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Rezensionen verfasst von
Jan Schrübbers Media-Mania.de

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Skate 3
Skate 3
Wird angeboten von bafotec
Preis: EUR 21,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Muss für Skater, für Einsteiger für Anfänger reicht auch der Vorgänger, 16. August 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Skate 3 (Videospiel)
"Skate 3" beginnt mit einem sehr innovativen, witzigen und sehr gut gemachtem Intro, welches in einem ebenfalls sehr ansprechenden Tutorial endet. Dort vermittelt der abgedrehte Skate-Trainer Frank die Grundlagen des Skatens: Vom Ollie über den Nollie zum Grind und wieder zurück. Kameraführung, die Aufnahme von Fotos, das Starten von Skate-Sessions und vieles mehr wird hier vom ausgewiesenen Fachmann eindrucksvoll und unterhaltsam erklärt. Dann geht's ab aufs Board - und vorne wieder runter - so einfach ist die Steuerung im "offenen" Gelände dann doch nicht. Überall lauern Gefahren, die den Skater vom Brett holen können: Ecken, Kanten, Kantsteine, Treppen, Geländer oder Passanten werden schnell zur Falle und auch das eigene Board ist nicht immer "Gut-Freund". Wer die Vorgänger kennen und schätzen gelernt hat, wird sich mit diesen Problemen nicht auseinander setzen müssen, der Rookie allerdings wird den Asphalt kennen lernen. Besonders das Anfahren der Grinds, die exakte Richtungssteuerung und das Timing der Tricks sind wenig anfängerfreundlich und enden meist mit der Gesichtsbremse.

Sowohl die Stadt als auch die Challenges, sind vielfältig. Langeweile wird zum Fremdwort, überall können Fotos oder Videos gemacht und Tricks gemeistert werden. Auch die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade der einzelnen Aufgaben sorgen für Abwechslung. Die Passanten versuchen glücklicherweise dem heranschießenden Skater auszuweichen, was mitunter trotzdem in ärgerlichen Kollisionen endet.

Außerdem wird dem Spieler freie Hand gelassen bei der Gestaltung und dem Design des eigenen Skateparks. Rampen, Container, Stangen, Geländer und vieles mehr können beliebig zusammengestellt und anschließend der breiten Skatermasse zugänglich online gemacht werden.

Gut gefällt, dass man über den Online-Modus jederzeit mit Freunden und fremden Skatern gemeinsam beziehungsweise gegeneinander skaten kann und sich einem Onlineteam anschließen kann. Grafisch hat "Skate 3" noch Luft nach oben. Das Spiel ist weder schlecht gemacht noch von groben Grafikfehlern geprägt, trotzdem erscheinen die Personen leblos, die Stadt detail- und etwas lieblos. Der Sound hingegen ist sehr unterhaltsam und passt hervorragend ins Spiel.

Insgesamt ist "Skate 3" ein Muss für jeden Skater und Fan der Serie, andererseits gestaltet sich der Einstieg der Rookies teilweise recht schwierig und Frustration auf Grund von "Asphalt-Kontakt" ist vorherrschend. Außerdem ist der Skater-Slang gewöhnungsbedürftig und einige Vokabeln müssen erstmal verstanden und gelernt werden. Deshalb sollte für Einsteiger auch der kostengünstigere Vorgänger ausreichen.


Red Dead Redemption (Uncut)
Red Dead Redemption (Uncut)
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 24,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Open-World-Rollenspiel im Wilden Westen - ein "Must-Have", 22. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Red Dead Redemption (Uncut) (Videospiel)
Das Spiel beginnt nach einem interaktionslosen und endlos erscheinenden Intro mit dem Erwachen auf Bonnies Ranch und dem Erlernen der nötigen Grundlagen für das Überleben in der Wildnis. Leider sind sowohl Intro als auch alle folgenden Dialoge nur auf Englisch verfügbar. Da teilweise ein recht unverständlicher Slang gesprochen wird, sind die Untertitel für das allgemeine Verständnis unerlässlich, was sich zu Beginn des Spiels negativ auf die Stimmung und die Wahrnehmung der Story auswirkt. Besonders die einführenden Dialoge während des Ausreitens sind nur schwer nachzuvollziehen, da die Prärie an einem vorbeifliegt und der stark gewundene Weg nicht zu weit verlassen werden sollte. Im Verlauf des Spiels erzeugen aber genau diese Dialoge eine äußerst gelungene Atmosphäre, die von einem intelligenten Humor und sorgsam ausgewählten Stimmfarben geprägt werden.

