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Rezensionen verfasst von
Ingo Möller (Hannover)
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Little Red (Deluxe)
Little Red (Deluxe)
Wird angeboten von roundMediaUK
Preis: EUR 22,14

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wahrlich spektakuläre elektronische Erlebnisreise, 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Little Red (Deluxe) (Audio CD)
Katy B ist eine junge Nachwuchskünstlerin aus England. Mit "Little Red" erscheint ihr zweites Album. Bereits mit ihrem Debüt "On A Mission" aus dem Jahr 2011 machte die Sängerin speziell in ihrem Heimatland in beeindruckender Weise auf sich aufmerksam. Zu einer Zeit, in der die elektronische Musik immer wieder durch neue alte Einflüsse in andere Facetten gedrückt wird und dadurch stets in anderen Lichtern erstrahlt, betreten immer mehr neue Gesichter und Stimmen die Bühnen der Clubs und bringen das Publikum durch impulsive Sounds zum Tanzen, Raven und Shaken. Ein guter Beat muss mit ebenso guten Elementen bereichert werden, um sich all umfassend entfalten zu können. Bei Katy B sind dies Elemente aus Club, Dance, House und Dubstep.
War das Erstlingswerk der Britin schwerpunktmäßig dann doch auf Club und Dance ausgelegt, so ist "Little Red", angelehnt an die Haarfarbe Katy Bs, dann breiter und in Maßen experimenteller aufgestellt. Die 17 Tracks der ersten CD der "Little Red (Deluxe Edition)" sind sehr abwechslungsreich und stets mit einer knisternden Atmosphäre unterlegt. Kein Song ist wie der andere, mal treiben die Beats, dann wird es Dubstep like verhaltener und im nächsten Abschnitt gibt es dann fette Dance-Beats auf die Ohren. Vielschichtiger kann ein Album nicht produziert werden. Die Stimme von Katy B geht in den Sounds auf, überlagert sie jedoch so gut wie nie, sondern lässt sich von den Wogen der Klänge treiben und bringt so selbst in die tanzbarsten Stücke auf dem Album eine interessante charismatische Note ein.
Uns so wird "Little Red" zu einer wahrlich spektakulären elektronischen Erlebnisreise. Was die Vorab-Singles "5am" und "Crying For No Reason" bereits erahnen ließen, lässt "Little Red" in voller Pracht erstrahlen. Das Album zeigt die Vielschichtigkeit der Britin mehr als eindrucksvoll auf und begeistert von der ersten bis zur letzten Sekunde mit jedem einzelnen Titel. Die "Little Red (Deluxe Edition)" hält neben fünf exklusiven Bonustracks auf CD eins dann auch noch einen Mix des kompletten Albums auf der zweiten CD für die Fans bereit. Letzterer ist zwar ganz nett aber nicht mehr. Hier hätte man sich vielleicht lieber Live-Mitschnitte oder eine Bonus-DVD einfallen lassen sollen, um einen weiteren Kaufansatz für alle, denen die fünf Bonustracks auf der ersten CD nicht ausreichen, zu schaffen.


The Brink
The Brink
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes zweites Album mit kleinen Schwächen..., 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Brink (Audio CD)
Manchmal ist ja bekanntlich weniger mehr. Und in einer Zeit, in der viele Gruppen ihre Albumveröffentlichungen mit mehr Titels als nötig versehen und dadurch die Gefahr in Kauf nehmen, auch durchschnittliches Material mit auf die CDs zu integrieren und damit den Gesamteindruck zu verwischen, beschränken sich The Jezabels allein auf das einzig Wichtige einer Albumproduktion: die Qualität. Und so beinhaltet das neue Album "The Brink" dann auch nur zehn Titel, aber diese zehn haben es wahrlich in sich.
Atmosphärisch dicht und stets die Stimme von The Jezabels Frontfrau Hayley Mary in den Vordergrund stellend zeigen die Australier mit ihrem zweiten Album, dass der Erfolg des Debüts "Prisoner" keine Eintagsfliege gewesen ist. Es sind durchdachte Pop-Rock-Songs, die "The Brink" bereit hält. Es ist die gelungene und sich stets belebende Mischung aus Gitarren und reduziertem Elektro, die diese Spannungsbögen in das neue The Jezabels Album einbringt und es ist die Vielschichtigkeit der Titel des Albums, die einfach nur begeistert.
Hayley Mary nutzt auf diesem Album die Möglichkeiten ihres Oktaven übergreifenden Gesangs nicht in der Vielfalt aus, wie sie dies bei Debüt getan hat. Man gewinnt den Eindruck, dass die Band bei ihrem zweiten Album, von dem man auch generell sagt, es wäre das schwerste im Leben einer Band, etwas auf Sicherheit setzt.
Und auch wenn Songs wie "Time To Dance", "Angels of Fire", "No Country" oder auch das abschließende "All You Need" richtig gut sind, so merkt man dem Album doch immer diese besondere kleine Art von Last an, diese Verflixtheit des zweiten Albums. Aber alles in allem haben The Jezabels nun auch diesen Punkt überwunden, so dass die komplette Unbeschwertheit sicherlich schon mit Album Nummer drei zurückkehren wird.


