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Rezensionen verfasst von
Holger van Husen (Zürich)
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Geldsozialismus: Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression
Geldsozialismus: Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression
von Roland Baader
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geldsozialismus oder Währungssystem mit eingebauter Selbstzerstörung., 7. Januar 2011
Wir schreiben das Jahr 2011 und viele Menschen glauben, dass die schlimmsten Folgen der globalen Finanzkrise überstanden seien. Als offizielle Ursache für diese Krise werden den Bürgern Kreditausfälle im US Hypothekenmarkt und in deren Folge der Zusammenbruch der damals fünftgrößten Investment Bank Lehman Brothers im Jahr 2008 präsentiert. Anstatt die Risikonehmer (Gläubiger) auf ihren wohlverdienten Totalverlusten sitzen zu lassen, beschloss die US Regierung in enger Abstimmung mit der US Notenbank (FED) die Gläubiger zu retten und ihnen ihre Verluste mit neu gedruckten US Dollars zu erstatten. Das funktioniert folgendermaßen. Die US Regierung macht neue Schulden in Höhe von mehreren hundert Milliarden US Dollar und begibt dafür US Staatsanleihen. Da diese Staatsanleihen keine Geschäftsbank mehr kaufen möchte oder kann, kauft die US Notenbank diese Schuldscheine selbst. Den Kaufpreis für diese US Staatsanleihen druckt die US Notenbank in Form von US Dollars und reicht sie an die US Regierung weiter. Diese wiederum bringt das Frischgedruckte als Rettungspakete, neudeutsch Bailouts, unter das Volk. Die staatlich verordnete Inflationierung des so genannten FIAT Geldes (ungedecktes Papiergeld), was gleichbedeutend ist mit der Entwertung von bestehenden Sparvermögen der Bürger, wird "Quantitative Easing" (QE) genannt. Oder wenn der erste Inflationsschub nicht reicht auch "Quantitative Easing 2" (QE2). Das klingt vornehmer als Diebstahl und lässt sich dem mündigen Bürger besser als alternativlose Rettungsmaßnahme vermitteln.

Roland Baader beschreibt in seinem Buch, warum diese Art der "Rettung" (Gläubigersicht) bzw. der größte legale "Raubzug der Geschichte" (Sicht von Besitzer von Sparvermögen in FIAT Geld) nur in unserem Währungssystem möglich ist, welches auf staatlich verordnetem, ungedeckten Papiergeld in Kombination mit einem Bankwesen mit gesetzlichen Mindestreserven (Fractional Reserve Banking) beruht und gleichzeitig von monopolistischen Notenbanken kontrolliert wird. Er zeigt auf, dass die vergangenen und aktuellen Papierwährungen eine moderne Erfindung mit erheblichen Zerstörungspotential sind und in der Vergangenheit in allen Fällen mit der vollständigen Entwertung des Papiergeldes endeten. Dauerhafte und beständige Währungen werden nach Meinung von Baader nämlich von den Marktteilnehmer FREIWILLIG akzeptiert und eingeführt (historische Beispiele sind Goldmünzen, Scheffel Weizen, etc.), ebenso wie die Höhe des Zinses von den Marktteilnehmern bestimmt wird.

Des Weiteren werden im Buch sehr schön die Begriffe Inflation und Deflation erklärt und die Unterschiede zwischen den zwei ökonomischen Schulen, bekannt unter den Namen "Keynesianer" und "Österreichische Nationalökonomie (Austrians)", herausgearbeitet. In diesem Zusammenhang wird dargelegt, wie die heute dominierende Lehrmeinung über die Ursachen der "Großen Depression" und deren korrekte Bekämpfung durch die Fehlinterpretation der Keynesianer zum heutigen "Rettungs"-Desaster führten. Roland Baader hält die daraus resultierenden Rezepte zur Bekämpfung der Finanzkrise für falsch und prophezeit ebenso wie in den 20er-Jahren eine Depression und den mittelfristigen Zusammenbruchs des aktuellen Gesamtwährungssystems. Dieser Zusammenbruch wird durch die immer schnellere Ausweitung der Kredit/Schulden- und Geldmengen, dem Geldsozialismus, letztendlich zur Zerstörung der Papierwährungen führen.

