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Funeral Doom

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A Fire on the Sea
A Fire on the Sea
Preis: EUR 13,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unsilence - die Doommacht aus England!, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: A Fire on the Sea (Audio CD)
Unsilence, die Band mit dem coolsten Namen überhaupt - mit ihren beiden EP's "Transfiguration" und "A Walk Through Oceans" um die Jahre 2000 - 2002 einer DER Hoffnungsträger des britischen Epic-Doom.
Dummerweise verließ Mitbegründer und Sänger Andrew Hodson, dessen Gesang sehr eigenständig war 2005 die Band, und Gitarrist James Kilmurray übernahm den Gesang.

Das war meines Erachtens zunächst nicht die beste Entscheidung, denn das offizielle Debütalbum "Under A Torn Sky" litt außer des zerfahrenen Songwritings auch unter dem recht "holprigem" Gesang. Aber einen Kultsong hatte das Album, nämlich die Doomballade "Echoes Awaken"!

"A Fire On The Sea" kann da schon entschieden mehr überzeugen, auch wenn es eine Platte ist, die ein paar Durchläufe mehr braucht - wo wir mal wieder beim leidigen Thema "schönhören" sind - denn diese Scheibe hat so viele Momente, die es praktisch notwendig machen, sie erneut zu hören, was aber daran liegt, das man es wirklich WILL! Das ist nämlich ein gewaltiger Unterschied, denn wie oft habe ich schon gelesen, "... ich MUSSTE die Platte etliche Male hören ..." etc.!

Mit "The Doorway" hat man den perfekten Opener gewählt, ein sehr edler Schlepper, harmonische Vocallines und ein Topbreak zur Hälfte des Songs.

"Breaking Away" ist eher midtempolastig, und hat einen sehr starken Mittelteil, selbst die leichte "Schrägheit" in den hohen Tonlagen von Kilmurray kann man da verzeihen, weil der Knabe insgesamt recht gut an sich gearbeitet hat, was vor allem in den tieferen Lagen auffällt, ... der Schlußpart ab Min. 5:10 ist sowas von genial, was besseres habe ich im Doomsektor dieses Jahr noch nicht gehört!

Der Titelsong schlägt in die gleiche Kerbe wie das schon erwähnte "Echoes Awaken" vom Vorgänger, ist allerdings etwas härter und dermaßen emotional, dass man fast heulen möchte, und auch hier fällt wieder ein extrem starker Mittelteil auf.
"A Thousand Seasons" steht dem Titelstück in nix nach, wobei einige Strophen doch etwas angestrengt klingen, aber trotzdem ein starker Song, vor allem das Solo und die Gesangsparts beim Endspurt.

"On Wild Fields" fällt gegenüber den anderen Songs etwas ab, ist aber ok, und "Old Tides" ist eine schöne Akustikballade, wobei Kilmurrays Stimme immer mehr zu gefallen weiß. Auch dieser Song zeigt, dass er an seinem Gesang gearbeitet hat. Er kaschiert seine Schwächen geschickt, und punktet mit überragenden Gesangslinien in mittleren Tonlagen! Die Stimme hat auf alle Fälle einen hohen Wiedererkennungswert, das gibt's ja nicht so oft!

Auch der Rausschmeißer "Unchained" ist trotz einiger "Schräglagen" ein verdammt guter Abschluß für die bisher beste Scheibe dieser Richtung in diesem Jahr. Ein paar der Gesangslinien und Riffs sind wirklich ergreifend und genial! Die Jungs haben es inzwischen wirklich wieder drauf, extrem starke Songstrukturen aufzubauen!

Ja, die Platte ist insgesamt ein absolutes Highlight, schlägt die neue Pallbearer um Längen, und ich würde das Teil sogar unter den Top 20 aller Doomplatten sehen!

Logischerweise führt das zur Höchstwertung, das hätte ich nach dem schwachen Vorgänger wirklich nicht gedacht!


