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Rezensionen verfasst von
Frank F. "sid.vicious" (Bochum)

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Sasori Scorpion Vol. 1 - Edition Nippon Classics
Sasori Scorpion Vol. 1 - Edition Nippon Classics
DVD ~ Meiko Kaji
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger japanischer WIP Film, 21. September 2013
Nami Matsushima sitzt zu Unrecht im Gefängnis. Zu verdanken hat sie dieses ihrem „Freund“ dem Polizeioffizier Sugimi. Im Gefängnis herrschen die Gewalt und der Sadismus und Nami Matsushima erträgt still die Pein, da sie nur auf den rechten Moment wartet um Rache nehmen zu können.

Die Klänge von „Urami Bushi“ gesungen von der Hauptdarstellerin Meiko Kaji leiten einen Film aus dem so genannten „Women in Prison Genre“ ein der die Messlatte für weitere Genrevertreter unerreichbar ansetzt. Demnach ist schnell klar, dass es sich hier nicht um irgendeinen Film über Randale und Gewalt im Knast handelt und auch nicht einfach um eine Genre-Granate, denn diese Bezeichnung käme dem Film nicht gerecht. Wenn schon dann sollte man den Film als eine Atombombe bezeichnen, denn er macht alles richtig und ist einfach nur brillant.

Natürlich trägt Meiko Kaji als Nami Matsushima eine ganze Menge zu diesem exzellenten Eindruck bei. Meiko kann dem Charakter der zu Unrecht inhaftierten und vom Leben enttäuschten Frau das gewisse Etwas verleihen. Coolness vermischt sich mit Sentimentalität und Traurigkeit, eine Frau die Erniedrigungen duldet und immer auf den richtigen Moment wartet um dann erbarmungslos zuzuschlagen. Jene charismatische Coolness die Meiko an den Tag legt, erinnert mich persönlich an die von Miki Sugimoto im „Tiger von Osaka“. Beide sind auch ein sehr ähnlicher und zugleich atemberaubender Frauentyp. Neben der hervorragenden Hauptdarstellerin sind auch die weiteren Rollen sehr gut besetzt worden.

Was dem Film ebenfalls sehr gut zu Gesicht steht ist seine ausgezeichnete Kameraarbeit. Die Bilder eines rot verfärbten Himmels die zum Ende des Films gezeigt werden verleihen dem Ganzen eine ungemeine Intensität. Die Rückblenden präsentieren einige außergewöhnliche Ideen und man ist sehr schnell verzückt von dem was sich auf dem Bildschirm abspielt.

Selbstverständlich gehören zu einem Women in Prison Film auch die Gewalt, die Erniedrigung und der Sadismus und alle genannten Elemente finden ihren Einsatz. Hierbei ist immer zu beachten dass das Geschehen niemals absehbar und Nami Matsushima stets für Überraschungen gut ist. Da kann eine Glasscheibe schon mal im Gesicht einer ungeliebten Mitinsassin zersplittern und wenn diese dann auf Nami losgeht, dann fühlt man sich an Frankensteins Braut erinnert und wird mit einem begleitenden visuellen Surrealismus zu stehenden Ovationen gebracht.

Fazit: Das „Women in Prison Genre“ mag viele Vertreter haben und wenn man aus allen das Beste heraussucht, dieses zu einem Film zusammensetzt und das Gesamtwerk mit Tausend multipliziert, dann kommt man immer noch nicht annährend an die Klasse des ersten Sasori-Films ran.

Dieser Film könnte die Herrschaft über das gesamte Exploitation-Cinema für sich beanspruchen.


Was Schulmädchen verschweigen
Was Schulmädchen verschweigen
DVD ~ Elisabeth Volkmann
Wird angeboten von schnuppie83
Preis: EUR 8,68

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchaus interesant und das nicht nur wegen Christina Lindberg, 3. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Was Schulmädchen verschweigen (DVD)
Der Film ist in kleine Geschichten unterteilt und diese haben es durchaus in sich. Der Start ist äußerst schräg angesiedelt und mündet in die Credits, die einen „Report“-ähnlichen Dialog folgen lassen. Sonderlich überraschend ist dieses natürlich nicht.

