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Rezensionen verfasst von
Frank Stefan Becker (Hamburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Russell Hobbs Illumina 20210-56 Stabmixer mit 4-farbigem Illumina Leuchtring schwarz / silber
Russell Hobbs Illumina 20210-56 Stabmixer mit 4-farbigem Illumina Leuchtring schwarz / silber
Preis: EUR 40,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 'Kochen wird zum Kinderspiel` ...., 4. Mai 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
verspricht vollmundig die Werbung und übernimmt sich damit etwas: Der Stabmixer erfüllt gut seine Pflicht - er schnitzelt diverses klein und verrührt es -, aber das war es auch schon; ein Schneebesen fehlt. Hier muss man nochmals 10 drauflegen, um dieses sinnvolle Ergänzungsteil zu bekommen, was angesichts des bereits eher im gehobenen Preissegment angesiedelten Produktes enttäuscht. Darüber kann auch der vom Hersteller betonte ,echte Hinkucker` in Form des farbig aufleuchtenden Ringes zur Geschwindigkeitsanzeige nicht hinweg trösten. Das ist eher eine nette Ergänzung als ein entscheidender Vorteil, während der Schalter zur Regelung der Geschwindigkeit etwas unglücklich angebracht ist.
Optisch ist das Gerät gelungen, liegt gut in der Hand und das Messer lässt sich leicht reinigen (auch ohne Spülmaschine). Mit 700 Watt ist genügend Kraft vorhanden und die Schärfe des Messers überzeugt - ob es tatsächlich so viel länger scharf bleibt als etwaige Produkte der Konkurrenz muss sich zeigen.


40 Stunden: Thriller
40 Stunden: Thriller
von Kathrin Lange
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal anders herum ...., 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: 40 Stunden: Thriller (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zum Inhalt ist hier schon alles gesagt, was notwendig und noch möglich ist, um das Buch ohne Beeinträchtigung der Spannung zu beschreiben - deshalb verzichte ich darauf.

Der durchaus bedenkenswerte Ansatz, dass sich religiöser Fanatismus keineswegs auf Anhänger des Islam beschränken muss, mag uns eher aus Ländern wie den USA mit ihrem blühenden Sektenwesen geläufig sein - von den perversen Selbstkreuzigungen auf den Philippinen (nicht im islamischen Indonesien) ganz zu schweigen. Warum sollte solch selbstquälerischer Wahn nicht auch in Deutschland vorkommen können - zumindest literarisch? Schließlich blüht in Skandinavien ein Krimigenre, das behäbige Kleinstädte mit einem Ausmaß an perversen Morden ausstaffiert, das für soziale Brennpunkte wie Lagos oder Detroit mehr als ausreichend wäre, ohne dass die Leser ob dieser Unlogik die Lust an den entsprechenden Autoren verlieren würden ...
Ich gebe jedoch zu, dass ich mir dennoch die gleiche Frage gestellt habe wie Polizist Paul: ,Eine einfache Zeitschaltuhr würde genügen, um seine Ziele zu verfolgen. Ein simpler Countdown. Warum die Kreuzigung? Warum vierzig Stunden?` (S. 95). Nun, vielleicht weil die Zahl 40 in der Bibel oft synonym für "viel" steht? (Was aber im Buch nicht thematisiert wird.)
Oder einfacher: Es ist ein Thriller und der soll vor allem spannend unterhalten - was das Buch sicher tut - ich habe keine 40 Stunden für die Lektüre gebraucht! Auch die Hauptfigur Faris bewegt sich zwar im derzeit angesagten Rahmen des Typs ,schwer traumatisierter Polizist`, ist aber dennoch sympathisch und die anfangs etwas abseits scheinenden Nebenhandlungen tragen zuletzt doch noch zum Fall bei. Über den Täter, dessen Motiv mich nicht so ganz überzeugt hat, will ich hier nichts weiter verraten - hier habe ich aber bei allen Krimis/Thrillern ein gewisses Problem, so dass das vielleicht an mir liegen mag.
Insgesamt ein spannendes Buch, auf dessen Fortsetzungen - und wie es mit dem Ermittler Faris weiter geht - man sich freuen kann!


