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Rezensionen verfasst von
Dorian Gray

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One Piece Pirate Warriors 2 - [PlayStation 3]
One Piece Pirate Warriors 2 - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Catvertrieb
Preis: EUR 42,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 5 Sterne für Fans, 3 für Nicht-Fans, 4. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ruffy, Zorro, Lysop, Nami, Chopper, Sanji, Franky, Robin, Brook, Smoker, Ace, Jimbei, Falkenauge, Hancock, Perona, Bär, Crocodile, Buggy, Law, Enel, Kuzan, Kizaru, Akainu, Garp, Marco, Whitebeard, Blackbeard, Blackbeard (zwei Teufelsfrüchte), und nochmal alle Strohhüte vor dem Timeskip - das ist die stolze Charakterliste, die euch für dieses Spiel zur Verfügung steht, wenn ihr alles freigespielt habt. Dazu kommen Charaktere wie Ecci, Lucci, Jabura, Ivankov, Hannyabal, Magellan, Moria, die als Endgegner auftauchen und euech auch als Freund in euren eigenen Abenteuern begleiten können.

Aufbauend auf dieser breiten Palette an Charakteren kommt nicht nur durch die original(japanischen) Snychronstimmen One-Piece-Stimmung auf, sondern vor allem durch die originalgetreuen Attacken. Egal, ob ihr als Franky eure Gegner mit einem "Coup de burst" wegpustet, euch mit Zorro im Dreischwerterstil durch die Gegnerreihen schnetzelt, mit Hancock aus Männerherzen Steinstatuen macht, eure Feinde in Laws "Room!" durch die Gegend wirbelt oder Kuzan mit "Ice Time!" jeden Gegner erstarren lässt - die Attacken sehen exakt so aus wie im Manga/der Serie. Auch die Bewegungen der Charaktere sind unheimlich nah an ihren Serienvorbildern: Zorro, der sich sein Bandana um den Kopf schlingt und flink an seinen Gegnern vorbeirauscht, Whitebeard, der schwerfällig schwankend die Reihen der Gegner durchbricht oder Kizaru, der in Lichtgeschwindigkeit über das Schlachtfeld huscht.

Auch das Verhalten der Figuren ist durchaus seriengetreu: so kann man mit Sanji weiblichen Gegnern keinen Schaden zufügen, hat man Zorro in seiner Gruppe, kann es schon einmal passieren, dass er plötzlich unten links auf der Karte ist, während der Rest oben rechts auf ihn wartet. One Piece eben.

Das Gameplay selbst hat sich im Vergleich zum ersten Teil kaum geändert: die Jump'n'run-Einlagen wurden ersatzlos gestrichen, ebenso wie die Quick-Time-Events. Eure Aufgabe ist es, in der Hauptstory oder im Freunde-Log auf einer Karte Verbündete zu retten, sie von Punkt A nach Punkt B zu eskortieren, die Truppenführer der gegnerischen Armee auszuschalten oder Territorien einzunehmen, indem ihr die dort wartenden Gegner eliminiert und ihren Anführer gleich mit.

Obwohl man sich - insbesondere in höheren Schwierigkeitsgraden - durchaus überlegen muss, wo man zuerst zuschlägt und ein wenig taktisch vorgehen muss, wenn man mit einem guten Ergebnis abschließen möchte - gestaltet sich das Spiel i.d.R. als stumpfes Draufgekloppe.
Pro Level werden in höheren Schwierigkeitsgraden gerne 1.000 - 2.000 Gegner vermöbelt, eine Monotonie also, die der große Kritikpunkt an diesem Spiel ist und bleibt. Hier zeigt sich, dass die Zielgruppe der Entwickler eindeutig auf One Piece-Fans ausgelegt ist - denn wer Fan ist, den stört das monotone Draufgekloppe überhaupt nicht, ist es doch genau das, was man mit seinem Charakter tun will. Die breite Charakterauswahl entschädigt den Fan für das monotone Prügeln - ein Level spielt sich eben ganz anders, je nachdem, um man nun mit Jimbei wie Bud Spencer einfach wild drauflosprügelt oder ob man mit Technikern wie Trafalgar Law taktisch vorgeht und gezielt angreift. Fans wird also nicht langweilig werden.

Die Hauptstory kann in wenigen Stunden durchgespielt werden, die Freundes-Logs dauern aufgrund ihrer Anzahl vielleicht ein wenig länger, halten aber auch nicht zu sehr auf. Nachdem man außerdem ein alternatives Ende und alle Charaktere freigeschaltet hat, besteht die nächste Herausforderung des Spiels darin, seine Charaktere aufzuleveln, ihnen Equipment im Berry-Shop zu kaufen und hunderte Münzen zu sammeln, für die spezielle Aufgaben in bereits gespielten Leveln absolviert werden müssen.

Das ganze lässt sich entweder im Splitscreen zusammen mit einem Freund daheim oder im Online-Modus erledigen, wobei in jedem Modus die Schwierigkeitsgrade Leicht, Normal, Schwer und Sehr Schwer auswählbar sind. Sehr anspruchsvoll ist das Spiel dennoch nicht, mit ein bisschen Übung stellt Schwer keine Herausforderung dar und selbst auf Sehr Schwer haben einigermaßen gute Spieler nur noch damit zu kämpfen, das Level mit Bestwertung (= S-Rang) abzuschließen.

