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shadowcron
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Progressive Muskelentspannung (mit Audio CD) (GU Multimedia)
Progressive Muskelentspannung (mit Audio CD) (GU Multimedia)
von Friedrich Hainbuch
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 26. Juni 2015
Vor einiger Zeit habe ich mal einen Kurs für Progressive Muskelentspannung (PME) gemacht. Während des Kurses fand ich diese Entspannungsmethode recht gut, doch nach dessen Ende habe ich nicht weitergemacht, da mir die Stimme fehlte, die durch die Übungen führt. Um es mit der PME noch einmal zu versuchen, habe ich mir dieses Buch gekauft, da eine CD mit mehreren Entspannungsprogrammen beiliegt.

Das Buch beginnt mit einer gut verständlichen Einführung, in der erklärt wird, worum es bei der PME überhaupt geht. Danach wird das Basisprogramm Schritt für Schritt durchgegangen. Die Erklärungen sind sowohl in Wort als auch Bild sehr genau und gut nachvollziehbar; selbst, wer noch nie einen PME-Kurs besucht hat, sollte problemlos die Übungen durchführen können. Danach kommen Kapitel, in denen es um die Kurzversion der PME für Fortgeschrittene und PME im Sitz geht. Mit einigen Atemübungen klingt das Buch aus. Alles wird detailliert auf die gleiche verständliche Art und Weise erklärt.

Ungefähr die ersten 40 Minuten der CD widmen sich den Basisübungen. Eine angenehme weibliche Stimme führt, begleitet von Musik, durch die Übungen. Ich finde die Durchführung der PME mit Begleitung der CD entspannend – und darum geht es schließlich. Das Einzige, was mich etwas stört, ist, dass immer wieder kurze Pausen kommen und dann der nächste Übungsteil mit dem Titel aus dem Buch angesagt wird. Ich hätte es besser gefunden, wenn das Ganze als ein geschlossener Komplex und nicht als Aneinanderreihung von Einzelübungen behandelt worden wäre. Die PME für Fortgeschrittene dauert nur etwa 13 Minuten – wer also nicht so viel Zeit hat, braucht auf seine Entspannung nicht verzichten. Außerdem gibt es noch Übungen im Stehen (etwa 15 Minuten) und ein Kurzprogramm im Liegen (etwa 11 Minuten), mit denen ich noch nicht gearbeitet habe.

Insgesamt finde ich Buch und CD sehr gut, und ich kann sie jedem empfehlen, der sich für die Progressive Muskelrelaxation interessiert. Insbesondere Anfänger können mit diesem Produkt eigentlich nichts falsch machen. Wie wirkungsvoll die PME für den Einzelnen ist, muss jeder selbst sehen. Ich halte sie persönlich für besonders wirksam bei Leuten, die stark verspannt sind, da man lernt, wieder zwischen Anspannung und Entspannung zu unterscheiden, sowie für diejenigen, die keine Lust haben, nur auf dem Boden zu liegen und sich einzureden, sie wären schwer und alles wäre warm.


Elfquest: The Final Quest Volume 1
Elfquest: The Final Quest Volume 1
von Wendy Pini
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,61

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elfquest ist zurück - endlich, 13. Mai 2015
Mit „ElfQuest: The Final Quest“ meldet sich „ElfQuest“ nach langen Jahren ohne neues Material endlich zurück – und wie! Nicht nur gibt es brandneue Abenteuer der Elfen um Cutter/Schnitter und seinen Stamm der Wolfriders/Wolfsreiter, diese werden auch noch komplett von Wendy Pini, der Erschafferin der Serie, geschrieben und gezeichnet.

„The Final Quest“ Volume One enthält das „ElfQuest: The Final Quest“ Special sowie die ersten 6 Ausgaben der Serie, die 2013/14 als Einzelausgaben bei Dark Horse in den USA erschienen. Das sind insgesamt 180 Seiten neues ElfQuest-Material von Wendy und Richard Pini. Zusätzlich gibt es eine Cover-Gallery. Nicht dabei ist das in den Einzelheften enthaltene Bonusmaterial (Leserbriefe, Making-Off-Beiträge und Reprints alter Sketche, Prints, usw.).

Die Handlung von „Final Quest“: Die Elfen leben endlich in Frieden in der Nähe des Palastes der Hohen, diese Nähe bringt jedoch unerwartete Veränderungen mit sich. Manche Elfen wollen weiterhin „dem Weg“ folgen, während andere sich nach einem neuen Leben in der Sicherheit des Palastes sehnen, fernab aller Gefahren, die auf der „World of Two Moons“ lauern. Währenddessen muss sich Ember, die inzwischen ihren eigenen Stamm führt, mit dem menschlichen Tyrannen Angrif Djun beschäftigen, der die Vernichtung der Elfen anstrebt. Das ist natürlich nur der Anfang, aber mehr möchte ich nicht verraten, um niemandem die Spannung zu nehmen.

Chronologisch ist „Final Quest“ nach allen anderen Abenteuern der Elfen angesiedelt (außer „FutureQuest“). Die „Original Quest“, „Siege at Blue Mountain“ und „Kings of the Broken Wheel“ dürften die meisten kennen (veröffentlicht in Deutschland von Bastei und Carlsen). Ebenfalls wichtig sind „Hidden Years“, „Shards“, „The Searcher and the Sword“ (alle in Deutschland von Carlsen veröffentlicht – und alle seit Jahren out-of-print) und „The Discovery“ (in Deutschland bisher unveröffentlicht). Für das Verständnis von „Final Quest“ ist es aber nicht zwingend notwendig, all diese Geschichten gelesen zu haben. Lediglich die „Original Quest“ sollte man auf jeden Fall kennen. Diese ist derzeit komplett in einem Band als „The Complete ElfQuest Volume One“ erhältlich – falls jemand seine Erinnerungen auffrischen will oder noch nie in die wundervolle und packende Welt der Elfen eingetaucht ist.

