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Rezensionen verfasst von
Pete Thrope "petethrope"

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Laurel und Hardy. Die Legende lebt
Laurel und Hardy. Die Legende lebt
von Neil Grant
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlerhaft, 21. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich absoluter Fan von Laurel und Hardy bin, war ich sehr erfreut, über ein Buch zu stolpern, das ich bis dahin nicht kannte, zumal der Preis ein günstiger war. Das Ergebnis?...Nun ja, man kann es lesen, aber leider ist es so fehlerhaft, dass man das Buch nicht weiterempfehlen kann.

Da wird z. B. aus der Schauspielerin Anita Garvin mal kurzerhand Stan Laurels Ehefrau und an anderer Stelle wechselt Ollies tatsächliche Ehefrau mal kurz den Partner und wird ebenfalls Stan angedichtet.

In wieweit die deutsche Übersetzung an diesem Nonsens schuld ist, lässt sich nicht ohne weiteres aufklären, man kann aber vermuten, dass sie das im erheblichen Maße tut. Wenn schon auf dem Cover Ollies Standardsatz "Here's Another Nice Mess You've Gotten Me Into" mit "Was ist denn das schon wieder für ein Kuckucksei?" übersetzt wird, muss man darauf kommen.

An einer Stelle wird Ollie zitiert, dass er gar nichts dagegen hat, dass das Paar als Dick und Doof bezeichnet wird. Ich kenne dieses Zitat. Mal ganz davon abgesehen, dass Ollie wahrscheinlich gar nicht gewusst hat, dass man die beiden in Deutschland so genannt hat (und leider immer noch nennt), ging es ihm sinngemäß darum, dass es ihm nichts ausmacht, dass das Publikum seine Filmfigur für dumm hält, denn für ihn ist seine Figur vor allem ein ganz netter Kerl.

Man kann daher davon ausgehen, dass die deutsche Übersetzung da einiges vermurkst hat. Also sollte man eher auf die Bücher von Rainer Dick (als Einstieg) oder (für Fortgeschrittene) Norbert Aping zurückgreifen, da hat man mehr davon.

Das Einzige, was für dieses Buch hier spricht, ist sein teilweise wirklich seltenes Bildmaterial.


The Rolling Stones -THE VIDEO
The Rolling Stones -THE VIDEO
DVD ~ Rolling Stones
Preis: EUR 15,63

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung Mogelpackung!, 11. November 2009
Rezension bezieht sich auf: The Rolling Stones -THE VIDEO (DVD)
Wie steht in der Kurzbeschreibung: "17 Clips von den rockigen Rolling Stones..." Da ist sofort was bei mir eingerastet. "17 Clips" - so hieß nämlich mal eine andere DVD von den Stones und siehe da: "The Video" und "17 Clips" ist ein- und dieselbe DVD, nur mit anderem Titelblatt. Nicht mal die falschen Titelgebungen bei "Shake Your Body" (= "Hey Negrita") und "Used To Love Her" (= "It's All Over Now") hat man korrigiert.

Also ist das eigentlich eine typische Mogelpackung und Abzocke, es sei denn, man bekommt "17 Clips" nicht mehr, dann kann man sich die DVD ruhig kaufen, denn "17 Clips" fand ich gar nicht so übel. Warum, will ich hier nicht wiederkäuen. Wen es interessiert, den verweise ich gerne auf meine diesbezügliche Rezension.


Live at the BBC
Live at the BBC
Preis: EUR 19,98

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann eigentlich nur gut sein..., 7. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live at the BBC (Audio CD)
...schließlich gehört diese Doppel-CD zur Remasters-Serie, die ja schon eine ganze Menge hervorragender Scheiben herausgebracht hat. Zur Information hier die Titel (was übrigens bestätigt, dass da eine Menge seltenes Material dabei ist):

CD 1 Studio Sessions 1969-1972: 01 Coming Home 02 The Shape Of Things To Come 03 See Us Here 04 Know Who You Are 05 My Life Is Natural 06 Coloured Rain 07 Man Who Speaks Evil 08 Move Over 09 Omaha 10 Sweet Box 11 Nights In White Satin 12 It's Alright Ma, It's Only Witchcraft 13 Raven 14 Gudbuy Gudbuy 15 Getting Better 16 Darling Be Home Soon 17 Let The Good Times Roll 18 Dirty Joker 19 Get Down And Get With It 20 Wild Winds Are Blowing 21 Radio 1 Where The Best Music's On 22 We're Slade 23 Everyday The Sounds We Play On Radio 1 24 This Is Radio 1, We're All Having Fun

