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Rezensionen verfasst von
Dario "the_sinner"

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Elodia
Elodia
Preis: EUR 18,78

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist schon beinahe Magie..., 23. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Elodia (Audio CD)
...die einem hier zuteil wird wenn man sich darauf einlässt. Alles beginnt mit einem Piano und Streichern die bereits eine Klasse versprechen die man anderswo als absoluten Höhepunkt suchen würde - und dann sind da noch die restlichen 57 1/2 Minuten die obwohl wundervoll arrangiert nie gezwungen klingen und mühelos die Erwartungen mindestens erfüllen. Ich erinnre mich noch gut daran dass ich vor vielen Jahren, als ich mich gerade musikalisch zu düstereren Klangwelten hinorientierte, nicht besonders angetan war von Tilos Stimme und ich bin froh dass ich mir die Zeit genommen habe mich darauf einzulassen - nicht auszudenken wenn ich dann heute (bzw. als ich es die ersten Male hörte) nämlich dieses Album nicht so hätte genießen können wie es das Album per se schon geradezu verlangt. Zugegeben Tilo mag nicht der weltbeste Sänger sein und Englisch sicher nicht seine Muttersprache aber wenn man sich einmal begreifbar gemacht hat dass Gesang im Grunde nur ein Instrument ist - zumindest seh ich das aus eigener Erfahrung so - und dieses Instrument abgesehen von technischem Können doch eigentlich dazu dient Stimmungen zu vermitteln und Athmosphäre aufzubauen (und als Besonderheit eben Text zu vermitteln) dann wird man früher oder später möglicherweise ebenfalls zu dem Schluss kommen dass Tilo an und für sich seinen Part sogar ziemlich gut macht. Denn Emotionen ruft er wach, mal ruhig und lockend, lauernd unheilvoll, dann von Schwermut überwältigt, von Schmerz gepeitscht oder von innen zerrissen - und auf diesem Album ist all das vorhanden, gepaart mit einem Orchester das nicht ohne Grund weltberühmt ist, Arrangements die nach wie vor (eines der Aushängeschilder von Lacrimosa) ihresgleichen suchen, Melodien die den "richtig"-Effekt hervorrufen, jenes Gefühl beim Hören dass es genau so wie es ist genau "richtig" ist.

Ohne Zweifel gibt es von Lacrimosa Alben auf denen man immer und immer wieder fündig werden kann nach genau dem Lied das man gerad fürs Seelenheil sucht - aber dieses Album ist sozusagen eine wahre Fundgrube. Die wahre Wirkung entfaltet sich jedoch erst dann wenn man es sich abends ohne Zeitdruck, ohne Termine bei geschlossener Türe und möglichst tief verbuddeltem Telefon auf einem Sessel gemütlich macht, die Augen schliesst und die Welt Welt sein lässt - und in diese neue musikalische Zwischenwelt geht, eine Welt aus Liebe, Angst, Hoffnung, Sehnsucht und Schmerz - Themen die schon tausende Male besungen wurden, zigtausende Male beschrieben wurden - und trotzdem, oder doch gerade deshalb weil diese Themen endlose Leitmotive der Menschheit sind?, kann man sich dessen nur schwer entziehen. Es ist schon beinahe Magie, wenn man auf Play drückt - und es ist Magie, wenn man sich danach darauf einlässt. Ein musikalischer Zauber, Texte die obwohl metaphernreich ohne Umwege ins Herz zielen, beeindruckende Musiker und ein Tilo Wolff der das tut was er am besten kann: Emotionen wecken. Davon träumen eine Menge Sängerinnen und Sänger die professionelle Gesangsausbildungen mit hochbezahlten Vocal Coaches hinter sich haben und dazu verdammt sind bis in alle Ewigkeit belanglose Ohrenzuckerwatte zu singen an die man sich schon in drei Monaten sowieso nicht mehr erinnert. Das ist der Unterschied zwischen komponieren und weichwaschen, zwischen Emotion und Gefühlsduselei, Musik und Tönen, Lacrimosa und... hm, muss die Namen schon vergessen haben.

So bleibt allen Unkenrufen zum Trotz, allen Schmährufen über Kitschgoth und zitternder Stimmen entgegen eines bestehen - die schiere Qualität dieses Albums die wie ein Bombasthammer diese Fassaden zerschlägt.

