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Beiträge von Thomas Barisch
Top-Rezensenten Rang: 834
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Rezensionen verfasst von
Thomas Barisch (Euerbach, Bayern)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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Grundig BL 7280 w Premium Stabmixer-Set
Grundig BL 7280 w Premium Stabmixer-Set
Preis: EUR 51,99

5.0 von 5 Sternen Eine halbe Küchenmaschine, 17. März 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Als etwas wertkonservativer älterer Mensch ist man der sog. "deutschen Qualitätsarbeit" - wo immer sie dann zusammengeschraubt wird - schon zugeneigt. Dieses Stabmixer-Set entspricht dann schon dem, was man sich unter Grundig vorgestellt hat: solide, ein wenig schwer, gut uns fest verarbeitet. Also schon anders als die gängige Plastikware.
Wir haben jetzt alle Aufsätze durchprobiert und sind sehr zufrieden. Alle angepriesenen funktionen laufen bestens, Nüsse bleiben natürlich problematisch. Hochwertig verarbeitet hoffe ich natürlich auf eine lange Lebensdauer, der Vorgänger hielt ja auch viele Jahre. Der Grundig Stabmixer ist keine Billigware sondern durchaus stabil und nach unseren ersten Tests zu empfehlen.


Le Nozze di Figaro
Le Nozze di Figaro
Preis: EUR 28,99

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mozart aus Perm, 14. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Le Nozze di Figaro (Audio CD)
Es klingt wie ein Märchen: Im Reiche des mächtigen und gar despotischen Zaren Wladimir des Großen lebt über 1000 km vom Zarenhof entfernt in der östlichsten Stadt Europas am Fuße eines mächtigen Gebirges ein gütiger Gouverneur, der die Kunst über alles liebt. Aus zauberhaften Quellen hat er Geld und möchte es für die schönen und wahren Dinge des Lebens ausgeben, also nicht für Eishockey oder Fußball. Ein hochbegabter, aber mittelloser Zauberkünstler aus dem ebenso mittelosen Athen hat es über seine Studien ins ferne Sibirien verschlagen und eben diesen Zauberlehrling ruft sich der Gouverneur an seinen Hof. Respektlos fordert er gleich noch ein Orchester aus den gebildetsten Musikern des Landes und gute Sänger für einen Chor – und bekommt es! Und auf das sich der Ruhm aus dem fernen Osten weit über die Welt verbreite, will man auf Tonträgern die unbestritten göttlichsten Werke der Opernwelt, die drei Mozartopern komponiert auf Texten des Lorenzo da Ponte, bannen. Und nicht als verhusteten Mitschnitt einer Theateraufführung, nein zwei Wochen lang darf der Zauberlehrling mit seinen Musikern, die sich den schönen Namen „ewige Musik“ gegeben haben, im Theater des Gouverneurs proben, tüfteln, aufnehmen, seine unbescheidene Vision verwirklichen: einfach die beste Aufnahme dieser Opern zu machen!
Da staunt man im Land der Dichter und Denker schon, da wo Provinzgouverneure Orchester auflösen, pardon fusionieren, wo Rechnungshöfe solch sittenwidrigem Treiben in einem Opernhaus betriebswirtschaftlich schnell den Garaus machen, wo aber auch wohlbestallte Orchestermusiker ihre Probenzeiten äußerst ungern über den Tarifvertrag hinaus verlängern lassen. Und nun liegt es vor, in eleganter Buchform, das Wunder von Perm, in die Welt verschickt nun nicht von einem kleinen armen, aber leidenschaftlichen Verleger, nein dann doch von einem japanischen Riesenkonzern. Das Märchen scheint aber damit noch nicht zu Ende, soll doch die aus dem schönen Sachsen stammende schöne Sängerin der Gräfin gar zum orthodoxen Glauben des Zauberlehrlings übergetreten sein (Rondomagazin) und in der zauberhaft winterlich verschneiten Stadt wird weiter mit Leidenschaft aufgenommen, so verspricht es poetisch ein Videoclip. Subtiler und raffinierter kann Marketing ja auch nicht sein.