Sind die anfänglichen Schwierigkeiten erst mal überwunden, steht John Marston der Wilde Westen für Erkundigungen jeglicher Art offen. Die Prärie erscheint endlos, die möglichen Aufgaben und Herausforderungen warten überall und kommen teilweise ganz plötzlich (wer kann schon einfach an einer Schießerei vorbeireiten oder Hilfeschreie ignorieren).
Wie so häufig geht es auch im Wilden Westen um Geld - Dollars müssen verdient und ausgegeben werden. Dabei stehen unzählige Möglichkeiten offen: der Verkauf von erlegtem und gehäutetem Jagdgut, gesammeltes Pflanzenmaterial, Glücksspiel, die Erfüllung von Aufgaben, Kopfgeld oder einfach Raubüberfälle. Aber Vorsicht: Ist erst einmal das eigene Haupt mit einem Kopfgeld belegt, wird man selber schnell zur Einnahmequelle der Kopfgeldjäger, die einem von da an nach dem Leben trachten. Außerdem zeugen Überfälle auf unbeteiligte Bürger und Passanten nicht von Ehre und Ruhm und werden auch entsprechend vermerkt (sofern es Überlebende gibt, die davon berichten können).
Die Auswahl an Waffen erfolgt über ein Kreismenü mit einer Tasten-Stick-Kombination in Echtzeit und kann den Spieler besonders unter Zeitdruck vor Probleme stellen. Soll im Nahkampf der Revolver, das Lasso, oder der Faustschlag ausgewählt werden, weil zum Beispiel der Gegner gefangen werden soll oder das Gewehr zu langsam seine Kugeln verschießt, können die gegnerischen Kugeln bereits den eigenen Körper durchlöchert haben, bevor die gewünschte Aktion ausgewählt ist. Als Besonderheit bietet die DeadEye-Steuerung im Kampf die Möglichkeit, die Zeit zu verlangsamen und die Treffsicherheit und Trefferanzahl zu erhöhen. Die Anzeige lädt sich über die Zeit wieder auf und kann erneut eingesetzt werden.
Insgesamt wird die Steuerung besonders die "Xbox-Greenhorns" vor Probleme stellen. Die flüchtenden Tiere, menschliche Gegner auf Pferden und besonders das Schießen vom Pferderücken aus erfordern einiges Geschick und Geduld. Die Schusswechsel an sich bieten noch Optimierungsmöglichkeiten, was die Intelligenz der Gegner und die Abwechslung angeht. So kann es passieren, dass einige Gegner einfach ihre Deckung verlassen, um die Flucht nach vorne antreten und direkt vor John Marston auftauchen.

Graphisch fallen schnell die sehr gelungenen Bewegungsabläufe von Ross und Reiter, wildlebenden Tieren zu Land und in der Luft und der anderen Cowboys auf, die an Steigungen an Geschwindigkeit verlieren, hangabwärts Bremsprobleme haben, elegant ihr Kreise fliegen oder im Fluchtreflex das Weite suchen. Ganz frei von Graphikfehlern ist auch "Dead Red Redemption" nicht, allerdings muss man schon nach Fehlern suchen.
Zusätzlich zu der offenen Welt mit freier Entscheidungsfreiheit überzeugt "Dead Red Redemption" oftmals im Detail. Häufig begeistern gerade die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Umgebungskarte mit Zoom-Möglichkeit, die Möglichkeit Kutschfahrten auf Knopfdruck abzukürzen, der plötzliche Angriff von Kojoten, das Kreisen von Geiern über erlegten Kreaturen oder das Schatzsuchen anhand von Skizzen. Angeschossene Cowboys humpeln auch nach dem Schusswechsel noch, das eigene Pferd tritt die Flucht an, wenn geschossen wird.
Leider kann John ein Pferd auch dann heranpfeifen, wenn er mutterseelenallein in der Prärie steht und eigentlich gar kein Pferd besitzt (obwohl er mit seinem Lasso ein Wildpferd einfangen könnte). Des Weiteren fällt negativ auf, dass trotz der freien Welt die gesetzten Wegpunkte nur über Straßen berechnet und angezeigt werden, nicht querfeldein. Außerdem sind die zurückzulegenden Strecken teilweise zu lang und, trotz der klasse Graphik.

Zusätzlich zum Einzelspieler-Modus bietet "Dead Red Redemption" die Möglichkeit im Multiplayer-Modus auf Entdeckungsreise und Raubzüge zu gehen. Dabei kann im "Freien Modus" mit maximal 15 Spielern die Karte ergründet werden und sich in Trupps mit bis zu 8 Spielern zusammengeschlossen werden. Außerdem können Wettbewerbe angewählt werden, die erarbeiteten Erfahrungspunkte werden zum Stufenaufstieg genutzt, um zum Beispiel neue Waffen freizuschalten. Da die Xbox sehr mit Verbindungsproblemen zu kämpfen hat, ist der Spaßfaktor beim Online-Modus äußerst überschaubar, jedoch für die Zukunft durchaus interessant.

"Dead Red Redemption" ist der legitime Nachfolger von Grand Theft Auto IV, was sich sowohl in der Steuerung als auch in der Art und Aufmachung des Spieles widerspiegelt. Dabei überzeugt "Dead Red Redemption" sowohl graphisch und spielerisch als auch beim Sound und ist ein "Open-World-Game" vom Feinsten. Lediglich der träge Einstieg ins Spiel, die sich ähnelnden Aufgaben und Abläufe im Einzelspieler-Modus und die Verbindungsprobleme der XboxLive im Multiplayer-Modus fallen negativ ins Gewicht.
Im Prinzip ist es wie immer in Spielen dieses Genres: Du hast 30 Minuten, das Spiel auszustellen, danach zieht es Dich in seinen Bann und lässt Dich nicht mehr so schnell los. Und wer kennt das nicht: "nur noch mal eben dahin reiten" - ... und plötzlich sind wieder zwei Stunden rum.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2010 9:33 AM MEST


FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2010 Südafrika
FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2010 Südafrika
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 22,97

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teures WM-Fieber an der Konsole, 1. Juli 2010
Das Spiel zur Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika versucht, die (erwartete) Atmosphäre auf dem afrikanischen Kontinent zu vermitteln und die Vorfreude zu entfachen. Die Darstellung der Fans vor und während des Spiels ist gelungen: Die landestypischen Vuvuzelas erfüllen die Luft im Stadion mit Gedröhne (Lautstärke der Vuvuzelas kann aber reguliert werden) und die Rasenflächen wirken besser als im Vorgänger "FIFA 2010", welcher im Oktober 2009 erschienen ist. Die Spieler-Gesichter sind äußerst gelungen und kommen der Realität sehr nahe. Lediglich die häufige Einblendung der Trainer in Spielunterbrechungen stört. Besonders auffällig ist dabei, dass der Bundestrainer Jogi Löw nicht seinen obligatorischen Schal trägt.
Die Steuerung von "FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010" unterscheidet sich, mit Ausnahme der Zwei-Tasten-Steuerung, nicht von dem Vorgänger. Neue Torjubel, ein neues und verbessertes Elfmeterschießen (mit der Möglichkeit zur Verzögerung während des Schusses) sowie Richtungsänderungen während der Einwurfbewegung sind die nennenswertesten neuen Elemente im Spiel. Außerdem wirken die Schüsse und Kopfbälle kraftvoller und wuchtiger. Die Musik im Menü ist klasse und passt perfekt zur ersten Fussball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent.

Die Möglichkeit, in unterschiedliche Szenarien der Qualifikation einzusteigen - zum Beispiel im dänischen Trikot in der 86. Minute, nach dem 2:1 von Deco für Portugal, siegen zu müssen - klingt im ersten Moment vielversprechend. Bei der Umsetzung mangelt es leider etwas an Realitätsnähe, so dass in den letzten vier Minuten durchaus noch 3 Tore fallen können und Portugal die spielerische und kämpferische Klasse komplett vermissen lässt. Die Ankündigung für Szenarien der gespielten Spiele der kommenden Weltmeisterschaft (ab dem 11. Juni 2010) lässt das Fan-Herz allerdings vor Vorfreude schneller schlagen.
Die Kader der Nationalmannschaften können zwar modifiziert werden, dem Benutzer wird allerdings nicht vollkommen freie Hand gelassen. Wer also Mats Hummels, Jens Lehmann oder Kevin Kuranyi mit nach Südafrika nehmen will, guckt in die Röhre. Andere Kandidaten, wie Torsten Frings, Patrick Helmes, Thomas Hitzlsperger, stehen allerdings zur Verfügung. Über den Xbox-Live-Modus können aktuelle Kader heruntergeladen werden, die leider nicht immer topaktuell sind.
BildPositiv fallen die Weltmeisterschafts-Statistiken zu einzelnen Ländern während der Ladezeiten auf, die WM-Teilnahmen, Rekordergebisse und geographische Details einzelner Länder preisgeben und bei kommenden Fernsehübertragungen im Freundeskreis den ein oder anderen klugen Spruch ermöglichen.

Spielerisch bietet "FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010" im Vergleich zum Vorgänger leider nur wenig Neues. Da das WM-Spiel nicht auf Mannschaften der einzelnen Landesligen aus "FIFA 2010" zugreifen kann und nur als eigenständiges Spiel funktioniert, ist der Verkaufspreis einfach zu hoch, besonders wenn man die relativ kurze Zeitspanne der Aktualität des Spiels bedenkt.
Die Möglichkeit, an einer Konsole mit vier Spielern zu spielen, wobei jeder seinen "eigenen Star" steuert, ist sehr gelungen und jedem zu empfehlen. Graphisch oder am Sound ist wenig auszusetzen. Die Vorfreude auf die WM kann mit diesem Spiel noch einmal gesteigert werden. Der Mehrspieler- beziehungsweise Mannschaftskapitän-Modus sollte für Freunde des Konsolenspielens eine klare Kaufempfehlung darstellen.


