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Arwen

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Echoes of the Past: Wolfsheiler
Echoes of the Past: Wolfsheiler
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Daumen hoch!, 23. Juni 2015
Ein weiteres spannendes, gelungenes Spiel der Reihe, das man in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden spielen kann.

In der hier rezensierten Sammleredition stehen mit einem immer wieder aufladenden Tipp, einem Tagebuch, einer Aufgabenliste und einer Karte der Gegend, in der man sich gerade befindet, einige taugliche Hilfsmittel zur Verfügung. Außerdem können Auszeichnungen errungen und Sammelobjekte gefunden werden (findet man nicht alle, bekommt man am Ende des Spiels noch einmal die Chance, die Sammlung zu vervollständigen – der Lohn ist ein zusätzliches Minispiel).

Worum geht's?

Die Wolfsheiler/innen – Menschen, die Wolfsgestalt annehmen können – sind die Hüter ihres Landes. Just an dem Tag, an dem die kleine Tochter ihres Anführers Sirius in die Gemeinschaft aufgenommen werden soll, werden sie von ihren Feinden angegriffen und auseinandergetrieben. Es ist an dem/der Spieler/in, die Tochter des Anführers zu beschützen.

Der/die Spieler/in ist Wolfsheiler/in, kann also zwischen menschlicher und wölfischer Gestalt wechseln, was bei einigen der im Verlauf des Abenteuers zu bewältigenden Aufgaben von großer Wichtigkeit ist. Neben derlei Aufgaben gibt es natürlich auch einige sehr abwechslungsreiche, liebevoll gestaltete interaktive Wimmelbilder (u.a. mit zu erratenden bzw. ins Bild einzufügenden Gegenständen) sowie lustige und teils recht kniffelige Minispiele.

Die Grafik ist sehr gut, detailliert und anschaulich. Die Schauplätze sind gelungen und stimmig, die Effekte passen, die Musik auch. Bloß dass die Personen, die gerade sprechen, die Lippen nicht bewegen, mutet etwas seltsam an. Das geht nun wirklich besser!

Im Bonuskapitel, das eine ordentliche zusätzliche Spielzeit aufweist und dem Hauptspiel qualitativ in nichts nachsteht, gibt es ein alternatives Ende! Oder vielleicht doch nicht???? ;-)

Fazit: Eine spannende Odyssee und viele Abenteuer! Ein echtes Spielvergnügen!


Enduring Love (Roman)
Enduring Love (Roman)
von Ian McEwan
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

4.0 von 5 Sternen Verfolgt von einem Stalker!, 15. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Enduring Love (Roman) (Taschenbuch)
Ich möchte vorausschicken, dass ich die Bücher von Ian McEwan unheimlich gerne lese (geradezu verschlinge), weil sie so gut geschrieben und recherchiert sind und oft auch ein bisschen (schwarzen) Humor zeigen. Ich bevorzuge die Originalversion, weil durch die Übersetzung doch immer wieder einiges verloren geht.
Wer etwas mehr als "Schulenglisch" beherrscht, sollte diese Bücher jedenfalls auf Englisch lesen!

Kommen wir zu "Enduring Love".
Ein sehr schöner, stimmiger Roman in gewohnt hoher schriftstellerischer Qualität, aber auch mit einigen Schwächen. Was besticht? Zuallererst die wundervolle Sprache. Dann der scharfe Blick auf die Spezies Mensch mit all ihren Stärken und Schwächen, Unsicherheiten und Eitelkeiten. Schließlich die durchaus interessanten Charaktere.

Der Plot? Joe und Clarissa, ein glückliches Paar, dessen Beziehung durch die Ereignisse enorm strapaziert wird. Die Gründe dafür: Ein schreckliches Ballon-Unglück und Jed, der Stalker. Wie entwickelt sich die Beziehung? Wachsen die beiden zusammen - oder driften sie auseinander???

Manko Nr. 1: Meines Erachtens ist die ganze Geschichte ein bisschen zu dick aufgetragen. Wir haben zwei Handlungsstränge, von denen einer völlig gereicht hätte:
a) Wie gehen Menschen damit um, in ein Unglück (hier: Einen Ballon-Unfall mit tödlichem Ausgang) verstrickt zu sein – was bewirkt der Schock in ihnen – wie gehen sie mit den Schuldgefühlen um (habe ich genug getan? Etc?)
b) Das De-Clérambault-Syndrom (Liebeswahn) – wer sich für Psychologie interessiert, wird diese Schiene des Romans lieben - McEwan liefert eine meisterhafte Charakterstudie: Die Gefühlswelt des Stalkers, fern ab von jeglicher Realität, und die Gefühle des Gestalkten – was empfindet er, wie reagiert er, wie leidet seine Beziehung darunter?

