|
|
Beiträge von Dietrich Schroff
Rang der Rezensentin/des Rezensenten: 114.449
Hilfreiche Bewertungen:
21
|
|
Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".
|
Rezensionen verfasst von Dietrich Schroff "dietrichschroff.blogspot.com"
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Eine gute Einführung ins MpM, 15. August 2009
Das Buch von Gero Lomnitz wirkt auf den ersten Blick etwas gestückelt. Gerade die Graphiken wirken etwas lieblos. Beim Lesen zeigt sich jedoch, dass der Autor sich sehr gut in der Materie auskennt. Sehr gefallen hat mir das Beispiel Nature&Business anhand dessen immer wieder die Erkenntnisse der letzten Abschnitte nachvollziehbar gemacht werden. Dadurch wird die doch meist trockene Thematik in kurzer Romanform sehr unterhaltsam wiederholt.
Sehr gut sind die diversen Checklisten (z.B. die Risikocheckliste für Einzelprojekte oder Inhalte des MpM-Reportings). Auch stellt der Autor die typischen Fragen zusammen, die ein Multiprojektmanager beantworten und auch stellen muss. Erheiternd empfand ich in Kapitel 5 die Liste der Punkte warum MpM in Unternehmen nicht gewünscht ist.
Leider sind die 3 letzten Kapitel zum Abschluss des Buches nicht seht gut verständlich und eigentlich auch überflüssig.
Trotzdem ein sehr gutes Buch, das die Probleme und Motivationen hinter dem Begriff MpM zusammenfasst und auf den Punkt bringt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Großartig für Slideware - Für die Praxis zu oberflächlich, 15. August 2009
SOA: Principles of Service Design war das erste Buch, dass ich von Thomas Erl gelesen habe. Seine Bücher im SOA-Kontext werden sehr gelobt, daher war meine Erwartungshaltung entsprechend.
1. Ein sehr schöner akademischer Leitfaden, für die Erstellung von Services im Rahmen einer SOA.
2. Wer immer mal in die Verlegenheit kommen sollte, einen Vortrag halten zu müssen: Hier liegst du gold-richtig!
Leider enthält das Buch keine tiefen Erkenntnisse. Gerade von Kapitel 6 "Service Contracts" hatte ich viel erwartet (wie sollte ein Service Contract aussehen?, Best Practices?, ...), aber hier wird über 35 Seiten mehr oder minder ein bischen XML bis hin zu WSDLs beschrieben.
Es werden viele Aspekte zu SOA Services beschreiben, meist jedoch auf einem oberflächlichem Level. Hier ist z.B. Kapitel 9.7 "Risk Associated with Service Reusability and Commercial Design" zu nennen. In diesem Kapitel werden dann die typischen Widerstände wie "cultural concerns", "reliability concerns", "security concerns" recht knapp durchgehechelt. Diese hätte man sich in 10min auch selbst zusammen suchen können.
Das Buch enthält eine eigene Bildsprache und auf jeder Seite ist mindestens eine Illustration. Diese sind fast immer ohne einen Mehrwert aber dafür immer schön bunt und schön räumlich. Ohne die Bilder wäre das Buch um einen Faktor 2 kürzer ausgefallen ;-).
Fazit: Das Buch ist ein Rundumschlag, der auf den ersten Blick alle Begrifflichkeiten rund um SOA Services enthält und diese auch bewertet. Leider wird meist nicht erklärt, wie es zu dieser Bewertung kommt und ob es Ausnahmen gibt. Selten werden Allerweltsbeispiele herangezogen, um die Bewertung zu untermauern. Trotzdem für Leute, für die Punkt 1 oder 2 (s.o.) wichtig ist, absolut das richtige!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Exzellent!, 15. August 2009
Ein exzellentes Buch, das viel mehr enthält, als die Kurzbeschreibung ahnen lässt. Sehr gut gelungen ist der Aufbau:
Kapitel 1 und 2 sind die typischen BSI-like allgemeinen Grundsätze, die man sich auch selbst hätte ausdenken können. Spannend wird es ab Kapitel 3: Hier wird sehr fundiert in die Grundlagen der Kryptographie eingeführt. Egal ob DES, AES, RC4, MD5, SHA-1, RSA, Diffie-Hellman... hier ist alles enthalten und gut erklärt. Zu jedem Abschnitt werden auch immer kurz die Vor- bzw Nachteile genannt, wodurch eine gute Einordnung der Algorithmen möglich ist.
