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Torsten Scheib "torstenscheib" (Ludwigshafen am Rhein)
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The Adventures of Sherlock Holmes (Penguin Popular Classics)
The Adventures of Sherlock Holmes (Penguin Popular Classics)
von Arthur Conan Doyle
  Taschenbuch

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos schöne Detektivgeschichten, 3. Februar 2004
Als der damalige junge Arzt Arthur Conan Doyle seinen ersten Krimi um den charismatischen Privatdetekiv Sherlock Holmes 1887 in einem Magazin veröffentlichte, hatte er ja nicht ahnen können, welche Lawine er damit in Gang setzen würde. Bis heute sind die zahlreichen Abenteuer der pfeifenrauchenden Spürnase und seines treuen Gefolgen Dr. Watson in aller Welt beliebt und bekannt, und dass auch nicht grundlos. Ein Großteil der Faszination rund um Sherlock Holmes macht sicherlich die begnadete Gabe aus, aus scheinbar harmlos wirkenden Dingen und Ereignissen eine vollständige und meist zutreffende Rekonstruierung der Taten herzustellen und dadurch den oder die Schuldigen dingfest zu machen. Dadurch wurde Sherlock Holmes zweifellos zum Vorbild für nahezu jeden Verbrechensjäger, der in den letzten hundert Jahren in Buch-, Film- oder sonstiger Form verewigt worden ist.
Ein weiterer Grund für Holmes` Erfolg liegt aber auch zweifellos bei Mister Doyle selbst, der die Abenteuer seines berühmtesten Helden stets mit einem Augenzwinkern erzählt; eine Tatsache, die selbst in der leicht veraltetet wirkenden Prosa des 19. Jahrhunderts noch immer wunderbar zu Geltung kommt. Gleichzeitig bewahrt Doyle seinen Helden davor, als zu perfekt zu wirken. So kann auch ein Meisterdetektiv wie Holmes sich irren oder einfach nur den Versuchungen dieser Welt erliegen. Aber zum Glück gibt's ja immer noch den standfesten Dr. Watson ...
In "The Adventures of Sherlock Holmes" präsentiert der Penguin-Verlag nun zwölf Fälle mit Englands bekanntestem Kriminologen. Dabei reicht die Palette von Erpressung ("A Scandal in Bohemia") bis hin zu Täuschung ("The Man with the twisted Lip") und selbstverständlich Mord ("The five Orange Pips").
Nicht nur für Freunde der klassischen Literatur sei deshalb dieser preiswerte Band ans Herz gelegt. Wer Kriminalfälle mag oder einfach nur bestens unterhalten werden möchte, für den ist dieses herrliche Buch ebenfalls nur zu empfehlen.