Beides für sich wäre eine gute, verfolgenswerte Geschichte. Beides zusammen ist hingegen zu viel. Letztendlich wird zu wenig aufgelöst. Viele Fragen bleiben offen. Zu Vieles bleibt unausgesprochen, ungeprüft, unbewertet.

Manko Nr. 2: Die Beziehung von Joe und Clarissa ist angeblich so gut, so problemlos. Umso seltsamer, wie allein Joe mit seinem Problem (dem Stalker) bleibt. Clarissa reagiert höchst seltsam, glaubt ihm nicht, hält ihn eher für „krank“ als seine Story für wahr.
Warum das so ist, wird mE nicht ausreichend erklärt – die sehr fadenscheinigen Ansätze sind mir da definitiv zu wenig.

Auch die Reaktion der Polizei ist höchst befremdlich. Ich kenne mich im britischen Recht nicht aus, aber würde man jemandem, der von einem Stalker genervt wird (permanente Anrufe/der Kerl steht vor der Haustür/usw.) nicht den Zivilrechtweg empfehlen? Eine einstweilige Verfügung, die dem Stalker verbietet, sich dem Gestalkten auf soundso viele Meter zu nähern? Kontakt mit ihm aufzunehmen? Usw?
Die Gleichgültigkeit der Polizei erscheint mir etwas unwahrscheinlich (ja geradezu dilettantisch).

Trotzdem ist das Buch empfehlenswert, weil es exzellent geschrieben und spannend zu lesen ist.


Monument Builders - Colosseum FREE
Monument Builders - Colosseum FREE
Preis: EUR 0,00

3.0 von 5 Sternen Na ja!, 14. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Monument Builders - Colosseum FREE (App)
Dieses Zeit- und Managementspiel ist insgesamt leider nur sehr mäßig.
Allein die Musik ist nervig (ich habe Ton und Musik komplett abgedreht, ich habe den Krach einfach nicht ausgehalten). Dazu eine entbehrliche „Story“ ohne Witz rund um den „schönen Victorius“. Und auch spielerisch ist man vor keine allzu große Herausforderung gestellt.
Man haut in schöner Regelmäßigkeit ein paar Gegner und Diebe nieder, füttert Wildschweine und Löwen und baut Farmen, Steinbrüche, Werkstätten etc. Was man halt so braucht.
Allzu viel Strategisches ist nicht erforderlich, sehr viel (zu viel?) ist vorgegeben. Oft begnügt man sich als Spieler/in damit, all die Lieferungen anzuklicken, die darauf warten, auf den Weg geschickt zu werden. Grips muss man dabei kaum aufwenden.
Es gibt 50 Level zu spielen.
Die „Goldzeit“ (3 Sterne) ist gut zu schaffen.
Fazit: Ein netter Zeitvertreib, aber es gibt wesentlich besser gestaltete, abwechslungsreichere und herausforderndere Spiele dieses Genres.


Echoes of the Past: Das Königreich der Verzweiflung
Echoes of the Past: Das Königreich der Verzweiflung
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 12,46

5.0 von 5 Sternen Die Hexe ist zurück!, 13. Juni 2015
Ein weiteres gutes, spannendes, abwechslungsreiches Spiel der Serie, das in 3 unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bewältigt werden kann.

Ein Zauberbuch in einem Laden befördert eine junge Frau und den/die Spieler/in in eine verfluchte, von der Hexe von Orion beherrschte Welt. Was geht vor sich? Die Hexe hat alles Schöne und Anständige, alles Gütige und Freundliche vernichtet und ihre Opfer in hässliche, selbstsüchtige, widerwärtige Wesen verwandelt.
Können die Flüche rückgängig gemacht werden? Und kann der/die Spieler/in in seine/ihre Welt zurückkehren?

Dazu gilt es in 5 Welten 5 Amulette zu finden.