CD 2 Live At The Paris Theatre, London, August 17, 1972: 01 Introduction 02 Hear Me Calling 03 In Like A Shot From My Gun 04 Look Wot You Dun 05 Keep On Rocking 06 Move Over Baby 07 Mama Weer All Crazee Now 08 Lady Be Good 09 Coz I Luv You 10 Take Me Back 'Ome 11 Get Down And Get With It 12 Good Golly Miss Molly


Exile on Main Street
Exile on Main Street
Wird angeboten von XXLMusicworld
Preis: EUR 26,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Groschen fällt langsam, 17. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Exile on Main Street (Audio CD)
Ich weiß wirklich nicht mehr, wann ich mir "Exile On Main Street" gekauft habe. Ich war ja in Sachen Stones ein Spätstarter, weil Spätgeborener. Richtig aufmerksam wurde ich erst auf sie, als mir meine Mutter eine Billigausgabe ihrer ersten Best Of-LP mit Namen "High Tide And Green Grass" (war bei Bertelsmann erschienen und ist heutzutage eine richtige Rarität) schenkte. Damals war ich voll auf Glamrock - Sweet, Slade, T.Rex und Konsorten. Immerhin habe ich mir dann eine reguläre "Greatest Hits" Scheibe, nämlich "Rolled Gold" zugelegt. War für einen Pennäler sauteuer, weil Doppel-LP, aber das war's dann. Der Glamrock konnte mir danach bis auf ein paar Ausnahmen den Buckel runterrutschen.

Okay, das Taschengeld wurde reichlich knapp, weil die Stones bis zu diesem Zeitpunkt (müsste "It's Only Rock 'N Roll" gewesen sein) schon einiges an Material veröffentlicht hatten. Um es kurz zu machen: ich kaufte mir alles, auf dem Rolling Stones draufstand und ich war begeistert. Ja und dann hatte ich irgendwann "Exile On Main Street".

Ich möchte die Platte so besprechen, wie ich sie damals empfunden habe, soweit ich mich noch erinnern kann, d. h. vor allen Dingen als Schallplatte und nicht als CD, deshalb auch die Aufteilung in vier Plattenseiten.

Seite 1, Song 1, "Rocks Off". Möönsch, rockt das. Dann "Rip This Joint", mit einem Tempo, wo du meinst, jetzt hat die Hölle gerade ihre Pforten geöffnet. Textlich ist es so eine Art Reminiszenz an das erste Stück auf der ersten LP der Stones "Route 66", eine Reise quer durch die USA. Eigentlich klassischer Chuck Berry, nur hatte der "Route 66" nicht geschrieben. Weiter geht's mit "Hip Shake", einem Cover von Slim Harpo. Hat einen guten Rhythmus. Dann setzt zunächst was aus.

Die zweite Seite. Hm. Noch ein Hm. Noch eins. Dann kommt "Loving Cup" mit einer Klasseeinleitung auf dem Piano von Ian Stewart. Großartiger Song, Wall Of Sound wie "Gimme Shelter" auf "Let It Bleed".

Dritte Seite. Jetzt knallt's. "Happy" der Überröhrer von Keith Richards, der genauso optimistisch klingt wie sein Titel. "Turd On The Run" wieder ein Rocker, ein straighter, mit einem seltsam beunruhigen durchgängigen Riff. "Ventilator Blues" leitet über zu "Just Wanna See His Face" und hier gestehe ich meine hemmungslose Leidenschaft zum Gospel. "Let It Loose"... Mal wieder ein Hm.

Das Hm geht auf der vierten Seite weiter bis auf "Shine A Light", wieder mit Gospeleinschlag, und "Soul Survivor", einem geradezu klassischen Stonessong mit einem ebenso klassischen Riff.

Das war's für's erste und ich war irgendwie ein bisschen ratlos. Ich hatte tolle Musik gehört, aber auch Sachen, mit denen ich erstmal nix anfangen konnte. So oder so ähnlich muss es damals einigen Kritikern gegangen sein, die das Album schlicht verrissen. Der übliche Tenor: "Exile..." wäre ein Muss, hätte man eine einzelne LP daraus gemacht." Nun muss man diesen Kritikern zugute halten, dass sie ja irgendwann - und das ist nun mal bis zum Erscheinen der neuesten Ausgabe der jeweiligen Musikzeitschrift - eine Kritik schreiben mussten. Das musste zwangsläufig zum Verriss führen, denn der Groschen fällt hier langsam...sehr langsam.

