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Beiträge von Thomas Barisch
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Rezensionen verfasst von
Thomas Barisch (Euerbach, Bayern)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   

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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Rasierer, 22. Mai 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich habe nun den blauen Panasonic Nass/Trockenrasierer eine Zeitlang getestet und bin schon zufrieden. Man hat ja ein Bündel von Möglichkeiten:
Trockenrasieren - ganz trocken
Trockenrasieren - in der Dusche (Wasserverschwendung)
Nassrasieren - also mit Rasierschaum oder -gel im Bad und die nasse Krönung
Nassrasieren mit Schaum unter der Dusche

Trotz dieser Möglichkeiten ist doch die einfache Trockenrasur immer noch das sinnvollste für einen Elektrorasierer. Rasieren in der Dusche mag für den Werbeclip cool wirken - ich brauche einen Spiegel. Und wenn ich mich mit Rasierschaum rasiere, ist die gute, alte Dreifach-Klinge doch immer noch am effektivsten. Also auch hier bleibt die klassische Nassrasur (leider) unübertroffen.

Der Panasonic schlägt sich aber für einen Trockenrasierer erstaunlich gut, er ist doch relativ gründlich. Dazu ist er leicht, liegt gut in der Hand. Der Akku hält bisher länger als die angegebenen 7 Rasuren. Schade nur, dass das Netzteil nur rot leuchtet, also nicht anzeigt, wann der Ladevorgang beendet ist. Praktisch sind diese schnurlosen Rasierapparate allemal.


Siegfried
Siegfried
Preis: EUR 40,11

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wagners Siegfried - ein Tor zur Moderne, 22. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Siegfried (Audio CD)
Selten hat mich in den letzten Jahren eine Wagner-Opernaufnahme von Anfang an so überwältigt und begeistert wie dieser Siegfried aus Frankfurt. Sebastian Weigle gelingt eine ganz eigene Interpretation des Rings, bisher schon auf hohem Niveau, aber der Siegfried toppt das noch. Zum einen arbeitet er das maschinenmäßige der Musik äußerst penibel heraus, das ist exakt durchgearbeitet, oft bohrend, keine Temposchwankungen. Dazu ein Klangbild, das dem Bayreuther Mischklang geradezu diametral gegenüber steht. Was hier an Details gerade in den Holzbläsern, gestopftem Blech, vibratolosen Streichern zu hören ist, zeigt endlich, wie modern Wagner hier instrumentierte. Im Tristan erweiterte er die Harmonik, im Siegfried schuf er eine wahrlich bizarre Klangwelt. Weigle lässt bei aller Genauigkeit das Orchester "seinen Rachen" weit aufreissen, die "starken Schläge", mit denen Siegfried das Götterschwert wieder schmiedet, erklingen hier wirklich. Abgründig düstere Klänge auch zu Beginn des zweiten Aktes. In ruhigem Tempo beginnt auch das Vorspiel zum dritten Akt, um sich dann zum gewaltigen Orchesterausbruch zu steigern. Nach langen Akten in Bläserfarben rauschen dann die Violinen fast überzeichnet zu Siegfrieds "Das ist kein Mann" herein, genug der Details, einfach anhören. Großes Lob ans Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Bei neueren Opernaufnahmen beginnen die Einwände oft bei den Sängern. Hier nicht: Die Frankfurter Oper hat ein komplett überzeugendes Sängerpersonal aufgeboten, das vielleicht nicht den Qualitätskriterien eines Kesting standhält, aber derzeit von keiner Bühne übertroffen wird: Lance Ryan konnte sich nach seinem Siegfried in der DVD aus Valencia mächtig steigern und ist sicher die richtige Wahl für Bayreuth 2013. Terje Stensvold vollendet seine große, stimmmächtige und klangschöne Wotaninterpretation mit einem grandiosen Wanderer, das schließt für meine Ohren an Hotter oder Stewart an. Peter Marsh ist schon fast ein Belcanto-Mime, darf oder will nur selten chargieren, etwa beim "Fafner und Siegfried, oh brächten beide sich um". In den Schmiedeliedern gibt er dem Siegfried stimmlich kräftig Paroli, Jochen Schmeckenbecher gibt mit einen imposanten Alberich schon fast eine Wotanvisitenkarte ab, Meredith Arwady orgelt eine abgrundtiefe Erda und das Waldvöglein ist kein Piepsstimmchen, singt weich und sogar textverständlich. Susan Bullock überzeugt wie in der Walküre erst als scheue, mädchenhafte und zurückhaltende Brünnhilde. Berührend das "ewig war ich, ewig bin ich", ehe dann ein wirklicher Finalrausch, eine grandiose Stretta alles zur "leuchtenden Liebe, lachendem Tod" hinwegfegt.