Alzheimer und Demenz: Basiswissen für Betroffene und Angehörige (HERDER spektrum)
Alzheimer und Demenz: Basiswissen für Betroffene und Angehörige (HERDER spektrum)
von Isabella Heuser
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Guter Überblick, der aber oft auf dem Niveau von 'Erwähnungswissen' bleibt, 19. Januar 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Man merkt dem Buch an, dass es von einer fachkundigen Ärztin geschrieben ist: Eine Reihe illustrativer Fallbeispiele erläutert die verschiedenen Formen der Demenz (die sich keineswegs auf die gefürchtete Alzheimerkrankheit beschränken, auch wenn diese fallzahlenmäßig dominiert), im Text finden sich die relevanten medizinischen Fachausdrücke (die hinten in einem Glossar erklärt werden), und auch die Untersuchungsmethoden, mit denen bestimmt werden kann, um welche Art von Erkrankung es sich handelt, werden gut dargestellt. Hilfreich ist der Hinweis auf möglichst frühes Erkennen, da oft gar nicht die gefürchteten intellektuellen Einbußen zuerst spürbar werden, sondern praktische Orientierungsschwierigkeiten im Alltag.
Da allerdings z.B. Alzheimer beim Sichtbarwerden schon eine 20 bis 30-ig jährige Erkrankungs-Vorgeschichte hat, bleibt man als Leser etwas ratlos zurück: Wenn merkbar, ist es eigentlich schon zu spät, mehr als verzögernde Medikamente gibt es nicht und zu den auslösenden Faktoren erfährt man von der sich hier vorsichtig gebenden Autorin auch nicht viel: In wenigen Fällen eindeutig genetische Disposition, ansonsten vielleicht genetisch begünstigende Faktoren, aber 'nix Gnaues weiß man net', wie der Bayer sagen würde.

Sicher ist nur, dass die Wahrscheinlichkeit mit steigendem Alter zunimmt - was das aber für eine Gesellschaft mit immer weniger Jungen und mehr Alten auch ökonomisch bedeuten kann, wird kaum mehr als erwähnt. Auch Heilungsmethoden sind nicht in Sicht, mehr Forschung wird gefordert - sicher richtig, aber es lässt einen als Leser doch mit dem Gefühl zurück, dass viel erwähnt, aber weit weniger konkret ausgesagt wird.


Das Charisma-Geheimnis: Wie jeder die Kunst erlernen kann, andere Menschen in seinen Bann zu ziehen
Das Charisma-Geheimnis: Wie jeder die Kunst erlernen kann, andere Menschen in seinen Bann zu ziehen
von Olivia Fox Cabane
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weit mehr als ein Leitfaden für Blender und Aufschneider, 17. Januar 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich kann mich der Meinung einiger Rezensenten, die dieses Buch quasi als Leitfaden für substanzloses Selbstmarketing betrachten, nicht anschließen. Auch die Befürchtung, dass bei konsequenter Anwendung der Ratschläge nichts verbessert würde, da diese ,nur solange wirkungsvoll sind, wie es nicht alle machen`, geht an der Realität vorbei - mit diesem Argument ließe sich z.B. auch jedes Schachlehrbuch verwerfen.
Kein gut gemachter Ratgeber ist jedoch in einem konkurrenzintensiven Umfeld sinnlos, da erfahrungsgemäß nur eine Minderzahl derjenigen, die potenziell davon profitieren könnten, sich auch tatsächlich die zusätzliche Mühe macht, ein solches Buch zu kaufen, zu studieren und die Ratschläge umzusetzen. Und das sind dann diejenigen, die zu Recht davon profitieren!
Ein zweiter, in meinen Augen aber noch weit wichtigerer Nutzen des Buches ist seine Funktion als ,Augenöffner` für all diejenigen, die sich fragen, warum sie trotz guter Leistungen bisher nicht die gebührende Anerkennung fanden. Sie gleichen in meinen Augen einem Koch, der zwar nahrhafte, jedoch nicht schmackhafte Gerichte zubereitet - und beides ist heute erforderlich! (Dies gilt auf jeder Hierarchieebene, keineswegs nur in einer Vorgesetztenposition). Denn oft ist es tatsächlich die mangelhafte Zubereitung = Aufbereitung = Darstellung der eigenen Leistung, die den verdienten Erfolg verhindert. Wir leben nicht mehr in einer Gesellschaft, in der es einfach nur auf die Befriedigung der elementaren Bedürfnisse ankommt, sondern in einem konkurrenzintensiven Umfeld, in dem der ,Zusatznutzen` über den Erfolg entscheidet. Niemand bezahlt z.B. die überhöhten Apple-Preise, nur um einen mp3-Spieler zu haben - Design, Benutzerfreundlichkeit und Image sind entscheidende Kriterien. Dieses Bewusstsein zu schärfen und zugleich Handreichungen zu geben, wie man es besser machen (oder zumindest die gröbsten Fehler vermeiden) kann, ist die Hauptstärke des Buches. Denn die von O. Fox Cabane gleich zu Beginn genannten Hauptfaktoren für Charisma - Präsenz, Macht und Wärme - sind weit mehr als nur schaumschlägerische Attribute - sie sind grundlegende Elemente erfolgreicher Menschenführung. Auch die Tipps für den unwiederholbaren ersten Eindruck, für fesselnde Vortragstechniken und den Umgang mit Kritik (um nur einige Kapitel des Buches zu nennen) sollten zum Grundwissen jedes Menschen (nicht nur von Angestellten!!) gehören.
Natürlich ist das Buch sehr amerikanisch - mit viel Selbstlob angereichert, sehr überzeugt von der eigenen Position - aber dennoch ein Ratgeber, der sein Geld wert ist.


