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blaustrom45 "berger989"

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Books & Braun: Das Zeichen des Phönix
Books & Braun: Das Zeichen des Phönix
von Pip Ballantine
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen amüsantes Paar, 3. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Titel: Books & Braun, das Zeichen des Phönix
Autor: Pip Ballentine & Tee Morris
Übersetzung: Michaela Link
Verlag: Lyx TB, 508 Seiten
ISBN:978-3-8025-86439

Inhalt:
Eliza D. Braun arbeitet als Außendienstagentin für das Ministerium für eigenartige Vorkommnisse. Als sie mit ihrem Partner Thorne eine Serie von Morden untersucht verschwindet der Agent auf unerklärliche Weise und wird mehrere Tage später geistig verwirrt und völlig verwahrlost aufgefunden. Er wird in die Irrenanstalt Bedlam eingewiesen, Braun wird von dem Fall abgezogen und die Akte wird im Archiv des Ministeriums als ungeklärter Fall abgelegt.

Der Verwalter dieses Archivs, Wellington Books, ist ebenfalls verschwunden und Eliza bekommt den Auftrag, ihn zu finden. Die Lara Croft des Ministeriums findet Wellington Books in der Antarktis, wo er vom Haus Usher, einer berüchtigten Verbrecherorganisation, gefangen gehalten wird. Auf ihre unnachahmliche Art und Weise befreit sie den Archivar und legt dabei die ganze Festung der Verbrecherorganisation in Schutt und Asche. Da sie damit wieder einmal über die Strenge schlägt wird sie vom Außendienst abgezogen und in das Archiv versetzt. Sehr zum Verdruss von Wellington Books, der das Archiv als sein persönliches Reich ansieht. Ein unverschämtes, hemmungsloses und freches Frauenzimmer ist das letzte was er dort gebrauchen kann. Zumal ihn Eliza beständig Welly nennt, ihn ohne Ende triezt und nur Chaos in sein sorgsam erfundenes Ablagesystem bringt. Als die beiden die alten, ungelösten Fälle durchgehen stoßen sie auf den alten Fall von Eliza und Thorne. Eliza macht sich auf um Thorne in Bedlam zu besuchen. Sie durchdringt seinen wirren Geist und bekommt einige Hinweise, die ein neues Licht auf die Mordserie werfen. Als sie dieser neuen Spur nachgehen will muss sie feststellen, dass Welly ihr zur Anstalt gefolgt ist. um herauszufinden, was sie den ganzen Tag treibt. Wider besseres Wissen begleitet er sie zu einer neuerlichen Untersuchung des Tatortes und die dort gefundenen Spuren überzeugen ihn, dass an der Sache mehr dran ist, als das Ministerium anerkennen will.
Was als Partnerschaft wider Willen beginnt führt bald zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit und schnell zu gegenseitigem Respekt und Freundschaft.

Kommentar:
Das Buch lebt von den beiden Hauptprotagonisten Eliza D. Braun und Wellington Books. Sie, die kämpferische Suffragette, die sich von keinem Mann etwas vorschreiben lässt und ihre Kämpfe alleine ausficht. Sie hat eine Abneigung gegen jegliche Art von Autorität und geht ihren eigenen Weg, auch wenn er sie an den Rand des Abgrunds führt.
Er, der schüchterne, introvertierte Archivar mit einem Faible für alle technischen Errungenschaften des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zwei Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die sich aber wunderbar ergänzen und bald eine nicht zu unterschätzende Einheit bilden. Die Untersuchung des alten Falls ohne Genehmigung des Ministeriums bringt sie in erhebliche Gefahr. Es bleibt nur die Chance, den Fall zu lösen oder ebenso dem Irrsinn zu verfallen wie Elizas ehemaliger Partner Thorne. Books und Braun unterwandern die Organisation, einen Geheimbund aus elitären Mitgliedern, die das Empire stürzen wollen. Als ihre Tarnung aufliegt und sie in Lebensgefahr schweben, erweisen sich die Ideen des Archivars und die Tat- und Schlagkraft von Braun als ideale Kombination um dem Orden das Handwerk zu legen.
Die Autoren haben die Stimmung der Zeit gut eingefangen. Der Umbruch in das Maschinenzeitalter führt zu gravierenden Veränderungen in der Gesellschaft und auch Verbrechen wissen diese Innovationen zu nutzen.

Fazit:
Ich habe mich beim lesen wunderbar amüsiert. Eliza mit ihrer schnodderigen Schnauze redet sich aus jeder Situation heraus. Dagegen steht der absolut biedere, überkorrekte und pingelige Archivar, in dem aber wesentlich mehr steckt, als man auf den ersten Blick erkennen kann. Immerhin hat auch er eine Ausbildung zum Geheimagenten absolviert. Nur hat er sich entschlossen, das Archiv zu leiten, da dies eher seinen Neigungen und seinem Naturell entspricht als ein temporeiches und Action trächtiges Leben voller Gefahren. Die Dialoge zwischen den beiden sind voller Wortwitz und man kann förmlich sehen, wie Eliza Wellington zur Weißglut treibt. Aber beide haben das Herz auf dem rechten Fleck, erkennen den Wert des anderen und lernen sich zu schätzen. Obwohl das Buch dem Bereich Steam-Punk zuzuordnen ist, wirkt es nicht übertrieben oder unglaubwürdig und ist für Krimiliebhaber ebenso zu empfehlen wie für Fantasyfans. Das Cover passt gut zu der Geschichte nur habe ich bei Eliza wirklich immer Lara Croft vor Augen.
Ich hoffe, von diesem Duo noch mehr zu lesen und freue mich auf Band 2, der im Dezember erscheinen wird.


Die Höllenfahrt. Das Gesetz der Magie 01.
Die Höllenfahrt. Das Gesetz der Magie 01.
von Holly Lisle
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen spannender Einstieg in eine Trilogie, 3. November 2012
Reihe: Das Gesetz der Magie
Titel: Die Höllenfahrt (Band 1)
Autor: Holly Lisle
Verlag: Blanvalet TB, 477
ISBN: 3-442-24126-X

Inhalt:
Zwei Frauen:
Molly McColl wächst bei Stiefeltern auf. Von Anfang an ist sie ein merkwürdiges Kind, das viel weint und kränklich ist. Erst als sie ungefähr 6 Jahre alt ist, stellt man fest, dass sie die Schmerzen anderer Menschen absorbieren und die Menschen dadurch heilen kann. Als ihre Stiefeltern ihr Potential erkennen, verkaufen sie dieses wunderbare Talent an Menschen, die für eine Heilung bezahlen können. Dass Molly die Schmerzen der Menschen auf sich nimmt und furchtbar leidet, ist ihnen egal. Im Alter von 18 Jahren entzieht sich Molly dem Einfluss ihrer Stiefeltern und geht zum Militär. Nach ihrer Militärzeit kauft sie sich einen Wohnwagentrailer und lässt sich in der Nähe des Örtchens Cold Creek nieder. Sie lebt alleine, denn die Nähe der Menschen schmerzt sie zu sehr.