Exit Wounds
Exit Wounds
von Shaun Hutson
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Urbane Alpträume, 27. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Exit Wounds (Taschenbuch)
Obwohl er zu den mächtigsten Gangsterbossen Jamaicas gehört, wird Ernie "Papa" Codling von seinen Rivalen überrannt, was ihm keine andere Wahl lässt, als das Land zu verlassen. Sein Ziel ist England, genauer gesagt London, wo er schon bald damit beschäftigt ist, ein neues Imperium aus Drogen, Korruption und Gewalt aufzubauen. Wer sich Codlings Befehlen nicht beugt, wird getötet.
Gleichzeitig plant ein Trupp kleiner Gangster, angeführt von Frank Newton, ihr letztes großes Ding. Ein Geldwagen soll überfallen und eine Million Pfund erbeutet werden. Geld, dass den Männern um Newton einen Neuanfang verschaffen soll.
Doch die Dinge laufen nicht so wie geplant: Der Überfall wird zu einem blutigen Fiasko und bringt bei weitem nicht so viel Geld ein wie angenommen.
Mehr noch: Frank Newton, einer der mächtigsten Unterweltbosse der Stadt, hat Wind von dem Überfall bekommen und schlägt Newton einen Deal vor - wenn er und seine Leute Codling aus dem Weg schaffen, verrät er sie nicht an die Polizei, die sich längst an Newtons Fersen geheftet hat ...
Nach unzähligen Horrorromanen, die ihm den Spitznamen "King of Nasties" eingebracht haben, versuchte sich der englische Autor Shaun Hutson gegen Ende der 90er an mehreren Romanen, die man als urbane Thriller einstufen kann. "Exit Wounds" (hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen Steven-Seagal-Film zu tun) ist davon vielleicht sein bestes Werk. Schonungslos führt uns Hutson eine Welt vor Augen, die wir leider nur allzugut kennen; es ist eine Welt, in der jeder sein ganz eigenes Problem zu bewältigen hat und man oftmals nur knapp am Rande der Hoffnungslosigkeit entlang marschiert. Auch Frank Newton und seine Kumpels müssen mit derlei Sorgen leben, bis sie schließlich im Netz der Spinne landen. Großartige Charakterstudien zu erwarten wäre bei einem Autor wie Hutson vielleicht zu hoch gegriffen, dennoch gelingt es ihm, seine Charaktäre vor der Eindimensionalität zu bewahren; ein wichtiger Faktor, der der Qualität der Story nur förderlich ist.
Ebenfalls sehr positiv fällt auch die atmosphärische Dichte auf, in der sich die Dinge abspielen. Hutsons London ist gemein, dreckig und düster - und man kauft es ihm ab. Aber die wahre Stärke des Briten ist und bleibt die atemberaubende, erbarmungslose Action, die auch in "Exit Wounds" keineswegs vernachlässigt wird; im Gegenteil. Mit der Präzision eines Uhrwerks schildert Hutson detailfreudig und auch ziemlich blutig die einzelnen Morde und Überfälle. Zweifelsohne hat sich der als Filmfreak bekannte Autor dabei defintiv von einigen der ganz großen Actionfilmer inspirieren lassen. Die Züge von John Woo, Quentin Tarantino und natürlich Hutsons ganz persönlichem Favoriten Sam Peckinpah schimmern jedenfalls überdeutlich durch.
Für Actionjunkies ist "Exit Wounds" Pflicht!


Devil Driver
Devil Driver
Wird angeboten von Ihr-Medienshop
Preis: EUR 12,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wut im Bauch, 29. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Devil Driver (Audio CD)
Dez Farfara, seines Zeichens früherer Frontmann der Nu-Metal-Combo Coal Chamber und mittlerweile kreativer Kopf von Devildriver muss ziemlich sauer auf seine alten Kollegen sein. Anders kann ich mir seine Wutausbrüche auf dem Debüt seiner neuen Band nicht vorstellen. Was Devildriver uns da an den Kopf schmeißen, ist mit Sicherheit eine der härtesten und aggressivsten Platten des Jahres 2003 und hat nur noch bedingt etwas mit dem Nu-Metal vergangener Tage zu tun. Die zwölf Songs sind eindeutig der Death-/Trash-Schiene einzuordnen, was der Eröffnungstrack "Nothing's wrong" bereits auf beeindruckende Art und Weise überdeutlich macht. Da wird geschrien und der Double-Bass malträtiert, dass es eine Freude ist. Und in dieser Gnadenlosigkeit gehts weiter, ohne dabei Rücksicht auf Verluste zu machen. Besonders hervorzuheben wären dabei "I could care less", dass durch ein brillantes Riffing begeistert und dass stampfend-groovende "I dream I died", dass bedingt noch ein wenig an Coal Chamber erinnert. Aber auch der Rest besteht hauptsächlich aus überdurchschnittlichen und handwerklich hervorragend ausgearbeiteten Tracks, wobei die Originalität allerdings auch gelegentlich auf der Strecke bleibt und es daher von mir auch nur vier Punkte gibt. Coal-Chamber-Fans sollten aber auf jedenfall erstmal die Scheibe antesten, denn die Gnadenlosigkeit mit der Devildriver zu Werke gehen, hat nur noch bedingt mit CC zu tun und dürfte nicht jedermanns Sache sein.
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Planet der Affen [Special Edition] [2 DVDs]
Planet der Affen [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Charlton Heston
Wird angeboten von Empor
Preis: EUR 7,09