Berufsziel: Römischer Kaiser - Ausbildung Bewerbung Karriere
Berufsziel: Römischer Kaiser - Ausbildung Bewerbung Karriere
von Stephan Berry
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, informativ und fachkundig geschrieben, 4. Januar 2014
Zum Inhalt wurde hier schon genug gesagt - deshalb nur einige Anmerkungen:
Die Darstellung historischer Zusammenhänge in moderner Sprache geht leider oft schief, wie man an manchen historischen Romanen leidvoll erleben muss (wenn z. B. im 3. Jh. der 'Vamp' zur 'Party' geht...)

Hier dagegen macht gerade der Gegensatz zwischen modernem Personaler-Slang (Work-Life-Balance, Performance, Fashion-Sünden) und den dargestellten, gründlich recherchierten Überlieferungen zu den Kaisern den Charme des Buches aus. Diese - in deutschen Akademikerkreisen sonst eher verpönte - Darstellungsweise hilft dabei, die Brücke zur Moderne zu schlagen und schmunzelnd die Parallelen zwischen den Verhaltensweisen antiker und heutiger Führungskräfte zu erkennen. Denn eine gewisse Flapsigkeit der Sprache, vermischt mit einem Schuss Ironie, pustet in wohltuender Weise den Staub von der ehrwürdigen Antike. Und als jemand, der sich seit über vier Jahrzehnten mit den Römern und seit über einem Jahrzehnt intensiv mit Personalthemen befasst hat kann ich jedem Zweifelnden versichern, dass das ,BRK`, wie es im Nachwort genannt wird, durchaus auch als heutiger Karriereratgeber tauglich ist. Denn mit ein wenig Phantasie lassen sich Ratschläge wie der Folgende auch zur Vermeidung heutiger Bewerberfehler adaptieren:
,Damit sich Ihr zukünftiger Arbeitgeber ein Bild von Ihnen machen kann, sollten Sie Ihrer Bewerbung eine Statue von hoher künstlerischer Qualität beifügen. Denn auch in diesem Fall gilt: Wer hier spart, spart an der falschen Stelle!` (S. 120).
Viel Spaß!


