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Rezensionen verfasst von
Frank F. "sid.vicious" (Bochum)

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Drei Schwedinnen in Oberbayern
Drei Schwedinnen in Oberbayern
DVD ~ Gianni Garko
Wird angeboten von sofort lieferbar
Preis: EUR 9,94

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen So richtig schön dämlich, 10. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Drei Schwedinnen in Oberbayern (DVD)
Otto ist Gastwirt in Tirol und sein Hotel steht vor der Pleite. Zusammen mit seinem Kumpanen Alois fliegt er nach Stockholm um dort eine Fremdenverkehrmesse zu besuchen. Dort lernen sie drei Schwedinnen kennen, die nach Ottos und Alois Abreise ebenfalls nach Tirol gerufen werden um das Hotel vor der Pleite zu retten.

"Drei Schwedinnen in Oberbayern" bzw. "Drei Schwedinnen in Tirol", das bedeutet Scherze die so dämlich sind, dass es eine wahre Freude sein kann. Das Standschild vor der Gaststätte, dass am Nachmittag warme Berliner kommen werden, stürzt die Dorftucke in wahre Begeisterung. Warme Berliner... hahaha man ist das dämlich, "Noch warm und schon Sand drauf". Scherze sollte man sein lassen wenn sie nicht passen, ist auch keiner denn Gianni Sartana Garko spielt den Gastwirt Otto. Weitweg vom Italo Western inmitten von Tirol gibt Sartana den Lederhosentragenden Früh-Stanglwirt, der nichts anderes als Röcke im Kopf hat.

Drei Schwedinnen tanzen mit Lederhosen bekleidet zu einer extrem dämlichen Musik und Otto Sartana verprügelt das gesamte Dorf. Unglaublich wie daneben man sein kann. Das Highlight des Films sind in optischer Hinsicht die kurzen Auftritte von Frau Buchfellner, die wenn ich richtig aufgepasst habe, nicht ein einiges Wort redet.

Das innerhalb eines solchen Films mit viel Slapstick zu rechnen ist, sollte schon klar sein, aber die Slapstickeinlagen im Stockholmer Nachtclub sind selbst mir ein wenig zu blöd. Jegliche weitere Slapstickangriffe lassen sich wohlwollend dulden.

Das dieser Lederhosen-Trash immer noch mit der FSK 18 ausgestattet ist, ist für mich ein Rätsel. Es gibt nun wirklich rein gar nichts Anstößiges in dem Film zu entdecken, denn selbst die Nacktszenen der Skandinavierinnen sind dermaßen rar gesät, dass man evt. über eine FSK 12 reden kann.

Fazit: Drei Schwedinnen die keine Schwedinnen sind mischen Tirol auf und das ist dermaßen dämlich, dass es schon wieder fast genial ist. Für Freunde von Trash aus deutschen Landen ein richtig spaßiges Unterfangen.


Killer stellen sich nicht vor
Killer stellen sich nicht vor
DVD ~ Alain Delon

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Thriller mit einer großartigen Delon, 10. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killer stellen sich nicht vor (DVD)
Der Berufspokerspieler Michel Gerfaut bringt das Opfer eines Verkehrsunfalls in das nächste Krankenhaus. Gerfaut weiß nicht das der Verletze das Opfer eines Mordanschlags ist und gerät somit selber in die Schusslinie der Killer.

"Killer stellen sich nicht vor" ist das was man einen intelligenten Thriller nennen kann... kann? nein muss! Jacques Derays 1980 entstandener Film hat nämlich eine ganze Menge zu bieten und dieses gelingt dem Film ohne ein dickes Auftragen von spektakulären Actionszenen. Deray setzt auf eine eher ruhige Vorgehensweise und stellt den Zuschauer vor unvollendete Tatsachen. Dieses ist so geschickt angelegt, dass der Zuschauer niemals weiß was im nächsten Moment passieren wird. Umso besser treffen die wenigen Actionmomente ins Schwarze.