Lauren Dale ist eine junge Witwe, sie hat einen zweijährigen Sohn Namens Jake. Früher war sie eine rastlose und ruhelose Person, bis sie ihren Mann Brian kennen lernte und sesshaft wurde. Als er bei einem Unfall stirbt, meint sie, nicht mehr weiterleben zu können. Nur Jake hält sie am Leben. Als das Elternhaus von Lauren in Cold Creek zum Verkauf steht, erwirbt sie es und zieht mit ihrem Sohn dorthin. Als sie das Haus renoviert fällt ihr ein Spiegel auf, der mit schwarzer Farbe überstrichen ist. Sie entfernt die Farbe und je mehr sie das Glas freilegt umso mehr wird sie von Erinnerungen überwältigt, die tief in ihr verborgen sind.

Cold Creek ist ein von der Welt abgeschnittener und relativ einsamer Ort. Dort agieren Wächter, die Tore zu anderen Welten überwachen und Übergriffe verhindern sollen. Als Lauren eines der Tore unwissentlich öffnet, werden die Wächter auf Lauren aufmerksam. Dann wird Molly entführt und Lauren wird der Entführung verdächtigt. Schnell wird klar, dass das Schicksal der beiden Frauen auf eine Art verbunden ist, die tiefer reicht als man Anfangs vermuten kann.

Kommentar:
Beide Frauen sind sehr symphatisch gezeichnet. Zwei vom Schicksal gebeutelte Frauen, die nichts anderes wollen als Ruhe und Frieden in ihrem Leben. Beide möchten einem Schmerz entfliehen. Lauren dem Schmerz des Verlustes und Molly dem Schmerz der anderen Menschen. Beide sind Weisen, beider Eltern kamen bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Lauren hält die Wächter für schuldig am Tod ihrer Eltern und daher ist die Zusammenarbeit zwischen ihr und den Wächtern am Anfang von Misstrauen geprägt.
Die Aufgaben der Wächter und die Beziehung der Welten sind sehr komplex. Hier zu sehr ins Detail zu gehen hieße zuviel zu verraten. Es sei nur soviel gesagt, dass die Welten in Wechselwirkung zueinander stehen und Handlungen in einer Welt Auswirkungen auf die andere Welt haben.
Alle Charaktere sind sehr gut gezeichnet und man kann ihre Handlungen, seien sie gut oder böse, absolut nachvollziehen. Das Schicksal der Welt liegt in der Hand einiger weniger und die Verantwortung der Wächter ist immens. Das hat Auswirkungen auf den Charakter eines jeden einzelnen und bald kristallisiert heraus, wer der Aufgabe gewachsen ist und wer nicht. Dabei sind die Figuren aber nicht einfach oder eindimensional sondern sie besitzen eine Tiefe, die den Leser fesselt und mitleiden lässt. Und am Ende gibt es noch eine besondere und sehr witzige Zugabe!

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Wechsel zwischen unserer Welt ist gut gelungen. Gerade die Mischung zwischen dem hier und jetzt in unserer Welt und der Fantasywelt Oria macht das Buch so interessant. Und ein Buch mit erwachsenen Protagonisten ist heute im Fantasybereich ja wirklich schwer zu finden, so dass ich das Buch umso mehr genossen habe. Die Geschichte ist nichts für Fans der im Moment sehr beliebten all age" Fantasy aber alle anderen werden es hoffentlich genauso gerne lesen wie ich.
5 von 5 Spiegeln


Kells Legende. Clockwork Vampire 01
Kells Legende. Clockwork Vampire 01
von Andy Remic
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen hält nicht was es verspricht, 3. November 2012
Titel: Kells Legende
Autor: Andy Remic
Verlag: Blanvalet TB 508 Seiten
1. Auflage August 2012
ISBN:9783442268764
Originalcover von: Angry Robot

Inhalt:
Kell ist ein alter Krieger, den Geschichten nach ein Held, eine Legende. Doch nun lebt er alt, müde, einsam und desillusioniert in Jalder, der größten Stadt im Reich Falanor und sein einziger Freund ist der Alkohol. Lichtblick in seinem Leben ist seine Enkelin Nienna, die er über alles liebt.

Eines Tages ist es vorbei mit dem ruhigen Lebensabend. Ein eisiger Nebel zieht über Jalder, dem merkwürdige fremde Krieger mit bleichem Haar und roten Augen folgen. Ein Heer von Albinokriegern überschwemmt das Land. Ihr Anführer ist General Graal, ein Vachine von jenseits der Schwarzpitzen, einem Gebirge, das die Heimat der Vachine von denen der Menschen trennt. Vachine sind Wesen, einst menschlich, die sich durch eine Technologie in Geschöpfe, halb Mensch, halb Maschine verwandelt haben. Als ihnen ihre Nahrung, das Blutöl, ausgeht überfallen sie Falanor um Nachschub an menschlichem Blut zu bekommen, das die Grundlage des Blutöls bildet.

Kell gelingt es, die Angreifer, die sein Haus stürmen, zu töten. Es macht sich auf um Nienna zu retten und mit ihr aus der Stadt zu fliehen. Er findet Nienna und ihre Freundin Kat als einzige Überlebende der Universität von Jalder. Durch die Kanalisation flüchten sie aus der Stadt. Auf ihrem Weg begegnen sie noch Saar, einem Dieb und Charmeur, der sich den Dreien anschließt. Gemeinsam macht sich der sehr gemischte Trupp auf den Weg um König Leanoric vor der Invasion zu warnen.

Doch die Vergangenheit holt Kell ein. Der Feind erkennt ihn und seine Axt Ilienna und schickt ihm grausame mutierte Wesen hinterher, die ihn vernichten sollen. Obwohl Kell sich geschworen hatte, seine Blutaxt nicht mehr zu benutzen ist er nun gezwungen erneut in den Kampf zu ziehen um Nienna zu retten. Und er muss nicht nur gegen die grausamen Canker kämpfen, auch der dandyhafte Saark macht ihm das Leben schwer. Denn im Gegensatz zu dem schwermütigen und trübsinnigen Kell genießt Saark das Leben, den Wein und die Frauen und er verdreht den beiden Mädchen, Nienna und Kat, den Kopf.

Durch wiederholte Angriffe kommen sie zu spät um den König zu warnen. Graal hat den Herbstpalast überfallen, Königin Alleora entführt und greift mit seinen Canker das Heer des Königs an. Kell muss sich nun entscheiden ob er erneut in einen Kampf eingreifen will.

Kommentar: Der Autor hat sein Buch David Gemell gewidmet. Bei der Beschreibung von Kell mag man als Leser durchaus an Waylander oder die Winterkrieger denken. Aber da wo man bei Gemell Gold findet, findet man hier als Leser höchstens einen polierten, glänzenden Stein, dessen Schein trügt. Gute Ansätze sind da, aber die Umsetzung ist sehr holprig.

Zwei Beispiele: Graal schlägt dem Kommandeur der Garnison von Jalder den Kopf ab. Dieser Kopf fliegt Meter weit weg. Dann kommt ein Schnitter um den Kommandeur die Seele auszusaugen. Dabei zieht sich die Haut über dem Schädel des Opfers zusammen und der Körper schrumpft wie eine Mumie. Dabei liegt der Schädel weit weg und ist nicht mehr mit dem Körper verbunden. Wie kann also die Handlung des Schnitters am Körper des Toten auf dessen Kopf Auswirkungen haben?

Das zweite Beispiel: Kell wohnt im zweiten Stock einen Wohnhauses und schaut auf die Stadt. Seine Enkelin kommt zu Besuch. Als sie geht öffnet sie die Tür und tritt auf die Straße und Schnee weht herein. Kell wohnt im zweiten Stock, wie kann man dann direkt auf die Straße treten? Zumal wenige Sätze später jemand die Treppe heraufpoltert.

