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Rezensionen verfasst von
Wolfsherz "Traumtänzer" (Saxonia)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   

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Gottes letzter Plan: Thriller
Gottes letzter Plan: Thriller
Preis: EUR 2,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stell dir vor, du könntest in die Zukunft sehen, 26. Februar 2015
Robert “Rob” Smith wird nicht gerade vom Glück verfolgt. Die Sache mit der Schriftstellerei läuft schleppend, er ist arbeitslos und dem Alkohol verfallen, zu allem Übel hat auch noch seine Freundin Schluss gemacht und sich einen reichen Schnösel-Anwalt unter den Nagel gerissen. Da scheint der von einem Bekannten installierte Router ja ein wahrer Glücksfall zu sein, denn damit kann Rob in die Zukunft sehen, aber ob das immer etwas Gutes mit sich bringt? Rob erfährt sehr schnell, dass das nicht der Fall ist.

Es dauert nicht lange, bis die Geschichte so rasant an Fahrt aufnimmt, dass man in einem Strudel aus “Ich muss weiterlesen” und “Oh man, was passiert wohl als nächstes” gefangen ist bevor man sich überhaupt versehen kann. So ziemlich auf jeder zweiten Seite passiert irgendetwas, dass den Leser entweder ratlos zurücklässt oder der Handlung wieder so einen neuen Dreh gibt, dass man gar nicht anders kann als weiterzulesen. Ich habe mich sehr schnell in der Geschichte verloren, weil mir vor allem dieses lange undefinierte Unheil das über allem schwebt fast schon eine Gänsehaut bereitet hat und ich einfach wissen musste, was es damit auf sich hat.

Es spielen einige übernatürliche und apokalyptische Elemente eine Rolle, man sollte aber auch keinen erstklassigen Weltuntergangs-Roman erwarten, denn es liegt viel mehr der Fokus auf dem Spiel gegen die Zeit in dem Rob sich befindet. Das sorgt für sehr viel Spannung, alles andere dient zur Rahmenhandlung, da hätte ich mir doch noch ein paar mehr Details gewünscht, denn in der ganzen Sache (die ich nicht spoilern will) liegt für meinen Geschmack unglaublich viel Potential.

Der Schreibstil und die Art und Weise wie mit teils richtig fiesen Cliffhängern gearbeitet wird, tragen natürlich nochmal dazu bei, dass das Tempo des Thrillers unglaublich hoch ist und man ihn trotz den über 400 Seiten schon mal atemlos in einer Nacht durchlesen kann. ;)

Rob ist wirklich ein bemitleidenswerter Kerl, was ihm eigentlich damit schon von Haus aus Sympathien sichern dürfte, zumal seine Ex-Freundin und ihr Macker irgendwie ziemlich genau das Klischee von Schnösel und Tussi treffen. Aber auch die bekommen im Laufe der Geschichte nochmal eine andere Färbung, genau wie Rob eine Transformation durchläuft die sich gewaschen hat. All diese Entwicklungen sind nachvollziehbar und kommen nicht übertrieben rüber, wenn man die Umstände betrachtet.

Die Idee, dass Rob in die Zukunft blicken kann und sieht, welches unglaubliche Übel uns allen bevorsteht – ich fand sie klasse. Es reizt ja schon ungemein, sich selber darüber Gedanken zu machen, was man machen würde und wie man sich verhalten würde, wenn man in so einer Situation steckt. Und wenn man sich dann noch die nicht gespoilerten Konsequenzen durch den Kopf gehen lässt, dann entwickelt dieses Buch nochmal eine ganz andere Perspektive. Ich habe mich nicht nur gut unterhalten gefühlt, sondern auch das eine oder andere Mal nachdenken müssen…

“Gottes letzter Plan” ist ein sehr rasanter und spannender Thriller mit ein paar übersinnlichen Elementen, aber hauptsächlich guter alter spannender Unterhaltung. Einzig und allein die Tatsache, dass das gesamte Endzeitszenario leider nur am Rande vorkommt, hat meine Meinung darüber etwas getrübt.