Anspieltipps: "Alleine zu zweit", "Halt mich", "Ich verlasse heut' Dein Herz"

Textkostprobe:

"Aus schlaflos gelebtem Tagtraum erwacht

So bin ich der Sehnsucht Opfer

Aus kindgelebtem Vertrauen erwacht

So klaffen heute meine Wunden

Das Leben brennt mir von der Seele

Die Sehnsucht erfüllt mir tapfer ihre Pflicht "

(aus "Halt mich")

Fünf Sterne weil sie verdient sind, weil sie gefordert werden, weil sie nötig sind. Beeindruckend.


Des Königs Henker
Des Königs Henker
Preis: EUR 11,99

22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Folk rockt - und zwar gewaltig, oft benutzter Satz und hier wirklich angebracht, 20. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Des Königs Henker (Audio CD)
Vorweg, ich kann dieses ganze Getue von wegen "Ich bin Fan also geb ich 5 Sterne" oder "Ich mag den Sound nicht, also geb ich 0 Sterne" nicht ab, das ist im Grunde nichts andres als geflame und oftmals vermiss ich in solchen Rezensionen jegliche Bemühung um Objektivität.

Zur Entwicklung der Band:

Auf dieser CD zeigen sich Saltatio Mortis mit einem Stilwandel. Bislang war es so dass auf jede "klassisch mittelalterliche" CD eine "moderne Mittelausik" CD auf denen dann Folkrock und Elektronik kombiniert wurden. Dieses Mal jedoch wird auf die Elektronik verzichtet und stattdessen wird zu teilweise brachialen Gitarren gegriffen. Wer Saltatio Mortis live gesehen hat weiss dass jedoch selbst die "elektronischen songs" live oft ohne eben jene Elektronik vorgetragen wurden - von daher kennt man das Ganze dann doch irgendwoher schon, jedoch nicht in dieser Reinheit und Direktheit.

Zur CD:

Variation 7/10:

Der Grund weshalb ich nach reiflicher Überlegung der CD keine 5 Sterne geben kann (sie geht ganz knapp dra vorbei) ist dass es fast ausschliesslich fetzige laute Songs auf ihr gibt - damit büßt sie an Abwechslung ab, auch wenn die einzelnen Songs durchaus unterschiedlich und abwechslungsreich klingen.

Produktion 10/10:

Die Produktion der CD ist erstklassig, vorbei die Zeiten als sich Saltatio Mortis teilweise etwas "unterproduziert" anhörten, sprich die Instrumente nicht wirklich gut "rüberkamen", order manche Instrumentlines zu laut oder leise gemischt waren - das ist hier nirgendwo mehr der Fall.

Instrumentbeherrschung 9/10:

Das was dargeboten wird ist von hoher Qualität, das ein oder andre Solo, die eine oder andre Bridge mehr oder noch ein Quentchen mehr Variation hätten aber nicht geschadet. Trotzdem auch hier definitiv annähernd an der Spitze.

Gesang 9/10:

Alea übertrifft sich diesmal selbst und vermutlich ist es fast sadistisch dafür keine Maximalwertung zu geben, aber wieder mal ist es das kleine Quentchen mehr and Abwechslung was fehlt um es auf das Limit zu bringen. Das ändert jedoch nichts daran dass der Gesang sehr eingängig ist und Alea sich hörbar Mühe zu geben scheint / gibt statt wie andre Interpreten (In Extremo's letzte Scheibe ist so ein Beispiel, leider) einfach den Text in der immer gleichen Art runterzudüdeln.

Lyrics 7/10:

Auch wenn ich persönlich die Texte von Saltatio Mortis liebe und klasse finde da sie mich auch ganz persönlich ansprechen - wenn ich mir das so nüchtern wie möglich ansehe, kann ich da keine Maximalwertung geben weil es an ein paar (wenigen) Stellen so wirkt als ob der Text dazu dient die Melodie zu transportieren anstatt andersherum - wer sich daran jedoch nicht stört (so wie ich) darf hier getrost wahlweise 1-3 Punkte hinzufügen.