Das sind leider nur zwei Unstimmigkeiten, die beim Lesen des Buches erheblich stören. Die ganze Geschichte wirkt seht unausgegoren und sprunghaft. Immer wieder lässt der Autor kryptische Bemerkungen über Kells Vergangenheit einfließen, die ahnen lassen, dass er einstmals große Schuld auf sich geladen hat. Leider erfahren die Leser aber nie die genauen Details. Mir wäre ein kurzer Rückblick in Kells Vergangenheit lieber gewesen, so dass man seine Handlungen, seine Zweifel und sein Verhältnis zu seiner Blutaxt besser verstehen kann.

Auch das Wesen der Vachine hat sich mir nicht so recht erschlossen. Wo kommen sie her? Warum haben sie sich entschlossen ihre Körper mit Technologie zu verschmelzen? Warum wurden sie zu Vampiren? All das ist so verworren und sprunghaft beschrieben und man hat es schwer, dem roten Faden des Buches zu folgen. Einige Verständnisprobleme können durchaus daraus resultieren, dass man das englische Originalbuch in Deutschland wieder auf zwei Bände aufgeteilt hat und dieses Buch mitten in der Geschichte plötzlich endet.

Außerdem fehlt mir eine Karte des Landes Falanor, des Schwarzspitzengebirges und der Heimat der Vachine. So hätte man den Angriffsplan der Vachine, den Fluchtweg von Anu und der Königin und die Truppenaufstellungen des Königs erheblich besser verfolgen können.

Fazit: Einige wirklich gute Ansätze und neue Wesen, wie es sie vorher meines Wissens in der Fantasy noch nicht gab. Gut ausgearbeitete Charaktere und eine spannende Grundhandlung, die aber leider zu sehr an die Bücher von Gemell erinnert und das Niveau dieser Bücher nicht erreicht. Dazu kommen einige unschöne Logikfehler, die einem als Auto nicht passieren dürfen und den Leser verärgern.

Ich vergebe 3 von 5 Äxten und hoffe, der Autor macht seinem Vorbild bald alle Ehre, Auf dem Weg dorthin ist er bereits, aber der Weg ist lang und steinig.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2014 10:12 PM MEST


HEIMWEH EINES CYBORGS: Dark Wor(l)ds 3
HEIMWEH EINES CYBORGS: Dark Wor(l)ds 3
von Alisha Bionda
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbare Sammlung, 3. November 2012
Titel: Heimweh eines Cyborgs/Crosswor(l)ds 3
Herausgeberin:Alisha Bionda
Illustrationen: Crossvalley Smith
Taschenbuch: 187Seiten
ISBN:9783942533157

Inhalt: Das Buch beinhaltet 11 Kurzgeschichten diverser deutscher Autoren.

Achim Stößer: Roboterhunger
Der Androidenrechtler Pete Townshend soll auf dem ersten Androidenrechtskongress eine Rede zur Freiheit der Androiden halten. Denn die Androiden sind in der Zukunft die neuen Sklaven der Menschheit und verlangen nun die gleichen Rechte und Freiheiten, wie sie die Menschen haben.
5 von 5 Punkten. Kurz, knapp und spannend, dabei alles abdeckend was nötig ist

Desiree&Frank Hoese: Das Gesetzt des Chaos
Numa City ist eine Stadt der Zocker und Spieler, errichtet alleine zum Vergnügen. Ein Killer wird angeheuert um einen der Spieler zu ermorden. Eine unerwartete Entwicklung ergibt sich und der Killer muß sich entscheiden.
5 von 5 Punkten. Auf wenigen Seiten einige unerwartete Wendungen. Ideenreich und sozialkritisch. denn auch hier sind Klone und Androiden Wesen zweiter Klasse.

Guido Krain: Vierundzwanzig Stunden
28 Sonden gingen bisher bei der Erkundung des neu entdeckten Marsmondes Namens Phobos=Furcht verloren. Nun ist die Conquest, das modernste und größte Raumschiff der Erde, dorthin unterwegs.
3 von 5 Punkten.

Lothar Nietsch: Die Schöpfung, das nächste Level
2 Cyborgs verrichten 3253 Erdenjahre monotonen Dienst auf der Station Watch 03. Dann überschlagen sich die Ereignisse.
5 von 5 Punkten. wunderbar und sehr humorvoll mit einer außergewöhnlichen Idee über eine zweite Chance
Thomas Neumeier: Wer die Information sät
Kurz vor der Gipfelkonferenz der alliierten Welten wird ein Sicherheitsbeamter erschossen.
3 von 5 Punkten. Krimihandlung im Weltall aber nicht besonders innovativ.

Barbara Büchner: Schrotts Phantom
Eine gruselige Geschichte in einem eher viktorianischen Ambiente.
Ein Geist geht um, da er sich ungerecht behandelt fühlt. Ein Abenteurer und Großwildjäger soll es richten
4 von 5 Punkten. Eigentlich ohne direkt erkennbare SF Elemente, nichtsdestotrotz witzig und unterhaltsam

Vincent Voss: :Lucie
Sebastian Grün gründet das erste Bestattungsunternehmen für Cyborgs. Eines Tages betritt Lucie sein Geschäft und erteilt ihm den Auftrag eine Beerdigung für einen Unbekannten zu organisieren.
5 von 5 Punkten. Eine schöne und melancholische Geschichte um Cyborgs und ihre Gefühle

Christoph Marzi: Heimweh eines Cyborgs
Schönheitswahn im Cyberspace. Man sieht, die Menschheit ändert sich nicht wirklich und es wird immer noch Wert auf die falschen Attribute gelegt.
Obwohl ich von Christoph Marzi viele Bücher besitze gefällt mir diese Geschichte nicht. Sein Können liegt wohl eher in Romanen
2 von 5 Punkten

Sören Prescher: Pünktlichkeit und Perfektionismus
hier finden wir die gleiche Illustration wie bei Thomas Neumeier aber irgendwie passen Geschichte und Bild nicht so gut zusammen wie bei den anderen Autoren.
Klaus Gärtner hasst seinen pünktlichen und perfekten Kollegen bis auf's Blut.
3 von 5 Punkten, leider weiß man von Beginn an, auf was die Story abzielt, während die anderen Geschichten immer eine überraschende Wendung parat haben

Arthur Gordon Wolf: Project Condor 2
Des Menschen unkontrollierte Neugier ist sein Verhängnis. Zuviel technische Details, zu viele Abkürzungen und zu viele Abschweifungen machen diese Geschichte leider zum Minuspunkt der Sammlung, trotz der überraschenden Wendung
1 von 5 Punkten

Lucas Bahl: Zeitlang
Auch in der Zukunft behält die Kirche ihre Vormachtstellung. Technologie wird als Teufelswerk betrachtet, Cyborgs fallen der Verdammnis anheim. Trotzdem macht man sich die Technologie zu Nutze, wenn es den eigenen Zwecken dient.
Eine schöne Geschichte darüber, wie weit man für den Glauben zu gehen bereit ist.
5 von 5 Punkten

Das Buch endet mit Informationen zur Herausgeberin und den Illustrator. Als Anhang gibt es eine Leseprobe zu Time Travellers.