Ich schließe mich seiner Meinung an und hoffe, dass die bevorstehende Neuordnung der Währungssysteme in Kombination mit den zu Neige gehenden Ressourcen (Globales Ölfördermaximum, Artensterben, reduzierte Verfügbarkeit von Anbauflächen und Rohstoffen) nicht zu einem neuen Zeitalter der Barbarei führen wird. Wir können alle sehr gespannt auf unsere gemeinsame Zukunft sein.

Das Greenspan-Dossier (Börse Online edition): Alan und seine Jünger: Die Bilanz einer Ära. Wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet
Das Greenspan-Dossier (Börse Online edition): Alan und seine Jünger: Die Bilanz einer Ära. Wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet
von Roland Leuschel
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial. Die Zukunft vorhergesagt!, 18. Oktober 2009
Ich habe die Lektüre des Buches am 5. August 2004 abgeschlossen und die Inhalte bei meinen Anlageenstscheidungen berücksichtigt. In der Retroperspektive ein wahrhaft seherisches Buch! Die Autoren sollten sich allerdings über den kommerziellen Erfolg nicht grämen. Eine unangenehme Wahrheit war in der Menschheitsgeschichte noch niemals mehrheitsfähig.

Die Inflationsfalle: Retten Sie Ihr Vermögen!
Die Inflationsfalle: Retten Sie Ihr Vermögen!
von Roland Leuschel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer hat die Musik abgestellt? Wir wollten doch einfach nur weiter tanzen..., 18. Oktober 2009
Das aktuell vorliegende Buch von Roland Leuschel und Claus Vogt kann vom Leser nur in Kenntnis des Erstlingswerks "Das Greenspan Dossier - Wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet." ausreichend gewürdigt werden. Dort war bereits 2004 nachzulesen, welches Risiko eine unseriöse Geldpolitik durch FED und EZB mit ihrer ungezügelten Geld- und Kreditmengenausweitung birgt. Dieses zunächst abstrakte Risiko wandelt sich seit dem März 2008 in den Bilanzen von Unternehmen, Banken und ganzen Staaten zwangsläufig zur traurigen Realität, die in Form von Kreditausfällen unkritisch als unvorhersehbare Finanzkrise beschrieben wird. Nur wer die genaue Analyse der damaligen Fakten und die daraus abgeleiteten Folgen im Greenspan Dossier kennt, kann den etwas selbstherrlichen Duktus der beiden Autoren im jetzigen Werk "Die Inflationsfalle" verstehen, der aber wohl hauptsächlich einer bescheidenen Genugtuung geschuldet ist, den vorgezeichneten Weg entgegen der Mehrheitsmeinung bereits vier Jahre zuvor korrekt prophezeit zu haben. Diese Tatsache verdient allergrößten Respekt, zumal diejenigen Leser, die 2004 dem Rat der Autoren gefolgt sind, sich heute im wahrsten Sinne des Wortes eine goldene Nase verdient haben und Spekulationsverluste mit Aktien, High Yield Anleihen, Commercial Papers und dem ach so sicheren Betongold weitgehend vermieden haben dürften. Aus diesem Grund möchte ich Claus Vogt, Leiter Research der heutigen Quirin Bank (früher Berliner Effektenbank), ausdrücklich meinen persönlichen Dank aussprechen.

Viele Ausführungen in "Die Inflationsfalle" dürften den Lesern seiner monatlichen Marktanalyse allerdings schon bekannt gewesen sein. Sie sind im Archiv des Performance Magazins auf den Webseiten der Berliner Effektenbank frei verfügbar und können dort nachgelesen werden.

