und von Pim abgewandelt sind. Wunderbar einfache Tarte-Rezepte, die unglaublich viel hermachen. Sie finden Tipps zum Verhalten in Sternerestaurants. Und eben Dinge, die man als Foodie, also als jemand, der sich leidenschaftlich gerne mit dem Thema Essen und Genießen beschäftigt, wissen sollte. Einzig das Kapitel „Foodie für Fortgeschrittene“ ist etwas für Snobs. Für diese Empfehlungen braucht man in der Regel etwas Geld. Also nichts für Familien mit Kindern. Aber allein beim Lesen bekommt man Lust selber ein Snob zu sein.

Ich habe die Angewohnheit, in ein Buch von dem ich sicher bin, dass ich es in mein Buchregal aufnehmen will, an den interessanten Stellen Eselsohren zu knicken. Wie gut Pims Buch ist, habe ich spätestens an den vielen Eselsecken gemerkt, die es mittlerweile besitzt.

Und nochmal Pim: „Kochen soll etwas in einem wachrufen. Für manche Menschen ist kochen eine nie enden wollende Reise in die Geschmackswelt ihrer Kindheit.“ Würde ich hier Sterne vergeben, so würde das Buch fünf von fünf Sternen bekommen.

[...]


Butter, Huhn und Petersilie: Anregungen für eine bessere Küche (insel taschenbuch)
Butter, Huhn und Petersilie: Anregungen für eine bessere Küche (insel taschenbuch)
von Erwin Seitz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes und Wissenswertes aus deutscher und europäischer Küche, 20. August 2012
„Der Grat zwischen Gelingen und Nichtgelingen ist beim Kochen oft sehr schmal. Doch bedarf es meist nur des richtigen Wissens und entsprechender Hinweise, um Lebensmittel in kulinarische Köstlichkeiten und Essen in sinnlichen Genuß zu verwandeln...“

Der Koch, Metzger und promovierte Germanist Erwin Seitz bringt uns, auf locker erzählte Art und Weise die Grundzutaten unserer deutschen und europäischen Küche nahe. Gelegentlich gibt er einen kurzen kulturhistorischen Ausflug, immer Zubereitungstipps oder Rezepte und ohne mahnenden Zeigefinger erklärt er, was früher warum besser war, als es noch keine Massentierhaltung und keine überdüngten, überspritzen Böden und Monokulturen gab, in denen zum Beispiel das Rebhuhn keine Lebensgrundlage mehr findet. Man merkt deutlich: Hier spricht jemand, dem der maßvolle Genuss am Herzen liegt. Jemand, der das Wesen der Lebensmittel verstehen will, um sie mit dem größtmöglichen Genuß zu ehren. Jemand, der gutes Essen und gute Tiere zu schätzen vermag.

Allein mit dem Kapitel Schwein schafft es Seitz, einerseits Lust auf den Genuss von Schweinefleisch zumachen und andererseits das Bewusstsein und das Mitgefühl für das Lebewesen Schwein zu schärfen.

Lassen wir Seitz selbst zu Wort kommen, als Einleitung zu seinem Artikel über das Reh:
„Wenn sich der August zum Ende neigt und abends wieder kühlere Winde über die gemähten Felder wehen, fühlt man, daß das Jahr seinen Höhepunkt überschritten hat. Über Wochen war man dankbar für eine leichte Kost, und man war froh, wenn man einen schlanken, trockenen Weißwein mit belebender Säure zur Hand hatte. Wenn jedoch die Tage kürzer werden und das Licht wie die Temperatur zu sinken beginnt, verlangen auch Auge, Nase und Gaumen wieder nach dunklen, erdhafteren Tönen. Es beginnt die Zeit des Wildbrets und des Rotweins...“

Weitere Kapitel, die einer Artikelserie in der FAZ entstammen, sind:
Einleitend eine „kleine Geschichte der feinen Küche in Europa“, Salz, Pfeffer, Butter, Olivenöl, Balsamessig, Zitrone, Petersilie, Koblauch, Senf, Parmesan, Apfel, Kopfsalat, Tomate, Nudel, Kartoffel, Rosenkohl, Sauerkraut, Steinpilz, Zander, Steinbutt, Huhn, Rebhuhn, Reh, Ente, Lamm, Schwein, Rind und schließlich Schokolade.

[...]