Nachdem man die leider viel zu früh von uns gegangene Elisabeth Volkmann zu Gesicht bekommt, muss man den Anblick einiger extrem übergewichtiger Damen innerhalb einer Schönheitsfarm ertragen. Die daraus resultierende Geschichte ist eher lahm inszeniert. Die anschließend folgende weiß hingegen wesentlich mehr zu begeistern. Nicht allein wegen des Mitwirkens von Christina Lindberg, sondern wegen des unkomplizierten Ablaufs, der eine nette Pointe zu bieten hat.

Nachdem die rothaarige Elisabeth und Christina Lindberg den Film bereits aufgewertet haben, begegnen dem Zuschauer in der Folgezeit noch Mister Kli-Kla-Klawitter Wolfgang Jansen als total dämlicher Briefträger, Sascha Hehn mit einer „Tribute to Prinz Eisenherz Frisur“ und der spätere David Balfour Darsteller Ekkehardt Belle. Für gute Laune ist demnach beim passenden Publikum reichhaltig gesorgt.

Die letzte Episode startet mit einer schwarzen Messe und lässt den Paradebösewicht Arthur Brauss in der Rolle eines Fotografen und Zuhälters die bisher vermittelte gute Stimmung weiter bestehen. Ein wirklich guter Abschluss einer kleinen Trash-Perle aus deutschen Landen.

Fazit: Wenn Elisabeth Volkmann von ihrem Liebhaber in der Schönheitsfarm versetzt wird, Arthur Brauss die Opfer für schwarze Messen organisiert und Sascha Hehn mit einer unglaublich geschmacklosen Frisur die Leinwand durchkreuzt, dann wird bei einem nostalgisch orientiertem Publikum für den ein oder anderen Lacher gesorgt, denn Hofbauers Film hat einiges zu bieten… natürlich nicht für den Mainstreamjünger der Gegenwart.


In Der Gewalt Der Gelben Katzen - Eastern Limited Edition Vol. 4
In Der Gewalt Der Gelben Katzen - Eastern Limited Edition Vol. 4
DVD ~ Tien-lung Yu
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen In der Gewalt der gelben Katzen, 28. April 2013
Eine skrupellose Bande von Rauschgifthändlern ist ziemlich sauer auf einen Arzt, der den Süchtigen einen Gratisentzug anbietet. Die Verbrecher terrorisieren darauf den behandelnden Arzt. Allerdings hat dieser einen Angestellten namens Chen und der lässt sich nun mal nichts gefallen. Es kommt erwartungsgemäß zu Mord und Todschlag.

„In der Gewalt der gelben Katzen“ startet damit, dem Zuschauer die Hauptcharaktere vor- und die Situation zwischen Drogenhändlern und Drogengegnern darzustellen. Der Part des furchlosen Kämpfers, der die Drogenhändler zutiefst verabscheut und diese bekämpft wo er nur kann wird von Tien-lung Yu verkörpert. Tien-lung Yu gefällt mir persönlich in der Rolle von Chen sehr gut. Sein Hass auf die Japaner und seine vereinzelnde Mimik lassen mich an Bruce Lee innerhalb „Todesgrüße aus Shanghai“ denken, der dort bzw. innerhalb der deutschen Synchronisation ebenfalls Chen heißt. Tien-lung Yu zelebriert in ein paar Situationen ebenfalls den Hass auf Japaner und sein Gegenüber trägt zufälligerweise auch noch einen „Adolf Hitler ähnlichen Charlie Chaplin Schnauzbart“. Da war doch mal was in Shanghai…

Chen steigert sich so richtig schön in den Hass hinein und lässt auch das Schwert kreisen um einige Wahrnehmungsorgane von den Köpfen seiner Gegner abzutrennen. Die Kämpfe schaut man sich innerhalb der „gelben Katzen“ gern an. Es geht gut und ab und an auch brutal zur Sache. Die Handlung des Films steht allerdings im Vordergrund. Man stellt durch Rückblenden in die Vergangenheit die Bezugspunkte innerhalb der gegenwärtigen Situation dar. Das Gesamte ist sehr unterhaltsam und Leerlauf kommt bei den „gelben Katzen“ nicht auf.

