Profil für Ritualium > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Ritualium
Top-Rezensenten Rang: 326
Hilfreiche Bewertungen: 2285

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Ritualium "Bücherjunkie²" (Vicus Plawe)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Byron Tragbares Funktürklingel-Set mit nachtleuchtendem Klingelknopf, BY502E
Byron Tragbares Funktürklingel-Set mit nachtleuchtendem Klingelknopf, BY502E
Preis: EUR 27,99

4.0 von 5 Sternen Die (fast) perfekte Klingel für die kommende Gartensaison, 21. März 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ob Ironie oder Schicksal: zwei Tage nachdem der Postbote das Paket mit der Funktürklingel gebracht hat, ist unsere 20 Jahre alte Klingelanlage in Rente gegangen. Bis der Elektriker das nötige Ersatzteil aufgetrieben hatte, waren wir heilfroh über dieses kleine Gerät und in Zukunft muss im Sommer auch niemand mehr vor verschlossenen Türen stehen, wenn der ganze Haushalt im Garten lümmelt.

Der kleine Klingelknopf-Teil ist mit einer Knopfzellen-Batterie versehen und lässt sich dank seiner kompakten Größe problemlos neben der eigentlichen Klingelanlage anbringen oder eben irgendwo gut sichtbar verstauen. Apropos gut sichtbar: er leuchtet im Dunkeln und das sogar recht stark, außerdem lässt er sich mit einem kleinen Kärtchen beschriften und erfüllt somit jeden Zweck seiner großen Geschwister.

Das Herzstück des Sets ist natürlich die Klingelanlage, die in etwa die Größe einer PC-Gamer Maus hat, also etwas größer wie eine handelsübliche PC-Maus. Ob sie damit noch für die Hosentasche geeignet ist, ist eher fraglich, da man sich vor allem bei der Gartenarbeit schnell daran stört, aber die recht variabel einstellbare Lautstärke ermöglicht es auch problemlos, das gute Stück einfach auf dem Gartentisch liegen zu lassen. Man kann aus mehreren Klingeltönen wählen, da wird man sicher mit einem mehr oder weniger glücklich werden. Leider sind keine Batterien im Lieferumfang, die muss man selber stellen und dann erfordert es auch einiges an Geschick, um diese einzulegen.

Zwischen Klingelknopf und Klingel läuft auch durch dicke Wände und einige Meter Garten hindurch alles wie geschmiert, in der Nähe befindliche Handys oder ähnliches wirken sich ebenfalls nicht negativ aus. Das Einrichten an sich ist mit Hilfe der gut verständlichen Anleitung ein Kinderspiel und wenn man die nötigen Batterien im Haus hat, kann es auch gleich losgehen.

Insgesamt ist dieses mobile Klingelset für Gartenliebhaber wohl eine wirklich großartige Errungenschaft, aber auch wenn die eigentliche Klingelanlage mal den Geist aufgibt oder man sie komplett ersetzen will, tut es sehr gut seinen Dienst. Ein paar kleinere Abstriche muss man machen, aber von einer mobilen Klingel erwarte ich auch hauptsächlich, dass der Kontakt zuverlässig funktioniert und da schießt das Set von Byron gut übers Ziel hinaus.


Hidrofugal Sensitiv Roll-On, 5er Pack (5 x 50 ml)
Hidrofugal Sensitiv Roll-On, 5er Pack (5 x 50 ml)
Preis: EUR 12,25

5.0 von 5 Sternen Unaufdringlicher Schutz in allen Lebenslagen, 21. März 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Der Titel der Rezension klingt zwar mehr wie ein Werbeversprechen, aber ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass das was dort steht tatsächlich der Fall ist. Besonders für empfindliche und leicht reizbare Haut ist dieses Antitranspirant ein wahres Wunderwerk, denn schonende Produkte sind bei mir leider schon oft in Sachen wirksamer Schutz durchgefallen, das Hidrofugal hält jedoch enorm zuverlässig, selbst nach einer sehr schweißtreibenden Runde im Fitnessstudio.