Love Letters to the Dead: (deutsche Ausgabe)
Love Letters to the Dead: (deutsche Ausgabe)
von Ava Dellaira
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hat mich schwer enttäuscht, 26. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Einige werden jetzt bestimmt aufspringen und schreien “Hey, wie kann das sein!” , denn ich habe schon sehr sehr viele begeisterte Stimmen über dieses Buch gelesen. Tja, hier bewahrheitet sich mal wieder, dass ich einfach nicht massentauglich bin, denn wie oft ist es mir schon passiert, das gehypte und super beliebte Bücher in der Community bei mir auf dem Stapel der ungeliebten Bücher fliegen.

Im Prinzip ist die Idee klasse, ja wirklich richtig toll. Das Mädel, dessen Name ich schon wieder vergessen habe (was wohl genug aussagt), verarbeitete ihre Erlebnisse und den Tod ihrer großen Schwester, in dem sie Briefe an längst verstorbene Persönlichkeiten wie Kurt Cobain oder Amy Winehouse schreibt. Das ganze Buch ist dementsprechend in Briefform gehalten und man, wie klasse fand ich das auf den ersten 30 Seiten und wie begeistert war ich von der Art und Weise, wie das umgesetzt wurde.

Aber dann fing das Mädchen ohne Namen an, sich zum – Entschuldigung – nervenaufreibenden Teenager-Balg zu entwickeln und all meine Hoffnung auf ein erwachsen wirkendes Jugendbuch war dahin. Mal ganz abgesehen davon, dass 95% der Briefe sich absolut gleichen und generell immer darauf hinauslaufen, dass ihre Freundinnen sich küssen und sie bloß nichts verraten darf, dass sie den super mysteriösen Sky seitenweise anhimmelt, dass es irgendwelchen Konflikt mit ihren Eltern gibt oder im schlimmsten Fall: dass sie weiter super geheime Andeutungen über den super geheimen Tod ihrer Schwester macht. Ich will damit niemandem auf die Füße treten, denn ich weiß, dass das Buch viele emotional mitgenommen hat, aber bei mir hat es das absolute Gegenteil bewirkt und ich habe es immer wieder entnervt in die Ecke gepfeffert.

Ich will nicht weiter auf das Buch einschlagen, denn schließlich hat es einen guten Ansatz. Für meinen Geschmack hat es aber viel zu viele Klischees, die Emotionen wirken viel zu künstlich und das super super gehütete Geheimnis um die tote Schwester ist auch mehr lächerlich als mitreißend. Vielleicht bin ich auch einfach nicht für diese Sorte Buch gemacht.


Auf Befehl des Führers: Hitler und der NS-Kunstraub
Auf Befehl des Führers: Hitler und der NS-Kunstraub
von Birgit Schwarz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders wie erwartet, aber trotzdem sehr aufschlussreich, 22. Februar 2015
Der Kunstraub durch das nationalsozialistische Regime war vor allem im letzten Jahr so oft wie nie zuvor in den Medien gewesen. Jeder hat davon gehört, aber keiner weiß so richtig um was es überhaupt geht. Birgit Schwarz nähert sich dem Thema auf eine wenig überraschende Art und Weise, nämlich dadurch, dass sie Hitler als zentrale Person ins Zentrum stellt und von dort aus die Hintergründe des Kunstraubes aufarbeitet. Das hat bei mir zu dem Eindruck geführt, dass sich das Buch nicht entscheiden kann ob es Fisch oder Fleisch sein will – oder in diesem Fall: ob Buch über Hitler oder Buch über NS-Kunstraub. Beide Teile für sich sind unheimlich interessant und bilden gegenseitige Grundlagen, aber so richtig konnte mich das Konzept nicht überzeugen, weil mir dann die jeweilige Seite einfach zu kurz gekommen ist.

