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Forrest (Kassel)

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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Casino Royale: Gewagter Einsatz, hoher Gewinn, 24. November 2006
Als Daniel Craig für die Rolle des neuen James Bond vorgestellt wurde, zerrissen sich Presse und Kritiker den Mund über den blonden Engländer, Fans wollten den Film aufgrund der "miesen" Schauspielerwahl von Beginn an boykottieren. Kein guter Start für "Casino Royale". Doch jeder der sich den Film angeschaut hat wird wissen, der 21. James Bond bietet absolut keinen Grund für negative Schlagzeilen!

"Casino Royale" geht zu den Ursprüngen des Geheimagenten ihrer Majestät zurück. Es wird gezeigt, wie Bond seinen 007-Status erhält (diese kleine Geschichte ist im Film allerdings mehr oder weniger zu vernachlässigen) und aufgrund welcher Begebenheiten er zu dem wird, der er später ist.

Da die Geschichte von Beginn an neu aufgerollt wird, fehlen einfach gewisse Dinge, die sonst fester Bestandteil der Reihe sind: "Q" und Moneypenny werden mit keinem Wort erwähnt, typische Gimmicks wie z.B. die obligatorische Bond-Uhr oder das vor Waffen strotzende Superauto (das Full-Stealth-Auto in "Die another Day" war für mich persönlich der Gipfel der "es-soll-real-wirken" Fantasie) gibt es nicht, Bond ist es egal ob er seinen Martini geschüttelt oder gerührt trinkt und selbst der Bösewicht (klasse gespielt vom Dänen Mats Mikkelsen) hat mal keine superböse Erfindung gemacht und nimmt die Welt nicht als Geisel, sondern ist selbst nur ein verwundbarer Handlanger der *ACHTUNG SPOILER* ganz unspektakulär durch einen Kopfschuss getötet wird. *SPOILER ENDE*. Viele Fans der ursprünglichen Teile werden all diese Elemente sicherlich vermissen, doch dient deren Fehlen zur Verstärkung der Wirklichkeit.

Manche Sachen lassen sich aber einfach nicht ändern: Die Walther-PPK liegt stets geladen an der Hüfte, attraktive Kulissen auf der ganzen Welt dienen als Handlungsort, ein cooler Schlitten (Aston Martin DBS) dient als Gefährt und natürlich umgibt sich James Bond wieder mit schönen Frauen, in diesem Fall mit Eva Green als neues Bond-Girl Vesper Lynd und zettelt Streit mit seinen Vorgesetzten (Judi Dench zum Glück noch in der Rolle als "M") an.

Größter Pluspunkt des Films ist die geniale Leistung vom Bond-Mimen Daniel Craig. Er füllt den Superagenten mit einer ungeahnten Intensität aus, niemals hat James Bond realer, stärker aber auch verletzlicher gewirkt (bei der Folterszene fühlt man als Mann richtig mit). Er ist nicht der perfekte Alleskönner, sondern wirkt auch einfach mal wie ein totaler Anfänger und fällt auf die Schnauze.

Alleine sein Aussehen, die kurzen Haare, die kristallblauen Augen, die markanten Ohren und der muskulöse Körperbau passen trotz aller vorherigen Zweifel super zu seiner spielenden Rolle.

Alle bisherigen Bond-Darsteller hatten ihre markanten Besonderheiten: Sean Connery war der Charmeur schlechthin, Roger Moore war der wohl bisweilen lustigste, weil sarkastischster Bond, George Lazenby erlangte durch seinen durchaus stilistischen Einmal-Auftritt Berühmtheit, Timothy Dalton war brutaler als alle Anderen zuvor und Pierce Brosnan perfektionierte die Unantastbarkeit des Agenten. Daniel Craig nun scheint all diese Fähigkeiten in sich vereinigt zu haben. Er ist, so „M“s Wortlaut, „eine Waffe auf zwei Beinen“, wirkt eiskalt, ist charmant, stilsicher und an den richtigen Stellen humorvoll.

Soviel zum inhaltlichen Lob, äußerlich gesehen gibt es auch nur extrem wenig Grund zur Beanstandung: Die Action-Szenen sind stark gemacht (die Baustellenverfolgungsjagd wird sicherlich auf jeder Best-Of-Bond-DVD drauf sein), gewöhnungsbedürftige humoristische Akzente sind an den richtigen Stellen eingesetzt und Momente für Gefühle bleiben auch. Martin Campbell, der schon Regie beim Kassenschlager „Goldeneye“ geführt hat, bewies abermals ein Händchen für eine zielsichere Bondumsetzung.