Slow Food Guide Österreich - Über 200 Adressen, ausgewählt und empfohlen von Slow Food
Slow Food Guide Österreich - Über 200 Adressen, ausgewählt und empfohlen von Slow Food
von Georges Desrues
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut Essen in Österreich, 20. August 2012
Der erste "Slow Food - Gasthäuser in Österreich" Reiseführer ist raus! Und er präsentiert über 200 Empfehlungen für regionales und authentisches oder wie der Slow Food Gründer Carlo Petrinin sagt: "gutes, sauberes und faires Essen" in allen österreichischen Bundesländern.
Seit 20 Jahren gibt es diesen lokalen Gastronomieführer in einer jährlichen Ausgabe für Italien, dem Ursprungsland der Slow Food Bewegung: "Osterie d'Italia". Nun endlich zieht ein weiteres Land nach. Die beiden Autoren Severin Corti und Georges Desrues erzählen einleitend von einem negativen Schlüsselerlebnis. Sie besuchten einst ein vielgerühmtes Gasthaus in der Steiermark, gelegen inmitten traumhafter Natur und für sie nur nach mehrstündiger Autoreise erreichbar. Dort wurde ihnen, im Spätsommer, Bärlauschschaum und irgendetwas mit Morcheln vorgesetzt. Auf Nachfrage kam der Bärlauch aus der Tiefkühltruhe und die Morcheln aus Kanada. Über die Maßen enttäuscht, denn Tiefkühlware kann sich ein jeder Zuhause bereiten, beschlossen sie, dass es eines Gasthausführers für Österreich bedarf. Eines Führers, "der dem Reisenden helfen soll, eine Region, eine Landschaft, ihre Produkte, Speisen und Gerichte, und damit ihre Kultur und die Menschen, die sie bewirtschaften und bewohnen, auf nachhaltige und prägende Art kennenzulernen."
So entstand dieses Kompendium mit dem Wissen und der Mitarbeit aller österreichischen Slow Food Convivien (das sind die lokal organisierten Gruppen). Die Empfehlungen sind also allesamt getestet und durch die Reihe bodenständig. Eine dreigängige Menüfolge durfte nicht mehr als 40 Euro kosten. Also kein Platz für Spitzengastronomie, für die es ja bekanntlich andere Führer gibt. Jedes österreichische Bundesland wird kurz mit seinen kulinarischen Eigenarten vorgestellt, darauf folgen die Gasthausempfehlungen. Híntergrundwissen oder traditionelle Produzenten fehlen. Es ist eben ein Gasthausführer. Ein Buch, was bei einer Reise nach Österreich in keinem Handgepäck fehlen sollte, wenn man Wert auf gutes, traditionelles Essen legt.

[...]


Japan-Kochreisefotobuch
Japan-Kochreisefotobuch
von Sylvan Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Liebeserklärung an Japan, von einem Fotografen, der schreiben kann, 20. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Japan-Kochreisefotobuch (Gebundene Ausgabe)
Trotz der Gefahr, dass das Folgende übertrieben klingen mag, muss es gesagt werden: Wenn ich dieses Buch aufschlage, kommen mir jedes Mal die Tränen. So schön ist es. Beim Umblättern kann ich nicht anders, als liebevoll über die Seiten zu streichen. Denn dieses Buch ist ein Kunstwerk. Die Liebe und die Sorgfalt, die die Japaner ihrem Essen und seiner Zubereitung entgegen bringen, haben auch den Fotografen und seinen Verlag ermutigt, ein in jeder Hinsicht wunderbares Buch aufzulegen. Hochwertiges Papier machen das Durchblättern zu einem haptischen Vergnügen. Die Bilder könnten in einer Galerie hängen. Die Texte machen ausnahmslos Lust weiter zu lesen. Sie sind ganz wunderbar, zugleich informativ wie schön geschrieben. Kein Wort zu viel, keines zu wenig, genau richtig. Aber das Beste kommt noch: Die Rezepte sind authentisch und zum großen Teil denkbar einfach nach zu kochen.

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung. An Japan und seine Seele, die sich in der Art und Weise der Zubereitung des Essens offenbart.

Zu den Rezepten: Einfache Gerichte aus der japanischen Alltagsküche wechseln sich ab mit Kreationen japanischer Küchengötter. Doch selbst deren Rezepte sind nicht schwierig nach zu kochen, denn wie so oft, kommt es auf die erstklassige Qualität der Zutaten an. Zu jedem Koch, zu jedem neuen Kapitel gibt es eine kleine, feine Geschichte und jeweils ein paar Rezepte, die insgesamt alle japanischen Klassiker abdeckt: Angefangen von der richtigen Zubereitung des Reis und der hausgemachten Dashi-Brühe über die liebevolle Befüllung der Bentoboxen, bis hin zur piktografischen Anleitung, wie denn perfektes Sushi zu formen sei. Weiterhin gibt es Bilder und Rezepte über Tofu, Shabu-shabu, Oktopuskugeln, Udon, Matchagrüntee-Eis, und vielen anderen Köstlichkeiten. Ein einziger Nicht-Japaner hat es in das Buch geschafft: Der österreichische Küchenchef und Sternekoch des Park Hyatt Hotel in Tokio (ja, das wo „Lost in Translation“ gedreht wurde).

