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Rezensionen verfasst von
B. Wild
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Aristoteles, Einstein & Co.
Aristoteles, Einstein & Co.
von Ernst P. Fischer
  Taschenbuch

1.0 von 5 Sternen Eine kleine Geschichte der Wissenschaft in Rechtschreibfehlern, 2. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Aristoteles, Einstein & Co. (Taschenbuch)
Ich fand es eine Qual das Buch zu Ende zu lesen. Würde ich mich nicht aus Prinzip darum bemühen jedes angefangene Buch auch zu beenden, hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft. Den Kritikpunkt der anderen beiden Rezensionen kann ich nur bestätigen und bekräftigen; das Buch ist populärwissenschaftlich geschrieben und noch dazu auf einem Niveau verfasst, dass man nicht einmal aus den "Wissenschafts"-Teilen gängiger Tageszeitungen und Wochenmagazine kennt. Dazwischen kommen immer wieder kurze Augenblicke der Arroganz, wenn Herr Fischer erklärt, dass er das zwar jetzt erklären könnte, aber dass der geneigte Leser damit ja doch nur überfordert wäre; nicht gerade das, was ich von jemand erwartet hatte, der der Durchschnittsbevölkerung die Wissenschaft näher bringen möchte. Das Beispiel aus der vorherigen Rezension, dass die Faszination, die die Radioaktivität auf Menschen ausübt, psychologisch begründet ist, ist auch nur eine von vielen haarsträubenden Ideen, die Herr Fischer von sich gibt.
Am schlimmsten aber finde ich die zahlreichen Rechtschreib, Tipp- und sonstigen Fehler: da fehlen Worte, da stehen Wörter zwei mal hintereinander ("Es ist somit kein Wunder, daß die Gemeinde der Wissenschaftler jemanden wie "Johnny", wie er gerne genannt wurde, für den intelligentesten Menschen der Welt der Welt [sic!] hielt." - aus dem Kapitel über John von Neumann). Ich habe eine Ausgabe von 1995 gelesen; ich hoffe, dass zumindest diese Fehler in folgenden Auflagen verbessert wurden.
Bleiben noch die Fußnoten, die ihren Zweck gänzlich verfehlen. Es handelt sich keineswegs um Fußnoten mit Quellenangaben (die werden sowieso komplett weggelassen, was ich, zumindest bei wörtlichen Zitaten, auch in einem populärwissenschaftlichen Buch für nicht tragbar halte); da werden teilweise über zwei Seiten Punkte ausgeführt, die genauso gut in den Haupttext gepasst hätte; die Lesbarkeit leidet enorm unter dieser seltsamen Praxis.
Insgesamt kann ich jedem, der sich für Wissenschaftsgeschichte interessiert, nur ganz stark von diesem Buch abraten. Ich habe leider auch keine Empfehlung, zumindest nicht was Sammelbiographien betrifft; aber ich bin mir sicher, dass man mit 10 Einzelbiographien über die interessantesten dieser Persönlichkeiten deutlich besser bedient ist (z.B. die Neffe-Biographie von Einstein).


Bis(s) zur Mittagsstunde
Bis(s) zur Mittagsstunde
von Stephenie Meyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wer nach dem ersten Band noch nicht gelangweilg genug ist..., 10. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Bis(s) zur Mittagsstunde (Taschenbuch)
Im großen und ganzen ist dieses Buch dem ersten Band ziemlich ähnlich: Auf Handlung wartet man vergeblich und auch die Suche nach dem literarischen Niveau bleibt erfolglos. Positiv ist zu vermerken, dass Bella zumindest eine halbwegs "normale" Reaktion zeigt als sie herausfindet, dass ihr bester Freund ein Werwolf ist, im Gegensatz zum ersten Band, als sie die Tatsache, dass ihr Schwarm ein Vampir ist ohne mit der Wimper zu zucken hingenommen hat. Die Darstellung ihres Schmerzes, als sie von Edward verlassen wird ist über alle Maße unrealistisch, Frau Meyer scheint sich nicht darüber im Klaren zu sein, dass die Sache mit dem Loch in der Burst eine Metapher ist, die, wenn man sie zu oft gebraucht, irgendwann an Wirkung verliert und schließlich nur noch nervt, vor allem wenn Bella gefühlte 70% des Buches damit verbringt, sich selbst zu umarmen, da sie fürchtet sonst vor Abschiedsschmerz zu explodieren. Wikipedia zufolge soll dieses Buch ja an Shakespeare's Romeo and Juliet angelehnt sein, offensichtlich ein miserabler Versuch, so etwas wie literarische Klasse vorzutäuschen. Die einzige Parallele ist, das Edward (leider erfolglos) versucht sich umzubringen, nachdem er erfahren hat, dass sich Bella umgebracht hat (was leider auch nicht der Wahrheit entspricht, sonst wäre die Geschichte endlich aus). Jedoch hatte Bella zu keinem Zeitpunkt ernsthaft vor sich umzubringen (im Gegensatz zu Juliet, die ja ihren Tod vortäuscht), auch hatte Edward vor sie für immer zu verlassen (im Gegensatz zu Romeo, der gezwungen war, Verona zu verlassen, jedoch nie vorhatte, Juliet zu verlassen) und die angeblichen Parallelen zwischen Jacob und Count Paris sind ja wohl absolut unhaltbar, da Juliet nie auch nur ein Wort mit Paris wechselt, ihn nicht einmal sieht, wohingegen Bella eine tiefe Freundschaft zu Jacob aufbaut. Nur durch das verweisen auf ein berühmtes Werk, welches im Übrigen hauptsächlich durch seine Sprache und die Durchdachtheit des Handlungsverlaufes glänzt und nicht nur, weil sich darin zwei Menschen unendlich lieben, kann man leider noch kein gutes Buch schreiben. Sollte es Frau Meyer doch noch einmal gelingen solche Zeilen wie zum Beispiel