Das Wunder von Perm also - wird das Unvergleichliche Ereignis? Ja, eindeutig und das trotz der hohen Latte eines René Jacobs. Teodor Currentzis, der auf dem Bild im Buch jugendlich wie der deutsche Zauberjazzer Michael Wollny wirkt, und sein „Musikaeterna“ lassen Mozart wirklich so spannungsvoll vibrieren, dass man 3 Stunden gebannt zuhört, auch die Rezitative nicht vorzippt. Das klingt dermaßen rhythmisch, energiegeladen, immer wieder neu, aber nie manieriert und stellt so selbst Jacobs noch ein wenig in den Schatten. So drängt sich mir hier nochmal der Vergleich zu dem genialischen Jazz-Improvisator Michael Wollny auf. René Jacobs setzt manchmal noch größere Akzente im Blech, der Streicherklang des Concerto Köln ist dann aber dünner und alles wirkt, nach erstem nächtlichen Vergleichshören, fast vordergründig effektvoller. Wer bei Karl Böhm oder gar Karajan hängen geblieben ist, wird sicher einen Schock bekommen, andererseits hier eingestiegen erspart er sich manche Irrungen und Wirrungen der historisch informierten Spielweise (Harnoncourt, Östmann, Gardiner, Norrington). Trotz des vorherrschenden Extremismus klingt die Nozze unter Currentzis niemals übertrieben sondern auf schwer beschreibbare Weise organisch von der ersten bis zur letzten Note. Auch der von René Jacobs gesetzte Standard beim Begleiten der Secco-Rezitative durch das Hammerklavier, das sich auch in die Arien einbringt, wird noch mal leicht getoppt, durch knappes, witziges Improvisieren. Das wirklich schöne ist, das Currentzis nichts über einen Kamm schert, der Musik auch Ruhe und Atmen lässt („Canzonetta sull’aria“, „dove sono“). Ein kleines Wunder ist so die Arie der Barbarina zu Beginn des 4. Aktes, ganz ernst gesungen von Natalya Kirillova, da steht der tolle Tag einfach still.
Der weitere Unterschied zu Jacobs Aufnahme ist der Gesangsstil, der bei Jacobs dann doch mit Sängern wie Keenlyside, Gens und Kirchschlager, die auch große Häuser füllen, noch weit „opernhafter“ ausfällt. Obwohl konsequent mit wenig Vibrato gesungen wird, klingt das nicht aseptisch, wie bei manchen älteren Aufnahmen der „Alten-Musik-Szene“. Das schon angesprochene „Dove sono“ der Gräfin Simone Kermes, die gar nicht die Barockfurie herauskehrt, lässt einen im Übergang zur Wiederholung schon den Atem anhalten. Das bleibt sicher Geschmackssache, gerade bei Frau Kermes. Und wohl auch kein Dogma, die Männer dürfen sich eher ausleben. Die mir bisher völlig unbekannten Sänger ließen sich vom Dirigenten anstecken und gehen voll in ihren Rollen auf. Andrei Bondarenko ist ein viriler Graf, immer Edelmann, immer auch charmant (Duettino mit Susanna: „Crudel…“), angemessen auftrumpfend im „hai gia vinta la causa“, das schon berühmtere Sänger in Atemnot gebracht hat. Christian Van Horns Figaro unterscheidet sich von der Stimmfarbe nicht so sehr vom Grafen, gibt kraftvoll den großspurigen Möchtegernrevoluzzionär, möchte wohl gerne Graf anstelle des Grafen sein. Susanna und die Gräfin unterscheiden sich dagegen stärker, Simone Kermes eher dunkel herb, wie immer intensiv, wird doch von Fanie Antonelou fast in den Schatten gestellt. Rein stimmlich gesehen kann man den Grafen da schon verstehen, dass er sich diese Susanna nicht entgehen lassen will und sie führt ihn auch mit einer abgefeimten Unschuld und Raffinesse auf’s Glatteis. Mary-Ellen Nesi ist ein viel dunklerer Cherubino als Angelika Kirchschlager, sehr schön. Witzig der polternde, abgrundtiefe Antonio von Gerry Agadzhanian. Muss man sich diese Sängernamen merken, werden sie im knallharten Opernbusiness bestehen, in riesigen Staatsopern gegen das Orchester kämpfen? Fast wünscht man ihnen, dass sie lange in dieser Zauberwelt bleiben können.
Nur die Studioaufnahme an sich schafft noch keine Meisterleistungen, das zeigt die Schallplattengeschichte in teils ernüchternder Weise. Teodor Currentzis hat aber die märchenhaften Bedingungen genutzt, intensiv gearbeitet und damit doch ausgerechnet in Perm ein kleines Wunder vollbracht, dass man als Opernfan unbedingt gehört haben muss. Und vielleicht führen die rockige Rhythmik und der klare, sehr angenehme Gesang auch junge Menschen mal zur Oper? Dabei bleibt bei aller rhythmischen, „rockigen“ Unerbittlichkeit, allem Furor doch die unergründliche Mozartsche Leichtigkeit, aber auch Doppelbödigkeit gewahrt. Dem „Contessa perdono“ kann man sich eh nicht entziehen, Currentzis und seine Sänger machen das ganz ruhig, in sich gekehrt – Mozart, „Balsam für die Seele“, wie das altgediente Klassikfans immer gerne sagen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2014 10:49 AM CET