Fazit
_____

One Piece Pirate Warriors 2 zeichnet sich weder durch abwechslungsreiches Gameplay, noch durch einen besonders hohen Anspruch aus. Diese beiden Faktoren werden es Nicht-Fans sehr schwer machen, das Spiel zu mögen, da das Spiel schnell zu einer relativ anspruchslosen Klopperei verkommt, wenn man keinen Draht zu den Figuren und der Story hat.
Für Fans ist das vorliegende Spiel allerdings ein wahrer Schatz. Die Charaktere sind derart originalgetreu, die Auswahl so groß, dass die lieblos gestalteten Level kaum ins Gewicht fallen und erst nach vielen Spielstunden Monotonie aufkommt.


Pegasus Spiele 17214G - Munchkin 4: Rasende Rösser
Pegasus Spiele 17214G - Munchkin 4: Rasende Rösser
Preis: EUR 11,95

2.0 von 5 Sternen Rasende Rösser? Maulende Mietlinge., 5. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir diese Erweiterung gekauft, weil ich die Idee nett fand, dass mein Munchkin nun auch auf einem Ross in die Schlacht ziehen kann. Umso enttäuschter war ich, als ich feststellte, dass von 120 Karten im Deck gerade einmal 10%, also 12 Karten, überhaupt ein Ross darstellen. Das Deck enthält mehr Mietlinge als Rösser. Da es sich hier eine Erweiterung zum Grundspiel handelt, mit dem zusammen man Rasende Rösser spielen muss und das dann ja noch einmal 168 Karten enthält, kann man sich in etwa ausrechnen, wie hoch die Chancen sind, dass man überhaupt mal ein Ross zu Gesicht bekommt...

Rossverstärker gibt es dann auch ganze DREI... tut mir Leid, da muss ich kein 120-Karten-Spiel kaufen, bei der Menge an Themenkarten hätte es auch ein Rösser-Booster für 4,95€ getan - riecht hier deshalb stark nach Abzocke.

Die zwei Sterne gibt es dafür, dass die Karten annähernd witzig sind und man sich zumindest bei einigen Monstern mal was Neues hat einfallen lassen und nicht immer dieselben einfallslosen schlimmen Dinge (Verliere eine Stufe) passieren.


Premier Housewares Circo Besteckset, 16-teilig, rot
Premier Housewares Circo Besteckset, 16-teilig, rot
Preis: EUR 16,26

1.0 von 5 Sternen Tun Sie's nicht., 23. April 2014
Machen Sie nicht denselben Fehler wie ich und bestellen dieses Besteck. Nach einem halben Jahr Gebrauch brach die erste Gabel am Übergang zum Griff ab. Weitere Messer und vor allem Löffel folgten, mit dem Ergebnis, dass ich mich nach einem Jahr nun nach neuem Besteck umsehen muss.

Auch die kläglichen Reste dieses Wegwerfbestecks geben mittlerweile bedenkliche Geräusche von sich, wenn ich damit so harte Dinge wie Kartoffeln oder ein Stück Pute essen möchte und werden wohl in den nächsten Wochen brechen.

In einem Wort: Schrott.


Weber's Grillbibel (GU Weber Grillen)
Weber's Grillbibel (GU Weber Grillen)
von Jamie Purviance
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schönes Buch mit ungesunden Schönheitsfehlern, 8. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich als Anfänger das Buch überflog, staunte ich nicht schlecht über die unfassbar vielen Möglichkeiten, Grillgut auf einem Grill zuzubereiten. RIndfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Gemüse und Obst - für all das hält das Buch hunderte Rezepte parat.

Der Autor räumt - und dafür kann man ihm wirklich dankbar sein - mit vielen sehr hartnäckigen Grillmythen auf, die ich selbst von selbsternannten Weber-Profis immer wieder höre: Nein, Fleisch hat keine Poren, die sich schließen müssten, nein, mit Bier löscht man kein Grillgut ab und nein, Flüssigbrandbeschleuniger ist nicht adäquat.

Was mir im Vergleich zu anderen Büchern dieser Art sehr positiv aufgefallen ist, ist die klare und übersichtliche Strukturierung der Inhalte: die Kapitel sind sinnvoll angelegt, die Grundlagen des Grillens werden in einem Frage-Antwort-Dialog beantwortet, weder mit zu vielen noch mit zu wenig Worten.

Die zahlreichen Abbildungen sind nicht nur was fürs Auge und lassen einem schon beim Angucken das Wasser im Munde zusammenlaufen, sondern sie sind auch gerade im Rezeptebereich äußerst hilfreich - wer sich aus Beschreibungen nicht ableiten kann, wo man an der Rippe jetzt genau was wegschneiden muss oder wie man ein Stück Fleisch am Besten an welcher Stelle zerteilt, schaut einfach auf die Bilder - kinderleicht.