If I profane with my unworthiest hand
This holy shrine, the gentle sin is this.
My lips, two blushing pilgrims, ready stand
to smooth that rough touch with a tender kiss.

zu schreiben, bin ich gern bereit, meine Meinung über ihre schriftstellerischen Fertigkeiten zu ändern, bis dahin muss ich aber sagen, dass es sich um ein Buch auf dem niedrigsten literarischen Level handelt. Zwei Sterne gibt es wieder dafür, dass es ein netter Zeitvertreib für die Ferien ist sofern man gerade zu viel mit anderen Dingen beschäftigt ist um sich mit ernsthafter Literatur auseinander zu setzen.


Bis(s) zum Morgengrauen
Bis(s) zum Morgengrauen
von Stephenie Meyer
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenn einen die Langeweile gar nicht mehr loslässt..., 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Bis(s) zum Morgengrauen (Taschenbuch)
... der kann mit diesem Buch vielleicht mal zwei Tage rumbringen. Ansonsten bleibt mir der Erfolg dieses Buches unverständlich. Die Suche nach literarischem Niveau bleibt erfolglos, man sollte Frau Meyer vielleicht klar machen, dass die bloße Erwähnung der Namen Shakespeare, Austen, Chopin oder Debussy noch keineswegs von Bildung zeugt oder in irgendeiner Art und Weise das Buch anspruchsvoller macht. Anscheinend hat sie versucht ein weibliches Pendant zu Harry Potter zu erschaffen, was ihr allerdings nur in Bezug auf den kommerziellen Erfolg der Reihe gelungen ist. Denn auch wenn Harry Potter natürlich nicht unbedingt die anspruchsvollste Lektüre ist so hat es doch eine Sache, die diesem Buch ganz entscheidend fehlt: Handlung. Tatsächlich passiert in etwa 75% des Buches so gut wie nichts, es wird nur immer wieder wiederholt, wie perfekt Edward Cullen, die männliche Hauptperson, und wie ungeschickt und langweilig die Erzählerin, Bella Swan sind. Negative Höhepunkte waren für mich der Moment in dem Bella Edward zur Rede stellt und heraus findet, dass er ein Vampir ist. Das ganze läuft etwa so ab, dass sie ihn danach fragt, er bejaht die Frage und sie ist zufrieden. Zumindest ein kurzer Moment der Überraschung oder vielleicht sogar des Schocks von Seiten Bellas wäre hier wohl doch angebracht. Auch der erste Kuss zwischen den beiden, was in Ermangelung von Handlung wohl als eines der Highlights bezeichnet werden muss, ist nach den scheinbar ewig andauernden Liebesbezeugungen und Lobeshymnen an Edwards Schönheit eher eine Enttäuschung. Auf den letzten 100 Seiten wird dann noch eben schnell eine kurze Konfliktsituation, wie sie in in jedem dritten Thriller vorkommt, eingebaut. Es soll ja danach niemand sagen können, es wäre nichts passiert im Buch.
Besonders überraschend finde ich die Tatsache, dass die Bücher besonders bei der weiblichen Leserschaft gut ankommen, obwohl das Frauenbild fast schon als rückständig und diskriminierend bezeichnet werden muss. Bella, die Protagonistin, kann grob zusammengefasst NICHTS. Sie fällt auf den Boden sobald sie versucht sich mit mehr als normaler Gehgeschwindigkeit fortzubewegen, sie findet nur deshalb Freunde, weil sie als Großstadtmädchen in die Provinz umzieht und ihre Hauptfunktion besteht zum einen darin gut auszusehen, zum anderen in Lebensgefahr zu geraten, so dass sie von Edward gerettet werden kann. Das ist doch mal ein modernes Frauenbild...

Zwei Sterne bekommt dieses Buch nur deshalb von mir, weil es sich sehr schnell und einfach liest, was, wenn man sich darauf eingestellt hat, durchaus entspannend sein kann (Man muss ja nicht immer nur Goethe, Mann und Kafka lesen). Ansonsten kann ich was Vampirbücher betrifft nur, wie auch schon einige andere, auf den Klassiker verweise, Bram Stoker's Dracula.