Als Reiseleiter dieser interessanten Vorgangsweise fungiert ein exzellenter Alain Delon. Delon ist in der Rolle des Michel Gerfaut ein undurchsichtiger Einzelkämpfer, der aus der Defensive heraus agiert und das Heft nach und nach in die Hand nimmt. Wie der gesamte Film ist die Handlungsweise von Delon nicht vorhersehbar. Sein Part ist dem eines bluffenden Pokerspielers gleichzustellen. Dazu wird eine passende klassische Musik eingesetzt die dem Film einen weiteren Hauch von französischem Flair gibt und diese Würze zur perfekten Mischung werden lässt.

Jacques Deray gesamter Film ist die Geschichte eines Mannes der eigentlich ohne jeglichen Grund in die Schusslinie skrupelloser Killer gerät. Sein Nichtwissen wird für die andere Seite zur Tarnung und lässt Michel Gerfaut für diese immer gefährlicher erscheinen.

Der Film weiß weiterhin durch einige fiese und gemeine Pointen zu gefallen. "Killer stellen sich nicht vor" schert sich einen Dreck um Moral und amerikanische One-Man-Action. "Killer stellen sich nicht vor" setzt auf Intelligenz und einen eigenen Stil. Ganz großes französisches Kino mit einem brillanten Alain Delon.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2013 11:54 AM CET


Ein Toter hing im Netz [Special Edition]
Ein Toter hing im Netz [Special Edition]
DVD ~ Fritz Böttger

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider gekürzt, aber für Trash-Freaks dennoch interessant, 10. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine Tanzgruppe und deren Manager stürzen mit dem Flugzeug über dem Meer ab. Sie können sich allerdings auf ein Schlauchboot retten (wie immer das auch möglich gewesen ist, bitte Nichts hinterfragen) und treiben auf offener See bis sie auf eine einsame Insel gelangen. Dort wird der Manager der Damen von einer Spinne gebissen und mutiert zu einem Spinnenwesen.

Das hört sich doch recht gut an, wenn man Trash offen gegenüber steht und Freude an schlechten Handlungsabläufen hat. Im Prinzip wird man diesbezüglich auch nicht enttäuscht. Schlechte Darsteller und ein vereinzelnd Kaugummiziehender Handlungsstrang. Es ist als große Preisfrage zu sehen, wie man das Werk von Fritz Böttger kategorisch bezeichnen soll. Exploitation, Krautploitation oder ein mit Pseudoerotik gepickte/r (s) C- Horror Movie? Jedenfalls lässt der Film so einiges an Subgenreeigenschaften anklingen.

Die Darstellerinnen agieren z.B. extrem überzogen und sehr untalentiert. Manche Tanzszenen, die eigentlich erotisch wirken sollen, wirken endlos dahin gezogen- wie eine Straße ins Nichts. Die kleinen Kampfeinlagen der Damen wirken hingegen schon belustigender. Die Dialoge die der Film bietet sind in die Kategorie "Selten dämlich" einzuordnen. Dazu stolpert eine dralle oder soll ich sagen übergewichtige Barbara Valentin (Gott habe sie selig) durch das Bild.

Wenn man der Ansicht ist, der Film würde an Fahrt aufnehmen und es endlich richtig losgehen, dann verlässt dieser diese Hoffnungsspur wieder. Die sechs oder sieben guten Minuten beziehen sich auf die Maske des Spinnenwesens, sprich die des Managers der Tanzgruppe und die kurzen Auftritte der Spinne. Ein schönes B-Movie Ambiente, dass leider zu schnell in eine andere Richtung abdriftet. Allerdings reichen diese Momente um einen wirklich viel versprechenden Trailer zu füllen und den Film für Freaks des eher Ausgefallenen interessant zu machen. Schade, denn hier war wesentlich mehr drin.

Fazit: Trash und Exploitationfans können den ein oder anderen guten Moment in Böttgers Film erleben. Alle anderen die sich außerhalb dieser erlesenen Gemeinschaft bewegen, werden eher Momente der Qual erleiden.