Die ersten Kapitel befassen sich mit Adolf Hitlers künstlerischen Ambitionen, seinen Geschmäckern und Vorstellungen, insbesondere was das “Führermuseum” in Linz betrifft, seinen Plänen und Aktionen. Man bekommt einen sehr interessanten Einblick in diese Facetten seiner Biographie und auch wiederum Einblicke in sein Wesen. Insgesamt gesehen ist dieser Teil aber recht kurz und der Titel hat mich eigentlich darauf schließen lassen, dass genau solche Sachen eigentlich das Hauptthema des Buches sein würden. Die Abschnitte sind voller Informationen und Quellen, Kopien von Dokumenten und auch Abbildungen von erwähnten Gemälden haben bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Daraufhin folgt dann der zweite, weitaus größere Teil des Buches, der in akribischen Kapiteln schildert, in wie weit die besetzten Länder in Europa, die jüdischen Sammler, usw. von den Enteignungen betroffen waren und was mit den Gemälden geschehen sollte bzw. geschehen ist. Hier findet die Rolle Hitlers nur immer mal wieder am Rande Erwähnung. Aber auch diesem Teil kann man auf keinen Fall schlechte Recherche oder lieblose Gestaltung vorwerfen, denn man erfährt sehr viele Hintergründe und Zusammenhänge über das Kunstraub-Vorhaben und kann dadurch auch zum Beispiel die Geschehnisse im Fall Gurlitt viel besser einordnen.

Wohl oder übel bin ich an das Buch mit falschen Erwartungen herangegangen. Sicherlich muss man die Vorgänge in Sachen Kunstraub verstehen um Hitlers Rolle darin einordnen zu können, aber der Titel lässt doch eher darauf schließen, dass es hier um ihn geht und nicht um den Kunstraub an sich. Das Buch ist in keinem Fall schlecht und hat mich mit sehr vielen interessanten Informationen versorgt, ich habe schlichtweg etwas anderes erwartet. Wer aber ein aufschlussreiches Buch über den NS-Kunstraub sucht, der wird hiermit sehr gut bedient sein.


Aktenvernichter HSM shredstar X5, Sicherheitsstufe 4, 5 Blatt (Partikelschnitt) mit CD-Schredder
Aktenvernichter HSM shredstar X5, Sicherheitsstufe 4, 5 Blatt (Partikelschnitt) mit CD-Schredder
Preis: EUR 59,10

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stabil und zuverlässig, 9. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nachdem unser hornalter Schredder die Hufe hochgemacht hatte und dieser sowieso nicht der Beste in Sachen Vernichtung sensibler Daten war, haben wir jetzt erstmal so richtig erlebt was einen guten und sicheren Schredder überhaupt ausmacht.

Der Shredstar X5 hat ein sehr hohes Eigengewicht, wodurch er sehr wertig und sehr stabil rüber kommt. Auch die gefetteten Klingen (Achtung: die sollten ab und zu geölt werden) und die Verarbeitung des Gerätes an sich kommen mir sehr hochwertig vor, was ich ehrlich gesagt für diesen Preis nicht erwartet hätte. Das was am Ende aus dem Monster raus kommt, entspricht einer Sicherheitsstufe mit der man sich problemlos zurücklehnen kann und im Gegensatz zu anderen Schreddern hält er dabei auch tatsächlich was er verspricht.

Seine Arbeit verrichtet der X5 mit großem Enthusiasmus, Krawatten sollte man also fernhalten. Fünf Blätter sind das Maximum, aber er schluckt auch schon mal ein oder zwei Stück mehr und das alles, ohne dabei sonderlich laut zu werden oder hektisch blinkende Fehlermeldungen anzuzeigen, auch wenn mal ein Stückchen Metall dabei durch die Klingen geht. Ein großer Pluspunkt ist auch der eingebaute CD Schredder, der aus den ehemals runden Scheiben genau so zuverlässig Einzelteile macht wie beim Papier.