Way of the Samurai 3
Way of the Samurai 3

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Action-Rollenspiel ohne Story und Atmosphäre, 22. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Way of the Samurai 3 (Videospiel)
Das Spiel beginnt mit dem Ende der großen Schlacht, die nur dieser eine Samurai überlebt. Dabei wird auf ein interaktives Tutorial verzichtet, in welchem dem Spieler die Tasten und Funktionen erklärt und nähergebracht werden. So kommt es, dass er vollkommen orientierungs- und hilflos auf dem Schlachtfeld steht. Die sich nähernden Bauern werden daraufhin spontan und aus Versehen durch Ziehen des Schwertes verjagt und der Samurai sich selbst überlassen. Ein Dialog mit den Bauern kann aber auch dazu führen, dass man in seinem eigenen Bett im Dorf erwacht und direkten Zugriff auf den Waffen- und Ausrüstungschrank hat. Auf dem Schlachtfeld können Leichen geplündert werden, wodurch man alte Rettiche, giftige Pilze und schimmlige Reisbällchen ergattern kann, die heilend auf die Gesundheit wirken (ansonsten aber wenig Attraktivität ausstrahlen). Und auch rostige Schwerter oder Schwertteile können in das Inventar des Samurai übergehen, wobei dieses auf drei Waffen beschränkt ist. Da das Plündern von gefallenen Kameraden und Gegnern nicht wirklich von Ehre zeugt, sollte der Spieler wohl überlegen, ob die Beute das Handeln rechtfertigt - besonders im Hinblick auf die abschließende Abrechnung nach dem Tod oder Spielende, in der unehrenhaftes Verhalten einen Malus einbringt.Bild
Die Orientierung stellt sich schnell als äußerst schwierig und umständlich heraus: Auf die Darstellung einer Karte im laufenden Spiel mit Standort und Aufgabenziel wird komplett verzichtet. Folglich muss andauernd das Pausen-Menü aufgerufen werden und sich zeit- und nervenraubend bis ins Kartenmenü gedrückt werden. Da weder Himmelsrichtungen noch Wegpfeile angezeigt werden, ist das versteckte Kartenmenü ein ständiger und ungeliebter Begleiter. Trifft der Samurai trotz aller Schwierigkeiten auf seiner Reise auf Passanten, kann schon das Ziehen des Schwertes Aktionen auslösen und gegebenenfalls zum Kampf führen. Wie das Kampfsystem aufgebaut ist und funktioniert, bleibt dem Spieler lange verborgen. Das Schwert kann in verschiedenen Haltungen eingesetzt werden, was wiederum zu unterschiedlichen Schlagkombinationen und Bewegungsabläufen führt. Auch der waffenlose Kampf mit Würfen, Schlägen und Tritten ist im Kampfgeschehen von Nutzen, wird aber weder in der Anleitung noch im Spiel erklärt. Durch den Einsatz verschiedener Techniken werden neue freigeschaltet, was in einem unverständlichen Fähigkeiten-Baum dargestellt wird.
Die Dialoge verdienen eigentlich diese Bezeichnung nicht. Zwar werden dem Samurai verschiedene Antwort- und Fragemöglichkeiten geboten, doch gesprochen, im Sinne von akustischen Signalen, wird nicht. Der "Gesprächspartner" antwortet in Form einer lieblos gestalteten Sprechblase, gepaart mit kichernden oder seufzenden Geräuschen, die sich ständig wiederholen. Ob das Gespräch beendet ist oder dem Gegenüber noch zusätzliche Informationen zu entlocken sind, ist während des Dialogs nicht zu erkennen. Bewegungen zwischen Passanten münden sehr schnell in ungewolltes Anrempeln, wobei auch vor alten Frauen kein Halt gemacht wird und die Beschwerde in Form einer Sprechblase nicht lange auf sich warten lässt.
Ob Gegenstände aufgenommen, Türen geöffnet oder Leichen untersucht werden können, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Was einerseits realistisch erscheinen mag (dass Gegenstände nicht leuchten oder blinken), ist auf den zweiten Blick eher nervig. Absolut positiv sind der Waffenschrank und die Möglichkeit zur Erschaffung eigener Schwerter, was das Herz eines Jägers und Sammlers zu Recht höher schlagen lässt.Bild

"Way of Samurai 3" gelingt es nicht, eine ansteckende und fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, die Rollenspieler in ihren Bann ziehen kann. Auch das Kampfsystem und die etwas dürftige Graphik werden Action-Spieler wahrscheinlich nicht überzeugen können. Vor allen Dingen lassen aber die Dialoge, die mangelhafte Einführung mittels Tutorial oder ausführlicher Anleitung und die fehlende Übersichtskarte den nötigen Spielspaß absolut vermissen und führen schnell zu Langeweile, Überforderung und Frust. Der Versuch, eine "offen Welt" zu erschaffen, ist nur bedingt gelungen, oft stößt der Samurai auf künstliche Hindernisse. Positiv zu erwähnen bleiben die wechselnden Tageszeiten, die tatsächlich so etwas wie Atmosphäre erzeugen, die Möglichkeit einen Begleiter zu bekommen sowie der starke Einfluss der eigenen Entscheidungen auf die Handlung respektive das Ende.


Battlefield: Bad Company 2 (uncut) - Limited Edition
Battlefield: Bad Company 2 (uncut) - Limited Edition
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 24,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselnde Action ohne Rücksicht auf Verluste, 22. April 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Bereits im Intro der Einzelspieler-Kampagne wird der Spieler alias Preston Marlowe direkt ins Kampfgeschehen geworfen und (unter Anleitung) auf den Feind losgelassen. Dabei weiß das Spiel durch eine klasse Atmosphäre und eine sofort einsetzende Spannung zu überzeugen, die bis zum Schluss erhalten bleiben. Das Kampfgeschehen ist äußerst action-geladen und lässt dem Spieler keine Pause zum Atmen, da ein sicheres "Campieren" oder Ausruhen nirgends möglich ist. Jede Deckung kann und wird vom Gegner durchbrochen oder weggesprengt, was einerseits zum Verlust von Lebensenergie, andererseits zum ungewollten "Präsentierteller" führt. Folglich gilt für den Spieler: Bewegliche Ziele sind schwerer zu treffen, ständiges und schnelles Wechseln der Position unverzichtbar. Hört man seinen Kollegen rufen "Panzerfaust auf dem Dach!", kommt der Adrenalinschub und es heißt: rennen und schnell zur nächsten Deckung.