2,5 Sterne


Der letzte Mohikaner
Der letzte Mohikaner
DVD ~ Joachim Fuchsberger
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 99,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Reinl Verfilmung, 10. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der letzte Mohikaner (DVD)
Banditen überfallen mit Hilfe von Magua und seinem Stamm das Dorf der Mohikaner. Einzig deren Häuptling Chingachgook entkommt schwer verletzt dem Massaker und schleppt sich mit letzter Kraft zu seinem Sohn Unkas und dessen Blutsbruder Falkenauge. Unkas schwört seinem Vater das Massaker zu rächen.

Erst einmal vorab, Harald Reinls Verfilmung hat in ihrer Art nichts, aber auch rein gar nichts mit der 92er Verfilmung von Michael Mann mit Daniel Day-Lewis und Madeleine Stowe zu tun. Außer natürlich die Namen der Hauptfiguren und die Rahmenhandlung. Von Michael Manns eher epischen Stil ist in Harald Reinls Film Nichts zu finden, aber das sollte eh jedem klar sein, der sich zumindest ein klein wenig im Filmgenre auskennt.

Reinls Verfilmung ist im Stil der Karl May Western angelegt... natürlich ist das logisch, aber man wird es ja mal erwähnen dürfen. Angefangen bei der Musik von Peter Thomas bis hin zu einigen Dialogen und Charakterpräsentationen finden wir uns äußerst schnell im Karl May Ambiente wieder. Harald Reinl hat bekannter Weise 1962 die Karl May Verfilmung "Der Schatz im Silbersee" gedreht und war auch später für Winnetou 1 bis 3 der verantwortliche Regisseur. Warum ich das anspreche? Nun, man vergleiche einfach mal innerhalb der Reinl Verfilmungen die Charaktere Falkenauge und Uncas mit Shatterhand und Winnetou. Mein Bruder lässt grüßen oder wie auch immer. Parallelen gibt es einige, allerdings muss man auch sagen, dass die Figur des Uncas, gespielt von dem Spanier Daniel Martin, wesentlich glaubwürdiger rüberkommt als die Pierre Brice Winnetou Präsentation. Daniel Martin macht seine Sache recht ordentlich auch wenn er es mit seinen wörtlichen Weisheiten manchmal ein wenig übertreibt. Antonio de Teffe, im Trailer Anthony de Teff genannt, halte ich allerdings in der Rolle des Falkenauge für fehlplaziert. Ich schätze de Teffe sehr als Schauspieler, aber als rasierter, geschniegelter und Wildlederköstümtragender Waldläufer passt de Teffe irgendwie nicht.

Was die weiteren Parallelen zum Karl May Western anbelangt, so wird z.B. selbst Colonel Munro mit dem obligatorischen Traumwort: Boss, angeredet. Wohlgemerkt: Colonel Edmund Munro, Befehlshaber des Forts William Henry. Das Stelio Candelli in der Rolle des Bösewichts Roger so angeredet wird ist natürlich schon passender.

Dem angesprochenen Stelio Candelli zur Seite steht übrigens Ricardo Rodríguez als Magua, dem Häuptling der Irokesen... oder sind es die Mingos oder sind es die Huronen? Egal, Ricardo Rodríguez ist auf jeden Fall ein Highlight. Ein richtig schön fieser, hinterhältiger und gemeiner Charakter und sollte es auch noch so unpassend sein, ich bezeichne ihn einfach mal als eine Art Teutonen Western Punk, der den Kampf gegen die Moral aufgenommen hat.

Im Punkto schlechter Humor fährt Reinl diesmal Kurt Großkurth als Koch der Soldaten auf. Nicht ganz so nervend wie einige Karl May Spaßvögel, aber auch ziemlich überflüssig. Joachim Fuchsberger spielt den tollkühnen Captain Hayward, der von Unkas, "Härter als Eisen" genannt wird, recht ordentlich. Trotzdem ist der gute Blacky im Wallace-Schmema wesentlich besser aufgehoben. Als Colonel Munros Töchter agieren Paca Gabaldón als Alice Munro und Karin Dor Cora Munro. Die Spanierin Paca Gabaldón agiert zurückhaltend und schutzbedürftig, Karin Dor eher offensiv und unerschrocken. Dazu kommt, dass Karin Dor erwartungsgemäß und ganz salopp gesagt, einfach nur genial aussieht.