Das Einzige was ich etwas nervig finde ist die Tatsache, dass wir jedes Mal wenn man den Kopf des Gerätes abgenommen hat um den Behälter zu leeren, gut und gerne fünf bis zehn Minuten warten musste, bis sich das Gerät wieder einschalten lassen hat. Entweder habe ich mich dabei doof angestellt oder aber es ist eine Art eingebauter Schutzmechanismus, der nach Öffnen des Behälters quasi den Klingen sicherheitshalber die Schärfe nimmt. Dazu sei gesagt, dass ich den Schredder vorher ordnungsgemäß ausgeschalten und vom Strom getrennt hatte. Aber das ist jetzt auch kein so großes Manko, dass es schwer in der Bewertung wiegen würde.

Insgesamt bekommt man mit dem X5 einen sehr robusten und zuverlässigen Schredder, der so ziemlich alles frisst was man ihm zum Fraß vorsetzt. Nur zu empfehlen!


Medisana Power-Roll Faszienrolle mit Tiefenvibration (inkl. Übungs DVD)
Medisana Power-Roll Faszienrolle mit Tiefenvibration (inkl. Übungs DVD)
Preis: EUR 86,59

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mehr Sport wie Massage, 9. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
So wirklich sportlich aktiv bin ich wahrscheinlich nicht, auch wenn ich zwei Mal die Woche ins Fitnessstudio gehe und meine Muskeln damit zumindest ein bisschen wissen, wie sie zu funktionieren haben, aber im Gegensatz zur richtigem Ausdauersport oder ähnlichem ist die Belastung doch recht gering. Jetzt ist es so, dass ich dort auch das Angebot der Geräte mit Tiefenvibration nutze und daher musste die Power-Roll auch dem Vergleich standhalten.

Beim Auspacken fiel mir gleich auf, dass der Geruch der Rolle wirklich unangenehm chemisch ist und man sich vermutlich Sorgen um die Gesundheit machen muss, wenn man da länger seine Nase ran hält. Ansonsten kann ich mich über die Verarbeitung und die Qualität der Power-Roll aber nicht beklagen, sie ist fest und robust und hält auch kräftigen Menschen absolut Stand.

Dass sie ein richtiges Kraftpaket ist, merkt man schon beim ersten Einschalten, wenn die kleinste Stufe gleich die ganze Wohnung in Vibration versetzt. Selbst auf dieser kleinen Stufe überträgt sich die Vibration extrem auf den Boden und die höheren Stufen lege alle nochmal einen großen Zahn so, sodass es fast unmöglich wird, das Gerät in einer Mietwohnung einzusetzen, denn die Nachbarn werden unweigerlich vor der Tür stehen. Ehrlich gesagt frage ich mich dann auch schon, ob diese Intensität die ganze Böden in Schwingung versetzt, noch gut für den Körper sein kann. Was mir ebenfalls etwas zu denken gibt, ist die etwas holprige Leistung des Motors, die nicht immer gleichbleibend ist und auch der Lüfter läuft nach dem Einsatz noch recht lange und vor allem unangenehm laut nach.

Die Übungen, die auf der beigelegten DVD zu sehen sind, sind allesamt durchdacht und auch für den halbwegs untrainierten Körper einsetzbar, wenn auch mit einiger Kraftaufwendung. Also zur bloßen "Massage" oder zur Entspannung wenn man mal Rückenschmerzen hat, ist die Power-Roll meines Erachtens nach nicht konzipiert worden. Ich wollte sie bisher immer mal wieder für Tiefenvibration an diversen Stellen an der Wade und am Rücken und zu entspannenden Massagen einsetzen. Die Effektivität ist zumindest im Rücken ganz zufriedenstellend, aber ich bin nach mehrmaligem Testen einfach zu dem Schluss gekommen, dass man ohne großartigen sportlichen Anspruch gar nicht erst anfangen sollte, weil die Power-Roll dazu einfach viel zu viel Power hat die nicht genutzt wird, wenn man sie nur mal zur Massage benutzen will. Anspruchsvolle und gänzlich fitte Sportler können damit aber sicherlich ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.