Ich weiß nicht, wann mir die ganze Schönheit des Albums, speziell der zweiten Plattenseite aufgefallen ist, ich weiß nur, dass es gerade die Seite war, an der ich am längsten zu Kauen hatte. Heute ist es meine Lieblingsseite. Egal, ob es der reine Blues bei "Torn & Frayed" ist, das Country-angehauchte "Sweet Virginia" oder das nicht genau zuzuordnende "Sweet Black Angel", die Seite steht für sich. So daneben wie ein französischer Kritiker, dessen Namen ich leider vergessen habe, lag allerdings niemand. Er hatte ein ganzes Buch über die Texte der Stones geschrieben und sie vor allem auf den frauenfeindlichen Aspekt abgeklopft. Dabei maulte er sinngemäß herum, dass die Textzeile: "Free De Sweet Black Slave" so richtig nach Jaggers Geschmack sei, eine Schwarze als Sklavin. Nun hat Mick zwar einige frauenfeindliche Texte geschrieben, aber hier war der Franzose vollkommen außer der Spur. "Sweet Black Angel" handelt von der schwarzen Bürgerrechtlerin Angela Davies, für die Jagger uneingeschränkt Sympathie bekundete. Bei einem Konzert hatte er sogar dem Publikum folgendes gesagt: "Angela Davies ist heute freigelassen worden. Klasse, was?"

Zurück zur Musik. Eine der Legenden über "Exile..." besagt, dass dieses Album deswegen so rau klang, weil es in Keiths Keller in dessen Haus in Frankreich unter unmöglichen Umständen (diese unmöglichen Umstände wurden aber oft durch Keith selbst hervorgerufen - er hatte seinen eigenen Rhythmus, so dass die zuverlässigen Bill Wyman und Charlie Watts zur rechten Zeit mit den Aufnahmen beginnen wollten, nur Keith war halt nicht da, egal, ob er seinen heiß geliebten Sohn Marlon ins Bett bringen musste oder schlicht auf dem Klo hockte, weil er wegen der vielen Drogen Verstopfung hatte) aufgenommen wurde. Dabei war es so schwül, dass man permanent die Instrumente nachstimmen musste. Vielleicht war deshalb der Arbeitstitel der Platte: "Tropical Disease". Es stimmt aber auch, dass nur knapp ein Drittel der Platte in Nellcote - Keiths Haus in Frankreich - aufgenommen wurde und selbst diese Songs wurden in Los Angeles nachbearbeitet, wo der Rest der Platte aufgenommen wurde.

Was soll's? "Exile On Main Street" ist die sperrigste Platte der Stones und sie ist großartig. Selbst Kritiker, die sich aus o. g. Gründen abfällig geäußert haben, schwenkten irgendwann um und beteuerten, dass keine der nachfolgenden Platten an "Exile..." heranreichten ( Damit haben sie zumindest ab "Emotional Rescue" recht). Selbst wenn die Single-Auskoppelung "Tumbling Dice" nicht die Spitze der Charts erreichte, ist auch sie ein großartiges Stück Musik. Beinharter Blues mit einem kräftigen Schuss Soul, der alles hat: Bläser, einen geilen Chor, aufgemotzt bis zum Gehtnichtmehr - ja, selbst der schwächste (soweit man hier davon reden kann) Song - in meinen Augen - "Stop Breaking Down" hat mehr Substanz als alles, was "Voodoo Lounge" zu bieten hat.

Zum Schluss eine kurze Anmerkung, weil es komischerweise in der einschlägigen Literatur nie erwähnt wurde: Bei "Rocks Off" singt Jagger anscheinend über Impotenz "I Only Get My Rocks Off While I'm Sleeping". Wer genau hinhört, stellt fest, dass ganz am Ende (CD Anzeige: 3'36) daraus "Socks Off" wird. Damit nimmt er alle auf die Schippe, die das zuvor Gesungene ernst genommen haben.

Ob man sich jetzt dieses Bob Ludwig-Remastering hier leistet, wenn man schon eine Ausgabe von "Exile On Main Street" im Plattenschrank hat, ist fast schon eine Glaubensfrage. Die einen finden es toll, wenn die Platte sauberer klingt, andere schwören eher auf den ungeschliffenen Sound. Tatsache ist aber, dass es die einzige bis heute mir bekannte Version ist, bei der die damals der Erstauflage der LP beigelegten Postkarten wenigstens in Miniaturform im Booklet abgedruckt sind.

Zusatz:

Ich wollte noch eine Rezension zur DoCd-Deluxe Edition schreiben, aber da lässt mich Amazon nicht ran, weil ich schon eine Rezension zu "Exile..." geschrieben habe, die dann auch zusätzlich bei der Deluxe Edition auftaucht. Was Amazon hier macht, ist Blödsinn. Ich kann ja verstehen, dass man dieselbe Rezension nicht bei allen Varianten eines Produkts wiederholen kann, um sich nicht künstlich beim Rang der Rezensenten nach oben zu pumpen, aber hier macht das gar keinen Sinn. Also schreibe ich diesen Zusatz in der Hoffnung, dass alle Leser meiner Rezension was davon haben - bei beiden Versionen.