RIchtig gut finde ich auch das Kapitel über Saucen und Marinaden - denn die werden oft vergessen. Gibt man sich beim Fleisch oft noch Mühe, so greift man gerne mal zur Fertiggrillsauce aus dem Supermarkt. In diesem Buch finden sich - praktischerweise passend zur Art des Fleisches - Rezepte für eigene Saucen, Dips und Marinaden.

Ergänzt werden die großartigen Anleitungen und Rezeptvorschläge mit hilfreichen Tipps über die Handhabung des Grills, welches Zubehör neben der üblichen Zange noch sinnvoll ist sowie Sicherheitshinweisen.

So schön das Buch auch ist, gibt es eine Sache, die beim Grillen elementar wichtig ist, vom Autor aber komplett ignoriert wurde: Das Thema Gesundheit.
Ein Grillbuch, in dem auf über 300 Seiten nicht ein einziges mal auch nur das Wort "Gesundheit" auftaucht, vernachlässigt den wichtigsten Aspekt im Umgang mit einem Grill.

Ein Beispiel: Zu Beginn beschreibt der Autor die Grundlagen des Grillens und geht dabei auf die Unterschiede zwischen direktem und indirektem Grillen ein. Die Gründe, die dem Autor für das indirekte Grillen einfallen, sind überraschenderweise lediglich Zeitaufwand und Bequemlichkeit. Dabei verschweigt er völlig die gesundheitsschonende Zubereitung durch indirektes Grillen und damit natürlich auch umgekehrt die gesundheitsgefährdende Zubereitung durch direktes Grillen.

Sicher, da für sehr viele Rezepte in diesem Buch direktes Grillen empfohlen wird, wäre es für einen Autor sehr unbequem, bereits auf den ersten Seiten zu erwähnen, dass durch in die Glut tropfender Fettsaft polyzyklische aromatischen Kohlenwasserstoffe erzeugt - die krebserregend sind. So etwas sollte der Leser aber auf jeden Fall erfahren.

Ein anderes Beispiel findet sich ebenfalls zu Beginn, als der Autor auf die unterschiedlichen Brennstoffe eingeht - i.d.R. Briketts und Holzkohle. Auf die Frage, was der Unterschied zwischen Grillen mit Holz und Grillen mit Holzkohle sei, antwortet der Autor wieder mit Komfort und Zeitaufwand. Tatsache ist aber, dass auch das Grillen mit Holz gesundheitsgefährdend ist - wird Holz zum Grillen verwendet, verdampfen krebserregende Harze und Teerstoffe und gelangen über den Rauch ins Grillfleisch.

Grillen ist also nicht per se ungesund, sondern sehr wohl völlig bedenkenlos möglich - wenn man es richtig macht. Darauf macht der Autor hier nur leider mit keinem Wort aufmerksam. Da Gesundheit beim Essen für mich das Wichtigste ist, die vielen Tipps und Rezepte aber wirklich hilfreich sind, gibt es von mir 3 Sterne.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2014 9:57 AM MEST


Bexsport Kubb Original
Bexsport Kubb Original
Wird angeboten von Premierdarts
Preis: EUR 34,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Außen pfui (?), innen hui!, 25. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bexsport Kubb Original (Spielzeug)
Erst einmal möchte ich auf die in anderen Rezensionen erwähnten Mängel eingehen, die da wären:

[Ungleich schwere Wurfhölzer]

Ich habe alle sechs Wurfhölzer frisch aus der Verpackung auf meine digitale Küchenwaage (liefert mir seit langem absolut zuverlässige Ergebnisse aufs Gramm genau) gelegt und dabei folgende Grammzahlen ermittelt:

253g
240g
232g
226g
238g
212g

Das Gewicht der Wurfhölzer weicht folglich bis zu 41g voneinander ab. Da muss jetzt jeder selbst wissen, ob ihn das stört (vielleicht mal die unterschiedlichen Wurfhölzer blind in die Hand nehmen und dann versuchen, zu raten, welches schwerer und welches leichter ist). Ich persönlich finde eine Abweichung von 41g bei einem Produkt, das aus Holz besteht keineswegs schlimm. Für Hardcoreprofikubber mag das einen nicht hinnehmbaren Einfluss auf ihr Wurfergebnis haben. Ich persönlich möchte das einfach nur mit Freunden auf dem Rasen hinterm Haus spielen. Passt, würde ich sagen.

[Nachgebesserte Ware]

Die Verarbeitung der Hölzer weist bei meinem Exemplar absolut keine Mängel auf. Das Holz liegt angenehm in der Hand und lässt sich gut werfen.

Anders sieht es beim König aus. Hier sieht man entlang der Holznaht, welche mittig durch den König verläuft vereinzelt tropfenförmige Leimrückstände, welche sich in einer leicht gelblichen Färbung des Holzes äußert (klebt aber nicht oder so). Sind allerdings nur 2-3 Tropfen oben auf der Krone und dann noch einmal 1-2 an den unteren Kanten (die man ja ohnehin nicht sieht). Sieht halt aus, als hätte dem König eine Fliege auf die Krone gepieselt, stört mich persönlich kein Stück, aber muss eben wieder jeder selbst wissen..