Jedem ElfQuest-Fan kann ich „Final Quest“ nur von ganzem Herzen empfehlen. Auf diese Serie haben wir seit Jahren gewartet! NEUE Abenteuer der Elfen, komplett gezeichnet von Wendy Pini – das ist ein Traum, der wahr wird. Die Zeichnungen werden zwar nicht mehr mit Bleistift und Pinsel aufs Papier gezaubert, sondern am Computer erstellt, ihrer Qualität tut dies jedoch keinen Abbruch. Insbesondere in den 90ern durften sich auch andere Zeichner an „ElfQuest“ versuchen, aber an Wendys einzigartige Interpretation der Elfen kam, wenn man ehrlich ist, niemand so recht heran. Bei „Final Quest“ sieht alles so aus, wie man es von einem ElfQuest-Comic erwartet und erhofft.

Die Story finde ich bisher ebenfalls überzeugend. Man hat das Gefühl, dass Wendy und Richard noch einmal alle Register ziehen wollen, um diese Geschichte zu etwas ganz Besonderem zu machen. All die alten Favoriten treten nach und nach auf, um Teil dieser finalen Suche zu werden. Eine epische Geschichte über Freundschaft, Liebe, Gefahr, Hoffnung, Leid, Familie, über Traumbeeren und Träume, über den Wind in deinem Haar, wenn du dich auf den Rücken deines Wolfes schwingst, und dem Gefühl, Teil von etwas wunderschönem zu sein, wenn du deinen Blick in den sternenklaren Nachthimmel richtest. „ElfQuest“ ist ein Meisterwerk – und „The Final Quest“ schickt sich an, ein würdiger Teil davon zu werden.

Wer nach der Lektüre dieses Bandes keine Lust hat, ein weiteres Jahr auf die Fortsetzung zu warten („Final Quest“ Volume Two ist für 2016 geplant), der muss nur einen Comic-Shop finden, welcher US-Comics führt. Von „ElfQuest: The Final Quest“ erscheint alle 2 Monate eine neue Ausgabe, die man bei jedem Comic-Shop vorbestellen können sollte. Da die letzte fortlaufende Serie von „ElfQuest“ schon lange zurückliegt („ElfQuest Volume II“, erschienen 1996-1999) und selbst das letzte neue ElfQuest-Material bereits vor Jahren erschien („ElfQuest: The Discovery“, 2006, von DC), haben viele Fans wahrscheinlich noch nicht einmal mitbekommen, dass „ElfQuest“ wieder da ist. Da sich die US-Comic-Industrie derzeit auch (mal wieder) in der Krise befindet, sind die Verkaufszahlen von „Final Quest“ zwar solide, aber nicht spektakulär (# 7 hat z.B. 6.710 Exemplare in Nordamerika verkauft). Je mehr Fans die Einzelausgaben der Serie kaufen, desto besser. „Final Quest“ ist auf mehrere Jahre ausgelegt, und ich möchte definitiv alles sehen, was Wendy und Richard geplant haben.

Volume 1 von „ElfQuest: The Final Quest“ erhält von mir 5 Sterne. Dies ist für mich jetzt schon eine der besten ElfQuest-Stories aller Zeiten, und mit jeder Ausgabe wird sie noch besser und epischer. Für jeden Fan absolut empfehlenswert – und außerdem ein tolles Geschenk für jeden ElfQuest-Fan, der möglicherweise noch gar nichts von der Existenz dieser Serie weiß.


Entspannungstraining für Kiefer, Nacken, Schultern: 10 Programme zum Loslassen und Wohlfühlen
Entspannungstraining für Kiefer, Nacken, Schultern: 10 Programme zum Loslassen und Wohlfühlen
von Heike Höfler
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 22. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist schon eine Weile her, dass ich mir „Entspannungstraining für Kiefer, Nacken, Schultern“ wegen anhaltender Probleme im Nackenbereich gekauft habe. Kürzlich blätterte ich das Buch noch einmal durch, wobei mir auffiel, dass ich viele der Übungen immer noch mache – ein guter Hinweis darauf, wie wirksam sie sind, denn Übungen, die einem nichts bringen, macht man nicht lange.

Etwa die ersten 40 Seiten des Buches beschäftigen sich mit der Theorie. Woher kommen Verspannungen? Welche Muskeln sind beteiligt? Wie kann ich Stress abbauen? Diese und viele andere Fragen werden hier beantwortet. Unterstützt werden die Erklärungen durch Zeichnungen und Bilder (alles komplett in Farbe). Wer sich nicht ohnehin schon mit diesen Themen beschäftigt hat, der wird hier viel Neues erfahren (so ging es mir zumindest). Zusammenhänge, die einem vielleicht nicht einmal bewusst waren, werden hier gut, aber nicht ausschweifend erklärt. Dies allein wird manchen vielleicht schon helfen, positive Veränderungen in ihrem Leben vorzunehmen.