Kein Wunder, dass die Frankfurter Ringzyklen ausverkauft sind. Im Juni schon soll die Götterdämmerung folgen - das sieht gut aus für einen neuen ring auf höchstem Niveau.


Die Meistersinger von Nürnberg
Die Meistersinger von Nürnberg
Preis: EUR 46,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Janowskis Meistersinger - jugendlich frisch und rhythmisch prägnant, 22. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Meistersinger von Nürnberg (Audio CD)
Marek Janowskis Dirigat der Meistersinger gefällt mir vom ersten, forschen Auftakt bis zum kraftvollen Finale ca 4 Stunden und 20 Minuten später. Wie derzeit kein anderer hält er die Zügel auch dazwischen fest im Griff, das ist immer rhythmisch pointiert, flotte Tempi - anscheinend muss man über 70 sein, um so zuzupacken. Obwohl an den Steigerungen das Orchester - vorzüglich in allen Gruppen - schon mal auftrumpfen darf, kommt durch die schnellen Tempi nirgends das Gefühl von Schwere oder "falschem Pathos" (ich möchte mit diesen Kritiker-Totschlagargument vorsichtig sein, gerade bei diesem Werk!) auf. Der weitere Pluspunkt ist der exzellente Chor unter Chorleiter Friedrich, sicher der Vorteil der konzertanten Aufnahme, dass sich der Chor nicht mit Prügeln und Aufzügen herumzuschlagen hat. Die vielen polyphonen Stellen habe ich noch nie so textverständlich gehört ("Stadtschreiber ist er, Beckmesser heißt er"), "Wach auf"- und Schlusschor überwältigen einfach.

Damit begibt man sich natürlich auf glatten, glitschigen Boden. Für mich sind die Meistesinger so vielschichtig, menschlich, natürlich immer noch politisch, aber doch im Sinne der positiven Utopie einer kunstsinnigen und kunstverständigen Gesellschaft. Wer Nürnberger Bürger und Handwerker in SA-Uniformen auftreten lässt, hat das Stück sicher nicht verstanden. Auf Udo Bermbachs hervorragende Bücher sei hier in diesem Zusammnenhang kurz verwiesen.

Zurück zur Musik: Janowski hat ein Sängerpersonal, dass sich hören lassen kann, ohne wirklich sensationell zu sein. Wobei ich dabei schon an ein Trio aus Rene Pape oder Bryn Terfel als Sachs, Johan Botha als Stolzing und Thomas Hampson als Beckmesser denke. Nein, hier machen alle ihre Sache auch gut, Albert Dohmen ist ein mächtiger, ernster Hans Sachs, bei dem seine Wotanerfahrungen noch mitschwingen, Georg Zeppenfeld ein grandioser Pogner, Peter Sonn ist ein toller David, Dietrich Henschel muss manchmal schon forcieren und Edith Haller ist kein "Evchen" mehr, aber das ist nun Beckmesserei. Einzig mit Robert Dean Smiths etwas knödeligen Timbre kann ich mich im 1.Akt nicht recht anfreunden. Andererseits engagiert er sich in der doch auch etwas blassen Figur und schmettert seine Preislieder im 3. Akt dann kraftvoll und höhensicher.

Sicher geht Thielemann in seiner Wiener Live-Aufnahme die Meistersinger differenzierter an, Janowskis geradliniges Dirigat macht aber einfach auch Freude, zumal wirklich herausragende Meistersinger auf CD seit Karajans Dresdner Aufnahme rar bzw. eigentlich nicht vorhanden sind.