Natürlich ist kein Film perfekt, „Casino Royale“ hat ebenfalls seine Macken: Le Chiffres weibliche Gespielin wirkt absolut fehlbesetzt (ein blondes, spärlich bekleidetes Latexgirl), Bonds Sprüchen mangelt es ab und zu an Qualität, dass Ende ist extrem verwirrend und aufgrund der affektiv wechselnden Stimmungen und Taten (Kündigung, dann wieder nicht…) des Superagenten leider ein wenig misslungen.

Alles in allem jedoch möchte ich behaupten, dass „Casino Royale“ einer der besten, wenn nicht sogar der Beste (darüber soll sich jeder seine eigene Meinung bilden) weil eindrücklichste James-Bond-Film aller Zeiten ist. Wäre die Reihe mit Daniel Craig als Darsteller so nahtlos typisch ohne all die Neuerungen weitergegangen, hätte der Film wohl gefloppt und wäre bei weitem nicht so genial. Aber dank des neuen, erfrischenden Konzeptes ist „Casino Royale“ mit Daniel Craig als Bond ein Erfolg auf der ganzen Linie. Bleibt zu hoffen, dass die Produzenten an ihrem Entwurf, den noch nicht perfekten Bond zu zeigen, festhalten. Wir erwarten mit Spannung die zwei nächsten Agentenfilme mit Daniel Craig in der Hauptrolle (so lange geht sein Vertrag)!


Reeker (Uncut Version)
Reeker (Uncut Version)
DVD ~ Devon Gummersall
Preis: EUR 3,49

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fader Beigeruch, 19. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Reeker (Uncut Version) (DVD)
"Reeker" könnte man als ordentliches Erstlingswerk für jemanden bezeichnen, der gerade die Filmhochschule absolviert hat.
Die Geschichte ist wie immer: Kids fahren durch die Pampa, es gibt Stress und Probleme mit dem Wagen. Keine Hilfe in Sicht und auch keine Möglichkeit welche zu holen, aber zum Glück ist dort ein plötzlich verlassenes Motel. Die Truppe macht Rast und die schlimmen Dinge nehmen ihren Lauf...
"Reeker" lässt Elemente aus vielen verschiedenen Horrorfilmen einfließen und weist ab und an durchaus komödiantische Züge auf, ob nun gewollt oder nicht.
Inhaltlich ist der Film gar nicht schlecht. Die Story sieht auf den ersten Blick extrem flach aus, dass Ende jedoch ist sehr überraschend, wenn man es versteht. Alle kämpfen letzten Endes mit dem Tod und jeder hat die Chance zu überleben.
Die Grundidee ist super, aber die Umsetzung lässt extrem zu wünschen übrig. Es wird gegen den leibhaftigen Tod angetreten, aber was ist das denn bitte für eine Figur, die dort im Film rumläuft? Schwarz vermummt, mit einer Gasmaske vor dem Gesicht und mehr Werkzeugen als Tim Mälzer in seiner Studioküche an einer Hand. Selbst ohne Maske sieht der Typ aus wie frisch vom Halloweenfest. Diese Darstellung ist wirklich unter aller Würde.
Und was zum Teufel nochmal sollen die halben menschlichen Kadaver, die überall im Motel rumkriechen? Haben sie eine Bedeutung für den Film?
Natürlich wird die Gruppe im "Zehn-kleine-Negerlein"-Prinzip getötet, aber die Art und Weise ist nicht sehr stilsicher. Ein wenig mehr Kreativität hätte nicht geschadet.
Das Blut (wichtig für dieses Genre) sieht aus wie frisch aus einer Schlammgrube.
Absolut tödlich für einen Horrorfilm ist, wenn der Killer erst ganz am Ende des Films zu sehen ist. In "Reeker" äußert sich das so: Nach geschlagenen 70 Minuten sieht man den Bad Boy zum ersten Mal ordentlich. Der Film im Übrigen ist 86 Minuten lang.
Naja, positiv sind auf jeden Fall die gut aufgebaute Spannung (bis zu einem gewissen Zeitpunkt) und die Effekte. Der Tod bewegt sich extrem "gruselig" und die wabende Luft wenn er auftaucht ist auch nicht schlecht. Alle Sterbenden haben letzte kurze Rückblicke ihres Lebens. Das Ende ist, wie schon oben erwähnt, ebenfalls positiv überraschend.
"Reeker" hat großes Potential. Ein ordentliches, überarbeitetes Remake und der Film wäre wirklich genial!
Dennoch heißt die Devise: Ansehen und selber eine Meinung darüber bilden.