Es folgen knappe 50 Seiten Praxis, welche aus 10 Übungsprogrammen mit jeweils 5 Übungen bestehen. Für jedes Programm sollte man etwa 15-20 Minuten einplanen (anfangs vielleicht etwas mehr). Bei Bedarf kann es natürlich auch länger dauern. Die Übungen sind größtenteils gut erklärt und gut bebildert. Anfangs muss man möglicherweise etwas herumprobieren, bis man den Dreh raus hat, insgesamt fand ich die Übungen jedoch gut machbar. Jedes Programm enthält Übungen für den Nacken-, Schulterbereich und den Kiefer. Je nachdem, wo die eigenen Probleme liegen, kann man sich natürlich die Übungen heraussuchen, die einem besonders nützlich erscheinen. Da Probleme im einen Bereich aber oft Auswirkungen auf die anderen haben, macht es auf jeden Fall Sinn, alle Übungen zu probieren.

Mit den Übungen aus diesem Buch war ich in der Lage, Kopf- und Nackenschmerzen zu beseitigen, die Beweglichkeit meines Kiefers zu erhöhen sowie Verspannungen im Kiefer zu lindern. Das soll nicht heißen, dass ich alle meine Probleme los bin – helfen tun die Übungen aber auf jeden Fall. Am Ende wird es immer auf den Einzelfall ankommen, ob und wie effektiv die Übungen wirken (und natürlich darauf, ob man regelmäßig übt). Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Von mir bekommt „Entspannungstraining für Kiefer, Nacken, Schultern“ 5 Sterne, da es Zusammenhänge gut erklärt und einem die Möglichkeit gibt, selbst etwas für seine Gesundheit zu tun, ohne dabei von Ärzten oder Medikamenten abhängig zu sein.


Pilates: Das große Praxisbuch
Pilates: Das große Praxisbuch
von Alan Herdman
  Broschiert
Preis: EUR 22,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 19. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pilates: Das große Praxisbuch (Broschiert)
Früher habe ich bei Pilates nur an “Fitnesstraining für Frauen” gedacht, eine Fehlvorstellung, an der sich erst etwas änderte, als ich in einem anderen Trainingsbuch las, dass Joseph Pilates – der Begründer dieses Trainings – es zur Ertüchtigung von Soldaten und Polizisten benutzte. Mein Interesse war geweckt, und so habe ich mir „Pilates: Das große Praxisbuch“ gekauft, da ich ein möglichst neues Buch haben wollte. Inzwischen habe ich es komplett durchgearbeitet und bin mit dem Kauf sehr zufrieden.

Los geht es mit einer etwa 50seitigen Einführung, in der man erfährt, worum es bei Pilates geht. Es wird auch der menschliche Körper mit allen Knochen und Muskeln kurz, aber detailliert vorgestellt, damit es einem später leichter fällt, zu erkennen, welche Körperteile eigentlich trainiert werden. Die Einführung hat mir gut gefallen, da sie dem Leser alles vermittelt, was er beim Üben zu beachten hat.

Anstatt sich dann gleich in die „klassischen“ Pilates-Übungen zu stürzen, präsentiert der Autor auf ca. 100 Seiten zahlreiche Vorübungen, die den gesamten Körper abdecken. Dies ist sehr sinnvoll, denn viele der eigentlichen Pilates-Übungen dürften, insbesondere für Untrainierte, anfangs zu schwer sein. Die Vorübungen sind jedoch so gehalten, dass auch jemand, der noch nie oder seit langem nicht mehr trainiert hat, etwas für sich finden wird. Die Übungen sind klar und präzise beschrieben und durchweg gut bebildert. Alle Bilder sind in Farbe.

Mit den Vorübungen ist man erstmal eine Weile beschäftigt. Wer natürlich bereits über eine gute Fitness verfügt, könnte sich auch gleich den 34 „klassischen“ Pilates-Übungen widmen, die auf weiteren 70 Seiten folgen. Zu beachten wäre hier allerdings, dass Ausdauersport wie Laufen oder Radfahren nicht unbedingt auf Pilates vorbereitet. Bei Pilates wird insbesondere die Körpermitte, also Bauch- und Rückenmuskulatur, trainiert, die bei vielen durch unser ständiges Sitzen verkümmert ist. Ich würde deshalb jedem empfehlen, mit den Vorübungen zu beginnen – wenn man die teilweise ohne große Mühe schafft, kann man sich freuen und ist gleich motiviert.

Auch die 34 eigentlichen Pilates-Übungen, die der Autor laut eigener Aussage für die Erfordernisse unserer Zeit angepasst hat, sind sehr gut beschrieben und bebildert. Es kommen sowohl männliche als auch weibliche Models zum Einsatz, die durchaus „normal“ aussehen – also nicht hochgezüchtete Fitnessgötter, wie sie einem in manchen Fitnessbüchern um die Ohren gehauen werden. Bei den Vorübungen und auch den „klassischen“ 34 bin ich auf viele Übungen gestoßen, die mir so oder ähnlich bereits bekannt waren. Das habe ich nicht als störend empfunden – schließlich gibt es nur eine bestimmte Menge an Dingen, die man mit seinem Körper anstellen kann. Außerdem zeigt es, dass Pilates ein Vorreiter der derzeit grassierenden Bodyweight-Training-Welle ist. Was uns in anderen Büchern als „neu“ verkauft wird, hat Joseph Pilates seinen Schülern schon vor 100 Jahren beigebracht.