Günter Wand Edition - Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Günter Wand Edition - Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Preis: EUR 67,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschendes von Günter Wand, 7. Mai 2012
Auch 10 Jahre nach seinem Tod ist Günter Wands Ruhm nicht verblasst - im Gegenteil scheint doch der zu Lebzeiten immer eher als Geheimtipp gehandelte Dirigent jetzt ein Garant für werkgerechte, spannungsvolle Aufnahmen. Seine verschiedenen Zyklen mit den Sinfonieorchestern des WDR, NDR und schließlich den Berliner Philharmonikern haben völlig zurecht Referenzstatus. Aber auch der glühendste Wand-Fan fragt sich, ob er die bereits mehrfach eingespielten Werke nun nochmals zum stolzen Preis benötigt. Nach langem Zögern überwog bei mir der Sammlertrieb (ich glaube, dass ich fast alle offiziellen Wand-Aufnahmen habe) und habe es nicht bereut. Diese Aufnahmen sind allen Wandkennern unbedingt zur Abrundung eines heute doch auch einseitigen Wandbildes ("der Hüter der reinen Werktreue") empfohlen. Aber auch wer einfach spannende, ja geradezu wilde Aufnahmen der großen Tschaikowsky-, Beethoven- und Bruckner-Sinfonie sucht, wird hier fündig. Wird doch hier geradezu unbändig und risikobewussst musiziert. Das war sicher nicht für die Ewigkeit gedacht und ob Günter Wand, der Strenge, diese Aufnahmen freigegeben hätte, wage ich fast zu bezweifeln.

Die Tschaikowsky-Sinfonien 5 und 6 brechen regelrecht über einen herein, erinnern an alte russische Aufnahmen etwa Mavrinsky: Schnell, unsentimental, mit oft brutalen Blech, sich manchmal auch überschlagenden Trompeten, regelrecht alterswild. Beim Höllentanz aus dem Feuervogel sollte man mit Großkritikern oder Kennern mal ein Hörrätsel machen - ich wäre da nicht auf Wand gekommen. Das pustet allen Staub weg, da kann man die berühmte Abbado-Aufnahme glatt vergessen. Auch die Bilder einer Ausstellung verlieren jede Betulichkeit des Museumsschlenderns. Hier der Einstiegshörtipp: der Bydlo-Karren, der geradezu dämonisch gesteigert wird.

Die Beethoven-Sinfonien 5 und 6 liegen gleich zweimal bei (Konzert und wohl Generalprobe), aufschlussreich auch die Proben, er war ja als Erbsenzähler insb. bei den Streichern gefürchtet: der ja schon über Achtzigjährige fordert und leitet das Orchester wie ein das Idealbild des strengen, aber gerechten Lehrers, auch gelegentlich witzig, dann fürsorglich ("wir schaffen das schon zusammen"). Da geht es nur um die Musik, nur um Triolen, Übergänge, Rhythmus - kein Gerede über die Musik. Und in der Aufführung schafft so ein penibles Proben dann das sichere Fundament für zwei regelrecht existientielle Deutungen, das Blech schärfer als in vielen Originalklangversionen, in den Schlusssätzen aber auch mit einem ganz von innen kommenden Pathos.

Alle diese Werke sind ja auch mit dem Sinfonieorchester des NDR aufgenommen worden und mehrfach veröffentlicht. Wer es gerne intensiver hat und dabei ein paar kleine Patzer im Blech ignoriert, ist bei den russischen Stücken, aber auch bei Beethovens 5. und 6. fast besser bedient.

Dann nochmals Bruckner 6 und 8. Die 6. bietet nun nicht soviele Interpretationsmöglichkeiten, wie immer stimmt alles, bietet aber auch keine neuen Einsichten. Anders bei der monumentalen Achten. Mit diesem Werk hat er ja so intensiv wie kein anderer auseinander gesetzt, von der analytisch, noch etwas spröden Kölner Rundfunkaufnahme bis zur gigantischen Berliner Live-Aufnahme. Mir scheint, als ob Wand auf der Basis der einmal gewonnenen Partiturauslegung mit jedem Orchester und den jeweiligen akustischen Verhältnissen etwas anderes ausprobiert hat, die jeweiligen Klangeigenschaften der Orchester noch betont. So spielt das DSO Berlin viel heller, auch schärfer als die doch dunkel tönenden Philharmoniker oder die NDR-Sinfoniker. Diese ungeschnittene Aufnahme gibt sich wiederum kämpferischer, dramatischer als die aus meheren Aufführungen zusammengeschnittenen, wohl auch etwas geglätteten RCA-Aufnahmen. Beispiel die harte, viel präsentere Pauke, insgesamt ein direktes, ungeschöntes Musizieren, immer spannend über die fast 90 Minuten Spielzeit. Eine wichtige Ergänzung zum Brucknerbild, die jetzt die anderesn Aufnahmen nicht vom Sockel holt, aber eigenständig daneben steht.

