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Top-Rezensenten Rang: 5.939
Hilfreiche Bewertungen: 235

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Rezensionen verfasst von
Dominik

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Zu lieben und zu sterben: Roman
Zu lieben und zu sterben: Roman
von Andrea Molesini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2.0 von 5 Sternen Hat mich nicht berührt/abgeholt, 24. Juni 2016
Vorab: Der Autor hat sich in die Geschichte des letzten Kriegsjahres des Ersten Weltkrieges umfassend eingearbeitet. Das nämlich ist dem Buch anzumerken. Der Roman ist eingebettet in die Geschehnisse in jenem Teil Norditaliens, der ab der Schlacht von Karfreit (Herbst 1917) von den Deutschen und Österreichern besetzt war. Reihenweise tauchen Namen von historischen Persönlichkeiten und Orten jener Zeit auf.
Problem ist halt nur, dass hier ein Roman zu bewerten ist, und kein historisches Sachbuch. Folglich rückt die eigentliche Story in den Mittelpunkt der Bewertung, beziehungsweise die handelnden Protagonisten. Vor allem dreht es sich dabei um einen jungen Mann an der Schwelle zum Erwachsenenalter, der - laut Buchbeschreibung - innerhalb weniger Monate "zu lieben und zu sterben" lernt. (ACHTUNG: SPOILER folgt)
Doch eben genau das passiert gerade nicht. Denn der Pubertierende ist zwar hinter seiner Cousine her und will sie, doch hat das mit Liebe recht wenig zu tun. Er begehrt vielmehr ihre - Originalzitat aus dem Buch: - "Spalte". Dann sollte man aber bitte schön auch als Italiener nichts von "Liebe" schwafeln, sondern gleich "Sex" schreiben. Als dann am Schluß aus den beiden - Überraschung, Überraschung - nichts wird, erklärt der junge Mann gar, eh nie für immer geplant zu haben. Sorry, aber für mich sieht eine erste Liebe anders aus.
Und mit dem "sterben" klappt es auch nicht wirklich. Vielmehr lernt er zu töten - auch wieder etwas elementar anderes als "sterben".
Das ganze war dann auch noch - für mich persönlich - so langweilig aufgezogen, dass ich hoffte, wenigstens der Schluß würde es noch reißen. Denn am Ende will man ja immer wissen, was aus den einzelnen Protagonisten wurde. Doch auch hier: Fehlanzeige. Man erfährt nicht einmal, was aus der Cousine wurde, die doch so heiß begehrt gewesen war. Und auch nicht, was der junge Mann nun für Schlüsse aus seinen Kriegserlebnissen gezogen hat. Schade!
Wer einen ähnlichen Roman will, der aber - meiner Meinung nach - besser aufgezogen ist, der greife besser hier zu:
Alles Licht, das wir nicht sehen: Roman


Toni Rothmund: Glas
Toni Rothmund: Glas

5.0 von 5 Sternen Ein Historienroman alter Schule über einen jungen Glasmacher und sein Handwerk, 21. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Toni Rothmund: Glas (Gebundene Ausgabe)
Der in Baden heimisch gewordenen Schriftstellerin Toni Rothmund (1877-1956) ist mit diesem Buch etwas Seltenes gelungen: Nämlich die erfolgreiche Vereinigung verschiedener Genres. Halb Historienroman, halb Liebesgeschichte, mit einer Prise Märchen - so würde ich es beschreiben. Und sie beweist auch, sich eine Menge Wissen über die traditionelle Waldglasherstellung angeeignet zu haben, dass sie in dieses Buch mit einfließen ließ.

Inhalt: Ein junger Glasmacher aus dem Schwarzwald verliebt sich in eine hohe Dame, die es allerdings in die weite Welt zieht. Darum verlässt denn auch der Glasmacher die heimische Glashütte im Schwarzwald und geht nach Nürnberg, ein Zentrum der Glasmaler und -veredeler, wo er seine Fertigkeiten ausbaut, ein dunkles Geheimnis erfährt und sich wieder verliebt. Da sein Aufenthalt und auch seine Liebe tragisch enden, verschlägt es in die "Hauptstadt" europäischer Glaskunst - nämlich Venedig. Dort trifft er jene hohe Dame wieder, die inzwischen unglückliche Frau eines angesehenen Venediger Glasmacherfabrikanten ist. Alles steuert nun auf einen "Showdown" zu, nachdem entschieden sein wird, wer nun mit wem glücklich sein wird und ob der junge Glasmacher endlich das lange gesuchte Geheimnis des Rubinglases wird lüften können...

