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Rezensionen verfasst von
Ronthrax "ronthrax"

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Trapped
Trapped

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassikerpotential!, 1. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Trapped (Audio CD)
Wow, was für ein Brecher!
Der Misserfolg von Reflections of a shadow" führte zu einem Umdenken im Rage-Lager.
Die erfreulichste Entwicklung ist, dass Peavy erstmals in einer moderaten Tonhöhe singt. Der Sound wurde komplett überarbeitet, unnötige Spielereien und anderer Ballast wie zu ausufernde Solos wurden über Bord geworfen, was einigen Songs (Solitary Man", Medicine") zu einer Perfect Man"-artigen Kompaktheit verhilft. Des Weiteren ist eine deutliche Beeinflussung der damaligen Sterne am Metalhimmel in Punkto Gitarrensound hörbar, sprich weniger Melodie, dafür verdammt knackig produzierte Riffpower. Besonders deutlich wird dies im dem zwischen orientalischen Einflüssen und Pantera-Riffing pendelden Opener Shame on You" und der an Metallica erinnernden Gitarrenarbeit in Take me to the Water". Dass Rage aber das nötige Maß an Melodie beibehalten, versteht sich natürlich von selbst, man höre nur einmal das Melodien-Highlight Enough is Enough".
Auch Efti hat die Entwicklung seiner beiden Bandkollegen nicht verpennt und perfektioniert sein Powerdrumming mit verstärkten und variableren Doublebass Einsatz.
Der Großteil des Albums besteht aus genialen Songs, die durch Peavys tieferen Gesang an Eingängigkeit enorm zugelegt haben und prädestiniert für eine Live Situaion sind. Als kompositorische Schwachpunkte sind lediglich The Body Talks", Questions" und Difference" zu nennen, bei denen die neu erlangte Kompaktheit nicht durchschlägt. Mit dem Aceppt Cover Fast as a Shark" und den erstmalig in den Ragesound integrierten Streichern in Baby, I'm your Nightmare" befinden sich noch zwei absolute Schmankerl auf dem Album.
Fazit: Das erste Rage Album, was Klassikerpotential besaß und sich auch im internationalen Vergleich behaupten konnte, in Punkto Songwriting jedoch ausbaufähig war.


Reflections of a Shadow
Reflections of a Shadow
Wird angeboten von music_fun
Preis: EUR 45,00

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Ausrutscher..., 1. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Reflections of a Shadow (Audio CD)
Eins vorweg: Der größte Fehler auf diesem Album - welchen Rage auch selbst eingestanden haben - ist die Hinzunahme eines Keyboarders. Man versprach sich von dem zusätzlichen Instrument neue sounddienliche Möglichkeiten, das Ergebnis klingt aber nach mittelguten Rage Songs, die mit einem Keyboardteppich zugekleistert wurden. Echt schade, denn gerade der Gesamtsound konnte im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben gleich um ein paar Dimensionen verbessert werden, zum ersten Mal klingen Gitarre, Bass, Drums und Vocals alle ausgeglichen und allesamt fett.
Von den Songs her weiß Reflections..." auch nur bedingt zu überzeugen. Als "Hits" gehen am ehesten "Saddle the Wind" und "Waiting for the Moon" durch, die sich aber bei Rage-classics wie "Don't fear the Winter" oder "Invisible Horizons" weit hinten anstellen müssen. Außerdem treibt Peavy seine Stimme wieder einmal in mittlerweile (man schreibt das Jahr 1990) unübliche Höhen, was löblicherweise zu einem Umdenken für den zukünftigen Gesang sorgt.
Komischerweise zählen die auf Secrets..." in den Hintergrund getretenen witzigen Songs, zu den Highlights des Albums (Can't get out", "Nobody Knows").
Rage sahen dieses Album bereits nach ein paar Jahren selbst als Ausrutscher" an, was sich in dem absoluten Verzicht auf Keyboards und dem Auslassen von Reflections..." Material in der Setlist bemerkbar machte.