So, jetzt zur Deluxe Edition.Dieses Remastering hier ist ähnlich wie bei dem von Bob Ludwig lauter abgemischt als bei der ursprünglichen CD, was dazu führt, dass die Songs 2-3 Sekunden länger sind und die gesamte CD dadurch ungefähr eine halbe Minute länger ist. Ansonsten erscheint mir diese Version noch einen Tick klarer.

Das Interessanteste daran ist natürlich die Bonus-CD mit Songs, die tatsächlich alle während der Zeit der Sessions von "Exile..." aufgenommen wurden. Als Stonesfan lechzt man ja geradezu nach solchen Songs. Das Problem dabei ist, dass die Songs nachbearbeitet wurden, was an sich nichts Schlimmes ist, schließlich waren das ja keine fertigen Songs, nur - bitte, was soll da der Backgroundgesang von Lisa Fischer (gegen die ich überhaupt nichts habe, sie ist eine tolle Backgroundsängerin) und Konsorten dabei, den man hier bei "Pass The Wine", "Plundered My Soul" und "Following The River" hört? Da geht doch ein gutes Stück Authentizität verloren, denn Lisa war bei den originalen Aufnahmen nicht dabei. Wie sollte sie auch, damals war sie gerade schüchterne acht Jahre alt. Damit klingen diese Songs eher wie Stones 2010 als wie die Stones 1971. Bemerkenswerterweise ist das bei "Following The River" nicht so schlimm, denn da ist der Backgroundgesang mehr in den Hintergrund (Background) gemischt, bei den anderen beiden Songs habe ich damit Probleme.

Wesentlich interessanter sind die Songs, die man hier in Alternative-Takes hört. "Loving Cup" und "Soul Survivor" sind absolute Leckerbissen für Stonesfans, letzteres allein schon dadurch, dass Keith singt und der Text nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem veröffentlichten hat, ebenso "Good Time Woman", was die Urversion von "Tumbling Dice" ist.

Was bleibt noch? Mit "Dancing In The Light" und "So Divine (Alladin Story)" hören wir zwei Songs, die Stonesfanatiker bereits von Bootlegs kennen, allerdings als Instrumentals. Hier singt Mick und damit sind wir beim nächsten Problem, denn Mick singt nicht mehr so wie 1971, sondern eben wie 2010.

Das alles soll heißen, es stellt sich zwar das Stones - Feeling ein, aber nicht immer das "Exile On Main Street" - Feeling, aber wer weiß, vielleicht fällt der Groschen auch hier langsam.


Pure Mania+V2
Pure Mania+V2
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 35,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Megapack, 16. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Pure Mania+V2 (Audio CD)
Pure Mania:
Die Vibrators gründeten sich 1976 mit folgender Besetzung: Ian "Knox" Carnochran (voc, g), Pat Collier (b), John Ellis (g) und John "Eddie" Edwards (dr). Für Punker waren sie eigentlich schon ziemlich alt, zumindest Ian Carnochan (Baujahr 1945), der sieben Jahre älter war als Joe Strummer und sogar elf Jahre älter als Johnny Rotten. Aber auch die anderen waren Mittzwanziger, recht selten für eine junge Band. Trotzdem waren sie Punker durch und durch, sei es in Attitüde, Kleidung, Musik oder Text. Die Songs waren, wie es sich gehört, kurz und griffig. Gegenüber den Sex Pistols waren sie wenig nihilistisch und gegenüber den Clash noch weniger politisch. Ihre Texte auf "Pure Mania" hatten zwar mit Teenage Frustration zu tun, aber das ging mehr in Richtung Beziehungskisten.

Anfangs wurden sie als die neuen Rolling Stones gefeiert, was mich schon immer skeptisch gemacht hat. "Pure Mania" habe ich mir dann doch gekauft und siehe da, ein Fünkchen Wahrheit ist schon dran. Bei manchen Songs lugen tatsächlich die Stones hervor wie bei "She's Bringing You Down", das sich etwa anhört wie frühe Aufnahmen der Stones bei 78 Umdrehungen.

Das Album beginnt mit "Into The Future (Sex Kick)", knallt voll in die Gehörgänge und macht sofort Appetit auf mehr. Nach dem knapp einminütigen "Yeah Yeah Yeah" kommt dann "Sweet Sweet Heart" und das klingt irgendwie anders. Da schauen doch glatt Velvet Underground vorbei, ebenfalls schneller gespielt und es fällt einem zum ersten Mal die Ähnlichkeit von Ian Carnochans Stimme zu Lou Reed auf. Bei späteren Alben und bei seinem anderen Projekt "Fallen Angels" wird das noch viel deutlicher.

"Keep It Clean" haut in dieselbe Kerbe. Man merkt schon, dass die Vibrators stilistisch etwas mehr drauf hatten. Dafür war zum großen Teil Ian Carnochan zuständig oder wie hier, ausnahmsweise John Ellis, der zwar nicht soviel komponierte, seine Ergebnisse waren aber immer sehr gelungen.