Dream Machine
Dream Machine
Preis: EUR 12,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein starkes Debütalbum einer interessanten und unverbrauchten neuen Sängerin, 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Dream Machine (Audio CD)
MarieMarie hat sechs Monate lang zusammen mit dem Hamburger Produzenten Roland Spremberg in den Hamburger Tonstudios an ihrem ersten Album gebastelt. Nun liegt dieses Werk mit dem Titel "Dream Machine" vor und MarieMarie lässt mit dem Ergebnis wahrlich aufhorchen. "Dream Machine" ist eine faszinierende Mischung aus klassischen Elementen, die in Ansätzen ihren Ursprung im Folk-Bereich haben, und knisternder, oftmals gegensätzlich kalter Elektronik. MarieMarie ist seit ihrer Kindheit eine begnadete Hafenistin und hat folgedessen auch die Klänge ihres Lieblingsinstruments in die Lieder ihres ersten Albums mit einbinden wollen. Und was sich auf den ersten Blick als vielleicht schwierig erweist, gewinnt bereits nach dem Hören der ersten Titel eine scheinbare Leichtigkeit und fesselnde Leidenschaft. Auf elegante Weise verschmelzen die Sounds der verschiedenen Ursprünge miteinander und es entsteht eine Symbiose, die einfach nur begeistert. Und dieses nicht nur auf musikalischer Basis, denn neben den famosen Sounds weisen die Tracks auch auf vokaler Ebene ausnahmslos Qualität auf. Die Stimme von MarieMarie ist klar, einfühlsam und in Phasen an den richtigen Stellen auch immer wieder explodierend und kraftvoll.
Und so liefert "Dream Machine" zwölf stimmungsvolle Titel, die von ihrer Art her denselben Ursprung haben, sich in Hinblick auf ihre Stimmung und inhaltlichen Ausrichtung sowohl musikalisch als auch gesanglich aber voneinander abheben, ohne jedoch den roten Fadens des Albums zu verlieren. So außergewöhnlich und farbenfroh, wie die Sängerin auf dem Cover ihres Erstlingswerkes erstrahlt, so facettenreich und strahlend ist auch das Album selbst. Ein starkes Debütalbum einer interessanten und unverbrauchten neuen Sängerin, von der auch in der Zukunft mit Sicherheit noch Großes zu erwarten sein dürfte.


186/die Schlafende Chinesin
186/die Schlafende Chinesin
Preis: EUR 6,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine richtig gute neue Folge der Serie!, 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 186/die Schlafende Chinesin (Audio CD)
Die Vorlage zu dieser TKKG Hörspielumsetzung stammt aus der Feder von Martin Hofstetter. Und der Autor hat es geschafft, wieder frischen Wind in die Serie zu bekommen. Das neue TKKG Hörspiel dreht sich um eine Museumseröffnung und den Diebstahl einer wertvollen Skulptur, der "schlafenden Chinesin". Diese sollte das Aushängeschild einer alsbald beginnenden Ausstellung des Museums in der Millionenstadt sein und der Diebstahl der Skulptur ruft die TKKG Freunde auf den Plan. Zudem kommt noch eine nervige Verwandte Klößchens in Spiel, welche beim Schokoladenfabrikanten zu Besuch und ganz vernarrt auf die Ausstellung und speziell die "schlafende Chinesin" ist.
Es entwickelt sich ein kurzweiliger neuer Fall für die Freunde, der durch Abwechslungsreichtum, zeitlose Geschehensabläufe und eine gewissen Witz sehr viel Spaß macht. Es rücken unterschiedliche Personen in den Fokus des Verdachts von Tim, Karl, Klößchen und Gaby und so bleibt es in Hinblick auf den tatsächlichen Dieb bedingt, in Bezug auf den Handlanger und Initiator des Diebstahls dann aber bis zum Ende spannend und unterhaltsam.
Die Dialoge sind sehr gut, einzig das Nachäffen der übertriebenen Art seiner vermeintlichen "Tante" durch Klößchen wird dann irgendwann etwas anstrengend. Wobei man sagen muss, dass eben diese "Tante" Dorothea Künz durch die Sprecherin Traudel Sperber wirklich sehr gut Leben eingehaucht bekommt. Musik und atmosphärische Untermalungen malen bei dieser Folge nicht weiter auf, sind aber auf dem konstant guten und gewohnten Niveau der gegenwärtigen Produktionen aus dem Hause Europa.
Und so zeigt "Die schlafende Chinesin", dass es mit der TKKG Serie nach diversen Talfahrten wohl hoffentlich wieder weiter konstant bergauf geht.