Die Grafik ist wirklich toll, mit netten, einfallsreichen Effekte und gruseligen Details, und die Musik passt zu der spannenden und etwas unheimlichen Geschichte. Einzig und allein die einzelnen Charaktere, die nett gezeichnet sind, verlieren ein wenig an Glaubwürdigkeit, weil sie zu ihren Erzählungen nicht einmal die Lippen bewegen. Aber das mindert das Spielvergnügen nicht.
Die interaktiven Wimmelbilder sind interessant und eher rar, die Minispiele originell.

Ein Tagebuch, eine Karte und ein Tipp stehen zur Verfügung.

Eine klare Spielempfehlung!!!!


Dark Tales: Die Maske des Roten Todes von Edgar Allen Poe
Dark Tales: Die Maske des Roten Todes von Edgar Allen Poe
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Bestimme das Ende selbst!!!!, 6. Juni 2015
Abenteuer Nummer 5 aus der Serie rund um den eleganten, schneidigen Meisterdetektiv Auguste Dupin, als dessen Assistent/in und Freund/in der/die Spieler/in erneut fungiert.
Dupin wird in das Städtchen Lumineaux gerufen, in dem ein Mörder wütet, der hinter den Würdenträgern der Stadt her ist. Sein Markenzeichen ist eine grellrote Maske. Gemeinsam mit Dupin soll der/die Spieler/in Bürgermeister Prospero beschützen, aber wie sich bald herausstellt, ist das Stadtoberhaupt bei den Bürgern alles andere als beliebt, wohingegen der maskierte Mörder als Held betrachtet wird. Bald steht der Bürgermeister in einem dubiosen Licht da. Die Stadt verfällt, ihre Bewohner sind verarmt und haben Hunger. Wer seine Steuern nicht bezahlt, wird hart bestraft.
Wer ist hier eigentlich der Verbrecher? Der Rächer mit der roten Maske oder der Bürgermeister, dessen Weste auch alles andere als weiß ist?
Eine Frage, die der/die Spieler/in selbst beantworten kann, denn am Ende des Spiels fällt er/sie mithilfe der „Waage der Gerechtigkeit“ das Urteil.

Doch bis dahin gilt es in der hier rezensierten Sammleredition viele Abenteuer zu bestehen, unterschiedliche Arten von interaktiven Wimmelspielen (klassische Liste mit Gegenständen, Schattenumrisse, usw) und Minispielen zu lösen und ein paar herzigen Tieren zu helfen, die sich im Gegenzug bei der einen oder anderen Aufgabe, die zu bewältigen ist, als äußerst nützlich erweisen.

Man kann zwischen drei Schwierigkeitsgrade wählen; außerdem stehen ein Tagebuch, eine Karte (die viel Rennerei erspart, aber nicht anzeigt, wo etwas zu erledigen ist) und ein sich aufladender Tipp zur Verfügung.

Die Grafik ist wie gewohnt sehr gut, detailliert, mit typisch französischen Schauplätzen und dem Flair des 19.Jahrhunderts. Spannende und ein wenig gruselige Effekte und die passende Musik komplettieren den ausgezeichneten Gesamteindruck.

Zum Drüberstreuen kann man etliche Auszeichnungen gewinnen, Fotos fürs persönliche Fotoalbum schießen und bekommt auch Gelegenheit, ein süßes Kätzchen mit Spielsachen zu verwöhnen, die man zunächst natürlich finden muss. Zur Belohnung schnurrt das kleine kuschelige Ding dann sehr zufrieden.
Wer möchte, kann die Fotos übrigens auf den PC laden!
Einziges Minus: Es gibt kein Bonuskapitel!

Fazit: Absolut empfehlenswert!


Lost Lands: Der Dunkle Meister [Download]
Lost Lands: Der Dunkle Meister [Download]
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Lost Lands - Der Dunkle Meister, 18. Mai 2015
Der/die Spieler/in schlüpft in die Rolle einer Frau, deren kleiner Sohn in eine andere Welt – zu den „Verlorenen Inseln“ – entführt wird. Nun gilt es, dem Kind in diese geheimnisvolle Welt zu folgen und es wiederzufinden und zu befreien.

Man kann zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen.
In der hier rezensierten Sammleredition stehen ein Tagebuch, ein sich immer wieder aufladender Tipp, eine Karte und ein Handbuch zur Verfügung. Diverse Auszeichnungen können gesammelt werden, außerdem gibt es unterschiedliche Sammelobjekte zu suchen und zu finden (auch dabei hilft die Karte).