Überspringen wir mal kurz "Baby Baby" und sehen wir uns die anderen Songs an. Das ist alles Punk und das ist alles sehr abwechslungsreich. Es gibt kein Song, der den anderen irgendwie ähnlich wäre, außer dass der Fuß halt meistens auf dem Gaspedal steht. "No Heart", "Petrol", das schon erwähnte "She's Bringing You Down", "Stiff Little Fingers" (nach dem sich eine irische Punkcombo nannte) oder "I Need A Slave" sind da noch als Kostproben zu nennen.

Ja, und dann ist da natürlich noch "Baby Baby". Die Single kam ungefähr zur gleichen Zeit wie "God Save The Queen" von den Sex Pistols heraus und wurde ebenso ein Meisterwerk des frühen Punks und das, obwohl es ein sehr langsames Stück ist. Der Text ist simpel ("Baby Baby Baby Won't You Be My Girl"), die Melodie ist eingängig, dann kommt ein glasklares Solo und ein bravouröser Schluss. Es ist so einfach, dass es ein vierjähriges Kind schreiben könnte ("Besorgt mir ein vierjähriges Kind" - Groucho Marx), aber wie immer sind die ganz einfachen Dinge die schwersten. Campino will, dass das Lied auf seiner Beerdigung gespielt wird.

V2:
Das allgemein als anerkannt schwereres zweite Album schulterten die Vibrators meisterhaft. Im Gegenteil, sie wurden sogar noch melodischer und abwechslungsreicher. Zwar nicht so abwechslungsreich wie The Clash bei "London Calling", aber innerhalb der gesteckten Grenzen des frühen Punks dürfte dies die abwechslungsreichste Platte seiner Zeit sein.

Los geht's mit "Pure Mania", bei dem anfangs ein Brummen zu hören ist, dann Stille, dann eine Explosion. War das jetzt ein abgestürztes Flugzeug oder eine Bombe?. Egal, jetzt brettern die Vibrators erst richtig in den Song, der von einer reichlich abgedrehten Familie handelt: "You' re The Psychotic Daughter Of A Psychotic Mother". Am Schluss sind noch einmal Fetzen von Songs der Erstlingsplatte zu hören. Es ist der perfekte Einstieg in eine Punkplatte.

Gegenüber dem Erstling sind die Vibrators deutlich politischer und sozialkritischer geworden, was man besonders bei dem geradezu hasserfüllten "Destroy" hören kann., aber auch bei "Wake Up", "War Zone" oder dem abschließenden "Troops Of Tomorrow", das gefährlich leise beginnt und sich dann langsam steigert, zwar nicht an Schnelligkeit, aber an Lautstärke. Der bedrohliche musikalische Unterton, der den Song die ganze Zeit durchzieht, findet auch in seinem Text Niederschlag: "We Need A New Solution, We Want It Quick". Seltsamerweise erkannte man die Qualität des Songs erst richtig bei der Version der Exploited, eine weitaus radikalere Band.

Zwischendrin findet man immer wieder musikalische Überraschungen wie die straffen, fast schon disziplinierten "Automatic Lover" oder "Flying Duck Theory", bei dem man am Anfang hören kann, wie jemand im Radio einen Sender sucht. Das Wort "Berlin" ist deutlich zu hören. Die Vibrators nahmen die Platte in Berlin auf und vielleicht ist das ein Grund, warum "V2" textlich so düster ist. David Bowie war bei "Heroes" ja auch von der Faszination der Stadt inspiriert.

Genauso dürfte das bei "Nazi Baby" gewesen sein, bei dem sie allerdings nur im Titel mit der deutschen Vergangenheit spielten. Der Text selbst ist eher ein Liebeslied. Etwas merkwürdig ist das schon, zumal die Vibrators sich nach eigener Aussage in Berlin wohlgefühlt haben. Anyway, "Nazi Baby" ist der Hammer der Platte. Schon der Eingangsriff haut einen vom Hocker, dann kommt ein höllisches Gitarrensolo, das vielleicht härteste des frühen britischen Punks, und zum Schluss wird man tatsächlich mit Geigen entlassen.

Was bleibt noch? "Fall In Love" ist klar der Versuch, so was wie "Baby Baby" zu wiederholen, kommt an dieses Monster aber selbstverständlich nicht heran, obwohl der Song nicht schlecht ist. Und dann gibt es noch das winzige "Sulphate", ein fast witziger Song mit Himmelschören.

Mit "V2" haben sich die Vibrators selbst übertroffen. Obwohl es sie immer noch gibt und sie noch eine Menge guter Platten machten (allerdings auch zwei, drei üble), waren sie nie mehr so gut.