Der Duft an sich ist fast gar nicht bemerkbar und sehr unaufdringlich. Nach mehrtägiger Benutzung entfaltet sich außerdem der recht positive Nebeneffekt, dass die empfindliche Haut unter den Achseln einen sehr weichen und gepflegten Eindruck macht, da ist nichts mit Rötungen oder ähnlichem. Neben dem sonst so guten Schutzeffekt ist mir allerdings aufgefallen, dass trotzdem noch Flecken zu erkennen sind, wenn man sehr stark schwitzt. Wer dieses Risiko also nicht eingehen möchte, sollte lieber ein Produkt wählen was den Hauptaugenmerk darauf legt, denn das Hidrofugal ist hauptsächlich für empfindliche Haut gedacht.


NIVEA In-Dusch Body Honig & Milch 400 ml, 2er Pack (2 x 1 Stück)
NIVEA In-Dusch Body Honig & Milch 400 ml, 2er Pack (2 x 1 Stück)
Preis: EUR 8,90

4.0 von 5 Sternen Mein rutschiger Favorit, 21. März 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die In-Dusch Creme von Nivea benutze ich jetzt schon seit einigen Monaten und bin immer noch sehr zufrieden damit. Vor allem da ich immer noch das lästige Eincremen nach dem Duschen, was nun mal erforderlich ist, hasse und mir diese 2-in-1 Lösung wunderbar den Rücken freihält. Man trägt also beim Duschen die etwas dickflüssige Creme auf, nachdem man sich gründlich und heiß abgeduscht hat, und danach kommt man fix und fertig aus dem Wasser. Die feuchtigkeitsspendende Lotion hinterlässt ihre Wirkung auch noch nach einem ganzen Tag oder einer Nacht, wobei man da aber bei unterschiedlichen Hauttypen sehr große Diskrepanzen feststellen kann, für extrem trockene Haut bringt sie daher leider weniger. Den Duft finde ich angenehm und nicht zu aufdringlich, man hat beim eincremen ein gutes Gefühl auf der Haut, aber Vorsicht: es ist eine sehr rutschige Angelegenheit. Was auch immer in dieser Lotion ist, es führt dazu, dass sich selbst Duschmatten zu rutschigen Gefahrenstellen entwickeln können. Das ist definitiv das größte Manko an der Lotion und auch für unterwegs ist sie dank ihrer Größe eher schlecht geeignet, ich bin jedoch nach wie vor zufrieden.


Fit Fox Express 98+ Premium Protein, Eiweißshake, Vanilla Cream, 1000g Dose
Fit Fox Express 98+ Premium Protein, Eiweißshake, Vanilla Cream, 1000g Dose
Preis: EUR 15,86

4.0 von 5 Sternen Lecker, vor allem bei reduzierter Portionsgröße, 21. März 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das letzte Mal, dass ich mich an einen Protein-Shake gewagt habe, ist vergleichsweise viele Jahre her und endete damit, dass ich mir schwor diese Drinks nie wieder anzurühren. Nachdem ich mir aber in letzter Zeit im Fitnessstudio höhere Ziele gesteckt habe und diese mit entsprechender Beanspruchung der Muskeln einhergehen, habe ich mich erneut an ein Eiweißgetränk gewagt und es dieses Mal nicht bereut.

Der große Bottich schindet ganz schön Eindruck wenn man ihn aus dem Karton schält, da gilt es ein gutes Plätzchen zu finden. Beim Öffnen kommt einem ein recht angenehmer, leichter Vanillegeruch entgegen, der überraschenderweise weder aufdringlich noch künstlich wirkt. So könnte man auch den Geschmack des Shakes selbst beschreiben. Die Vanillenote tritt deutlich hervor, aber nicht auf unangenehme Art und Weise, sondern so, dass sie mich an die Milchgetränke aus Schultagen erinnert. Die Süßigkeit ist wohl Geschmackssache, ich empfand es als grenzwertig, aber auch nicht so, dass es absolut ungenießbar wäre.