Fazit: Eine wunderschöne Sammlung von Kurzgeschichte, die ein breites Spektrum der SF bedienen. Keine Geschichte ist langweilig. Die Illustrationen sind für den Leser genauso inspirierend wie für den Autor. Als Gesamtkonzept ein MUST HAVE für jeden SF Fan.
Meine persönliche Lieblingsgeschichte ist Lucie, Project Condor zwei hat mich hingegen nicht angesprochen.


SteamPunk - Erotics: Der Ritt auf der Maschine: Erotische Anthologie
SteamPunk - Erotics: Der Ritt auf der Maschine: Erotische Anthologie
von Alisha Bionda
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfallsreich, 3. November 2012
Inhalt:
London ist eine Weltstadt, eine fiebernde und pulsierende Metropole. Dank des
großartigen Fortschritts und der bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Dampftechnik ist England zur führenden Nation in der Welt geworden. Doch bei aller Entwicklung und allem Fortschritt ist einiges nicht mit gewachsen. Königin Viktoria regiert noch immer mit aller Härte und durch ihre unerbittliche Moral und Prüderie geht sie unerbittlich gegen Sittenlosigkeit vor.
Doch die industrielle Revolution führt auch zu einer sexuellen Revolution. Frauen bedienen sich der neuen Erfindungen, um ihre Lust zu stillen und endliche sexuelle Befriedigung zu finden. Und was hinter der eigenen Haustür passiert bekommt die sittenstrenge Königin nicht mit, so dass den Ideen und dem Erfindungsreichtum der Frauen keine Grenzen gesetzt sind.

Ein spezielles Feuer von Tanja Carpenter
Dr. Summers ist Pathologin und die einzige Frau in einer Männerdomäne. Sie hat eine Affinität zu Dampfmaschinen und vergleicht den Sex mit ihren Liebhabern mit der Funktion von Dampfmaschinen. Als sie im Zuge einer Mordermittlung in die Hände des Täters fällt, lernt sie eine ganz andere Art von Maschine kennen und erkennt, dass Männer doch die besseren Liebhaber sind.

Die Frau des Uhrmachers von Aimee Laurent
Julian McAllister feiert mit seinen Freunden den letzten freien Tag vor seiner Hochzeit. Auf dem Heimweg geht er bei einem Uhrmacher vorbei, um seine Taschenuhr abzuholen, die er dort für den feierlichen Anlass zur Reinigung abgegeben hat. Doch statt des Uhrmachers erwartet ihn dort dessen Frau, die ihm ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet.

Die Secret Intelligence ihrer Majestät von Thomas Neumeier
An Bord des Luftschiffes Prominence I wird Lady Rowena ermordet aufgefunden. Das Flagschiff der englischen Flotte entpuppt sich schnell als fliegendes Bordell und die sexuellen Ausschweifungen an Bord lenken die Agenten ihrer Majestät mehr und mehr von ihrer eigentlichen Untersuchung ab.

Deja vu von Kerstin Dirks
Jacob liebt eine verheiratete Frau. Als ihr Ehemann hinter die Affäre kommt und seine Frau umbringt, entwickelt Jacob eine Zeitmaschine um die Tat zu ungeschehen zu machen. Dabei macht er einen gravierenden Fehler.

Der Ritt auf der Maschine von Erika Hauser
Das deutsche Militär hat seit dem so genannten Lilienthal Project" die Herrschaft über den Luftraum gewonnen. Eine englische Spionin, als Domina verkleidet, unterwandert den deutschen Stützpunkt, in dem neuartige Flugdrohne entwickelt wird. Als sie enttarnt wird unterzieht man sie mit einer neuartigen Lustmaschine der Folter.

Perle der Unschuld von Antje Ippensen
Larice wird unter entführt, unter Drogen gesetzt und als Sexsklavin gehalten. Als es ihr gelingt, die Drogen nach und nach heimlich abzusetzen, erinnert sie sich daran, dass sie ein Kind hat. Nun setzt sie alles daran, zu entkommen und ihren Sohn zu finden. Auch, wenn sie dabei die abartigsten Phantasien der Männer erfüllen muss.

Kommentar: Die Kombination von Steampunk und Erotik ist beeindruckend gelungen. Die Autorinnen und Autoren haben ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt und entführen den Leser in ein unbeschreiblich erotisches Abenteuer. Keine der Geschichten wirkt derb oder obszön sondern die Erotik ist wunderbar mit den einzelnen Erzählungen verwoben. Wobei mir auffällt, dass es bei den weiblichen Autoren wesentlich direkter und offener zur Sache geht als bei den männlichen Autoren. Anscheinend können sich weibliche Autoren besser in die Seele einer Frau versetzen und ihre Wünsche und Hoffnungen in Worte fassen. Und was man mit stampfenden Kolben, vibrierenden Metallbehältern und heißen Pumpen alles anstellen kann setzt auch den modernen Leser von heute noch in Erstaunen.
Crossvalley Smith hat auch hier wieder (wie schon bei anderen Kurzgeschichtensammlungen der Herausgeberin) wunderbare und treffende Illustrationen abgeliefert. Das Cover gibt einen Vorgeschmack darauf, was den Leser erwartet und ist ein richtiger Eyecatcher.

Fazit: Eine spannende und erotisierende Sammlung von Kurzgeschichten, die den Zeitgeist der viktorianischen Ära widerspiegeln und an Einfallsreichtum ihresgleichen sucht.


Department 19 - Die Mission: Thriller
Department 19 - Die Mission: Thriller
von Will Hill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sehr ambivalent, 27. September 2012
Department 19 von Walter Hill

Inhalt:
Im Alter von 14 Jahren muss Jamie mit ansehen, wie sein Vater vor seinen Augen von einer Spezialeinheit erschossen wird. Er sei ein Landesverräter gewesen und hätte Geheimnisse an den Feind verraten.
Jamie verdrängt die Erinnerungen an diese Nacht, in der außer dem Tod seines Vaters noch merkwürdige und unheimliche Dinge geschahen: Wesen mit glutroten Augen in den Bäumen, ein Fenster am Gesicht.

Jamie und seine Mutterm ziehen von einem Ort zum anderen, er wird ein Außenseiter, denn jedes Mal, wenn seine Mitschüler oder die Nachbarn erfahren, was sein Vater getan hat, wird er gemieden oder gemobbt. Er hat keine Freunde und fühlt sich von seinem Vater verraten und im Stich gelassen.

Zwei Jahre später überschlagen sich die Ereignisse. Jamies Mutter wird entführt, er wird von einem Vampir überfallen und von Frankenstein gerettet. Ja richtig FRANKENSTEIN. Denn Frankenstein ist keine erfundene Figur sondern es gibt ihn wirklich. Und es gibt nicht nur ihn sondern auch Vampire und Werwölfe und andere unheimliche Wesen. Frankenstein hat eine alte Schuld gegenüber den Carpenters abzutragen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Familie Carpenter zu schützen.

Jamie erfährt, dass sein Vater bis zu seinem Verrat ein angesehenes Mitglied einer Spezialeinheit war. Diese Einheit bekämpft seit Jahren Vampire. Gegründet wurden diese Spezialtruppe von van Helsing und seinen Freunden, die im 19 Jahrhundert Dracula vernichtet haben. Seit der Zeit sind die Nachkommen der Gründer stets Mitglieder von Department 19 gewesen. Sie führen den Kampf gegen die Vampire fort, den van Helsing damals begonnen hat.