Unbescholten: Thriller
Unbescholten: Thriller
von Alexander Söderberg
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Mafia Thriller, 3. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Unbescholten: Thriller (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"Du musst ihn zerteilen und ins Restaurant mitnehmen.Dort wirst du ihn durch den Fleischwolf drehen", sagte Hector nüchtern.

So nüchtern wie der spanische Pate Hector seine Anweisungen gibt, ist auch Alexander Söderbergs Schreibstil. In neutralen, knppen Erzählstil jagt Söderberg den Leser, der ja so unbescholten wie die Titelfigur Sophie sein sollte, in die Welt der organisierten Kriminalität. Was wir schon lange wussten, wird deutlich ausgebreitet: Die Mafia ist überall - Stockholm, München, Marbella, Rotterdam, Paraguay, Russland. Und das wissen wir ja seit dem Paten, sie steckt im Gewand der Biedrmänner, der Familienmenschen und Wohltäter der Gesellschaft.
Dabei ist ihnen die Polizei dicht auf den Fersen, mit zweifelhaften Methoden und ebenso zweifelhaften Charakteren. Sicher, das hatten wir alles schon mal, aber Söderberg erfindet doch wieder originelle Figuren, die sich allesamt kaum zur Identifikation des Lesers eignen. Auch die Titelfigur bleibt insoweit blass. Also keine tiefgründige Psychologie, wie wir es sonst aus den skandinavischen Romanen kennen, schon gar kein melancholischer, tiefsinniger Superkommissar.
Ständige überraschende Wendungen, neue Figuren, fiese Tricks von Gaunern und Polizisten gleichermaßen sorgen für gleichbleibende Spannung. Wer Tiefsinn, psychologisch ausgefeilte Figuren mag, wird hier nicht bedient, vieles ist nur angerissen, man merkt auch, wie ein Tableau für eine Trilogie aufgebaut wird. Nach vielen schwergängigen Psychokrimis ist das einfach erfrischend spannungsvoll.
Und so hat der Autor relativ unverfroren sein Ziel erreicht: Man wartet auf den nächsten Band.


Tefal C21093 REVELATION Pfannen Set, 22 und 28 cm ohne Deckel
Tefal C21093 REVELATION Pfannen Set, 22 und 28 cm ohne Deckel
Wird angeboten von TECHNIK TRADE
Preis: EUR 60,12

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Robustes Pfannenset, 3. Februar 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Pfannenset ist gut beschichtet, die Pfannen werden auch rasch heiß. Im Gegensatz zu einer anderen Bewertung hier wölbt sich bei der großen Pfanne (nicht bei der kleineren) der Boden in der Mitte leicht auf, so dass das Öl oder Fett nach außen läuft. Zum knusprig schnell anbraten also in Ordnung, für gleichmäßiges Anbraten größerer Mengen eher weniger.
Auch ist der Rand relativ niedrig, also die Riesenportion Schinkennudeln oder Bratkartoffeln bringt man nicht unter. Inwieweit für knapp 80 Euro Glasdeckel noch dabei sein könnte, kann ich jetzt nicht beurteilen.
Die Verarbeitung ist gut, die Tefal-Pfannen sind durchaus hochwertig mit schönem Griff. Die Farbanzeige das es heiß ist, ist fast mehr ein Gag.