Es gibt eine Fotostrecke zu Hanami, dem alljährliche Kirschblüten-Fest, sowie über den Tokioter Fischmarkt. Über das Baden in einem Onsen, einem traditionellen japanischen Badehaus mit seinen ganz eigenen Regeln. Der Nishiki-Markt in Kyoto wird beschrieben und der größte Friedhof des Landes in der Nähe des buddhistischen Tempels von Koya-San. Und natürlich der Grüne Tee, seine Reinheit, die Qualitäten, die Zubereitung und wo man den Besten hier in Europa, nämlich in der Schweiz, bekommt.

Es ist das erste Kochbuch, was ich jemals von hinten bis vorne durchgelesen habe. Und das mit Genuss. Es ist eben auch mehr als ein Kochbuch, nämlich ein Kochreisefotobuch.

[...]


Fun Food: Kreative Ideen aus der Küche
Fun Food: Kreative Ideen aus der Küche
von .
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und mit Essen spielt man doch!, 19. August 2012
Also ehrlich gesagt, ich wäre an diesem Buch wohl vorbeigegangen. Aber meine Kinder haben sich darauf gestürzt und sind begeistert. Und ich bin es mittlerweile auch. Immer wieder nehmen die Kids das Buch zur Hand und wünschen sich das Gurkenkrokodil und die Marzipankrabben zum Geburtstag, das blutende Herz (einen mit roter Grütze und Himbeergelee gefüllten Kuchen) wollen sie verschenken und das Hexenhaus aus Butterkeksen machen wir bestimmt zu Weihnachten.
Dieses Buch ist liebevoller gestaltet als es das grell-blaue Muffinsmonster-Titelbild vermuten lässt. Und viele gesunde Rezepte, absolut nett und die-Kinder-werden-es-lieben-tauglich verpackt, sind auch dabei, wie zum Beispiel die tierischen Brotzeiten, die Kartoffelraupe oder die Mondlandung.
Doch das Lieblingskapitel aller ist „ganz schön gruselig“: Zombiehände, Fratzenküsse, Gruselhände in ewigem Eis, Gehirn- und blutige Augenmuffins, Würstchenkrake, Totenkopf-Cake-Pops und und und. 68 kleine Kunstwerke, alle insgesamt tolle, kreative Ideen, wie das Essen (wieder) Spaß machen kann. Ein wunderbares Familien-Stöber-Nachmach-Kochbuch, das die Kinder animiert, selber in die Küche zu gehen und auszuprobieren.


Tapas: Die 101 besten Rezepte aus Spaniens Tapas-Bars
Tapas: Die 101 besten Rezepte aus Spaniens Tapas-Bars
von Fiona Dunlop
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tapas werden zu etwas besonderem, 18. Juni 2012
Die schönste Nebensache der spanischen Küche', so überschreibt der Verlag selbst das Buch. Man bekommt einen wunderbaren Einstieg in die Welt der spanischen Tapas. Das Baskenland, Katalonien, Rioja und Altkastilien, Madrid, die Levante und Andalusien: Jede Region wird in einleitend zusammengefasst, Eigenarten und kulinarischer Hintergrund kurz beschrieben. Dem folgt jeweils die Vorstellung ausgewählter Bars und Restaurants sowie deren Köche. Jeder Koch, insgesamt sind es 26, wählt drei bis vier Rezepte aus seinem Angebot aus und stellt sie vor. Die meisten Rezepte sind in der Regel einfach nach zu kochen, bodenständige Klassiker finden sich ebenso wie moderne, aufwändigere Varianten. Allerdings fehlen die einfachen Tapas, die es in jeder Bar an der Ecke gibt, komplett. Der Anspruch der Autorin war es eher mit den Lieblingsrezepten spanischer Küchenchefs, die Feinheiten der heutigen Tapakultur schmackhaft zu machen. Zudem werden viele, dem allgemeinen Touristen unbekannte, lokale Spezialitäten beschrieben wie etwa der Dicke-Bohnen-Eintopf aus Murcia (Michirones a la murciana) oder Ajo blanco, die Kalte Mandelsuppe aus Sevilla. Tapas werden in diesem Buch zu etwas Besonderem.


Seite: 1