Jamie schließt sich der Einheit an um seine Mutter aus den Fängen des Vampirs Alexandru zu befreien. Einst tötete Julian Carpenter Alexandrus Frau, nun will sich dieser an Jamie und seiner Mutter dafür rächen. Jamie muss sich den Respekt der Mitglieder hart erkämpfen und beweisen, dass er sich einen Platz im Department 19 verdient hat, denn der Verrat seines Vaters wurde weder vergeben und vergessen.

Jamie muss lernen, dass nicht alle Vampire gleich sind. Larissa, die versucht hat ihn zu töten, entpuppt sich als junges, sehr ambivalentes Mädchen, das ihm immer wieder Teilinformationen über Alexandru und seine Horde gibt. Doch kann er ihr Vertrauen und mit ihrer Hilfe seine Mutter finden? Schnell stellt sich heraus, dass es im Department 19 einen Verräter gibt, der Alexandru Informationen zuspielt. Ist es Larissa oder ein Mitglied des Teams? Jamie muss sich entscheiden, wem er Vertrauen schenkt.

Kommentar:
Das Buch bezieht sich teilweise auf die Legende von Dracula des Autoren Bram Stoker. Nach dem Tod von Dracula schließen van Helsing und seine Freunde einen Pakt, denn sie wissen, dass die Vampire mit dem Tod von Dracula noch lange nicht vernichtet sind. Die Freunde und später ihre Nachkommen setzen den Kampf bis in die Gegenwart fort. Der Diener John Carpenter wird in die Gruppe aufgenommen, stellt er sich doch als sehr intelligent und tapfer heraus und ist somit eine Bereicherung und Hilfe im Kampf gegen die Vampire.

An sich handelt es sich um eine gute Idee des Autors. Leider mangelt es an der Umsetzung. Die Geschichte ist vorhersehbar und hält keine überraschenden Wendungen für den Leser bereit. Die Figuren sind sehr eindimensional und haben keine Tiefe. Der Verräter ist leicht zu erraten, der Plot vorhersehbar und es baut sich kaum Spannung auf. Einige Handlungen lassen sich nicht nachvollziehen und einige Handlungen erscheinen sehr unglaubwürdig.

Wer die Legende um Dracula kennt und liebt wird an einigen Stellen den Kopf schütteln. Zerfielen die Vampire damals noch zu Staub wenn man ihnen einen Pflock ins Herz stieß explodieren sie heute sehr spektakulär und verteilen ihre Eingeweide auf alles in ihrer Umgebung. Da es sich um ein Jugendbuch handelt, fand ich persönlich diese sehr drastisch geschilderten Szenen als ekelig, unangenehm und überflüssig.

Dafür sind die Ausflüge in die Vergangenheit wirklich fesselnd. Man kann durchaus glauben, dass der Kampf gegen die Vampire von den Freunden van Helsing, Holmwood, Seward und Carpenter in dieser Art fortgeführt wurde und sich auf der ganzen Welt Spezialeinheiten zur Bekämpfung der Vampire entwickelt haben. Hier hat der Autor einen wunderbaren Handlungsstrang entwickelt, der eine Phantasie erkennen lässt, die in der Hauptgeschichte bzw. Umsetzung leider völlig fehlt.
Da es sich um ein Erstlingswerk handelt bleibt zu hoffen, dass der Autor sich entwickelt und aus der wirklich tollen Grundidee einen spannenderen zweiten Band schafft. Das Cover ist gefällig und paßt zum Inhalt.

Alles in allem vergebe ich 3 von 5 Holzpflöcken. Leser, die Dracula nicht kennen, werden die Geschichte sicherlich unterhaltsam finden. Dieses Buch ist sicherlich nicht schlechter als die anderen Vampirromane, die zurzeit den Buchmarkt überschwemmen. Und die Ausflüge in die Vergangenheit geben dem Buch eine interessante Note.


Schattenfluch: Druidenchronik. Band 3
Schattenfluch: Druidenchronik. Band 3
von Andreas Saumweber
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein rasanter Abschluss, 31. August 2012
Reihe: Die Druidenchronik
Titel: Band 3,-Schattenkrieg
Autor: Andreas Saumweber
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746626080
Taschenbuch: 799 Seiten
Covergestaltung: Kai Dietrich
Verlag: Aufbau, 1. Auflage Mai 2010

ich weiß, normalerweise soll man eine Rezension schreiben, aufgestaffelt nach Inhalt, Kommentar und Fazit.

Bein diesem Band drei der Druidenchronik von Andreas Saumweber fühle ich nicht dazu in der Lage. Nicht, weil es schlecht ist oder es mir nicht gefallen hat. Nein, der Band ist so umfangreich und detailliert, dass man den Inhalt unmöglich kurz zusammenfassen kann ohne die wichtigsten Dinge zu verraten. Und der Band wühlt den Leser dermaßen auf, das man nicht neutral darüber schreiben kann, ohne die eigenen Emotionen einfließen zu lassen.

Versuch einer Inhaltsangabe:
Der Krieg mit den Schatten spitzt sich zu. Wolfgang und Keelin dringen bis zu Cintorix vor und es gelingt ihnen mit Hilfe des Druiden Alistair das Buch der Schatten zurück zu stehlen. Einer der Pikten ist zu ihnen gestoßen und bemüht sich, das Geheimnis der Schatten zu enträtseln, die in dem Buch verborgen sind.

Hier haben wir die erste Allianz zwischen Germanen und Kelten und die Zusammenarbeit zwischen Keelin und Wolfgang klappt hervorragend. Beide respektieren sich gegenseitig und sie vertrauen sich. Beide haben mit einem großen Verlust zu kämpfen. Das schmiedet sie zusammen und prägt das Verständnis füreinander. Hier erkennt man, dass Wolfgang kein verbohrter Fanatiker ist, sondern aufgeschlossen gegenüber guten Argumenten, egal von wem sie kommen. Obwohl er den Prozess gegen Keelin initiiert hat, verhilft er ihr zur Flucht und verbündet sich mit ihr, als er erkennt, dass sie mit dem Angriff auf Gudrun nichts zu tun hat. Und Keelin vertraut Wolfgang ganz und gar und sie verzicht sogar zeitweise auf ihre Magie und ihre Selbstheilungskräfte um die Operation nicht in Gefahr zu bringen.

Eine weitere Zusammenarbeit bahnt sich an als der Rattenmensch Mickey den Germanen Wolfgang kontaktiert und ihm um Hilfe bittet. Seiner Führerschaft beraubt und seiner ehemaligen Kontakte verlustigt bleibt Mickey nichts andere übrig als mit den Germanen zu paktieren um seine Königin zu retten und die Schatten zu bekämpfen. Da Keelin in Hamburg schon einmal mit der Horde von Mickey zusammen war und ihn als vertrauenswürdig kennt, rät sie Wolfgang, einen Pakt mit dem Rattenmenschen zu schließen.

Währendessen führt der Druide Seog seine Flüchtlingstruppe durch den Germanenwald. Die Geister des Waldes haben ihnen Zuflucht gewährt, denn die Gruppe ist bunt gemischt. Germanen und Kelten halten zusammen und helfen sich. Hier zählt nur noch, dass jemand ein Mensch ist und gegen die Schatten kämpft. Eine Stammeszugehörigkeit spielt keine Rolle mehr. Seog hat im kleinen Maßstab das geschafft, was die Welt braucht. Er hat den Respekt und das Vertrauen der Menschen gewonnen, die er führt, egal, ob Germane oder Kelte.