Der Exorzismus von Emily Rose [Special Edition]
Der Exorzismus von Emily Rose [Special Edition]
DVD ~ Laura Linney
Preis: EUR 5,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fakten vs. Glauben, 9. November 2006
Emily Rose ist nach Ansicht von Pfarrer Moore von Dämonen besessen. In Anbetracht dieser Tatsache, führt er bei der betroffenen Person eine rituelle Teufelsaustreibung durch, die jedoch scheitert. Kurz darauf stirbt die Frau, der Pfarrer wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Es kommt zu einem Prozeß, wie es ihn vorher noch nicht gegeben hat...

Soweit die Geschichte. Viele Menschen haben bei dem Titel des Films wohl auf einen typischen Hollywood-Horrorfilm geschlossen, doch "Der Exorzismus von Emily Rose" ist mehr als ein auf teilweise wahren Tatsachen beruhenden, partiell übernatürlichen Gerichtsthriller mit klassischen Elementen des Horrorgenres anzusehen. Fakt und Glaube kämpfen darum, als Wahrheit angesehen zu werden.

Natürlich wird ein hoher prozentualer Anteil der Menschen, die den Film gesehen haben, ihn als Schwachsinn ansehen, der mit dem Untertitel lockt, es sei alles nach einer wahren Begebenheit geschehen. Andere, die solchen Themen nicht abgeneigt sind, werden dem Film sicherlich mehr abgewinnen können.

Der Film zwingt nicht, sich auf die eine oder andere Seite zu schlagen. Man kann es glauben oder nicht. Man kann sich dem Gesehenen öffnen oder nicht. Das bleibt jedem selbst überlassen.

Inhaltlich bietet der Film viele interessante, religiöse Aspekte, Informationen und Sichtweisen. Das Übernatürliche wird gezeigt, erwähnt, wirkt jedoch nie gotteslästerlich oder anmaßend. Es zeigt einen mehr oder weniger realistischen Übergang von der Normalität einer jungen Frau bis hin zur völligen Vernichtung, woher diese auch gekommen sein mag.

Wer den Film sieht, soll sich selbst eine Meinung über den Inhalt und das Gezeigte und Erwähnte bilden. Diese Rezension vertritt nur eine Sichtweise, mit der man nicht übereinstimmen muss.

Geschichtstechnisch wurde das Meiste aus dem Stoff herausgeholt und mal anders auf die Leinwand gebracht. Diese exorzistische Story (wovon es wahrlich schon einige Verfilmungen gab) kommt ohne die klischeehaften, diabolischen Gesichtsverzerrungen und ohne eine wahre Flut von Schimpftriaden aus, wie sie sonst überall gezeigt werden. Die spontanen Ausrufe diverser Schimpfwörter gründen übrigens auf eine real existierende Krankheit, die psychischer Natur ist. Gerade dieser Aspekt wird im Film aber im Bezug auf die Besessenheit ausgeschlossen. Es ist nichts krankhaftes in der betroffenen Person, sie ist bei klarem Verstand. Ein klarer Realismuspunkt.

Extern gesehen bieten die Hauptdarsteller eine klasse Leistung dar, Pfarrer Moore, gespielt von Tom Wilkinson (Der Patriot u.a.) verkörpert den Angeklagten sehr gut, sein weiblicher Gegenpart, Laura Linney (Truman Show, Mystic River, Kinsey) ebenso. Jennifer Carpenter glänzt in ihrem ersten großen Kinodebüt.

Die Musik ist ein weiterer Pluspunkt des Films. Alle Szenen sind wunderbar mit dem passenden Score unterlegt, manchmal angsteinflößend, schockierend, aber auch langsam und beruhigend.