Anything Grows: 15 Essays zur Geschichte, Ästhetik und Bedeutung des Bartes
Anything Grows: 15 Essays zur Geschichte, Ästhetik und Bedeutung des Bartes
von Jörg Scheller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

5.0 von 5 Sternen Eine haarige Angelegenheit, 23. Januar 2015
Ein Buch über Bärte? Essays mit teils wissenschaftlichem Anspruch? Ernsthaft? Zugegeben, ich hätte nicht damit gerechnet, dass es sowas gibt. Aber es ist ja doch so, dass es nichts nicht gibt und speziell für Anything Grows gilt: Bärte können richtig interessant sein und das auch im wissenschaftlichen Sinne! In diesem Buch haben sich 15 Autoren zusammengetan, die sich dem Thema Bart aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln angenommen haben und dabei teils absolut verblüffende Ergebnisse präsentieren – auch für Bartlose.

Es hat mich ja ein wenig gewundert, dass das Kapitel über den biologischen Hintergrund des Bartes erst ziemlich zum Schluss kommt, aber dafür steigen wir mit einer ganzen Breitseite an philosophischen und vor allem historischen Betrachtungen in die haarige Welt ein und ich war wirklich positiv überrascht, wie unterhaltsam und interessant selbst die wissenschaftlichen Essays waren. Jetzt hat natürlich jeder beitragende Autor seinen eigenen Stil, aber es macht vor allem die Mischung aus wirklich komplexen Texten mit wissenschaftlichem Anspruch und den mehr oder weniger nachdenklichen Essays – ein Experiment mit Hitler-Bärtchen darf natürlich auch nicht fehlen.

So erfährt man dann auf knapp 300 Seiten sehr viel Bartiges aus den unmöglichsten Ecken unseres Daseins. Der Musiker-Bart zum Beispiel wird einer komplexen und sehr ausführlichen Studie unterzogen, fein säuberlich sortiert und analysiert nach Genre. Besonders spannend fand ich den kurzen historischen Abriss der Bart-Geschichte – ja, sowas gibt es wirklich. Mit jedem weiteren Essay, die im Schnitt so 20 bis 30 Seiten lang sind, wurde ich aufs Neue überrascht, wie viel Potential in Gesichtshaar doch stecken kann. Auch wenn es auf den ersten Blick absurd erscheint, aber man glaubt gar nicht, wie interessant es sein kann, etwas über den Ursprung des Kaiser Wilhelm Bartes zu lernen oder sich mit dem Autor Gedanken darüber zu machen, weshalb der üppige Bewuchs plötzlich wieder auf dem Vormarsch ist, wo er doch lange als verpönt galt. Wunderbar ist auch die essayistische Form des Buches, denn so kann man bequem ein oder zwei Stück lesen und es dann erstmal wieder zur Seite legen.

Was erwarte ich mir von einem Buch, dass den Bart als Gegenstand hat? Viele, viele anschauliche Beispiele in Form von Bildern! Ich will nicht behaupten, dass es viel zu wenig Anschauungsmaterial in diesem Buch gibt, aber mir persönlich hat es doch ein wenig an Umfang gefehlt, gerade wo es doch die verrücktesten Bärte und Beispiele zu zeigen gibt. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Buch so eine Mischung aus Wissenschaft und Unterhaltung ist, die aber nach meinem Geschmack definitiv gelungen ist.

Ich hätte nie gedacht, dass man über Barthaare ein informatives und zugleich unterhaltsames Buch schreiben kann. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass mich in diesem Buch so viele neue und wirklich interessante Informationen erwarten. Besonders für Bartträger ist es wohl eine sehr spannende Erfahrung, das eigene Gesichtshaar mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu sehen, wo man seine Haarwurzeln zu suchen hat. Egal ob Musik, Film oder Zeitgeschichte – der Bart hat überall seine Haare im Spiel und das bekommt man in Anything Grows auf spannende Art und Weise vermittelt.