Secrets in a Weird World
Secrets in a Weird World
Wird angeboten von music_fun
Preis: EUR 59,00

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vom Sound her nicht ganz auf der Höhe, 1. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Secrets in a Weird World (Audio CD)
Mit „Secrets in a weird world" besinnen sich Rage im Gegensatz zu dem Vorgängeralbum „Perfect Man" wieder auf etwas komplexere Arrangements. Wo „Perfect Man" spontan und witzig klingt, ist „Secrets..." eher durchdacht und mit der nötigen musikalischen und textlichen Ernsthaftigkeit versehen. Lediglich „Talk to Grandpa" erinnert von der musikalischen Umsetzung her an manche witzige Songs von „Perfect Man", kann jedoch im Albumkontext in keiner Weise überzeugen.
Während auf Perfect Man eher die Gitarre den schwächsten Sound besaß, ist auf „Secrets..." der Snaresound wirklich etwas grausig ausgefallen, denn er klingt selbst für die Achtziger mit vedammt viel Hall belegt und gleichzeitig erstaunlich dünn. Gepaart mit Peavys sehr hoher Stimme ist „Secrets..." aus heutiger Sicht somit das „unhörbarste" Album der Peavy/Manni/Efti Besetzung.
Trotz der Mängel im Sound, weiß das Album dennoch mit guten bis sehr guten Songs zu überzeugen. Es stechen dabei die beiden Evergreens „Invisible Horizons" und „Light into the Darkness" heraus, die auch bis heute mit hervorragenden Soli von Manni brillieren. Des Weiteren wagen sich Rage mit „Without a Trace" erstmals an einen 10 min. Epos heran, der zwar noch nicht ganz so ausgeklügelt wie spätere Songs ähnlichen Kalibers rüber kommt, aber doch schon aufzeigt, was für ein großartiger Arrangeur und Komponist Peavy ist. Als „Nieten" würde ich „She" und „Lost side of the World" bezeichnen, allen anderen Songs kann man auf jeden Fall etwas abgewinnen.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich mit dem „Intro" bereit der erste Kontakt mit klassischer Musik abzeichnet, welcher in späteren Jahren als bahn brechend für Rage gelten soll.


Perfect Man
Perfect Man
Wird angeboten von music_fun
Preis: EUR 85,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die erste mit Manni, 31. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Perfect Man (Audio CD)
Nachdem Rage zwar auf den Alben vor Perfect Man mit Jörg Michael einen exzellenten Drummer in ihren Reihen hatten, kamen sie mit ihren Gitarristen auf keinen grünen Zweig. Erst der Einstieg des zuvor vollkommen unbekannten Manni Schmidt brachte die musikalische Neuorientierung, die sich Peavy wohl schon länger gewünscht hatte. Zuvor wurden Rage nämlich eher in die Thrash Ecke a la Kreator, Destruction gedrängt. Auf Perfect Man geht es weg von den harten Riffs der Vorgänger Alben, hin zu mehr Melodie. Kombiniert mit den knackigen kurzen Songs, dem Powerdrumming von Efti und den eingängigen Gesangslinien von Peavy, kann man hier erstmals von dem ureigenen Rage Stil sprechen. Mit „Don't fear the Winter" befinden sich auch der erste Kultsong der Ragehistorie auf der Platte (auch als Liverversion von 1993 enthalten!).
Das einzige Manko der Platte ist, dass Peavy den melodiöseren Songs mit seinem bisher höchsten Gesang entgegen tritt. Ist sicherlich Geschmackssache.
Dennoch ist Perfect Man auch heute noch eine Platte die einfach Spaß macht. Vor allem die Kürze der Songs und die ungewohnt witzigen Texte („Supersonic Hydromatic", „Neurotic") wissen zu gefallen.
Es befinden sich nur wenige Filler auf dem Album, und neben „Don't fear the Winter" erweisen sich auch andere Songs als typische Rage-Smasher („Wasteland, „A Pilgrim's Path").
Fazit: Die erste Rage Platte, die den Stil der kommenden Jahre prägt und mit Efti und Manni eines der besten Rage Line Ups einführt.