Am Ende des Buches gibt es noch einen Abschnitt für diejenigen, die Pilates vielleicht selbst lehren möchten. Das ist zwar nicht mein Ziel, aber interessant und informativ fand ich es dennoch. Negativ fiel mir lediglich auf, dass bei einigen Übungen noch empfohlen wird, die Hände hinter dem Nacken zu verschränken (z.B. S. 81 „Chest Lift“ oder S. 88 „Chrisscross“). Zwar weist der Autor darauf hin, man solle nicht mit den Händen ziehen, aber insbesondere Untrainierte werden das möglicherweise doch tun, wenn ihre Bauchmuskeln sie einfach nicht nach vorne bringen wollen – deshalb lieber gleich die Fingerspitzen an die Seiten des Kopfes legen.

Insgesamt fühlte ich mich von diesem Buch gut informiert. Wer Pilates kennenlernen und üben möchte, dem würde ich es auf jeden Fall empfehlen. Einzig die Arme kommen beim Training vielleicht etwas kurz; hier könnte eines der einschlägigen Bodyweight-Training-Bücher helfen. Ich gebe „Pilates: Das große Praxisbuch“ 5 Sterne, denn ich wüsste eigentlich nicht, was ich noch mehr von einem Buch über Pilates hätte erwarten sollen.


Gymnastik für die Hals- und Brustwirbelsäule: 30 Tage mit je 7 Übungen
Gymnastik für die Hals- und Brustwirbelsäule: 30 Tage mit je 7 Übungen
von Gabriele Dreher-Edelmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 34,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 11. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich schon länger Probleme mit dem Nacken habe, habe ich mir „Gymnastik für die Hals- und Brustwirbelsäule“ gekauft. Nachdem ich das Buch nun durchgearbeitet und das Übungsprogramm einmal komplett durchlaufen habe, bin ich der Meinung, dass sich der Kauf gelohnt hat.

Das Hauptaugenmerk dieses Buches liegt auf den Übungen; der sonst übliche Einführungsteil, welcher meist einen kurzen Anatomieüberblick und zusätzliche Informationen zum Thema enthält, fehlt. Wer mehr will als nur Übungen, müsste ein zusätzliches Buch kaufen. Das Konzept des Buches, sich ganz auf die Übungen zu konzentrieren, fand ich dennoch gelungen. Mir hat besonders gefallen, dass diese zu einem 30-tägigen Programm aufgebaut wurden, da man so nicht ständig überlegen muss, welche Übungen man denn nun machen soll.

Jeder Übungstag besteht aus 7 Übungen. Die ersten paar Tage werden diese im Liegen ausgeführt, danach komplett im Sitzen. Beim ersten Durchblättern fand ich das etwas seltsam, im Verlauf des Trainings hat es sich aber als recht effektiv herausgestellt. Praktisch ist auch, dass man keinerlei Hilfsmittel – außer einem Stuhl, den wohl jeder haben dürfte – benötigt.

Die Übungen selbst werden sehr klar und ausführlich beschrieben. Der stichwortartige Stil hätte mich normalerweise gestört, hier passt er aber. Die begleitenden Bilder (komplett in Farbe) sind sehr gut und dank der eingefügten Symbole oft so verständlich, dass man den Text kaum bräuchte. Es ist genau zu erkennen, wo gedehnt, gedrückt oder angespannt werden soll – eine sehr praktische Aufmachung. Die Wirkung der Übungen wird zusätzlich ebenfalls aufgeführt.

Sehr gut fand ich das Design des Buches als Ringbuch. Hierdurch kann man es problemlos aufgeschlagen lassen und muss nicht ständig wieder blättern. Ich wünschte, mehr Trainingsbücher würden sich so präsentieren, anstatt als unpraktische Softcover zu erscheinen.

Nach dem 30-Tage-Programm, welches man selbstverständlich beliebig oft wiederholen kann, kommen noch Kapitel zur Selbstmassage des Schulter- Nackenbereichs und 2 weitere Kurzprogramme, gefolgt von einer ganzen Reihe von Atemübungen. Einzig das letzte Kapitel fand ich etwas albern. Hier sollen Übungen zur Entspannung des Kiefers präsentiert werden. Das Kapitel ist aber lediglich eine Seite lang und dementsprechend unbrauchbar. Wer Probleme mit dem Kiefer hat, sollte ein anderes Buch kaufen.

Insgesamt fand ich die Übungen in diesem Buch gut und hilfreich. Ich kann nicht behaupten, dass meine Nackenprobleme bereits verschwunden wären, bin aber der Meinung, dass die Übungen eine positive Wirkung hatten. Ich habe schon mit mehreren Nackenbüchern gearbeitet, und von allen fand ich dieses bisher am besten, da der Nacken- und Schulterbereich sehr systematisch aufgebaut wird. Mit diesem Buch bekommt jeder, der Nacken- oder Schulterprobleme hat, ein gutes Hilfsmittel an die Hand, um selbst aktiv zu werden.

Von mir gibt es 5 Sterne, denn ich habe gerne mit „Gymnastik für die Hals- und Brustwirbelsäule“ gearbeitet und werde weiter damit arbeiten.


Fit ohne Geräte - Anatomie: Bodyweight-Training lernen und verstehen
Fit ohne Geräte - Anatomie: Bodyweight-Training lernen und verstehen
von Mark Lauren
  Broschiert
Preis: EUR 22,00

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Trainingsguide, 9. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da mir „Fit ohne Geräte“ gut gefallen hat, habe ich mir auch den Nachfolger „Fit ohne Geräte – Anatomie“ gekauft. Nachdem ich das Buch nun komplett durchgelesen habe, lässt sich feststellen, dass es ein gutes Trainingsbuch ist, welches jedoch nicht so viel Neues bietet, wie ich gehofft hatte.