RAVPower® 6000mAh Externer Akku Pack Zusatzakku Power Bank für Smartphones und Tablets, schwarz
RAVPower® 6000mAh Externer Akku Pack Zusatzakku Power Bank für Smartphones und Tablets, schwarz
Wird angeboten von ZBT International Trading GmbH

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Preis-Leistungs-Verhältnis, 20. Januar 2015
Das ist nun mittlerweile der vierte Zusatzakku, den ich mein Eigen nenne und darunter waren bisher nur "Markenprodukte". Dieser hier ist trotz seiner nicht so großen Bekanntheit aber mit Abstand der Beste, auch wenn es ihm an ein wenig zusätzlichen Zubehör mangelt.

Im Lieferumfang befindet sich das Gerät selbst und ein USB-Ladekabel zum Laden des Akkus am PC. Will man ihn an der Steckdose laden, benötigt man ein universelles USB-Ladegerät, will man seine Geräte (vor allem Apple) damit verbinden, benötigt man das originale Ladekabel, Adapter gibt es leider keine. Für diesen Preis kann man sich darüber aber auch nicht beklagen, zumal der Akku in Sachen Leistungsfähigkeit diese kleine Delle locker ausbügelt.

Vom Design her ist der Akku sehr schlicht, aber mit einer super praktischen LED-Anzeige ausgestattet, die einem die Ladung des Akkus anzeigt - Schluss mit Rätselraten über den Zustand der Notbatterie! Er bringt einiges auf die Waage, liegt dadurch aber gut in der Hand und wirkt generell gut verarbeitet. Was natürlich dank des Gewichts nicht möglich ist, ist zum Beispiel das "dran hängen lassen" während man telefoniert usw. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn dank seiner Power hat der Akku das jeweilige Gerät innerhalb einer sehr angenehmen Zeitspanne wieder aufgeladen oder mit einer zusätzlichen Portion Strom versorgt, ohne selbst dabei schon in die Knie zu gehen. Die Selbstentladung bei einer längeren Nicht-Verwendung ist nicht erwähnenswert, die Anzahl der Ladungen die er geben kann allerdings schon - der kleine Kerl ist ein echter Kraftprotz.

Trotz seines Gewichts ist dieser Zusatzakku absolut uneingeschränkt zu empfehlen, wenn man kein Problem damit hat, das Original-Zubehör zum Laden mitzunehmen. Für einen kleinen Betrag bekommt man hier einen sehr ausdauernden und hochwertigen Akku.


TaoTronics® 9W dimmbare Schreibtischlampe LED mit Schwanenhals, Touchfeld und 7 Helligkeitsstufen, schwarz
TaoTronics® 9W dimmbare Schreibtischlampe LED mit Schwanenhals, Touchfeld und 7 Helligkeitsstufen, schwarz
Wird angeboten von ZBT International Trading GmbH
Preis: EUR 69,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Echtes Kraftpaket, 20. Januar 2015
Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob die Lampe tatsächlich so hell sein sollte, dass sie alleine ein ganzes Zimmer ausleuchten kann, aber ich wurde gleich beim ersten Test davon überzeugt, dass das tatsächlich möglich ist.

Die LED Lampe passt dank ihrer sehr schmalen Gestaltung auf so ziemlich jeden Schreibtisch und auch in unmögliche Ecken, so wie das jetzt bei uns der Fall ist. Dazu trägt vor allem der drehbare Hals bei, denn so kommt man mit dem Licht überall hin wo man will. Der Fuß ist zwar etwas breiter, aber so stabil, dass er zur Not auch "über die Kante" drüber gucken kann, ohne dass da etwas kippt oder wackelt.Vom Design her an sich ist die Lampe jetzt meiner Meinung nach keine Augenweide, sie ist halt in einem schlichten Schwarz gehalten, das gerade am Touchpad doch ziemlich anfällig für Fingerabdrücke ist, aber schlichtes Schwarz passt eben auch am besten zu den meisten Schreibtischen. Ansonsten findet man nichts weiter als das Touchbedienfeld, was für ein sehr klares und schlichtes Design spricht.