167/und das Blaue Biest
167/und das Blaue Biest
Preis: EUR 7,99

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine fast uneingeschränkt sehr gute Folge der Serie..., 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 167/und das Blaue Biest (Audio CD)
Der Titel der neuen Folge der Hörspielserie "Die drei ???" hat zwar nur am Rande mit dem neuesten Fall der drei Detektive tun, den in erster Hinsicht geht es um Sabotage an Geräten und Fahrgeschäften eines Film-Erlebnisparks. Dadurch geraten Angestellte und Besucher in Gefahr. Eher nebensächlich erscheint dann noch das Auftauchen eines mystischen blauen Fabelwesens, welches für zusätzliche Unruhe sorgt, der Folge aber nicht nur den Titel gibt, sondern an einigen Stellen auch Qualität nimmt. Rein auf die Sabotage bezogen ist dieses neue Hörspiel ein richtig gutes und lässt sowohl inhaltlich als auch in Hinblick auf die Szenarien und beteiligten Personen nostalgische Gedanken bei den Hörern der ersten ???-Stunden aufkommen.
Justus, Peter und Bob werden nämlich von ihrem alten Freund Andy Carson, mit dem sie gemeinsam bereits vor "Ewigkeiten" den Fall rund um die schwarze Katze gelöst haben, beauftragt. Andy Carson, erneut von damaligen Sprecher Stefan Schwade gesprochen, arbeitet in diesem Film-Park und so verknüpft Autor Hendrik Buchna die Vergangenheit der Serie mit dem aktuellen Fall auf ganz charmante Weise. Und Stefan Schwade hört sich auch knapp 35 Jahre nach seinem ersten Auftritt als Andy Carson stimmlich noch fast genauso an wie damals. Ein Hör-Leckerbissen für alle Fans der Serie. Aber auch sonst geizt diese Folge nicht mit Sprechern. Insgesamt sind es 20 verschiedene Charaktere, die dieser Episode der Serie verbales Leben einhauchen. Und mit Mogens von Gadow, Sascha Draeger, Robert Missler, Holger Mahlich oder auch Bruno Ploeger sind auch diverse Kultsprecher dabei, die man immer wieder gerne hört. Alle Akteure scheinen sehr motiviert gewesen zu sein, denn die Umsetzung der Dialoge ist jederzeit hervorragend.
Selbiges gilt einmal mehr für die atmosphärischen Untermalungen. Beim Soundtrack der Folge wurde gut zwischen alten und neuen Melodien variiert und dieses macht "das blaue Biest" dann auch auf dieser Ebene zu einer recht zeitlosen Geschichte. Atmosphärisch dicht hat man das Geschehen rund um den Film-Erlebnispark dargestellt und diverse Geräuschuntermalungen kennt man aus vorangegangenen Vertonungen. Alles in allem eine fast uneingeschränkt sehr gute Folge der Serie. Bis auf das blaue Biest...das hätte man wenn überhaupt lieber nur im Titel belassen sollen.