Die frühchristlichen Kirchen in Rom: vom 4. bis zum 7. Jahrhundert Der Beginn der abendländischen Kirchenbaukunst
Die frühchristlichen Kirchen in Rom: vom 4. bis zum 7. Jahrhundert Der Beginn der abendländischen Kirchenbaukunst
von Hugo Brandenburg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 79,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ideales Geschenk: Für Rom-Kenner ein Genuss ..., 2. November 2013
... und für Rom-Neulinge eine Fundgrube, um sich auf eine Fülle ganz besonderer Sehenswürdigkeiten einzustimmen. Denn während man antike Bauten oder Kirchen des Mittelalters bis zum Barock auch in anderen Städten finden kann (und diese im Falle Roms in jedem üblichen Reiseführer beschrieben werden), ist die Konzentration spätantiker bis frühmittelalterlicher Gotteshäuser in der Ewigen Stadt einzigartig. Im Buch von H. Brandenburg, das jetzt in der dritten Auflage erscheint, werden sie in einer Weise präsentiert, die weder ästhetisch (von den Fotos her) noch inhaltlich (ausführlicher Text und erläuternde Zeichnungen im Anhang, Quellen- und Literaturverzeichnis) Wünsche offen lässt - wie ich nach einem zehntägigen Romaufenthalt Ende September 2013 mit genau diesem Schwerpunkt bestätigen kann. Selbst Kirchen, die wie z.B. der Petersdom zwar antike Gründungen sind, aber später neu erbaut bzw. barockisiert wurden, werden ausführlich behandelt; im Falle des Petersdom zeigen die Abbildungen z.B. die schwer zugänglichen Ausgrabungen der frühchristlichen Nekropole unter dem Dom.
Nach einer Einführung in die Vorgeschichte der christlichen Kultbauten orientiert sich der Aufbau des Buches weitgehend an der chronologischen Entstehung der Kirchen, schließt auch Bauwerke ein, die heute nur noch Ruinen sind, nicht als Kirche erbaut wurden (z.B. Pantheon, Curia) oder nicht mehr existieren, und behandelt folgende Themen:

Die Frühzeit des christlichen Kultbaues
Die konstantinische Zeit (Lateransbasilika mit Baptisterium)
Märtyrer-und Memorialkirchen der Konstantinischen Zeit
Die Konstantinische Baupolitik und die Bischöfe
Die ersten Kirchen der Stadt
Die Theodosianische Paulsbasilika
Die päpstlichen und privaten Kirchenstiftungen des späten 4. und frühen 5. Jh. in der Stadt
Die Gemeindekirchen und päpstlichen Stiftungen der ersten Hälfte des 5. Jh.
Die Kirchenbauten der 2. Hälfte des 5. und des 6. Jh.
Ländliche Pfarrkirchen vor den Toren der Stadt