„Fit ohne Geräte – Anatomie“ (FA) beginnt mit einer kurzen Einführung in die Themen Fitness, Motivation, Anatomische Grundlagen, Ernährung sowie Auf- und Abwärmen. Das Ganze wird recht knapp abgehandelt, und wer schon das eine oder andere Trainingsbuch gelesen hat, wird hier kaum neue Erkenntnisse gewinnen. Die Übungen zum Auf- und Abwärmen sind nur in kurzen Texten beschrieben (begleitende Bilder fehlen), was ich nicht ideal fand.

Nach gut 30 Seiten beginnt der sehr ausführliche Übungsteil, geordnet nach den beanspruchten Muskelpartien (Brust und Schultergürtel, Bizeps und Unterarme, Gesäß, Beine und Rumpf). Jeder Übung wird eine Doppelseite gewidmet, das heißt, es bleibt teilweise deutlich mehr Platz für die Beschreibung als bei „Fit ohne Geräte“ (FG), wo einige Übungen mit weniger als einer halben Seite auskommen mussten. Die Beschreibungen sind größtenteils gut und verständlich. Zusätzlich gibt es oft Sicherheitshinweise, um Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden. Dies macht FA besonders für Einsteiger interessant.

Der große Unterschied zu FG soll in der genauen Angabe der beanspruchten Muskeln bei jeder Übung liegen. In der Tat ist bei jeder Abbildung die Hauptmuskulatur und die unterstützende Muskulatur farblich hervorgehoben. Die wichtigsten Muskeln werden ferner namentlich benannt. Diese Aufmachung finde ich durchaus gut, allerdings dürfte sie bei den meisten nur geringe Auswirkungen auf das Training haben. Die Übungen bei FA sind die gleichen wie bei FG. An der Ausführung ändert sich ja nichts, nur weil ich die Namen der beanspruchten Muskeln vor Augen habe.

Etwas bedauerlich fand ich auch, dass es keine neuen Übungen gab. Die gut 80 Übungen (plus zahlreiche Varianten) in „Anatomie“ sind sozusagen ein „Best of“ von FG. Bis Seite 100 habe ich genau verglichen und konnte keine neue Übung finden. Auch der Rest kam mir bekannt vor. Es handelt sich bei „Fit ohne Geräte – Anatomie“ also nicht um eine Erweiterung, sondern eher um eine alternative Präsentation.

Empfehlenswert ist das Buch dennoch, allerdings eher für die, die das Original noch nicht haben. Ich bin nur Gesundheitssportler, und für mich ist Bodyweight-Training genau das Richtige. Mit den Übungen in diesem Buch lässt sich eine gute Fitness aufbauen, und durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade dürfte für jeden etwas dabei sein. Trotz der etwas knappen Einführung und fehlender Trainingspläne würde ich FA besonders Einsteigern empfehlen, da die Beschreibungen und Sicherheitshinweise teilweise ausführlicher sind als bei FG. Wer „Fit ohne Geräte“ schon hat, müsste aber ein gesteigertes Interesse an dieser Art der Präsentation haben, damit sich ein Kauf von „Anatomie“ lohnt.

Ich gebe „Fit ohne Geräte – Anatomie“ 4 Sterne. Dies ist ein gutes Trainingsbuch, aber ich hatte oft das Gefühl, das Original einfach noch einmal zu lesen.


Elfquest: The Original Quest Gallery Edition
Elfquest: The Original Quest Gallery Edition
von Richard Pini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 126,15

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum für jeden Fan, 5. November 2014
In den USA ist in den letzten Jahren der Trend entstanden, in hochwertig produzierten Hardcovern exakte Scans von Originalseiten besonders beliebter Comics zu präsentieren. Mit der „ElfQuest Gallery Edition“ legt Dark Horse nun auch den ersten Band vor, der ElfQuest-Material zum Inhalt hat. Das Ergebnis ist ein wunderschönes Buch, welches ich trotz des stolzen Preises gerne in meine Sammlung aufnehme.

Das großformatige Hardcover bietet dem Leser auf knapp 180 Seiten Scans der Originalseiten der ersten 5 Ausgaben der „Original Quest“ (also ElfQuest # 1-5). Jede Artwork-Seite sowie die Cover und Backcover sind enthalten (nur das Backcover der # 1 war nicht dabei). Die Seiten werden in ihrer Originalgröße präsentiert und sind auf sehr dickem, hochwertigem Paper gedruckt, sodass man fast das Gefühl hat, die Originale in Händen zu halten – genau das ist ja auch der Sinn dieser Editionen. Die Originale befinden sich – wie offenbar in diesem Fall – im Besitz ihrer Erschaffer oder sind für viel Geld an besonders begeisterte und zahlungskräftige Sammler gegangen; den meisten würde es also nie vergönnt sein, diese Kunstwerke in all ihrem Detailreichtum zu betrachten. Diese Chance bietet nun die „Gallery Edition“. Mit einer Höhe von etwa 44 cm und einer Länge von gut 30 cm werden die Seiten größer gezeigt als je zuvor. Jedes kleine Detail ist zu sehen, inklusive der Stellen, an denen Wendy damals nachgebessert hat oder das Lettering, welches komplett von Hand gemacht wurde, veränderte. Zusätzlich zu „ElfQuest“ # 1-5 gibt es ein neues Vorwort von Richard Pini sowie eine Sketchbook-Sektion, die leider nur 6 Seiten lang ist.

