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Rezensionen verfasst von
Weinberg

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Walker
Walker
DVD ~ Ed Harris
Wird angeboten von Oberland-Records Murnau
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Viva Maria..!, 9. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Walker (DVD)
Ich weiß nicht, auf welche Weise Alex Cox (Repo Man/ Sid & Nancy) und Rudy Wurlitzer (Pat Garreth& Billy the Kid) zueinander gefunden haben, aber der Film lässt schon in seinen ersten Momenten keine Zweifel, dass sich hier zwei eher subversive Zeitgenossen auslassen, wie sie den Zuschauer in eine Ping Pong Partie treiben, zwischen den Blutballett Actionmomenten, die sich nie darum bemühen, einer Spannungsdramaturgie zu folgen, ebenso wenig einer Logik in vielen Cox Momenten des Films, nach amerikanischem Verständnis jedenfalls, wo der Film natürlich mit Pauken und Trompeten bei seinem Erscheinen durchfiel, obwohl Pauken und Trompeten hier besser durch die zwei Instrumente zu ersetzen wären, die in einer Filmsequenz im Haus von Walkers Verlobter eine so schräge Musik aufspielen, wie sie unpassender vom Betrachter für einen solchen Anlass kaum gedacht werden kann, bis sich dem Betrachter heraus stellt, dass die Verlobte als Gastgeberin taubstumm ist, was dann natürlich eine Reihe von Interpretationsmöglichkeiten eröffnet, für die sich aber kaumZeit finden dürfte, wenn man nicht die nächste Ungereimtheit oder überraschende Wendung oder absurden Gag verpassen will (allein das Transparent der Nicaraguaner zu Walkers Ehren ist mindestens so absurd wie die Musikkapelle am Ende von 'Mars Attacks').
Das Walker die amerikanische Mittelamerikapolitik kritisiert, ohne sich dabei allzu weit ins Reich der Legenden zu entfernen ( der historische Handlungsrahmen lässt sich im Wesentlichen auf Wikipedia verifizieren) hat den Film schon vor seinem Start ins Abseits des Nicht Bewerben Wollens seiten der Verleihfirma gestellt, wie Cox selbst, der danach auch kein Bein mehr in Hollywoods Studios gekriegt hat (von Wurlitzer weiß ich dies nicht..,), tja Alex, hättest du es wie der Louis Malle gehalten, wäre Walker aber auch nicht das, was er ist, schräge Unterhaltung und ein Geschichtsunterricht, der für höhere Klassen unbedingt noch zu entdecken ist.