Was in dieser Aufzählung nüchtern anmutet, wird durch die ausgezeichneten Abbildungen mit Leben erfüllt - vor allem, da man viele Mosaike vor Ort gar nicht in dieser Qualität (Perspektive, Detailliertheit, Beleuchtung) betrachten kann, von der zusätzlichen Dimension der Luftaufnahmen ganz zu schweigen. Der Begleittext ist eher wissenschaftlich gehalten und erwähnt die dramatischen politischen Veränderungen, die die Stadt zwischen dem 4. und dem 7. Jh. durchlitt, nur am Rande; von daher sollte man zur Ergänzung z.B. R. Krautheimers ,Rom -Schicksal einer Stadt` oder Gregorovius` Stadtgeschichte zu Rate ziehen. Erst dann wird die Einzigartigkeit der Kirchen so richtig deutlich - künstlerische Meisterwerke, die selbst noch in einer Zeit geschaffen wurden, als das Imperium zusammenbrach und die Hauptstadt geplündert und verwüstet wurde (z.B. S. Maria Maggiore, S. Stefano Rotondo).
Allein schon beim Durchblättern regt der Bildband zum Besuch auch weniger bekannter Bauwerke an, die bei einem kurzen Romaufenthalt oft ausgelassen werden, da sie teilweise etwas abgelegen sind, aber unbedingt einen Besuch lohnen. Dies gilt für die architektonisch hochinteressanten Rundkirchen S. Costanza und S. Stefano Rotondo; aber auch für Kirchen wie S. Prassede, S. Pudenziana, S. Sabina oder San Lorenzo fuori le mura mit dem phantastischen, aus antiken Spolien erbauten Chor. (Dass gerade diese Kirche durch die päpstliche Reaktion auf den Bombentreffer vom 19.7.1943 auch politische Bedeutung gewann, sei hier nur am Rande erwähnt). Besonders gefreut hat mich die ausführliche, großformatige und detailreiche Bebilderung des grandiosen Apsismosaiks in SS. Cosma e Damiano - einer Kirche am Forum, deren Baugeschichte (Adaption eines antiken Verwaltungsbaus) exemplarisch die Transformation des heidnischen in das christliche Rom widerspiegelt.
Nun ist leider nichts vollkommen, so dass auch bei diesem Buch einige Verbesserungen zu wünschen wären: So war es die persische Dynastie der Sassaniden, die um 257 n. Chr. den römischen Außenposten Doura Europos angriff (S. 13), nicht die drei Jahrzehnte zuvor gestürzten Parther (obgleich die Römer damals diesen Unterschied nicht machten).
Auf S. 233, 275 und 276 wird zwar eine als ,Basilica Julia/Julii` bezeichnete Kirche erwähnt, angeblich am Traiansforum gelegen und bei der Goteneroberung 410 abgebrannt. Doch Informationen dazu sind nirgendwo zu finden, und im Plan auf S. 348 ist zwar eine Kirche dieses Namens eingezeichnet, doch weit westlich außerhalb der Stadt.
Leider hat auch an verschiedenen Stellen des Buches das Endlektorat geschlampt, da unvollständige Zeilen, falsche Trennungen und Satzfehler durchgerutscht sind.
Dies alles sind jedoch Kleinigkeiten, die den Wert des Buches in keiner Weise mindern, und die hier nur erwähnt seien, um sie bei der nächsten Auflage verbessern zu können.

Insgesamt ein rundum empfehlenswerter Bildband, der die Lücke zwischen Antike und Mittelalter schließt. Die hochwertige Aufmachung rechtfertigt den Preis und macht das Buch zugleich zum idealen Geschenk für jeden Rombegeisterten - für Freunde oder natürlich auch für sich selbst! Weihnachten steht ja immer so plötzlich vor der Türe....
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2013 7:39 PM CET


Rom: Der archäologische Führer
Rom: Der archäologische Führer
von Filippo Coarelli
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spurensuche für Interessierte, 11. August 2013
In wohl kaum einer anderen Stadt wurden über zweieinhalb Jahrtausende so viele Monumentalbauten errichtet, umgebaut, zerstört, überbaut, zweckentfremdet, zuletzt aus alten Strukturen herausgeschält und ausgegraben wie in Rom. Dies gilt besonders für zentrale Brennpunkte römischer Geschichte wie das heute überbaute Kapitol, das Forum Romanum, die Kaiserforen und den Palatin, einst Sitz der Machtelite. Dementsprechend verwirrend kann es sein, als Fremder an Ort und Stelle vor einem Trümmerfeld zu stehen, dessen Strukturen man sieht, ohne sie aber begreifen, deuten und in ihrer historischen Abfolge einordnen zu können. Für Geschichtsinteressierte, die sich in diese Situation nicht einfach resigniert abwenden wollen, bietet Coarellis Buch eine wertvolle Orientierungshilfe: Nicht nur, dass es die Entstehungsgeschichte kurz zusammengefasst vermittelt; durch viele, z.T. sehr detaillierte Pläne und kleine Rekonstruktionszeichnungen lässt sich ein Eindruck von den oft bis ins frühe Mittelalter bestehenden und erst dann dem Steinraub (und nicht dem früheren Wüten der Barbaren) zum Opfer gefallenen Monumenten gewinnen - für die letzten Abrissaktionen war ironischerweise das Zwanzigste Jahrhundert in Gestalt des sich sonst auf das Imperium berufenden Mussolini verantwortlich!
Damit ist auch die Zielgruppe Coarellis klar: Wohl kaum der Erstbesucher der Stadt, der seine Aufmerksamkeit vorrangig den noch eindrucksvoll aufragenden Sehenswürdigkeiten widmen dürfte, die in dem Buch (mit Ausnahme der Traianssäule, des Kolosseums und des Konstantinsbogens) nicht im Vordergrund stehen. Selbst das im Buch unter ,Benutzerhinweise` angesprochene ,breite Publikum`, dürfte nicht die primäre Zielgruppe bilden, sondern die an einer vertieften Beschäftigung mit der Geschichte interessierten Besucher. Diesen wird es allerdings auch negativ auffallen, dass eine Reihe von Flüchtigkeitsfehlern dem Lektorat entgangen sind: Weder fand der Neronische Brand Roms um 64 vor Chr. statt (S. 17), noch werden die im Register aufgeführten Stätten auch unter den vermerkten Seitenzahlen behandelt - und dies nicht als Einzelfall, sondern geradezu endemisch! Diese Nachlässigkeit verträgt sich nicht mit dem Anspruch von Buch (und Verlag), sodass leider nicht die volle Sternzahl gegeben werden kann.
Positiv zu erwähnen sind dafür das Glossar mit der Erläuterung wichtiger Begriffe sowie das den Bedarf des normalen Lesers gewiss weit überschreitende Literaturverzeichnis.