Aber was kann die Lampe denn nun? Einiges! Man hat die Möglichkeit, die Intensität in bestimmten Stufen zu verstellen und es ist ungelogen so, dass die Lampe auf der höchsten Stufe einen kleinen Raum locker ausleuchten kann. Direkt reinschauen sollte man auf dieser Stufe definitiv nicht und es blendet auch ein bisschen, aber das Licht lässt sich ja problemlos dimmen. Ein Manko ist leider, dass sich das Leuchtmittel nicht austauschen lässt, also setze ich meine Hoffnungen in eine lange Lebensdauer.

Eine schlichte aber super praktische Schreibtischlampe, die sehr viel Power besitzt und dank ihres Designs auch die unmöglichsten Stellen wunderbar ausleuchten kann, definitiv eine Empfehlung.


ASS Altenburger 22502019 - Shuffle, Wer ist es
ASS Altenburger 22502019 - Shuffle, Wer ist es
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast so wie früher, 20. Januar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es ist jetzt bestimmt knapp 15 Jahre her, dass mir meine Eltern das "Ur - Wer ist es" zum Geburtstag geschenkt haben und es sich innerhalb kürzester Zeit zu meinem Lieblingsspiel entwickelt hat. Jetzt bin ich natürlich schon längst aus dem Alter raus, aber so ein bisschen Kindheitserinnerung kann ja nie schaden und während dem Spielen haben wir festgestellt, dass "Wer ist es" auch mit Erwachsenen verdammt viel Spaß machen kann.

Aber von vorn. Man bekommt statt der großen Pappschachtel von damals nun eine kleine Plastikbox, die sich problemlos in jede Tasche stecken lässt und damit super für Unterwegs geeignet ist. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben: es gibt Karten mit Männlein für den roten Spieler, Karten für den blauen Spieler und die gelben Fragezeichen-Karten, die man besser geheim halten sollte. Das Spielprinzip ist unglaublich simpel, aber auch unglaublich unterhaltsam, vor allem wenn man beim Fragen etwas Kreativität ins Spiel bringt und sich nicht nur nach eventuell vorhandenen Schnurrbärten oder Brillen erkundigt. Ziel ist es also, das Männlein (oder Weiblein) des Gegenübers zu erraten und das macht man, in dem man Ja - oder Nein - Fragen stellt.

Der Clou ist meines Erachtens nach folgender: Kinder können damit genau so viel Spaß haben wie Erwachsene auf einer Party, denn wir stellen uns dann eben Fragen wie "Hat dein Männlein eine Mike Krüger Nase" oder "Sieht dein Männlein Tante XY ähnlich". Für eine kurze Runde oder einige spaßige Runden nacheinander ist dieses Spiel einfach super geeignet.

Was mir als alten "Wer ist es" - Veteranen jetzt nicht so gut gefallen hat, das ist die Gestaltung der Gesichter. Klar, mittlerweile muss alles etwas moderner aussehen und mehr nach 3D, aber mir persönlich haben die alten Gesichter aus dem Pappkarton viel besser gefallen, die hatten mehr Charakter und waren schlichtweg lustiger wie die glatten 3D-Köpfe. Teils hatte ich sogar Probleme, die alten Bekannten in ihrer neuen Aufmachung wieder zu erkennen.

Als Gimmick gibt es noch eine App für Tablet und Co. , mit der man selber gemachte Fotos mit Bärten und allerhand ähnlichem Kram verschönern (oder entstellen) kann. Das ist mal ganz lustig, bringt aber dem Spiel auf Dauer keinerlei zusätzlichen Wert.