Die Grafik ist insg. gut, Effekte und Tonkulisse passen, aber die Figuren sind nicht sehr überzeugend. Ihre Mimik ist statisch - insb. die „Heldin“ des Abenteuers läuft ziemlich unbeteiligt durch die Gegend -, und beim Sprechen bewegen sie kaum die Lippen.
Nichtsdestoweniger ein schönes Spiel mit unterschiedlichen Arten von Wimmelbildern, Minis und Gegenständen, die man finden und einsetzen muss.

In den Lost Lands trifft der/die Spieler/in auf einen freundlichen, hilfsbereiten Zwerg namens Uri und auf eine dankbare Eule, die nützliche Gegenstände hoch in der Luft erreichen und herbeiholen kann. Außerdem kann man sich durch Gefälligkeiten der Unterstützung mächtiger und weiser Wesen versichern: zB jener der Herrin des Sees, der man eine gestohlene Perle wiederbringen muss.
Die (oft magische) Unterstützung ist auch dringend nötig, denn in den Lost Lands ist das Böse drauf und dran, die Herrschaft zu übernehmen: Ein finsterer Zwerg verschleppt den Sohn des/der Spieler(s)/in immer weiter ins Innere dieser Welt, die aus dichtem Wald, hohen Bergen samt Minen und einer bedrohlichen Burg besteht, und schwarzer Rauch (der mitunter die Form eines Dämons annimmt) schützt ihn.

Die Spielzeit ist in Ordnung, das sehr gut gemachte Bonuskapitel erzählt ein weiteres Abenteuer.
Durchaus zu empfehlen!


Ancient Rome [Download]
Ancient Rome [Download]
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Werde Thronfolger!, 7. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Ancient Rome [Download] (Software Download)
Ein sehr nettes und auch nicht allzu leichtes Strategie- & Zeitmanagement-Spiel. Von Level zu Level muss man mehr Aufgaben erledigen, mehr Gebäude errichten und vergrößern, mehr Arbeiter und Händler ausbilden und mehr produzieren. Will man die Level-Vorgaben in der recht knappen Goldzeit schaffen, gilt es, die Ressourcen klug einzusetzen und sehr genau zu überlegen, mit wem man Handel treiben will und mit wem nicht.
Nebenher kann man seine eigene Villa bauen. Pro Level erhält man zwei (Goldzeit) oder bloß einen Bonuspunkt, mit dem man Villa, Ställe, Garten usw errichten und verbessern kann.
Soll die Villa am Ende schön aussehen, sollte man also alle Level in Goldzeit schaffen.

Die Dialoge sind für meinen Geschmack ein bisserl langatmig, aber man kann sie weiterklicken.
Die Einführung ist zwar lähmend, aber beim ersten Mal hilfreich (man kennt sich aus). Danach kann sie übersprungen werden.

Viel Spaß beim Planen, Bauen, Produzieren, Kaufen und Verkaufen.


Mystery Case Files: Die Druiden von Dire Grove
Mystery Case Files: Die Druiden von Dire Grove
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Zurück in Dire Grove, 1. Mai 2015
Der/die Spieler/in ist als Detektivin zurück in Dire Grove. Für alle, die das Vorgängerspiel kennen, ein vertrautes Terrain. Der Winter ist eisiger als je zuvor, die Bewohner/innen haben sich in einem Nachbarort in Sicherheit gebracht und nur ein paar Jäger sind geblieben. Sie brauchen unsere Hilfe, um herauszufinden, was in Dire Grove vor sich geht. Gibt es da draußen in den Wäldern etwa noch immer Druiden? Und hetzen diese Druiden wilde Tiere – Wölfe und Bären – auf die Menschen?
Ein weiteres Abenteuer steht bevor!

In der hier rezensierten Sammleredition kann man unter vier Schwierigkeitsgraden wählen und einen fünften (mit Zeitlimit) freispielen.