Was mich aber ein wenig gestört hat, ist die Konsistenz wenn man die empfohlene Menge mit 250ml Milch bzw. Wasser mischt. Ich empfand das Getränk dann sehr zähflüssig und die Dosis etwas zu hoch. Zum anderen bleiben trotz gutem mixen mit entsprechenden Geräten noch Rückstände. Jetzt kann ich nicht beurteilen, wie sich die Wirkung verändert, wenn man die Dosis bei gleicher Flüssigkeitsmenge reduziert, aber bei einem Versuch mit etwas mehr als der Hälfte der angegebenen 25 Gramm war die Konsistenz für mich angenehmer, der Geschmack immer noch gut und gesättigt habe ich mich immer noch gefühlt. Die Sättigung ist ein positiver Nebeneffekt des Getränks, drei Mal am Tag möchte ich es aber trotzdem nicht zu mir nehmen, da doch lieber einen Topf nach dem Training. Der Geschmack ist übrigens mit Milch um Längen besser, vom Mischen mit Wasser würde ich abraten. Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden, zumal man für vergleichbare (und vielleicht weniger schmackhafte) Produkte weitaus mehr bezahlt.

Praktischer Weise ist noch irgendwo im Bottich ein Dosierlöffel versteck - viel Spaß beim Suchen. ;)


Scheinwelt
Scheinwelt
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das "gewisse Etwas" hat mir gefehlt, 26. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Scheinwelt (Kindle Edition)
Zum Inhalt will ich gar nichts weiter verraten, denn wir bekommen es mit einem Buch zu tun, in dem sich selbst auf fünf Seiten zwei Mal der Wind drehen kann und da ist ja schon das kleinste Detail ein Spoiler! Aber gut, Jennifer Dachs und ihr Partner Arnold Schleiser machen sich auf die Suche nach dem Halunken, der ihren Kollegen entführt hat und nun mit bestialischen Foltermethoden droht, sollten sie nicht ein längst vergessenes Verbrechen zu seinen Gunsten aufklären. Die beiden verstricken sich innerhalb kürzester Zeit in ein haaresträubendes Spiel gegen die Zeit und tappen von einer Intrige und bösen Überraschung in die nächste. Obwohl es immer wieder zu neuen Wendungen kommt, ist das Tempo eher gemächlich und es gab nur wenige Momente, die mich wirklich richtig gepackt haben. Die Ermittlungsarbeit fand ich logisch und spannend, immer wieder wurde ich dazu angeregt auch selber nachzudenken.

Die beiden Ermittler, die wir als Leser die ganze Geschichte über begleiten, könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite steht da Jennifer, die junge dynamische Polizistin, die mit besonders viel Eifer an die Sache geht und die sympathische Rolle übernimmt und auf der anderen Seite steht Arnold, den man als Leser gleich in die “mürrischer Unsympath” – Ecke stellt. Genau diese Kombination aus Good Cop und Bad Cop (na gut, so ähnlich) kennt man als Fan des Genres aus zahllosen anderen Büchern, aber sie funktioniert einfach ganz gut, da man neben dem eigentlichen Plot dadurch auch immer noch eins zweites spannungsgeladenes Element mit dabei hat, was aber auch bei Übertreibung sehr schnell nerven kann. Die beiden Protagonisten sind für mich persönlich aber alle beide keine hundertprozentigen Sympathieträger und ich habe mich generell schwer getan, mich mit ihnen anzufreunden. Das mag an ihrem Charakter liegen, das kann aber auch daran liegen, dass ich sie als etwas blass und austauschbar empfand.