40/Livrare Opt
40/Livrare Opt
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der mittlerweile "dritte" Soundtrack zur Serie nach gerade einmal 40 Folgen..., 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 40/Livrare Opt (Audio CD)
Decision Products veröffentlicht mit der 40. Folge der Gabriel Burns Serie erstmals eine Folge im noblen Kreuz-Digipak. Hochwertig aufgemacht und optisch hervorragende in Szene gesetzt lädt diese Folge aber nicht zu einem weiteren Abenteuer von Steven Burns und seinen Vertrauten ein, sondern entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein weiterer Soundtrack zur Hörspielserie.
Es ist unbestritten, dass Volker Sassenberg als Macher der Serie zusammen mit Komponist Matthias Günthert im Laufe der vergangenen zehn Jahre eine Vielzahl an wunderbar einnehmenden atmosphärischen musikalischen Untermalungen für die verschiedenen Schauplätze der "Gabriel Burns" Vertonungen geschaffen haben. Und auch die jeweiligen Stimmungen wurden im Rahmen der Ausnahmeproduktionen stets hervorragend umgesetzt.
Und so mag es auf den ersten Blick lohnenswert sein, einen Soundtrack in Händen zu halten, der diese Klänge in klassisch angehauchter Version und mit jeder Menge Chillout und Ambient Charakter zum Nachschauern und gleichzeitig auch zum Entspannen bereit hält. 29 schöne Titel befinden sich auf der CD und losgelöst von äußeren Begebenheiten gibt es für diese Veröffentlichung definitiv die volle Punktzahl.
Jetzt müssen allerdings diese angesprochenen äußeren Begebenheiten erwähnt werden! Zum einen ist es mehr als unglücklich, diesen Soundtrack in die normalen Folgen der Serie einzugliedern, denn er hat mit dem eigentlichen Hörspielgeschehen so nichts zu tun. Es hätte hier eine Sonderfolge erscheinen sollen, die man sich als separaten Bonus in Regal hätte stellen und auch mit losgelösterem Empfinden hätte genießen können.
Und dann ist da noch das Problem, dass dieser Soundtrack nicht der erste ist, der im Rahmen der "Gabriel Burns" Serie erschienen ist. Bereits mit den Folgen zwöf und 27 gab es die "Soundtracks 1 & 2" als Bonus-CDs zu den Hörspielfolgen dazu. Somit ist "Livrare Opt" dann als der quasi dritte Soundtrack der Serie. Und dann gibt es zudem noch Doppelungen bei den Tracks, so dass man sich als Fan der Serie etwas betrogen und ausgenommen vorkommen dürfte.
Hier wäre Decision Product deutlich besser beraten gewesen, die Soundtracks, die es allemal uneingeschränkt wert sind, veröffentlicht zu werden, als einzelne Beigaben neben der eigentlichen Hörspielfolgenauf den Markt zu bringen. Dieser Schuss mit "Livrare Opt" sieht zwar optisch wunderschön aus, ist aber irgendwie inhaltlich eine unglückliche Zusammenstellung, so dass hier ein recht fader Beigeschmack verbleibt.


Katzmann
Katzmann
Preis: EUR 16,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach genial, einfach anders, einfach "Katzmann", 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Katzmann (Audio CD)
Mit dem Namen Katzmann können wohl die Wenigsten auf den ersten Blick etwas anfangen. Wenn man dann aber mal gut 20 Jahre ind er Zeit zurück geht, dann stolpert man über Nosie Katzmann durchaus häufiger. Denn er hat Anfang der 90er Jahre die großen Hits der damalig hoch im Kurs stehenden Euro-Dance-Szene geschrieben und produziert. So stammen zum Beispiel die Klassiker "Mr. Vain" von Culture Beat oder aber auch "More & More" von Captain Hollywood Project aus seiner Feder.
In den vergangenen Jahren war es dann eher ruhig um den Songschreiber und Künstler, der nun mit dem schlicht als "Katzmann" betitelten Album sein erstes offizielles Solowerk veröffentlicht. In schlichter Aufmachung kommt der Tonträger im Slim-Digipak ohne Booklet und nur mit minimalsten Informationen daher. Es gibt als Frontcover einen antiquierten Kettenanhänger in Form eines Herzes in unauffälligen Farbtönen zu betrachten und auch sonst ist die Optik des Albums sehr unscheinbar. Allerdings wirkt alles zusammen durchaus harmonisch und einladend warm, zudem vornehm zurückhaltend. Bescheiden halt, wie Katzmann selbst. Er ist ein Mann, der Vieles erreicht hat und sich selbst nichts mehr beweisen muss. Und diese Zwanglosigkeit entwickelt sich auf seichte, fast schon fragil atmosphärische Weise in den zwölf Songs des Albums.
Die Lieder sind in der Vielzahl musikalisch minimal unterlegt, mit den verschiedensten Elementen hat Nosie Katzmann spannende und innovative Klangstrukturen geschaffen, die seinem Gesang viel Raum zur Entfaltung bieten und in der Kombination die Qualität der Titel auf eine spannungsgeladene Ebene transportieren, ohne dabei an Atmosphäre und Charismatik einzubüßen. Immer wieder setzt Katzmann gekonnte unterschwellige Spitzen und verknüpft so die Elektronik mit dezenten Elementen. Melodienbögen finden sich im Ansatz auf "Katzmann", leben sich jedoch oftmals nicht aus, sondern werden von Soundflächen überlagert. Der dezente ruhige und ausgeglichene Gesang verleiht den einzelnen Stücken eine weitere Spannungsebene. Und so ist "Katzmann" eine Erlebnisreise, für die man sich Zeit nehmen und sie im wahrsten Sinne des Wortes erleben muss. Die Faszination des Albums lebt sich mit jedem erneuten Hören immer mehr aus. Eine gekonnte Mischung aus Ambient, Chillout und Smooth Electro - einfach genial, einfach anders, einfach "Katzmann".