26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Sie habens getan! Sie habens getan!", 29. Dezember 2003
Zusammen mit zwei anderen Astronauten verschlägt ein kosmischer Unfall George Taylor an einen scheinbar unbewohnten Planeten. Doch die Ruhe ist trügerisch und leider nur von kurzer Dauer: Kurz darauf müssen die Männer feststellen, dass der Planet sehr wohl bewohnt ist, und zwar von primitiven Menschen, die von der dominanten Rasse - intelligenten Affen - gejagt werden wie Tiere. Auch Taylor und seine Männer werden gefangengenommen. Doch während der Rest der Crew den Tod findet bzw. durch menschenverachtende Experimente zu leeren Hüllen ihrer früheren Selbst werden, gelingt ihm die Flucht, die ihn tief in die mysteriöse "verbotene Zone" führt, deren düsteres Geheimnis alles übersteigt, was sich Taylor je hätte träumen lassen.
Lose basierend auf dem Kult-Roman des Franzosen Pierre Boulle (von dem außerdem auch die Vorlage zum Film "Die Brücke am River Kwai" stammt) schrieb "Twilight-Zone"-Erfinder Rod Serling ein Drehbuch, dass weniger eine Satire über menschliches Verhalten als vielmehr eine Warnung vor dem Kriegstreiben der Menschheit darstellt, was besonders am schockierenden Ende des Films überdeutlich wird. Auch wenn die Message des Films - damals herrschte schließlich der kalte Krieg und Aufrüstung war das oberste Gebot bei den Weltmächten - mehr der damaligen Zeit eingeordnet war, so hat sie nicht viel von ihrer bedrohlichen Aussagekraft verloren. Gleiches gilt auch für den Film selbst, der ja längst zu einem vielzitierten und Meilenstein der Filmgeschichte geworden ist. War dass Affen-Makeup schon damals eine kleine Sensation, so hat es die Zeit gut überstanden und wirkt keineswegs veraltet. Ebenso lobend muss man die atmosphärische Dichte erwähnen, die Regisseur Franklin J. Schaffner von Anfang bis Ende wie ein Netz über die Darsteller spinnt - und die dank der unheimlichen Musik von Altmeister Jerry Goldmann noch zusätzliche Intensität gewinnt. Jeder SciFi-Fan sollte mindestens einmal in seinem Leben diesen Film gesehen (über das Remake und die Fortsetzungen legen wir mal den Mantel des Schweigens) oder zumindest als Eckpfeiler in der DVD-Collection stehen haben, der auch nach über dreißig Jahren zum Besten gehört, was die Traumfabrik in Sachen intelligenter Science-Fiction jemals produziert hat.