Fazit: Eine gute Coproduktion der Länder Hongkong und Taiwan, die ein Finale zu bieten hat, bei dem so richtig die Post abgeht. Ein Eastern der einiges an Freude bereitet.


Die wilden 5 - Uncut [Limited Edition]
Die wilden 5 - Uncut [Limited Edition]
DVD ~ David Chiang
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 24,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Eastern, 28. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Die wilden 5 - Uncut [Limited Edition] (DVD)
Eine Verbrecherbande bringt einen gestohlenen Safe in eine friedliche Stadt. Wei Ming-hui soll den Safe öffnen, allerdings flüchtet er um Hilfe zu holen. Derweil metzeln die Verbrecher einen Einwohner nach dem anderen nieder, bis es zum Gegenschlag kommt…

Es geht bereits hervorragend los. Die Musik ist klasse und die Art der Credits-Präsentation weiß ebenfalls sehr zu gefallen. Die Landschaften sind sehr schön anzusehen und inmitten dieser kommt eine Horde von Verbrechern zum Vorschein, die keine Skrupel kennt. Der Einmarsch einer 20köpfigen Armee von Ganoven in ein friedliebendes Dorf. Zwei Welten treffen aufeinander und die Brutalität, sowie die Menschenverachtung werden in allen möglichen Situationen ausgekostet. Das Oberhaupt der Räuberschar weiß mit Peitsche und Messer wahrlich gut umzugehen und er weiß ebenfalls wie man mit einem kranken Menschen umgeht, man fesselt und peinigt ich. Demnach ist für ein Hasspotential reichhaltig gesorgt und es stellt sich die Frage ob es in unseren Helden Chen Teng, Fang Yi-fei, Wei Ming-hui, Yao Kuang oder im Zuschauer mehr brodelt.

Chang Chehs Eastern Kracher hat es in der Tat in sich und kann den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann ziehen. Hierbei sei erwähnt, dass die Kämpfe eher zweitrangig sind. „Die wilden Fünf“ haben eine klasse Atmosphäre, viel Spannung und Wendungen zu bieten.

Die Hauptdarsteller geben allesamt Vollgas. Die Verbrecherschar ist eine Zusammenrottung von äußerst fiesen Bastarden und wenn Chen Kuan-Tai mit der Axt inmitten dieser Ansammlung räudiger Hunde wütet, so ist das einfach nur genial anzusehen. Hervorheben kann man eigentlich Niemanden, denn die großartige Besetzung der Hauptfiguren agiert auf einem -und zwar einem hervorragenden- Level.

Fazit: Hass, Action, Spannung, Brutalität und Heldentod. „Die wilden Fünf“ sind eine absolute Eastern-Granate!


La Comtesse Perverse 2DVDs Set in O-Card(incl. Bonusfilm Sexy Nature)
La Comtesse Perverse 2DVDs Set in O-Card(incl. Bonusfilm Sexy Nature)
Wird angeboten von sofort lieferbar
Preis: EUR 29,94

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Franco-Fans ein sehr unterhaltsames Unterfangen, 29. Dezember 2012
Jess Franco bietet mit „La Comtesse Perverse“ eine sehr eigenwillige Umsetzung von Ernest B. Schoedsack und Irving Pichel Klassiker „The most dangerous Game”. Eine Feststellung die eigentlich Jeder schon vor Ansicht des Films für sich machen sollte. Die beiden Filme zu vergleichen wäre jetzt eine Gemeinheit, die nicht zu überbieten ist. Aus diesem Gunde sollte man sich auch nicht auf diese Absicht einlassen und es dabei belassen, dass Franco einzig die Grundidee von „The most dangerous Game“ verwendet.