Abgerundet wird das durch eine klangschöne g-moll Sinfonie und eine federnde Haydn Nr. 76. Bei Mozart und Haydn war Wand kein Bilderstürmer, da war er bis zuletzt seiner Generation verhaftet. Durch das genaue Musizieren, die Präsenz der Bläserstimmen sind diese Aufnahmen doch frisch und nicht überholt.

Zusammen mit der 1. Box, bei der die Beethoven-Sinfonien 1,3,4 sowie die Coriolan-Ouvertüre mit der Egmont gekoppelt sind und einer geradzu extatischen 4. Brahms, die alle früheren Versionen übertrifft, eine wichtige Ergänzung zum Bild Günter Wands. Das Coverfoto des weisen Greises wir von diesem alterswilden Aufnahmen geradzu konterkariert. In welchem Konzertsaal kann man so ein unbedingtes Musizieren heute erleben?


Panasonic Lumix DMC-FS45EG-K Digitalkamera (16 Megapixel, 5-fach opt. Zoom, 7 cm (2,9 Zoll) Display, 24mm Weitwinkel, HD-Video, bildstabilisiert) schwarz
Panasonic Lumix DMC-FS45EG-K Digitalkamera (16 Megapixel, 5-fach opt. Zoom, 7 cm (2,9 Zoll) Display, 24mm Weitwinkel, HD-Video, bildstabilisiert) schwarz
Wird angeboten von primus02

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praktische kleine Digitalkamera, 30. April 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Als etwas altmodischem Menschen erscheint es mir immer noch als Wunder, was diese kleinen Kameras alles können und leisten. Natürlich wird man hiermit keine Fotos für die VHS-Fotoaustellung aufnehmen, wobei das bei den richtigen Motiven am Ende auch noch ginge. Da frage ich mich manchmal schon, warum ich meine Nikon D90 mit mir herumschleppe. Wer also
- Schnappschüsse bei Feiern, in geschlossenen Räumen
- bei sportlichen Aktivitäten, beim Bergsteigen oder Skifahren
unkompliziert und schnell machen will, kann mit der Panasonic Lumix DMC FS45EG-K in diesem Preissegment nichts falsch machen.

Ich habe nun drinnen und draußen, bei Sonne und trüben Wetter viele Testfotos geschossen und bin beim Ansehen der Bilder auf meinem großen Bildschirm überrascht. Auch scheint die Stabilisierung wohl so gut zu funktionieren, das fast nichts verwackelt ist. Die Qualität ist so gut, dass auch ein testweiser Fotokalender mit 30 x 45 cm gestaltet werden könnte. Da die wenigsten doch absolute Profifotografen sind, kann ich es für Fotolaien doch empfehlen. Die Automatik dunkelt bei hellem Tageslicht ein wenig ein, wo ich bei der großen Spiegelreflex in der Automatik schon einen Polfilter brauche und erzeugt im Abendlicht angenehm warme Farben, ohne das ich groß was einstellen muss. Das ist am Ende aber auch eine Geschmacksfrage.

Dazu kann man Videos von einer Dauer bis zu einer halben Stunde drehen - natürlich nicht für eine Oscarnominierung oder das Erstellen des Hocheitsfilms. Aber hier wie da eine einfache Möglichkeit, was zu filmen. Mit ein wenig ruhiger Hand wackelt überraschend wenig.

Wir haben unserem Spaß an diesem kleinen, sehr leichten Teil.
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Moulinex QA404G15 Küchenmaschine Masterchef Gourmet
Moulinex QA404G15 Küchenmaschine Masterchef Gourmet
Preis: EUR 189,92

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Designer Küchenmaschine, 30. April 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nein, mit Mutterns schwerer, hässlicher Metallküchenmaschine von Bosch mit ihrem Schätzgewicht von 30 Kilo kann man die Moulinex Masterchef Gourmet nicht vergleichen. Auch möchte ich nicht wissen, was ein Gourmet Chefkoch dazu sagt. Aber nun konkret:

1. Design:
Sicher das beste, dieser knallrote Retrostil. Achtung gleich: Bild und Verpackung täuschen, die Maschine ist kleiner als gedacht. Daher meine erste Empfehlung: Praktisch ist das Gerät für eine kleine Küche. Insgesamt sowieso keine Anschaffung für eine Großfamilie. Ich möchte sie jetzt nicht als Single-Küchenmaschine beschreiben, aber vor allem die Reibeaufsätze sind eher was für kleine Portionen.