Tatsächlich merkt man dem aktuellen Buch "Die Inflationsfalle" durch zahlreiche typographische Fehler und der plakativen Aufmachung eindeutig seinen kommerziellen Charakter an. Vielleicht hängt es aber auch lediglich mit dem Wechsel des Verlags zusammen. Ich jedenfalls hätte eine etwas diskretere Umschlaggestaltung eindeutig bevorzugt, denn inhaltlich handelt es sich um eine durchaus lesenswerte Bestandsaufnahme der momentanen Wirtschaftssituation und deren Ursachen. Dabei sollte sich der Leser darüber im Klaren sein, dass die Finanzkrise in Kombination mit den Reaktionen der Verursacher und der politisch Verantwortlichen (Vertuschung und hemmungsloser Einsatz der Gelddruckmaschinen) nach Meinung der Autoren nur eine weiteres Etappenziel auf dem Weg zum Niedergang des Weltwährungssystems ist. An dessen Ende sicherlich wohl keine ungedeckte Papierwährung mehr stehen. Wie man sich vor den Folgen der Inflation am besten schützt, wird im letzten Teil des Buches in der Tat etwas stiefmütterlich behandelt. Der Leser erfährt lediglich, dass der Kauf von Gold und Rohstoffen historisch gesehen den besten Schutz bietet. Deshalb vergebe ich nur vier Sterne und ende mit den Worten der Autoren: "Die nächsten Jahre werden spannend werden."

Rich Dad, Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen
Rich Dad, Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen
von Robert T. Kiyosaki
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,50

70 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neuer Aufguss von Altbekanntem., 23. September 2007
Eigentlich müsste der Titel des Buchs "Rich Dad, Very Rich Dad" lauten, denn sein "Poor Dad" war keineswegs arm, sondern lediglich ein gut verdienender Regierungsangestellter, dem es trotzdem zu Lebzeiten nicht glückte finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Kiyosakis Ansatz anhand zweier unterschiedlicher Perspektiven herauszuarbeiten, wie allein die Ansichten und Einstellungen in Bezug auf Geld zu wirtschaflichen Erfolg bzw. Misserfolg führen, empfand ich insgesamt als gelungen. Positiv fiel mir dabei auf, dass er ganz klar den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten darlegte und dem Leser dringend ans Herz legt stets Vermögenswerte zu kaufen. Seine Strategie: Nur Vermögenswerte generieren Cashflow bzw. zusätzliche Einnahmen, die letztendlich zur finanziellen Freiheit führen. Die Zusammenhänge zwischen Einnahmen, Ausgaben, Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Zahlungsströmen werden sehr schön mit kleinen Diagrammen veranschaulicht. Zum Schutz der Vermögenswerte und zur Verringerung der Steuerzahlungen rät er das Vermögen in eine Gesellschaft einzubringen, die man selbst kontrolliert. Seine Ausführungen zur Geschichte der Steuern in Amerika gefiel mir in diesem Zusammenhang sehr gut. Kontinuierliche Erweiterung der finanziellen Kenntnisse durch Weiterbildung hält er für unerlässlich.

Negativ fielen mir mehrmals seine Plattitüden in Kombination mit einem militärischen Impetus auf. Schablonenhafte und wenig glaubwürdige Beispiele vom amerikanischen Immobilienmarkt gepaart mit einem schlichten Erzählstil erinnern besonders auf den Seiten 162-164 und 173 eher an eine US amerikanischen Märchenstunde als an reale Geschäftsabschlüsse. Allerdings lässt der aktuelle Zustand vieler US Hypothekenfinanzierer darauf schließen, dass es bei vielen "Privatinvestoren" derart naiv zugegangen sein mag. In diesem Fall ist "Rich Dad, Poor Dad" das Begleitbuch zur US Hypothekenkrise. Naive und finanzschwache Privatinvestoren suchen das schnelle Geld in kreditfinanzierten Immobiliengeschäften im Irrglauben, dass die Preise für Häuser ins Unermessliche steigen. Die Dotcom-Economy der Jahre 1996-2001 lässt grüssen.

Mein abschließendes Fazit: Im Grunde handelt es sich um einen neuen Aufguss aus den Inhalten der Bücher "Denke nach und werde reich", "Der Weg zur finanziellen Freiheit" und "Der Reichste Mann von Babylon". Die Art und Weise wie Kiyosaki diese Inhalte in seiner Geschichte verpackt, lässt sie weniger stringent und strukturiert erscheinen. Mit diesem Buch kann man zwar nicht viel falsch machen, allerdings würde ich die Lektüre der zuvor genannten Bücher bevorzugen.

Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung
Zeit: Der Stoff, aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung
von Stefan Klein
  Gebundene Ausgabe

45 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wenig enttäuscht., 28. Dezember 2006
Ich habe im Jahr 2003 das erste Buch von Stefan Klein "Die Glücksformel - Oder wie die guten Gefühle entstehen" gelesen und war trotz des sehr populärwissenschaftlich klingenden Titels von seinem Inhalt angenehm überrascht. Bei seinem aktuellen Werk "ZEIT - der Stoff aus dem das Leben ist" bin ich mit derselben Haltung herangegangen und enttäuscht.