Gesamtwertung:

42/50

Fazit:

Die CD rockt gewaltig von Anfang an und bis auf wenige Ausnahmen (Tote Augen) bleibt das auch durchgängig so. Das ist einerseits für diejenigen die genau das suchen ein Segen, ein zweiter ruhiger Song oder derlei zwischendrin hätte aber der abwechslung nicht geschadet. Jedoch sollte man nach der Rezension nicht denken, es sei generell "alles ein brei" - denn das ist es nicht. Die Songs sind durchaus unterschiedlich, man hätte aber eben noch einen kleinen Tick mehr dafür tun können.

Persönlicher Kommentar:

Live sind die Songs dieser CD pures Dynamit und Vorwürfe bezüglich "Arroganz" oder derlei wie sie von manchen Rezensenten gemacht wurden - vielleicht sollten diejenigen bevor sie soetwas schreiben mal ein Wort mit den betreffenden Musikern wechseln? Das ist als ob ich nun eine Rezension schreibe über den Hip Hop Act XY, davon habe ich einfach keine Ahnung - also lass ich es sein. Ich bin wirklich um Objektivität bemüht (deshalb auch die Abgrenzung hier vom Rest der Rezension) und ich habe mich nun mehrfach mit diversen bands nach Gigs / auf Parties unterhalten und Saltatio Mortis sind darunter die Band die amit am wenigsten arrogant war - die Band macht so ziemlich jeden Blödsinn mit, selbst um 4 Uhr nachts noch und versucht aktiv Leute daran zu hindern langweilige Aftershowparties zu verlassen *schmunzelt*.

Erst kennenlernen / informieren - dann schreiben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2009 7:23 PM MEST


Schnappi und Seine Freunde
Schnappi und Seine Freunde
Wird angeboten von Music-CD-Connect-ccm_Germany
Preis: EUR 24,90

25 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen (Un)Sinn?, 10. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Schnappi und Seine Freunde (Audio CD)
Da frage ich mich doch - brauche ich diese CD wirklich?
Brauchen "wir" diese CD wirklich?
In meinen Augen sicherlich nicht, doch bin ich weit entfernt von diesen ganzen Buhrufern und agressionsgeladenen einseitigen Miesrednern. Ich will das Ganze also als Musiker und Musikliebhaber beurteilen und seperat, also getrennt davon, als hypothetischer Elternteil.
Als Musiker ist mein urteil sehr eindeutig und dementsprechend vernichtend - musikalisch ist die CD eine Zuutung. Vergleiche ich das mit The Who, Queen, den Rolling Stones und Co. ist die CD nichteinmal das Material wert aus dem sie besteht und vergeht im Kanon der Zeit zurecht als völlig belanglos. Ein "Superlaunelied" hintereinander gefüllt mit Texten für die Teletubbiegeneration und seine Henker. Das Lama aus Yokohama, Schnappi das Krokodil? Ich bin noch skeptisch ob sich das einreiht neben "Satisfaction", "Bohemian Rhapsody", "My generation" und Co. Ich denke eher nicht. Also scheidet die CD als "Vollwertmusik-CD" aus, textlich wie auch musikalisch. Das einzig positive ist, dass die CD gut aufgenommen wurde und auf hohem technischen Level produziert wurde. Das nützt bloss nichts, wenn das inhaltliche Material so ist, wie es das nunmal leider ist.
Sehe ich die CD nun allerdings mit den Augen eines Elternteils kann ich durchaus verstehen, dass die Anschaffung Sinn macht: CD rein, Kinder abzappeln lassen und schon hat man sich eine Menge erspart und den Kids eine "Freude" bereitet. Das Problem für mich steckt dabei aber im Detail, denn in meinen Augen ist das Teletubbiemusik. Also Musik für die Kinder die vor die Kiste gesetzt werden weil sie ja dann weniger "Arbeit" machen und "happy sind". Das tragische ist dass wir - in einem Land der Supernannys - den Bezug zur Realität dabei verloren haben.
In meinen Augen gehören Kleinkinder eben nunmal nicht stundenlang vor die Glotze gesetzt, wer keine Arbeit haben will damit, der braucht auch keine Kinder in die Welt zu setzen - Kinder machen nunmal "Arbeit". Das lässt sich leider eben auch auf die Musik beziehen - denn inhaltlich sind die Texte nichtmal im Ansatz pädagogisch wertvoll, ich würde das Geld da in eine "Hallo, Spencer"-Best-of stecken oder vergleichbares - da lernen Kinder, wenn sie schon vor dem Fernseher sitzen, wenigstens auch gleich eine Menge ohne dass es ihnen zur Last gemacht würde.
Somit kann ich aus keiner der beiden perspektiven irgendeine Empfehlung aussprechen. Kinder verdienen Aufmerksamkeit - und keine stumpfsinnige Allesistsuperdupermusik samt Einlullundweichwasch-TV-Sendungen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2013 6:43 PM MEST