Der Start in Francos Film bietet eine gute und psychedelisch wirkende Musik, eine Musik die uns im weiteren Verlauf des Films erneut begegnet. Bis es soweit ist setzt Franco auf unterschiedliche Klangwelten vom Hippiesound über die Kirchenmusik bis hin zu einem gewissen Stil der Stooges. Zumindest wirkt eine Sounduntermalung so, wie das Abspielen von „I wanna be your Dog“ in doppelter Geschwindigkeit.

Die uns zu Beginn begegnende Musik führt uns auch zu Bildern die einen Rollin-ähnlichen Strand bergen. Die weiteren Kulissen sind sehr Betonlastig und können keinerlei Atmosphäre vermitteln. Eine Domizil das dem eines Plattenbaus gleicht und in dem Howard Vernon wie ein Pastor gekleidet und Alice Arno mit einem sehr eigenwilligem Schuhwerk durch die Räumlichkeiten schweben. Die innerhalb dieser Räumlichkeiten praktizierten Erotikszenen wirken äußerst dahingestreckt ohne eine Form von Erotik aufkommen zu lassen. Weiterhin muss man erwähnen, dass die Menschenjagd zum Ende des Films sehr fade daher kommt. Eine derart belanglose Jagd, die sich eigentlich nur auf die Freizügigkeit der beiden Hauptdarstellerinnen bezieht, hat die Leinwand wohl selten gesehen. Die Gejagte Lina Romay macht dabei den Eindruck als sei sie auf einem Drogenentzug, Alice Arno weiß jedoch mit einigen Gesichtszügen zu gefallen.

„Wir sind keine Laien, wir sind alle Künstler.“ so Howard Vernon. Muss ich den Satz jetzt so verstehen dass Vernon, Francos Film als Kunstwerk sieht?

It's sleazy, it's strange, it's Franco und dass das nicht jedermanns/ frau Sache ist, dass ist selbsterklärend. Wer sich jedoch im Franco-Universum zu Hause fühlt, der wird auch an diesem Film durchaus seine Freude haben.


Mondo Cannibale 4 - Nackt unter Wilden
Mondo Cannibale 4 - Nackt unter Wilden
DVD ~ Katja Bienert
Wird angeboten von M.e.t.k.a
Preis: EUR 68,90

2.0 von 5 Sternen Schwacher Franco... aber noch erträglich, 13. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Mondo Cannibale 4 - Nackt unter Wilden (DVD)
Bob Foster kann mit allerletzter Not einem Eingeborenenstamm entkommen, da ihn ein weißes Mädchen, das die Eingeborenen als Göttin verehren, rettet. Da es sich bei dem Mädchen voraussichtlich um die nach einem Flugzeugabsturz verschollene Diana handelt, lässt deren Tante Mrs. De Winter eine Expedition zusammen stellen, die das Mädchen nach Hause holen soll.

Mit einer eigenwilligen aber auch akzeptablen Musik geht es in den Urwald und es kommt zu der ersten Begegnung mit den Eingeborenen. Diese sind erfreulicherweise wirklich schwarz und haben keinen Vollbart, so wie es mal in einem anderen Franco-Film der Fall war. Natürlich wartet der Film mit anderen Fehlern bzw. Peinlichkeiten auf, auf die ich allerdings nicht eingehen will.

Die Darsteller/innen:
Der famosen Expedition gehört u.a. Mari Carmen Nieto in der Rolle der Lita an. Die Dame hatte vor ihrem Engagement bei „Mondo Cannibale 4“ bereits mit Jess Franco innerhalb „Der Residenz der reitenden Leichen“ zusammen gearbeitet. Mari Carmen Nieto ist optisch sehr ansprechend, aber ihr Outfit ist eher für andere Zwecke als für eine Expedition geeignet. Ihr Ehemann ist der versoffene Mathieu, gespielt von Olivier Mathot der in seiner Karriere u.a. auch innerhalb des HC-Genres aktiv war. Die deutsche Synchronisation legt dem trinkfesten Mathieu übrigens den Ausspruch, „wie geht es ihnen liebe Neger“ in den Mund. Sein weiterhin zitiertes Motto lautet: „Lieber an Leberzirrhose sterben, als an einem Giftpfeil.“

Über die weiteren Darsteller lohnt es sich eigentlich nicht etwas zu sagen, Ausnahme natürlich die überaus sympathische Katja Bienert, die unbekümmert und unbekleidet durch den Urwald streift und stets auf der Suche nach dem Guten im Menschen ist.