Fazit: Ein wunderschöner alter deutscher Roman, wie aus einer längst vergangenen, aber doch irgendwie vertraut wirkenden Zeit. Die Autorin konnte was - und es ist schade, dass ihre Werke nicht mehr neu verlegt werden. Doch so ist es ja schon so manchem guten, aber eben nicht weit genug bekannt gewordenen Autoren gegangen...


Eine deutsche Division in Russland und Italien. Die 305. Infanteriedivision 1941 - 1945
Eine deutsche Division in Russland und Italien. Die 305. Infanteriedivision 1941 - 1945
von Friedrich Wilhelm Hauck
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Jeden Cent wert!, 15. Juni 2016
Ich forsche schon seit Jahren aus familiengeschichtlichen Gründen zur 715. Infanterie-Division, zu der es zwar Unterlagen im Bundesarchiv-Militärarchiv (Freiburg) gibt, aber keine eigene Divisionsgeschichte/Divisionschronik. Daher bin ich ausgewichen auf jene Verbände, die bei/neben der 715. I.D. im Einsatz waren. So stieß ich auf die 305. Infanterie-Division, deren Divisionskommandeur nach dem Krieg (1975) eine Chronik seiner Division verfasst hatte.

Dieses Werk ist jeden Cent wert. Auf über 460 Seiten folgt man dem Weg der Division durch den Krieg. Und man merkt, dass hier jemand geschrieben hat, der sich - logischerweise - in militärischen Dingen absolut auskennt und vermutlich auch Zugriff auf alle militärischen Akten und Aufzeichnungen hatte. Immer wieder werden ehemalige Untergebene zitiert, was darauf hindeutet, dass der Autor auch noch Jahrzehnte nach dem Krieg mit diesen in Kontakt stand und sie befragt hat. Das Buch lässt sich auch sehr gut lesen, was beweist, dass Generäle auch schreiben können. Es finden sich auch viele Bilder, doch der wahre Schatz sind die unzähligen Skizzen, die anscheinend vom Autor handgezeichnet wurden. Eine solch umfangreiche Ausstattung mit Karten und Skizzen findet sich heute nur noch sehr, sehr selten.

Ich konnte logischerweise nur von jenen Teilen des Buches profitieren, die sich am Rande auch mit der 715. I.D. beschäftigten. Trotzdem kann ich das Buch - und den Autor - nur in höchsten Tönen loben. Er hat hier etwas geschaffen, was bleiben wird...


Und doch ist es Heimat
Und doch ist es Heimat
von Jochen Metzger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auch wenn mir klar ist, ein Minderheitenvotum abzugeben und ich weiß, dass der Autor hier mitliest..., 22. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Und doch ist es Heimat (Gebundene Ausgabe)
...muss ich leider sagen: Mir gefällt das Buch überhaupt nicht. Es geht schon mit dem Prolog los, der weder per Überschrift noch per Zeitangabe als solcher gekennzeichnet wird. Der Leser muss sich selbst in die Geschichte reinfinden, sich selbst klar werden, wann jetzt was passiert. Es hätte geholfen, wenn über den Kapiteln eine Chronik eingefügt worden wäre (im Stile von "Oktober 1944" oder "12. April 1945"). Stattdessen benutzte der Autor Symbole als Kapitelüberschrift (z.B. "Der Feldstecher", "Die Essgabel", "Der Bach"...). Die Kapitel selbst sind recht knapp gehalten und behandeln zumindest teilweise andere Personen an anderen Orten im Dorf zu anderen Zeiten - wodurch man gerade im ersten Drittel des Buches nicht wirklich in die Geschichte hineinfindet, weil man als Leser das Gefühl hat, ständig über andere Schauplätze gejagt zu werden.

Mein persönliches Schlüsselerlebnis mit dem Buch hatte ich dann auf den Seiten 142 bis 146: Die französisch-nordafrikanischen Kolonialsoldaten - die Sturmspitze des Angriffs über den Rhein bildend - lassen sich volllaufen und begeben sich sodann auf die Suche nach "Frauen und Mädchen, mit denen sie tanzen können" mit dem Wissen im Hinterkopf, dass "jede Frau sich einen Sieger auf ihrem Lager wünscht". Während es einem beherzten Burschen gelingt, die betrunkenen Kolonialsoldaten durch Blockieren der Tür von einem Übergriff auf eine Frau abzuhalten, liefert "zwei Häuser weiter" ein "frommer Mann" seine beiden Töchter quasi freiwillig aus und die Mädchen gehen weil "die Worte des Vaters gelten wie die Worte Gottes". Dann werden sie im Hof vielfach vergewaltigt und "keiner kommt aus den Häusern, um zu helfen." Als aber - auch auf Seite 146 - ein Schaf vom Hof gezerrt werden soll, da regt sich auf einmal Widerstand und "alte Leute, mittelalte Leute und Kinder (...) rufen laut nach dem Kommandanten (...) und verteidigen ihr Schaf wie ihr Leben. Da lassen die Soldaten los."