Auf Sehnsucht Folgt Ernüchterung
Auf Sehnsucht Folgt Ernüchterung

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konsequente Weiterentwicklung + richtig gute Innovationen., 10. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Auf Sehnsucht Folgt Ernüchterung (Audio CD)
Das zweite Album der Regensburger Band um Frontmann Stefan Sigl ist eine konsequente Weiterentwicklung von Stärken und Ausmerzung von geringfügigen Mankos des Vorgängers. Das betrifft zunächsteinmal die Instrumentalisierung der Stücke die nun etwas stärker betont wurde, die Stücke wirken generell dynamischer und lebendiger ohne aber den charakteristischen Sound aufzugeben - ein wichtiger Schritt in de richtige Richtung.
Betrachtet man die einzelnen Stücke nach und nach mit etwas Distanz so kristallisieren sich einige Songs auf Anhieb heraus, manche andere haken sich aber scheinbar erst im hinterkopf fest um dann in aller Ruhe zuzuschlagen. Wenn man gerade im Zug sitzt und die Melodie von "Spiel des Lebens" summt weiss man wo der musikalische Hammer des Albums hängt: in eingängigen Melodien, einer charismatischen und wie gewohnt exzellenten Gesangsleistung und bewusst gewählten Texten die sich nicht zwangsläufig sofort erschließen. Allerdings muss man fairerweise auch erneut anmerken, dass die englischen Texte zwar an und für sich gut sind, sich dort aber dennoch einige kleine Patzer eingeschlichen haben - andererseits: das ist bei den meisten Texten englischsprachiger Musiker auch nicht viel anders, wäre aber in beiden Fällen vermeidbar. Wie auch schon der Vorgänger (das Debütalbum) ist der theatische Schwerpunkt auch in diesem Album Herr Sigls seelisches Innenleben, mal aus der einen, mal aus der anderen Perspektive, allerdings nun auch mit geringen Fremdeinflüssen und zwei "Fremdtexten" von Daniel Friedrich.
1. Ernüchterung (Intro) [1:36]
Ist ein Intro, da kann man weder viel besonders gut noch besonders schlecht machen, ein Intro halt.
2. Burning the sad souls [4:47]
Erneut der für Soul in Sadness charakteristische Querflöteneinsatz den man kaum lobend genug erwähnen kann, da er den Songs eine ganz wichtige zusätzliche Tiefe verleiht. Oberer Durchschnitt des Albums.
3. Lieblos [5:09]
Dieser Song bietet auf theatralisch-dramatische Weise Einblick ein sehr persönliches und unmittelbares Erlebnis mit einer angehörigen des anderen Geschlechts erzählen und bietet auch soundtechnisch ein Soul-in-Sadness-Novum: eine weibliche Stimme, noch allerdings im Hintergrund (mehr dazu etwas weiter unten bei "Alles Lüge"). Das tut nicht nur dem Song sondern dem Sound insgesamt gut, da somit die auch von Theatre of Tragedy wahrgenommene und dargebotene Distanz zwischen tiefer männlicher Stimme und klarer weiblicher Stimme ausgekostet wird. Gut.
4. Reflections (Mystery called love 2.1) [4:14]
Eine "Variation" des Vorgängeralbumsongs "Mystery called love"
Leider nicht so eingängig wie benannter Vorgänger bietet er aber
durchaus ein schönes Klangerlebnis, aber im Nachhinein verblasst er gegenüber den meisten anderen Songs dieses Albums. Das gilt besonders auch für den nun folgenden.
5. Spiel des Lebens [4:09]