Wendy Pinis Zeichnungen gehören für mich mit zum Besten, was die Comic-Industrie zu bieten hat – und nie war sie besser als in diesen frühen Ausgaben. Völlig losgelöst von allem, was damals, vor inzwischen über 35 Jahren, Standard war, hat sie etwas erschaffen, das es so nicht gab und auch nie wieder gegeben hat. Ihre Elfen sind etwas Besonderes, und die Geschichte, durch die sie den Leser führt, wird durch die wunderschönen und sehr detaillierten Zeichnungen nur noch besser.

Sollte jemand diese Review lesen, der nicht weiß, worum es bei „ElfQuest“ geht, hier ein kurzer Blick auf die Handlung: Der kleine Elfenstamm der Wolfriders/Wolfsreiter ist gezwungen, seine angestammte Heimat zu verlassen. Aus ihrer Reise, die als Flucht beginnt, wird bald eine Suche nach anderen Elfen, welche sich vor langer Zeit über die Welt der zwei Monde verteilt haben. Dies führt zu Begegnungen mit Menschen, Trollen und verschiedenen Elfenstämmen und schließlich zu einer Suche, die viel größer ist, als sich Cutter/Schnitter, der junge Anführer der Wolfsreiter, es sich jemals erträumt hätte.

Was sich in der Kurzzusammenfassung simpel anhört, ist tatsächlich eine der besten Fantasy-Geschichten, die jemals erzählt wurde, und das nicht nur im Bereich Graphic Novels/Comics, sondern überhaupt. Es ist eine Geschichte voller Schönheit und Gefahr, voller Schmerz und Hoffnung, welche die klischeehafte Einteilung in Gut und Böse weit hinter sich lässt und stattdessen komplexe Charaktere erschafft, deren Motivation die Story vorantreibt. Mit ihrer „World of Two Moons“ haben Wendy und Richard Pini eine Welt erschaffen, die mich, seit ich sie vor Jahrzehnten kennengelernt habe, nie mehr losgelassen hat – ein echtes Meisterwerk, wie man es nur ganz selten trifft.

Jedem ElfQuest-Fan und jedem, der schöne Zeichnungen zu schätzen weiß, kann ich diese „Gallery Edition“ nur empfehlen. Ich hoffe, das Buch ist erfolgreich genug, um weitere Bände folgen lassen zu können. Alle 20 Ausgaben der „Original Quest“ in diesem Format zu haben, wäre großartig; bis es so weit ist, freue ich mich über die ersten 5. Ich gebe diesem Buch 5 Sterne, da es ein großartiges Sammlerstück ist, welches man auch in Jahren oder Jahrzehnten noch zu schätzen wissen wird.


Faszien-Fitness: Vital, elastisch, dynamisch in Alltag und Sport
Faszien-Fitness: Vital, elastisch, dynamisch in Alltag und Sport
von Robert Schleip
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

103 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 29. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich interessiere mich schon länger für Faszien und habe schon einige Bücher zum Thema gelesen, doch wenn sich Robert Schleip, einer der führenden deutschen Faszienforscher, mit einem eigenen Werk zu Wort meldet, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Nachdem ich das Buch nun durchgearbeitet habe, kann ich sagen, dass ich mit „Faszien Fitness“ sehr zufrieden bin.

Der erste Teil des Buches behandelt die Theorie. Was sind Faszien? Wie sind sie aufgebaut? Was können sie? Diese und viele weitere Fragen werden auf interessante und unterhaltsame Weise beantwortet. Es ist dem Buch anzumerken, dass sich der Autor darum bemüht hat, das Thema allgemeinverständlich zu behandeln. Die Verwendung von Fachbegriffen hält sich in Grenzen, und diese werden immer genau erklärt, sodass auch der Laie ohne Probleme verstehen kann, worum es geht. Besonders positiv fand ich auch, dass Robert Schleip sich die Zeit genommen hat, einige Vorreiter der Faszienforschung kurz vorzustellen.

Im zweiten Kapitel werden die Prinzipien des Faszientrainings vorgestellt. Hier fand ich besonders gut, dass den vier Hauptfunktionen der Faszien – Formen, Bewegen, Kommunizieren und Versorgen – entsprechende Möglichkeiten des Trainings – Dehnen, Federn, Spüren und Beleben – gegenübergestellt wurden. Später wird dieses System im Übungsteil verwendet, damit der Trainierende erkennen kann, wofür das, was er tut, eigentlich gut sein soll. Insbesondere diejenigen, die sich noch nicht tiefer mit dem Thema beschäftigt haben, werden viele erstaunliche Dinge über ihre Faszien und ihren Körper lernen – und durch den folgenden Übungsteil lässt sich dieses Wissen konkret für die eigene Gesundheit nutzen.

Den Anfang des Übungsteils bildet ein aus 6 Übungen bestehendes Basisprogramm. Auf diesem kann man mit Übungen für spezielle Problemzonen oder nach individuellem Bedarf aufbauen. Alle Übungen sind gut beschrieben und zusätzlich durch farbige Bilder dargestellt. Außergewöhnlich beim Faszientraining ist, dass man dazu aufgefordert wird, viele verschiedene Bewegungsvariationen zu nutzen, anstatt sich sklavisch an die immer gleiche Ausführung zu halten, wie es bei anderen Trainingsmethoden oft der Fall ist.