Hatte ich Dich nicht gebeten im Auto zu warten
Hatte ich Dich nicht gebeten im Auto zu warten
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So klingt Indie-Pop-Zeitlosigkeit!, 3. Februar 2014
Was für ein Titel. Michy Reincke veröffentlicht mit "Hatte ich dich nicht gebeten im Auto zu warten" sein neues und sicherlich in Bezug auf den Titel auch ausführlichstes Album.
Michy Reincke steht für deutschsprachiges Songwriting, das ungezwungen die zwischenmenschlichen Begebenheiten der Gegenwart und des täglichen Lebens - stets mit einem autobiographischen Augenzwinkern - widerspiegelt. Wunderschöne Texte, die keinen äußeren Zwängen unterliegen, begeistern ebenso durch ihre Leichtig- und Geradlinigkeit, wie diese die musikalischen Untermalungen der elf neuen Songs tun. Und um den Songs auch die ihnen zustehenden unverfälschten Titel zu geben, hat Michy Reincke nicht auf Titellängen oder anderen Nebensächlichkeiten geachtet. Was ausgedrückt werden musste, dass hat der ehemalige Sänger der 80er Kultband Felix de Luxe, in einer Länge und mit einer Hingabe ausgedrückt, ganz so wie er es für richtig gehalten hat.
Nicht nur auf den musikalischen Wegen gibt "Hatte ich dich nicht gebeten im Auto zu warten" einen persönlichen Eindruck. Auch die musikalische Umsetzung des Albums, die man am besten als leichten Indie-Pop bezeichnen kann, ist komplett zwanglos, manchmal fast schon federleicht und stets mit sehr viel Gefühl umgesetzt.
Man spürt bei der Darbietung eines jeden Songs, dass Michy Reincke hinter diesem Titel steht und er mit dessen Inhalt selbst etwas Persönliches verbindet. Und so wird "Hatte ich dich nicht gebeten im Auto zu warten" zu einer authentischen Erlebnisreise durch die Gefühlswelten eines verdammt guten Songwriters, der sich selbst nichts mehr beweisen muss und der mittlerweile scheinbar mit Leichtigkeit den Status eines Kultstars erreicht hat. Elf tolle Songs, die man einfach erleben muss. So klingt Indie-Pop-Zeitlosigkeit!