Wolfsmond: Der Dunkle Turm, 5. Roman
Wolfsmond: Der Dunkle Turm, 5. Roman
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reisende in Blei, 26. Dezember 2003
Im Vorwort seines Romanes "The green Mile" erzählt Stephen King die Anekdote über eine Leserin, die ihm ein Polaroidfoto mit einem in Ketten steckenden Bären geschickt hatte samt der Warnung 'Bring dass nächste Dark-Tower-Buch sofort heraus oder der Bär stirbt!'. Ein Beleg, der zum einen beweist, wie beliebt die Saga um Roland den Revolvermann ist, zum anderen aber auch nachhaltig deutlich macht, dass die King-Leserschaft keine große Lust hat, auf jeden neuen Roman eine Ewigkeit zu warten.
Leider hat King die "Drohungen" seiner Fans nur halbherzig ernstgenommen und mittlerweile mehr als sechs Jahre verstreichen lassen, ehe er die Odyssee von Roland und seinen Mitstreitern weiterführte. Aber dennoch: Das Warten hat sich mehr als gelohnt!
Nach dem etwas schwerfälligen vierten Buch "Glas" präsentiert King mit "Wolfsmond" nicht nur den bislang dicksten Roman der Serie sondern - nach "Tot" - den vielleicht interessantesten. Dabei unterstreicht King nicht nur die immense Bedeutung von Westernromanen und -filmen in Bezug auf die Saga, sondern präsentiert dem Leser gleichzeitig mit der Region Calla Bryn Sturgis erneut einen faszinierenden Mikrokosmos voller origineller Marotten und Rituale. Doch die Ruhe dieses Ortes ist getrübt: Mit gnadenloser Regelmäßigkeit überfallen seltsame Reiter - Wölfen nicht ganz unähnlich - den Ort und entführen die Kinder nach "Donnerhall", einer geheimnisvollen Stätte jenseits der Region. Wenn die Kinder schließlich wieder zurückkommen, sind sie nichts weiter als leere Hüllen ohne Verstand. In ihrer ganzen Verzweiflung wenden sich die Bürger schließlich an die vier ankommenden Revolvermänner. Dabei macht Roland auch die Bekanntschaft von Father Callahan, der - wie Rolands Mitstreiter auch - nicht von dieser Welt kommt.
Gemeinsam mit dem Geistlichen bereiten sich die vier Neuankömmlinge auf den nächsten Überfall der Wolfsmänner vor, während es gleichzeitig gilt, weiteres Unheil im New York des Jahres 1977 abzuwenden. Und schließlich ist da noch Susannah ...
Es ist schön zu sehen wie Stephen King trotz seiner sechsjähren Abwesenheit vom dunklen Turm noch immer Herr über sein mittlerweile ziemlich komplexes Universum ist, und mit viel Erzählfreude nicht nur die Suche nach dem dunklen Turm sondern auch der Kampf gegen die Wölfe bzw. die neuen Herausforderungen geschildert werden, mit denen Roland und seine Mitstreiter (das Ka-tet) konfrontiert werden. Mit Father Callahan (aus "Brennen muss Salem") gesellt sich außerdem ein weiterer Bekannter aus dem Kingschen Universum zur Turmsuche hinzu, dessen eigene Geschichte übrigens schon selbst einen Roman wert gewesen wäre. Wie oben bereits erwähnt, ist "Wolfsmond" trotz seiner mehr als neunhundert Seiten rasant und originell geschrieben; ein Roman, der Kings (hoffentlich noch immer) ungebremste Freude am geschriebenen Wort überdeutlich wiedergibt. Einziger Wehrmutstropfen an einem ansonsten makellosen Roman ist dementsprechend natürlich auch dass (vorläufige) Ende, dass - ganz wie man es von der Reihe erwartet - in einem dramatischen Cliffhanger bzw. einem der kontroversesten Enden gipfelt, die King jemals geschrieben hat. Dennoch gibt es keinen Grund, den armen Teddybären wieder in Fesseln zu legen: Band 6 der Reihe "Susannah" erscheint bereits im kommenden Frühjahr, ehe im November 2004 mit "Der dunkle Turm" alle Fäden zusammenkommen werden.


Indiana Jones - Die komplette DVD Movie Collection
Indiana Jones - Die komplette DVD Movie Collection
DVD ~ Harrison Ford
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 34,90