Symphonie No. 6 - "Tragische"
Symphonie No. 6 - "Tragische"
Preis: EUR 16,33

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Energisch und dunkel, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Symphonie No. 6 - "Tragische" (Audio CD)
Gleichzeitig mit der 8. Sinfonie wurde die 6. Sinfonie zum Abschluss von Jonathan Notts Mahler-Zyklus veröffentlicht. Im Konzert gab es auch noch das Lied von der Erde mit Klaus Florian Vogt und Waltraud Meier, vielleicht wird das ja noch angehängt. Nott und die Bamberger Sinfoniker bleiben ihrem Grundansatz über alle Sinfonien auch treu, ein Mahler der Mitte, die Extreme eines Solti oder Bernstein meidend, aber auch nicht so spröde wie Boulez oder so klanglich ausgedünnt wie die späten Abbado-Aufnahmen aus Berlin und Luzern. Jede Sinfonie wird aber eigenständig ausgeleuchtet. In der 6. der "tragischen" herrscht nun ein dunkel-wuchtiger Klang vor, passend zum thema oder Klischee der Sinfonie, die also nicht "gegen den Strich" leicht und locker gebürstet wird. Die Lust am Untergang kommt kraftvoll daher, regelrecht aufgeladen die Mittelsätze, vor allem das Andante. Die brachiale Wucht der Solti-Aufnahme, die ich nach wie vor schätze, wird nicht ereicht, aber das dunkle Klangbild erzeugt eine eigene Stimmung.
So gelingt Jonathan Nott auch mit der 6. Sinfonie eine eigenständige, große Interpretation. Und so rundet sich dieser Zyklus in beeindruckender Weise, steht ohne Zweifel auf der Höhe der großen Mahler Aufnahmen von Bernstein, Solti, Abbado oder Boulez. Natürlich marketingtechnisch eine Außenseiteraufnahme, für mich vergleichbar mit Günter Wands Kölner Bruckner-Zyklus, auch von der eher "sachlichen" Grundtendenz. Wer erstmal einzelne Symphonien testen will, dem seien die wirklich herausragene 2. und 9. Sinfonie ans Herz gelegt.


Symphonie No. 8 - Symphonie der Tausend
Symphonie No. 8 - Symphonie der Tausend
Preis: EUR 16,33

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krönender Abschluss von Jonathan Notts Mahlerzyklus, 24. Januar 2014
Jonathan Nott und die Firma Tudor ließen sich Zeit mit ihrem Mahler-Projekt und das ist ihm dann auch gut bekommen. Auch ein Solti oder Bernstein donnerten ihre Mahleraufnahmen ja nicht in einem Jahr hinaus. Natürlich ist die 8. ein Live-Mitschnitt, aber so bearbeitet, dass man es nicht merkt, also fast keine Publikumsgeräusche und kein Beifall. Ich war bei einer der Aufführungen in der Sinfonie an der Regnitz dabei, der Eindruck dieses gigantomanischen Stückes war da auch überwältigend. Die hervorragenden Techniker haben die Dynamik gut eingefangen und die Durchhörbarkeit sogar gesteigert. Die CD klingt somit sogar besser als ich den Konzerteindruck in Erinnerung habe. Das kommt vor allen den Sängern zugute, die in der weiten Halle ohne Bühnenresonanz doch etwas verloren klangen.
Ohn Fehl und Tadel die Damen, Lioba Braun vor allem und Michael Nagy. Albert Dohmen kämpft wacker mit dieser unangenehmen Partie, reicht aber nicht an Zeppenfeld (unter Chailly, Leipzig) heran. Die Tenorpartie mühelos zu singen, diesen Wunschtraum erfüllt auch Stefan Vinke nicht und sein belcantistischer Schmelz hält sich auch in Grenzen, dennoch akzeptabel, es gab ja auch mal einen Kenneth Riegel...
Jonathan Nott hält die Zügel straff in der Hand, die Bamberger Sinfoniker folgen auf tadelosem Niveau. Dazu ein fülliger Sound in Stereo und Dolby, der vor allem den Klang der DG oder Sony weit in den Schatten stellt. Würde Nott aus den Berlinern oder dem Concertgebouw noch mehr heraus holen können? Als Amateur bezweifle ich das fast, also keine Angst vor einem "Provinzorchester" (ist ja auch "Bayer. Staatsphilharmonie"). Großartig auch die Leistung der Chöre und des Windsbacher Knabenchores.
Ohne das es an Klanggewalt fehlt, übertreibt es Nott im 1.Satz nicht mit dem Pathos und treibt dann rhythmisch auch den langen 2.Teil voran. Der oft quälend langsame Beginn des 2.Teils kommt forsch daher und so zieht der Faust 2 durchgängig spannungsvoll zum großen Aufschwung, dem die Aufnahme nichts an Größe schuldig bleibt. Dazwischen aber auch weltentrücktes Anhalten der Zeit in Streichern, Harfe und Harmonium in der Mitte des Satzes - wunderschön.
Nach Chaillys DVD aus Leipzig nun also noch eine hervoragende Neueinspielung der Sinfonie der Tausend, im Stil vergleichbar.