Im Verlauf des Spiels stößt man auf alt bekannte, aber auch neue Schauplätze. Die Grafik ist wieder sehr gut, die winterlich-eisige Atmosphäre wird durch Bild und Ton glaubhaft vermittelt (man hört das Knirschen des Schnees, den Wind, usw.). Die Wölfe und Bären sind Furcht erregend, die Figuren recht nett, auch wenn sie beim Sprechen die Lippen kaum bewegen (und wenn, dann nicht synchron). An das Vorgängerspiel, in dem Schauspieler/innen agierten, kommt die Fortsetzung diesbezüglich nicht heran.
Leider brauchen die Schauplätze und Minispiele auf meinem Laptop teilweise recht lange, um hochzuladen. Das ist ein bisserl fad. Aber dafür sind die gestellten Aufgaben nicht übel und auch gar nicht so leicht zu bewältigen. Einige der Minispiele sind wirklich phantasievoll gestaltet, in mehreren Schritten zu lösen und erfordern Nachdenken, Kombinieren und Ausprobieren (zur Not gibt’s einen Tipp-Button – es ist nämlich nicht immer ganz schlüssig, was als nächstes zu tun ist).
Natürlich gibt es auch wieder unterschiedlich gestaltete Wimmelbilder und Gegenstände, die man finden, oft erst zusammensetzen und dann zur rechten Zeit am rechten Ort verwenden muss.
Zusätzlich sammelt man Beweise, befragt Zeug/inn/en und zieht Schlüsse.
Ein wirklich schönes, abwechslungsreiches Spiel!

Außerdem gibt es diverse Sammelobjekte (Puzzles, Modell von Dire Grove), Auszeichnungen, einige Extras wie Bildschirmschoner und ein Bonuskapitel. Beendet man dieses, spielt man ein alternatives Ende frei. Und das bedeutet ein weiteres (kurzes) Zusatzspiel.
Das Bonuskapitel ist, das muss ich sagen, wirklich ordentlich – sowohl was Länge als auch was Herausforderungen betrifft. Hier wurde definitiv nicht geknausert. Hut ab! Und das alternative Ende bietet noch einmal ein bisschen Spielverlängerung. WOW!


Die 12 Heldentaten des Herkules II: Der kretische Stier
Die 12 Heldentaten des Herkules II: Der kretische Stier
Preis: EUR 9,02

4.0 von 5 Sternen Sehr vergnüglich, 28. April 2015
Ich mochte Herkules 1, und auch dieser zweite Teil ist reizend gemacht, vergnüglich und entspannend weil nicht allzu schwierig (im Standard-Modus = der mittlere von drei zur Verfügung stehenden Schwierigkeitsgraden). Wieder stehen Herkules einige Arbeiter, Medusa, Zerberus, Pegasus und der Zyklop als Helfer zur Seite. Wieder gibt es diverse Boni, die man kurzfristig einsetzen kann (zB einen zusätzlichen Arbeiter). Wieder sind in den einzelnen Spielen kluges Zeit- und Ressourcenmanagement gefragt. Man kann Gebäude ausbauen und mehr Ressourcen erlangen, aber man muss sich auch vor Dieben in Acht nehmen, die, wenn man nicht aufpasst, Holz, Nahrung und Geld davonschleppen. Hera wiederum verschreckt die Arbeiter. Damit sie ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, muss man die Göttin verscheuchen. Mit dem Bau von Obelisken (nicht in allen Spielen verfügbar) kann man sich vor den lästigen (wiewohl niedlichen) Dieben, Hera usw schützen.
Dem/der Spieler/in stehen also unterschiedliche Tools zur Verfügung, um die einzelnen Spiele möglichst effizient und in der Goldwertung abschließen zu können.
Nur wenn man alle Spiele eines Abschnittes in Gold geschafft hat, wird der Abschnitt mit einem antiken Wunder gekrönt. Aber um weiterzukommen, genügen natürlich auch die Silber- oder Bronzewertung.

In jedem Spiel eines Abschnittes gibt es außerdem ein Puzzlestück zu finden; setzt man die Stücke am Ende des Abschnittes zusammen, wird ein Bonusspiel geöffnet. Tipp: Man kann die Puzzlestücke in Ruhe suchen, ehe man in das Spiel einsteigt. Damit spart man wertvolle Zeit. ;-)))

Beim Erreichen gewisser vorgegebener Leistungen bekommt man darüber hinaus Auszeichnungen, die auf der Karte Herkules' Weg säumen.