Bei den Bauern sind 8/10 absolut in Ordnung. Ein Bauer weist, wie der König, eine deutliche Leimspur entlang einer Kante auf. Ein weiterer Bauer hat, ich weiß nicht wieso, an zwei seiner vier Kanten ein paar blass-schwarze Streifen. Sieht aus, als hätte jemand den Holzklotz einem Zebra an den Kopf geworfen. Sie erraten es - auch hier muss jeder selbst wissen, ob ihn sowas stört - ich persönlich finde es eher amüsant, ich weiß jetzt schon, dass wir mit dem "Zebrabauern" unseren Spaß haben werden.

Fazit

Zusammenfassend weist mein Kubb-Exemplar ein paar verarbeitungstechnische Mängel auf. Wie in anderen Rezensionen zu lesen ist, scheint davon nicht jedes Exemplar betroffen zu sein, man kauft also ein bisschen die Katze im Sack. Wie bereits erwähnt, muss jeder Käufer selbst wissen, ob ihn die hier angeführten Mängel beim Spiel stören. Ich persönlich störe mich nicht daran, einfach aus dem Grund, dass die oben genannten Mängel einzig und allein optische Mängel sind. Den Spielfluss beeinträchtigt das keinesfalls, die Teile sind allesamt sehr stabil verarbeitet, es fehlt nirgends eine Kante, noch machen die Hölzer den EIndruck, als würden sie schnell bersten. Sollte dies der Fall sein, werde ich diese Rezension aktualiseren. Alles in allem hat mich das Produkt überzeugt, da ich in erster Linie ein Kubb-Spiel wollte, das solide ist und was aushält.


Pokertuch Rubber Grün
Pokertuch Rubber Grün

3.0 von 5 Sternen Gute Verarbeitung, riecht leicht, 21. Dezember 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pokertuch Rubber Grün (Spielzeug)
Das Pokertuch kam vorbildlich verpackt bei mir an. Nach einer Schicht Packpapier, einer Schicht Noppenfolie, einer Schicht Haltebänder, dem Entfernen der Tasche und einer weiteren Schicht Verpackung war dann tatsächlich noch der Rubber in der Röhre.

Nach dem Auspacken kam es zu einer starken, gummiartigen Geruchsentwicklung, die sich nach einem halben Tag bei geöffnetem Fenster aber wieder weitgehend verzogen hat. Einen leichten, gummiartigen Eigengeruch scheint der Rubber allerdings zu behalten. Der Rubber kam mit einigen Unebenheiten und streifenförmigen Vertiefungen an, mal sehen, ob sich die noch glätten lassen.

Die Verarbeitung ist insgesamt gut, auch wenn der Rubber an 2-3 Stellen unsauber abgetrennt wurde. Das Grün, das eindeutig satter ist als auf der Abbildung, gefällt mir sehr gut.

Die Matte ist absolut rutschfest und lässt sich auch mit Druck auf die Matte nicht verschieben.

Plastikkarten lassen sich bequem darauf austeilen, gleiten aber jetzt nicht so sensationell über den Rubber, wie das einige "Rezensenten" auf gamblerstore.de anmerken.

Der Rubber lässt sich nach Benutzung problemlos wieder einrollen, in die im Lieferumfang enthaltene Hülle schieben und so zu einem auswärtigen Pokerturnier transportieren oder einfach platzsparend verstauen.

Insgesamt bin ich aufgrund der leichten "Beulen" und dem Geruch zwar nicht begeistert, aber dank der Optik, der Rutschfestigkeit und der guten Verarbeitung zufrieden.


Der Augensammler: Psychothriller
Der Augensammler: Psychothriller
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sein schwächstes Buch, nicht mal was für Fans, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Und auch nach diesem Roman bleibt "Die Therapie" unerreicht. Mehr noch, mit dem vorliegenden Roman hat Fitzek sein bisher schwächstes Buch veröffentlicht. Warum?

Langweiliger Killer

Der Augensammler tötet Mütter, entführt deren Kinder und tötet auch diese, sollten weder der Vater noch sonstwer sie in einer 48-Stunden-Frist finden. Das Motiv ist - oh Wunder - ein schweres Kindheitserlebnis, das der Situation, in der sich die entführten Kinder bis zu ihrer Tötung befinden, gleicht. Weder besonders einfallsreich, noch besonders aufregend - der Leser erhält nämlich keinerlei Hinweise dazu, tappt also völlig im Dunkeln ohne mitdenken zu können, bis es schließlich aufgedeckt wird - vom Killer selbst. Der schreibt ab Mitte des Buchs nämlich fleißig Emails an die örtliche Lokalredaktion. Bei diesen Gelegenheiten erklärt er ausführlich seine Motivlage, seinen aktuellen Gemütszustand, wie dämlich die Polizei doch ist usw. ..ich weiß nicht, spannend liest sich anders. Die Schnitzeljagd mit den Kindern erinnert ein bisschen an Saw für Anspruchslose, wenn der Killer nachher selbst zugibt: "Wahrscheinlich hätte das gar nicht funktioniert."