Aufgewirbelte Staub-, Wasser- oder Schneewolken nach Kugel- und Granateneinschlag vernebeln die Sicht auf den Feind und sorgen kurzzeitig für Verwirrung. Genau diesen Umstand kann der Spieler sich natürlich ebenfalls zu Nutze machen, was durch den Einsatz von Handgranaten, Granatwerfern und Panzerfäusten auch leicht gelingt. Sich als Scharfschütze verdeckt irgendwo hinzulegen und einen Gegner nach dem anderen in aller Seelenruhe zu erwischen, funktioniert nicht. Eine packende Action im Laufschritt und teilweise recht unübersichtliche Schlachtfelder sind die gewollte und realistisch anmutende Folge. Dabei kann der Spieler über eine Reihe von unterschiedlichen Waffentypen zurückgreifen, die im Verlauf des Spiels gefunden und damit freigeschaltet werden können. Diese stehen dann in Form von Versorgungskisten innerhalb der Mission frei zur Verfügung und können beliebig ausgewählt werden.

Natürlich bewegt sich das Squad nicht ausschließlich zu Fuß durch feindliches Gebiet, quasi jedes Fahrzeug kann genutzt werden. Außerdem bietet "Battlefield: Bad Company 2" ein sehr umfangreiches und abwechslungsreiches Repertoire an Missionen und Herausforderungen, die im Helikopter, Jeep, Boot, Panzer oder Quad bewältigt werden müssen und von Schleichangriffen, Verteidigungsaufgaben, Einzelkämpfer-Überlebens-Kämpfen bis hin zu Verfolgungsjagden und Luftangriffen reicht (auf die hier aus spannungstechnischen Gründen nicht näher eingegangen wird). Die zu erledigenden Aufgaben und Missionsziele sind klar und deutlich formuliert, die Karte bietet dazu jederzeit Hilfe in Form von Darstellung der erkannten Gegner, den eigenen Squad-Mitgliedern, dem Missionsziel sowie den Versorgungskisten. Das Spiel speichert automatisch an Kontrollpunkten, an denen die aktuelle Mission, im Falle des Ablebens, fortgesetzt werden kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, die komplette Mission neu zu starten.

Die technisch nicht ganz ausgereifte und dennoch beeindruckende Graphik von "Battlefield Bad Company 2" lässt den Spieler alles um sich vergessen und erzeugt, gemeinsam mit dem wirklich gelungenen Sound, eine unschlagbar fesselnde Atmosphäre. Allein das akustische Wahrnehmen der Gegner, gepaart mit der Gewissheit nirgends sicher zu sein, lässt den Puls das ein oder andere Mal in die Höhe schnellen und dort verweilen. Da die Schlachten zusätzlich in hohem Tempo und unfassbarer Dynamik ablaufen, kommt der Spieler kaum zur Ruhe, lediglich die teilweise humoristischen Sequenzen zwischen den Missionen wirken pulssenkend.

Der Multiplayer-Modus ist ebenfalls absolut zu empfehlen. Wie im Einzelspieler-Kampagnen-Modus kann jede Deckung, jedes Gebäude oder Fahrzeug gesprengt, verwendet oder gesichert werden. Die Spannung ist quasi greifbar, die Kämpfe anspruchsvoll und abwechslungsreich. Ein gewisses Maß an Übung sollte allerdings vorhanden sein: Die Gegner kennen keine Gnade!

Negativ anzuführen sind lediglich der fehlende Koop-Modus (besonders, da bei der Xbox 360 der Multiplayer kostenpflichtig ist) sowie die etwas unscharfen Texturen. Das Spiel "Battlefield Bad Company 2" ist ein Must-Have für jeden Fan der Ego-Shouter und sollte sowohl im Einzel- als auch im Multiplayer-Modus einfach mal ausprobiert werden.


Der Abkassierer
Der Abkassierer
DVD ~ Peter Falk
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Mafia-Film mit Blick "hinter die Kulissen", 22. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Abkassierer (DVD)
"Der Abkassierer" (OT: "Vig" aka "Money Kings") wurde 1998 unter der Regie von Graham Theakston gedreht und ist ein Mafia-Film der etwas anderen Art. Im Gegensatz zu Werken wie "Die Unbestechlichen" (1986), "Der Pate I-III" (1972/74/90) oder "Good Fellas" (1990) steht nicht der Konflikt zwischen Mafia und Polizei oder rivalisierenden Mafia-Gruppen mit actiongeladenen Schusswechseln im Mittelpunkt der Geschichte. Vielmehr geht es um die Personen aus sozialschwachen Schichten: Verschuldet, ohne Arbeit und dem Alkohol verfallen, geraten Wettsüchtige, wie Frankie, in den Einflussbereich der Mafia. Die Besetzung sowie die schauspielerischen Leistungen sind wirklich überzeugend. Mit Peter Falk ("Columbo"), Freddie Prinze Jr. ("Eine wie keine"), Lauren Holly ("Dumm und Dümmer") und Timothy Hutton ("Der Ghostwriter") sind hochklassige Schauspieler vertreten, die nichts schuldig bleiben. Zu Beginn des Films leidet die Spannung noch unter der recht ausführlichen Darstellung der handelnden Figuren. Auf spektakuläre und ständig wechselnde Schauplätze und, wie so häufig in Mafia-Filmen, auf eine Vielzahl an Mafioso mit ähnlichen Namen und noch ähnlicheren Frisuren, wird verzichtet. Die Handlung spielt überwiegend in Vinnies Bar, ergänzt durch die Wohnungen und Arbeitsplätze der Nebendarsteller.