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Unterhaltung auf DVD, 23. Dezember 2003
Es war gegen Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, als sich zwei vielversprechende Filmemacher zusammensetzten und über kommende und mögliche Projekte zu sprechen - der eine war George Lucas, der mit "Star Wars" gerade Kinogeschichte geschrieben hatte, der andere niemand anderes als Kollege Steven Spielberg; seit dem "weißen Hai" oder "Unheimliche Begegnung" nicht weniger von Kinogängern und -kritikern geschätzt.
Spielberg, dessen sehnlichster Wunsch es schon immer gewesen war, einmal einen James Bond-Film drehen zu dürfen (und 1981 um ein Haar den Job für "In tödlicher Mission" auch bekommen hätte), äußerte auch diesen Wunsch gegenüber Kumpel Lucas. Woraufhin dieser trocken erwiderte: "Ich hätte da was besseres ..."
Und der Rest ist Geschichte bzw. ein Meilenstein Kinohistorie: Gemeinsam schufen die beiden kurz darauf die Figur des draufgängerischen Archäologen Indiana Jones, dessen wage- und manchmal auch übermütigen Abenteuer auf der Suche nach verschollenen Artefakten der Menschheitsgeschichte ihn ein ums andere Mal Kopf und Kragen kosten. Basierend auf den klassischen "Serials", den Kinofortsetzungen aus den früheren 50er Jahren sowie einer Mischung aus "Casablanca" bzw. "Dem Schatz der Sierra Madre" formten Spielberg und Lucas einen neuen Standard in Sachen Actionfilm, gegen den selbst Konkurrent 007 oftmals das Nachsehen hat.
Jetzt - endlich! - haben die Macher außerdem ein Einsehen mit den unzähligen Fans gehabt, und Indys Abenteuer schließlich auf DVD gebannt. Mit jeder Menge interessanten Extras, versteht sich.
So beginnt bereits "Jäger des verlorenen Schatzes" mit einem furiosen Auftakt im südamerikanischen Dschungel, ehe es heißt, sich in den Kampf gegen die Nazis zu stürzen, die hinter nichts geringerem her sind als der legendären Bundeslade ...
"Indiana Jones und der Tempel des Todes" ist nicht weniger spektakulär, obwohl es vielleicht der düsterste Teil der Serie ist. Diesmal muss Indy - zusammen mit dem kleinen Short Round und der hübschen, aber permanent nervenden Clubsängerin Willie Scott - den heiligen Sankara-Stein aus den Klauen eines wiederauferstandenen Kali-Kultes in Indien zurückerobern, was gar nicht so einfach ist ...
Der dritte und bislang letzte Teil, "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug", nimmt sich thematisch einem ähnlichen Thema an wie Teil Eins der Reihe. Statt der Bundeslade ist es allerdings der heilige Gral, den Indy vor den Klauen des absolut Bösen zu beschützen hat - gemeinsam mit seinem Vater, Dr. Henry Jones. Dass das Vater-Sohn-Zusammenspiel so manche interessante und haarsträubende Resultate hervorbringt, dürfte klar sein.
Ein Wort zur Qualität der Filme: Wer die "alten" Ausgaben der Reihe aus den TV-Versionen bzw. noch vom Video her kennt, der dürfte feuchte Augen kriegen angesichts der kräftigen Farben, die die Filme jetzt besitzen. Besonders bemerkbar macht sich die Arbeit der digitalen Restaurierung übrigens bei "Jäger des verlorenen Schatzes", bei dem es ja einige "kratzige" und farblich ausgebleichte Stellen gab. Gehört alles der Vergangenheit an - ebenso wie die geschnittene Version vom "Tempel des Todes". Auch der Sound ist nicht so schlecht, wie mancherorten beschrieben. Vielleicht nicht unbedingt dass Non-plus-Ultra für ultramoderne Home-Anlagen, aber angesichts des Alters (20 Jahre) der Tonspuren immer noch sehr gut.
Gleiches gilt übrigens auch für die Extra-DVD, die randvoll ist mit interessanten Einblicken rund um Indiana Jones: So erzählen neben Spielberg, Lucas und Hauptdarsteller Harrison Ford außerdem die wichtigsten Nebendarsteller, Stuntmen, Kameraleute oder Produzenten einige interessante Anekdoten über die Dreharbeiten, visuell untermalt von alten Aufnahmen aus den Lucasfilm-Archiven. Ebenso kommen das Sound-Department, Kult-Komponist John Williams und natürlich die Special-Effects-Zauberer von ILM zum Züge.
Alles in allem also perfekte Unterhaltung auf dem richtigen Medium - und die beste Vorbereitung auf "Indy 4".


Baal. Roman. ( Horror).
Baal. Roman. ( Horror).
von Robert R. McCammon
  Broschiert

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düstere Erzählung über das Böse in Menschengestalt, 17. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Baal. Roman. ( Horror). (Broschiert)
Robert R. McCammon war fünundzwanzig, als er 1978 sein Debüt "Baal" schrieb. Ein junger Mann also, und - wie er im Nachwort erzählt - ein zorniger obendrein. Deutlich kann man die Wut in den Zeilen spüren; die Wut eines Mannes, der hilflos den Mächtigen ausgeliefert ist, und sich nichts sehnlicher wünscht, als diesen zu entkommen.
Davon handelt "Baal" - teilweise zumindest. Erzählt wird hier der "Werdegang" des wiedergeborenen Propheten des Bösen, der erst seinen nichtsahnenden Eltern, dann den Schwestern im Waisenheim und letztlich dem Rest der Welt Unglück, Wut und Zerstörung schenkt, was in einem Finale gipfelt, in dem es um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft der Menschheit geht ...
Stellenweise liest sich "Baal" wie eine Blaupause für McCammons spätere Werke: So ist die exzellente Prosa, mit der er Jahre später Romane wie "Boy's Life" oder "Nach dem Ende der Welt" zu etwas ganz besonderem machen würde, bereits in groben Zügen vorhanden; ebenso der Hang zu besonders plastisch geschilderten Missetaten und exotischen Kulissen als Hintergrund für die Geschichte. So führt "Baal" von den dunklen Gassen New Yorks hinaus in die sengend heißen Wüsten des Nahen Ostens bis ins tiefste Grönland, wo der fulminate Höhepunkt beginnt. Besonders die Beschreibungen des ewigen Eises sind McCammon hervorragend gelungen und atmosphärisch sehr dicht. Man kann förmlich dass Eis riechen, wenn die Helden mit ihren Schlitten durch die Dunkelheit düsen.
Auch wenn dieser Roman bereits mehr als fünfundzwanzig Jahre auf dem Buckel hat, so ist "Baal" noch immer ein Lesevergnügen erster Güte. Empfehlenswert.