Sehr lange war ich der Meinung, ich würde definitiv schon wissen, was am Ende passiert und war fast ein wenig enttäuscht davon, als nach gut 2/3 des Buches die Lösung schon förmlich auf dem Tisch lag. Umso mehr hat mich der Autor mit dem Ende überrascht, denn da ist ihm wirklich ein raffinierter Twist gelungen den ich so nicht erwartet hätte und der meine anfängliche Enttäuschung über das offensichtliche Ende beseitigt hat. Ob man das jetzt glaubwürdig findet oder nicht, das ist jedem selber überlassen, ich fand die Idee frisch und gut gemacht.

Im Großen und Ganzen fand ich das Buch sehr leicht und fluffig zu lesen. Man benötigt auch nicht enorm viel Aufmerksamkeit um den vielen Handlungssprüngen folgen zu können, was das Buch optimal für einen entspannenden aber unterhaltsamen Abend auf der Couch macht. Den Spannungsbogen fand ich für meinen Geschmack etwas lang gezogen, auch wenn es immer wieder zu Drehungen und Wendungen kommt, aber auch ein gemächlicher Thriller kann sehr unterhaltsam sein wenn er trotz langsamen Tempo spannend gemacht ist und das ist bei “Scheinwelt” definitiv der Fall.

“Scheinwelt” ist ein gemächlicher, logischer Thriller der mich gut unterhalten hat. Irgendwie hat mir aber an manchen Stellen einfach der “gewisse Reiz” gefehlt und auch mit den Charakteren wollte ich einfach nicht so recht warm werden.


Hinter den Spiegeln
Hinter den Spiegeln
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Atmosphärischer Ausflug ins historische Wien, 26. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Hinter den Spiegeln (Kindle Edition)
Als Luise von Waldenberg aus dem Koma erwacht, ist sie nicht nur ein anderer Mensch sondern auch all die Menschen um sie herum sind ihr fremd geworden. Von nun an dreht sich für sie alles darum, herauszufinden wie es zu dem schrecklichen Unfall kam bei dem sie ihr Gedächtnis verloren hat und welche seltsamen Geheimnisse ihre Umgebung noch vor ihr zu haben scheint.

Ulrike Schweikert entführt den Leser in das Wien des frühen 20. Jahrhunderts, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges. Es ist eine Welt aus jeder Menge Kitsch, Drama und Intrigen und normalerweise entwickle ich nach nur wenigen Seiten gegen diese unheilige Allianz immer eine große Abneigung, aber die Autorin vermittelt das mit so viel Charme und Authentizität, dass es mich förmlich mitgerissen und in das Wien um die Jahrhundertwende entführt hat. Seite für Seite habe ich weggeblättert, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Luise und den dramatischen Intrigen weitergeht und ja, selbst die Liebesgeschichte (und auch hier das perfekte Drama) hat mich interessiert und gefesselt. Der große große Pluspunkt dieses Buches ist die wunderschöne Atmosphäre, die die Autorin aufs Papier gezaubert hat. Man kann diese Stadt förmlich sehen, fühlen und auch schmecken, wenn man die ersten paar Kapitel gelesen hat. Problemlos taucht man ab und lässt sich ganz von der Geschichte einfangen, die eigentlich gar nicht so spektakulär ist.

Die Gründe die hinter Luises Unfall stecken und die Geheimnisse die ihre Sippschaft so hegt, dienen dazu dem Buch einen groben Spannungsbogen und einen roten Faden zu verleihen. Dass das mit ein paar typischen Krimi-Anleihen geschieht, die enorm flach und vorhersehbar sind, fand ich persönlich etwas überflüssig, denn die Geschichte trägt sich auch so von ganz alleine, weil die Würze durch die Ränkespielchen und das viele viele Drama kommt.

Stephan Brucker wird auf dem Klappentext mehr oder weniger als zweiter Protagonist beworben, letztendlich aufgetreten ist er so wenig, dass es mich ziemlich enttäuscht zurückgelassen hat. Die kleine Liebesgeschichte zwischen Luise und Stephan ist zwar wirklich nett zu lesen und man fiebert ja förmlich mit, aber da gerade Stephan für mich der einzige echte Sympathieträger in diesem Buch ist, kommt seine Rolle viel zu kurz und unscheinbar daher, da hatte ich mir viel mehr erwartet.