Weg von den Hauptfiguren, hin zur Kameraarbeit und zum Ambiente. Beides zusammen ergibt innerhalb Reinls Verfilmung, ein schönes Event für das nostalgische Auge. Kräftige Farben und herrliche Landschaften prägen das Gesamtbild.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film der sehr an das Karl May Schema erinnert und von einem gut aufgelegten Ricardo Rodríguez und einer atemberaubend attraktiven Karin Dor dominiert wird. De Teffe hat sich allerdings irgendwie verlaufen.


Negresco - Eine tödliche Affäre
Negresco - Eine tödliche Affäre
DVD ~ Ira von Fürstenberg
Wird angeboten von Filmexpress
Preis: EUR 5,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut gefilmter, mit Gesellschaftskritik gespickter deutscher Kriminalfilm, 21. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Negresco - Eine tödliche Affäre (DVD)
Der erfolglose Fotograf Roger lernt Laura Parrish eine wohlhabende Frau kennen. Es macht Roger Freude sich innerhalb des Jet Sets zu bewegen, jedoch muss er bald feststellen, dass es um Laura herum einige dubiose Gestalten gibt, die auch vor Mord nicht zurückschrecken.

Klaus Lemkes Film tristet eher ein unbekanntes Dasein und sollte somit den Wenigsten bekannt sein. Schade eigentlich, da sich "Negresco" durchaus als guter Film entpuppt. Die Story spielt auf die Verlogenheit der Gesellschaft und auf das Bestreben schnell an viel Geld zu kommen, an. Die eigentlichen Eintrittskarten in die Oberschicht. Leider werden diese Trümpfe nicht immer konsequent ausgespielt und der Film geht einen anderen Weg. Ein Weg der sich am Grundgerüst des Kriminalfilms stützt. Die Wörter "deutscher Giallo" möchte ich nicht verwenden, da diese in ihrer Verbindung zu suspekt erscheinen und das Bild auch verfälschen würden.

Darstellerisch gelingt es Frau Fürstenberg durchaus positive Ansätze zu zeigen, man kann sie allerdings nicht mit einer Marisa Mell oder einer Edwige Fenech vergleichen. Zu dieser Klasse fehlte ihr doch einiges obwohl Frau Fürstenberg optisch sehr zu gefallen weiß.

Serge Marquand Charakterfresse sollte dem Freak des europäischen Kinos aus dem ein oder anderen Italo-Reißer bekannt sein. Tessaris "Der Bastard", Ferrornis "Wanted" Corbuccis "Fahrt zur Hölle ihr Halunken" oder natürlich auch außerhalb Italiens aus Rollins "Les Raisins de la mort" sprich "Foltermühle der gefangenen Frauen". Marquand überzeugt innerhalb "Negresco" als undurchsichtiger Charakter, der für Geld alles tut.

Gérard Blains Versuch sich an der Figur des Thomas aus Antonionis "Blow up" zu orientieren ist zwar nett gemeint, aber doch ein bis zwei Nummern zu groß.

Kameratechnisch bietet Lemkes Film gerade zum Ende hin einige sehr gute Außenaufnahmen, die den Wohlfühlfaktor aktivieren und zum Verwöhnen des subjektivem Auges ansetzen.

Fazit: Ein gemütlicher und durchaus interessanter deutscher Kriminalfilm, der innerhalb des Genres ein klein wenig extravagant daher kommt.


Pidax Film-Klassiker: Der Geisterzug
Pidax Film-Klassiker: Der Geisterzug
DVD ~ Günther Neutze
Wird angeboten von pidax
Preis: EUR 4,95

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber nicht voll überzeugend, 21. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pidax Film-Klassiker: Der Geisterzug (DVD)
Sechs Reisende verpassen eine Zugverbindung. Es bleibt ihnen Nichts anderes übrig als im Wartesaal auf den nächsten Zug zu warten. Dieser fährt allerdings erst am nächsten Morgen. Zur Beunruhigung der Reisenden erzählt der Bahnhofsvorsteher, den unfreiwilligen Gästen eine Geschichte von einem Geisterzug, der nächtens am Bahnhof vorbeirauscht.