Foundations of Burden
Foundations of Burden
Preis: EUR 19,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes, etwas holpriges Melodic-Epic-Doom-Epos, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Foundations of Burden (Audio CD)
Nach dem überzeugendem Debüt "Sorrow And Distinction" von 2012 folgt nun mit "Foundations Of Burden" ein guter, aber trotzdem etwas zwiespältiger Nachfolger.

Der Opener "Worlds Apart" und der zweite Song "Foundations" sind massive, hochmelodiöse und erhabene Doomperlen, keine Frage - an Eleganz und Erhabenheit kaum zu überbieten, auch "Watcher In The Dark" kann zunächst überzeugen, allerdings schleichen sich hier schon die ersten Disharmonien ein, und auch das ziemlich "schräge" Solo ist jetzt nicht so mein Ding. Nach der sechsten Minute kann man den Song beruhigt ausblenden, weil kaum noch Spannungsbögen auftauchen!

Zu Beginn von "The Ghost I Used To Be" fühlt man sich sofort an While Heaven Wept erinnert, was sich aber mit dem Einsatz der tollen Gesangslinie und dem starken Riffing nach der ersten Minute ändert, wozu auch ein frühes starkes Gitarrensolo beiträgt. Allerdings ist auch dieser Song ab der Hälfte auch nur noch "die Hälfte wert", erst die Schlußsequenz ab Min. 8:30 überzeugt wieder.

"Ashes" ist ein recht belangloses Akustikstück, welches man sich auch hätte sparen können.

Tja, und "Vanished" erinnert doch sehr an WHW aus den Anfangstagen, und kann mich absolut nicht überzeugen, denn auch hier wird ab der Hälfte viel zu viel "rumgewurschtelt", d. h., es werden Breaks eingebaut, die gar nicht so recht zum Grundthema passen wollen auch der Gesang von Brett Campbell erscheint phasenweise ziemlich holprig, das kam auf dem Debüt noch bedeutend besser.

Ich möchte hier die neue Scheibe von den Briten "Unsilence" als Vergleich nehmen, deren Sänger zwar auch recht schräg rüberkommt, allerdings insgesamt eher überzeugen kann.

Auf einer Zehnerskala würde ich 7 Punkte geben, also sind 4 Sterne noch vertretbar, der Vorgänger konnte aber trotz des eher matschigen Sounds bei mir noch 8,5 Punkte einfahren!


With the Lost Souls on Our Side (Ltd.Digipak)
With the Lost Souls on Our Side (Ltd.Digipak)
Preis: EUR 19,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überzeugend, aber kein Klassiker, 2. Juli 2014
Zunächst kann das 13. Album (die Coverscheibe "Retro" mit eingerechnet) der "derben Dänen" durchaus überzeugen.
Gerade beim extrem starken und groovigen Opener "Going Down", dem flotten "The Way We Choose", dem nachfolgendem "Light In The Dark", welches mit sehr starken Breaks aufwarten kann, oder dem lässigen Midtempo-Walzer "I Am What I Am" fühlt man sich unweigerlich an die stärktste Phase der Band erinnert.

Die anschließenden "Tugging At Your Heart", "A Dreaded Pursuer", "To Be Dealt With" und "On A Clouded Morning" können den Qualitätsstandard der ersten Songs nicht ganz halten, und weisen eine gewisse Gleichförmigkeit auf. Im Vergleich zu anderen Bands der Szene immer noch hochwertiger, aber eine Stagnation ist erkennbar. Auch "No More Devil To Show" und "The Plan" rechtfertigen keine Höchstnote mehr.

Eine gute Idee war es, mit "Life Equals Zero" und "Reversed" zwei Songs des '93er Erstlings neu einzuspielen, wobei auch erkennbar wird, dass sich die Band eindeutig wieder in die alte Richtung ohne Schnickschnack wie Electro-Einsprengsel o. ä. orientiert.
Dummerweise hat das Ganze dann aber den klassischen "Alles schon mal gehört" Effekt, und somit würde ich den Vorgänger "Sense The Darkness" höher einstufen, zumal sich dort mit "Time To Dominate", "Never Compromise" und "Another Kingdom Dead" drei Songs mit "Klassiker-Status" eingeschlichen haben (auch "We Do This Alone" kommt fast ran, auch aufgrund des genialen Solos) - auf "With The Lost Souls ..." sehe ich nur "Going Down" und "I Am What I Am" auf diesem Niveau!