Das Buch nähert sich in drei Teilen dem Thema. Teil 1 befasst sich mit dem Erleben der Zeit, Teil 2 mit dem Nutzen der Zeit und Teil 3 mit der Erklärung, was Zeit ist, also seiner naturwissenschaftlichen Definition. Gerade den letzten Teil finde ich ziemlich überflüssig, da er über die Definition der Zeiteinheit mit Hilfe der Frequenz des Übergangs zwischen zwei speziellen Zuständen des 133 Cäsium-Atoms und der Erkenntnis, dass Zeit keine absolute Grösse mehr ist, nicht hinauskommt. Selbst wer sich nicht sonderlich für Zeit interessiert, sollte nach fast 100 Jahren spezieller Relativitätstheorie mitbekommen haben, dass auch die Zeit vom Beobachter und somit vom entsprechenden Bezugssystem abhängt.

Die abschliessende Gebrauchsanleitung im lediglich 17 Seiten umfassenden Epilog "Eine neue Kultur der Zeit" kann man fast schon als Beleidigung des Intellekts auffassen. Dort gibt es so geistreiche wie bisher völlig unbekannte Hinweise, dass man mehr Souveränität über die Zeit gewinnt, wenn sich mal wieder die Gesellschaft ändern würde, nämlich hin zu 24h Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Sprechzeiten von Ärzten, Rechtsanwälten und Behörden auch am Samstagvormittag. Im zweiten Schritt soll man im Einklang mit der Körperuhr leben. Danke für den Hinweis, wer hätte das gedacht! Und irgendwo findet auch noch eine Chinesische Weisheit - wahrscheinlich aus einem Glückskeks - Erwähnung, die da lautet, dass nicht eine Minute unseres Lebens mit einer Unze Gold aufzuwiegen sei. Ich bin da vollkommen anderer Ansicht, da der Verkauf eines Tages meines Lebens beim aktuellen Goldpreis knapp 890.000 USD bringen würde und mir im Weiteren einen sehr souveränen Umgang mit der Lebenszeit ermöglichen würde.

Ebenfalls vollkommen überflüssig sind die immer mal wieder sporadisch auftauchenden, dafür absolut nichtssagenden Abbildungen.

Lediglich einige gute Passagen am Anfang und im mittleren Teil des Buches, beispielsweise über die Funktionsweise der Exekutivfunktion des Gehirn oder das Zeitempfinden im Hitchcock Klassiker "Cocktail für eine Leiche" bewogen mich dazu diese Buch noch mit drei Sternen zu bewerten. Weiterempfehlen werde ich es allerdings nicht.

Lelia: Roman
Lelia: Roman
von George Sand
  Taschenbuch

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inhaltlich mässig, aber sprachlich schön., 26. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Lelia: Roman (Taschenbuch)
Das Buch habe ich innerhalb von sechs Tagen gelesen. Daraus kann ich schliessen, dass mir der 350 Seiten starke Roman offensichtlich gefallen hat. Es handelt sich um eine neue Übersetzung des französischen Originals aus dem Jahre 1833. Die Autorin Aurore Lucile Dupin, verheiratete Baronin Dudevant veröffentlichte unter dem Pseudonym George Sand und war eine Weggefährtin des Komponisten Chopin. Die Sprache ist schön, facettenreich und ausdrucksstark, typisch für ein Werk des 19. Jahrhunderts. Ich wünschte mir, dass auch in der zeitgenössischen Literatur die Sprache wieder kunstvoller eingesetzt würde.