Die Story die der Film bietet ist gar nicht mal so übel und es ist fortlaufend unterhaltsam auf den Bildschirm zu sehen. Dazu tragen allerdings auch die diversen Peinlichkeiten bei, die dem Gesamtwerk irgendwie gut zu Gesicht stehen. Langeweile ist jedenfalls kein Bestand von „Mondo Cannibale 4“ wenn man diese Art von Film zu schätzen weiß.

Was die Kamera anbelangt, so gibt es eine optisch sehr angenehme Einstellung. Katja Bienert sitzt angelehnt an einem Baum und im Hintergrund ist ein See mit der Lichtreflektierung der Sonne zu sehen.

Das eingefügte Archivmaterial ist vollkommen fehl am Platz, da es überhaupt nicht mit dem optischen des Films zusammen passt.

Was den Titel anbelangt und was natürlich zu Irritation führen kann ist, dass innerhalb Francos Film keine Kannibalen vorkommen. Hier bekommt der Zuschauer einzig Eingeborene zu Gesicht, die ihre Heimat und deren Schätze schützen wollen. Demnach gibt es für ein Goreorientiertes Publikum Nichts zu holen.

Fazit: Mit Sicherheit nur dem toleranten Publikum zu empfehlen. Aus meiner Sicht hat „Mondo Cannibale 4“ jedenfalls wesentlich mehr Charme als „Mondo Cannibale 3.


Das Geheimnis des Doktor Z -  Uncut [Limited Edition] [2 DVDs]
Das Geheimnis des Doktor Z - Uncut [Limited Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Antonio Jimenez Escribano
Wird angeboten von M_Sucht_nach_Film
Preis: EUR 25,49

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Franco auf einer exzellenten DVD, 13. November 2012
Der Neurologe Doktor Zimmer forscht in seinem Laboratorium mit dem Ziel der Gedankenkontrolle. Als er dieses bei einem Kongress mitteilt, erntet es Hohn und Spott von renommierten anwesenden Wissenschaftlern. Dieses führt dazu, dass Zimmer einen tödlichen Herzanfall erleidet. Irma Zimmer schwört ihren Vater zu rächen.

Ein Gefängnis das einem Schloss gleicht, ein Gefängnisinnerraum der dem eines Kerkers gleicht, dazu noch das obligatorische Gewitter. Für Atmosphäre ist gleich zum Start gesorgt und ein Gefängnisausbruch mündet in den herrlichen schwarz weiß Bildern eines Walds. Parallel dazu, wird dem Zuschauer das Heim von Doktor Zimmer und dessen Tochter vorgestellt, auch hier lädt die Gemütlichkeit zum trauten Beisammensein mit Jess Franco und seinen Darstellern/ innen ein.

Man ist demnach hervorragend angekommen und neugierig auf das Geheimnis von Doktor Z. Lobenswert, dass Franco sich der klassischen Mittel bedient. Schattenspiele gibt es reichlich und deren Ansicht bereitet immer wieder Freude. Alejandro Ulloas Kameraarbeit ist ein wichtiger Bestandteil von „Doktor Z“, ein Bestandteil der stets an der Basis ist um für eine entsprechende Atmosphäre zu sorgen. Weiterhin werden einige überzeugende Nahaufnahmen von Gesichtern geboten. Die Musik von Daniel White ist ebenfalls sehr passend und gelungen. Zum Teil werden Geräusche eingesetzt, dann wiederum das Spiel einer Orgel. Eine gute Begleitung für die Art der Kameraführung.