Nein, die Charaktere sind allesamt authentisch und interessant gestaltet, aber sie haben fast alle eines gemeinsam: sie sind unausstehlich. Luise als Protagonistin kommt das natürlich gar nicht zu Gute, aber wenn ich lese was für eine Furie sie vor ihrem Unfall war, bin ich ja fast froh, dass sie jetzt nur noch ein naives Mädchen ist, das mit Mühe versucht die starke Frau zu spielen. Stephan hingegen, der wie gesagt viel zu kurz kommt, ist ein sympathischer Zeitgenosse den man einfach mögen muss, und sei es nur, weil man Mitleid mit dem armen Kerl hat. Aber sie alle, selbst der kleinste Nebendarsteller, wirken gut erarbeitet und zu keiner Zeit unrealistisch, was nur wieder zu der so schon tollen Atmosphäre beigetragen hat.

Ab und zu darf es auch mal leichte Kost sein, die einen zum Entspannen und Abtauchen einlädt. “Hinter den Spiegeln” hat mich als Kitsch-Skeptiker sehr positiv überrascht und das Kunststück geschafft, mich mit seiner Atmosphäre und der angenehmen Geschichte so zu überzeugen, dass ich über den schwachen Krimiteil und den vielen, vielen, vielen Kitsch hinwegsehe.

Drama, Kitsch und Intrigen – Das sind die Grundpfeiler dieses Buches, aber sie sind so süß und ansprechend verpackt, wie die Pralinen die in diesem Buch ihren Auftritt haben und deshalb bin selbst ich als Hardcore Horror Leser ihnen für knapp 500 Seiten verfallen…


Die Magie der tausend Welten: Die Begabte - Roman
Die Magie der tausend Welten: Die Begabte - Roman
Preis: EUR 15,99

3.0 von 5 Sternen Eine wahre Achterbahnfahrt der Spannung, 26. Februar 2015
Trudi Canavan ist bekannt dafür, den Leser in magische Welten zu entführen und daher kommt es mir nicht seltsam vor, dass wir gleich auf den ersten Seiten mit einem sprechenden Buch konfrontiert werden. Der junge Archäologe Tyen findet das gute Stück – das ursprünglich mal eine Frau namens Pergama war – während einer Ausgrabung und ab da findet er sich nur noch in problematischen Situationen wieder. Die Vorstellung, dass das “Buch” mal ein Mensch war und dementsprechend aus Haut, Haaren und ähnlichem besteht…ich könnte mir vorstellen, dass das den ein oder anderen zart besaiteten Leser etwas abstößt, aber wie Trudi Canavan die Idee mit dem sprechenden und denkendem Buch umgesetzt hat, ist einfach klasse und wahrscheinlich haben wir uns insgeheim alle schon mal gewünscht, so was zu besitzen.

Der erste Band der neuen Trilogie hat zwei tragende Protagonisten, die jeweils in mehreren großen Abschnitten ihren Auftritt haben. Dass das eigentlich für viel Spannung und Abwechslung sorgt, auch wenn die Handlungen auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenpassen, verstehe ich vollkommen und es wäre auch der Fall, wenn Tyen und Rielle nicht so unglaublich unterschiedlich wären. Klar, die beiden Protagonisten leben in verschiedenen Welten und sind zwei grundverschiedene Charaktere, aber ich empfand Rielles Geschichte durchweg als viel langatmiger und sie als Person viel unsympathischer als Tyen. So ergab es sich für mich, dass ich Tyens spannende Abschnitte förmlich eingeatmet habe, nur um dann von Rielles Abschnitten einen Dämpfer zu kriegen und langsam in der Geschichte voran zu kriechen. Das ging sogar so weit, dass ich kurz ans Abbrechen gedacht habe, weil mich ihre Geschichte so gar nicht reizt. Ich hoffe, dass die Autorin im nächsten Teil noch ein paar spannendere Elemente in ihre Geschichte bringt, denn schließlich sollen die Handlungsstränge ja irgendwann mal zusammen laufen.