Natürlich lockt ein Movie, welches nur von einem Gerichtsprozeß über Exorzismus handelt, keinen Menschen ins Kino. Die Leute wollen das sehen, was sie erwarten, wenn sie den Titel lesen. Und das ist Horror. Deswegen baute Scott Derrickson gekonnt Elemente dieses Genres ein, jedoch nicht übertrieben, sondern in akzeptablem Maße. Man zuckt an vielen Stellen zusammen, jedoch nicht vor Ekel (Bsp. Hostel), sondern weil man sich wirklich schlichtweg von merkwürdigen Bildern und der schaurigen Musik hat erschrecken lassen. Fans von Filmen wie "Wrong Turn", "Texas Chainsaw Massacre" oder "House of Wax" bietet "Der Exorzismus von Emily Rose" demnach wenig Anreize zum Ansehen, Splatter bekommt man hier nicht serviert.


Spanglish
Spanglish
DVD ~ Adam Sandler
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 7,10

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fabulossa, 10. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Spanglish (DVD)
„Spanglish“ erzählt die Geschichte einer mexikanischen Mutter, die mit ihrer Tochter nach Amerika zieht und dort mit einer Familie konfrontiert wird, die ihr Leben völlig verändert.

Überzeugend sind vor allem die Schauspieler. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und erstklassig verkörpert worden. Hier ist allem voran die Hauptdarstellerin Paz Vega zu nennen. Mit ihrem Charme und ihrer tollen, frischen und sympathischen Ausstrahlung verzaubert sie die Zuschauer. Und ihr spanischer Akzent ist einfach zum niederknien.

Auch Adam Sandler (50 erste Dates, Die Wutprobe, etc.), sonst eher bekannt für schlichte und einfache Rollen, zeigt hier zum ersten Mal, dass er auch seriösere Vorstellungen abliefern kann. Er spielt in „Spanglish“ einen fürsorglichen und besorgten Familienvater, der mit großen Problemen innerhalb seiner Familie und sich Selbst zu kämpfen hat. Trotzdem bewahrt er sich seinen für ihn typischen Humor, ohne jedoch zwanghaft humorvoll zu wirken.

„Spanglish“ spricht viele Probleme an, egal ob sie nun kultureller oder gemeinschaftlicher Natur sind. Er liefert dabei aber gleichzeitig keine Musterlösung, sondern regt den Zuschauer selbst zum Nachdenken an.

Wer bei James L. Brooks’ Film eine oberflächliche, seichte Farce mit klassischem Hollywood-Ende erwartet, wird enttäuscht werden. „Spanglish“ ist eine tiefgründige Komödie mit einem humoristischen Überzug und bedenkenswertem Inhalt.


Eurotrip
Eurotrip
DVD ~ Scott Mechlowicz
Preis: EUR 5,97

8 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Komödiantischer" Einheitsbrei, 8. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Eurotrip (DVD)
Über die Handlung von "Euro Trip" muss hier kein Wort verloren werden, wohl aber über den Rest. Der Film bedient so ziemlich alle Klischees, die amerikanische Jungbürger von Europa in ihrem Kopf haben. Slovenien ist arm und verdreckt, in England laufen nur Hooligans rum, in Frankreich gibt es überproportional viele Homosexuelle und Holland ist ein einziges Drogen- und Erotikmekka.

Eigentlich bieten gerade diese naiven Vorstellungen vom "Rest der Welt" eine ideale Grundlage für Komödien. In diesem Fall jedoch wurde der "Humor" bis aufs äußerste ausgereizt. Kein Gag ist zu tief unter der Gürtellinie, um nicht Erwähnung zu finden, keine Aktion ist zu unrealistisch (VATIKAN!!!), wenn sie den Zuschauer zum Lachen bringen soll.

Alles in allem gehört dieses C-Movie in die untersten Schubladen der 08/15 Komödien. Und ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum Stars wie Matt Damon (Good Will Hunting, Die Bourne Identität, etc.), Kristin Kreuk (Smallville u.a.), Vinnie Jones (Mean Machine, etc.), Lucy Lawless (Xena), Dominic Raake und Walter Sittler sich für einen solchen Schund hergeben. Da sie aber auftreten und für "Aha"-Momente sorgen, und weil der Soundtrack ab und an auch mal ganz ordentlich ist, vergebe ich gnadenvoll zwei, anstatt nur einen Stern.