Und wieder schafft es Derrien, dies alles zu vernichten. Als ehemaliger Führer der Waldläufer erhebt er Anspruch auf die Führerschaft über die Flüchtlinge und führt diese gegen die Schatten. Dabei missachtet er völlig, dass die meisten Flüchtlinge nur Fischer oder Bauern aber keine Kämpfer sind. Er ignoriert alle Ratschläge von Seog und den germanischen Hauptleuten und führt die Menschen erneut in eine Falle. Und wieder flüchtet er, während die im anvertrauten Menschen sterben.

Kommentar:
Meines Erachtens ist Derrien schlimmer als die Schatten. Bei ihnen weiß man, woran man ist. Sie sind böse und möchten die Menschheit vernichten. Während Derrien aus reiner Selbstüberschätzung handelt und nur seine persönliche Rache vor Augen hat. Durch seinen Egotrip verliert er den Blick für das große Ganze und verursacht den Tod vieler Menschen. Sein Ruf begründet sich meines Erachtens lediglich auf seine Leistungen von vor 20 Jahren. Und darauf, dass er seit Jahren die Waldläufer anführt. Als es aber jetzt darauf ankommt die Menschen zu führen und sich als guter Hauptmann zu erweisen, versagt er völlig. Und statt zu erkennen, dass andere Druiden wie Seog schon lange seinen Platz eingenommen haben, missachtet er deren Leistungen völlig und beansprucht einen Platz, der ihm schon lange nicht mehr zusteht.

Das Buch hält den Leser wirklich in Atem. Es erfolgt ein sehr schneller Wechsel der einzelnen Handlungsstränge alle Fäden laufen aufeinander zu oder kreuzen sich sogar. Auf der einen Seite Keelin, Wolfgang Mickey und der Rest von Gudruns Truppe, die alle Symphatien der Leser gewinnen. Auf der anderen Seite Derrien und die Flüchtlinge, die es schaffen Rushai so lange in einen Kampf zu verwickeln, dass er nicht erkennt, wie nahe Keelin und Wolfgang dem Geheimnis der Schatten kommen.

Andreas Saumweber bleibt allerdings seinem destruktiven Stil treu und lässt den Leser völlig frustriert und desillusioniert zurück. Ich denke, über Teil drei wird noch rege diskutiert werden. Leider hat es der Verlag versäumt, diesen Band genauso schön zu gestalten wie Band ein oder zwei. Obwohl das Buch das gleiche Geld kostet fehlen diesmal der markante rote Schnitt, das Leseband sowie der reliefartige Titelaufdruck. Da wollte man wohl leider zu Lasten der Kunden sparen. Für Sammler ein absoluter Frust. Auch wenn man sich verkalkuliert hat sollte man den Fans einer Buchreihe doch zumindest eine gleiche Ausgabe anbieten.


Druidenchronik, Band 2: Schattensturm
Druidenchronik, Band 2: Schattensturm
von Andreas Saumweber
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen es geht nahtlos weiter, 7. August 2012
Inhalt:
die keltischen Stämme um die Druiden Ronan und der Cintorix haben die Schlacht gegen die Schatten nur knapp und unter hohen Verlusten gewonnen. Auch Ronan fällt in der Schlacht, so dass es nun an Derrien liegt, die Kämpfe gegen die Schatten und Rattenmenschen fortzuführen. Während sich die Kelten von der Schlacht erholen und ihre Verluste betrauern sammelt der Schattenlord Rushai schon ein neues Heer, um Midgard endgültig zu erobern und zu unterjochen.
Unbeobachtet und von allen übersehen, sammeln die Germanen in der Aussenwelt heimlich ihr Volk, bilden es in der Kriegskunst und für ein Leben in der Innenwelt aus. Hier kommt Veronika Wagner ihre Ausbildung bei der Bundeswehr zu Gute und sie steigt zu einer der Anführerinnen der Germanen auf, obwohl sie über keine Magierkraft verfügt. Nach und nach erobern die Germanen die Länder der Kelten. Während die Schatten nur auf Vernichtung aus sind, versuchen Veronika und Lord Harwarth, ihr Stammesland ohne Blutvergießen zurück zu erobern. Denn das Land der Kelten gehörte ursprünglich den Germanen, die von den Kelten vor Jahrhunderten vernichtend geschlagen und vertrieben wurden. Obwohl Veronika bemüht ist, das Leben der Kelten zu schonen, tötet sie im Kampf versehentlich Derriens Neffen und zieht sich damit seinen Hass zu. Und auch der Ahnenhass der keltischen und germanischen Druiden verhindert einen Frieden zwischen den beiden Völkern. Dieser wäre aber wichtig, damit beide Seiten zusammen gegen die Schatten kämpfen können. Nur als Verbündete haben beide Völker eine Chance.

Die Handlung ist, wie schon in Band eins, so aufgeteilt, dass je einer der Hauptpersonen ein Kapitel gewidmet ist. Neben Derrien, Keelin, Baturix und Mickey aus Band eins kommt hier noch Wolfgang hinzu, ein germanischer Druide und Freund Veronikas.

Mickey zweifelt langsam an der Allianz mit den Schatten. Ihre Arroganz und Überheblichkeit, ihre unbedachten Handlungen und ihre Verschwendung von Ressourcen (Menschen) bringen ihn dazu, die Ziele der Schatten zu hinterfragen. Er hat die Hälfte seines Rudels bei sinnlosen Aufträgen verloren und als er sieht, wie die Gefangenen der Schatten behandelt werden, erkennt er nach und nach, dass dieses Schicksal auch irgendwann ihm und dem Rudel bevorsteht. Er nimmt Kontakt zu Keelin auf und bemüht sich neue Verbündete unter den Hexern und Renegaten zu finden.

Derrien wird vom Hass auf Veronika getrieben und er unternimmt alles, um sie zu töten. Als seine Leute bei der Aufgabe, sie zu meucheln, versagen, unternimmt er auf einer Friedenskonferenz selber einen Mordversuch und bricht damit denn brüchigen Frieden. Eine Einigung zwischen Germanen und Kelten rückt somit in weite Ferne. Nur Keelin erkennt, dass dieser Frieden unabdingbar ist und sie begibt sich in die Hand der Germanen. Hier wird sie jedoch von Wolfgang angeklagt, an dem Attentat gegen Veronika beteiligt gewesen zu sein und ihr steht die Todesstrafe bevor.

Baturix wird von Cintorix verstoßen und fällt tief. Von Frau und Kindern verlassen und ohne Herrn schließt sich den Waldläufern an. Derrien, der es ihm nicht verzeihen kann, ein Gefolgsmann der Spinne gewesen zu sein, macht ihm das Leben zur Hölle und übergibt ihm reine Selbstmordkommandos.