Nach der Lektüre habe ich mich allerdings gefragt, wovon der Roman eigentlich handelt. Obwohl vom Inhalt eigentümlich berührt, findet sich kaum eine Handlung. Stattdessen werden die fünf Hauptfiguren Stenio, Lelia, Trenmor, Magnus und Pulcheria detailliert herausgearbeitet. Stenio ist der jugendliche, schöne und großartige Dichter, der sich in unerfüllter Liebe zu Lelia verzehrt und zum Schluss Selbstmord begeht. Lelia ist die bewunderte, reine und unnahbare Frau, aber leider nicht zur aufrichtigen, hingebungsvollen Liebe fähig. Trenmor, ein durch Gefängnis und Galeere von seinem Laster geläuteter Spieler und treuer Freund Lelias. Magnus, ein junger Priester, der zeitlebens seine Leidenschaften vergeblich bekämpft. Und Pulcheria, die sagenumwobene Kurtisane und Lelias Schwester.

Insgesamt ist die Handlung des Romans wenig erbaulich und stimmt sehr melancholisch. Inhaltlich schwach, aber sprachlich schön. Deshalb 3 Sterne.

Denke nach und werde reich: Die 13 Gesetze des Erfolgs
Denke nach und werde reich: Die 13 Gesetze des Erfolgs
von Napoleon Hill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfordert die Bereitschaft sich grundsätzlich zu ändern., 8. Oktober 2006
Ein Klassiker, der wahrscheinlich von allzu vielen Leuten auch noch belächelt wird. Wenn Sie ihr Denken und Handeln und damit auch ihre Persönlichkeit wirklich ändern WOLLEN, dann lesen Sie dieses Buch aufmerksam durch. Der Titel "Denke nach und werde reich" ist vielleicht ein wenig irreführend, weil sich die Inhalte auf die Erreichung eines jeden Ziels erweitern lassen. Doch Vorsicht: Wer sich selbst und seine Einstellungen im Grunde gar nicht ändern möchte, sondern der liebe und putzige Kautz der Nachbarschaft bleiben möchte, sollte die Finger von diesem Buch lassen und lieber weiterhin Lotto spielen und am Wochenende im Garten grillieren. Doch schaden kann die Lektüre auch in diesem Fall nicht. Im Gegenteiligen Fall wartet ein hartes Stück Arbeit auf sie, das jedoch mit der Zeit ihre Persönlichkeit und ihren Wahrnehmungshorizont kontinuierlich erweitern und verschieben wird.

Die Geldbibel. Für finanziellen Erfolg und Wohlstand.
Die Geldbibel. Für finanziellen Erfolg und Wohlstand.
von Bernd W. Klöckner
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grundkurs im Geldmanagement. Für das Big Business leider nicht ausreichend., 8. Oktober 2006
Dieser Grundkurs in Sachen Geld sollte in die Lehrpläne der fünften oder sechsten Klasse an allgemeinbildenden Schulen aufgenommen werden. Es handelt sich um grundsätzliche und simple Tatsachen im Umgang mit Geld, die leider auch heute noch von einer beträchtlichen Anzahl der Erwachsenen missachtet werden. Darüber hinaus ist es auch noch ein durchaus motivierendes Arbeitsbuch, dass einem den Einstieg in den Vermögensaufbau schmackhaft macht. Für ein sorgenfreies finanzielles Alltagsleben ausreichend. Will man jedoch richtig Geld verdienen, sollte man noch ein paar Bücher mehr lesen. Der investierte Kaufpreis wird sich bei Einhaltung dieser grundlegenden Verhaltenweisen jedoch um mehrere Grössenordnungen rentieren. Simpel und grundsolide. Es wäre schön, wenn es ein ähnliches Werk zum Thema "Die korrekte Partnerwahl" für die 8. und 9. Klasse an deutschen Schulen gäbe.