Das geraubte Leben des Waisen Jun Do: Roman
Das geraubte Leben des Waisen Jun Do: Roman
von Adam Johnson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Orwell, Kafka und Solschenizyn, 2. Juni 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
... könnten bei diesem Buch Pate gestanden haben - vereint es doch Elemente aus Orwells totalitärer Gesellschaftsvision (1984), Kafkas emotionslos-stringenter Beschreibung der Hinrichtungsmaschinerie (In der Strafkolonie) sowie Solschenizyns bedrückender Detailschärfe bei der Schilderung eines ,guten` Arbeitslagertages (Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch). Der Maßstab dieser Klassiker sei mir erlaubt, da das Buch schließlich den Pulitzerpreis gewann - im Vergleich zu den drei erwähnten Büchern jedoch auch deutlich zurück bleibt.
Meinem Empfinden nach ist die Hauptschwäche die fast durchgängig fehlende emotionale Tiefe der Hauptfigur Jun Do, die zwischen Opfer des Systems und kritiklosem Erfüllungsgehilfen hin und herschwankt. Angedeutet wird zwar die trostlose Diskrepanz zwischen dem elenden Leben der von jeder Information über die Außenwelt abgeschnittenen Bevölkerung und der in der Hauptstadt herrschenden, im Luxus lebenden Elitekader. Doch Jun Dos wechselhaftes Schicksal (Waise, Volksheld, Verhöropfer, wieder Held, Lagerinsasse, falscher Kader, Folteropfer) berührte mich als Leser nicht so, wie es eigentlich hätte sein müssen. Dazu ist die Hauptperson einfach zu emotionslos, innerlich zu unbeteiligt. Die Verhöre - weit weniger eindringlich geschildert als z.B. die Rattenszene in 1984 - erträgt Jun Do dank Schmerztrainings (zumindest in der Schilderung) relativ gelassen. Auch sein Entkommen mit Hilfe falscher Identität wird spannungsfrei in einer Rückblende erzählt - was die Szene im Übrigen auch nicht glaubhafter werden lässt, ebenso wenig wie die scheinbar herzliche Aufnahme des falschen Kommandanten durch den großen Führer, sowie seine Begegnung mit der Frau seiner Träume. Unwahrscheinlich, wenn auch mit skurrilen Elementen angereichert, ist ferner die Reise nach Texas, ebenso der ,Gegenbesuch` der Amerikaner in Nordkorea. Die im zweiten Teil unmotiviert eingeführten Perspektivenwechsel von Jun Do zu einem der Verhörexperten und zurück machen die Geschichte noch etwas verwirrender und schaffen erneute Distanz zum Protagonisten. Dementsprechend unglaubhaft ist dann das gemeinsame Ende von Jun Do und seinem Gegenspieler. Auch die eingestreuten Propaganda-Lautsprechertexte sind so absurd, dass sie - vor allem am Schluss - dem Ganzen eher den Hauch einer absurden Slapstick-Komödie verleihen - was den Charakter des Regimes zwar der Lächerlichkeit preisgibt, zugleich aber auch verharmlost..