Last Time Around
Last Time Around
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen Unterschätzt, 25. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Last Time Around (Audio CD)
Es gibt nicht viele letzte Alben einer Band bei denen es sich bereits in so gehobener Qualität andeutet, wohin es deren geistige Väter (oder Leader, hier waren es drei und das ist allemal Grundlage für interne Spannungen) künftig ziehen dürfte. Selbst Abbey Road beendet eine Ära ohne eine neue am Horizont erkennbar zu machen. Anders hier oder, wie es Rudolf Steiner in einem anderen Zusammenhang beschrieben hat, zeigt sich uns das Wesen einer Kultur erst in ihrem Niedergang und wie gut die Buffalo Springfield hier noch aufgestellt waren, erschließt sich dem Hörer teils sofort, teils brauchen die Stücke vielleicht auch ein vielfaches Gehört Werden (so war es jedenfalls bei mir), bis sich ihr Reiz oder Glanz oder Witz oder was ihr wollt entfaltet. Das Neil Young einer der ganz großen Songwriter werden sollte, hatte sich schon auf dem 'Again' Album gezeigt und bestätigte sich hier, wenn auch quantitativ unterrepräsentiert (da sparte wohl einer schon sein Material für das erste Soloalbum...), während Stephen Stills hier wie auf dem ersten Album der Gruppe eindeutig dominiert, ja fast verschwenderisch Stück um Stück raus hat und eine stilistische Vielfalt zeigt wie nur später noch einmal auf seinem Manassas Doppelalbum, aber manches zeigt sich dann doch unausgegoren genug, sich garantiert nie auf einer Best Of Complitation einzufinden, trotzdem, Pretty Girl Why und Four Days Gone brauchen sich hinter Rock'n Roll Woman und Hung Upside Down vom Vorgängeralbum nicht zu verstecken hinsichtlich ihres Ohrwurmcharakters, besonders Pretty Girl Why hinterläßt eine schwebend leichte Melancholie und ist nahezu perfekt instrumentiert. Richy Furray als der Dritte im Bunde lässt in seinen Stücken kaum anklingen, dass ihm die internen Querelen zugesetzt hätten, Its So Hard To Wait ließe sich (da gemeinsam mit Young verfasst) auch als eine beinah ironische Reflexion verstehen (auf wen warten sie da wirklich, auf die anderen Jungs?) und der Carefree Country Day von Jim Messina hat einen so lässigen Swing, wie ihn später die junge Ricky Lee Jones popularisieren würde, wohl das unterschätzteste Stück auf diesem Album, dass mich seit 1981 begleitet, zwischendurch immer mal wieder abgetaucht ist, wie Young in seinen Bandzeiten, aber stets erneut von meinen Gehörgängen willkommen geheißen wurde und was wäre ein größes Qualitätsmerkmal als solche Beständigkeit, die dabei schon hunderte von Bands und Hits überlebt hat mit ihrer Last Time Around .


The Rutles - All You Need Is Cash - 30th Anniversary Edition [1978] [UK Import]
The Rutles - All You Need Is Cash - 30th Anniversary Edition [1978] [UK Import]
DVD ~ Eric Idle

5.0 von 5 Sternen Mutter aller Mocumentarys, 24. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt zwei Mängel bei dieser DVD, bzw. ihrem Inhalt:
1) Es gibt keine Untertitel, deutsch wäre hierzulande schon hilfreich um sich ein größeres Interesse zu sichern, aber auch Englisch wäre bei manchen Passagen hilfreich gewesen, zumal die eigene Schulzeit nicht nur bei mir schon eine Weile zurück liegen dürfte, gesprochenes Englisch zu verstehen. So werde ich damit leben müssen, dass mir eine ganze Reihe von Gags entgangen sind und weiter entgehen.
2) Apropos, der gute Eric Idle hätte auf einige seiner typischen Kalauer auch gut mal verzichten können. Sein Bemühen, so viele wie möglich in diesen Film noch hinein zu quetschen hat mitunter etwas ermüdendes.

Warum gibt es trotzdem 5 Sterne?
Na, ansonsten hätten es mindestens sieben sein müssen, denn eine Doku, die sich hinsichtlich ihrer Ausstattung und ihrer Darstellerriege wirklich hinter nichts mehr zu verstecken braucht (manche Nebenrollendarsteller tragen ganze Filme allein) und Beatles Kenner in keiner Sekunde darin entäuschen die Historie der Fab Four gewissenhaft zu präsentieren und dies auch deutlich kürzer und kurzweiliger tut als es die Beatles selbst mit iher Anthology geschafft haben (und das ist schon ein Kunststück an und für sich!), verdient es wahrlich gesehen und geliebt zu werden. Wer also noch nie diesen Film gesehen hat und sich fragt, ob der Kauf sich lohnt, als ein Beatles Fan zumal, sollte alle Bedenken über Bord schmeißen und sich entführen lassen in eine Zeit und zu einer Band, die es im Universum nebenan vielleicht wirklich so gegeben hat (mit den Beatles als ihre dortigen Parodisten).
Ach ja, die Musik der Rutles ist so dicht an den Beatles und dennoch originell, dass ich zu der Feststellung komme, gegen diesen Film als Gesamtkunstwerk kommen selbst die Monty Python Filme in ihrer Dichte kaum an und 90% dessen, was man im TV oder Kino als Comedy goutiert erweist sich hier ohnehin als geistloser Müll.
Meet the Rutles!!