Interessanter Weise habe ich dazu viele unterschiedliche Meinungen gehört. Einige sehen das genau so wie ich und anderen ist Tyens Teil der Geschichte negativ im Gedächtnis geblieben. Daran erkennt man, wie grundsätzlich verschieden die beiden Geschichten sind und welche Lesergruppen sie wohl mehr ansprechen!

Die größte Stärke des Buches liegt ganz klar in der erschaffenen magischen Welt, auch wenn es eigentlich mehrere sind. Das Buch strotzt nur so vor fantastischer Atmosphäre und verliebten Details. Das alles macht es dem Leser sehr einfach, voll und ganz im Buch abzutauchen und sich in der magischen Welt des Buches zu verlieren. Oft ist es ja so, dass “neue” Fantasy-Welten unheimlich kompliziert und verstrickt sind, ich fand aber, dass hier alles sehr logisch und verständlich aufgebaut ist, obwohl es einige Dinge gibt, über die ich gerne noch etwas mehr Hintergründe erfahren hätte. Aber es handelt sich ja auch um einen ersten Band, die beiden folgenden Bände haben da noch Luft nach oben.

Im Großen und Ganzen hat mir der Auftakt gut gefallen, die Welt ist spannend und die Rahmenhandlung motiviert ganz klar zum Weiterlesen. Was mich aber enorm gestört hat, ist die – für meinen Geschmack – unterschiedliche Qualität der beiden Handlungsstränge, wobei mir Rielles Teil das Lesen teils wirklich vermiest hat. Ich hoffe, dass sich da noch etwas tut!


Gottes letzter Plan: Thriller
Gottes letzter Plan: Thriller
Preis: EUR 0,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stell dir vor, du könntest in die Zukunft sehen, 26. Februar 2015
Robert “Rob” Smith wird nicht gerade vom Glück verfolgt. Die Sache mit der Schriftstellerei läuft schleppend, er ist arbeitslos und dem Alkohol verfallen, zu allem Übel hat auch noch seine Freundin Schluss gemacht und sich einen reichen Schnösel-Anwalt unter den Nagel gerissen. Da scheint der von einem Bekannten installierte Router ja ein wahrer Glücksfall zu sein, denn damit kann Rob in die Zukunft sehen, aber ob das immer etwas Gutes mit sich bringt? Rob erfährt sehr schnell, dass das nicht der Fall ist.

Es dauert nicht lange, bis die Geschichte so rasant an Fahrt aufnimmt, dass man in einem Strudel aus “Ich muss weiterlesen” und “Oh man, was passiert wohl als nächstes” gefangen ist bevor man sich überhaupt versehen kann. So ziemlich auf jeder zweiten Seite passiert irgendetwas, dass den Leser entweder ratlos zurücklässt oder der Handlung wieder so einen neuen Dreh gibt, dass man gar nicht anders kann als weiterzulesen. Ich habe mich sehr schnell in der Geschichte verloren, weil mir vor allem dieses lange undefinierte Unheil das über allem schwebt fast schon eine Gänsehaut bereitet hat und ich einfach wissen musste, was es damit auf sich hat.

Es spielen einige übernatürliche und apokalyptische Elemente eine Rolle, man sollte aber auch keinen erstklassigen Weltuntergangs-Roman erwarten, denn es liegt viel mehr der Fokus auf dem Spiel gegen die Zeit in dem Rob sich befindet. Das sorgt für sehr viel Spannung, alles andere dient zur Rahmenhandlung, da hätte ich mir doch noch ein paar mehr Details gewünscht, denn in der ganzen Sache (die ich nicht spoilern will) liegt für meinen Geschmack unglaublich viel Potential.