Wer schon ein paar Trainingsbücher durchgearbeitet hat, dem werden einige der Übungen bekannt vorkommen. Beim Faszientraining werden alte Methoden und klassische Übungen oft neu variiert, um die Wirkung auf das fasziale Netzwerk des Körpers zu maximieren. Ebenfalls vorhanden sind die Standardübungen zur Selbstmassage mit Hilfe einer Hartschaumrolle/Blackroll. Wer seine Faszien trainieren will, sollte die Anschaffung einer solchen Rolle definitiv in Betracht ziehen – ich kann sie nur empfehlen.

Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Die Übungen sind so ausgewählt worden, dass die meisten sie mit etwas Training gut schaffen sollten. Auch für Anfänger und Nicht-Sportler sind sie geeignet – und ganz besonders zu empfehlen! An mir selbst kann ich feststellen, dass das Faszientraining funktioniert. Mit der Blackroll habe ich Verspannungen in Beinen, Füßen und Rücken deutlich verbessern können. Nach wenigen Durchgängen des Basisprogramms aus diesem Buch hat sich meine Beweglichkeit ebenfalls schon verbessert. Dass man das Training natürlich regelmäßig wiederholen muss, um bleibende Erfolge zu erzielen, ist klar. Mit diesem Buch wird einem dies aber einfach gemacht, denn es erklärt und motiviert sehr gut. Auch die übliche Ausrede, man hätte zum Trainieren ja überhaupt keine Zeit, gilt hier nicht – der Autor ist der Meinung, dass bereits ein 10-minütiger Workout zwei Mal in der Woche einen guten Beitrag zum Zustand der Faszien leisten kann. So viel Zeit sollte jedem die eigene Gesundheit wert sein. Wer nach der Lektüre dieses Buches noch Lust auf mehr hat, dem kann ich auch „Faszien in Bewegung“ von Gunda Slomka empfehlen, wo es etwas komplexere und schwierigere Übungen gibt, sowie „Werde ein geschmeidiger Leopard“ von Kelly Starrett, welches viele Mobilisationen enthält, die auch auf die Faszien wirken.

„Faszien Fitness“ ist ein gutes und nützliches Buch, das ich jedem empfehle, der etwas für seine Faszien – und damit seine Gesundheit – tun möchte. Von mir gibt es 5 Sterne – und die sind verdient.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2015 11:29 AM MEST


Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern: KAIZEN für die persönliche Entwicklung
Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern: KAIZEN für die persönliche Entwicklung
von Robert Maurer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 21. Oktober 2014
Ich habe mir „Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern” (bzw. „One Small Step Can Change Your Life“ – so der Titel der Originalausgabe) gekauft, da mich die Idee faszinierte, mit geringem Aufwand positive Veränderungen herbeizuführen. Nach der Lektüre des Buches kann ich sagen, dass sich der Kauf gelohnt hat.

Das Konzept: Robert Maurer beschreibt in seinem Buch, wie man mit kleinen Schritten schließlich große Erfolge erzielen kann – das ist Kaizen. Wenn wir uns Veränderungen wünschen, sollen diese meist schnell eintreten und möglichst groß sein, damit sie auch den erhofften Effekt haben. Das Problem dabei ist, dass unser Gehirn Veränderungen nicht mag und folglich mit Angst auf unsere mehr oder minder großartigen Pläne reagiert. Wir stehen uns selbst im Weg. Pläne – z.B. mehr Fitness, Abnehmen, ein besserer Job, eine bessere Beziehung, usw. – verlaufen im Sand oder werden gar nicht erst begonnen. Hier setzt „Kaizen“ an. Dadurch, dass man die gewollten oder zumindest notwendigen Veränderungen in so winzigen Schritten einleitet, dass sie vom Gehirn nicht mehr als Gefahr wahrgenommen werden, erreicht man irgendwann sein Ziel.

Dieses eigentlich simple Konzept erklärt der Autor in seinem Buch auf unterhaltsame und interessante Weise. In mehreren Kapiteln gibt er nützliche Tipps und zeigt auf, wie jeder von uns sein Leben durch Kaizen bereichern kann. Ich habe schon erfolgreich mit dieser Methode gearbeitet, als mir „Kaizen“ noch gar kein Begriff war. Erst durch das Lesen dieses Buches ist mir jedoch klar geworden, dass Kaizen auf so ziemlich alles anwendbar ist, insbesondere Ziele, vor denen man bisher immer zurückschreckte.

Das Buch enthält auch viele Beispiele dafür, wie Kaizen für Betriebe funktionieren kann. Das macht Sinn, denn erst durch die Anwendung in japanischen Firmen (daher auch der seltsam klingende Name), die nach dem zweiten Weltkrieg ihr am Boden liegendes Land wieder aufbauen mussten, wurde Kaizen bekannt. Für mich stand zwar die Brauchbarkeit im individuellen Bereich im Vordergrund, die Methode ist darauf aber nicht beschränkt.

Empfehlen würde ich das Buch jedem, der Ziele hat, die sich bisher nicht verwirklichen ließen (also fast jedem …). Vielleicht kann die Anwendung der Kaizen-Methode einen wertvollen Beitrag zum Erreichen des persönlichen Erfolges leisten. Und wer meint, dass dieser Weg ja viel zu lange dauern würde, der sollte im Kopf behalten, dass das langsame Erreichen des Ziels immer noch deutlich schneller ist, als es gar nicht zu erreichen. Die Investition ist, gemessen am möglichen Nutzen, eher gering. Und wer die derzeit knapp 13 € noch zu teuer findet, könnte auf die günstigere Originalausgabe ausweichen, sofern ausreichende Englischkenntnisse vorhanden sind.