Ocean Machine - Biomech
Ocean Machine - Biomech

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Devy's Beste, 31. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Ocean Machine - Biomech (Audio CD)
Ich weiß noch welches Erstaunen dieses Album 1998 kurz nach der Veröffentlichung in mir auslöste. Es war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass ausgerechnet der durch das geniale Industrialgethrashe von Strapping Young Lad bekannt gewordene Devin Townsend ein dermaßen entspanntes und atmosphärisches Album aufnehmen würde. „City" von SYL zeigte 1997 wirklich allen wie man verdammt harte Musik mit der nötigen Melodie verbinden kann.
Auf „Ocean Machine" konzentrierte sich Devin hauptsächlich auf sehr getragene Melodien („The Seventh Wave") und atmosphärischen Soundspielereien („Sister") und durchbricht diese nur gelegentlich durch harschere Töne („Regulator"), welche sich jedoch perfekt in das Konzept einfügen. Selbst „Life", welches im Prinzip fast als Popnummer durchgeht, gewinnt durch den genialen Soundteppich, den Devin über dem ganzen Album ausbreitet, enorm an Tiefe.
Die Wirkung, die der „Ocean Machine" Konsum ausübt ist beinahe unbeschreiblich. Ich kenne kein anderes Album, welches von den Songs und der Atmosphäre dermaßen in sich geschlossen ist und einen so stark zum träumen anregt.
Devin hat mit „Ocean Machine" für mich sein bestes Soloalbum aufgenommen, wobei die Konkurrenz wahrlich nicht schwach ausfällt (vgl. „Terria" &„Synchestra").
„Ocean Machine" und „City" verhalten sich wie Tag und Nacht zueinander. Während „City" sich thematisch die Hektik der Stadt auseinandersetzt, verkörpert Ocean Machine die entspannende und zugleich mysteriöse Wirkung des Ozeans. Für mich sind die beiden daher auch uneingeschränkt im Doppelpack zu empfehlen. Ich empfehle: Morgens „City", abends „Ocean Machine".


Symphony X Paradise Lost
Symphony X Paradise Lost

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Entspannungsmusik, 5. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Symphony X Paradise Lost (Audio CD)
Devin Townsend gilt schon seit Jahren als einer der wenigen innovativen Künstler im Metalbereich. Neben seinen ruhigen Soloplatten lebt er bei Strapping Young Lad noch seine aggressive Ader in Form eines rasanten Industrial-Thrash-Metals aus.
Sein neues Solowerk "Synchestra" ist wirklich der absolute Hammer geworden. Nach dem guten, aber nicht überragenden "Accelerated Evolution" war mit einem solchen gigantischen Werk nicht unbedingt zu rechnen. Das Schönste ist, dass "Synchestra" auf denselben atmosphärischen Pfaden wandelt wie "Ocean Machine" (1998) und "Terria" (2001). Musikalisch hat Devin wieder einige neue Nuancen hinzu gefügt, aber vor allem die atmosphärische Geschlossenheit des Albums erinnert an das Konzept von "Terria". Denn auch "Synchestra" zeichnet sich durch viele verspielte Parts und ruhigen Instrumentalstücke zwischen den "eigentlichen" Songs aus. Witzige Ausnahme bildet dabei "Vampolka" welches eine Polka-Parodie auf die Melodie des darauf folgenden Tracks "Vampira" darstellt. Mal wieder ein Hinweis darauf, dass Devin seine Musik auch gerne mal nicht zu ernst nimmt.
Als "Hits" gehen am ehesten noch "Vampira" und "Gaia" durch, der Rest des Materials ist herrlich ausufernd und weiß durch die vielen getragenen Melodiebögen zu überzeugen.
Deshalb lässt sich auch zu "Synchestra" herrlich entspannen, staunen und träumen. Also mal wieder die perfekte Entspannungsmusik!
Tip: Die Special Edition enthält noch eine DVD mit einer Live Performance im Studio (exzellente Soundqualität!)und einige Extras. Hier die dargebotenen Songs:
Truth
Regulator
Storm
Earth Day
Life
Deadhead
Away
Slow me down


Synchestra/Ltd. (CD + DVD)
Synchestra/Ltd. (CD + DVD)