Kommentar:
Dieser Band setzt die Geschichte der Kelten und Druiden nahtlos fort. Ohne Band eins zu kennen sollte man dieses Buch nicht lesen. Wie oft bei Trilogien, hat der mittlere Band es etwas schwer. Bis sich alle Parteien positioniert haben und alle Fronten geklärt sind, zieht sich die Geschichte etwas hin. Erst zum Ende hin nimmt die Story rasant an Fahrt auf. Der schnelle Kapitelwechsel verwirrt etwas. Die Geschichte springt zwischen den Protagonisten und den Welten sehr schnell hin und her und man hat als Leser manchmal schwer, den einzelnen Fäden zu folgen. Diesmal sind auch die Wechsel in den Zeitabschnitte erheblich größer als in Band eins.
In diesem Band ist Mickey eine meiner Lieblingsfiguren, obwohl er auf der Seite des Bösen steht. Aber die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen immer mehr und gerade Derriens Handlungen lassen den Leser langsam zweifeln, ob alles so schwarz und weiß ist, wie die Kelten das gerne sehen. Der Autor hat hier wieder ein Buch geschrieben, das eher für erwachsene Leser ist. Die Gewalt und der Krieg werden sehr plastisch und detailreich geschildert, mir persönlich war es manchmal etwas zu extrem. Allerdings wird hier, im Gegensatz zu Band eins, mehr Wert auf die Gefühlswelt der Protagonisten gelegt. Die einzelnen Charaktere gewinnen an Tiefe, so dass man sich als Leser gerne auf sie einlässt.

Wie schon Band eins, ist auch dieser Band sehr schön gestaltet. Die obere Schnittkante ist wieder in einem kräftigen rot gehalten, ein eingearbeitetes Leseband rundet das Buch optisch ab. Das Cover macht Eindruck, die Karten und das Personenregister helfen dem Leser, sich zurecht zu finden. Alles in allem eine gelungene Fortsetzung, die zwar ihre Längen hat aber durchaus lesenswert ist. Zumal Band drei wirklich wieder an Fahrt aufnimmt.


Druidenchronik, Band 1: Schattenkrieg
Druidenchronik, Band 1: Schattenkrieg
von Andreas Saumweber
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen epochal, 7. August 2012
Inhalt:
Um es vorweg zu nehmen, es ist schwierig, den Inhalt dieses Buches kurz und knapp zusammen zu fassen. In Band eins dieser Trilogie wird wert auf die Einführung der Protagonisten gelegt. Jedes Kapitel ist mit dem jeweiligen Namen der Person betitelt, von der es handelt. Erst am Ende laufen die einzelnen Fäden zusammen und jede wichtige Person ist an dem Platz an dem sie sein sollte.
1999: Im Nordmeer verschwindet eine Ölplattform, in Iverness steigen die Arbeitslosenzahlen dramatisch an und Bandenkriege brechen aus. Menschen verschwinden spurlos. Überall gibt es einen sprunghaften Anstieg von Katastrophen und Gewalt, deren Ursache unklar ist. Diese Katastrophen haben Auswirkungen auf die Innenwelt. In der Innenwelt leben die Menschen ohne Technik und Fortschritt in verschiedenen Clans, angeführt von Clanführern und Druiden. Dort erkennt man schnell, dass die Ursache für diese Katastrophen das Wiederauftauchen der Schatten ist. Die Schatten sind ein uralter Feind der Druiden und sie versuchen alles, um die Innenwelt zu erobern. Vor zehn Jahren fand der letzte Krieg zwischen dem Schattenheer und den Clans statt, den die Clans unter großen Verlusten knapp gewonnen hatten. Ronan, ein Wetterdruide und sein Bruder Darrien Schattenfeind, der Anführer der Waldläufer sind die führenden Köpfe bei der Verteidigung der Innenwelt. Ronan stellt ein Heer zusammen während sich Darrien in die Außenwelt begibt um mehr über die Schatten und ihren Angriffsplan zu erfahren. Er kontaktiert dort die Renegaten und bittet sie um Hilfe bei der Verteidigung ihrer alten Heimat. denn auch die Renegaten waren einstmals Druiden in der Innenwelt, haben dieser Welt aber den Rücken gekehrt.
Hauptpersonen des Buches sind neben den Brüder Ronan und Darrien noch: Keelin, eine Krankenschwester aus Iverness, die eine Aura entwickelt, die sie als Druidin kennzeichnet. Kurz bevor die Schatten sie aufspüren und töten können, wird sie von einer Druidin gerettet und in die Innenwelt gebraucht. Dort wird sie zu einer Druidin auf dem Pfad des Heilens ausgebildet.
Veronika ist eine junge Frau aus Deutschland. Ohne Zukunftsperspektive und ohne Chance auf einen vernünftigen Job tritt sie notgedrungen der Bundeswehr bei. Nach diversen Einsätzen u.a. in Somalia wird sie als Kompanieführerin eines Fallschirmjägerbataillons in den Kosovo versetzt. Als junge Frau hat sie es in der Männerdomäne nicht einfach. Doch durch ihren sehr ausgeprägten Gefahrensinn rettet sie ihre Einheit mehrmals vor einem Hinterhalt und erkämpft sich somit langsam den Respekt ihrer Männer. Ihre Sinne entwickeln sich immer weiter, so dass sie bald die Aura von jedem ihrer Untergegeben spüren kann. Als sich ihre Sinne immer mehr erweitern zweifelt sie langsam an ihrem Verstand. Wie auch bei Keelin, werden die Schatten auf Veronika aufmerksam und erspüren ihre Aura.

Fazit.:
Am Anfang des Buches sind die Fronten zwischen gut und böse klar. Doch je weiter man liest, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Die Menschen, die in der Außenwelt verschwinden, werden von den Schatten entführt und in die Innenwelt gebracht. Diese Menschen werden in der Innenwelt Foromer genannt, sie werden in das Heer der Schatten gepresst und müssen in vorderster Front in einem Krieg kämpfen, der nicht der ihre ist. Entführt, ihrer Heimat und ihrer Liebsten beraubt kämpfen sie einen verzweifelten Kampf ums überleben. Eine Flucht ist nicht möglich, da sie die Innenwelt nicht verlassen können. Dies ist nur Druiden und den Schatten möglich.
Die Kelten führen einen gnadenlosen Krieg gegen die Foromer. Sie wollen die Foromer und die Schatten genauso vernichten, wie sie einstmals die Germanen vernichtet haben. Sie kennen kein Erbarmen und keine Gnade und töten die Foromer, auch in dem Wissen, dass diese unschuldige Opfer sind. Die Schlachten werden vom Autor sehr detailreich und sehr brutal geschildert. Mir persönlich war das fast etwas zuviel. Ein Manko für mich war auch. dass die zwischenmenschlichen Gefühle auf der Strecke bleiben. Die einzigen Schilderungen von Zuneigung gibt es zwischen Vater und Sohn.
Alles in allem ein spannendes Buch. Die Karte vorne und das Personenregister sind sehr hilfreich und das Cover finde ich absolut gelungen. Der Autor geht sehr gut mit der deutschen Sprache um, er vermeidet Wiederholungen und schafft es in gut formulierten Sätzen, ein Bild des Geschehens vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen. Band 2 lese ich schon.

nachd en ganzen Weichei- und Schmusefantasybüchern endlich mal wieder jemand, der es wagt, an die Wurzel der Fantasy zu gehen


Supernatural Secret Agency - Die Zwergenverschwörung: Band 3
Supernatural Secret Agency - Die Zwergenverschwörung: Band 3
von Andreas Gößling
  Taschenbuch

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen holy shit, das geht garnicht, 10. Juli 2012
Die Zwergenverschwörung von Andreas Gößling
Erschienen bei cbt-Jugendbuch
ISBN: 9783570307816 März 2012-06-23