"V2" ist ein Meilenstein des frühen britischen Punks und landete immerhin auf Platz 33 der Charts, für eine Punkplatte sehr beachtlich.

Hier liegen diese beiden Meisterwerke als Doppel-CD vor und als Sahnehäubchen gibt es noch ein paar Bonusstücke. Wenn also jetzt nicht zugreifen - zumal bei dem Preis - wann dann?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 31, 2010 5:27 PM CET


Die Vorahnung
Die Vorahnung
DVD ~ Sandra Bullock
Preis: EUR 5,97

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man hat so seine Vorahnung..., 9. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Vorahnung (DVD)
Ehrlich, ich mag Sandra Bullock, die hübsche Frau mit dem hässlichen Nachnamen. Ihr Problem ist, dass sie bis jetzt nur in Komödien als Hauptdarstellerin überzeugen konnte. Sobald sie ernsthafte Gefilde beschreitet, wirkt sie als Leading Lady eben nicht überzeugend. Für meinen Geschmack liegt das nicht an ihr selbst. Ich fand ihre Darstellung in "L. A. Crash" einfach großartig. Ich bin auch überzeugt, dass sie es tatsächlich schaffen kann, eine Rolle als Leading Lady in einem ernsthaften Film zu übernehmen und ihn dann auch zu tragen. Entweder hat sie bei der Rollenauswahl hierzu kein sonderliches Talent oder Hollywood hat ihr einfach ein Etikett aufs Gesicht (Marilyn Monroe lässt grüßen) gepappt, das solche Rollen nicht möglich macht.

Das Kuriose daran ist, dass mit einer schwächeren Schauspielerin "Die Vorahnung" der totale Murks wäre. Das fängt schon mal bei der typischen Hollywoodfamilie (wenn es auch schließlich nicht ganz so ist) an, die sich so permanent umarmt, dass man sich fragt, ob in deren Familie der Urahn eine Krake gewesen ist. Ansonsten läuft das alles trotz seiner relativ kurzen 92 Minuten ziemlich zäh ab, von ein paar kurzen - nicht wirklichen - Schocksequenzen abgesehen. Man kommt ziemlich schnell hinter das Muster, man fragt sich nur, welches der - ungefähr drei - vorliegenden Muster schließlich das Ende ergeben. Man hat da schon - der Kalauer muss hier sein - seine Vorahnung. Zu diesem Ende möchte ich noch was erwähnen, was weiter unter als Spoilerwarnung auftaucht. Wer sich die Spannung erhalten will, ab da bitte nicht weiter lesen.

"Die Vorahnung" ist von der Idee her kein schlechter Film, jedoch macht er sich die Spannung, die er am Anfang aufbaut, gleich wieder selbst durch einige spannungslose Szenen selbst kaputt. Das Ende macht den Rest dann auch noch kaputt. Wie gesagt, ich mag Sandra Bullock. Herr im Himmel, gibt es denn mal einen Film, der Sandra Bullock als Hauptdarstellerin würdig wäre?

SPOILERWARNUNG:

Irgendwann kommt man auch - zumindest ansatzweise - auf das Ende, nämlich, das Linda den Unfall ihres Mannes selbst verursacht. Muss es aber dann wirklich so blöd sein? Der Ehemann von Linda steht mit seinem Auto auf der falschen Straßenseite, da kommt ein Truck angefahren. Er hat mindestens 200 Meter Zeit zu bremsen und was macht der Truckfahrer? Er hupt und er hupt so lange, bis bremsen nix mehr bringt. Amerika - oder zumindest Hollywood (denn das ist nicht die erste Szene dieser Art) - scheint seine Truckfahrer für äußerst beschränkt zu halten.


The Clash - London Calling
The Clash - London Calling
DVD ~ The Clash
Wird angeboten von Media-Welt
Preis: EUR 9,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen So übel ist das gar nicht,..., 9. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Clash - London Calling (DVD)
...solange man nicht den Fehler begeht, zu glauben, diese DVD dreht sich nur um "London Calling" und damit sind wir beim Problem der ganzen "Rock Milestones" - Serie. Egal, was da bis jetzt heraus gekommen ist, es geht nie nur um ein Album. Vielmehr sind die Ausgaben, die ich kenne, visuelle Bandbiographien, wo das jeweilige Album eben auch erwähnt wird.

In der Regel sieht das so aus: Irgendwelche Rockjournalisten etc. erzählen was über die Bands oder Künstler seit ihren Ursprüngen und es sind einige Liveausschnitte zu sehen. So auch hier. Allerdings gibt es (wie fälschlicherweise in der Produktbeschreibung angegeben) keinerlei Untertitel, nicht mal englische und so muss man des Englischen schon mächtig sein, um herauszufinden, was da geredet wird, weil man - akustisch - nicht alles versteht.