"Der Geisterzug" wurde 1957 nach dem gleichnamigen Theaterstück des Briten Arnold Ridley in einer ARD Produktion unter der Regie von Rainer Wolffhardt gedreht. Der Erfolg ließ sechs Jahre später ein Remake mit Harald Leipnitz, Michael Verhoeven und Heidelinde Weis, als ZDF Produktion folgen.

"Der Geisterzug" ist ein sehr minimalistischer Film, der einem reinen Theaterstück nicht unähnlich ist. Die Theatralik wird vereinzelnd ein wenig überzogen und die panischen Schreie der Hauptdarstellerinnen drohen das Trommelfell zu sprengen. Wie gesagt man besann sich auf minimale Mittel, sprich eine erwähnte Theatralik, künstlich erzeugtem Regen und Nebel und einer kleinen Schauergeschichte als Aufhänger.

Günther Neutze nimmt von Beginn an das Regime in die Hand und wird zum Sympathieträger des Zuschauers. Frech, witzig und spitzfindig spielt sich Neutze in den Vordergrund und es gelingt ihm jederzeit den Film vor einem möglichen Fall in die Belanglosigkeit zu retten.

Etwas seltsam werden zum Ende des Films allerdings einige Ungereimtheiten. Die Ereignisse überschlagen sich zum Ende förmlich, nachdem es doch in den ersten zwei Dritteln des Films eher gemächlich zu Sache ging.

Fazit: Nostalgisches aus der 50er Gruselkiste, unterhaltsam verpackt aber nicht ganz überzeugend.


Dracula jagt Frankenstein - Trivialfilm Kollektion 1 [Limited Edition]
Dracula jagt Frankenstein - Trivialfilm Kollektion 1 [Limited Edition]
DVD ~ Michael Rennie

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trash-Kult in liebervoller Aufmachung und Umsetzung, 12. Februar 2012
Dr. Warnoff wird von einer außerirdischen Macht geleitet, die sich zum Ziel gesetzt hat die Menschheit auszurotten. Maleva und Kirian, sollen Warnoff dabei unterstützen. Daraufhin erweckt man, Graf Dracula, einen Werwolf, eine Mumie und Frankensteins Monster wieder zum Leben. Es sollen weitere Monster geschaffen werden um die Menschheit zu vernichten.

Werwolf, Vampir, Mumie und Frankenstein gemeinsam in einem schrägen SciFi Event. Ed Wood lässt grüßen oder wie auch immer. Jedenfalls ist "Plan 9 from outer Space" das erste gewesen, was mir in den Sinn kam, als ich die Handlung zu Tulio Demicheli, Hugo Fregonese und Eberhard Meichsner Regiearbeit gelesen habe. Stephen Sommers hat vor einigen Jahren innerhalb "Van Helsing" ebenfalls einige Horrorikonen gemeinsam wirken lassen, allerdings war Sommers Film der reinste Müll, von unfreiwilliger Komik und Genrebezogener Lieblosigkeit gezeichnet. "Dracula jagt Frankenstein" kann man eine Liebe zum Genre und zum Detail hingegen nicht absprechen.

Von den Darstellern macht Paul Naschy in der Rolle des sensiblen Werwolfs Waldemar Daninsky einen ordentlichen Eindruck. Zwar kann man ihn nicht mit Lon Chaney als Larry Talbot vergleichen, allerdings sollte man von solchen Bezeichnungen wie Antischauspieler Abstand nehmen. Naschy wird immer gern dem reinen Trash zugeordnet und seine Fähigkeiten als ordentlicher Mime meist im Hintergrund gelassen. Man sollte auch an seine sehr gute Leistung als Wolfgang Gotho in "Die Stunde der grausamen Leichen" denken.