Das war die Stelle, an der ich das Buch am liebsten an die Wand geschmissen hätte. Und ich verspüre nur sehr selten eine solche Regung. Natürlich ist es sehr wichtig, über die Massenvergewaltigungen von deutschen Frauen während den letzten Kriegsmonaten zu berichten - ein Thema, zu dem ja in letzter Zeit auch einige Sachbücher erschienen sind. Doch muss man es wirklich so verzerrt tun, wie es hier geschehen ist? Selbst wenn diese Begebenheit tatsächlich genau so passiert ist - was nicht auszuschließen ist - frage ich mich, was der Autor hier dem Leser mitgeben wollte:

1). Dass jene die christlichen Glaubens waren, den Vergewaltigungen wehrlos(er) ausgeliefert waren?
2). Dass eine anti-autoritäre Erziehung zu selbstbewussteren Mädchen geführt hätte, die dann nicht so folgsam auf den Hof gegangen wären?
3). Dass den Dörflern ein Schaf wichtiger war, als die Unbeflecktheit und körperliche und seelische Unversehrtheit zweier Mädchen?
4). Dass nicht die Vergewaltiger die Bösen waren, weil die wegen ihrem entrichteten Blutzoll und dem konsumierten Alkohol so aufgeputscht waren, dass es eben zu dem kommen musste, was dann kam?
5). Dass die Dörfler nur den franz. Kommandanten hätten alarmieren müssen, und der dann eingegriffen und alles verhindert hätte?

Und falls - und ich behaupte nicht, dass er das tut, ich spekuliere nur - der Autor dass dem Leser mitgeben wollte:
Meint er dass dann wirklich im Ernst?

Den Rest vom Buch habe ich nur noch überflogen, weil es mir dann schon gereicht hat. Wer dann noch Lust hat, kann sich auch noch von den Details einer Abtreibung und dem kaltherzigen Umgang mit den vergewaltigten Frauen berichten lassen - alles natürlich (laut Erzählung) im Einklang mit dem christlichen Glauben und Gottes Willen. Oder davon, dass etliche Dorfbewohner nach dem Krieg darauf beschränkt blieben "nie mehr etwas anderes (zu) sein, als das junge Oberhaupt einer Großfamilie" oder "Bauer (blieben) gegen (ihren) Willen".

Ich jedenfalls hatte keine Lust mehr. Vielleicht hätte mir der Titel des Buches als Warnung dienen sollen. Denn im Satz "Und doch ist es Heimat" steckt quasi schon eine Entschuldigung mit drin, eine Distanzierung vom Gestern, vom Glauben, von der Kirche vom Leben auf dem Dorf und letztlich auch von der Heimat selbst. Hier schreibt anscheinend ein Autor, der "draußen" ist, der "gegangen" ist, der in der Moderne angekommen ist und nun die vergangenen Zeiten betrachtet, wie man wunderliche Fische hinter dem dicken Glas eines Aquariums begutachtet, deren Verhalten und Denkweise man zwar nicht versteht, über die man aber zumindest spekulieren kann.

Und das Nachwort setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Dem Autor lag - nach eigenem Bekunden - "nichts ferner, als über Schuld zu sprechen oder empfundene Schmerzen aufzuwiegen." Zwar hätten "einige Personen" in dieser Geschichte "grauenvolle Fehler" begangen, doch "sie handeln vernünftig aus ihrer Sicht der Welt. Sie tun, was getan werden muss. Und sie geben ihr Bestes"

Ist das wirklich die Quintessenz aus den abartigen und viehischen Vorgängen, zu denen es - nicht nur - in diesem Dorf gekommen ist???