Kapitel 4 beschreibt "Sicherungsmechanismen und -verfahren". ?? Ok, hier der Inhalt, mit dem die Überschrift klar wird: S/Key, HMAC, CBC-MAC...
In Kapitel 5 wird alles rund um die Netzzugangsschicht erläutert. Wirklich klar wird der Inhalt mit folgenden Abkürzungen: PPP, L2TP, PPPoE, 802.1x, WEP, WPA, Bluetooth. Spätestens hier wird klar, dass dieses Buch nicht auf Kryptographie in der IT beschränkt, sondern die Sicherheit über alle Schichten durchdekliniert (oder muss es konjugiert heißen ;-). Es folgen Netzwerkschicht (Kapitel 6 , IP, IPsec, ...), Transportschicht (Kapitel 7, UDP, TCP, TLS, SCTP, ...).
Es folgen noch weitere 100 Seiten über Radius, MPLS, SNMP, PKI, X.509, PMI. Sehr gelungen ist Kapitel 10. Hier wird auf die Anwender eingegangen und es werden die typischen Protokolle durchgegangen: HTTP, SSH, Kerberos, SASL, DNS, LDAP, VoIP, ...).
Die letzten 70 Seiten verwenden die Autoren auf Einsatzszenarien. Diese bieten eine schöne Abrundung über das gesamte Themengebiet.
Trotz der vielen Autoren ist der Stil des Buches ohne Brüche und liest sich sehr angenehm. Danke!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Gute Einführung, aber keine Referenz für Entwickler, 24. Mai 2009
Das Buch Oracle SOA Suite ist laut Vorwort für Entwickler und "technical architects" mit SOA Basiswissen. Auch der Untertitel "Developer's Guide" suggeriert, dass mit diesem Buch endlich eine Entwicklungs-Referenz für Oracle's SOA Suite geschaffen wurde.
Leider beschränken sich die Autoren auf den 600 Seiten nicht auf die Software von Oracle sondern versuchen zusätzlich eher allgemeine Themen zu behanden wie "Designing the service contract" (Kaptel 10), Message Interactions patterns (Kapitel 14) oder Workflow patterns (Kapitel 15). Diese eher nicht produkt-spezifischen Abschnitte nehmen belegen leider 10% des Buches, dieser Platz wäre besser für mehr Detail-tiefe genutzt worden.
Die restlichen Kapitel beschäftigen sich mit der SOA Suite und springen leider etwas wirr zwischen BPEL PM (Process Manager), OSB (Oracle Service Bus), BAM (Business Activity Monitoring), Rule Engine, Java-Entwicklung und OWSM (Oracle Webservice Management). Gerade für eine Referenz wäre die Strukturierung des Buches anhand der Produkt-Komponenten sinnvoll gewesen. Stattdessen wurde die Struktur der Didaktik unterworfen.
Dieses Buch ist trotz dieser Einschränkungen eine perfekte Lektüre für alle, die sich über den Funktionsumfang des Oracle-Produkts informieren wollen. Gerade bei der Vielzahl von beteiligten Komponenten vermitteln die Beispiele ein Gefühl, wieviel Aufwand für die Inbetriebnahme einer weiteren Komponente benötigt wird und was die Vorteile sind.
Für erfahrene SOA Suite-Entwickler finden sich im Buch keine tieferen Einblicke z.B. Best Practices für Parameter-Tuning, typische Mengen-Gerüste, etc.