Auch wenn es einigen Lesern nicht unbedingt notwendig erscheint, muss ich an dieser Stelle nochmal die Diskografie der Band ansprechen, und die Tatsache, dass es Musiker gibt, die man NICHT einfach austauschen kann - Die Rede ist von den beiden Gitarristen (wurde von mir und anderen schon erwähnt) Mogensen und Gilstedt, die nie mehr gleichwertig ersetzt werden konnten!
Das hatte zur Folge, dass z. B. auf dem Tiefpunkt der Schaffensphase "The Prestige" gar keine Soli mehr vorhanden waren. Auch "Burn Me Wicked", "To Those Who Walk ..." und "There Is Light ..." sind keine Topalben.

Deshalb sind und bleiben "Submit" und "There Is Something Rotten ..." definitiv die musikalisch hochwertigsten und gleichzeitig brutalsten Alben von Illdisposed, gefolgt von "1-800 Vindication".

Unterm Strich bleibt für "With The Lost Souls ..." nach den genannten Alben nur der fünfte Platz, denn auch "Kokaiinum", das mit "Richard Scarry", "Illdisposed", "A Girl And Her Boss" und "Just Like A Clockwork" ebenfalls vier "First-Class" Songs vorweisen konnte, sehe ich auch aufgrund des "Noch-Vorhandenseins" von Mogensen als Sologitarrist, einen Rang höher.

Fazit - Ein gutes Album der dänischen Death-Groove-Machine, dem man bedenkenlos vier Sterne geben kann - die volle Punktzahl ist jedoch den Klassikern vorbehalten!


Magic Forest (Limited First Edition)
Magic Forest (Limited First Edition)
Preis: EUR 19,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Amberian Dawn jetzt mit ABBA-Einschlag, 28. Juni 2014
Nun, bereits beim ersten Hören des Openers "Chrerish My Memory" fühlt man sich unweigerlich an ABBA erinnert - der Chorus und auch die Melodieführung, eindeutig ABBA mit Hardrock-Einflüssen.
Auch "Dance Of Life" hat diesen "Pop" Charakter in der Gesangslinie, wenn auch zur Tarnung speedige Parts und ein vernünftiges Solo eingefügt wurden.
Ebenso verhält es sich mit "Warning" oder "Memorial", wobei der eingestreute Tenor bei letzterem eine nette Abwechslung ist.

"Magic Forest" vermittelt einen etwas "härteren" Eindruck, wobei der Song an "Phantom Of The Opera" erinnert (zumindest an die Version der Österreicher "Dreams Of Sanity"), ist OK. Ein Überflieger ist aber auch bei den anderen Songs nicht erkennbar.

Zum Abschluß erwartet einen die obligatorische Ballade, die recht atmosphärisch rüberkommt.

Insgesamt eine gefällige "Pop-Sympho-Metal" Scheibe zum "zwischendurch hören", die öfter mal Speedeinschübe aufweist, die allerdings die Sache nicht unbedingt "härter" oder interessanter machen. Ein paar gute Soli, aber generell sehr mainstreamorientiert, was auch an den Spielzeiten zwischen drei und vier Minuten erkennbar ist.

Die neue Sängerin agiert, von der guten Leistung bei der Ballade "Green-Eyed" mal abgesehen, unauffällig im Mittelfeld, und kann mit den Größen des Genres nicht mithalten. Wie schon von anderer Seite bemerkt, gab es dieses Jahr schon ein paar ganz andere Kaliber in dieser Richtung, wie beispielsweise Diabulus In Musica, Epica oder mit Abstrichen auch die neue Xandria.