The Rutles
The Rutles
Preis: EUR 14,70

5.0 von 5 Sternen the other Fab Fours, 24. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: The Rutles (Audio CD)
Auf die Idee, eine Parodie der Beatles zu kreieren sind schon andere vor Eric Idle gekommen, aber eine solche steht und fällt natürlich mit dem, für das die Beatles gemeinhin stehen und geliebt werden, der Beatles Sound, über den (Ex-ELO Leader)Jeff Lynne anlässlich der Anthology Einspielung von 'Free as a bird' sich in der gleichnamigen Doku vernehmen lässt, er sei selbst überrascht gewesen, wie dieser so spezielle Sound, von dem er annahm, dass er sich nicht mehr würde reproduzieren lassen durch die Einlassung der drei teilhabenden Ex Member tatsächlich noch einmal so auflebte, wie es Lynne für dieses Projekt vorgeschwebt hatte und, nebenher, der Mann ist bestimmt kein Leichtgewicht hinsichtlich moderner Aufnahmetechnik. Wenn man nun dies Statement der Musik der Rutles gegenüber stellt, die den unverzichtbaren Soundtrack zum Film 'All you need is cash' bildet, kann man allerdings wirklich nur eine Reihe von Hüten davor ziehen, wie original einerseits der Rutles Sound klingt und das Hüte Ziehen sollte sich noch steigern angesichts der Erkennbarkeit der beatles stücke, die den titeln zum Vorbild gedient haben und die trotzdem eine Originalität aufweisen, die man auch gut unter die Antholgy Stücke hätte einrühren können, ohne damit das Schaffen der beatles zu brüskieren oder zu diskreditieren, es ist schlicht Fab Four-belhaft und damit nicht nur für eingefleischte Beatles Fans (wie dieser rezensent) ein dankbares Muss, nach dem man sagen möchte, "hört auf in den Abbey Roas Archiven nach unendeckten Perlen zu suchen und tröstet Euch mit diesen hier, die etwas geschafft haben, was nur selten gelingt, nämlich als Parodie gleichwertig neben dem Original zu bestehen. Kaufen!!


Ashton SL29CEQLTSB Linkshänder Westerngitarre Tobacco Sunburst
Ashton SL29CEQLTSB Linkshänder Westerngitarre Tobacco Sunburst
Preis: EUR 154,32

4.0 von 5 Sternen Das Warten hat sich gelohnt..., 27. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gemeint ist hier nicht das Warten auf die Zustellung, denn diese Gitarre schwankt hinsichtlich ihres Preises enorm, seit ich das erste Mal ihrer ansichtig wurde und mich in ihr aussehen und ihre Bewertungen verliebte, zwischen über 200€ zum Neupreis und 102€ (als zweite Wahl, bei dem ich dann einfach nicht länger widerstehen konnte) und mit meinem II. Wahl Modell verhält es sich, was die Kritikpunkte der anderen rezensenten betrifft kaum anders, etwas zu scharf hervorstehende Bundstäbchen und die G- Saite schnarrt, wenn sie zu doll angeschlagen wird (da ich den Erstsatz aber noch drauf habe, werde ich im folgenden mal gucken, ob da was an den Wirbeln nach zu ziehen ist) Ihr Klanf gefällt mir und sie war sofort (nach dem Finden des Batteriefachs- ja, ja, die dummen zahlen Lehrgeld bzw. schrauben erst mal die Elektronik auf, bevor sie auf die Unterseite schauen) im Plug & Play Modus verfügbar. Also Leute, warten und Preise abgleich und zuschlagen, ich bin immer noch verliebt...