Weiterhin lässt der Film Craig Hill in der Rolle des Inspektor Tobermann auftreten. Ein Auftritt der schon in gewissem Maße an eine Eurospy-Präsentation erinnert und an den Türen zu Moskaus Liebesgrüßen klopft ohne eingelassen zu werden. Das Ganze passt allerdings auch zum Schema des Films und trotzdem hat mir Craig Hill in "Django- ich will ihn tot" um einiges besser gefallen. (okay, das ist ein anderes Genre, also lassen wir das)

Michael Rennie macht in der Rolle des Dr. Odo Warnoff ein gute Figur. Rennie war zum Zeitpunk von "Dracula jagt Frankenstein" nicht gerade unbekannt und wirkte bereits in "Sieben Jungfrauen für den Teufel", "Die Teufelsbrigade" oder "Zum Krepieren befohlen" mit. Leider verstarb Rennie ca. ein Jahr nach der Fertigstellung von "Dracula jagt Frankenstein".

Das Highlight ist in schauspielerischer Hinsicht ohne Frage Karin Dor, die mit Charisma und Sympathie absolut zu überzeugen weiß. Egal wo Karin Dor in der Zeit von 1962 bis 1970 als Darstellerin aufgetreten ist (ausgeklammert seien die Heimatfilme, denn diese entziehen sich meiner Kenntnis) sie hatte es einfach drauf eine Rolle gut zu vermitteln. Ebenfalls für einen guten Eindruck sorgt Patty Shepard in der Rolle der Lisa.

Macht "Dracula jagt Frankenstein" eigentlich den Versuch sich außerhalb der Trash-Ebene zu bewegen und andere Werte einzubingen? Handlungsbezogen wohl eher nein, denn der Anklang menschliche Gefühle ausschalten zu müssen um die Macht zu gewinnen ist eher Part den eigentlichen Handlung und nicht ein Mitbringsel, dass zu Gesellschaftskritik führen wird.

In technischer Hinsicht zeigt sich der Film als gelungen. An Kameraarbeit, Beleuchtung und Locations gibt es nichts auszusetzen. Das die Handlung und seine Abfolge schräg und daneben sind, sollte dem Zuschauer, Konsumenten, Filmfreund, Nostalgiker oder wem auch immer von vorn herein klar sein.

Wer einen Horrorfilm mit hochgradiger Spannung erwartet, der ist hier fehl am Platz. Wer mit einem gewissen nostalgischen Humor an den Film heran geht und sich einfach nur unterhalten lässt ohne die ein oder andere Sache überbewerten zu müssen, dem wird dieser Film (den man als Alptraum eines jeden intellektuellen Schnösels bezeichnen kann) einiges an Vergnügen bereiten.


La Orca - Gefangen, geschändet, erniedrigt [Limited Edition]
La Orca - Gefangen, geschändet, erniedrigt [Limited Edition]
DVD ~ Eriprando Visconti
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 39,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders als der Titel es vermuten lässt, 12. Februar 2012
Drei Männer aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten entführen ein Mädchen vor ihrer Schule. Sie bringen das Mädchen zu einem nahe gelegenen Bauernhof. Keiner der Männer hat Kontakt zu den Eltern des Mädchens. Die Kontaktaufnahme erfolgt von außerhalb.

Als bereits zwei Wochen verstrichen sind und man keine Meldung erhalten hat, beginnen die Männer nervös zu werden.

Was sich hinter einem reißerischen deutschen Titel verbirgt, ist eher das Gegenteil von dem was man erwartet. Eriprando Visconti verzichtet in seinem Film auf brutale Vergewaltigungen und Action und konzentriert sich eher auf ein Kammerspiel. Ein Kammerspiel in dem Michele und Alice zu den tragenden Figuren werden. Allerdings werden auch die anderen Figuren, sprich die beiden weiteren Entführer beleuchtet. Die soziale Stellung und die Kluft zwischen Arm und Reich. Genau der als zweites genannte Punkt ist ein zentrales Thema innerhalb des Spiels zwischen Michele und Alice. Ein naiver Mensch, der versucht Geld auf illegale Weise zu verdienen ohne zu wissen was er eigentlich tut und das wohlhabende Mädchen aus dem reichen Hause, das diese Naivität für sich auskostet um der "Herr der Situation" zu werden.