Ein wirklich lustiges, empfehlenswertes Spiel.
Ein wenig undurchsichtig (weil kaum vorhanden) ist die Handlung (gibt es eine?). Und die deutsche Übersetzung ist, gelinde gesagt, erbärmlich schlecht. Manchmal muss man wirklich lachen (oder den Kopf schütteln). Hat hier ein Computerprogramm übersetzt? Es liest sich jedenfalls so. ;-)))) Aber für den Spielspaß ist das nebensächlich.


Thais
Thais
Preis: EUR 8,97

4.0 von 5 Sternen Ein Baritonfest!!!, 27. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Thais (Audio CD)
Massenets Oper „Thaïs“ war für mich im letzten Jahr DIE große positive Überraschung! Natürlich kannte ich die berühmte "Méditation" (dieses herrliche Instrumentalstück mit Solo-Violine), aber mit der Oper selbst hatte ich mich bis zum Erwerb dieser Aufnahme noch nicht näher beschäftigt. Zum einen bin ich kein allzu großer Massenet-Fan, zum anderen hat mich auch die etwas abstruse Handlung nicht gelockt. Umso überraschter war ich, auf wunderschöne, berührende und aufwühlende Musik zu stoßen, die die Schwächen in Handlung und Text rasch vergessen macht.
Diese Musik begleitet und verdeutlicht die im Grunde auf tragische Weise gegenläufige innere Entwicklung der beiden Hauptpersonen – der Kurtisane Thaïs und des Mönchs Athanaël –, sie verleiht ihren Gefühlen Ausdruck und macht solchermaßen spürbar, was in ihrem Innersten vor sich geht. Thaïs - zunächst verspielt-kokett, aber auch verunsichert (Angst vor dem Alter, dem Verlust ihrer Schönheit und damit wohl auch ihrer Einnahmequelle) sowie angewidert von den Männern und ihrem Metier - wird, von Athanaël bekehrt, zur Nonne, zur Einsiedlerin, und stirbt in religiöser Verklärtheit. Athanaël, ein in seinem Glauben (scheinbar) gefestigter junger Mann, verliebt sich in Thaïs, er begehrt sie, verliert seinen Glauben und ist zuletzt ein Getriebener, der an seiner nur allzu menschlichen (aber unerwiderten) Liebe verzweifelt.
All das „passiert“ in der Musik und in den Stimmen der InterpretInnen.
Allen voran Sherrill Milnes mit seinem kraftvollen, sonoren, strömenden Bariton und seiner beeindruckenden Höhe, der klaren Diktion und der Ausdrucksstärke. Sein Athanaël hat viele Facetten; so mächtig und dröhnend er als das luxuriöse Leben in Alexandria anprangernder Mönch ist, so zärtlich wird er in der wunderschönen, berührenden „Oasen-Szene“ mit Thaïs und so leidenschaftlich und gequält in seinem erfolglosen Kampf um seinen Glauben und gegen das Verlangen nach körperlicher Liebe (unglaublich packend die unheilvolle, ihn vorwärtspeitschende Musik, als er an Thaïs' Sterbebett eilt!). Athanaël ist eine stimmlich wie darstellerisch wirklich fordernde Partie, eine gute Gelegenheit für Milnes, einmal mehr sein großes Können, seine prachtvolle Stimme und seine musikalische Intelligenz unter Beweis zu stellen.
Beverly Sills ist in der schwierigen Titelpartie leider nicht ganz so erfolgreich; ihr Sopran berührt zwar in den leiseren, lyrischeren Szenen (v.a. im 3.Akt), wird in der Höhe jedoch regelmäßig (geradezu quälend) schrill. Man hört deutlich, dass die Künstlerin zur Zeit dieser Aufnahme ihren Zenit längst überschritten hatte. Trotzdem bemüht sie sich sehr um Interpretation und Phrasierung, und bietet insgesamt eine gute Leistung.
Aber natürlich hätte man sich neben einem Weltklasse-Athanaël auch eine Weltklasse-Thaïs gewünscht!
Die Nebenrolle des Nicias ist mit Nicolai Gedda geradezu luxuriös besetzt; eine technisch sichere und in der Höhe klare Tenorstimme. Und auch der Rest des Ensembles überzeugt: Die beiden Damen Ann Murray und Ann-Marie Connors, die ein sehr schönes Duett haben („Celle qui vient est plus belle“), ebenso wie der Bassist Richard Van Allan als Palémon.
Lorin Maazel schließlich dirigiert mit Leidenschaft und Feingefühl.

Eine wirklich empfehlenswerte Aufnahme!!!


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