Der Schreibstil und die Art und Weise wie mit teils richtig fiesen Cliffhängern gearbeitet wird, tragen natürlich nochmal dazu bei, dass das Tempo des Thrillers unglaublich hoch ist und man ihn trotz den über 400 Seiten schon mal atemlos in einer Nacht durchlesen kann. ;)

Rob ist wirklich ein bemitleidenswerter Kerl, was ihm eigentlich damit schon von Haus aus Sympathien sichern dürfte, zumal seine Ex-Freundin und ihr Macker irgendwie ziemlich genau das Klischee von Schnösel und Tussi treffen. Aber auch die bekommen im Laufe der Geschichte nochmal eine andere Färbung, genau wie Rob eine Transformation durchläuft die sich gewaschen hat. All diese Entwicklungen sind nachvollziehbar und kommen nicht übertrieben rüber, wenn man die Umstände betrachtet.

Die Idee, dass Rob in die Zukunft blicken kann und sieht, welches unglaubliche Übel uns allen bevorsteht – ich fand sie klasse. Es reizt ja schon ungemein, sich selber darüber Gedanken zu machen, was man machen würde und wie man sich verhalten würde, wenn man in so einer Situation steckt. Und wenn man sich dann noch die nicht gespoilerten Konsequenzen durch den Kopf gehen lässt, dann entwickelt dieses Buch nochmal eine ganz andere Perspektive. Ich habe mich nicht nur gut unterhalten gefühlt, sondern auch das eine oder andere Mal nachdenken müssen…

“Gottes letzter Plan” ist ein sehr rasanter und spannender Thriller mit ein paar übersinnlichen Elementen, aber hauptsächlich guter alter spannender Unterhaltung. Einzig und allein die Tatsache, dass das gesamte Endzeitszenario leider nur am Rande vorkommt, hat meine Meinung darüber etwas getrübt.


Love Letters to the Dead: (deutsche Ausgabe)
Love Letters to the Dead: (deutsche Ausgabe)
von Ava Dellaira
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hat mich schwer enttäuscht, 26. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Einige werden jetzt bestimmt aufspringen und schreien “Hey, wie kann das sein!” , denn ich habe schon sehr sehr viele begeisterte Stimmen über dieses Buch gelesen. Tja, hier bewahrheitet sich mal wieder, dass ich einfach nicht massentauglich bin, denn wie oft ist es mir schon passiert, das gehypte und super beliebte Bücher in der Community bei mir auf dem Stapel der ungeliebten Bücher fliegen.

Im Prinzip ist die Idee klasse, ja wirklich richtig toll. Das Mädel, dessen Name ich schon wieder vergessen habe (was wohl genug aussagt), verarbeitete ihre Erlebnisse und den Tod ihrer großen Schwester, in dem sie Briefe an längst verstorbene Persönlichkeiten wie Kurt Cobain oder Amy Winehouse schreibt. Das ganze Buch ist dementsprechend in Briefform gehalten und man, wie klasse fand ich das auf den ersten 30 Seiten und wie begeistert war ich von der Art und Weise, wie das umgesetzt wurde.

Aber dann fing das Mädchen ohne Namen an, sich zum – Entschuldigung – nervenaufreibenden Teenager-Balg zu entwickeln und all meine Hoffnung auf ein erwachsen wirkendes Jugendbuch war dahin. Mal ganz abgesehen davon, dass 95% der Briefe sich absolut gleichen und generell immer darauf hinauslaufen, dass ihre Freundinnen sich küssen und sie bloß nichts verraten darf, dass sie den super mysteriösen Sky seitenweise anhimmelt, dass es irgendwelchen Konflikt mit ihren Eltern gibt oder im schlimmsten Fall: dass sie weiter super geheime Andeutungen über den super geheimen Tod ihrer Schwester macht. Ich will damit niemandem auf die Füße treten, denn ich weiß, dass das Buch viele emotional mitgenommen hat, aber bei mir hat es das absolute Gegenteil bewirkt und ich habe es immer wieder entnervt in die Ecke gepfeffert.