The Fame Monster (Deluxe Edt.)
The Fame Monster (Deluxe Edt.)
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Die Lady kann es..., 23. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Fame Monster (Deluxe Edt.) (Audio CD)
Bislang habe ich nicht viel Grund gehabt, die heutige Jugend zu beneiden: Immer kurzlebigere Konsumtrends, ein analog sich destabilisierendes Weltgeschehen, virtuelle Identitäten, visuell überfrachtete Filme -was kann ein 2 jähriges Kind etwa an dem Film 'wall-e' (dem ich auch 5 Sterne geben würde, trotzdem) verstehen oder (dem Alter eher angemessen:)empfinden und dann erst die Musik von heute, Castingclownerien und hoch gedopte Superstars plus jede Menge Rentnerbands aus meiner eigenen Jugend und Lady Gaga hab ich zuerst auf dem Dom gehört, meine ich, 'Poker Face' als Karussel Musik, in jeder Ecke und den Nachfolger Paparazzi ignorierte ich einfach (was ein Titel, hab ich gedacht, wollte ich das überhaupt hören, wenn ich an Revolverblätter denke und an Lady Diana..?) und abseits des zu Lesenden, dass sich vornehmlich mit ihren immer schrilleren äußeren Repräsentationen zu beschäftigen schien, verschwand die Dame dann auch schnell wieder aus meiner Wahrnehmung, obwohl sich zu ALEJANDRO gut tanzen ließ, fand ich, aber immer noch ging es nicht recht voran mit uns, dann aber 2015 auf der kulturellen Landpartie im Wendland (lohnt sich immer, der Ausflug) eine Mädchenband, die ihren Auftritt mit BORN THIS WAY eröffneten, wow, der Titel klang sogar unplugged richtig gut (wie diese Mädchenband selbst) und gelobt seien hier die öffentlichen Bücherhallen (bei denen ich mir allerdings nicht sicher bin, ob sie als Wort hier eingegeben nicht einen stillen Alarm auslösen werden), denn dort fand ich im August dieses Album und seinen Nachfolger 'Born this way' und nahm beide mit, warum nicht , überspiel sie dir für den Walkman und deinen nächsten Urlaub und wenigstens Alejandro wirst du mögen, war ich mir sicher.
Nun sind über drei Monate vergangen und ich höre 'The Fame Monster' an jedem dritten oder vierten Tag und denke immer noch mal wieder: Wow.., diese Lady kann es wirklich...
Was ist das besondere an Lady Gaga? Lässt sich das überhaupt verlässlich beschreiben?
Da gibt es all das, was wir von ihr lesen, online und in print, Klatsch und Analytisches.
Und auf 'The Fame Monster' gibt es, was sich von ihr hören lässt und das bringt alles für diese Zeit Signifikante zusammen mit ihrer eigenen Persönlichkeit ins richtige Mischungsverhältnis
("Genie, das sind 10% Inspiration und 90% Transpiration"- Umberto Eco).
Der Novize beginne bitte mit der CD 2, dem ursprünglichen 'The Fame' Album, 'JUST DANCE', was für ein Opener, das hab ich in dieser Konsequenz seit Oasis nicht mehr in einem Debut gehört, tut es einfach, egal welche Bar, egal zu welchem Stück, mit verlorenem Schlüssel und ohne Handy und überhaupt schon ein wenig schräge geworden im Blick für alles, aber egal, just dance, das andere findet sich (und dass die Lady im vierten Chorus dann auch noch ihre höheren Oktaven anklingen lässt taugt mehr als nur für ein "..huch, das kann die auch?"- Na, mal sehen, was da noch kommt..), wie die weiteren Titel der CD, ein Ohrwurm nach dem anderen, Paparazzi (wie dumm ich doch war) ist ein Genuß und es war auch eine gute Idee I LIKE IT ROUGH gegenüber dem Originalalbum weiter nach vorne zu ziehen, denn das Stück ist für mich der eigentliche Knaller der CD und ebenso konsequent intoniert wie der Opener. Nach NOTHIN ELSE I CAN SAY nimmt die Ohrwurmpotential etwas ab, aber das heißt nicht, dass die Songs nun wirklich schlecht würden oder belanglos, nein, selbst die Frühwerke der Lady wie BOYS, BOYS; BOYS deuten schon an, was für ein Ausnahmetalent hier heran wächst, sich der Welt zu präsentieren und CD 1 bestätigt dies, hier sind wirklich alle acht Titel gut und stylistisch abwechslungsreich und mit ihren Inhalten weiter auf der Höhe der Zeit. Eine solche Steigerung angesichts des Flächenbrandmedienhypes, den die Lady zwischen dieser Veröffentlichung und dem 'The Fame' Album entfacht hat, ist bislang nicht sehr vielen Künstlern gelungen (und wer diese Bezeichnung für eine Lady Gaga unangemessen findet, dem sei gesagt, dass die Lady an allen ihren Liedern mitschreibt bzw. sie allein verfasst).
Daher meinen Gruß an die Jugend und vielen Dank, die Lady bis zu mir durchgereicht zu haben, die Momente mit uns haben mir meine zweite Jahreshälfte enorm verschönert.
..und darauf kommt es irgendwie doch an in einer Bewertung, oder?