"Der Abkassierer" überzeugt durch die schauspielerische Besetzung und Leistung, die Story ist leider etwas dürftig und vorhersehbar. Sowohl Vinnie als "Held" als auch Tony der Gangster sind übertrieben gezeichnet: Vinnie, der ehrbare Kriegsheld mit Orden an der Wand, "Kneipenvater" und liebender Ehemann, auf der einen Seite und Tony, der etwas zurückgebliebene, koksende Schwachkopf, der ohne moralische Bedenken Karriere und Geld machen will, auf der anderen Seite. Die Fronten im Film sind schnell geklärt, spannende Nebenhandlungen, überraschende Verstrickungen oder Intrigen sowie packende Nebenschauplätze sucht man leider vergebens. Technisch ist der Film nicht auf dem Stand der Technik, lediglich Dolby Digital Sound und eine Epix-Trailershow können hier auf der Haben-Seite aufgeführt werden. Weder Untertitel, Outtakes, Interviews oder Specials sind auf der DVD vorhanden. Außerdem sind lediglich Deutsch und Englisch in der Sprachauswahl verfügbar.

Obwohl der Film eine Altersfreigabe ab 16 Jahren hat, wird größtenteils auf Gewalt verzichtet. Insgesamt wird eine sehenswerte und unterhaltsame Mafia-Geschichte erzählt, die Abzüge für Handlung, Umfang und technische Standards bekommt, aber durch schauspielerische Klasse mächtig Punkte sammelt.