Alles in Allem ein guter Überblick, den es so bisher nicht gab. Allerdings enthält das Buch nichts, was nicht auch in der offiziellen Oracle Dokumentation zu finden wäre.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Einführung ins Java-XML-Universum , 12. April 2009
Dieses Buch ist die perfekte Weiterbildung für alle, die bisher bei Java und XML nur die zwei Schlagworte SAX und DOM parat hatten und sich tiefer in die Materie einarbeiten wollen. In über 14 Kapitel werden mit ausführlichen Beispielen (die auch als Download erhältlich sind) sämtliche Techniken rund um die Verarbeitung von XML in Programmen beschrieben. Diese werden alle mit Oracle JDeveloper 11g erstellt und kompiliert, trotzdem sind große Teile des Buches sicher auch außerhalb des Oracle Universums gülitg. ;-)
Hier eine kurze Inhaltsangabe:
Kapitel 1 führt kurz in die JAXP ein und erläutert die Unterschiede zwischen SAX und DOM (aber diese sind wahrscheinlich wirklich jedem bekannt.). Kapitel 2 und 3 beschäftigen sich mit XSDs und wie diese zum Validieren von XMLs verwendet werden können.
Kapitel 4 beschreibt die Technologie XPath, mittels deren Hilfe gezielt Werte aus XMLs ausgelesen werden können.
Die nächsten Kapitel führen in XSLT und JSTL XML ein. Anschließend wird DOM 3.0 vorgestellt. Der Vorteil von DOM 3.0 ist, dass jede Änderung per Java bei der Durchführung validiert werden können.
Kapitel 9 beschreibt JAXB. Gerade dieses Kapitel ist im Rahmen von SOA sehr erhellend.
In den Kapiteln 10 - 14 sind Beispiel-Applikationen beschrieben: Vergleiche von XMLs, XML zu PDF/XML zu Excel Konverter, XML mit Berkeley DB und XMLPublisher
Das Buch umfasst 369 Seiten. In jedem Kapitel befinden sich ausführliche Code-Beispiele, mit denen keine Frage offen bleibt und die Techniken gut nachvollziehbar sind.
Im ganzen ein sehr gelungenes Buch für Entwickler, die XML-Anfänger sind bzw. deren Welt bisher auf DOM und SAX beschränkt war. Absolute Kaufempfehlung!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Einführunge in Grundlagen und Administration mit vielen Beispielen und Screenshots, 23. Februar 2009
Kapitel 1 beginnt mit einer Motivation von Sicherheit für Web Services. Aus dieser Motivation leitet der Autor die Herausforderungen für eine Web Service-Infrastruktur ab (identity propagation, adding authentication/authorization information to the request, etc.).
Das zweite Kapitel beschreibt die verschiedenen XML Sicherheits Standards von WS*-Security. Diese werden anhand von schönen Beispielen erläutert. Da WS*-Security von jedem Webservice einzeln implementiert werden muss, wird eine Zentralisierung vorgeschlagen: Oracle WSM
Kapitel 3+4 beschreiben die Architektur von OWSM und geht auf die Konfiguration von Authentisierung und Authorizierung im Rahmen des OWSM Gateways ein. Hier wird im Detail auf LDAP-Anbindung und Active Directory Anbindung eingegangen.
In Kapitel 5+6 wird auf die Verschlüsselung und Signierung eingegangen. Hier finden sich wie in den vorigen Kapiteln viele Screenshots und Beispielkonfigurationen. Im folgenden Kapitel wird das Aufsetzen von Policies beschrieben.
Kapitel 8 geht auf Querschnittsfunktionen wie Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit des OWSM ein. Gerade für dieses System sind diese Eigenschaften unverzichtbar. Im neunten Kapitel wird das Monitoring beschrieben. Hier werden wieder viele Screenshots zu diversen Statistiken gezeigt.
Ab Kapitel 10 wird Grundwissen zu verschiedenen Themen vermittelt. Die Stelle erscheint zuerst etwas merkwürdig, gehört aber sicher dazu und zu Beginn wird OWSM beschrieben...