Mindtraps: Die großen Denkfehler beim Investieren - 88 Denkfehler, auf die Sie nun nicht mehr reinfallen
Mindtraps: Die großen Denkfehler beim Investieren - 88 Denkfehler, auf die Sie nun nicht mehr reinfallen
von Roland Barach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hoher Wiedererkennungswert, aber nur für Anfänger wirklich hilfreich., 8. Oktober 2006
Roland Barach widmet sich in seinem Buch Mindtraps den Fallstricken beim Wertpapierhandel, die psychologische Ursachen und damit direkte Auswirkungen auf den Anlageerfolg des Investors haben. Die seiner Meinung nach wichtigsten Denkfehler – 88 an der Zahl – werden dort in 14 Kapiteln dargelegt und anhand von Beispielen anschaulich untermauert. Einige Kapitel tragen Überschriften wie „Angst an der Wallstreet“, „Gier“, „Emotionale Konflikte“, „Einfluss der Persönlichkeit“, „Einstellungen“, „Informationsverarbeitung“, „Vorhersagen“, „Die Bewertung von Risiko und Ertrag“ und „Nachträgliche Einsicht und übermässiges Selbstvertrauen“. Die Inhalte dieser Kapitel dürften für aktive Investoren und Trader zwar wenig Überraschendes bieten, aber die Stärke des Buches liegt in der systematische Darstellung und anschliessender Bewertung. Interessant waren für mich der Fragebogen, der einem den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen verdeutlichen sollte, das Entwickeln eines einfachen Modells zur Bewertung von Investments mittels Risiko/Ertrag und die Klarstellung, dass spekulative Investitionen grundsätzlich eine emotionale Belastung darstellen, die auch durch Routine beim Wertpapierhandel nicht zwangsläufig geringer wird. Meiner Ansicht nach ein durchaus gelungenes Buch, das dem Profi zwar wenig, dem Anfänger aber sicherlich wichtige Informationen über die eigene Person an die Hand gibt und Verluste zu minimieren hilft. Da jeder Denkfehler in wenigen Seiten abgehandelt wird, kann der Stoff auch von Investoren bewältigt werden, die als Einkommensquelle noch immer einer Beschäftigung aus nichtselbstständiger Arbeit nachgehen müssen bzw. wollen und somit weniger freie Zeit zur Verfügung haben. Es lohnt sich auch nur Teile zu beherzigen, frei nach folgender Anekdote über einen wohlhabenden französischen Geschäftsmann, der um die Hand einer sehr schönen Marquise anhielt und auf den Einwand: „Weisst Du denn nicht, mein Bester, dass sie ausser Dir noch vier weitere Liebhaber hat und du somit der fünfte bist?“ erwiderte: „Mein Guter! Seit ich Geschäfte mache, bin ich an einer guten Sache lieber zu 20% beteiligt als an einer schlechten zu hundert!“

Das Vorwort wurde übrigens von Van K. Tharp geschrieben. Ein wichtiger Hinweis, denn mit seinem Buch „Clever Traden – Anlegen mit System“ widmet er sich dem Thema Money Management und Risikokontrolle. Konsequentes Money Management ist für mich der eigentliche Grundpfeiler erfolgreichen und langfristigen Anlageerfolgs.

Leben an der Goldküste
Leben an der Goldküste
von Katharina Wille-Gut
  Broschiert
Preis: EUR 22,50

2.0 von 5 Sternen Klischeehafte Unterhaltung, die man preiswerter haben kann, 29. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Leben an der Goldküste (Broschiert)
Bei dem stolzen Kaufpreis von 33 CHF für ein broschiertes Büchlein von knapp 200 Seiten hätte ich mir etwas mehr Substanz gewünscht. Zudem fehlt mir eine unverwechselbare Beschreibung und damit der direkte Bezug zum Leben am östlichen Ufer des Zürisees, der ja gemeinhin als Goldküste bezeichnet wird. Im Grunde ist die Geschichte eine Aneinanderreihung von Klischees, die man gewöhnlich unterbeschäftigten und wohlhabenden Bürgern irgendwo auf dieser Welt zuschreibt. Die Wandlung der Protagonistin Nina von einer kaufsüchtigen Ehefrau zur finanziell unabhängigen Unternehmerin, die am Ende auch noch ihren untreuen und ins Straucheln geratenen Ehemann mitsamt der restlichen Familie vor dem finanziellen Niedergang rettet, wirkt selbst auf gutwillige Leser unglaubhaft und ziemlich schlicht. Dass eine emanzipierte Frau natürlich nicht nur betrogen wird, sondern mit gleicher Intention auch selbst zur Tat schreitet, versteht sich von selbst. Das Buch erinnert mich an pseudo-feministische Geschichtlein aus längst vergangenen Zeiten mit Titeln wie "Beim nächsten Mann wird alles anders". Letzendlich handelt es sich um kurzweilige und wenig geistreiche Unterhaltung, die man wesentlich preiswerter haben kann. Durch die Kürze des Werks kommt allerdings nur am Ende ein wenig Langeweile auf, da es allzu vorhersehbar daher kommt.

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