Langweilige Nebenfiguren

Der überarbeitete, permanent fluchende Cop, harte-Schale-weicher-Kern-Nebenfigur, ein Killer mit schwerer Kindheit und ein Bulle, der dem Verbrechen den Kampf angesagt hat, nachdem seine Frau ihn sitzengelassen hat. Fitzeks Roman ist ausnahmslos mit altbackenen Klischeefiguren besetzt, die mal wieder alle total taff, abgebrüht und/oder ausgemergelt sind. Hier hätte man sich etwas mehr Innovation gewünscht.

Chronische Figurenarmut

In dem gesamten Buch kommen nicht mehr als 10 Personen vor. Typisch für Fitzek-Romane wird über eine lange Strecke hinweg ein "Köder-Killer" präsentiert, auf den sich der Leser konzentrieren soll, bis sich dann herausstellt, dass es - Oh, Überraschung - die Person ist, von der die Hauptfigur es am Wenigsten erwartet. Die hat man schnell identifiziert, denn die gesamte Story ist abwechselnd aus der Perspektive von fünf Personen geschrieben. (VORSICHT SPOILER) Eine davon ist die Hauptfigur, eine der Ermittler, eine das Opfer, eine hat ein absolut wasserdichtes Alibi, da in Anwesenheit des Killers ihre Gedankenwelt geschildert wird, sie es also auch nicht sein kann - und ja, Sie erraten es, die Person, die übrig bleibt, ist der Killer. Wer hätte das gedacht.

Fitzek trägt dick auf

Fitzeks Bücher zeichnet neben seinem ausgezeichneten Sinn für Dramatik und Cliffhanger vor allem aus, dass er diese Dramatik mit allen möglichen Tricks erzeugen will. Mal ist es ein Klebezettel mitten im Buch, manchmal läuft ein Countdown am Anfang jeden Kapitels mit, mal wird vor psychischen Folgeschäden gewarnt..das ganze erinnert immer ein bisschen an dieses Fernsehquiz, bei dem nach Ablauf des Super-Countdowns der Ultracountdown beginnt und der Hot-Button anfängt, zu leuchten..

Wie dem auch sei, hier übertreibt es Fitzek insgesamt. Da finden sich mitten im Buch Ambigramme a la Dan Brown, völlig abgedroschene Warnungen an den Leser (Bitte, lesen Sie auf gar keinen Fall weiter!) und natürlich läuft auch wieder ein Countdown mit, genauer gesagt sogar zwei: einmal beginnen die Seitenzahlen bei 400irgendwas und werden immer kleiner, zum anderen findet sich zu Beginn jeden Kapitels der Hinweis: "Nur noch 2 Stunden bis zum Ablauf des Ultimatums" usw.
Wie bei einer hässlichen Prostituierten, die sich für ihren Freier schön schminken muss, ist sich Fitzek hier für die ausgelutschtesten Tricks nicht zu schade, um die eklatanten inhaltlichen Lücken seines Buchs zu kaschieren. Was ihm meiner Meinung nach absolut nicht gelingt.

Zwischendrin taucht dann immer wieder ein merkwürdiger Exkurs über das Leben blinder Menschen auf - ist ja vielleicht ganz interessant, aber passt hier irgendwie nicht rein? Auch wenn eine Figur blind ist, reißt es den Leser aus der Stimmung einer tödlichen Hetzjgad heraus, wenn er zwischendurch immer wieder über die Nachteile dieser Behinderung sinnieren soll.

Ein Ende mit Schrecken

Wer ein paar Fitzek-Bücher gelesen hat, der ist in Sachen Ende ja so einiges gewohnt - von völlig hirnrissigen Experimenten über grandiose Zufälle bishin zu pseudopsychologischen Geschichten. Ich hatte vor Ende des Buchs noch die Hoffnung, dass er diesmal darauf verzichtet hat - vergebens. Dieses Mal ist es allerdings weder Kommissar Zufall noch die Pseudopsychologie, die das Ende rund macht, sondern Esoterik. Sorry, aber von einem solchen Krimi erwarte ich, dass die Handlung ohne übernatürlichen Kram auskommt. Wenn ich will, dass die Figuren der Geschichte irgendwelche übernatürlichen Fähigkeiten haben, lese ich Twilight oder Harry Potter oder einen Scheibenweltroman. Na gut, Twilight vielleicht nicht.

Fazit

Leider liegt hier mal wieder eines von Fitzeks Büchern vor, das nur durch unglaubliche Zufälle, diverse dramaturgische Kunstgriffe und nicht zuletzt mal wieder mit einem absolut unrealistischen Ende funktioniert. Die Story an sich ist die schwächste, die ich jemals von ihm gelesen habe. Die Klasse von "Die Therapie" bleibt leider unerreicht.