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Entspannungsmusik, 3. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Synchestra/Ltd. (CD + DVD) (Audio CD)
Devin Townsend gilt schon seit Jahren als einer der wenigen innovativen Künstler im Metalbereich. Neben seinen ruhigen Soloplatten lebt er bei Strapping Young Lad noch seine aggressive Ader in Form eines rasanten Industrial-Thrash-Metals aus.
Sein neues Solowerk "Synchestra" ist wirklich der absolute Hammer geworden. Nach dem guten, aber nicht überragenden "Accelerated Evolution" war mit einem solchen gigantischen Werk nicht unbedingt zu rechnen. Das Schönste ist, dass "Synchestra" auf denselben atmosphärischen Pfaden wandelt wie "Ocean Machine" (1998) und "Terria" (2001). Musikalisch hat Devin wieder einige neue Nuancen hinzu gefügt, aber vor allem die atmosphärische Geschlossenheit des Albums erinnert an das Konzept von "Terria". Denn auch "Synchestra" zeichnet sich durch viele verspielte Parts und ruhigen Instrumentalstücke zwischen den "eigentlichen" Songs aus. Witzige Ausnahme bildet dabei "Vampolka" welches eine Polka-Parodie auf die Melodie des darauf folgenden Tracks "Vampira" darstellt. Mal wieder ein Hinweis darauf, dass Devin seine Musik auch gerne mal nicht zu ernst nimmt.
Als "Hits" gehen am ehesten noch "Vampira" und "Gaia" durch, der Rest des Materials ist herrlich ausufernd und weiß durch die vielen getragenen Melodiebögen zu überzeugen.
Deshalb lässt sich auch zu "Synchestra" herrlich entspannen, staunen und träumen. Also mal wieder die perfekte Entspannungsmusik!
Tip: Die Special Edition enthält noch eine DVD mit einer Live Performance im Studio (exzellente Soundqualität!)und einige Extras. Hier die dargebotenen Songs:
Truth
Regulator
Storm
Earth Day
Life
Deadhead
Away
Slow me down


Dark Ages
Dark Ages
Preis: EUR 17,11

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Back to the Roots, 11. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Dark Ages (Audio CD)
Wow, ein derartig hartes Album hätte ich dem Herrn Max Cavalera in diesem Leben nicht mehr zugetraut. Zwar spielte schon der Vorgänger "Prophecy" mit härteren Elementen, verlor sich dabei aber häufig in Weltmusik- und Reggaeparts. Auch die anderen (guten bis soliden) Soufly Alben konnte nie mit den drei Großtaten ("Arise", "Chaos A.D." und "Roots") von Max' ehemaliger Band Sepultura mithalten.
Doch das ändert sich mit "Dark Ages".
Max serviert ein Old School Thrash Metal Brett, das die besten Elemente der drei genannten Sepultura Alben angenehm vermischt. So hätte der groovende Opener "Babylon" auch in ähnlicher Form auf "Roots" Platz gefunden, während "Carved Inside" deutlich mit "Arise" Elementen spielt.Doch das geniale an dem Album ist, dass Max sich nicht zu sehr auf seine Sepulura Vergangenheit beruft, sondern die Sache mit modernen Songwriting und einem abwechslungsreichen Stilmix interessant hält. Sei es Hardcore ("Molotov"), Doom ("Bleak") oder sogar Death Metal ("Frontlines"), all dies ist geschickt in den Soulfly Sound integriert worden, ohne deplaziert zu wirken. Dazu gesellen sich noch einige experimentelle Songs im Sinne alter Soulfly Scheiben, bei denen Max wieder stilfremde Elemente verarbeitet. Hierbei wirkt nur die Prodigy Verbeugung "Riotstarter" etwas gewöhnungsbedürftig. Die erneute Zusammenabeit mit dem serbischen Sänger Nemanja Kojic (der schon auf "Prophecy den Reggae Song "Moses" sang)bei "Innerspirit" muß man hingegen als sehr gelungen bezeichen.
Somit ist "Dark Ages" nicht nur die beste Platte aus dem Soulfly/Sepultura Kreis seit langem, sondern auch eine Scheibe die zeigt, dass sich mit Thrash Metal noch viel sagen läßt, ohne altbacken und angestaubt zu wirken.