Auf der mir vorliegenden Version sind als Bonus noch "Dance Of Life" und "Warning" in einer Instrumental-Version vorhanden - die Japan Edition hat mit "Firefly" einen eher peinlichen Bonussong zu bieten, bei dem irgendein Typ singt, keine Ahnung wer - also lieber Finger weg davon!

Gutgemeinte drei Sterne, mehr ist nicht drin!


Stereolithic
Stereolithic
Preis: EUR 24,02

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Crossover in Perfektion, 24. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Stereolithic (Audio CD)
311 ist eine in Deutschland relativ unbeachtete US-Crossover Band, seit 1988 praktisch mit der gleichen Besetzung spielend, die mit "Stereolithic" bereits ihre 12. bzw. 13. Studioscheibe raushaut. Interessant wird die Sache auch durch den Wechselgesang von N. Hexum und S. A. Martinez.

Das Ganze klingt wie "RATM" trifft auf fröhliche "Ace Of Base", „Bob Marley“ und "Madness", kombiniert mit Beatles-artigen Refrains, die einen dezenten Hinweis auf "King's X" setzen, und wir haben ungefähr die Richtung gefunden!!

Das ist genial, und irgendein fantastischer Stratege hat "Ebb And Flow" als Opener gewählt - ein Song, den RATM und King's X möglicherweise immer schreiben wollten, ... hat offensichtlich nicht geklappt! Das ist ein echtes "Funk'n'Hip'n'Metal-Beatles" Teil, der erste Klassiker in 2014! Der Halb-Proggie "Five Of Everything" folgt passend - mit "Killing in the name of" Part, ... aber sie können's sich erlauben, denn 311 hat das schon ein paar Jahre vor RATM gemacht!.

Es ist schwer, auf dieser Scheibe die Highlights rauszufiltern, denn durch die stilistische Vielfalt kann man beispielsweise das Reggae-lastige "Showdown" oder "Make It Rough" (mit Klasse-Solo), das praktisch neutrale "Made In The Shade", oder den megagenialen Heavy-Rap "The Great Divide" favorisieren. Die eigenwillige Halb-Ballade "Friday Afternoon" muss ebenfalls in Betracht gezogen werden, wobei auch der "schwere" Abgang berücksichtigt werden sollte... Auch das funkige "Simply True" hat durchaus Daseinsberechtigung. "Extential Hero" ist dann wieder sehr massiv gehalten, und wohl der härteste Song der Platte.

Und was ist "The Call"? Der stilübergreifende Song, der alle Musikliebhaber zusammen bringt? Wenn man's versteht, dann schon!

Gut, die Band hat in dieser Hinsicht ja einige Bretter in der Vergangenheit geliefert ("Sunset In July" oder "Trouble" vom Vorgänger, "India Ink" von Uplifter oder "Beautiful Desaster" von Transistor ... und ... oder ...).

Es würde ausarten, die Klassiker der Band aufzuzählen, also nur in Kurzform - die ersten fünf Songs stehen praktisch für das gesamte Spektrum von 311! Coolere Musik kann man fast nicht machen. Eine sehr eigenständige Band, die sowohl Metaller, Funk- oder Reggae-, als auch normale Rockfans begeistern dürfte! Nun ja, ein bischen aufgeschlossen sollte man schon sein ;-)


Mini World
Mini World
Preis: EUR 14,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein starkes Stück ..., 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Mini World (Audio CD)
... liefert hier Adila Sedraia (so der bürgerliche Name) ab. Denn die Stimme ist schon stark, wenn auch nicht direkt kräftig und kompromisslos, aber gut!

Der Opener „Dernier Danse“ ist representativ für die ganze Scheibe - Schöner, melancholisch gehaltener French-Pop, mit „Alexandra-Ansätzen“ (remember „Mein Freund der Baum“, „Zigeunerjunge“) …
Das Gefiepe zum Beginn von „S.O.S.“ und „Comme Un Bateau“ hätte man sich zwar sparen können, ansonsten gibt es an der Platte so gut wie nichts auszusetzen.