Wolf's Hour
Wolf's Hour
von Robert R. McCammon
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die pelzige Antwort auf James Bond, 10. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Wolf's Hour (Taschenbuch)
Sein Name ist Gallatin, Michael Gallatin. Aufgewachsen unter Wolfsmenschen im tiefsten Russland, ist er Top-Spion, Frauenschwarm - und tödlicher Werwolf. Eine unaufhaltsame Killermaschine, die, wenn erst mal in Fahrt gekommen, so gut wie unaufhaltsam ist ...
Originell, originell - man nehme die herausragenden Eigenschaften eines Werwolfs und vermenge diese mit der besten Fabulierkunst von solch außergewöhnlichen Erzählern wie Ian Flemming und Robert Ludlum - dass Resultat: "The wolf's hour"!
Ausgangspunkt des Buches sind die letzten Tage und Monate vor dem legendärem D-day, jenem Tag also, an dem die britisch/amerikanische Invasion an den Stränden der Normandie ihren Anfang nahm und damit dass Ende des dritten Reiches besiegelte. Während dieser Kriegswirren schickt der britische Geheimdienst einen seiner besten Männer nach Paris, um dort mehr über eine Geheimoperation der Nazis in Erfahrung zu bringen, die den D-Day möglicherweise erst gar nicht stattfinden lassen kann. Gewillt, dass schreckliche Geheimnis, dass sich hinter der Operation "Eisenfaust" verbirgt, herauszufinden, dringt Gallatin immer tiefer in die Höhle des Löwen hinein, bis es scheinbar kein Entrinnen mehr gibt ...
Auch wenn die Mischung Werwolf/Agentenstory ziemlich bizarr und recht gewöhungsbedürftig klingen mag, so funktioniert sie prächtig. Neben den turbulenten Abenteuern Gallatins, die ihn mehr als einmal an den Rand des Todes bringen, erzählt McCammon parallel die faszinierende Geschichte des russischen Knaben (eben Gallatin), der mitansehen muss, wie seine Eltern von Soldaten ermordet werden und schließlich tief in den Wald flüchtet, wo er auf eine Truppe Werwölfe trifft, die ihn schließlich zu einem der ihren machen und ihn auf die harte Realität vorbereiten, der er sich eines Tages zu stellen hat. Gleichzeitig muss sich der Leser unbewusst immer wieder ein und die selbe Frage stellen: Wer ist dass größere Monster? Der Mensch oder der Wolf?
Angesichts der (ziemlich drastisch) beschriebenen Untaten der Nazis dürfte die Frage allerdings klar sein, denn McCammon läßt keine Zweifel, wer in "The Wolf's hour" dass schlimmere Ungetüm ist. Über 600 Seiten lang hält der amerikanische Bestseller-Autor den Leser bei der Stange, präsentiert ihm originelle und exotische Schauplätze ebenso wie endlosen Tiefen menschlicher Bösartigkeit, garniert mit ein einer Handvoll grandioser Schurken, die es selbst mit den besten Bondgegnern mühelos aufnehmen könnten. Ein weiterer Volltreffer von Robert R. McCammon!