Die Idee Daniel Friedrich als Gastsongwriter zu wählen war neben der Einführung der weiblichen Co-Stimme in "Alles Lüge" die beste Idee des Albums. Das stellt keinerlei Kritik an den Texten Sigls dar, im Gegenteil, sie fügen sich nahtlos in das Albums - bieten aber schlichtweg noch ein Bonus an Abwechslung. Alerdings - und das ist positiv gemeint - sollte man diesen Text mindestens zweimal bewusst hören um ihn auch zu verstehen, dann erschließt er sich aber unmittelbar. Zunächst empfand ich das Lied nur bedingt als eingängig (vielleicht aufgrund des Textes?), doch sobald dieser sich entfaltet hat bemerkt man dass sich die Melodie irgendwo eingebrannt hat. Eines der Highlights des Albums.
6. Das letzte Wort der Lust [4:06]
Ein Song rund um das Gefühl sich zu verlieren in einer Person, nicht zuletzt um den Alltag vergessen zu können - instrumenttechnisch ein Highlight, den Highlightstatus als Song verpasst man hier aber nur aufgrund des sperrigen Refrains.
7. Credo [3:41]
Hier wagt sich Soul in Sadness auf musikalisches Neuland, ungewohnt aber objektiv betrachtet nicht übel. Der Text ist stimmungsvoll und entstammt der Feder von Toni ("Mr Querflöte").
8. Hatred and forsaken [6:54]
Eines der Highlights der CD mit einem traumhaften Intro, eingängiger Melodie und dazu einem tiefgründigen Text wobei der Wechsel von Englisch/Deutsch den Song ungemein belebt. Rundum klasse, erwähnenswert auch der stärkere Gitarreneinsatz in diesem Stück.
9. Menschlichkeit? [5:33]
Ein musikalischer "Aufruf" an unqualifizierte Möchtegernmusikkritiker die ohne jedes Musikverstädnis dennoch versuchen Musik zu beurteilen, streng subjektiv und ohne Chance auf Fairnis, ein Musik gewordener Bewältigungsversuch einer zerbrechlichen Musikerseele, quasi der "Grotesksong" von Soul in Sadness. Oberes Mittelfeld.
10. Juliet [4:23]
Ein weiteres Highlight der CD, eine Selbstreflexionsballade über die Unfähigkeit das zu sagen was manchmal eben doch Worten bedarf. Objektiv betrachtet ein tragischer Song da die Wälle die man selbst errichtet auch nur von einem selbst niedergerissen werden können. Musikalisch der zweitbeste Song des Albums.
11. Last rare Tears [5:14]
In meinen Augen der schlechteste Song des Albums, da der Refrain schmerzlich vermisst wird und er musikalisch gesehen einfach zu langgezogen wirkt. Schlägt somit leider eine etwas negative Brücke zwischen zwei grandiosen Songs.
12. Alles nur Lüge [4:17]
Text: Daniel Friedrich, Leadgesang: Stefan Sigl, Co-Gesang: Sandra Stättle (Eternal Grieve), Resultat: "das" Highlight des Albums. Der Song macht alles richtig und nichts falsch - ein sehr schönes Intro, eine sehr eingängige Melodie, durch den Wechsel von Deutsch/Englisch sehr kurzweiliger Text, klasse Gesangsleistung und ein absolut starker Songtext. Das einzige Manko? Selbst mit 4:17 noch zu kurz - man will einfach noch viel mehr davon.
13. Zurück zu deiner Tür (outro) [3:10]
Das Outro in dem der "Protagonist" dieses Werks vor dem Nichts, dem Aus steht, körperlich wie auch seelisch.
Fazit:
Spätestens mit dieser CD sollte klar sein, dass Regensburg (k)ein schwarzes Loch ist musikalisch, jetzt gibt es nur noch zwei Hoffnungen für die Zukunft: echte statt programmierter Instrumente und ein konsequenter Gang in die eingeschlagene Richtung. Dort liegt in meinen Augen die musikalische Zukunft der Band - dieses Album macht sovieles richtig, dass ich abschließend nur zu der von mir vergebenen Wertung kommen konnte.
Bitte mehr davon, Gastgesang, deutsch/englische Texte, eingängige Melodien, ein zwei Fremdtexte und dazu eine gehörige Portion "ich hab euch alle lieb / leckt mich doch am ..."-Wechselbad-der-Gefühle-Innovation und der Nachfolger darf mit Spannung erwartet werden.
Sehr schön.