2. Verarbeitung:
Was metallisch leuchtet, ist doch nur Plastik. Hat den Vorteil, dass die Maschine leicht und schnell aus dem Schrank auf die Arbeitsplatte kommt. Wir haben sie jetzt bei den ersten Einsätzen mit Seidenhandschuhen angefasst. Noch funktioniert alles einwandfrei, gewackelt hat nichts. Aber in der Hitze des Backgefechts mal schnell und kraftvoll die Einsätze wechseln, wäre ich vorsichtig. Ich werde mich auch nochmals melden, falls das Plastik vor der Zeit bricht.

3. Rührschüssel mit zwei Knethaken und Schneebesen
Das ist eindeutig das beste an der Küchenmaschine. Auch für Laien wie mich schnell zusammen zu bauen. Sahne, Schnee, Biskuitteig hat ohne Probleme geklappt. Am liebsten würde ich mir noch eine passende Schüssel besorgen, z.B. für die Kuchenrezepte mit Eierschnee. Schnee und Sahne werden sehr schön steif, die Zeit habe ich nicht gestoppt, denke aber weder schneller noch langsamer. Die Maschine brummt schon, fand ich jetzt aber nicht so außergewöhnlich (wenn ich an Mutterns große, alte Maschine denke...)

4. Mixer
Auch in Ordnung, die Zeit der sommerlichen Milchshakes kann kommen.

5. Häcksel-Aufsätze
Der ist nun wirklich nur für Gourmet-Portionen sinnvoll zu verwenden. Schon garnicht geht das Schneiden z.B. eines Rotkohls. Positiv ist, dass auch dieses Teil schnell und unkompliziert zusammen gebaut ist. Empfehlen würde ich es für eine kleine Portion Karotten-Rohkostsalat. Geht dann schon schneller als mit der Handreibe.
Ob sich da die Anschaffung eines Fleischwolfes lohnt, wage ich zu bezweifeln.

Insgesamt aber eine praktische und kompakte Küchenmaschine, vor allem zum Backen und für ein schnelles Mixgetränk


Der Fliegende Holländer
Der Fliegende Holländer
Preis: EUR 39,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auftakt von Janowskis Wagner Zyklus, 29. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Fliegende Holländer (Audio CD)
Marek Janowski wagt es und scheint auch Sponsoren zu haben, die ihn unterstützen: Den gesamten Wagner bis 2013 in konzertanten Aufführungen in der Berliner Philharmonie aufzunehmen. Ein Unternehmen, dass die großen Wagnerheroen Thielemann und Barenboim wohl nicht schaffen. Auch die großen renommierten Schallplattenfirmen wie DG, EMI oder Sony haben da wohl wenig Ambitionen, wird schon langen, die alten Aufnahmen wieder mal neu zu verpacken. Dabei ist ja gerade beim Holländer die Auswahl an überzeugenden Aufnahmen nicht so groß.

Insoweit ist der Mut der Firma Pentatone schon mal zu begrüßen, den Wagnerfreund kanns nur freuen. Den Anspruch, damit alles toppen zu wollen, kann man eh nicht unterstellen. Marek Janowskis Ansatz bringt im wahrsten Sinne des Wortes frischen Wind in die in den letzten Jahren doch auch etwas einförmige Wagnerszene, die sich auf der Bühne zwar in immer neuen Kapriolen austobt, musikinterpretatorisch aber nichts wirklich innovatives gebracht hat. Auch die Originalklangbewegung scheint sich an Wagner die Zähne auszubeissen, Hengelbrocks Bayreuthdebut war ja auch keine Erfüllung.