Kapitel 10+11 beschreiben die W3C Standards: XML Encryption, XML Signature. Kapitel 12+13 gehen auf Verschlüsselung und SSO ein.
Alles in Allem ein gelungenes Buch, mit dem die Administration von OWSM gut erklärt wird. Zusätzlich werden die zugrunde liegenden Mechanismen und Anforderungen gut erklärt und motiviert.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Einführung in die Oracle BPA Suite, 21. Dezember 2008
Das Buch führt über 6 Kapitel in den Themenkomplex SOA und Business Processes mit den Techniken BPMN und BPEL ein. Das Buch ist wie auch auf dem Einband ausgeführt für Executives, Software Architekten und Projekt Manager. Für Entwickler reicht der Umfang leider nicht aus. Hier fehlen leider die Details.
Kapitel 1 ist erläutert warum Business Processes nicht mit der "alten" IT realisiert werden können. Dieses Kapitel ist eine wahre Fundgrube an Buzzwords und Fachbegriffen.
In Kapitel 2 wird auf das Management von Business Processes eingegangen. Hier wird der Lifecycle im Detail von Modellierung (Tools, Sprachen, Modelling Prinzipien) über Implementierung zu Ausführung und Überwachung geschildert. Natürlich fehlt hier nicht ein Abstecher auf den oft vergessenen Punkt Optimierung im Lebenszyklus.
Kapitel 3 und 4 erklären die Bildsprache von BPMN. (Nur die Symbole sind standardisiert. Die Codierung ist proprietär, so dass die Auswahl des BPMN-Tools während eines Projekts nicht mehr allzu leicht verändert werden kann.) Die Erklärungen zur Notation sind mit einigen Beispielen illustriert.
Kapitel 5 wendet sich der Transformation von BPMN zu BPEL zu. Hier wird ausschließlich auf die Oracle BPA Suite und die Oracle SOA Suite eingegangen. So wurden Erweiterungen in BPMN definiert, die sich leicht in BPEL-Code übersetzen lassen. Leider wird nicht erläutert, wie und ob Standard-BPMN Processes übersetzt werden können.
Kapitel 6 erläutert noch schnell wie ein Prozess mit der Oracle SOA Suite ausgeführt werden kann, eine Rule Engine integriert oder Human Task verwendet werden könenn.
Das Buch führt gut in den Themenkomplex ein. Alle Beispiele sind auf Basis der Oracle BPA Suite erstellt. Falls der Leser aus dem Oracle BPA/BPEL Umfeld kommt, bietet das Buch einen Überblick über weitere Möglichkeiten die Oracle mit seiner Software bietet insbesondere durch die Möglichkeit ohne Medienbruch einen Business Process von der Planung bis in den Wirkbetrieb zu begleiten. Für Leser aus dem Non-Oracle Umfeld zeigt das Buch immerhin, was schon möglich ist und vielleicht auch Eigenschaften im eigenen Tool der Wahl auszuprobieren, die man bisher ignoriert hat.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
geeignet für Einsteiger und Fortgeschrittene!, 12. August 2008
Diese Buch bildet einen sehr guten Einstieg in das Thema Openafs im Zusammenspiel mit Kerberos & LDAP. Es bietet sowohl für Anfänger eine gute Übersicht mit allen Befehlen, die zum Aufbau einer Openafs-Zelle nötig sind, als auch für Fortgeschrittene gute Tipps, wie man weitere Fileserver einbindet oder Volumes dupliziert und welche Konsequenzen dies auf das Lesen und Schreiben hat (RO und RW Volumes). Sehr gefreut hat mich Beschreibungen der Backup-Funktionalität von Openafs, die in der Original-Referenz (die leider schon einige Jahre auf dem Buckel hat) nicht besonders gut zu verstehen ist.
Weiterhin deckt das Buch diverse wichtige Bausteine von Servern ab, die jeder ITler kennen sollte.