Der Nachtwandler: Psychothriller
Der Nachtwandler: Psychothriller
von Sebastian Fitzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es geht so., 28. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von Fitzeks "Die Therapie" äußerst angetan, habe ich auch hier zugegriffen. Ganz untypisch für Thriller hat mich "Der Nachtwandler" gleich zu Beginn gefesselt, am Ende jedoch kalt gelassen. Zuerst die positiven Aspekte:

Unterschwelliger Grusel

Fitzek hat mit der Schlafwandlerei ein Thema aufgegriffen, das sich natürlich perfekt für einen Psychothriller eignet. Wenn der Protagonist nicht mehr weiß, was Traum und was Realität ist, wenn er sich nachts eine Videokamera auf den Kopf schnallt, nur um dann morgens gebannt auf dem Laptop aus der Ego-Perspektive zu verfolgen, wie er etwas schreckliches, woran er überhaupt keine Erinnerungen hat, tut, dann sitzt man als Leser nicht minder gebannt vor dem Buch.

Wenn wir nun zum Plot übergehen, wird es schon durchwachsener:

Unvorhersehbare Handlung, vorhersehbare Charaktere

Obwohl die Geschichte an sich stets neue, unerwartete Wendungen hervorbringt, weiß der Leser bereits sehr früh, wer hier der Böse ist oder hat zumindest eine starke Ahnung. Das nahm dem Ganzen leider sehr viel Spannung, obwohl die Handlung an sich wirklich - wie von Fitzek gewohnt - facettenreich und unvorhersehbar ist.

Gänzlich dämlich wird es dann gegen Ende:

An den Haaren herbeigezogener, unrealistischer Ausgang

Mag Geschmackssache sein, aber ich persönlich mag es, wenn man als Leser zumindest ANSATZWEISE die Möglichkeit hat, das Ende zu erahnen. Man soll nicht vorher drauf kommen - das wäre langweilig. Man soll aber auch nicht absolut im Dunkeln tappen - auch das wäre auf Dauer langweilig. Ideal ist es, wenn das Ende überrascht, aber man sich nach der letzten Seite sagen kann: "Aaaah! Deshalb lag da die Taschenlampe/ war die Tür offen / hat das Handy geklingelt! Da hätte man drauf kommen können!" So ungefähr.
Was Fitzek einem hier aber hinwirft, ist schlicht ein absolut unrealistisches, hirnrissiges Ende, etwas, worauf man im Traum nicht gekommen wäre, beinahe so, als würde man die ganze Zeit über einen Killer vermuten und am Ende ein Alien-Raumschiff in die Lüfte steigen sehen.

Man fragt sich die ganze Geschichte über: "Hm, wie kann das sein? Wie lassen sich diese ganzen Widersprüche erklären? Wie passt das alles zusammen?" und man freut sich dann natürlich auf eine logische Erklärung, auf den berühmten "Aha!-Effekt", der eintritt, wenn das Puzzle endlich ein Bild ergibt. Aber als man schließlich erfährt, was hinter den Vorgängen von "Der Nachtwandler" steckt, kann man sich eigentlich nur sagen: Oh. Super. Ist ja ganz leicht. Kommt man nur nicht drauf, weils einfach so unlogisch ist.

Fazit

Insgesamt sollte man dieses Buch keineswegs verteufeln. Es ist ein solider Thriller mit Fitzeks gewohnt talentiertem Händchen für Cliffhanger am Ende jeden Kapitels, mit seinem Gespür für kitzlige Situationen bis zum Schluss - da wirds dann schwach, keine brilliante Story, sondern eine, bei der man das Gefühl hat, es sei gecheated worden. Wer sich daran nicht stört, hat hier einen durchaus guten Thriller, wer Wert auf eine logische, realistische Handlung legt, dem lässt sich sagen: Fitzek kann es mit anderen Büchern besser.


Star Wars(TM) Darth Plagueis
Star Wars(TM) Darth Plagueis
von James Luceno
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,00

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelprächtig, 20. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Wars(TM) Darth Plagueis (Taschenbuch)
Als eingefleischter Star-Wars-Fan habe ich mir dieses Buch gekauft, um einen Einblick in die Vorgeschichte der Ereignisse zu bekommen, welche zum Sturz der Republik führten. Leider ist Luceno mit folgendem Werk nur ein mittelmäßiger Einstieg gelungen. Warum?

Viel wirtschaftspolitisches Blabla

Fest steht, dass man Palpatines Aufschwung zum Obersten Kanzler nicht ohne die Erwähnung wirtschaftlicher oder gar politischer Vorgänge erklären kann. Das kann man allerdings auch übertreiben. Plagueis und Palpatine folgten im Grunde einer ganz einfachen Strategie: an den Rändern der Republik für Unzufriedenheit zu sorgen, um das Vertrauen in die Republik zu zerstören und ein militärisches Eingreifen zu rechtfertigen. Das ist jetzt weder besonders originell noch besonders kompliziert. Trotzdem lässt sich der Autor seitenlang über die Wirtschaftsgeschichte jedes einzelnen Pups-Planeten aus, beschreibt, welches Erz wann und warum von wem womit gefördert wurde, welche Fabrik von wem warum finanziert wurde, welche Gesellschaftsschicht davon warum profitierte usw. usf. An manchen Stellen ist dies sicherlich ganz interessant, es müssen trotzdem nicht immer gleich 4-5 Seiten sein.