Das Sahnehäubchen sind aber die Ausschnitte aus Liveauftritten, die zwar von der Qualität nicht überragend sind, aber zeigen, welch großartige und druckvolle Liveband The Clash waren.

Bei den "Journalisten" ist bei mir besonders ein Satz von Don Letts hängen geblieben: "Die Sex Pistols sagten: 'Renn mit dem Kopf gegen die Wand, The Clash gaben dir einen Grund dazu.'" Vielleicht waren The Clash deswegen immer meine Lieblingsband des Punk.


Der fremde Sohn
Der fremde Sohn
DVD ~ Angelina Jolie
Preis: EUR 4,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clint Eastwood's nächster großer Wurf, 3. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Sohn (DVD)
Los Angeles 1928. Als die alleinerziehende Angestellte einer Telefongesellschaft, Christine Collins (Angelina Jolie), eines Tages von der Arbeit nach Hause kommt, ist ihr Sohn Walter spurlos verschwunden. Fünf Monate später teilt ihr die Polizei mit, dass der Junge wieder gefunden wurde, doch als Christine den Jungen sieht, weiß sie sofort, dass dies nicht ihr Sohn ist. Die Polizei in Person von Captain J.J. Jones (Jeffrey Donovan) belabert sie förmlich, den Jungen anzunehmen, schließlich verändern sich Kinder in diesem Alter sehr schnell. Als aber der Zahnarzt und die Lehrerin des Jungen Christine in ihrer Meinung bestärken, dass dieser keinesfalls Walter ist und die Polizei sich weiter stur stellt, wendet Christine sich an die Öffentlichkeit. Um nicht eingestehen zu müssen, dass er einen Fehler gemacht hat, weist Captain Jones Christine kurzerhand in eine psychiatrische Klinik ein. Der Pastor Gustav Briegleb (John Malkovich), der sich gegen die Korruption und Gewalt im Polizeiapparat engagiert, kann Christine befreien, doch damit ist ihr Martyrium noch nicht vorüber. Schließlich geht Christine zum Gegenangriff über.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit, allerdings wurden - natürlich - aus dramaturgischen Gründen ein paar Personen und Geschehnisse dazu "erfunden". Trotzdem hat Clint Eastwood - man ist fast noch mal geneigt zu sagen "natürlich" - wieder einen von vorne bis hinten stimmigen und spannenden Film abgeliefert. Um die richtige Atmosphäre einzufangen hat er z. B. die damaligen Streetcars nachbauen lassen, obwohl sie nur kurz sehen sind. Zusammen mit den Details wie den genau recherchierten Kostümen erschafft Eastwood einen realistischen Background, vor dem sich glänzende Schauspieler beweisen können.

Die bis in die kleinste Nebenrolle ausgezeichnet besetzte Darstellerriege kann aber eins nicht verhindern - "Der fremde Sohn" ist Angelina Jolies Film, hinter der sich sogar ein John Malkovich anstellen muss. Ich muss gestehen, einigermaßen ein Fan von Angelina Jolie zu sein, aber in den meisten Filmen gibt sie eher einen Star ab als eine ernstzunehmende Schauspielerin. Dass sie das kann, hat sie durchaus schon bewiesen und dass Clint Eastwood aus Schauspielern das Beste herausholt, ist auch nichts Neues. Beim Bonusmaterial sagt Jolie wohl eher im Scherz, dass sie nur noch Rollenangebote annehmen wird, wenn der Regisseur Clint Eastwood heißt, aber es ist nicht zu leugnen, dass viele Schauspieler Eastwoods unaufgeregte Regie loben. Er selbst sagt dazu, dass er die Schauspieler so führt, wie er selbst gern geführt worden wäre.

"Der fremde Sohn" hat vielleicht nicht ganz die emotionale Tiefe wie Eastwoods Meisterwerk "Million Dollar Baby", nichtsdestotrotz ist er in weiten Teilen kein angenehmer Film, zumal zum eigentlichen Strang der Erzählung ein weiterer hinzukommt, den ich hier noch gar nicht erwähnt habe, um nicht zuviel zu verraten, der aber nicht minder unangenehm ist.

Vielleicht kann man an "Der fremde Sohn" bemängeln, dass er etwas zu lang geraten ist, aber das hieße wirklich in den Krümeln zu suchen.


The International
The International
DVD ~ Clive Owen
Preis: EUR 5,49

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal wieder..., 1. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Der britische Interpolagent Louis Sallinger (Clive Owen) ist zusammen mit der amerikanischen Staatsanwältin Eleanor Whitman (Naomi Watts) hinter der IBBC, einer der mächtigsten Banken der Welt, die in internationale Waffenschiebereien verwickelt ist, her. Dabei stoßen sie immer wieder auf Hindernisse, weil die IBBC mit äußerster Skrupellosigkeit alle Zeugen beseitigt.