Mein Fazit für die neue, flotte "Wer ist es" Version fällt letztendlich sehr positiv aus. Ich habe es damals geliebt und ich habe auch als Erwachsene noch meinen Spaß damit, die reisetaugliche Verpackung trägt ihren großen Teil dazu bei. Die groß angekündigte App ist allerdings eine Enttäuschung und auch die Gestaltung der Männlein ist Geschmackssache.


Der Fall Moriarty: Eine Geschichte von Sherlock Holmes' großem Gegenspieler
Der Fall Moriarty: Eine Geschichte von Sherlock Holmes' großem Gegenspieler
von Anthony Horowitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ist er es oder ist er es nicht?, 28. Dezember 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Diese Frage begleitet den geneigten Leser das ganze Buch. Ist der berühmte Gegenspieler von Sherlock Holmes nun in den Reichenbachfällen ums Leben gekommen oder hat er sich auf genau so listige Art und Weise verschwinden lassen, nur um jetzt stärker denn je wieder aufzutauchen?

Die Geschichte wird uns aus der Perspektive des jungen amerikanischen Pinkerton Agenten Frederick Chase geschildert, der in der Ich-Perspektive von seinen Erlebnissen berichtet. Alles beginnt dort, wo Sherlock Holmes und James Moriarty offenbar zu Tode gekommen sind, nämlich an den Reichenbachfällen in der Schweiz. Dort trifft er auf den Londoner Polizei-Inspektor Athelney Jones, der ähnliche Interessen verfolgt und sie tun sich zusammen um gemeinsam auf die Jagd nach einem frisch in England aufgetauchten Verbrecher-Genie namens "Devereux" zu machen, der danach trachtet Moriartys offenbar frei gewordenen Platz einzunehmen.

Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich mit der Geschichte warm geworden bin und ich muss zugeben, dass ich manches Mal dachte "Ja ganz nett, mehr aber auch nicht". Glücklicher Weise gelingt Anthony Horowitz eine Überraschung, die mich so aus den Latschen gehauen hat, dass ich innerlich von meinen ursprünglich angepeilten 3 Sternen in Null Komma Nichts auf 4+ aufgewertet habe. Prinzipiell bekommt man es mit einem klassisch geschriebenen Kriminalroman zu tun, der wie schon "Das weiße Band" sehr an die guten alten Sherlock Holmes Geschichten erinnert und nicht nur die Herzen von wahren Fans höher schlagen lässt. Man kann das schmutzige London und seine verbrecherischen Seiten förmlich spüren, wenn man in die Geschichte abtaucht und das Buch wartet auch mit netten kleinen Wendungen auf, die immer wieder zum Weiterlesen animieren. Mich hat die Geschichte gut unterhalten und ich habe sie auch gerne gelesen, aber trotzdem hat mir bis zu diesem speziellen Punkt das gewisse Etwas gefehlt. Was dann geschieht behalte ich für mich, dann das wäre ein massiver Spoiler und versaut das ganze Buch.

Die Charaktere wirken genau wie die Atmosphäre greifbar echt und authentisch. Wie oben schon erwähnt, hat man wirklich das Gefühl, sich in einem der originalen Sherlock Holmes Romane zu befinden. Es geht mitunter nicht gerade zimperlich zu, aber es gibt auch immer wieder Dinge die einen ganz klassisch zum Mitraten anregen. Auch vom Schreibstil her bleibt der Autor seinen Ambitionen treu, dem Leser ein waschechtes Sir Arthur Conan Doyle Erlebnis zu verschaffen.

Mit der gekonnten Wendung kam am Ende die Prise, die mir zuvor gefehlt hat. Trotzdem ist das Buch wunderbar unterhaltsam, lässt sich gut lesen und bietet für jeden Fan klassischer Kriminalromane gute 350 Seiten spannende Unterhaltung. Und ob er es nun ist oder nicht, das gilt es am Ende selbst herauszufinden.


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