Von mir erhält „Kleine Schritte, die Ihr Leben verändern“ 5 Sterne. Ich fand das Buch interessant und hilfreich, und ich glaube, dass es vielen Menschen von großem Nutzen sein könnte.


Blackroll Orange (Das Original) - DIE Selbstmassagerolle - ZUBEHÖR-SET
Blackroll Orange (Das Original) - DIE Selbstmassagerolle - ZUBEHÖR-SET
Preis: EUR 34,90

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Ergänzung zur Blackroll, 15. September 2014
Da ich mit dem Kauf meiner Blackroll sehr zufrieden war, habe ich mir vor einiger Zeit auch das Zubehörset gekauft. Es besteht aus einem großen Ball (12 cm Durchmesser), einem kleinen Ball (8 cm Durchmesser) und zwei Mini-Blackrolls (ca. 5 cm Durchmesser und 15 cm Länge). Bei mir war nur eine Mini-Blackroll dabei, da ich mich für ein Kombiset mit einer weiteren Blackroll entschieden hatte. Für den, der noch keine Blackroll hat oder z.B. eine verschenken will, bietet dies einen preislichen Vorteil. Zuerst lagen die Sachen bei mir nur herum, da ich nicht so recht wusste, was ich mit ihnen anfangen soll. Inzwischen haben sie sich jedoch als nützliche Ergänzung zur Blackroll erwiesen, und der Kauf hat sich gelohnt.

Bei der Blackroll und auch diesen Zubehörteilen handelt es sich um Selbstmassagegeräte. Durch Ausübung von Druck mit dem Trainingsgerät auf bestimmte Körperteile werden „verklebte“ Faszien/Bindegewebsstrukturen wieder gelockert und geschmeidig gemacht. Dies kann man z.B. durch rollen über die betreffenden Körperpartien oder Druck auf besonders verhärtete Stellen/“Triggerpunkte“ erreichen.

Während sich die Blackroll mehr für großflächige Anwendungen – insbesondere bei Beinen und Rücken – anbietet, sind die Bälle und Mini-Blackrolls für punktuellere Behandlungen geeignet. Ich verwende die Mini-Blackroll z.B. zum Ausrollen meiner Plantarfaszie (Unterseite des Fußes). Mein Fuß war oft vom Laufen stark verkrampft, was sich nach regelmäßiger Verwendung der Blackroll gegeben hat. Für den Schulter- und Nackenbereich finde ich besonders den kleinen Ball sehr geeignet. Die normale Blackroll kann hier einfach nicht tief und zielgerichtet genug in die verkrampften Strukturen vordringen, um wirklich effektiv zu sein. Wenn ich mich mit dem Rücken zu einer Wand oder Tür stelle, kann ich sehr gut Druck mit dem Ball auf meinen oberen Rücken ausüben. Nachdem ich erst kürzlich starke Nackenschmerzen, bei denen sonst nur noch eine Kopfschmerztablette geholfen hätte, innerhalb weniger Minuten „weggedrückt“ habe, bin ich nun endgültig davon überzeugt, dass mit diesen kleinen Geräten positive Veränderungen möglich sind.

Das beiliegende Heftchen enthält einige Trainingsvorschläge. Wem das noch nicht reicht, dem empfehle ich das Buch „Werde ein geschmeidiger Leopard“ von Kelly Starrett, welches nicht nur weitere Übungen, sondern auch verschiedene Mobilisationsmethoden vorstellt. Ansonsten muss man einfach ein bisschen herumprobieren. Jeder hat seine eigenen „Problemzonen“, und dementsprechend muss jeder für sich herausfinden, was bei einem selbst am besten funktioniert/wirkt. Dabei sollte man keine Angst vor Schmerzen haben. Über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg verspanntes Gewebe kann richtig wehtun, wenn man Druck darauf ausübt. Der Schmerz zeigt an, dass man in „verklebte“ Strukturen vordringt; nur sanft ein bisschen auf den betreffenden Stellen hin- und her zu rollen, bringt wenig. Mein Schulterbereich tut manchmal so weh, dass ich schreien möchte, wenn ich mit dem Ball hineindrücke. Stattdessen setze ich ein Grinsen auf (es schaut ja niemand zu) und drücke extra fest zu – und es wirkt.

Etwas Geduld und Durchhaltevermögen muss man natürlich mitbringen. Ich möchte nicht den Eindruck vermitteln, dass diese Trainingsgeräte eine Art „Zaubermittel“ wären, mit dem sich alle Schmerzen in Windeseile auflösen, um für immer zu verschwinden. Meine persönliche Erfahrung ist, dass sich bei regelmäßigem Training deutliche Verbesserungen erreichen lassen. Um für meinen Nacken einen ähnlichen Effekt zu erreichen wie mit diesen Geräten, müsste ich wahrscheinlich täglich zum Masseur wandern. Das geben aber weder mein Terminkalender noch mein Geldbeutel her. Aus diesem Grund finde ich den Preis auch vertretbar. Dies ist eine einmalige Investition, die aber über lange Zeit einen Nutzen für mich hat. Ich würde das Set jedem empfehlen, der unter Verspannungen leidet und bereit ist, selbst einen Beitrag zu seiner Heilung zu leisten.

Von mir erhält das Blackroll-Zubehörset 5 Sterne. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich mit diesen Geräten etwas anfangen konnte, doch jetzt sind sie für mich sehr nützlich und hilfreich.


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