Unstable
Unstable
Wird angeboten von dischiniccoli
Preis: EUR 15,00

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die nächsten Korn?, 30. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Unstable (Audio CD)
Verglichen mit ihrem (nicht gerade schlechten, aber teilweise doch recht eindimensionalem) Debüt "Adema" muss man dem Fünfer um Mark Chavez - der im Übrigen der Halbbruder von niemand gerigerem als Korn-Frontmann Jonathan Davis ist - ein großes Kompliment machen. Mit "Unstable" hat die Band nämlich einen mächtigen Schritt nach vorne getan! Anders als auf dem Vorgänger hat sich nämlich nicht nur die Anzahl der mitreißenden Songs um ein Vielfaches erhöht ("Co-Dependent" und die erste Single "Unstable" dürfen mal als Beispiel herhalten), sondern auch die Gitarrenarbeit, die zwischen abgrundtief gemein bis hin zu sanft und melödios jedes Spektrum abdeckt. Auch die elektronischen Spielereien sind keineswegs nervig, sondern passen haargenau. Gleiches gilt auch für die Vocals für bereits erwähnten Mark Chavez. Okay, hin und wieder wird man einfach dass Gefühl nicht los, dass der Knabe definitiv ein paar Stunden zuviel im Aufnahmestudio seines Halbbruders zugebracht hat, aber dennoch hütet sich Chavez davor, lediglich eine Kopie zu sein. Dafür hat der Mann außerdem eine viel zu gute Stimme, die nicht nur gemeine Nu-Metal-Vocals vom Stapel lassen kann, sondern auch wunderbar gefühlvoll klingen kann ("Promises" - gute Mischung aus Alternative und Metal). Apropos Staynd: Wer von deren letzten Platte enttäuscht war (so wie ich), für den dürfte "Unstable" genau dass richtige sein. Aber auch allen anderen Rock-Addicts sei diese Platte ans Herz gelegt, wenn sie mal wieder Lust haben, eine neue und frische Band kennenzulernen, die noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht hat.


#1
#1
Wird angeboten von Filmexpress
Preis: EUR 13,56

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Definitiv keine Band vom Reißbrett, 30. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: #1 (Audio CD)
Es schon erstaunlich: Da darf eine relativ unbekannte Hamburger Band die Bühnen dieser Welt als Vorgruppe von solchen Hochkarätern wie Stone Sour, Disturbed oder Kittie betreten, sorgt mit schöner Regelmäßigkeit dafür, dass die Fans austicken - und hat nicht mal einen Plattenvertrag!?!
Klingt unglaublich, ist aber bei Tape der Fall gewesen. Und man kann dem Label nur gratulieren, dem dieser dicke Fisch an den Haken gegangen ist. Denn das Tape alles andere als eine Eintagsfliege sind, wird am Debüt #1 auf beeindruckende Art und Weise unterstrichen.
Munter und ohne Angst vor irgendwelchen Stilrichtungen wirft der Multi-Kulti-Fünfer (u.a. stammen die Musiker aus Chile, Deutschland und den USA) dass Beste davon in einen großen Topf und präsentiert dem Hörer eine faszinierende und spannende Mischung, die den Punkt trifft. Da gibt es stampfende Parts, die an die besten PRIMUS-Zeiten erinnern ("Go sista") genauso wie erstklassige Raps - oder sollte man besser Sprechgesang dazu sagen? -, die zwar nach Nu-Metal klingen, es aber eigentlich nicht sind ("Shake") genauso wie ergreifende Rock-Songs ("Aware") und Balladen mit hochgradigem Hit- und Ohrwurmpotenzial ("Why"). Unglaublich reif für ein Debüt präsentiert sich dass Trio um die hübsche und zudem auch stimmgewaltige Frontfrau Dacia, die schon jetzt ihren Kolleginnen von den Guano Apes oder Die Happy - sorry! - einen gewaltigen Schritt voraus ist. Erstaunlich dabei bleibt die Tatsache, dass die Dame eigentlich aus dem klassischen R&B kommt, was mit moderner Rock-Musik eigentlich ja soviel gemein hat wie Kaviar mit einem Fischbrötchen. Trotzdem passen ihre Vocals zum Sound Tapes wie die Faust aufs Auge. Und dass die Dame rocken kann, dürfte spätestens seit der ersten Single "Yeeha" bekannt sein. Passend dazu präsentiert der Rest der Band eine tighte Mischung aus harten Metalgitarren, mitreißenden Breaks und Melodien sowie gefühlvollen Passagen, die von Ronald Prent (u.a. Rammstein und Clawfinger) passend abgemischt wurden. Bleibt nur noch eins zu sagen: Viel Spaß und - Yeeha!


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