The Cider House Rules
The Cider House Rules
Wird angeboten von skyvo-direct
Preis: EUR 18,25

5.0 von 5 Sternen Unbeschreiblich schön, 8. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: The Cider House Rules (Audio CD)
Diese Kompositionen gehen unter die Haut, so wundervoll sind sie. Musik zum Träumen, Seele baumeln lassen, aber auch zum Nachdenken. Wer den Film kennt, dem werden automatisch die Bilder in Erinnerung gerufen, so unglaublich intensiv ist dieser Score. Es wird sehr lange dauern, bis man es schafft, von dieser Musik wieder loszukommen.

Eine absoluter Kauftipp für Jeden, der ruhige, bewegende Klänge gern hat. Vergleichbar ist dieser Soundtrack mit dem "Forrest Gump" Original Motion Picture Score.


The Italian Job - Jagd auf Millionen [2 DVDs]
The Italian Job - Jagd auf Millionen [2 DVDs]
DVD ~ Mark Wahlberg
Wird angeboten von Online-Versand-Grafenau GmbH
Preis: EUR 10,99

19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen FEIN: Flippig, Emotional, Intelligent, Nervenzerreißend, 4. Oktober 2006
„The Italian Job“ beinhaltet einfach alle Zutaten, die man für eine klasse Gaunerkomödie benötigt. Eine spannende und mit vielen Wendungen gespickte Story, tolle Action, viel Humor und eine Darstellerriege allererster Güte!

Der Inhalt: Einer sechsköpfigen Crew gelingt in Venedig ein großer Coup. Bei dem Transport in die Heimat kommt es zu Komplikationen, denn einer aus der Gruppe spielt falsch und reißt sich das gestohlene Gold alleine unter den Nagel. Zurückgelassen und von dem Gedanken getrieben, sich die ergaunerte Ware wiederzubeschaffen, spürt das restliche Team den Falschspieler auf und bereitet sich auf den alles entscheidenden Moment vor…

Bei diesem Spektakel der Sonderklasse sind zuallererst einmal die tollen Schauspieler zu nennen. Neben Mark Wahlberg (Planet der Affen, Vier Brüder, usw.), Edward Norton (Fight Club, Glauben ist alles, Larry Flint, etc.) und Charlize Theron (Monster, Aeon Flux, Gottes Werk & Teufels Beitrag, usw.) in den Hauptrollen sind auch die Nebenrollen mit bekannten und namhaften Darstellern, wie z.B. Jason Statham (Transporter 1+2, Crank, etc.) und Seth Green (Rat Race, Trouble ohne Paddel, usw.) spitzenmäßig besetzt. Insgesamt spielen alle ihre Rollen erstklassig, man spürt das ihnen der Dreh zu diesem Film richtig Spaß gemacht hat. Es herrscht im gesamten Film eine total lockere Atmosphäre, und das macht unglaublich viel aus. Auch die Charaktere die sie verkörpern sind grandios (und erst die Geschichten, wie sie zu ihren Namen gekommen sind), sehr abwechslungsreich, spritzig und extrem lustig.

Inhaltstechnisch ist der Film eine runde Sache. Wie schon oben erwähnt, die Geschichte ist sehr intelligent durchdacht, und die nötigen Portionen an Action, Humor, Dramatik und Emotionen absolut vorhanden.

Auch äußerlich gesehen macht der Film viel her: Gute Schnitte, tolle Kameraeinstellungen und ein in jeder Situation perfekt passender Soundtrack lassen keine Wünsche offen.

In vielen Belangen ähnelt der Film den beiden „Ocean’s Eleven“ und „Ocean’s Twelve“ Teilen. Parallelen im Team der Gaunertruppe sind zu finden, Story und Machart haben auch einen hohen Widererkennungswert. Ebenso sind alle Filme Remakes von älteren Vorgängern. Das ist aber kein Kritikpunkt, denn „The Italian Job“ ist in keinstem Fall irgendein billiger Abklatsch, sondern ein absolut eingeständiges Kapitel. Wer oben genannte Filme kennt, der weiß und versteht was und wie ich es meine.