Venetica
Venetica
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 17,75

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Actiongeladenes Rollenspiel mit interessanter Spielidee besonders für Einsteiger, 22. April 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Venetica (Videospiel)
"Venetica" vereinigt sowohl rollenspieltypische als auch -untypische Merkmale mit unterschiedlichem Erfolg. Es kann in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gespielt werden und hat eine Spieldauer von 30 bis 40 Stunden.
Das Kampfsystem ist "actiongeladen", ohne langweilig zu werden oder den Spieler zu überfordern. Hauptelemente sind das Blocken, Abrollen, "Komboschlagen" und natürlich Zauber. Diese können, sofern ausreichend Fertigkeitspunkte zur Verfügung stehen, bei ausgewählten Lehrmeistern erlernt und trainiert werden. Alle Kampftechniken müssen wohl dosiert und mit passendem Timing eingesetzt werden, um zum Erfolg zu kommen. Da auch die Gegner mit diesen Kampf-Elementen arbeiten, ist für mächtig Action gesorgt. Aber Angst vorm Tod braucht Scarlet nicht zu haben: Ist ihre Lebensenergie erloschen, landet sie in der Schattenwelt und kann, abhängig von der mittels Mondklinge gesammelten Schattenenergie, diverse Male wiederauferstehen und den Kampf zu ihren Gunsten beenden. Darüber hinaus mangelt es nicht an lebensenergiespendenden Salben, Tränken und Lebensmitteln (auch für den kleinen Geldbeutel), die das Überleben garantieren. Leider verschwindet beim schnellen Abrollen schon mal der Gegner aus dem Blickfeld und man kann nur noch hoffen, dass dieser nicht bereits im Rücken zum Schlag ausholt. Besonders bei mehreren Gegnern verliert man schnell die Übersicht, was aber im Prinzip der Realität ziemlich nah kommt. Die Fixierung eines Gegners mit dem linken Trigger schafft dabei auch nur geringfügig Abhilfe.
Eine Besonderheit im Kampfsystem ist sicherlich, dass Schläge mit schwerem Material, wie zum Beispiel mit Hammer oder Axt, nicht mit dem Schwert geblockt werden können, die Wucht ist einfach zu groß - ein schneller Waffenwechsel ist also vonnöten und sinnvoll (Druck auf rechten Trigger). Während des Kampfes können die Fähigkeiten und unterschiedlichen Waffentypen über ein Direktwahl-Menü ausgewählt und verwendet werden. Dabei kann sowohl das Streuerkreuz als auch die Taste "B" mit einer Fähigkeit, einer Waffe oder einem Zauber belegt werden, was die Anzahl auf sechs beschränkt. Besonders andauernd und anspruchsvoll sind die Bosskämpfe, die richtig an die Substanz gehen und Nerven erfordern.
Die im Kampf erlegten Gegner können entweder in aller Ruhe nach Gegenständen und Dukaten mittels Inventar-Menü untersucht oder direkt im Vorbeigehen komplett geplündert werden (ein kurzer Druck auf den linken Bumper genügt). Und da die Menge an unterschiedlichen Ausrüstungsgegenständen relativ gering ist, sind kaum Platzprobleme im Inventar zu erwarten (gleichnamige werden "gestapelt"). Zusätzlich zur Beute erlegter Feinde befinden sich erwartungsgemäß einige Schätze in Truhen oder Vasen, die zerschlagen werden können.
Die Fähigkeit in die Schattenwelt zu verschwinden und die große Anzahl an verfügbarer Arznei macht häufiges Speichern oder das "selbstständige" Autosave überflüssig. Trotzdem empfiehlt sich zwischenzeitliches Absichern des Spielstandes, da Dialoge und Sequenzen meist nicht übersprungen werden können.
Positiv hervorzuheben sind die sehr eindrucksvoll gestaltete Schattenwelt, anfallende Rätsel, das schnelle Durchsuchen der gefallenen Gegner sowie die Tatsache, dass gefundene Rüstungen erst vom Schmied an die zierliche Gestalt von Scarlet angepasst werden müssen. Außerdem ist die Menü-Führung übersichtlich, so dass schnell zwischen "Quest-Gegenständen" und "Plunder" unterschieden werden kann. Leider können beim Kauf von Gegenständen nicht direkt "alle" ausgewählt werden (beispielsweise bei Salben), wie es beim Verkaufen der Fall ist (da verhält es sich jedoch umgekehrt). Alle neuen Informationen, gefundenen Gegenstände oder aktualisierten Aufgaben werden deutlich sichtbar und zügig ein- und ausgeblendet sowie im Logbuch verewigt.
Leider kann in "Venetica" nicht von einer grenzenlos offenen Welt gesprochen werden, zu viele künstliche und unsichtbare Barrieren versperren den Weg. Eine Ausnahme bilden morsche Türen, die mit kräftigen Hammerschlägen beseitigt werden können.
Als ganz großes Manko muss das Fehlen einer übersichtlichen Karte genannt werden, was so manchen Dungeon, Wald oder Venedig selbst schnell zu einem unbekannten Labyrinth werden lässt. Die kleine Ausschnittskarte im oberen linken Bildrand kann selbst bei großem Fernseher die Aufgaben einer Karte nicht ersetzen.
Graphisch hat "Venetica" noch viel Luft nach oben und setzt sicherlich keine neuen Maßstäbe. Bei Dialogen ist teilweise weder der Gesprächspartner noch Scarlet im Bild, lediglich der Zopf des Gegenübers oder ein Holzbalken sind während des Dialoges auf dem Bildschirm zu sehen. Vereinzelnd passen die dargestellten Personen nicht zur Stimme (alter Mann und Knabenstimme) und die Bewegungsabläufe der Figuren sind teilweise sehr unrund. Die Stadt Venedig ist allerdings eindrucks- und stimmungsvoll dargestellt, voller Leben in den Gassen und auf den Marktplätzen.
Auf die Darstellung von Blut in und nach Kämpfen sowie verendeter Gegner (menschlich und tierisch) wird im Spiel verzichtet, die gefallenen Feinde (sprich Kleiderhüllen) verschwinden nach Plünderung.

"Venetica" ist ein streckenweise sehr eindruckvolles Rollenspiel, das mit einer zweiten Spielebene (Schattenwelt), realitätsnahen Situationen (Anpassen der Rüstung auf Körpermaße, Einschlagen von morschen Türen, "Verschwinden" von Gegnern im Kampf) sowie einem actiongeladenen Kampfsystem aufwartet und punktet. Negativ fallen die Grafikfehler, die unzureichende Karte und die begrenzte Spielwelt ins Gewicht.
Wegen des übersichtlichen Fertigkeitenbaums und den lediglich vier charakterformenden Grundeigenschaften Konstitution, Weisheit, Stärke und mentale Stärke ist "Venetica" besonders - aber nicht ausschließlich - Rollenspiel-Anfängern zu empfehlen.
Ob das Spiel für Experten zu empfehlen ist, lässt sich mit einem klaren Jein beantworten. Die graphischen Mängel, das Fehlen der Karte, der geringe Umfang an Items und die begrenzte Welt lassen den einen oder anderen Rollenspieler mit Sicherheit schnell abschalten. Die Spielidee, die eindrucksvolle Atmosphäre und die packende Action, besonders im Bosskampf, sollten jedoch wenigstens einmal angespielt werden.


Drogenkrieg: Das Camarena Komplott
Drogenkrieg: Das Camarena Komplott
DVD ~ Treat Williams
Wird angeboten von epixmedia
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mäßig spannende Geschichte über den Drogenkrieg in Mexiko, 22. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Drogenkrieg: Das Camarena Komplott (DVD)
"Drogenkrieg" (Orginaltitel: Drug Wars: The Camarena Story) wurde 1990 als zweiteiliger TV-Film produziert und nun als DVD auf den Markt gebracht. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit, zumindest die Entführung und Ermordung des DEA-Agenten Enirique Camarena am 7. März 1985 ist real. Die Geschichte ist mäßig spannend erzählt, leider gibt es auch die ein oder andere Länge. Da die Laufzeit mit 140 Minuten zusätzlich extrem lang ist, fällt es schwer, die Konzentration hoch zu halten.