Im Zuge der Wirtschaftskrise und des Bankenskandals kann man auf den Gedanken kommen, der Film wurde flugs gedreht, um die Geschehnisse auszuschlachten, aber davon ist "The International" weit weg, zumal das Drehbuch viel früher geschrieben wurde. Er orientiert sich eher am Politthriller und ist deswegen auch kein Actionfilm, sondern hat eine ruhigere Gangart. Eine spektakuläre Actionsequenz gibt es dennoch. Im New Yorker Guggenheim-Museum stellt Sallinger einen Auftragskiller der IBBC, der seinerseits von mehreren anderen Killern beseitigt werden soll. In absurder Konsequenz müssen sich die beiden nun gegen die Killerbrigade zusammentun.

"The International" ist sicherlich kein sonderlich origineller Film, er hat auch einige haarsträubende Zufälle, wie z. B. die Entdeckung des Killers, aber seit langer Zeit habe ich endlich mal wieder ("Gran Torino" ausgenommen) einen Film gesehen, der stimmig eine Geschichte von A nach Z erzählt, ohne abenteuerliche Kameraeinstellungen oder schwer übersehbare Erzählstrukturen. Es gibt zwar einige opulente Bilder, schließlich ist das Guggenheim-Museum (Teile von ihm mussten sogar in Deutschland nachgebaut werden, schließlich konnte man nicht das Museum demolieren) nicht gerade klein, aber die Bilder dienen der Geschichte und nicht dem Selbstzweck.

Wuchern kann "The International" mit seinen Darstellern. Wer schauspielerische Schwergewichte wie Clive Owen und Naomi Watts (sowie Armin Mueller-Stahl in einer Nebenrolle) auffahren kann, hat schon die halbe Miete und deshalb kommen bei mir die fünf Sterne zusammen.


Knowing
Knowing
DVD ~ Nicolas Cage
Preis: EUR 9,04

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein einziges Logikloch, 24. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Knowing (DVD)
1959. In einer amerikanischen Grundschule werden Schüler aufgefordert, ein Bild zu malen, wie denn nach ihrer Meinung die Zukunft aussehen würde. Das Mädchen Lucinda schreibt aber (scheinbar) sinnlose Zahlenreihen aufs Blatt. Die Zeichnungen werden in einer Zeitkapsel eingeschlossen, die erst 50 Jahre später wieder geöffnet wird. Der Sohn des Astrophysikers John Koestler (Nicholas Cage) bekommt hier das Blatt des Mädchens. John findet heraus, dass die Zahlen durchaus einen Sinn ergeben, zeigen sie doch die Daten der Katastrophen und die Anzahl der jeweiligen Toten der letzten 50 Jahre auf. Natürlich wird ihm erst geglaubt, als zwei weitere dieser "Vorhersagen" eintreffen. Zusammen mit der Tochter des Mädchens Lucinda versucht er die dritte Katastrophe (die größte überhaupt) zu verhindern. Dann gibt es noch ein paar Finsterlinge - die so genannten Flüstermenschen - die an Johns Sohn und der Tochter der Tochter interessiert sind.

"Knowing" ist erst mal ein spannend aufgebauter Mysterythriller, bei dem man denkt, dass man (abgesehen von den beiden "National Treasure" - Filmen) Nicholas Cage in seinem mit Abstand besten Film der letzten Jahre gesehen hat. Dazu kommen noch ein paar großartige Computeranimationen hinzu. Aber wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe...

Ohne zuviel zu verraten, das Ende macht aus dem ganzen vorher gesehenen ein einziges Logikloch. Wieso schreibt das Mädchen die ganzen Zahlen auf? Weil es ihr die Flüstermenschen geflüstert haben - okay. Aber warum haben sie ihr es überhaupt geflüstert? Nach diesem Ende ergibt das null Sinn. Genauso wenig, wie es Sinn macht, das Cages Sohn da irgendwann auch mit anfängt. Wieso sollen sie irgendjemand etwas mitteilen, das am Ende des Films komplett überflüssig ist, weil es für das Ergebnis vollkommen irrelevant ist?

Jetzt dürfen ja Science-Fiction-Autoren lügen, dass sich die Balken biegen. Voraussetzung ist aber, dass sie auf einer unlogischen Prämisse logisch aufbauen. Genau dies ist hier aber nicht der Fall und denkende Wesen dürfen sich hier komplett verar... fühlen.

Am besten ist, man schaltet nach Ende des Films nicht nur den DVD-Player aus, sondern auch das Gehirn ab. Nur nicht nachdenken, sonst platzt die schöne bunte Seifenblase.
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