Was bei "La Orca" wichtig ist, ist das man sich unbedingt auf die tristen Räumlichkeiten einlässt. Nur so kann man Bezug zu dem Geschehen gewinnen. Sehr zu beachten sind hier auch diverse Kleinigkeiten, wie Alices Weg zur Toilette, welches ein erniedrigendes Gesamtbild darstellt. Sollte man dazu nicht in der Lage sein, so wird der Film einfach vorbeilaufen und am Ende ein gelangweiltes Ergebnis hinterlassen. Demnach muss man vorher wissen, auf was man sich bei "La Orca" einlässt. Es handelt sich um keinen Poliziesco mit Autojagden und Schießereien und auch um keine Entführung im Stile von "Milano odia" in der Tomas Milian nach allen Regeln der Kunst wirbelt. "La Orca" kommt sehr still daher und versucht Kritik an der Gesellschaft zu üben.

Die Rolle des Michele wird von Michele Placido verkörpert, den man als Corrado Cattani innerhalb der Serie "Allein gegen die Mafia" noch in guter Erinnerung haben sollte. Alice wird von dem Oldenburger Fotomodel Rena Niehaus gespielt und Frau Niehaus macht ihre Sache als das Opfer... ist sie überhaupt das Opfer?... wirklich gut.

"La Orca" war in Italien recht erfolgreich und ließ eine Fortsetzung unter dem Titel "Oedipus Orca" (deutscher Titel: Wilde Früchte), ebenfalls mit Rena Niehaus folgen.

Fazit: Ein interessanter Film, der allerdings sensationshungrigen Actionliebhabern missfallen wird. Wer sich allerdings ein wenig in die Psyche der am Kammerspiel beteiligten Personen versetzen will, der wird Part Eins des zuvor geschrieben Satzes bestätigen können.

Das Label Camera Obscura hat mit diesem Realease erneut sehr gute Arbeit geleistet. Eine sehr gute Umsetzung einer eher unbekannten Genreperle.


Pidax Film-Klassiker: Hotel der toten Gäste
Pidax Film-Klassiker: Hotel der toten Gäste
DVD ~ Joachim Fuchsberger

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kleines Juwel auf DVD, 12. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Reporter Barney Blair findet einen Informanten tot in seinem Arbeitszimmer. Die Nachforschungen führen Blair in das Hotel San Remo, in dem es zu einem zweiten Todesfall kommt. Inspektor Forbesa nimmt sich dem Fall an und Verdächtige gibt es reichlich...

Ein durchaus interessanter Film von Eberhard Itzenplitz der als ein weiträumiges Kammerspiel bezeichnet werden kann. Viel Dialog und auch ein klein wenig Action in Form einer kurzen Schlägerei. Ob es an dem Jahr 1965 liegt? ich kann es nicht beantworten, warum in diesem Film wirklich fast jeder mit einer Zigarette durch das Bild wandert oder den Rauch genüsslich, provokativ innerhalb der Totalen inhaliert. Rauchen war schick und gesellschaftlich oder wie auch immer. Nette kleine Feststellung am Rande.

Zurück zu Punkt eins der vorherigen Absatzes: ein durchaus interessanter Film. Definitiv kann "Hotel der toten Gäste" mit Kurzweiligkeit und guten Darstellern glänzen. Wer jedoch auf Grund der Namen Fuchsberger und Dor mit einem Wallace-ähnlichen Plot rechnet, der ist hier auf der falschen Spur. "Hotel der toten Gäste" ist ein reines Kriminalspiel, das von den unterschiedlichen Charakteren und deren vereinzelnd unrühmlicher Vergangenheit lebt. Mit Claus Biederstaedt, Gisela Uhlen und Monika Peitsch treten bereits gute Namen und Darsteller auf den Plan. Dazu kommt eine gut agierende und dubios wirkende Renate Ewert als Lucy Belmore, sowie ein überzeugender Joachim Fuchsberger als Barney Blair, der als Zuschauereskorte für Hans Nielsen in der Rolle des Inspektor Forbesa gesehen werden kann. Dazu kommt natürlich noch Karin Dor, die bekannt charismatisch und sympathisch den Part der Gilly Powell vermittelt. Auch wenn das überzogen frühe Kreischen oder soll ich es doch als ein Schreien verharmlosen? in Stressmomenten etwas nervend ist, zeigt sich Frau Dor optisch wie auch schauspielerisch wie immer von ihrer besten Seite. Einfach gesagt, eine beeindruckende Frau.