Ich will nicht weiter auf das Buch einschlagen, denn schließlich hat es einen guten Ansatz. Für meinen Geschmack hat es aber viel zu viele Klischees, die Emotionen wirken viel zu künstlich und das super super gehütete Geheimnis um die tote Schwester ist auch mehr lächerlich als mitreißend. Vielleicht bin ich auch einfach nicht für diese Sorte Buch gemacht.


Auf Befehl des Führers: Hitler und der NS-Kunstraub
Auf Befehl des Führers: Hitler und der NS-Kunstraub
von Birgit Schwarz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders wie erwartet, aber trotzdem sehr aufschlussreich, 22. Februar 2015
Der Kunstraub durch das nationalsozialistische Regime war vor allem im letzten Jahr so oft wie nie zuvor in den Medien gewesen. Jeder hat davon gehört, aber keiner weiß so richtig um was es überhaupt geht. Birgit Schwarz nähert sich dem Thema auf eine wenig überraschende Art und Weise, nämlich dadurch, dass sie Hitler als zentrale Person ins Zentrum stellt und von dort aus die Hintergründe des Kunstraubes aufarbeitet. Das hat bei mir zu dem Eindruck geführt, dass sich das Buch nicht entscheiden kann ob es Fisch oder Fleisch sein will – oder in diesem Fall: ob Buch über Hitler oder Buch über NS-Kunstraub. Beide Teile für sich sind unheimlich interessant und bilden gegenseitige Grundlagen, aber so richtig konnte mich das Konzept nicht überzeugen, weil mir dann die jeweilige Seite einfach zu kurz gekommen ist.

Die ersten Kapitel befassen sich mit Adolf Hitlers künstlerischen Ambitionen, seinen Geschmäckern und Vorstellungen, insbesondere was das “Führermuseum” in Linz betrifft, seinen Plänen und Aktionen. Man bekommt einen sehr interessanten Einblick in diese Facetten seiner Biographie und auch wiederum Einblicke in sein Wesen. Insgesamt gesehen ist dieser Teil aber recht kurz und der Titel hat mich eigentlich darauf schließen lassen, dass genau solche Sachen eigentlich das Hauptthema des Buches sein würden. Die Abschnitte sind voller Informationen und Quellen, Kopien von Dokumenten und auch Abbildungen von erwähnten Gemälden haben bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Daraufhin folgt dann der zweite, weitaus größere Teil des Buches, der in akribischen Kapiteln schildert, in wie weit die besetzten Länder in Europa, die jüdischen Sammler, usw. von den Enteignungen betroffen waren und was mit den Gemälden geschehen sollte bzw. geschehen ist. Hier findet die Rolle Hitlers nur immer mal wieder am Rande Erwähnung. Aber auch diesem Teil kann man auf keinen Fall schlechte Recherche oder lieblose Gestaltung vorwerfen, denn man erfährt sehr viele Hintergründe und Zusammenhänge über das Kunstraub-Vorhaben und kann dadurch auch zum Beispiel die Geschehnisse im Fall Gurlitt viel besser einordnen.

Wohl oder übel bin ich an das Buch mit falschen Erwartungen herangegangen. Sicherlich muss man die Vorgänge in Sachen Kunstraub verstehen um Hitlers Rolle darin einordnen zu können, aber der Titel lässt doch eher darauf schließen, dass es hier um ihn geht und nicht um den Kunstraub an sich. Das Buch ist in keinem Fall schlecht und hat mich mit sehr vielen interessanten Informationen versorgt, ich habe schlichtweg etwas anderes erwartet. Wer aber ein aufschlussreiches Buch über den NS-Kunstraub sucht, der wird hiermit sehr gut bedient sein.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20