Dem Verkaufserfolg des Buches hat das nordkoreanische Säbelrasseln im Frühjahr 2013 sicher gut getan, doch wird die Geschichte meinem Empfinden nach dem Schrecken des Regimes nicht wirklich gerecht. Dazu hätte man sich im Nachwort eine Erläuterung gewünscht, was der Autor von seinem Besuch (wie lange? Nur als offiziell begleiteter Tourist?) mitgebracht und vom wem sonst an Fakten und Details erfahren hat, die dann in der Geschichte ihren Niederschlag gefunden haben - offenbar ist das in der englischen Originalversion vorhanden, aber in Deutschland weggelassen worden. Dafür sollte es eigentlich zwei Sterne Abzug geben - schließlich lebt das Buch ja von dem Anspruch, sich auf eine ferne, uns unbekannte Realität zu beziehen. Dank ansonsten schöner Aufmachung und der zum Teil fast poetischen Sprache dann doch in meinen Augen noch 4 Sterne.


Panasonic SC-NE3EG-K Wireless Lautsprecher (40 Watt RMS, Bluetooth, DLNA, Airplay, AUX) schwarz
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Wird angeboten von COM-FOUR Computer Vertriebs GmbH
Preis: EUR 137,46

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer als Windows-PC-Besitzer genügend Zeit und Geduld hat ..., 24. Mai 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
...der schafft es auch, den Lautsprecher mit dem PC zu betreiben und wird mit einem ordentlichen Klangerlebnis belohnt - und mit der Möglichkeit, die auf der Festplatte (oder CD im Laufwerk) gespeicherte Musik jenseits der üblichen Kabelreichweite in Partylautstärke genießen zu können. (Wie das geht, erläutere ich gleich).
Vor dieses Erfolgserlebnis haben die Götter aber den Schweiß gesetzt - bei mir vorsichtig gerechnet 2 Stunden. Hätten mich nicht der Ehrgeiz sowie das Pflichtbewusstsein als vine-Tester bei der Stange gehalten, wer weiß ob ich das Ding nicht wieder zurück geschickt hätte! Doch alles der Reihe nach:
Beim Auspacken ein positives Erlebnis: Wenig zum Zusammenbauen, relativ ausführliche Gebrauchsanweisung in zwei Versionen, offensichtlich vielfältige Übertragungsmöglichkeiten.
1) Per Cinch-Audiokabel (aus eigenem Besitz, da nicht dabei) den Kopfhörerausgang des PC mit dem Aux-Eingang des SC-NE3 verbunden: Läuft sofort.
2) Samsung Smartphone mit Bluetooth verbunden: Läuft ebenfalls sofort.
3) Versuch des Anschlusses meines neuen Samsung PCs (Windows 8) mit den Router über WPS: Scheitert.
4.) Jetzt mein PC mit Bluetooth. Erstmal - wo ist hier Bluetooth?. Dazu Windows-Taste, (3.v. links unten) gleichzeitig mit W gedrückt, in Einstellungen-Suchfenster "Bluetooth" eingegeben, dort dann "Bluetooth Netzwerkgeräte anzeigen" gestartet, "Gerät hinzufügen". PC findet auch den SC aber unter der Bezeichnung "Panasonic NE3 e7714a", bringt zugleich die entmutigende Meldung: "Nicht für Windows zertifiziert". Und natürlich kommt auch kein Ton aus dem Lautsprecher.
Alles probieren bleibt vergeblich, Mail an Panasonic support (ue.audio@panasonic.inexso.net) mit der Frage, warum das mit Windows nicht geht (die Gebrauchsanleitung ist tatsächlich extrem smartphone- und apple-lastig); schon 4 Tage später die tröstende Antwort: "Bezug nehmend auf Ihre Anfrage teilen wir Ihnen mit, dass es sich bei der Fehlermeldung lediglich um eine Anzeige Ihres PC's handelt, dass die Anlage nicht speziell für Windows zertifiziert ist. Haben Sie die Bluetooth Paarung jedoch korrekt vorgenommen, steht einer Nutzung von Bluetooth Ihres PC's und des SC-NE3 jedoch nichts im Weg. Die Funktionalität ist also auch bei Anzeige der genannten Fehlermeldung gegeben. Nehmen Sie ggf. die Bluetooth Kopplung wie auf Seite 11 der SC-NE3 Bedienungsanleitung vor." Zu Sicherheit nochmals alles aufgebaut und es versucht: Wieder vergeblich, kein Mucks. Eine Stunde Herumprobieren, dann die Lösung:
Bei Bluetooth mit der Funktion "einem persönlichen Netzwerk beitreten" tatsächlich den SC-N3 gefunden - ist laut Anzeige als Verbindung aktiv, doch wieder kein Ton !!!!! Erneuter Kampf mit diversen Fehlerbeschreibungen, zuletzt einen Ausweg gefunden: Wieder Windows-Suchfunktion, dann "Sounds" aufgerufen: Dort dann unter "Wiedergabe" den SC-NE3 als "Standardgerät" angewählt - und TON KOMMT! (zwar sind dann Kopfhörerausgang sowie PC-Lautsprecher stumm, aber das kann man ja wieder umstellen).
Nach der ganzen Plagerei frage ich mich nun wirklich, warum eine Weltfirma nicht eine Gebrauchsanleitung liefern kann, die für Windows-PCs (90% des PC-Markts) tauglich ist - und dazu vor Drucklegung einfach mal einen Normalsterblichen mit einem PC hinsetzt und testen lässt, ob der Text verständlich ist. Was soll ich denn mit solchen kryptischen Sätzen wie: "Schalten Sie die Bluetooth-Funktion des Geräts ein und stellen sie das Gerät in der Nähe des Geräts auf."
Jetzt hoffe ich nur, dass meine Tipps wenigstens hilfreich für andere Benutzer waren und ihnen das Leben etwas leichter gemacht haben ....
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 30, 2013 10:46 PM MEST