Inhalt:
Als der Junge Arvid Warner mit seiner Klasse auf einer Biologie-Exkursion im Spreewald ist, erscheint in James Bond mäßiger Manier ein Rennboot, um ihn zu einer geheimnisvollen und gefährlichen Mission abzuholen. Denn Arvid Warner ist nicht nur Schüler der Klasse 10C des Wohlthat Gymnasiums, sondern auch Junior Agent bei der SuperNat und gleichzeitig ein Halbgeist.
SuperNat bedeutet Supernatural Secret Agency, ein Geheimdienst, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, außergewöhnliche Phänomene und seltsame Begebenheiten zu untersuchen und aufzuklären. Sie arbeiten mit einer Gruppe zusammen, die sich *Augen des Alls* nennen und die aus einer mächtigen Gruppe guter Geister besteht.
Diesmal geht es in das Land der Vulkanzwerge oder Feuergnome - nach Island. Dort hat vor ein paar Tagen ein seltsamer Vulkanausbruch begonnen. Der Vulkan Hekla spuckt jedoch nicht Lava oder Asche aus sondern einen seltsamen blauen Dampf. Nachforschungen haben ergeben, dass dies alle paar Hundert Jahre passiert und dass es danach immer wieder zu Naturkatastrophen kommt, die tausenden von Menschen das Leben kostet.
Mit Hilfe ihres Local Agent Einar Ingwersen machen sich die drei Agenten auf, die Ursache für den blauen Dampf herauszufinden.
Senior Agent Otto ist ein herrischer, polternder, etwas korpulenter Mittdreißiger, der die Truppe anführt. Ihm zur Seite steht Alberta, ebenfalls eine Senior Agentin. Sie ist die gute Seele des Teams, die leider nur allzu oft anderer Meinung als Otto ist, was zu einigen Spannungen in der Truppe führt. Und da haben wir eben Arvid, dessen Vater einst als Abgesandter eines aussterbenden Volkes die Erde besuchte. Durch seine besondere Abstammung verfügt Arvid über einige außergewöhnliche Talente und Fähigkeiten, die hier wieder von großem Nutzen sind. Er kann die Geisterwelt betreten, was Menschen nicht können. Er kann Geister sehen und erkennen und Geister fahren in ihn ein und benutzen ihn zur Kommunikation oder lassen ihn Dinge aus der Vergangenheit sehen.
Um ihre Mission zu erfüllen haben die Agenten einiges an außergewöhnlichem Equipment zur Verfügung, dass Q in seinem James Bond Labor entwickelt haben könnte.
Bei ihren Recherchen stoßen die Agenten auf eine Vulkanexpertin, die alle Sagen rund um den Hekla gesammelt und veröffentlicht hat. Darin kommen einige Wesen vor, die die drei Agenten aus früheren Fällen wieder erkennen. Es handelt sich um die Vurnok, eine Rasse grausamer Wesen, die früher über die Erde geherrscht haben. Obwohl diese Wesen als ausgestorben gelten, gibt es noch Kult um sie, der sich Asas Erben nennt und der von Terrorgesitern geführt wird. Die Anhänger von Asas Erben möchten eine Maschine der Vurlok zusammenbauen, damit diese Wesen auf die Erde zurückkehren können.
Die Vulkanexpertin, Grylassurda, hat eine besondere Beziehung zu dem Vulkan. Ihr Verlobter Yngvi ist vor 11 Jahren bei einer Expedition in dem Vulkan verschollen. Und sie ist der festen Überzeugung, dass er noch lebt. So wie viele andere Menschen, die im Laufe der Jahre in der Gegend verschollen sind. Das, was alle anderen für Legenden halten hält sie für die Wahrheit und sie begleitet die Agenten in den Hekla, um die Ursache für den blauen Dampf und das Verschwinden der Menschen herauszufinden.
Sie treffen dabei auf ein Volk von Zwergen, das schon seit Jahrtausenden in diesem Vulkan lebt und alle seine Geheimnisse kennt. Doch statt den Menschen zu helfen zeigen sich die Zwerge äußert feindselig und versuchen, die fünf zu vertreiben. Was haben sie zu verbergen? Kennen sie die Ursache für den blauen Dampf? Kennen sie den Weg zu dem angeblichen Teufelsschlund? Sind sie wirklich die Herren des Berges oder werden sie von einem fremden und mächtigen Wesen beherrscht? Warum haben sie solche Angst, als die Menschen ihr Reich betreten.
All diese Fragen muss Arvid klären um dem Geheimnis des Vulkans auf die Spur zu kommen.

Mein Kommentar:
Fange ich mit etwas Positivem an: Das Cover ist ein echter Blickfang. Das starke grün-blau sticht sofort ins Auge und die Kennmarke der SSA ist gut platziert und macht neugierig auf den Inhalt.
Das war es aber leider an Positivem. Das Buch hat ein deutscher Autor (Jahrgang 58) geschrieben und die Geschichte beginnt im Spreewald, wo Arvid zu Hause ist und sie spielt im hier und jetzt. Das Buch ist an eine junge Zielgruppe gerichtet. Der Autor hat sich bemüht, ein modernes, innovatives und zeitgerechtes Fantasybuch zu schaffen. Dafür muss man ihm Respekt zollen. Aber wie die Werbung schon sagt: Mühe allein genügt nicht.
Gibt die deutsche Sprache so wenig her, dass man ein Buch mit Anglizismen vollstopfen muss? Ab Seite 120 war ich schon relativ verärgert, so dass ich eine Strichliste sich häufig wiederholender Wörter gemacht habe. Alleine der Begriff * holy shit* kam ab Seite 120 tatsächlich vierzig Mal im Rest des Textes vor. Fast ebenso häufig fielen die Begriffe: Local Agent, meine Fairy, er/sie smilt, mein Guter/meine Gute.

Dazu kommen Sätze wie:
Falscher Zeitpunkt zum batten
um sie zu brainwasten
wie sich der Stab geboostet hat
sie smilen um die Wette
er vergisst zu smilen

Sicherlich muss man mit der Zeit gehen um eine jugendliche Leserschaft zu gewinnen. Doch die Frage ist, ob man es so schafft. Der Autor selber gehört ja nicht mehr zu der Jugend und ich habe das Gefühl, er benutzt diese Wörter nur, um mit der Zeit zu gehen ohne von ihnen wirklich überzeugt zu sein. Würde nur einer der Protagonisten den Begriff *holy shit* benutzen, wäre es noch als sympathischer Charakterzug zu akzeptieren. Aber die sich wiederholenden Begriffe werden allen Protagonisten in den Mund gelegt. So einem 16 Jährigen Teenager als auch einem gestandenen Mannsbild oder einer älteren Frau. Das macht es alles leider so ärgerlich. Und die ständigen Wiederholungen der Begriffe stören mit der Zeit auch den Lesefluss, man mag sich nicht mehr auf die Geschichte einlassen, obwohl im Kern durchaus spannend ist.
Des Weiteren haben mich diese unsäglichen Abkürzungen gestört. Otto, Alberta und Arvid haben sich immer nur mit A&A oder A&O angeredet. Warum den Personen Namen geben, wenn man sie doch nicht nutzt? Was bei Q oder M noch wirklich innovativ und witzig war, wirkt hier leider überhaupt nicht. Mag sein, dass man hier mit der Zeit gehen und in eine SMS artige Kommunikation einführen wollte aber ICH möchte das in einem Buch so nicht haben. Mag es noch so hipp sein.
Fazit: Ich lese gerne und viel Jugendfantasy und es gibt erstaunliche viele Bücher dieses Genres, die mein altes Regal füllen. Dieses Buch wird nicht dazu gehören


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