Die Ballade „Boite En Argent“ ist schon ein Brett – hat mehr Gefühl als viele Hits in den letzten Jahren zusammen (von „Jar Of Hearts“ mal abgesehen).

Natürlich darf auch INDILA mal richtig bei anderen abschauen – bestes Beispiel dürfte „Run Run“ sein, Happy-Feeling ala „Ace Of Base“ ist halt auch mal erlaubt! Durch den dezent osmanischen Touch hebt sich die Stimme von Indila auch noch ein wenig von der Masse ab.

Um die Klasse solcher Songs zu begreifen, muss man vielleicht schon etwas älter sein, egal! Aber es liegt nicht nur an dem Musikgeschmack – auch als Extrem-Metal-Freak kann man durchaus Gefallen an anderen Stilarten finden, ... ja, das geht!

Keine absolute Weltmacht, aber solide Kost für jeden, der dem Markt offen gegenübersteht!


Across the Dark River
Across the Dark River
Preis: EUR 14,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wir KOPIEREN Candlemass, ..., 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Across the Dark River (Audio CD)
... aber es ist uns wurscht! Nun ja, da kann man, so wie ich, auch der größte Doom-Freak sein - die "überoffensichtlichen" Parallelen zu Candlemass führen hier definitiv zu einer Abwertung! Auch die meisten Gesangslinien sind hier von "Epicus Doomicus Metallicus" oder "Nightfall" übernommen worden, denn Sänger Zeb versucht hier, einen Messiah Marcolin zu imitieren - nicht schlecht, aber da fehlt schon noch einiges!

Technisch gesehen hervorragende Musiker, die Stimmung passt auch - mal flotter, wie bei "Ghost Of A Shepard" - dann mal wieder megaslow wie beim Titelstück, ...
Ich muss hier gar keine einzelnen Songs anführen - wer die ersten Candlemass-Scheiben hat, kennt praktisch ALLE Songs dieser Scheibe, viele "Candlemass-Parts" wurden hier einfach irgendwie zusammengebastelt, und ergeben nun den "Stil" von Below! Die in anderen Reviews angesprochenen "King Diamond" Einflüsse kann ich eigentlich nirgends erkennen, na ja.

Da lobe ich mir den Hauch der Eigenständigkeit von Ultratumba, die 1997 alleine schon durch den eigenständigen Gesang einen richtigen Klassiker vorweisen konnten! Durch die "Schrägheit" der Melodien waren da auch noch einige Parallelen zu "Confessor" erkennbar.

Eine Band wie Below ist heute nicht mehr unbedingt von Nöten, und deshalb gibt es hier auch nur schlappe drei Sterne!


Consolamentum
Consolamentum
Preis: EUR 19,93

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Licht am Ende des Tunnels, ..., 28. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Consolamentum (Audio CD)
... denn hier werden Riffs und eine finstere Stimmung geboten, die man unter Nichtberücksichtigung des Funeral-Doom selten intensiver gehört hat, und auf die auch ein Toni Iommi stolz wäre - starke Songstrukturen und Melodiebögen, klasse Soli und eine Stimme, die sakraler und eigenständiger kaum sein könnte:

Das sind The Wounded Kings, eine der wenigen Bands, die wie beispielsweise Avatarium, Chalice (Australien), Hooded Menace, Virgin Black oder auch Dolorian, dem Einheitsbrei der unzähligen Retro-Doom- und Dauer-Sabbath-Plagiate (wie beispielsweise Orchid oder Earthride), obwohl natürlich einige Parallelen zu BS erkennbar sind, entfliehen kann, um sich eine eigene Nische zu schaffen!

Im Gegensatz zu Avatarium sind sie aber generell nur für Freunde der langsamsten Spielart des Heavyrocks interessant, und somit absolut nicht massenkompatibel!