Platinum Collection
Platinum Collection
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 54,87

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste "Album" meines Lebens, 4. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Platinum Collection (Audio CD)
Diese Collection ist in meinen Augen das grösste "Album" welches ich jemals gehört habe, es stimmt schlicht und ergreifend alles restlos daran, ich sehe keinen Makel.
Mercury war in meinen Augen der grossartigste Sänger, Entertainer und kreative Kopf der Musikszene seit der Zeit der Klassik. Hätte er länger gelebt, so wäre er wohl der einzige bislang gewesen, der noch grösser als Elvis geworden wäre - und das zu recht.
Wer auch immer Queen auch nur das geringste abgewinnen kann, darf seiner selbst willen dieses Set nicht ignorieren.
Dieses Set bildet die absolut einzige Ausnahme für mich.


Sehnsucht Nach dem Licht
Sehnsucht Nach dem Licht

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundherum gelungene CD, 26. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Sehnsucht Nach dem Licht (Audio CD)
Zunächsteinmal bleibt auch mir zum Thema des "Preis/Leistungs"verhältnisses nur zu sagen, dass man definitiv etwas für sein Geld geboten bekommt, von der Aufmachung, dem Booklet etcetera der CD könnte sich so mancher etablierter Künstler eine dicke Scheibe abschneiden.
Lyrics:
Betrachtet man zunächsteinmal die Lyrics so ist nicht von der Hand zu weisen dass sie voller Bilder und Motiven sind, dies mag nicht jedermanns Sache sein, doch sie gleiten nicht in den Kitsch oder "Schlager" ab sondern sind fast immer Lippenbekenntnisse des Sängers und spiegeln persönliche Ereignisse wider und sind teilweise genauso kunstvoll wie beispielsweise Texte eines Bodenski (Subway to Sally). Als Beispiel ein Zitat aus dem Lied "Blut oder Rosen"
"Der Verlust all deiner Wärme raubt mir meine Richtung
- meinen Weg. Bewahr dir den gerechten Teil der Schuld
ich zerbreche - und schreib den Schmerz mit meinem Blut"
Übersetzt man nun im direkten Vergleich diverse andere Lieder bekannter Künstler/Gruppen wird deutlich, dass die Texte diesen in keinster Weise in etwas nachstehen, sie im Gegenteil teilweise übertreffen. Dies ist zu einem gewissen Mass natürlich subjektive Empfindungssache, doch es pauschal ohne einen Hinweis darauf als "Schlager" abzutun halte ich für absurd.
Musik:
Soviel zum textlichen Aspekt der Musik, doch was nützt der schönste Text, wenn die Musik ihn nicht transportiert? Glücklicherweise ist dies auf der vorliegenden CD nicht der Fall.
Wenngleich ich persönlich stärker instrumentalisierte Musik bevorzuge, kann auch ich nicht von der Hand weisen dass die grösstenteils sparsam eingesetzte Instrumentalisierung auf dieser CD zur Athmosphäre und zur Verdeutlichung des Inhalts beiträgt. Dazu trägt neben der eingängigen Stimme Stefan Siegls eben genau jene sparsame Instrumentalisierung bei die in den Versen der Lieder zumeist im Hintergrund bleibt um dann in Bridges wieder aufzuflammen. Die Sounds kreiren Stimmungen von Melancholie über Hoffnung über Sehnsucht bis hin zu Trauer.
Fazit:
Als Fazit ist somit aus einer objektiven Sichtweise festzuhalten, dass die Qualität der Lyrics sich je nach Vorliebe des Zuhörers zwischen Mittelklasse und Oberklasse bewegt, die Qualität der musikalischen Untermalung bewegt sich im oberen Mittelfeld und die stimmliche Leistung des Leadsängers befindet sich zweifelsfrei in der Oberklasse.
Bewertung:
Somit ist dieses Debut rundherum gelungen und lässt auf mehr hoffen, besonders geeignet für sehnsüchtige Stunden oder Phasen der Melancholie - eine CD zum träumen. Daher vergebe ich die Bestnote, und dies nicht etwa "weil es ein Debutwerk ist und man sowas unterstützen sollte" - sondern weil die CD absolut gelungen ist.
Anspieltipps:
"Blut oder Rosen", "Woran denkst du", "Fernweh".


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