Die Hauptdarsteller scheinen alle eine dubiose Vergangenheit zu haben. Jeder ist dem anderen Feind und droht dieses dem Inspektor zu sagen wenn dieser nicht das was er von dem anderen weiß für sich selbst behält. Klassisches Schema: viele Verdächtige, viele Fragen und keine Lösung. Denn verdächtig ist irgendwie Jeder.

Der Mörder trägt übrigens schöne schwarze Lederhandschuhe, so wie sich das für einen Film dieser Machart gehört. Eine unheimliche Atmosphäre innerhalb des Hotels vermag der Film allerdings nicht versprühen. Dazu sind die Räumlichkeiten zu hell und zu übersichtlich gestaltet.

Fazit: Freunde deutsche Krimikultur werden hier ihre Freude haben, denn die Lösung lässt bis zum letzten Moment auf sich warten und bis dahin wird man mit vielen Informationen zu den Hauptdarstellern/ Verdächtigen gut unterhalten.


Pidax Film-Klassiker: Perrak
Pidax Film-Klassiker: Perrak
DVD ~ Horst Tappert
Wird angeboten von Gutzekopp
Preis: EUR 2,90

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer deutscher Polizeifilm, 12. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pidax Film-Klassiker: Perrak (DVD)
Auf einer Müllhalde wird die Leiche eines Transsexuellen gefunden. Inspektor Perrak vom Sittendezernat übernimmt den Fall. Die ersten Spuren führen Perrak in ein Nobelbordell.

"Perrak" ist in eher unbekannter Film von Alfred Vohrer. Sehr schade, denn viele Filmfreaks werden somit nicht wissen, was sie hier verpasst haben. Vohrers Film bietet nämlich eine ganze Menge exquisiter Dinge. Zwielichtige Gestalten innerhalb eines dreckigen Gesamtbilds ist ein Teil davon. Ein vereinzelnd schäbiges und schmieriges Ambiente in dem ein Halunke dem anderen Feind ist und für Geld über Leichen geht, ein weiterer Teil.

Den Kriminellen gegenüber steht Horst Tappert als Inspektor Perrak, der ebenfalls nicht der Zimperlichste ist. Perraks Verhalten ist nicht mit dem eines Vorzeigepolizisten zu vergleichen, ganz im Gegenteil. Wenn man bedenkt, dass "Perrak" aus dem Jahr 1970 stammt und Stefano Vanzinas "Das Syndikat" von 1972, so kann man schon zu dem Entschluss kommen, dass "Perrak" eine gewisse Pionierfunktion für den italienischen Polizeifilm hat/te. Zweifelsohne kommt "Perrak" dem Grundprinzip des italienischen Genrekinos, sprich dem italienischen Polizeifilm recht nahe.

Die Darsteller in Vohrers Film agieren allesamt sehr gut. Bei dem namhaften Besetzungsstab nicht gerade verwunderlich, aber trotzdem muss die Intensität der Darsteller besonders lobend erwähnt werden. Arthur Brauss und vor allem Berno von Cramm machen als Vertreter der kriminellen Riege keine Gefangenen, sondern gehen straight, fies und gemein vor, auch wenn sie mit ihrer Skrupellosigkeit nicht immer den gewollten Erfolg zelebrieren können. Horst Tappert spielt die Rolle des Perraks so wie man es sich in einem Film dieser Machart wünscht. Alles richtig gemacht, Horst! In den weiblichen Parts wissen Judy Winter und Erika Pluhar ebenfalls sehr zu überzeugen.

Die eher minimale Grundstory die der Film aufweist, ist jederzeit in der Lage für weitere Verwicklungen und unangenehme Situationen der Hauptdarsteller zu sorgen. Dabei werden auch die sexuellen Ausschweifungen (dezent formuliert) der besseren Gesellschaft angesprochen.

Fazit: "Perrak" ist ein eher unbekanntes Juwel. Ein deutscher Polizeifilm der volle Breitseite nach vorn geht und mit einem sarkasmusähnlichen Wortwitz untermauert ist. Kurzweilig und absolut sleazy.


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