Ich erkläre diese Krise für beendet
Ich erkläre diese Krise für beendet
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Beeeeernd!, 7. November 2015
Es gibt wohl keinen anderen Künstler in diesem, unserem Lande, der sich das Motto Luzifers konsequenter zu eigen gemacht hätte als Bernd Begemann, 'Lieber in Hamburg der Erste als im Rest der Republik nur Zweiter oder Dritter (oder unter 'ferner spielten'). Und so strömen mittlerweile auch die Kinder von Fans der ersten Stunden immer noch zuhauf in seine Konzerte und es scheint auch ein Ausschlusskriterium für Bewerber in der Musikredaktion der Hamburger Morgenpost zu sein, Bernd nicht zu mögen (das Jonathan Wilson einen Gig in der Stadt hat, ist da Wurst egal, aber niemals, niemals, niemals wird ein einziger Auftritt von Bernd nicht angezeigt -es soll angeblich schon mal ein Redakteur gefeuert worden sein, der solches vergaß und dessen Entschuldigungsschreiben soll nun bei Bernd über der Toilette hängen). Was ist das Geheimnis dieses ja längst nicht mehr neuen Kids in Town aus der schmallippischsten Ecke Nordrhein Westfalens, dass ihn jeder mag und gegen den ein Lotto King Karl als Local Hero so haushoch verliert wie dessen HSV turnusmäßig gegen Bayern München? Bernd ist halt der lebende Beweis, dass man selbst als ein Skorpion sympathisch rüber kommt, wenn man sich darauf beschränkt, den Stachel gegen sich selbst zu richten, was Bernd dann auch konsequent tut, tritt da etwa beim Willemsens Late Nigth auf um Restmillionen Fernsehzuschauer mit 'Zwei mal zweite Wahl' in einen Schlaf mit schalem Nachgeschmack zu schicken. Nicht weil der Song schlecht wäre oder gar unwahr, aber ein Marketingexperte rauft sich natürlich die Stress geplagte Stirn angesichts soviel Taktlosigkeit. Szenenwechsel. Das NDR Konzert Hamburg Sounds, irgendwann um 2013. Gut 8000 Leute sind erschienen, die meisten davon um endlich mal wieder Mary Roos zu hören, die sich rar macht dieser Tage. Bernd steht da auch auf dem Programm und was tut dieser Mensch? Er spielt, na klar, 'Zwei mal zweite Wahl'.., hoffnungslos! Dabei hätte die ersten fünf Stücke dieses Albums genügt um sich neue Fanscharen zu erspielen, geht schon lyrisch los mit 'Zurück an den wundervollen Ort', steigert sich dann unwiderstehlich mit 'Die neuen Mädchen sind da' in Regionen, wo die Beatles Meilensteine des Songwritings hinterlassen haben, hinterlässt seine Referenz an den guten alten Rock mit den nächsten zwei Titeln (was für eine coole Sau Du doch sein kannst, Bernd) und spätesten mit 'Weil Deine Liebe mich führt ' solltest Du all die Mary Roos Fans auf Deiner Seite gehabt haben, eine solche Sternstunde rockiger Poesie kriegen nicht viele in ihrem Leben hin, ohne Kitsch, ohne gestelzte Reime und in seiner musikalischen Steigerung auch da ein Hörgenuss. Chapeau, lieber Bernd, ich bin froh und dankbar, dass die hiesigen Bücherhallen Dein Werk in ihren Katalog aufgenommen haben, sonst wäre es mir glatt entgangen, was diese Stadt an Dir verlieren würde. Meine Bewerbung an die Musikredaktion der Morgenpost ist schon auf dem Weg...