Hier die Kapitel im Detail:
Das Kapitel 1 ist eine kurze Einleitung.
Kapitel 2 schilder DNS und NTP. Hier ist die Detailtiefe (NTP-Stratumzonen) sehr beeindruckend.
Im Kapitel 3 wird Kerberos beschrieben. Dieses Kapitel reicht vom Aufbau des Servers bis zur Konfiguration der pam-Module, die für den Login verwendet werden.
Der Aufbau eines LDAPs wird in Kapitel 4 mit allen nötigen Befehlen beschrieben.
Kapitel 5 wendet sich OpenAFS zu. Es wird kurz erläutert wie ein Openafs-Server aufzubauen ist. Zusätzlich allen nötigen Befehlen werden alle Prozesse des Servers beschrieben (File Server, Salvager Server, Volume Server). Auch die Erstellung des Client-Kernelmoduls wird dargestellt, so dass dem Betrieb nichts mehr im Weg steht. Weiterhin wird das Hinzufügen von Fileservern, Duplizierung von Volumes und Backup (vos backup & butc) erläutert. Diese Informationen findet man sicher auch im Nezt, aber nirgends so gut und erklärt wie hier.
In Kapitel 6 wird Samba erläutert. Zuerst fragt man sich, was hat das mit OpenAFS zu tun, aber nach der Erstellung eines Samba-Servers wird der transparente Zugriff über Samba auf AFS beschrieben.
Bei all diesen Kapiteln wird am Ende immer darauf eingegangen wie die Server über Master/Slaves hochverfügbar gemacht werden können.
Die weiteren Kapitel handeln von DHCP, Apache, Mail, Usenet, PostgeSQL, ...
Fazit: Ein Buch das nicht nur OpenAFS begeisterte lesen sollten, da hier Hintergrundwissen geliefert wird (z.B. MPI, MOSIX) und alle nötigen Befehle bzw. Konfigurationen vorhanden sind.
Absolut gelungen!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Nichts für Praktiker, 1. Mai 2008
Der Titel des Buches gibt Grund zur Annahme, mit Hilfe des Buches könnte man über die Probleme im Umgang mit Webservices für Projekte etwas lernen. Insbesondere wird auf dem Cover betont, dass die Beiträge von "leading academic and industrial research groups" stammen. Leider fehlt absolut jeder Bezug zur Praxis und realen ("industrial") Projekten. Das Buch enthält meiner Meinung "Elfenbeinturmlyrik". Damit meine ich: Auf einem akademisch hohen Niveau werden Formeln eingeführt und Tools erzeugt, die leider in der Praxis nicht anwendbar sind.
Weiterhin sind die Artikel leider nicht allzu aktuell (Es werden zwar keine Jahreszahlen für die Veröffentlichung genannt, aber der geneigte Leser sieht dies an den aufgelisteten Referenzen < 2005 bzw 2006). Dies macht die Beiträge zum Teil selbst für akademische Interessenten nutzlos. Hier ein paar Beispiele:
* Für das Testen mit BPEL wird ein Tool namens BPELUnit eingeführt. Der Link www.bpelunit.org ist leider nicht mehr erreichbar, so dass der gesamte Artikel nutzlos ist.
* Einige Artikel setzen auf WS-CDL als die Möglichkeit zur Beschreibung von Interaktionen zwischen Webservices. Inzwischen dürfte jedoch klar sein, dass WS-CDL wohl keine große Zukunft hat.
* Ein Artikel beschreibt den Wettstreit von Petri-Netzen mit BPEL und führt eine eigene Sprache ein, die es wohl nicht gepackt hat.
Aus der akademischen Perspektive sind die Artikel sicher wertvoll, allerdings sollten diese dann in den passenden Zeitschriften veröffentlicht werden und nicht in einem Sammelband 2 Jahre zu spät an den Mann/Frau gebracht werden.