„Das Geheimnis des Doktor Z“ ist in seiner Thematik irgendwo beim Frankenstein-Thema angesiedelt, weiß allerdings auch Elemente aus dem sechs Jahre zuvor entstandenen „Augen ohne Gesicht“ einzubringen. Was den oberflächlichen Ablauf der Story anbelangt, so können hier Parallelen zu „Sie tötete in Ekstase“ gezogen werden.

Was die Hauptdarsteller/innen anbelangt, so stechen Mabel Karr als Irma Zimmer und Estella Blain als Nadia besonders hervor. Gerade Mabel Karr die u.a. in Marchents „Todesmarsch der Bestien“ mitwirkte hat einen enorm guten Start. Charismatisch und diabolisch rauscht Mabel durch das Bild um mit einer Gemeinheit nach der anderen ihren Vater zu rächen. Estella Blain weiß mit ihrer Optik sehr gut zu gefallen und haucht durch unvorhersehbare Gewissensbisse der Figur Nadia weiteres Leben ein.

Howard Vernon hat als Doktor Vicas leider zu wenig Spielzeit, so dass man nicht viel über seine Leistung sagen kann. Die Rolle des Inspektors (Tanner) wird übrigens von Jess Franco persönlich präsentiert.

Fazit: Ein guter Film, der ein sympathisches Flair zu vermitteln weiß.

Für die DVD von Subkultur gibt es volle 5 Punkte. Diese bietet innerhalb der Franco-Filmographie u.a. 30 deutsche Trailer aus verschieden Franco-Filmen. Qualitativ (Bild und Ton) wird Doktor Z ebenfalls in einer sehr guten Umsetzung geboten.


Der Chef - Un Flic
Der Chef - Un Flic
DVD ~ Alain Delon
Preis: EUR 9,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein brillanter und stiller Film, 26. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Chef - Un Flic (DVD)
Jean-Pierre Melvilles Film beginnt mit den Bildern eines kleinen Küstenorts, der als Betonwüste dargestellt wird. Daraufhin setzt ein heftiger Regenguss ein und einer unserer Hauptdarsteller bewegt sich innerhalb der Wassermassen in Richtung Banküberfall. Herrlich, still und bedrohlich gefilmt und die Sirene im Kopf läutet dem geeigneten Zuschauer ein:

Wir sind voll und ganz in Melvilles Welt angekommen.

Ein Banküberfall bei dem so gut wie kein Wort gesprochen wird. Eine Situation vor der Praktizierung des Überfalls innerhalb der Bank die in seiner Stille die Dramatik findet. Geschickt auf die Bankräuber und die anstehende Situation zugeschnitten ist das, was die Kamera von Walter Wottitz einfängt. Die Bilder sind einfach beeindruckend gut.

Anschließend kommt es zu kurzen Aufnahmen innerhalb einer Landschaft, die in ihrer Beschaffenheit stark an die aus „Le Cercle rouge“ (dessen Beginn) erinnert. Ein eher karges Gesamtbild, das Blühendes vermissen lässt und sich auf ein eher düsteres Resultat beschränkt.

„Nur zweierlei Empfindungen ruft der Mensch in einem Polizisten wach, tiefstes Misstrauen und Verachtung.“ so Kommissar Edouard Coleman, gespielt von Alain Delon. Das Zitat führt schnell in die charakterliche Richtung von Coleman. Ein Mensch der brutal vorgeht um zu seiner Lösung zu kommen, ein Mensch der bei Misserfolgen ebenfalls die Brutalität und den Hass nach außen trägt.

Doch nicht allein Delon weiß hier zu gefallen, sondern auch Richard Crenna in der Rolle von Simon. Ein Mensch mit einem Doppelleben, Nachtclubbesitzer und Gangster. Ein Mensch mit Verstand, der die Dinge bis ins Detail plant und dessen erster Fehler immer von Coleman erwartet wird. Allerdings macht Simon dem Kommissar die Sache ganz und gar nicht einfach. Demnach beste Vorraussetzungen für ein Duell auf Augenhöhe.