Frampton Comes Alive
Frampton Comes Alive
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Er kommt echt!, 18. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Frampton Comes Alive (Audio CD)
Als eines meiner ersten Alben gekauft, weil alle anderen es auch getan hatten, gefiel mir zwar einiges daraus, aber heute, nach einer langen Reise durch die Geschichte der Musik klingt mir dieses Album so frisch und lebendig, als sei ich seinerzeit mit dabei gewesen und denke, wow, der Frampton holt aus seinem (nicht durchgehend überzeugendem) Material wirklich alles raus, was im Rahmen der hier gegebenen Besetzung auf der Bühne geht. Dass sich das in wahnsinnigen Verkaufszahlen niederschlug mag für ihn Segen und Fluch zugleich gewesen sein, wie es danach mit ihm bergab ging, aber- hand aufs herz- wer wünscht sich nicht selbst eine solche Sternstunde?


Get Yer Ya-Ya's Out
Get Yer Ya-Ya's Out

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen I tried to.., 18. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Get Yer Ya-Ya's Out (Audio CD)
..aber irgendwas verweigert sich dem. Ist es das mangelnde 'Live' Empfinden, dass beim Hören rüber kommt oder schlichtweg das Unvermögen, den Rolling Stones Way of Life nachempfinden zu können? Ich weiß es nicht. Immerhin ist dies eines der Alben, die in der Erstausgabe des Rock Lexikons als Must Have beworben wurden und nach 30 Jahren Bedenkzeit bin ich dem dann endliuch mal nachgekommen mit der Erkenntnis, ich hätte noch weitere 30 Jahre warten sollen um dann meine Pfleger im Altenheim damit zu nerven. Wäre dies als Album irgendeiner Feierabendgruppe beim lokalen Schützenfest eingespielt worden, würde es zweifellos ebenso unbekannt geblieben wie die Gruppe selbst, aber da hier die Rolling Stones spielen, muss es wohl ein Meilenstein der Unterhaltung sein, mir geht es da nicht anders als dem Esel auf dem Cover, schade...


Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 5,00

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Taugt immerhin für ein Brecht Zitat, 18. Juli 2015
Schon nach dem zweiten Teil hatte ich mir geschworen, das Finale im Kino sausen zu lassen, aber bei der Möglichkeit einer kostenlosen Ausleihe in meiner Bücherei bin ich dann doch schwach geworden -durchaus vergleichbar einem trockenen Alkoholiker, denn Tolkien Werk bedeutet mir sehr viel und jetzt sitze ich auf meinem Kater und der Erkenntnis, ich hätte es bleiben lassen sollen. Dass Ausstattung und Kulisse des Films traumhaft schön sind, macht alles eher noch schlimmer angesichts der Vorstellung, was für eine werkgetreue Verfilmung hier möglich gewesen wäre, bei über 7 Stunden Länge hätte jedes Semikolon der Vorlage Platz gefunden, aber Mister Jackson räumt so viel wie möglich davon beiseite um den Film mit eigenem Fantasy Mumpitz und wirklich jedem denkbaren Klischee aufzufüllen, wie er das in den vorher gegangenen Teilen schon angedeutet hatte und hier nun auf die Spitze treibt. Als etwa Azog beim Zweikampf mit Thorin auf dem Rabenberg endlich im Eis verschwindet, war es klar, so klar, dass er an irgendeiner Stelle noch mal wieder aus dem Eis hervor bechen wird, denn so simpel darf eine so zentrale Figur dieser Filmtriologie natürlich nicht zu Grunde gehen (hätte John Woo nicht anders inszeniert, allenfalls die Raben gegen Tauben ausgetauscht). aber Hand aufs Herz: hat das noch irgendjemand überrascht, abgenudelt wie dieses Spannungsmoment mittlerweile ist -Gott sei dank ist Santer damals auch tot geblieben, als er von den Felsen in die Speere der Apachen stürzte, aber die 60er hatten es halt nicht nötig, immer noch einen drauf zu setzen als Fluch einer Unterhaltungsmaxime, die Herrn Tolkien ganz sicher nicht gefallen hätte, allen Glücksbesoffenen 5 Sterne Rezensenten zum Trotz, die es völlig ignorieren, wie sehr Tolkien solch kriegerische Unterhaltung verleidet war als schwer verwundeter Teilnehmer des ersten Weltkrieges. Auch die Auseinandersetzung in Dol Guldur ist einfach nur lachhaft, wenn Saruman sich gebärdet wie Jet Lee. Wie man Kämpfe auf einer geistigen Ebene (und als ein solcher dürfte die Vertreibung von RingGEISTERN eher stimmig sein) beeindruckend inszeniert, hätte sich Mister Jackson ruhig mal bei 'Blueberry und der Fluch der Dämonen' anschauen können. So etwas geht, liebe Filmgemeinde! Und Gandalf einmal mehr zu erleben, als sei er mal wieder reif für den Istari-TÜV, ist Mister Jackson wirklich so beschränkt, dass für ihn nur zwei mögliche Gandalf Charakterisierungen (der souverän- heitere und eben der völlig derangierte) wesentlich sind und alles dazischen in (immerhin Gandalf-liken) Grautönen verschwindet? Hat hier etwa ein Borderliner inszeniert? Immerhin würde dies eine wachsende Anzahl dieser sogenannten 'Erkrankung' perfekt einladen, diesen Hobbit ohne lästige Differenzierungen toll zu finden. Apropos, was tut der Hobbit eigentlich in diesen über zwei Stunden? Zeigte man diesen Film ohne Titelangabe einem gänzlich unkundigen Publikum wie meiner alten Mofa Clique, würde wohl keiner von denen auf die Idee kommen, dass es in diesem Film um Bilbos Erlebnisse 'there and back again' geht, allenfalls sich wundern, wieso der am Ende noch zu sehen bleibt, wo das weitere Schicksal wesentlich präsenterer Figuren wie Bard offen gelassen wird.
Nee, nee, Mister Jackson, festzustellen, wie Sie eine literarische Vorlage, bei der selbst die Orks noch so etwas wie Seele besaßen in eine Schlachtplatte verwandeln, die selbst Platz für Gruppenenthauptungen lässt dank eines ausladenen Geweihs, mag Sie auf der Höhe der Zeit finden, aber dies ist nicht meine und sie ist gewiss auch nicht die von Tolkien, aber das zu verstehen bäruchte es wohl ein Maß an Empathie, das diesem Film in der absoluten Mehrheit seiner Minuten völlig abgeht, selbst in den als solche gemeinten 'romantischen' Momenten.
Viel bedenklicher scheint mir indes, welche Begeisterung Sie damit auslösen.
"Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch" (Brecht)


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