Viel philosophisches Blabla

"..Jedi sind schwach.." "..Nicht im Einklang mit der Macht leben, sondern sie sich Untertan machen.." "..Jedi sind arrogant.." "..Eine neue Ära der Sith einläuten.." "..Jedi sind dekadent.." "..Großer Plan wird endlich Früchte tragen.." "..Republik ist dem Untergang geweiht.." "..Krieg wird kommen.." "..Sith werden triumphieren.."
Erstreckt sich das wirtschaftspolitische Gerede noch jeweils über 4-5 Seiten, so füllt das inhaltlose Gewäsch um die Macht, die Jedi und die Republik gerne das doppelte an Seiten. Natürlich stimmt das alles, was Darth Plagueis und sein Schüler Darth Sidious da immer wieder besprechen, allerdings besprechen sie es eben IMMER WIEDER. Dass die Jedi letztendlich durch ihre eigene Dekadenz fallen werden, dass die Republik durch ihre Korruptheit zugrundegehen wird, dass die Sith endlich über die Galaxis herrschen werden, all das hat man auf Seite 100 schon 4-5x gehört, rechnen Sie das auf 569 Seiten hoch, denn es hört nicht auf.

Es gibt keine Konflikte

Obwohl mir das Buch trotz obiger Kritikpunkte ganz gut gefallen hat, habe ich mich beim Lesen immer wieder gefragt, warum einfach keine Spannung aufkommt. Grund dafür ist das Fehlen jeglicher Konflikte. Wer ein Buch schreiben will, lernt zuallererst eines: Konflikte stehen im Zentrum jedes Werkes. Figuren werden mit Problemen konfrontiert und sie müssen diese Probleme lösen, um sich zu entwickeln und letztendlich zu triumphieren oder zu versagen.
In vorliegendem Buch findet ein solcher Prozess leider nicht statt. Das Buch beginnt gleich mit der Szene, in der Palpatine sich über den von ihm ermordeten Darth Plagueis beugt und setzt dann wieder zu Beginn von Plagueis' Laufbahn ein. Die einzige Spannung entsteht dadurch, dass man sich fragt, wie es zu dem Mord kam. Ansonsten haben die beiden Sith weder Gegner, die sie wirkungsvoll bekämpfen noch sehen sie sich irgendeiner Art von inneren Konflikten gegenüber - beide sind einfach böse und wollen die Republik beherrschen, Punkt. Selbst, dass man dachte, Palpatine würde eine Art Entwicklung durchmachen, vom unschuldigen, talentierten Jugendlichen zum machtversessenen Mörder - auch das relativiert Palpatine selbst, indem er im letzten Kapitel sagt, dass er schlicht und einfach schon die ganze Zeit so war und seinen Meister nur ausgenutzt hat. Es finden also keinerlei Konflikte statt, weder um die beiden Sith herum noch in ihnen selbst. Das hätte dem Buch wesentlich mehr Würze verliehen. Schade.

Was macht dieses Buch dennoch lesenswert?

Was mir ganz wichtig war, war die Authentizität der Personen. Würde der Palpatine, den man aus den Star Wars-Filmen kannte, so handeln, wie er es im Buch tut? Diese Frage lässt sich Gott sei Dank bejahen. Man erkennt hier durchaus das authentische Handeln des Mannes der eines Tages der Imperator des Imperiums sein wird.
Außerdem beschreibt Luceno sehr gut das Geschick, mit der die beiden Sith vor der Nase der Jedi und des Senats Schritt für Schritt die Kontrolle über die Politik übernehmen. Dass spektakuläre Lichtschwertkämpfe fehlen, stört dabei nicht.

Insgesamt bin ich von dem Buch weder besonders begeistert noch wirklich enttäuscht. Es trägt an einigen Stellen viel zu dick auf, wenn mal wieder ausschweigend über die Wirtschaft eines am Arsch der Galaxis liegenden Planeten referiert wird oder Plagueis zum x-ten Mal über die (un)ergründlichen Wege der Macht sinniert.


Heidelberger HE446 - Der Ringkrieg 2, Edition: Die Herren von Mittelerde - Erweiterung
Heidelberger HE446 - Der Ringkrieg 2, Edition: Die Herren von Mittelerde - Erweiterung
Preis: EUR 28,22

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viele neue Möglichkeiten, 22. August 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die vorliegende Erweiterung zum Grundspielt enthält neben den neuen Charakteren Galadriel, Elrond, Gothmog und dem Balrog (jeweils mit eigener neuer Spielfigur) auch noch Alternativversionen für Streicher (alternative Spielfigur), Gandalf den Grauen, Peregrin, Meriadoc, Gimli, Legolas, den Hexenkönig (alternative Spielfigur) und Saurons Mund (alternative Spielfigur). Außerdem enthalten ist noch eine alternative Spielfigur für Gandalf den Weißen. Dazu neue Elbenringmarker, Smeagolmarker und neue Ereigniskarten bzw. Charakterkarten.