Whistler Kinder Parka Gardena Junior W-Pro 3.000, Dark Green, 16, 134014001
Whistler Kinder Parka Gardena Junior W-Pro 3.000, Dark Green, 16, 134014001
Preis: EUR 59,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ordentlich warm, 24. Januar 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Dieser "Kinder Parka" ist auf jeden Fall für große Kinder geeignet. Unsere beiden älteren Mädchen (19 und 23) passen gut da rein, sind allerdings auch unter 1,70. Sie finden ihn auch kuschelig warm und die Wassersäule hält normalen Landregen stand. Für Kinder modisch geschnitten, man blamiert sich modisch da nicht. Das aufgestickte Logo finden beide aber weniger "cool".
Insgesamt also für den bisherigen Winter 2013/14 in Ordnung, aber auch keine wirkliches Schnäppchen.


Die Toten im Schnee: Kriminalroman
Die Toten im Schnee: Kriminalroman
von Giuliano Pasini
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Italien im Winter, 24. Januar 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Die Toten im Schnee reihen sich in die unzähligen "Regionalkrimis" ein, die derzeit so beliebt sind. Ich glaube, es fehlen nur noch die Aleuten oder der Tschad mit eigenwilligen Kommissaren. So haben wir auch hier ein Stelldichein der üblichen Kriminalklischees: Der traumatisierte Kommissar, hier ausgestattet mit der parapsychischen Eigenschaft, sich in das Gehirn der Mordopfer in ihren letzten Momenten einzufühlen, die attraktive, aber zickige Freundin oder mal Nichtfreundin, der bärbeißige, aber gutmütige Oberchef, der ehrgeizige, aber unfähige Vice-Questore, der nervige Journalist, die verschworene Dorfgemeinschaft gegen den dorthin versetzten Kommissar usw.
Wie alle ordentlichen Krimihelden ist er natürlich besessen von der Aufklärung des Falles, verbunden mit perönlichen Opfern, rote Blutkörperchen fehlen dem blassen Titelhelden schon - noch. Schärfer gezeichnet sind eher durchaus amüsante Nebenfiguren wie der alte Pfarrer oder der skurile Professore. Aber was will man auch noch absolut neues erfinden. Pasini walkt das ganze gottseidank nicht auf die 800 Seiten englischer Krimidamen aus, der Stil ist nüchtern, der Spannungsbogen ist vorhersehbar, aber vorhanden, ab der Mitte des Buches will man es dann doch durchlesen, also ein leichter Schmöker gerade richtig für das derzeitige trübe Winterwetter. Und man lernt, dass der Winter in Italien auch nicht prickelnd ist.
Und man erfährt einiges über ein bei uns nicht bekanntes oder verdrängtes Kapitel der Geschichte des 2.Weltkriegs, die Front in Italien nach der Landung der Allierten, die Partisanen und Vergeltungsmorde, die verbrannte Erdestrategie der Deutschen in ihrem künftigen Lieblingsreiseland. Und die sicher auch nicht total originelle Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart machen die Toten im Schnee dann auch spannend.
Muss man sicher nicht gelesen haben, aber auch keine vergeudete Zeit.