Fazit: „The Italian Job“ gehört in jede gut sortierte DVD-Sammlung. Spitzenfilm, Spitzen-DVD’s, Spitzenpreis. Fans des Genres kommen daran einfach nicht vorbei. KAUFEN, man wird ganz sicher nicht enttäuscht werden!

Kleine Abschlussnotiz: Wenn der MINI nicht schon vorher Kult war, nach diesem Film ist er es auf jeden Fall :)


Collateral
Collateral
DVD ~ Tom Cruise
Preis: EUR 4,99

3 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Collateralschaden, 2. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Collateral (DVD)
Collateralschäden sind Schäden, die zugunsten einer besseren Sache akzeptiert werden. In diesem Fall ist Tom Cruise alias Vincent, der Bösewicht des Films, ein eben solcher. Denn in diesem Thriller wird der sonst so patente Actionstar von seinem weniger bekannten Kollegen Jamie Foxx (Ray, Miami Vice) locker an die Wand gespielt. Aufgrund dieser Tatsache nimmt man auch einen graumelierten Sonnyboy als „Cleaner“ in Kauf.

Die Story ist sehr interessant und schnell erzählt: Ein Profikiller muss binnen weniger Stunden vier Zeugen sowie die leitende Staatsanwältin (gespielt von Jada Pinkett-Smith, Ehefrau von Will Smith, bekannt aus dem zweiten und dritten Teil der Matrix-Trilogie) eines Gerichtsverfahrens eliminieren. Er bringt einen ahnungslosen Taxifahrer dazu, ihn von einem Auftrag zum anderen zu fahren. Dieser jedoch will sich mit seiner prekären Situation nicht abfinden und versucht die Pläne seines „Kunden“ zu durchkreuzen. Es kommt zum Showdown zwischen den Beiden…

Wie schon eben erwähnt, die Geschichte ist äußerst ansprechend, intelligent ausgedacht und stellenweise sehr gut umgesetzt worden.

Auch der Soundtrack lässt keine Wünsche offen und trägt zu einer guten Filmatmosphäre viel bei.

Die Darstellerriege ist ebenfalls erwähnenswert, die Haupt- und Nebenrollen wurden mit namhaften Akteuren/Akteurinnen besetzt.

Größter Pluspunkt des Films sind aber die genialen Nachtbilder von Los Angeles. So hat man die Stadt der Engel bis dato noch nie gezeigt (Die Neuverfilmung von „Miami Vice“ weißt in dieser Sache viele Parallelen auf). Das pulsierende Nachtleben, aber auch verlassene Gegenden und Hinterhöfe, lange Highways und große Wolkenkratzer wurden stark in Szene gesetzt.

Neben den genannten Stärken lassen sich aber auch erhebliche Defizite finden. Inhaltstechnisch hätte man die Polizei entweder mehr involvieren oder so gut wie ganz weg lassen sollen. Die gezeigten Ermittlungen tragen extrem wenig zur Geschichte bei, denn im letzten Drittel des Films wird die Polizeiarbeit mit einer Schießerei in einer Nobeldisco abrupt beendet.

Max und Vincent führen im Laufe ihrer „Zusammenarbeit“ viele, tiefgründig wirkende Gespräche. Das soll dem Film wohl einen Sinn und etwas Klasse geben, doch die freudschen Kommentare sind unglaubwürdig und lassen qualitativ stark zu wünschen übrig. Es wird versucht, in die psychischen Abgründe der jeweils anderen Person zu blicken, dass geht gründlich schief.

Max’ Idee, einen Limousinenservice zu gründen, ist schlichtweg lachhaft. Etwas Seriöseres hätte es dann doch sein dürfen.

Das Finale ist unter aller Würde. Man steht sich in der Straßenbahn gegenüber, nur durch eine Schiebetür getrennt, die beiden Magazine werden leer geschossen, und ein Profikiller zieht gegen einen absoluten Amateur den Kürzeren und kassiert eine Kugel in die Magengegend. Die Metro fährt seelenruhig weiter und der Killer stirbt den einsamen Tod.

Äußerlich gesehen mangelt es an guten Schnitten. Auch die Kameraführung ist in vielen Momenten mehr als dürftig.