Die Spielmaterialen sind gewohnt hochwertig, die Spielfiguren - bis auf den alternativen Aragorn - sehr schön gearbeitet. Die neuen Würfel gibts in der gewohnten Größe, sodass sie gut in der Hand liegen und auch optisch sehen sie sehr schön aus.

Was ändert sich im Regelwerk?
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Kern der Erweiterung sind die neuen Würfel, die für beide Seiten ins Spiel kommen. Die Freien Völker bekommen jeweils für Elrond, Galadriel und Gandalf (alternative Version) je einen Würfel dazu. Der Schatten erhält dafür je einen Würfel für den Balrog sowie für Gothmog. Mit diesen Würfeln können sie so lange werfen, bis der zugehörige Charakter aus dem Spiel entfernt wird oder bis ein gewählter Würfel ein *-Symbol zeigt. Im Fall von Gothmog verschwindet dieser samt Würfel, sobald der Hexenmeister im Spiel ist.

Die neuen Würfel bringen Fluch und Segen. So befinden sich auf ihnen die gewohnten Symbole Charakter / Armee / Ereigniskarte, aber auch jeweils ein Auge (auch auf den Würfeln der Freien Völker!) - in diesem Fall muss der Würfel auf das Jagdfeld gelegt werden, bringt somit dem Schattenspieler einen Vorteil.

Durchaus nicht zu unterschätzen sind jedoch auch die neuen Charaktere an sich. Durch ihre Fähigkeit, auch in einer belagerten Festung rekrutieren zu können, kann mithilfe von Galadriel Lorien zu einer wahren Trutzburg gegen das Böse werden. Auch Elrond, der sämtliche Einheiten in seiner Region sowohl zu Elite- als auch zu Anführereinheiten umwandelt, trägt zur Verteidigung des Elbenreiches bei. Allerdings haben sowohl Elrond als auch Galadriel Level 0 - sie können sich also nicht aus Bruchtal bzw. Lorien bewegen.

Auch die Elbenringe werden in ihrer Funktion für die Freien Völker noch einmal mächtiger. So kann Galadriel mithilfe ihres Ringes ein Jagdplättchen unschädlich machen.

Im Gegenzug steht dem Schattenspieler der Balrog zur Verfügung, der es der Gemeinschaft nicht nur deutlich erschweren kann, Moria unbeschadet zu passieren, sondern der sich auch aus Moria herauswagen und auf dem Schlachtfeld ein mächtiger Heerführer werden kann. Zudem kann mithilfe von Gothmog außerhalb von Siedlungen des Schattens rekrutiert werden, was Nachschubprobleme während Feldzügen entgegenwirkt. Die alternative Version des Hexenkönigs kann sich außerdem direkt auf die Jagd nach dem Ring begeben und der Gemeinschaft beträchtlichen Schaden zufügen. Diese Version konzentriert sich also mehr auf die Jagd nach dem Ring als auf militärische Aufgaben.

Eine weitere Neuerung stellt der Rat von Bruchtal dar. Zu Beginn des Spiels entscheidet der Spieler der Freien Völker, ob er die Gefährten wie üblich alle in Bruchtal starten lässt, oder ob er bereits zu Beginn bspw. Boromir oder Streicher in Gondor, Peregrin oder Meriadoc im Auenland oder Legolas im Waldlandreich oder Gimli in Erebor starten lässt.

Wie wirken sich die Änderungen auf das Gameplay aus?
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Generell lässt sich sagen, dass, obwohl die Schachtel für den Preis wenig Material enthält, doch eine Fülle an neuen Möglichkeiten hinzugekommen sind. Allein durch die Möglichkeit, die Gefährten teilweise bereits zu Beginn in ihrer jeweiligen Heimat starten und sie dort in ihrer Alternativversion als militärische Führer einzusetzen, kann den Spielverlauf bereits erheblich verändern.

Elrond und Galadriel stärken die Freien Völker enorm, sowohl militärisch als auch im Würfelwurf. Somit bleibt ein militärischer Sieg der Freien Völker zwar unwahrscheinlich, rückt aber nach meinem Empfinden in greifbarere Nähe als im Basisspiel.

Dadurch, dass bei einem gewürfelten *-Symbol ggf. einer der neu gewonnenen Extrawürfel wieder aus dem Spiel entfernt werden, sollten sich Gandalf der Weiße oder der Hexenkönig im Spiel befinden, ist man dazu animiert, diese Charaktere eventuell noch ein wenig zu verzögern und stattdessen mit Gandalf dem Grauen bzw. Gothmog weiterzuspielen. Auch dies öffnet noch einmal ganz neue Möglichkeiten.

Fazit: Für alle erfahrenen Spieler, die mit dem Basisspiel nur noch ausgetretene Pfade betreten, ist diese Erweiterung genau das Richtige. Allen, die sich überlegen, die vorliegende Erweiterung gleich zusammen mit dem Basisspiel zu kaufen, würde ich raten, erst einmal nur das Basisspiel zu kaufen und die Möglichkeiten, welche die Basisversion ohne Erweiterung bieten, auszuschöpfen, bevor man sich hiermit nochmal einen Schwung neuer Möglichkeiten zulegt.


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