Götterdämmerung (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin)
Götterdämmerung (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin)
Preis: EUR 49,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krönender Abschluss von Janowskis Wagner-Zyklus - sängerisch nicht perfekt, 19. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Und trotzdem 5 Sterne?
Ja, Marek Janowski vollendet damit eines der ehrgeizigsten Projekte der Schallplattengeschichte - in drei Jahren alle zehn Hauptwerke Wagners einzuspielen, pünktlich zum Ende des Wagnerjahres 2013 erscheint die Götterdämmerung, vollendet also das ewige Werk. Und das ist dann schon ein Rekord: Solti brauchte 25 Jahre vom Rheingold zum Lohengrin, Karajan und Barenboim auch Jahrzehnte mit unterschiedlichen Orchestern, Plattenfirmen, live und im Studio. Und beim derzeitigen Wagnerheros Thielemann sieht es ähnlich heterogen aus. Ein einheitlicher Interpretationsansatz ist dabei meistens auch flöten gegangen, man vergleiche nur Karajans Walküre mit seinem Lohengrin, Barenboims powervollen Soundtrack zum Kupferring mit den gezügelten Aufnahmen mit der Staatskapelle Berlin.
Janowski hat hier eine ganz eigene Wagnersicht in knapp drei Jahren verewigt, letztlich alle Stücke aus einem Guss, auch klangtechnisch aus einem Guss, klingen die Aufnahmen doch mehr nach Studio als nach Liveaufnahmen, da stört kein Huster. Rhythmisch prägnant, teilweise extrem schnell treibt Janowski seinen Wagner immer voran, extrem präzises Orchesterspiel des durchaus phänomenalen Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, dabei immer "schön", rund, lyrisch klingend. Die klanglich weit aufgefächerten Streicher dominieren in ungewohnter Weise, das Wagnersche Blech wird extrem domestiziert, manchmal fast zu sehr (Siegfried Vorspiel 3.Akt, Parsifal Verwandlungsmusik 3.Akt), dann hat es aber auch seine großen Momente (Einzug der Götter in Walhall, Meistersingervorspiel). Insgesamt ein Wagner, wie ihn die geballte Profi- und Laienkritik ja seit Jahre fordert:
Sportlich, drahtig, schlank, frei von falschem Pathos, also wie Bruckner ohne Weihrauch oder Beethoven wirklich revoluzzionär. Der Gegenpol also zu Thielemanns "fettärschigen Klang" - ich zitiere hier aus einer Diskussion über den besten Ring. Doch wo bleiben die Schallplattenpreise und Elogen, a la der Ring des 22.Jahrhunderts? Oder dann doch zuwenig Wagner? Janowski bleibt doch immer ein wenig auf Distanz, immer ein wenig kühl.
Egal, mir als bekennenden, aber nicht unkritischen Thielemannfan gefällt dieser Ansatz auch, die manchmal schier eiskalte Perfektion, der trotzdem volle Klang der Auifnahmen. Und sängerisch war bisher auch alles im Lot: Abgesehen von Kaufmann und Pape geben sich alle großen Wagnersänger unserer Tage ein Stelldichein: Die kampferprobten Recken Dohmen, Gould, Smith, die Damen Stemme, Merbeth, das Lohengrin-Traumpaar Vogt-Dasch (ich weiß, für manche nur optisch), dazu Entdeckungen wie Tomas Koniecny als Wotan, Christian Elsner als Parsifal, Loge und Mime, Günter Groissböck, Jochen Schmeckenbecher, Zeppenfeld und Sonn. Christian Gerhahers grandioser Wolfram und Franz-Josef Seligs menschlicher Gurnemanz dokumentiert. So schlecht steht es da um den Wagnergesang nicht.