Catherine Deneuve hat in der Rolle der Cathy etwas wenig Spielzeit. Ihr Part ist eigentlich als wichtig anzusehen, wird allerdings etwas außer Acht gelassen. Hier hätte ich mir schon etwas mehr Spielzeit hinsichtlich der Dreiecksbeziehung gewünscht. Weiterhin erwähnenswert ist Valérie Wilson in der Rolle der Gaby.

„Un Flic“ ist wie „Le Cercle rouge“ ein eher ruhig angelegter Film, dennoch hat „Un Flic“ eine wirklich spektakuläre Aktion zu bieten. Es sei hier einzig das Wort Hubschrauber erwähnt. Das in diesem Part angestrebte Durchführen des Verbrechens ähnlich zentral wie der Juwelenraub in „Le Cercle rouge“.

Worte macht „Un Flic“ nur wenige. Jeder bezieht sich auf das Nötigste. Was allerdings Gesichtsausdrücke zu sagen vermögen, dass zeigen Delon und Crenna in Perfektion. Dialoge können so sekundär sein, wenn die Akteure ihr Fach beherrschen.

Das depressive, desillusionierende Bild, das der Film zu Beginn vermittelt, präsentiert dieser auch zum Ende. Für den Einen heißt es Vorhang runter, für den Anderen kann nun ein Interpretieren des Gesehenen losgehen.

Fazit: Brillantes französisches Kino dass nicht ganz die Klasse von Mellvilles „Le Cercle rouge“ aufweisen kann, aber das „Un Flic“ einst beim Publikum durchgefallen ist, kann ich persönlich absolut nicht nachvollziehen.


Django - Ich bin ein entflohener Kettensträfling (Cinema Classic Collection)
Django - Ich bin ein entflohener Kettensträfling (Cinema Classic Collection)
DVD ~ Steve Reeves
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender und äußerst brutaler IW, 8. August 2012
Mike Sturges und sein Bruder Roy werden zu Unrecht wegen eines Überfalls auf einen Goldtransport und mehrfachen Mord zur Zwangsarbeit in Yuma verurteilt. Yuma entpuppt sich als die Hölle auf Erden und Mike lässt nur sein Durst nach Rache überleben.

Bazzonis Film beginnt mit reichhaltig Blei und Staub und entwickelt sich zu einem richtig guten Vertreter des Genres. Zu diesem positiven Urteil hilft u. a. auch die sehr gute Kameraarbeit von Enzo Barboni. Auch die zu Beginn häufig einsetzenden Nachtaufnahmen können einen guten Eindruck vermitteln.

Ein anfänglicher Dialog zwischen Mike Sturges und Marlin Mayner wird von einer sehr guten Musik unterstützt die schon fast den Anschein vermittelt, dass der Film in die Richtung Suspense gehen könnte. Zwar ist dieses nicht der Fall, aber Bazzoni macht mit seiner doch sehr straighten Vorgangsweise Alles richtig.

'Im Vergleich zu Yuma ist der Strick doch eine Gnade.'

Diese Aussage kann man so stehen lassen, denn der Aufseher Bill Savage (gespielt von Nello Pazzafini) und seine Jungs geizen nicht mit Brutalitäten gegenüber den Häftlingen. Da geht es gewaltig zur Sache und ein Menschenleben ist in der Hölle von Yuma keinen Cent wert.

Der Film wirkt aus meiner Sicht auch nicht immer so wie man es von einem Italo Western aus dem Jahr 1968 erwartet. Die Bilder vermitteln vereinzelnd den Anschein, dass man sich in einem Spät Italo Western Mitte 70er wieder findet. Hierbei kommt allerdings nur mein persönliches und subjektives Empfinden zum Tragen.

'Du kennst das Gesetz! Wer gesungen hat, wird umgelegt.' Ein Zitat, dass den Nagel auf den Kopf trifft, denn beim Nettensträfling wird nicht lang gefackelt und der Colt ist, zur Freude des Zuschauers, immer feuerbereit.