Wir haben hier vier "Hauptsongs", welche jeden vernünftigen Doom-Freak förmlich in Ekstase versetzen müssten, sofern er auch auf weiblichen Gesang im Stile von Jex Toth, J..A. Smith (Avatarium) oder Mariana Holmberg (Left Hand Solution) steht, und sich mit Ultra-Slow-Doom wie ihn "Warning" oder "Pallbearer" zelebrieren, anfreunden kann. Sharie Nylands einzigartiger Gesang strahlt eine gewisse Wärme aus, wirkt aber gleichzeitig völlig unnahbar und beschwörend!

"Gnosis" und "The Silence" sind allerdings durch Einleitung bzw. Finale ein wenig arg lang geraten, denn "Gnosis" z. B. braucht halt erst mal drei Minuten, bis es richtig anfängt!
But whatever, richtig geniale Doomer! Mit "Elige Magistrum" und "Sacrifice" werden zwei überzeugende Kurz-Instrumentals ausgepackt, die vor allem bei den Soli etwas an "Lost Paradise" Zeiten von "Paradise Lost" erinnern.
"Space Conquerer" wirkt dem Namen entsprechend etwas "spaciger", und der Schlagzeug-Part erinnert mich ein wenig an das "Ngorongoro" Intro von Goddo's "Pretty Bad Boy" von 1981 (kanadische Hardrockband, hierzulande nicht sonderlich bekannt), wenn auch etwas verhaltener.

Eine Platte, umgeben von düsterer Eleganz, durchzogen mit ultraschweren Gitarrenwänden und wabernden Orgelsounds, also ein starkes Stück Extrem-Doom.
An den Vorgänger kommt „Consolamentum“ zwar nicht ran, aber 8,5 von 10 Punkten dürften angemessen sein, hier also gute vier Sterne!


Antagonise
Antagonise
Preis: EUR 21,99

4.0 von 5 Sternen Durchdachter Symphonic-Prog-Death-Metal, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Antagonise (Audio CD)
Album Nummer zwei vom ehemaligen Epica/After Forever Gitarristen/Grunter Mark Jansen, der hier aber nur für die Grunts zuständig ist. Eine Besonderheit von Mayan liegt sicher beim Einsatz dreier verschiedener Sänger/Innen. Denn mit Henning Basse (dürfte einigen von Metalium bekannt sein) hat man einen hervorragenden Mann für die Clean-Vocals, und Laura Macri ist für die Sopranparts zuständig.

Ein sehr stimmiges, orchestrales und düsteres Intro eröffnet die CD. Die ersten Töne, die mir vom Opener "Bloodline Forfeit" entgegenschallen, sind allerdings genau das, was ich im Regelfall "nicht" bevorzuge, nämlich ziemliches Geholze mit anschließend einsetzenden Grunts. Im Verlauf tauchen allerdings etliche songdienliche Breaks und auch die ersten Gesangsparts von Henning auf. (7/10)
"Burn Your Witches" ist dann insgesamt schon etwas gedrosselter, und die Grunts/Cleanvocals harmonieren auch recht gut miteinander. (8/10)

Erstes Album-Highlight ist "Redemption - The Democracy Illusion". Ein überwiegend bombastischer, getragener Song, mit überragendem Mittelteil (hört sich nach Gastvocals von Floor Jansen an). Der Gesang von Henning ist hier ebenfalls sehr überzeugend. Der Song hat schon das Zeug zum Klassiker! (10/10)

Es folgt mit "Paladins Of Deceit - National ... Pt I"gleich der nächste Klassesong, der beispielsweise durch sehr eigenständiges Stakkato-Riffing überzeugen kann. (9/10)

"Lone Wolf" ist vorwiegend schleppend gehalten, das Anfangsriff erinnert mich ein wenig an die guten alten Bolt Thrower, die Breaks sind genial und wirklich gut strukturiert. (9/10)

Nach recht heftigem Anfang wird auch "Devil In Disguise" mit Midtempoparts aufgelockert, für mich einer der schwächeren Songs der Scheibe. (6/10)

"Insano" ist ein reines Klassikstück und hervorragend gesungen von Laura. (9/10)