This Godless Endeavor
This Godless Endeavor
Preis: EUR 12,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Not an Enemy of Sound again, 11. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: This Godless Endeavor (Audio CD)
Nachdem Nevermore’s viertem Album „Dead Heart In A Dead World” bereits nach kurzer Zeit Klassikerstatus attestiert wurde, erwies sich das Nachfolgewerk „Enemies Of Reality“ vor allem soundtechnisch als Fehltritt. Ein weiteres Album mit derartig undifferenzierten Sound und durchwachsenen Songs hätten sich Nevermore schlecht erlauben können. Daher war der Erwartungsdruck sicherlich hoch mit der neuen Scheibe verlorenen Boden wieder gut zu machen.
Dies ist Nevermore auf jeden Fall gelungen! Der Wunschproduzent Andy Sneap (u.a. Kreator, Testament, Arch Enemy) zaubert dem Quintett einen druckvollen und glasklaren Sound, in dem nicht nur Van Williams’ geniale Arbeit am Schlagzeug bis ins Detail zu hören ist, sondern auch Warrel Dane’s Stimme um Längen besser klingt als auf dem Vorgängeralbum. Bereits der Opener „Born“ nagelt einen mit seinem virtuosen Gesangs- und Geschwindigkeitswechseln dermaßen an die Wand, dass man schon nach kurzer Zeit sicher ist, dass Nevermore zu ihrer alten Stärke zurück gefunden haben. Das Stück mündet in einem hymnenhaften Refrain, wie man ihn seit „Narcosynthesis“ (vom besagten „Dead Heart…“ Album) nicht mehr hören konnte. Dass Nevermore aber keineswegs die Eingängigkeit von „Dead Heart…“ kopieren wollen, zeigen sie, indem sie den üblichen Songschemata selten folgen. Stattdessen flechten sie in der Mitte der Songs gerne ein paar Thrash Riffs ein („This Godless Endeavor“), feuern wilde Doublebasssalven ab („The Final Product“) oder lassen moderne Gitarrensounds regieren („This Bittersweat Feast“).
Stilistisch greift man so zu sagen die Progressivität von „The Politics of Ecstasy“ auf und kombiniert diese mit der Eingängigkeit von „Dead Heart…“.Ab und zu funktioniert diese Mischung aber nicht vollends. Und zwar vor allem dann wenn die Progressivität überwiegt und dem Hörer kein prägnanter Refrain als Fixpunkt bleibt (z.B. in „The Psalm Of Lydia“ und zum Ende hin auch in „This Godless Endeavor“).
Doch der Großteil der Songs gibt erstklassige, künftige Live-Klassiker ab auf deren Präsentation man sich ruhig schon freuen darf.


Transgression (Limited Edition) (CD+DVD)
Transgression (Limited Edition) (CD+DVD)
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 21,18

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Two steps forward, one step back, 11. Januar 2006
"Transgression" scheint eines der umstrittensten Metal Alben des neuen Jahrtausends zu werden. Dies liegt vor allem an der Erwartungshaltung vieler Fans, die eine ähnlich harte Scheibe wie den Vorgänger "Archetype" erwartet haben. Diese wird größenteils enttäuscht, da Fear Factory sich 2005 einer melodischeren Ausrichtung verpflichtet haben, die ihren Höhepunkt in der mit Streichern unterlegten Ballade "Echo of my scream" und dem radiotauglichen "Supernova" findet. Auf diesen beiden Songs ist auch Billy Gould (ex- Faith no more)am Bass zu hören.
Daneben stehen mit "540.000° Fahrenheit" und "Empty Vision" Songs, die die bewährten Fear Factory Rhythmen mit dem neuerdings durchgehend melodischen Gesängen von Burton C. Bell verbinden. So weit, so gut.
Der "step back to the past" wird dann brachial mit "Transgression" und "Moment of Impact" vollzogen, die wie keine Fear Factory Nummer seit den Anfangstagen die Death Metal Einflüsse rezitieren. Und hier liegt der Schönheitsfehler des Albums. Denn anstatt sich ganz und gar auf ihr neu erworbenes Melodiegefühl einzulassen, wird hier etwas zu sehr auf die Nummer Sicher gegangen. Dadurch klingt die Platte nicht ganz wie aus einem Guss.
Aber im Schnitt ist Transgression eine gute CD, die zwar nicht auf Albumlänge so durchgehend zu überzeugen vermag wie "Archetype", dafür aber durch ihre vielen experimentellen und melodiösen Momente aufgewertet wird.


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