Die TV-Produktion spielt auf mehreren politischen und exekutiven Ebenen, daher ist es nicht immer einfach der Handlung beziehungsweise den handelnden Figuren zu folgen und Zusammenhänge zu überblicken. Im Figurenensemble zeigt sich eine wenig differenzierte "Schwarzweißzeichnung": Der Gangster Caro Quintero wird ausschließlich als böser Charakter dargestellt, der keine menschlichen Züge aufweist. Er handelt ohne Skrupel, ist machtbesessen und brutal. Im Gegensatz dazu stehen die unbestechlichen, idealistischen und liebenden Familienväter Enirique Camarena und Harley Steinmetz, die ausschließlich heldenhaft gezeichnet sind. Im Film wird folglich ein oberflächlicher und abgedroschener Kampf von Gut gegen Böse dargestellt.
Obwohl der Film eine Jugendfreigabe ab 16 Jahren hat wird im Wesentlichen auf dargestellte Gewalt verzichtet.

Eine Anpassung des Films an aktuelle Standards hat leider nicht stattgefunden, so dass Bild und Ton eher auf VHS-Niveau anzusiedeln sind. Schade ist, dass besonders zu Beginn des Films keine Untertitelung der spanischen Dialoge erfolgte, die zu einem besseren Verständnis beitragen würden. Insgesamt ist der Film, auch wegen seiner langen Laufzeit mit entsprechend langweiligen Passagen, in Zeiten von Blue-Ray nicht unbedingt zu empfehlen. Trotzdem ist die Thematik von Korruption im organisierten Verbrechen gut und teilweise auch spannend wiedergegeben.
An Extras weist die DVD lediglich einen Original-Trailer in englischer Sprache auf.


Rayman Raving Rabbids
Rayman Raving Rabbids
Wird angeboten von media-games-berlin-tegel
Preis: EUR 69,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Witzige Unterhaltung fürs "Nur-mal-zwischendurch-Spielen", 22. April 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Rayman Raving Rabbids (Videospiel)
Der Kreativität bei "Rayman Raving Rabbids" wurde bei der Erstellung der Spiele keine Grenzen gesetzt. Brennende Bombenpakete müssen ausgeliefert, Kühe 60 Meter weit geschleudert, Hasen in Toilettenhäuschen eingesperrt werden und vieles mehr. Im Abenteuer-Modus beinhaltet die Abschlussprüfung nach dem Bestehen von mindestens 3 Aufgaben eine Hasenjagd, die mit Klostampfern bewaffnet bestritten wird. Aber Vorsicht: Auch die verrückten Hasen werfen mit Pümpeln! In diesem Modus stellt ein steigender Schwierigkeitsgrad bei den aufeinander folgenden Spielen sicher, dass keine zu schnelle Frustration bei Nichtgelingen einsetzt. Und da lediglich drei von vier Prüfungen in der Arena bestanden werden müssen, ist ein nerviges, dauerhaftes Wiederholen der Prüfungen meist nicht nötig. Die zu meisternden Aufgaben werden kurz, aber präzise in Bild und Text erklärt und schwierige Tastenkombinationen nicht benutzt. Die Spiele sind einfach gehalten, so dass leider meistens nur beim ersten Spielen wirklich Spaß aufkommt. Folglich verliert Rayman über einen längeren Zeitraum an Reiz, da eine Langzeitmotivation sich nicht entwickeln will.

Der Mehrspieler-Modus ermöglicht spaßige Unterhaltung, ohne dass große Übung in der xbox-Steuerung erforderlich ist. Die Spiele sind witzig und sehr kreativ gemacht: Lachen ist garantiert. Wirklich anstrengend und nervig sind jedoch die dauernden Ladezeiten, die sowohl vor als auch nach jedem Spiel zu Unterbrechungen führen. Da jede Zwischensequenz von Ladezeiten begleitet wird und Spiele nach Nichtbestehen nicht direkt neu gestartet werden können, verbringt der Spieler viel Zeit beim Betrachten der zwar witzig gemachten, aber doch sehr störenden Lade-Sequenzen. Positiv anzumerken ist jedoch, dass Intro-Sequenzen bei den einzelnen Spielen übersprungen werden können.

Die Geschichte ist sehr schlicht gehalten, die Spielanleitung ist ebenfalls sehr knapp. Graphisch setzt "Rayman Raving Rabbids" keine Maßstäbe, muss es bei diesem Spielformat aber auch nicht. Die Figuren-Steuerung ist etwas hölzern und die Bewegungen dadurch unrund. Die Hintergründe sind bunt und ein genauer Blick auf die versteckten Details lohnt sich.
Da keine Übung in der xbox-Steuerung erforderlich ist, wird ein schneller Einstieg ins Spielvergnügen auch für Gelegenheitsspieler möglich. "Rayman Raving Rabbids" ist ein Spiel für Jung und Alt, mit vielen witzigen Details und schrägen Charakteren fürs "Nur-mal-zwischendurch-Spielen". Lacher sind garantiert, einzig störend sind die häufigen Ladezeiten und eine nicht aufkommende Langzeitmotivation.


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