Hm, etwas zu hektisch erscheint mir "Human Sacrifice", bei dem erstmals im Mittelteil ein Einsatz von Laura in einem härteren Song erfolgt. Folglich ist der Song auch ab der Hälfte erträglicher. (6/10)

"Enemies Of Freedom" hat ausnahmsweise mal keinen Highspeed-Anfang, die Brutalo-Parts kommen aber noch, allerdings auch ein sehr schöner ruhiger Teil, und tolle Gesangsparts vom Trio "Infernale". (8,5/10)

Auch bei "Capital Punishment" sind wieder alle gängigen Möglichkeiten in Sachen Geschwindigkeit vertreten, auch der Sopran/Grunzgesang ist passend. Ein gutes Beispiel dafür, wie man verschachteltes Songwriting zugänglich machen kann, die orchestralen Schlepp-Parts zu Beginn und im Ausklang sind gigantisch. (9,5/10)

Leider ist der Rausschmeißer "Faceless Spies - National ... Pt II" für mich etwas zu "abgehoben", hier harmonieren auch die verschiedenen Songparts nicht so gut, der schwächste Song des Albums (5/10).

Sehr gelungen sind auch die oft eingestreuten Wechselsoli von Gitarre und Keyboard. Ein bischen schade finde ich, dass Laura Macri erst in der zweiten Hälfte der Platte auftaucht, vor allem, weil sie doch inzwischen als festes Mitglied gilt. Es hätte nicht geschadet, durchgehend mit drei Stimmen zu arbeiten.

Insgesamt eine starke Scheibe, aber durch die progressive Ausrichtung nicht sofort zugänglich. Allerdings passen die Arrangements innerhalb der Songs weitgehend gut zusammen, so dass die Stücke eine Einheit bilden, und nicht klingen, als hätte man fünf Einzeltitel in einem Song! Das ist eine Kunst, die beispielsweise "Revamp" oder auch "Epica" meistens fehlt, bzw. gefehlt hat!
Anhänger der genannten Bands sollten auf alle Fälle mal ein Ohr riskieren, vier Sterne.


Divide and Conquer (Limited First Edition)
Divide and Conquer (Limited First Edition)
Preis: EUR 15,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Thrashalbum aus Griechenland, 15. Januar 2014
Nachdem "Dead Again" und "Bloodbath" der griechischen "Slayer" ziemlich eingeschlagen haben, jetzt also Studioalbum Nummer fünf.

Nun, im Gegensatz zur Erstrezensentin finde ich, dass die Jungs hier "keine" Ausarbeitung ihrer Eigenständigkeit vorweisen können.

Man könnte vielleicht behaupten, dass sich außer den eindeutigen Slayer-Einflüssen, welche bei Prüglern wie dem Titelstück, "Lost Dignity", "Marching Over Blood" oder "Pit Of Snakes"(u. a. auch klar am Gesang zu erkennen - Nick Melissourgos hat schon eine unbestreitbare Ähnlichkeit zu Tom Araya) zuhauf anzutreffen sind,
auch noch eine gepflegte Portion Metallica mit eingeschlichen hat, was man deutlich bei dem guten Schlepper "Seed Of Evil", dem vorwiegend midtempolastigen "White Wizard" (da könnte aber auch ein Chuck Schuldiner mitgewirkt haben [RIP Chuck]), und den meisten anderen eingestreuten Midtempoparts merkt.

Das muss nicht zwingend ein Fehler sein, denn die Songs kommen allesamt recht kräftig rüber, wirken in sich gut struktuiert, und die Soloarbeit ist hervorragend - mir gefällts, und vier Sterne sind vertretbar!

P.S.

Es gibt in der letzten Zeit nicht mehr viele überzeugende Platten in der Richtung; ich persönlich würde "Congress Of The Insane" von den Niederländern Izegrim vorziehen, die haben's noch ein Pfund besser drauf, und vor allem etwas eigenständiger (und irgendwie auch das lässigere Albumcover)!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2014 6:05 PM CET


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