Auch in der Götterdämmerung viele schöne Töne: Marina Prudenskaja als Waltraude, Markus Brück als Gunther und Edith Haller als Gutrune. Ebenso Nornen und Rheintöchter. Leider sind die Hauptrollen dann doch problematisch besetzt: Petra Langs tiefgelegte Brünnhilde stört mich da am wenigsten, ihr gelingen wunderschöne, ergreifende Momente im tiefen Register. Aber die Brünnhilde ist halt eine Sopranpartie, Waltraud Meier wusste schon, warum sie nur einmal den Schlussgesang im Studio aufnahm (grandios trotzdem). Petra Lang mogelt sich schon geschickt um die hohen Stellen herum, aber warum nicht Nina Stemme? Warum auch nochmal Matti Salminnen? Der von mir hochverehrte Sänger hat mir in München unauslöschliche Hagenerlebnisse unter Sawallisch und Mehta beschert. Die brutale Kraft ist ja weiter vorhanden, da steckt er schon noch fast alle Kollegen seines Faches in die Tasche. Aber warum lässt der so strenge Zuchtmeister Janowski es, dass Salminnen den Hagen zur forcierten Knallcharge macht, ein Osmin am Rhein, ohne Düsternis oder gar Dämonie.
Und dann wieder Lance Ryan, der wohl am meisten aufgenommene Siegfried aller Zeiten: Valencia, New York, Mailand auf DVD, Frankfurt unter Weigle auf CD, dort noch einigermaßen auf Linie gehalten. Das war Janowski bei der einen Aufnahme in Berlin wohl nicht möglich. So trompetet sich Lance Ryan wieder unbekümmert, aber nicht so schwach wie in der Rundfunkübertragung aus Bayreuth im Sommer 2013 durch den unsympathischen Götterdämmerungs-Siegfried. Zum Abschalten wie Kritikerkollegen Mitito (?) nötigt mich das nun nicht, ganz unfroh bin ich aber auch nicht, wenn Hagen ihm endlich den Garaus macht (da singt er ja noch 5 Minuten). Stephen Gould, der Siegfried-Siegfried, kann das besser, das hat er z.B. bei den Münchner Opernfestspielen 2013 bewiesen, dazu Nina Stemme und Hans-Peter König. So ging Janowskis kühner Ritt über den Bodensee am Ende doch nicht ganz auf.
Und doch 5 Sterne?
Ja, weil ich einfach schon ganz nostalgisch Janowskis Unterfangen toll finde, die editorische Sorgfalt der schönen Büchlein, die klangliche Sorgfalt und das grandiose Orchesterspiel. Und zusammen mit meinem Kritikerkollegen kommt Amazon dann auf 3 Sterne, und das hat diese Götterdämmerung mindestens verdient (auf das Honorar von Pentatone warte ich allerdings immer noch).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2014 11:22 PM CET


BEEM Germany   D2001.135 Night Flight Toaster, violett
BEEM Germany D2001.135 Night Flight Toaster, violett
Wird angeboten von Novovivo
Preis: EUR 39,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Passend zur lila Kaffeemaschine, 3. Januar 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Zur Studentengrundausstattung gehört neben einer Kaffeemaschine natürlich ein Toaster. Nachdem die Wahl auf die lila Kaffemaschine von Beem fiel, kam halt der lila Toaster dazu. Wie immer bei Beem hat das Gerät viele praktische Details, relativ breite Schlitze, einen Krümelkasten, eine Stoptaste für alle Funktionen (praktisch, wenn man merkt, der Toast wird zu dunkel - ich mag Toast nicht geröstet), die Auftaufunktion sowie eine Power-Auswurf-Feder, wenn man den Teller richtig stellt, landen die Toast gleich auf diesen. Das sorgt doch gleich für Erheiterung auf einem Studenten-WG-Tisch am frühen, müden Morgen.
Wie immer auch bei Beem viel Plastik und das Gefühl, der Toaster wird nicht für die Ewigkeit gebaut sein, vor allem bei etwas ruppigen Umgang mit ihm.

Und sonst: er toastet, wärmt Brötchen auf, funktioniert erstmal.


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