Janowskis Wagner müsste nun all denen gefallen, die es leicht, frisch, flott und schlank mögen, in 2 Stunden und 6 Minuten saust sein Holländer über die Klangbühne. Das ist durchgehend spannend und demonstrativ unpathetisch. Bei den Sängern altbekannte Namen, die alle einen guten Abend erwischt haben. Albert Dohmen überraschend mit kernigen Basstönen und fester Höhe, wie immer textverständlich, manchmal etwas mehr deklamierend als singend. Er ist seit langem ein wieder mal überzeugender Holländer, viril, kraftvoll und trotzig, weniger Leidensmann als George London oder Simon Estes, aber eine eigene Interpretation. Riccarda Merbeth überzeugt in der eigentlich undankbaren Rolle der Senta, sie klingt relativ tief, die tonmalerischen Rufe der Ballade kommen klangschön und nicht gilfend, bei den späteren dramatischen Ausbrüchen geht dann aber die Textverständlichkeit leider gegen Null und die genaue Tonhöhe bleibt da leider wie bei so vielen im Vibrato vrborgen.
Ob es an der Aufnahmetechnik liegt oder gezielte Interpretationen ist, weiß ich nicht, aber wohl nie haben Senta und der Holländer im großen Duett im 2. Akt so klangschön und mächtig - aneinander vorbeigesungen. Und das finde ich äußerst treffend.
Robert Dean Smith, sonst mit größeren Aufgaben bei Wagner betreut, kann richtig Gas geben und so wird Erik kein Winsler, sondern eine starke, reale Gegenfigur zum Holländer. Richtig sensationell ist Matti Salminnen als Daland, nach 40 Jahren Wagnerbass vom Dienst klingt seine Stimme noch immer so mächtig rauh wie vor 30 Jahren im Kupfer Holländer, eigentlich fast noch besser geführt. Chapeau Meister Matti! Steuermann und Mary sind auch absolut rollendeckend gesetzt.
Die Chöre unter Eberhard Friedrich zu loben, ist fast wie Eulen nach Athen tragen.
So ist eine manchmal mitreissende, fetzige Aufnahme entstanden, die man insbesondere Wagner-Neulingen unbedingt empfehlen kann. Auch der Wagnerianer findet einen interessanten Gegenentwurf zu den schwergeichtigeren Versionen eines Klemperer oder Böhm.
Was mir am Ende fehlt, ist ein bisschen Operndämonie, ein wenig Romantik, etwas mehr Verzweiflung, etwas mehr Sturm und Wildheit dieses doch recht ungebärdigen Frühwerks. In sich stimmig bleibt Janowskis Deutung und so gibt es auch keinen Punktabzug. Musikalisch aber bleibt der Fliegende Holländer für mich noch nicht ganz erlöst, vor allem auch in Bezug auf die wilde Urfassung, die hier wieder der späteren Fassung mit dem Erlösungsschluss gewichen ist.


Sinfonie 7
Sinfonie 7
Preis: EUR 16,33

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mahlers unpopulärste Symphonie klangschön, 29. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 7 (Audio CD)
In Gegensatz zur gängigen Mahlerliteratur und -kritik hatte ich mit seiner 7. nie ein Problem, höre sie auch jetzt noch lieber als die 5., 6. oder 8. Schon gar kein Problem habe ich mit dem krachenden Schlusssatz - das ist doch eine aberwitzig tolle, ja fast irre Musik, da wirken Hindemith, Prokofjeff und Shostakowitsch blass dagegen. Die Doppelbödigkeit ist da schon so offensichtlich einkomponiert, dass es doch "jeder Esel hört". Dazu die Sphärenklänge aus Raumschiff Enterprise in der Durchführung des 1.Satzes, die unheimliche Nachtmusik I, der zerfetzte Wiener Walzer und das Serenadenklischee mit Gitarren und Mandolinen - Mahlers "heiterstes Werk" nach eigener Aussage, auf jeden Fall sein modernstes Stück. Und bitte kein "Lied der Nacht", was für ein dummer Titel für dieses gewaltige Werk.

Interpretatorisch bin ich bei der 7. von Georg Soltis Aufnahme mit dem CSO geprägt, auch von der genialen Aufnahmetechnik, die aber leider bisher noch nicht adäquat auf CD transferiert werden konnte. So auftrumpfend geht nun Jonathan Nott mit den Bamberger Symphonikern die Sache nicht an, eher scheint er sich hier ein wenig an Pierre Boulez zu orientieren, ohne dessen totale Nüchternheit zu kopieren. Er setzt mit den Bambergern einfach auf Klangschönheit, dabei wird wieder wie in den bisherigen Aufnahmen scheinbar jedes Detail hörbar, insbesondere die Holzbläser sind sehr präsent. In Verbindung mit der grandiosen Aufnahmetechnik kommt hier Mahlers ständige Polyphonie ganz deutlich heraus, da weiß man manchmal garnicht, wo man zuerst hinhören soll. Und so kann man auf klangliche Schönheit in allen Instrumentengruppen wert legen und es kommt trotzdem "moderne" Musik heraus.