Hier mein Fazit für alle, die die Thematik Testen von Webservices interessiert: Ein Buch das weder Hilfe für Projekte im SOA-Umfeld bietet noch neue oder innovative Konzepte einführt, die in der Praxis verwendbar wären.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Eine sinnvolle Ergänzung zur offiziellen Oracle Dokumentation, 1. März 2008
Robert G. Freeman erläutert über 10 Kapitel die neuen Features der Oracle Datenbank in der Version 11g. Diese werden sehr klar und verständlich geschildert und mit passenden Beispielen versehen. Bei vielen neuen Features gibt es einen Einschub "Arup says", in denen eine Bewertung für den echten Einsatz versucht wird.
Zu den Kapiteln:
Das 1. Kapitel beschreibt die Neuerungen rund um den Installationsprozess und mögliche Upgrades. Dabei wird recht genau darauf hingewiesen von welchen Versionen ein direkter Upgrade auf 11g möglich ist. Zusätzlich werden die Änderungen in den Oracle Parametern beschrieben (New, Deprecated, Obsolete Parameters).
Im zweiten Kapitel wird ausführlich der ASM erläutert. Solche Kapitel hätte man sich schon in Oracle 10g gewünscht. Desweiteren werden sämtliche Management Features beschrieben: ADDM, AWR, Scheduler, new DDL Features...
Kapitel 3 beschreibt alle Neuerungen rund um Availability und Recovery. Dabei werden Alert.log, ADR, RMAN, Flashback, Standby und Data Pump beschrieben. Besonders gut haben mir die Erläuterungen rund um die neue Alert.log-Struktur und das neuen Kommando adrci gefallen.
Kapitel 4 und 5 über Advisors und Change Management waren nicht sehr ergiebig. Das liegt aber wahrscheinlich zum Teil sehr geringen Verbesserungen gegenüber 10g oder an meiner Meinung recht unbenutzbaren Features wie Database Replay, das eine Workload aufnehmen und wieder abspielen kann, aber immer ein Restore auf Daten auf den passenden Zeitpunkt vorraussetzt.
Im nächsten Kapitel werden die neuen Security-Features besprochen. Dies sollte man als DBA für 11g unbedingt gelesen haben, sonst wird es einige Überraschungen geben...
Kapitel 7 trägt die Überschrift BI und Warehousing und beschreibt neue Paritioning Methoden, Virtual Columns, Materialized Views und Pivot/Unpivot Clauses. Hier sind jeweils ausführliche Beispiele dargestellt, die die neuen Features gut herausstellen.
Das Kapitel 8 ist für ambitionierte SQL-Entwickler ein muss. Für die Erstellung normaler Queries und Packages findet man hier allerdings keine umwerfenden Änderungen.
In Kapitel 9 wird sehr ausführlich auf Performance eingegangen. Dies ersteckt über viele, viele neue Möglichkeiten, allerdings ein echter Fortschritt ist beim Erstellen von Statistiken zu finden. Hier können alte Statistiken wieder eingespielt werden, falls der Optimizer mit den neuen Statistiken nicht klar kommen sollte.
Kapitel 10 ist leider zu kurz geraten. Hier werden Änderungen bzgl. RAC, XMLDB und Java beschrieben. Besonders zum Themenkomplex RAC hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht.
Abschließend bleibt zu sagen, dass dieses Buch durchaus gelungen ist und die Kolumnen "Arup says" eine sehr gute Idee ist, die dem Buch den passenden Anker zur Realität bereitstellt. Im Anhang gibt Arup Nanda eine TopTen-Liste der neuen Features aus seiner Sicht. Diese stellt er zur Diskussion, da nach seiner Ansicht ein kleines, von Oracle-Marketing nicht beachtetes Feature das Non-Plus-Ultra im Betrieb sein kann. Trotzdem gibt es nur 4 Punkte in der Bewertung, da die Features zwar sehr gut beschrieben sind, aber die neuen Features nur gut und nicht umwerfend sind (dafür können die Autoren nichts, aber dies legt den Inhalt fest.).
Alles in Allem: Lesenswert!
|
|
|
|