Texas Flood
Texas Flood
Preis: EUR 6,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nein, Blues ist nicht nach den 60ern ausgestorben, 18. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Texas Flood (Audio CD)
Dieses Album ist ohne Zweifel neben Hendrix' "Are you experienced" und "Led Zeppelin I" eines der besten Debutalben aller Zeiten. Als die ganze Welt dachte der Blues wäre wirklich tot kam plötzlich ein 29 jähriger Gitarrist aus Texas, stellte die (Gitarren-)welt auf den Kopf und war 7 Jahre später schon wieder verschwunden (nicht nach Rockstar-klichee durch eine Drogenüberdosis sonder in einem Hubschrauberunfall). Allein mit diesem Album hat SRV bewisen, dass er neben Clapton, Peter Green und Johnny Winter ohne Zweifel zu den größten weißen Bluesgitarristen gehört, hier stimmt einfach alles. Nebenbei hat er einen der am leichtesten wieder zu erkennenden Gitarrensounds geschaffen. Die wichtigsten Songs:
Pride and Joy: ein Blues-Rock Klassiker wie er im Buch steht
Texas Flood: der titelsong, vielleicht SRVs bekanntestes Lied, Blues vom
allerfeinsten
Lenny: eines der schönsten Instrumentals aller Zeiten, einfach nur
wundervoll
und der rest: einfach umwerfend, seit hendrix hatte wohl keiner mehr so eine verbindung zu seiner gitarre, SRV und Gitarre, das gehört für mich zusammen wie sonst nichts. Ein absolutes MUSS für alle Gitarre, Blues und Rock-Fans


The Concert in Central Park
The Concert in Central Park
Preis: EUR 5,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was ist die Steigerung von Fantastisch?, 18. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: The Concert in Central Park (Audio CD)
Leider hab ich dieses Album nur auf Schallplatte - leider, weil das bedeutet, dass ich es wegen des Aufwands nicht so oft anhören kann, wie ich gerne möchte und weil ich es nicht auf meinen i-pod kopieren kann. Man ist beinahe enttäuscht, wenn das Konzert mit Mrs Robinson beginnt, zumindest wundert man sich, da doch die Highlights und Hits immer erst am Ende eines Konzertes kommen - es sei denn man hat so viele Hits und Highlights, das man damit einen ganzen Abend füllen kann. Denn die beiden bauen nach Mrs Robinson nicht etwa ab, nein es geht gleich weiter mit "Homeward Bound", einer wunderschönen Ballade und es will gar nicht mehr aufhören, "Me and Julio" ist eins meiner persönlichen Lieblingsstücke, aber hier stimmt sowieso alles. Simon and Garfunkel sind in Höchstform, die Aufnahmequalität ist so gut wie sonst nur selten bei Liveaufnahmen, es ist einfach perfekt, ohne Zweifel, 5 Sterne


Are You Experienced?
Are You Experienced?
Preis: EUR 14,29

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Rockgitarren Album aller Zeiten! Und auch allgemein eines der besten Alben, 3. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Are You Experienced? (Audio CD)
Mir fallen nicht viele Alben ein, denen ich automatisch ohne zu zögern 5 Sterne geben würde. Das ist definitiv eins! Warum? Es gibt verschiedene Gründe. Natürlich hat es die Geschichte der E-Gitarre auf einen Schlag in einer Art und Weise verändert wie das vorher und nachher wohl nie mehr passiert ist. Hendrix holt mit dem minimalsten Aufwand alles aus seiner Strat raus was man rausholen kann. Außerdem hört man hier nicht nur den wahrscheinlich größten Rockgitarristen aller Zeiten sondern er wird auch noch von einer unglaublichen Band unterstützt. Noel Redding liefert eine solide Grundlage und Mitch Mitchell ist ohne Zweifel neben Ketih Moon, Ginger Baker und John Bonham einer der essentiellen Drummer der 1960er und auch der gesamten Rockgeschichte. Aber vielleicht am wichtigsten: Das Album hat keine Schwachstelle! DIe Songs im einzelenen:
Purple Haze, Foxy Lady, Hey Joe und Fire: absolute Rockklassiker mit unglaublichen Riffs, die man als Musikfan kennen MUSS!
Manic Depression, Love or Confusion, I don't live today, Stone Free, 51st anniversary, Highway Chile, Can you see me: Unglaublich Rocksongs, die sich manch andere Band wohl noch als Albumhighlight wünschen würde
May this be Love, The Wind cries Mary: zwei wunderschöne Balladen, Wind cries Mary vllt. Hendrix' schönste Ballade gleich nach Litte Wing (von Axis: Bold as Love")
Third Stone From the Sun und Are you experienced: 2 Klassiker der psychedelischen 60er
Red House: Ein Blues Klassiker wie er im Buche steht

Mein Resultat: Egal wie oft ich dieses Album anhöre, ich bin jedes Mal aufs neue überrascht von dieser Klasse. Auch wenn das Albumkonzept (wie bei Sgt Ppper und v.a. Abbey Roads von den Beatles oder Hendrix' Electric Ladyland) noch nicht ausgereift ist gehört dieses Album in den Schrank eines jeden Musik und Gitarrenfans!


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