Tatort Antike: Berühmte Kriminalfälle des Altertums
Tatort Antike: Berühmte Kriminalfälle des Altertums
von Cornelius Hartz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Polizei und Detektive, 11. März 2013
Tatort - das weckt Assoziationen an Polizisten, die zum Schauplatz eines Verbrechens eilen und Ermittler, die in mühseliger Kleinarbeit den Hergang aufklären. Genauso war es in den gut anderthalb Jahrtausenden, die dieses Buch behandelt, jedoch nicht: Weder gab es in der Antike eine allgemeine staatliche Polizei, deren Aufgabe die Verbrechensbekämpfung war, noch gar Ermittler, die den Täter mit Hilfe von Indizien überführen. Auf diese Errungenschaft des späten 19. Jahrhunderts - zuerst in E.A. Poes Erzählung "Der Mord in der Rue Morgue" beschrieben, später durch Sherlock Holmes Analysen weltbekannt geworden - musste man früher verzichten. Zeugen, ein (meist erzwungenes) Geständnis oder Gottesurteile waren die oft zweifelhaften Mittel der Schuldfeststellung; im Rom der Oberschicht auch häufig das glanzvolle öffentliche Rededuell.
Trotz (oder vielleicht gerade auch deswegen) ist das Buch mit seiner weit gespannten Sammlung eine spannende Zeitreise zu so unterschiedlichen Fällen wie den Toden von Tutanchamun, Sokrates, Cäsar, Jesus, Konstantins Söhnen oder der heidnischen Philosphin Hypatia, deren grausames Ende durch einen fundamentalistischen christlichen Pöbel die Antike beschließt. Dazwischen finden sich Prozesse wegen Betrug, Verleumdung oder des Einschleichens in eine religiöse Zeremonie in Frauenkleidern. Sie rätseln, wer das sein könnte? Dann lesen Sie das Buch!
Antike Textstellen zu den einzelnen Prozessen, Verweise auf moderne Rezeption des Themas in bildender Kunst oder Literatur sowie eine Literaturauswahl runden die Zusammenstellung sinnvoll ab.


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