1866: Bismarcks Krieg gegen die Habsburger
1866: Bismarcks Krieg gegen die Habsburger
von Klaus-Jürgen Bremm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht wirklich überzeugend, 20. Mai 2016
Für jemanden der noch nie etwas mit dem Thema zu tun hatte sicher nicht schlecht - für alle anderen eher nicht geeignet. Das Buch enthält nur sehr wenige Karten und die Abläufe der kriegerischen Handlungen werden recht oberflächlich abgehandelt, was auch für Vor- und Nachgeschichte des "deutschen Bruderkrieges" gilt. Ich persönlich habe nichts Neues erfahren.
Zudem habe ich die Vermutung, dass dem Autor eine Verwechslung unterlaufen ist: Auf Seite 91 spricht er von einem "Prinzregenten Wilhelm", der 1858 das Zündnadelgewehr "in der ganzen Armee" eingeführt habe. Gemeint ist damit die preußische Armee. Im Personenregister wird diese Person dann aufgeführt als "Wilhelm von Baden (Prinzregent)". Das kann nicht wirklich stimmen. Denn es gab zwar einen General Wilhelm von Baden (1829–1897), und er tat 1858 sogar in der preußischen Armee Dienst, doch nur als Offizier und im Krieg von 1866 kämpfte er dann auf der anderen Seite (nämlich für den Deutschen Bund und Österreich). Gemeint ist höchstwahrscheinlich Wilhelm von Preußen (1797-1888), der 1871 als "Wilhelm I." erster Kaiser des Deutschen Reichs wurde. Denn dieser war 1858 tatsächlich Prinzregent (nämlich Vertreter seines Bruders, des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV.) und als solcher ermächtigt, über die Bewaffnung der Armee zu entscheiden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2016 11:10 AM MEST


Operation Spaltung: Kriminalgeschichte der AfD
Operation Spaltung: Kriminalgeschichte der AfD
von André F. Lichtschlag
  Broschiert
Preis: EUR 15,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr erhellende Schrift..., 7. Mai 2016
...in der der Autor, der Herausgeber des libertären Leitmagazins "eigentümlich frei", kenntnisreich schildert, wie die AfD quasi als Projekt der Eliten gegründet wurde, diese dann aber die Kontrolle über ihr Ziehkind verloren, weil die Basis woanders hin wollte. Ein Lehrstück über die Irrungen und Wirrungen der Macht und ihre Verführungskraft, die es vermag, binnen Monaten aus demokratischen Parteiführern autokratische Alleinherrscher zu generieren, die dann denken, über den Entscheidungen der Basis zu stehen. Doch in diesem einen Fall siegte die Demokratie, weil die Basis sich gegen jeden Versuch von oben stellte, sich vorschreiben zu lassen, was gut und nicht gut ist, was diskutabel und nicht diskutabel ist, was konservativ ist und was nicht. Die Bevormundung des Bürgers durch die Politik, die volle Inanspruchnahme des Einzelnen und selbst seiner privaten Sphären und die zunehmende Ausbeutung des Steuerzahlers sind die offenen Wunden, in welche der Autor seine Finger legt, wenn er erläutert, wie es zu dem Aufstieg und der Verselbstständigung der AfD kommen konnte. Nebenbei zeigt er noch auf, dass Liberale (Libertäre) und Konservative nicht so viel trennt, wie landläufig gedacht wird, und spekuliert über das Ende alter "rechts-links-Denkmuster" in der Politik.

Ein kluges Büchlein von einem klugen Mann - einzig den Umfang hätte man sich größer gewünscht und es hätte auch etwas mehr Info sein können über den entscheidenden Parteitag in Essen und dessen Ablauf.


Heeresaufklärung
Heeresaufklärung
von Reinhard Scholzen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Technik dominiert den Mensch..., 1. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Heeresaufklärung (Gebundene Ausgabe)
...auch in der Heeresaufklärungstruppe. War früher noch der Wagemut des Einzelnen gefragt, so ist es heute die Technik und deren Beherrschung, die im Vordergrund steht. Tragisch, aber so ist wohl der Gang der Dinge. Dementsprechend ist das Buch weniger geschichts- als viel mehr technikorientiert. Wem das zusagt, der ist damit gut bedient. Jeder Bereich der Heeresaufklärung wird kurz abgehandelt und ist gut bebildert, für tiefere Betrachtungen fehlte wohl der Platz.


`Wenn es gegen den Satan Hitler geht...'. Erwin von Witzleben im Widerstand
`Wenn es gegen den Satan Hitler geht...'. Erwin von Witzleben im Widerstand
von Georg von Witzleben
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,90

5.0 von 5 Sternen Etwas trocken, aber hervorragend recherchiert, 14. April 2016
Etwas trocken ist das Ganze schon, auch weil vom "Privatmenschen" Witzleben wenig geschrieben wird, was nicht zuletzt daran liegt, dass er wenig Schriftliches hinterlassen hat. Doch gebührt diesem Werk die Ehre, die erste umfassende Biographie eines der ganz großen Widerstandskämpfer des 3. Reichs zu sein. Eigentlich wollte der junge Witzleben Förster oder Jäger werden, folgte dann aber der Familientradition und kam so überhaupt erst in die Position und Lage, Widerstand leisten zu können. Der Autor - ein sehr weit entfernter Verwandter des Generalfeldmarschalls - präsentiert hier ein historiographisch mustergültig erstelltes Werk mit einleitenden Bemerkungen und einem geradezu riesigen Anhang, in dem auch ausführlich auf die bisherigen Forschungen über Witzleben eingegangen wird. Der Autor hat unter den namhaften Professoren Schlegelmilch und Brandt studiert - und das merkt man an der Gewissenhaftigkeit seines Vorgehens.
Fazit: Etwas trocken, aber sehr lesenswert!