Contact
Contact
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Insgesamt ein gutes neues ATB Album..., 3. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Contact (Audio CD)
Andre Tanneberger alias ATB legt drei Jahre nach dem Erscheinen seines letzten Albums mit "Contact" ein neues und zugleich sein erstes Album auf Kontor Records vor. Und Andre Tanneberger ist sich auch auf seinem neuesten Werk überwiegend treu geblieben, was die Produktion und den Aufbau der Songs und des gesamten Albums anbelangt. Wie bereits diverse Vorgängeralben so erscheint auch "Contact" in der normalen Edition als Doppel-CD.
Auf der ersten CD, die 14 Titel enthält, ist die Grundausrichtung elektronisch tanzbar. Synthie-Sounds wechseln sich mit Dance-Tracks und phasenweise auch Trance-Einflüssen ab. Solide unaufdringliche Klangteppiche unterlegen die einzelnen Stücke, zu denen sich der sympathische Mastermind einmal mehr viele verschiedene Gastsänger eingeladen hat. Und durch die unterschiedlichen vokalen Bereicherungen der Songs durch Künstler wie Stanfour, Sean Ryan, Boss And Swan, Taylr oder auch Vanessa, bekommt das Hauptalbum der ersten CD neben der bereits durchaus bekannten musikalischen sehr viele innovative und belebende gesangliche Abwechslung.
Beim Hören der ersten CD hat man das Gefühl, irgendwo zwischen den Anfängen der 90er Jahre und der Mitte des letzten Jahrzehnts in der Dance-Zeitlosigkeit gestrandet zu sein. Vertraut sind die Arrangements, altbewehrt und dadurch ohne viel Risiko. Aber dennoch angenehm und immer wieder in Maßen verändert, dass man stets das Gefühl hat, einen alten Bekannten aus leicht veränderten Blickwinkeln zu sehen bzw. hören.
Die zweite CD spiegelt die ruhige nachdenkliche Seite von Andre Tanneberger wider. Aufgenommen in seinem kleinen Zweitstudio, die Hektik der Tage verarbeitend, ist so eine zweite CD mit zwölf wunderbar ausgeglichenen Ambient und Chillout-Sounds entstanden, die man zu jeder Zeit immer wieder genießen und damit den eigenen Alltag entschleunigen kann. Insgesamt ein gutes neues ATB Album, das nicht nur wegen der Unterschiedlichkeit seiner beiden Tonträger unterhaltsam ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2014 4:27 PM CET


Todesengel: Roman
Todesengel: Roman
von Andreas Eschbach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Starker Beginn, dann leider mehr und mehr abfallend, 3. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Todesengel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beginnt spannend und rasant und binnen kürzester Zeit ist man als Leser im Thema. Die ersten Seiten erzählen von einem Angriff gewaltbereiter Jugendlicher gegen einen älteren Herrn in einer U-Bahn Station. Im Hinblick auf die reale Situation, welche sich vor ein paar Jahren in einer Münchener U-Bahn Station abgespielte und den Tod des unbeteiligten Passanten zur Folge hatte, läutet Eschbach seinen neuen Roman also gleich mit einem wahren Paukenschlag ein. Der sodann auftauchende in gleißendes Weiß gehüllte Unbekannte, der dem Roman auch seinen Namen gegeben hat, taucht auf und richtet die Jugendlichen kompromisslos durch Erschießen hin. Danach verschwindet er ebenso unerkannt, wie er gekommen ist.
Seitens der Polizei und der Öffentlichkeit wird dann aber immer intensiver die Vermutung in den Raum gestellt, der alte Mann wäre nicht Opfer, sondern Täter in dieser Sache. Und somit wird hier auf schlanke Weise und vor allem ohne wirkliche Be- bzw. Nachweise eine Person zu einem Täter gemacht, die eigentlich reines Opfer gewesen ist.
Nach diesem Aufschlag kommt dann der zweite Handlungsstrang zum Vorschein, den Andreas Eschbach in die Geschichte einbettet. In der Person des erfolglosen Journalisten Ingo Praise, der seitens seines Chef auf den Vorfall angesetzt wird und sich darum bemüht, dass die Opfer auch als Opfer und nicht als Täter behandelt werden. Noch während der Nachforschungen und Aufdeckungen, die der Journalist unternimmt, kommt es an diversen Orten und Plätzen immer wieder zu gewaltbereiten Taten durch Einzelpersonen oder Gruppen. Und stets lässt Eschbach im Rahmen der Selbstjustiz den unbekannten "Todesengel" auftauchen, der die jeweiligen Täter gnadenlos hinrichtet.
Der erste Handlungsstrang wird mit jeder erneuten Tat stets vorhersehbarer und der zweite auf die Dauer etwas langatmig. Und auch wenn der sozialpolitische und damit verbunden der kritische Ansatz dieses Romans wichtig und von Bedeutung in Hinblick auf das Widerspiegeln des gesellschaftlichen Verhaltens der Gegenwart sind, so hätte diese Thematik in einer anderen Art der Umschreibung vielleicht effektiver ins Ziel getroffen.
Und obgleich der Satzbau und damit verbunden auch der Erzählstil von Andreas Eschbach gewohnt gut sind, so schleicht sich die Spannung dann ab Seite 150 langsam aber sich aus dem Buch. Und am Ende bleibt dann eine irgendwie unbefriedigende Auflösung, die für die Mäßigkeit der gut 300 Seiten zuvor nicht entschädigen kann.


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