Schlussendlich ist „Collateral“ als halbfertiges Werk anzusehen. Das vorhandene Potential wurde bei weitem nicht voll ausgenutzt. Zu wenig Action für einen Actionfilm, zu wenig Thrill für einen Thriller. Gute Ansätze sind vorhanden, die Mängel hätte man ausmerzen müssen. Und Tom Cruise soll doch bitte wieder in seine Schublade zurückkriechen und demnächst als obercooler Weltretter abermals in Aktion treten!!!


Blade: Trinity (2 - Disc Edition) [2 DVDs]
Blade: Trinity (2 - Disc Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Wesley Snipes
Wird angeboten von Tradinio
Preis: EUR 7,20

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der BISS fehlt!, 25. September 2006
Als abschließenden Teil der Serie haben wohl viele Fans ein Spektakel der Sonderextraklasse erwartet, doch das ging bei „Blade: Trinity“ deutlich daneben.

Wer die starken ersten beiden Teile gesehen hat, kann sich den dritten getrost schenken, denn die Drehbuchautoren haben wohl irgendwie in einer „Schreibschleife“ gesteckt. Wieder geht es um DEN einen Supervampir, wieder versteckt sich der Rest der Meute hinter einem großen Konzern, wieder ist die Lösung ein chemisches Präparat, wieder wird Blade gefangen genommen und befreit und wieder läuft der finale Endgegnerfight so ab wie immer (Blade zückt sein Samuraischwert und ab geht die Post).

Der Marvelcharakter Blade ist für mich der geborene Einzelkämpfer, cool, unnahbar und solo einfach die absolute Referenz. Beim dritten Teil bekommt dieser nun ein „Team“ an seine Seite gestellt. Das ging schon bei Blades’ Kollegen Batman aus dem DC-Comic-Universum gründlich schief. Nur sind die Partner diesmal nicht Robin & Batgirl, sondern Hannibal King & Whistlers’ Tochter. Die haben zwar derbe Sprüche drauf (die Folterszene von H. King ist Comedy pur), doch neben dem schwarzen Mann sehen sie einfach blass aus. Dies ist für mich auch zugleich die größte Schwäche des Films.

Drei Sterne hat sich Blade 3 aber trotzdem verdient: Der Vampirkiller pinkelt Eiswürfel, so cool ist er, die Gadgets machen viel Spaß und erinnern an die James-Bond-Filme („Q“), der derbe Soundtrack ist für die jeweiligen Szenen klasse ausgewählt, die Schnitte sind rasant, die Action hart, wenn auch diesmal arg unrealistisch und von „Matrix“ abgekupfert. Zudem nehmen sich die Hauptdarsteller wohl selbst nicht so ganz ernst, dass bringt jede Menge Fun.

Fazit: Wer die beiden Vorgängerteile gesehen hat, kann sich den letzten getrost schenken und sollte „Blade“ und „Blade 2“ in bester Erinnerung behalten.


S.W.A.T. - Die Spezialeinheit
S.W.A.T. - Die Spezialeinheit
DVD ~ Samuel L. Jackson
Preis: EUR 5,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen SchWachsinnige Action Total, 24. September 2006
Rezension bezieht sich auf: S.W.A.T. - Die Spezialeinheit (DVD)
S.W.A.T. hat fast alles: Kernige Hauptdarsteller (Samuel L. Jackson, Colin Farrell, Olivier Martinez, etc.) mit derben Sprüchen auf den Lippen und Tätowierungen an den Oberarmen, eine interessante Story, gute Schnitte, geile Gangsta-Musik und diesen unerklärbar coolen Policestyle-Charme. Dies alles wäre eine Rechtfertigung für viele Bewertungssterne, jedoch zeigt der Film auch viele Schwächen auf.

Zum einen verschlingt die zwar gut gemachte, aber viel zu lange dauernde Vorgeschichte mehr als die Hälfte des kompletten Films. Weiterhin wird dem eigentlichen Oberbösewicht, einem französischen Drogenboss, der Rang durch „Jims“ Expartner „Gamble“ abgelaufen.

Leider ist bei dem, viel zu plötzlich und ohne klar ersichtlichen Übergang, kommenden Finale sehr wenig von „Special Weapons And Tactics“ zu sehen. Stumpfes Geballere gefolgt von einer mehr als unrealistischen Kampfszene bilden das Ende.

Fazit: Cooler, wenn auch völlig überzogener Actionmainstream den man schnell vergisst. Zum ausleihen für einen richtigen Männerabend aber absolut geeignet.


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