Wer damit also leben kann, dass die Extremwerte eines Solti oder Bernstein in Blech und Pauken nicht getoppt werden, kann sich auf spannende und phantasievolle 80 Minuten "absolute Programmmusik" einlassen. Keine Angst aber, das Spitzenorchester aus Bamberg schafft auch klanglich opulente Höhepunkte, die den Kollegen aus der neuen Welt in nichts nachstehen und der Pauker lässt sich seinen großen Auftritt zum Beginn des Finales nicht nehmen.

Ein überzeugendes Plädoyer für die noch immer unterschätzte Siebte. Und ein neuer Höhepunkt in diesem faszinierenden Zyklus, der auf Augenhöhe mit den großen Mahlerinterpretationen der Vergangenheit ist, immer eigenes dazubringt und klangtechnisch ob stereo oder surround gehört absolute Referenz ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2013 11:10 AM CET


DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Neuseeland
DuMont Reise-Handbuch Reiseführer Neuseeland
von Hans Klüche
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,99

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Typischer Dumont-Reiseführer, 29. März 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
In der letzten Zeit bin ich Reiseführern gegenüber stark eingenommen. Für teures Geld werden manchmal doch nur Binsenweisheiten vom Stapel gelassen, in dem Stil: im Oktober kanns am Meer abends schon mal kalt werden oder d e n besten Fisch an der ganzen Westküste gibt es nur bei... Dazu kommt ja auch die Frage der Aktualität.

Hier wird man im klassischen Reiseführerstil mit Informationen eingedeckt, bis man garnichts mehr blickt. Wer also - so wie ich - sich einen Übeerblick schaffen will, ob und wie eine Neuseelandreise machbar ist, ist hier schon zu tief in der Materie. Ob es wirklichen Neuseelandfans wirklich was bringt, bezweifle ich dann auch. Es wird halt jeder Landstrich von Nord nach Süd in der altbewährten Weise abgehandelt. Spektakuläre Photos wie versprochen findet man auch nicht (klar, ist ja auch kein Bildband). Dazu der übliche Hotel- und Restaurantempfehlungsmix.
Als mir dann empfohlen wurde, den außergewöhnlichsten Honig der Welt von irgendwelchen Bienen bei irgendwelchen Bioimkern zu kaufen, musste ich das Buch wirklich erstmal weglegen - klar, ich kaufe Honig in Neuseeland und fliege ihn dann um die Welt. Oder ich tuckere mit dem tueren Leihwagen gen Süden und plötzlich ruft die Reiseführer lesende Begleiterin: "Du Schatz, bieg da mal ab, nach nur 15 km auf der Piste kommt ein gaaaanz toller Imker!"

Mein Tip: aus der öffentlich subventionierten Bücherei vielleicht mal ausleihen und die wirklichen aktuellen Infos im Internet suchen. Wie gesagt, ich war voreingenommen gegenüber den klischeehaften Reiseführern und wurde aber auch nicht vom Gegenteil überzeugt. Drei Punkte dann doch, weils am Ende halt ein völlig normaler Reiseführer ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 7, 2014 5:26 PM CET


Parasiten: Thriller (Christian Beyer-Reihe, Band 27300)
Parasiten: Thriller (Christian Beyer-Reihe, Band 27300)
von Marina Heib
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider deutscher Krimi, 29. März 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Zugegeben: Titel und die ersten klingen aufreissender als eigentlich nötig. Wer also das Morden eines Serientäters mittels Insekten erwartet, der wird - soviel sei verraten - sicher enttäuscht. Für mich ist das in Ordnung, das immer von neuem entfachte, immer grausiger oder manchmal auch nur skurrilere Töten entwickelt doch nur selten noch richtige Spannung - war doch alles schon mal da gewesen.

Auch hier war alles schon mal dagewesen, wird aber doch wieder ein wenig neu beleuchtet. Auch ein Schuss Gesellschaftskritik und osteuropäische Realität 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion runden das ganze ab. Die Verflechtung von Geld, Hochkultur und käuflicher Liebe scheint im Hinblick auf Berlusconi und Strauss-Kahn garnicht abwegig - warum sollte es sowas in Deutschland nicht geben?

Letztlich gute Unterhaltung, eine Portion zum Nachdenken - wie halt ein guter (gibts die noch?) Tatort.


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