Was die Darsteller anbelangt, so macht Steve Reeves seine Sache als Mike Sturges recht ordentlich, trotzdem hätte ich lieber Graig Hill in der Rolle des Rächers gesehen. Nello geht als Bill Savage absolut in die Vollen und Rosalba Neri hat leider zu wenig Spielzeit.

Fazit: Ein spannendes, optisch sehr gutes und brutales Unterfangen ist das was Bazzoni mit seinem Kettensträfling zu bieten hat und das ist wahrlich eine ganze Menge an bester Unterhaltung.


Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen - Edition Cinema Francais Nr. 02 (Mediabook)
Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen - Edition Cinema Francais Nr. 02 (Mediabook)
DVD ~ Romy Schneider
Preis: EUR 6,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stiller und intelligenter Psychothriller, 8. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Julie ist mit einem wesentlich älteren und sehr reichen Mann namens Louis Wormser verheiratet. Als Julie den jungen Schriftsteller Jeff kennen lernt, wird sie zu seiner Geliebten. Sie wollen Louis töten um so an sein Geld zu kommen. Nachdem die Tat vollzogen wurde, taucht Louis jedoch wieder auf und Jeff ist verschwunden.

Mit angenehmen Außenaufnahmen lädt Claude Chabrol den Zuschauer zu den folgenden ca. 120 Minuten ein. Eine Zeit die es in sich hat und den Zuschauer mit den Abgründen der Seele, sowie auch der Angst vor dem Alleinsein konfrontiert.

"Es ist ungeheuerlich, du hast nicht einmal Angst."

Chabrol erzählt seine Geschichte aus dem Zentralen heraus. Nachdem eine gute Musik die Anfangscredits präsentiert werden die Hauptdarsteller vorgestellt. Der versoffene Louis Wormser, seine bezaubernde Frau Julie und deren angehender Liebhaber Jeff. Das innerhalb dieser Gemeinschaft Jemand stört ist offensichtlich und dieser Jemand soll beseitigt werden. Das sich dieses Unterfangen erst als einfach und logisch erweist lässt den Eindruck schnell in das Gegenteil torpedieren. Kleine Ungereimtheiten führen die Unschuldigen, die durchaus schmutzige Hände haben zu überraschenden Wendungen. Wendungen die dem Film die benötigte Spannung geben und den Zuschauer immer überraschen lassen. Gefühlsvortäuschung und das Ausnutzen der Lage des Anderen werden zu wichtigen Bestandteilen in Chabrols Psychothriller.

Weiterhin ist das Spiel von Romy Schneider zu erwähnen und zu analysieren. Die schauspielerisch einwandfreie Leistung zieht den Charakter Julie in den Mittelpunkt des Geschehens. Nicht allein die Aufklärung eines Verbrechens und dessen Wendungen sind nun gefragt, sondern die Person Julie Wormser. Eine Charakter der zwischen eiskalt und der Suche nach der Geborgenheit angesiedelt ist. Ein Gesichtspunkt der Chabrols Handlung um den aufzuklärenden 'Mord' ein wenig in den Hintergrund stellt. Chabrol lässt Romy Schneider den Part der Julie in allen Belangen zelebrieren. Eine Sache die beiden auf ganzer Linie gelingt. Romy Schneider kann jederzeit bestätigen, dass sie zu dem erlesenen Kreis der Ausnahmeschauspieler/ innen gehört. Die Rolle der Julie wird in jeder Sekunde glaubhaft abgenommen. Eine beeindruckende Leistung schauspielerischer Kunst.

Auch die weiteren Rollen sind sehr gut besetzt worden. Rod Steiger glänzt als Louis Wormser und Paolo Giusti als Jeff Marle. François Maistre wirkt als Kommissar Larmy in seiner nachdenklichen und taktierenden Art ebenfalls überzeugend.

Fazit: Ein sehr guter Psychothriller von Claude Chabrol, der eine großartige Romy Schneider beherbergt.


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