Durchbruch bei Stalingrad
Durchbruch bei Stalingrad
von Carsten Gansel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,00

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mich nicht wirklich überzeugt, 14. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Durchbruch bei Stalingrad (Gebundene Ausgabe)
Vielleicht habe ich schon zuviel über Stalingrad gesehen (Filme) und gelesen (Bücher), so dass ich kaum noch Neues zu dem Thema erfahren kann. Doch darüber hinaus muss ich leider sagen, dass dieses Buch an manchen Stellen nicht ganz sauber geschrieben/lektoriert zu sein scheint. So wird an mehreren Stellen der Dienstgrad "Oberleutnant" mit dem des "Oberstleutnant" durcheinander geworfen (für jeweils die selbe Person) und auch bei den Flughäfen (Gumrak, Pitomnik, Stalingradski) hat man manchmal das Gefühl, dass die Bezeichnungen verwechselt wurden. Und ein laut Geschichte im Kessel von Stalingrad zum Leutnant beförderter Soldat stirbt später, wobei dann aus seinem Soldbuch zitiert wird, er sei am 1. November 1942 Leutnant gewesen (S. 449). Entweder war es übliche Praxis, die Beförderungen auf den Monatsersten zurück zu datieren, oder aber die zweite Angabe stimmt schlicht und ergreifend nicht. Denn der Kessel von Stalingrad bildete sich erst mit dem Einsetzen der russischen Großoffensive ab dem 19. November 1942. Zu guter letzt muss ich noch kritisch anmerken, dass die große Personenzahl im Roman recht verwirrend ist, zumal manche Personen recht schnell wieder "verschwinden", um dann hunderte Seiten später wieder "aufzutauchen". Ein Personenregister am Anfang des Buches wäre da hilfreich gewesen. Das Buch ist sicher nicht schlecht und durchaus lesenswert. Ich persönlich fand allerdings "Das Herz der Sechsten Armee" von Konsalik besser geschrieben, auch wenn man die beiden Autoren nicht miteinander vergleichen kann und Konsalik womöglich sogar vom frühen Werk von Gerlach profitiert haben könnte.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2016 8:09 PM MEST


Kurzschluss: Der zehnte Fall für August Häberle (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
Kurzschluss: Der zehnte Fall für August Häberle (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)
von Manfred Bomm
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

2.0 von 5 Sternen Mehr linke Propaganda, als Krimi..., 27. März 2016
Hier ist schon früh klar, wo die Guten sitzen und wo die Bösen. Und damit das auch wirklich jedem Deppen unter der Leserschaft klar wird, lässt der Autor mittels seines Haupt-Protagonisten laufend Kapitalismus- und Unternehmerkritik einfliessen. Jedes Klischee wird bedient und das stellenweise in so offensichtlich-peinlicher Art und Weise, dass man sich fragt, was dem Autor wohl in seinem Erwerbsleben Schlimmes zugestoßen sein muss, dass einen solchen Hass rechtfertigt. Folgerichtig ist der Kommissar - was für ein weichgezeichneter Vorgesetzter - mehr damit beschäftigt, für seine Untergegebenen "Brezeln aus der Steinofenbäckerei" und "Pizzaschnitten" zu besorgen, als zu ermitteln. Und da er in seinem Job anscheinend nicht ganz ausgelastet ist, macht er sich ständig Gedanken über die berufliche Situation anderer Leute, will diesbezüglich befreundete Arbeitsrechtsexperten und Gewerkschaftsexperten kontaktieren und sinniert mit seiner Frau über die Möglichkeit von weniger Kapitalismus und mehr Sozialismus nach.
Da von Anfang klar ist, was für eine Einstellung der Autor hat, liegt die Auflösung der Geschichte quasi von Anfang an auf der Hand. Verzweifelt hofft man noch auf eine überraschende Wendung - doch dann ist die letzte Seite gelesen und alles kam so, wie es sich der Autor in seiner rosaroten sozialistischen Traumwelt von Anfang an zusammengesponnen hat.


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